Junge blonde Frau sitzt vor Motorrad und schaut in ihr Smartphone, neben ihr liegt ein Helm
Leistungen, Kosten, Vertragsabschluss

Vollkasko für Motor­rad: Wann sich der Rundum­schutz lohnt

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Kurz erklärt in 30 Sekunden
  • Eine Motorrad-Vollkasko greift bei selbst verschuldeten Schäden an Ihrem eigenen Bike und bei Be­schä­digungen durch Vanda­lismus. Teilkaskoschäden, zum Beispiel aufgrund von Hagel, Diebstahl oder Kurzschluss, sind ebenfalls abgedeckt.
  • Eine umfassende Absicherung über die Vollkasko empfiehlt sich ins­besondere für neue, seltene oder wertvolle Zweiräder sowie Lea­sing­maschinen. Auch für Viel­fahrer lohnt sich der Rundum­schutz.
  • Für eine Motorradversicherung mit Vollkasko zahlen Sie höhere Bei­träge als für Kfz-Haftpflicht oder Teilkasko. Aber: Fahren Sie jahre­lang unfallfrei, reduzieren sich Ihre Versicherungskosten.
  • Eine Motorrad-Vollkasko­ver­si­che­rung schützt in der Regel alle fest am Kraftrad ein- und angebauten Teile. Ob und in welchem Umfang Helm, Fahrzeugzubehör und Schutz­kleidung mitversichert sind, legt Ihr Kfz-Versicherer im Vertrag fest.
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Ob sich eine Vollkaskoversicherung für Ihr Kraftrad lohnt, hängt von mehreren Fak­toren ab. Ausschlaggebend sind unter anderem Art und Häufigkeit der Fahr­zeug­nutzung: Sind Sie oft mit Ihrer Maschine unterwegs, haben Sie ein höheres Schadenrisiko als Schönwetter- und Wochenendfahrer.

In der Regel ist eine Motorrad­ver­si­che­rung mit Vollkasko empfehlenswert, wenn Sie…

  • … sich ein Neufahrzeug zulegen.
  • … ein seltenes oder teures Modell fahren.
  • … eine Maschine leasen und selbst versichern.
  • täglich mit dem Bike unterwegs sind, zum Beispiel im dichten Stadtverkehr.
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Versicherungsschutz

Eine Motorrad-Vollkasko bietet Ihrem Bike umfassenderen Versicherungs­schutz als Kfz-Haft­pflicht und Teilkasko. Sie greift bei Schäden, die Sie selbst an Ihrem Zweirad verursachen, zum Beispiel bei einem selbst ver­schul­deten Unfall. Oder bei Beschädigungen durch Vandalismus – etwa, wenn Unbekannte nachts den Motorradsitz aufschlitzen. Begeht Ihr Unfall­gegner Fahrer­flucht, springt ebenfalls die Vollkasko ein und sorgt dafür, dass Sie nicht auf dem Schaden sitzen bleiben.

Zusätzlich leistet eine Vollkasko­versicherung bei Teilkasko­schäden, die durch Fremd­ein­wirkung an Ihrer eigenen Maschine entstehen. Hierzu zählen Beschädigungen durch:

  • Naturgewalten und Unwetter (z.B. Hagel, Blitzschlag, Sturm ab Windstärke 8, Über­schwemmung, Erdrutsch oder Erdsenkung)
  • Kurzschluss, Brand und Explosion
  • Wildunfälle, bei einigen Versicherern auch Zusammenstöße mit anderen Tierarten (z.B. Kühe, Schafe)
  • Diebstahl
  • Glasbruch (z.B. an Scheinwerfer, Blinker oder Windschild)
  • Tierbiss (z.B. Marderbiss)
Leistungsumfang
Eine Motorrad-Vollkaskoversicherung schützt Sie als Fahrzeughalter sowie den in den Vertrags­be­din­gun­gen definierten Fahrerkreis. Abgesichert sind Ihr Zweirad sowie alle fest darin und daran verbauten Teile. In der Regel nicht mitversichert sind Motorradbekleidung und mobile Gegenstände wie Navi oder Gepäck.
Frau mit schwarzer Schutzbekleidung und Helm mit geöffnetem Visier sitzt auf Motorrad

