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  • Per Definition ist die Kastration eine Operation, die Katzen und Kater unfruchtbar macht. Die Tierärztin oder der Tierarzt entfernt dabei Hoden beziehungsweise Eierstöcke. 
  • Der richtige Zeitpunkt für den Eingriff ist je nach Geschlecht unterschiedlich und hängt vom jeweiligen Tier ab.
  • Der Eingriff ist nicht bundesweit verpflichtend, wird aber empfohlen. Die Vorteile der Kastration überwiegen deutlich, da sich diese positiv auf das Leben der Tiere auswirkt.
  • Die Kosten einer Kastration starten ab 50 Euro. Bei weiblichen Katzen ist die OP deutlich teurer als bei Katern.
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Definition
Die Kastration von Katzen oder Katern ist ein operativer Eingriff, bei dem die Bildung von Ei- und Samenzellen unterbunden wird. Das führt zur Unfruchtbarkeit des Tieres. Bei der Kastration werden die Keimdrüsen, bei einem Kater der Hoden und bei Katzen die Eierstöcke entfernt.

Tierärzte und Tierärztinnen empfehlen in der Regel eine Kastration von Katzen, da dies das Leben der Tiere deutlich angenehmer macht. Sterilisationen sind eher selten.

  • Eine Kastration ist ein umfangreicherer Eingriff und hat größere Auswirkungen auf Katzen. Diese sind aber meist positiv. Durch den Eingriff in den Hormonhaushalt verschwinden hormonell bedingte Verhaltensweisen wie Rolligkeit und Markieren, was Katzen und Katern ein entspannteres Leben ermöglicht.
  • Eine Sterilisation ist als Eingriff zwar deutlich unkomplizierter, aber die geschlechtstypischen Triebe bleiben erhalten. Bei der OP werden die Ei- oder Samenleiter nur durchtrennt oder abgeklemmt. Eine Fortpflanzung ist nicht mehr möglich, Verhalten wie Rolligkeit und Markieren bleibt aber weiterhin vorhanden.

Nein, es gibt bislang keine bundesweit einheitliche Verpflichtung, Kater und Katzen kastrieren zu lassen. Tierschutzvereine, Tierärztinnen und Tierärzte sowie der Deutsche Tierschutzbund empfehlen aber, Katzen und Kater zu kastrieren.

Immer mehr Städte und Gemeinden verpflichten Besitzer und Besitzerinnen von Freigängerkatzen, diese mit einem Chip oder einer Tätowierung zu kennzeichnen und zu kastrieren. Der Grund ist, dass es allein in Deutschland über zwei Millionen herrenlose Streuner gibt.

Das führt zu großem Tierleid und zu einer unkontrollierten Ausbreitung von Katzenkrankheiten wie Katzenaids (FIV) oder Katzenleukose. Auch wenn es in der eigenen Gemeinde eine Kastrationspflicht gibt, ist das Kastrieren einer Katze nicht kostenlos möglich.

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Zeitpunkt
Kater und Katzen werden in der Regel vor der Geschlechtsreife in einem Alter zwischen vier und acht Monaten kastriert. Das passende Alter, um den eigenen Kater oder die eigene Katze zu kastrieren, ist individuell vom Tier abhängig.

Je nach Rasse, Geschlecht und Zeitpunkt der Geburt unterscheidet sich der ideale Zeitpunkt zur Kastration der Katze. Während Katzen bereits nach fünf bis neun Monaten geschlechtsreif werden können, ist es bei Katern erst nach acht bis zehn Monaten der Fall. Daher ist es wichtig, mit Veterinären zu sprechen. Denn der passende Kastrationszeitpunkt ist individuell vom Tier abhängig.

Eine rollige Katze zu kastrieren, ist nicht empfehlenswert. Während der Rolligkeit sind die Geschlechtsorgane stärker durchblutet, was die Operation riskanter macht. Daher besser abwarten, bis die Katze die Rolligkeit überwunden hat. Dass Katzen mindestens einmal rollig sein oder Kitten bekommen sollten, ist ein Irrglaube. Es hat keinen Einfluss auf die weitere Entwicklung der Katze. Im Gegenteil: Eine Schwangerschaft bedeutet viele Risiken für Katzen.