Versicherungsschutz gilt für fest ein- und angebaute Motorradteile

Eine Motorrad-Versicherung mit Voll­kasko schützt Ihr Zweirad inklusive aller fest damit ver­bun­denen Teile. Dazu zählen zum Beispiel Sport­auspuff, Funk­anlage, Antenne oder Transport­boxen. Weiteres Motorrad­zubehör ist bei den meisten Gesellschaften mitversichert, sofern es fest verbaut oder unter Verschluss im Fahrzeug aufbewahrt ist.

Ob der Versicherungsschutz Ihren Helm einschließt, ist je nach Anbieter unter­schied­lich geregelt. Meist greift die Motorradversicherung nur, wenn Sie Ihren Kopfschutz zum Beispiel mit einem Helm­schloss sicher am Bike befestigen. Fällt Ihnen der Motorradhelm dagegen auf dem Weg in die Garage herunter, zahlen Sie den Schaden selbst.

Lose Gegenstände und Schutzbekleidung sind nicht mitversichert

Für Lederjacke, Motorradstiefel, Schutz­handschuhe und Co. besteht in der Regel kein Ver­si­che­rungs­schutz – auch nicht in der Vollkasko. Ausnahme: Sind Sie unverschuldet in einen Unfall ver­wickelt, bei dem Ihre Motorradkluft zu Schaden kommt, haben Sie Anspruch auf Schaden­ersatz. In der Regel kommt die Kfz-Haftpflichtversicherung Ihres Unfallgegners für die beschädigte Schutzkleidung auf.

Gepäckstücke, mobile Navigations­geräte, Smartphones und andere bewegliche Gegenstände, die Sie auf dem Zweirad mit sich führen, sind nicht abgesichert.

Motorradversicherung erfasst oft auch Quads, Trikes und Leicht­kraft­räder

Viele Versicherer behandeln nicht nur einspurige Krafträder mit und ohne Beiwagen als Motor­räder. Häufig schließen Sie auch für folgende Fahrzeug­typen eine Motorrad­versicherung ab:

  • Quad: Kleines Kraftfahrzeug mit vier Rädern. Für Modelle über 50 Kubikzentimeter (ccm) Hubraum sind ein amtliches Kennzeichen und eine Motorradversicherung erforderlich.
  • Trike: Dreirädriges Kraftfahrzeug mit einem Rad vorne und zwei Reifen an der Hinter­achse. Für Trikes ab 51 ccm schließen Sie in der Regel eine Motorradpolice ab.
  • Leichtkraftrad/Leichtkraftroller: Zweiräder bis 125 ccm sehen oft wie Roller aus, er­rei­chen jedoch deutlich höhere PS-Leistungen. Statt eines Versicherungskennzeichenserhalten sie ein reguläres Nummernschild und benötigen eine Motorradversicherung.

Ob Kfz-Versicherer zwischen Quad, Motor­rad und Co. unterscheiden, variiert je nach Anbieter. Für Trikes oder Leicht­kraft­räder mit einer Hubraumgröße von 80 bis 125 ccm gibt es häufig spezielle Tarife, die günstiger als reguläre Motorrad-Policen ausfallen.

Bei grober Fahrlässigkeit riskieren Sie Ihren Versicherungsschutz

Verschulden Sie einen Autounfall, weil Sie mit Ihrer Maschine wissentlich eine rote Ampel oder durchgezogene Mittellinie überfahren, handeln Sie grob fahrlässig. Zahlreiche Kfz-Versicherer kommen in diesem Fall nicht oder nur teilweise für den entstandenen Schaden auf. Nur wenn Ihre Motorradversicherung in den Vertragsbedingungen ausdrücklich auf den Einwand grober Fahrlässigkeit verzichtet, sind Sie voll abgesichert.

Das gilt nicht, wenn Sie alkoholisiert oder unter Drogeneinfluss aufs Motorrad steigen. Auch bei vorsätzlichem Handeln kommt die Vollkasko nicht für die Kosten auf – zum Beispiel, wenn Sie Ihr Bike mutwillig beschädigen.

Im Ausland sind Sie mit einer Motorrad-Vollkasko regulär abgesichert

Sind Sie mit Ihrer Maschine in anderen EU-Ländern unterwegs, gilt Ihr Ver­si­che­rungs­schutz uneingeschränkt weiter. Das heißt: Verschulden Sie mit Ihrem Bike in Polen einen Unfall oder schlitzen Unbe­kannte in Spanien Ihren Motorrad­sitz auf, springt Ihre Voll­kasko­ver­sicherung ein. Sie behandelt den Schaden so, als wäre er in Deutsch­land passiert.

In welchen außereuropäischen Ländern Sie mit Ihrer Vollkasko abgesichert sind, entnehmen Sie der Internationalen Versicherungskarte, die Sie bei Ihrem Kfz-Versicherer anfordern.

Ihre Vorteile bei der Allianz
Motorradfahrer legt sich mit seiner Maschine auf Bergstraße in eine Kurve

Die Allianz Motorradversicherung mit Vollkasko bietet Bikern besonders hohe Deckungssummen. Darüber hinaus sind unter anderem folgende Leistungen und Vorteile inbegriffen:

  • Erweiterter Schutz: Mit der Allianz Vollkasko ist Ihr Kraftrad um­fas­sen­der abgesichert als bei vielen anderen Anbietern – unter anderem bei Dachlawinen und Zusammenstößen mit Tieren jeglicher Art.
  • Zusatzleistung für E-Krafträder: Fahren Sie ein Hybrid- oder Elektro­motorrad, greift die Vollkasko auch bei Beschädigung, Zerstörung oder Verlust des Akkus.
  • Optimale Entschädigung: Erleidet Ihr Bike innerhalb von 18 Monaten nach Erstzulassung einen Totalschaden, erhalten Sie den Neupreis anstelle des Wieder­beschaffungswerts. Bei einer gebrauchten Maschine gibt es den Kaufpreis zurück.
  • Keine Beitragserhöhung nach Unfall: Haben Sie den Zusatz­bau­stein RabattSchutz abgeschlossen, stuft die Allianz Sie nach einem Schaden­fall nicht in der Schaden­freiheits­klasse zurück. Ihre Beitrags­prämie bleibt stabil.
Motorradfahrer legt sich mit seiner Maschine auf Bergstraße in eine Kurve
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Abgrenzung
Die Motorrad-Teilkasko kommt für fremdverschuldete Schäden an Ihrer eigenen Maschine auf. Schließen Sie eine Vollkasko ab, ist Ihr Zweirad darüber hinaus auch bei selbst verschuldeten Schäden und Vandalismus abgesichert.
Motorradfahrer mit Sonnenbrille kniet neben Motorrad, das auf Landstraße abgestellt ist

Vollkasko schützt Ihr Bike umfassender als Teilkasko

Eine Motorrad-Teilkasko sichert Ihr Fahr­zeug bei Schäden ab, die durch äußere Einflüsse entstehen. Kommt Ihr Kraftrad zum Beispiel durch Natur­gewalten oder Diebstahl zu Schaden, trifft Sie keine Schuld – Ihre Teilkaskoversicherung springt ein. Anders ist die Lage, wenn Sie selbst für einen Unfall verantwortlich sind, etwa weil Sie aus Unachtsamkeit den vor Ihnen fahrenden Pkw rammen. Dann tragen Sie die Kosten für Schäden an Ihrem Bike aus eigener Tasche.

Haben Sie eine Vollkasko für Ihr Motor­rad abgeschlossen, greift diese auch bei selbst verschuldeten Schäden. Zusätzlich sind mutwillige Beschädigungen durch Unbekannte abgesichert. Zwar trifft Motorradhalter bei Vandalismus in der Regel keine Mitschuld. Oft kann der Geschädigte den Schadensverursacher aber weder ausfindig noch haftbar machen. In diesem Fall ersetzt die Vollkasko die entstandenen Kosten.

Sowohl Teil- als auch Vollkasko kommen für Schäden an eigener Maschine auf

Neben diesen Unterschieden haben Teil- und Vollkasko für Krafträder auch gemeinsame Nenner: Beide Ver­si­che­rungen kommen für Fremd­schäden an Ihrem eigenen Kraftrad auf. Zudem sind die Tarife auf die Anforderungen der Fahrzeugart abgestimmt: Zweiräder wiegen deutlich weniger als Pkw und sind somit einfacher zu entwenden. Neben dem Diebstahl­risiko ist auch das Unfall­risiko höher als bei vierrädrigen Kfz: Dies spielt unter anderem bei der Einstufung und Berechnung der Versicherungs­prämie eine Rolle.

Kfz-Haftpflicht für Motorräder ist obligatorisch, Teil- oder Vollkasko freiwillig

Ohne Kfz-Haftpflichtversicherung können Sie Ihr Bike nicht zulassen. Dieser Basisschutz ist für jedes Kraftfahrzeug, das am öffentlichen Straßenverkehr teilnimmt, gesetzlich vorgeschrieben.

Haben Sie mit Ihrem Kraftrad andere Verkehrsteilnehmer verletzt oder fremdes Eigentum beschädigt, reguliert die Kfz-Haftpflicht deren Schaden­ersatz­an­sprüche. Das heißt: Ihr Versicherer kommt bis zur vereinbarten Versicherungs­summe für Personen-, Sach- und Vermögens­schäden auf und wehrt unberechtigte Schaden­ersatz­forderungen für Sie ab.

Mit einer Vollkasko oder Teilkasko können Sie den Versicherungsschutz für Ihr Kraftrad nach Be­darf erweitern. Je nach Zustand und Wert der Maschine sowie Ihren persönlichen Fahr­ge­wohn­heiten ist eine Kasko­versicherung für Motorräder empfehlens­wert, aber nicht verpflichtend.

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Beitragsberechnung
Wie hoch Ihre Versicherungsprämie in der Vollkasko ausfällt, hängt unter anderem von Ihrem Alter und der Art des Kraft­rads ab. Auch Ihre Schaden­freiheits­klasse spielt eine Rolle: Fahren Sie seit Jahren unfallfrei, reduziert sich der Beitrag. Grundsätzlich gilt: Da die Vollkasko Ihr Motorrad umfassender absichert als Kfz-Haftpflicht- oder Teilkaskoversicherung, sind die Versicherungsbeiträge höher.
Mann mit Brille sitzt mit Laptop und Dokumenten am Küchentisch und tippt auf Taschenrechner

Diese Faktoren beein­flussen bei Vollkasko fürs Motorrad die Kosten

Wie viel Sie pro Jahr zahlen, wenn Sie Ihr Motorrad in der Vollkasko versichern, lässt sich nicht pauschal beantworten. Die Einstufung in der Motorradversicherung und Ihre individuelle Beitragshöhe hängt von mehreren Kriterien ab. Dazu zählen:

  • Fahreralter: Statistisch gesehen haben Fahranfänger ein höheres Unfallrisiko als erfahrene Biker – und zahlen bei der Motorrad­ver­si­cherung entsprechende Risiko­zuschläge.
  • Fahrleistung: Je mehr Kilometer Sie jährlich mit Ihrer Maschine zurücklegen, desto höher das Schadensrisiko. Das schlägt sich in einer höheren Prämie nieder.
  • PS-Zahl: Je höher die Motor­leistung Ihres Kraftrads, desto teurer sind die Versicherungs­beiträge.
  • Regionalklasse: Sie spiegelt die Schadenbilanz in über 400 deutschen Zulassungs­be­zir­ken wider. Je besser Ihre Region eingestuft ist, desto geringer fällt Ihr Versicherungs­beitrag aus.
  • Schadenfreiheitsklasse: Je länger Sie unfallfrei mit Ihrem Bike fahren, umso besser ist Ihre SF-Klasse. Und desto höher fällt der Schaden­frei­heits­rabatt aus, den Ihr Versicherer von Ihrer Prämie abzieht.​​​ Bei der Motorrad­ver­si­che­rung gibt es die Schaden­freiheits­klassen 0 (= kein schadenfrei gefahrenes Jahr) bis 20 (= 20 oder mehr unfallfreie Jahre).

Übrigens: Typklassen und der nächtliche Stellplatz Ihres Motorrads spielen bei der Einstufung keine Rolle. Unerheblich ist auch, ob Sie beispielsweise Student oder Rentner sind. Sondertarife für bestimmte Altersgruppen gibt es nicht. Angehörige bestimmter Berufsgruppen, beispiels­weise Beamte, erhalten dagegen oft vergünstigte Versicherungsangebote.

Wer Selbstbeteiligung vereinbart, zahlt weniger für Motorrad-Vollkasko

Um die jährlichen Kosten ihrer Motor­radversicherung zu reduzieren, können Versicherungs­nehmer in der Teil- und Vollkasko einen Selbstbehalt verein­baren. Das heißt: Sie beteiligen sich im Schadenfall an den Kosten – zum Beispiel mit 300 Euro. Übersteigt die Schaden­summe die vereinbarte Selbstbeteiligung, übernimmt Ihr Versicherer den Differenzbetrag.

In der Regel beträgt der Selbstbehalt bei Motorrad-Teilkasko oder Vollkasko 150 bis 1.000 Euro. Für welche Summe Sie sich entscheiden, ist Ihnen überlassen: Je höher die gewählte Selbst­be­tei­li­gung, desto günstiger sind Ihre laufenden Beiträge.

Vollkasko für Motorrad berechnen lohnt sich vor Vertragsabschluss

Möchten Sie für Ihre Maschine einen Neuvertrag abschließen oder die Kfz-Versicherung wechseln, ist ein Preis- und Leistungsvergleich sinnvoll. Denn: Wie sich die Kosten für Motorrad-Vollkasko, -Teilkasko und -Haftpflicht zusammensetzen, unterscheidet sich je nach Anbieter. Wie stark sie einzelne Kriterien bei der Risikobewertung gewichtet, ist jeder Versicherungs­gesell­schaft selbst überlassen. Dasselbe gilt für Rabatte, die sie Versicherungs­nehmern einräumt.

Um die richtige Police zu finden, lohnt sich daher ein Online-Versicherungscheck. Kostenlose Versicherungsrechner finden Sie auf den Webseiten vieler Kfz-Versicherungen sowie auf Vergleichs­portalen. Dort können Sie mit wenigen Klicks die Vollkasko für Ihr Motorrad berechnen und die Leistungen verschiedene Anbieter miteinander vergleichen.

Wichtig: Bei der Entscheidung für eine bestimmte Versicherung sollten nicht nur möglichst günstige Beiträge im Vorder­grund stehen. Damit Sie im Schaden­fall ausreichend abgesichert sind, sollten Sie auf möglichst hohe Deckungs­summen achten. Und bei Bedarf Zusatzleistungen wie Auslandsschadenschutz oder Schutzbrief in Erwägung ziehen.

Silbergraues Motorrad steht auf Straße im Sonnenuntergang
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Formalien

Eine Vollkaskoversicherung für Ihr Bike können Sie online, vor Ort in einer Versicherungsagentur oder bei Ihrem persönlichen Versicherungsberater abschließen. Neben Angaben zu Ihrer Person und dem versicherten Motorrad ist dafür unter anderem Ihre Bank­verbindung erforderlich.

Grundsätzlich dürfen Kfz-Versicherer Ihren Antrag auch ablehnen. Das kann beispielsweise passieren, wenn der Antragsteller aufgrund eines negativen Schufa-Eintrags die Bonitäts­prüfung nicht besteht. Hatten Auto- oder Motorradfahrer in der Vergangenheit ein über­durch­schnittlich hohes Unfallrisiko, sind Teil- oder Vollkaskotarife für sie teilweise nicht verfügbar. In der Regel klappt der Vertrags­abschluss jedoch schnell und unkompliziert.

Laufzeit der Motorrad­versicherung beträgt in der Regel zwölf Monate

Nach Vertragsunterzeichnung beginnt der Versicherungsschutz ab dem Datum, das im Versicherungsschein angegeben ist, und läuft in der Regel für ein Jahr. Zum Ende der Laufzeit können Sie die Police unter Berücksichtigung der vertraglich festgelegten Kündigungsfrist ordentlich kündigen. Stichtag ist meist der 30. November. Lassen Sie die Frist verstreichen, verlängert sich die Motorradversicherung automatisch um weitere zwölf Monate.

Motorradversicherung ist ordentlich oder außer­ordentlich kündbar

Möchten Sie Ihre Motorradversicherung wechseln, kündigen Sie Ihre bisherige Police spätestens einen Monat vor Vertragsende. In einigen Fällen haben Sie zudem ein Sonderkündigungsrecht – zum Beispiel, wenn Ihr Versicherer einen Schadenfall reguliert oder Ihre Prämie erhöht.

Eine Sonderkündigung ist während des laufenden Versicherungs­jahres möglich. Gibt Ihr Kfz-Versicherer zum Beispiel eine Beitragserhöhung bekannt, können Sie Ihren Vertrag innerhalb eines Monats nach Bekanntgabe beenden. Erhöht sich Ihre Prämie dagegen aufgrund einer gesetzlichen Änderung oder, weil Sie in einen Zulassungsbezirk mit höherer Schadenshäufigkeit umziehen, haben Sie kein Recht auf Sonderkündigung.

Bei Motorradwechsel können Sie die Versicherung sofort kündigen

Erwerben Sie eine gebrauchte Maschine, übernehmen Sie zunächst die Motor­rad­versicherung des Verkäufers. Bei einem Fahrzeugwechsel können Sie das Versicherungs­verhältnis des Vor­be­sitzers mit sofortiger Wirkung beenden. Um durchgehenden Versicherungs­schutz zu gewähr­leisten, sollte Ihnen zuvor allerdings die Zusage eines anderen Kfz-Versicherers vorliegen.

Verkaufen Sie Ihre eigene Maschine, geht die Motorradversicherung mit Fahrzeug­übergabe auf den neuen Besitzer über. Ihr Vertrag ist damit beendet. In der Regel erstattet Ihnen der Käufer die zu viel entrichtete Prämie.

Motorradversicherung kündigen Sie immer schriftlich

Möchten Sie Ihre laufende Motorrad-Vollkasko beenden, um beispielsweise zu einem neuen Anbieter zu wechseln, benötigen Sie den Versicherungsvertrag Ihres bisherigen Versicherers. Darin finden Sie alle relevanten Informationen für das Kündigungsschreiben. Folgende Angaben sollte das Dokument beinhalten:

  • Name und Anschrift des Versicherungsnehmers
  • Name und Anschrift der derzeitigen Motorradversicherung
  • Marke, Modell und Kfz-Kennzeichen des versicherten Fahrzeugs
  • Versicherungsnummer
  • Kündigungsart: regulär zum Vertragsende oder Sonderkündigung (mit Angabe des Kündigungsgrundes)
  • Kündigungsdatum
  • Bitte um schriftliche Kündigungsbestätigung
  • Unterschrift mit Orts- und Datumsangabe

Die Kündigung unterschreiben Sie per Hand. Anschließend lassen Sie das Schreiben entweder postalisch (am besten per Einschreiben), per Fax oder E-Mail Ihrer Motorradversicherung zukommen.

Legen Sie Ihr Zweirad dauerhaft still, ist keine Kündigung erforderlich. Sobald Sie das Kraftrad bei der Zulassungsstelle abmelden, informiert diese automatisch Ihre Kfz-Versicherung.

Die passende Versicherung
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Häufige Fragen
  • Soll ich mein Motorrad ganzjährig oder nur für die Saison versichern?

    Aufgrund der Straßen- und Witterungsverhältnisse in der kalten Jahreszeit nutzen viele Biker ihre Zweiräder nur während der Sommermonate. Ein Saisonkennzeichen bietet sich für Motorräder daher an. Mit dem Sonderkennzeichen können Sie Ihre Maschine für einen Zeitraum von zwei bis elf Monaten pro Kalenderjahr anmelden.

    Die Vorteile der saisonalen Zulassung: Sie sparen sich die An- und Abmeldung des Bikes zu Saisonbeginn und -ende. Zudem zahlen Sie Versicherungsbeiträge und Kfz-Steuer zeitanteilig. Das heißt: nur für die Monate, in denen Ihr Bike tatsächlich zugelassen ist.

  • Ist die Motorradversicherung übertragbar?

    Nein, eine Motorrad-Vollkasko ist immer fahrzeuggebunden. Der Versicherungsschutz bezieht sich ausschließlich auf das im Vertrag genannte Zweirad und ist nicht übertragbar.

    Aber: Steigen Sie von Ihrem Motorrad auf ein Auto um, können Sie Ihre Schadenfreiheitsklasse übertragen. Das heißt: Ihre bisherigen unfallfreien "Motorrad-Jahre" rechnet der Versicherer Ihnen bei der Pkw-Versicherung an.

    Geben Sie das Motorradfahren komplett auf, können Sie Ihre SF-Klasse zudem auf Ihren Partner oder Verwandte ersten Grades übertragen – etwa auf Ihre Kinder oder Enkel.

  • Wie wirkt sich ein Unfall auf den Beitrag der Motorrad-Vollkaskoversicherung aus?

    Reguliert die Vollkasko nach einem selbst verschuldeten Unfall die Schäden an Ihrer Maschine, stuft Ihre Motorrad­versicherung Sie in eine schlechtere Schaden­frei­heits­klasse zurück. Das bedeutet: Im nächsten Versicherungsjahr steigen Ihre Beitragskosten.
  • Sind Unfälle bei Transport- und Rennfahrten in der Vollkasko versichert?

    Das kommt auf die Art der Sonderfahrt an. Kippt Ihr Chopper beispielsweise bei einer privaten Über­führungs­fahrt auf einem Anhänger um, kommt Ihre Vollkasko für die Beseitigung von Kratzern oder Dellen auf. Haben Sie keine Motorrad-Vollkasko abgeschlossen, tragen Sie die Kosten selbst. In diesem Fall sind Sie nur mit einer speziellen Transportversicherung abgesichert, die Sie bei professionellen Fahrzeug­trans­porten (z.B. mit einer Spedition) in der Regel abschließen können.

    Motorradrennen, bei denen es um das Erzielen einer Höchstgeschwindigkeit geht, sowie dazugehörige Übungs­fahrten sind grundsätzlich vom Ver­si­che­rungs­schutz der Kfz-Haftpflicht, Teil- und Vollkasko ausgeschlossen. Das gilt auch für behördlich genehmigte Rennfahrten.

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