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Pro & Contra
Eine Kastration ist sowohl bei Wohnungskatzen als auch bei Freigängerkatzen sinnvoll. Es gibt aber auch Nachteile, deren sich Tierhalter:innen bewusst sein sollten.
  • Triebe und Rolligkeit unterbunden: Körperlich und psychisch für Katzen belastend
  • Lebenserwartung steigt: Risiko hormonell bedingter Krankheiten, wie Gebärmutter- und Tumorerkrankungen sinkt
  • Markierungsdrang endet: Möbelstücke werden nicht mehr markiert und beschädigt
  • Weniger Konkurrenzkämpfe: Kampfbereitschaft nimmt ab, was die Verletzungsgefahr reduziert
  • Kein ungeplanter Nachwuchs: Verhindert Katzenelend und reduziert Geburts- & Schwanger­schafts­risiken
  • Kleinere Reviere: Katzen streunen weniger herum und entlaufen seltener 
  • Gewichtszunahme: Stoffwechsel wird umgestellt und verlangsamt, sodass das Tier weniger Kalorien braucht
  • Operationsrisiko: Jede Narkose und OP birgt das Risiko von Komplikationen 
  • Narkose: Anästhesie ist eine Belastung für den Organismus von Katzen
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Schritt für Schritt
Eine Kastration ist ein operativer Eingriff, bei dem das Tier unter Vollnarkose gesetzt wird. Der Eingriff ist bei männlichen Katern etwas einfacher als bei weiblichen Katzen.
  • Was muss man vor der Kastration beachten?

    Vor der Operation ist ein Gesundheitscheck nötig. Hierbei überprüft die Tierärztin oder der Tierarzt, ob alle Organe so funktionstüchtig sind, damit die Samtpfote die Narkose verträgt. Vor einem operativen Eingriff mit Narkose dürfen Kater und Katzen zwölf Stunden vorher keine Nahrung zu sich nehmen.
  • Katze kastrieren lassen: Ablauf

    Bei der weiblichen Katze findet ein invasiver Eingriff statt. Das bedeutet, dass die Tierärztin oder der Tierarzt die Bauchdecke öffnet. Es wird ein ein bis zwei Zentimeter langer Schnitt unterhalb des Bauchnabels gesetzt, dann können die Eierstöcke entfernt werden. Danach wird die Bauchdecke mit einer Naht geschlossen. Je nach Art der Naht werden etwa 14 Tage nach der Kastration die Fäden gezogen, frühestens etwa circa zehnTage nach der Operation. Bei intrakutanen Nähten ist das nicht nötig.

    Bei Katern wird lediglich ein kleiner Schnitt am Hodensack gesetzt und dann der Hoden entfernt. Dieser Schnitt ist in der Regel so klein, dass er nicht vernäht wird und von alleine verheilt.

    Katzen bekommen nach der OP manchmal eine Halskrause oder einen Body, damit sie nicht an die Wunde herankommen und wundlecken können. Denn das kann die Heilung verzögern oder zu Infektionen führen.

  • Nach der Kastration

    Nehmen Sie sich am Tag der Operation Zeit für Ihre Katze. Durch die Narkose steht sie möglicherweise neben sich und reagiert empfindlich. Verhindern Sie Wundlecken und halten Sie die Wunde sauber.

    Ist die Katze normalerweise eine Freigängerkatze, sollte sie in den ersten Tagen das Haus nicht verlassen. Erst wenn die Fäden gezogen wurden oder die Halskrause abgenommen werden kann, sollte sie wieder Freigang bekommen.

     

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Gebührenordnung für Tierärzte 
Die Kosten für die Kastration einer Katze liegen zwischen 60 bis über 200 Euro. Die Kastrationskosten sind in der Gebührenordnung für Tierärzte (GOT) geregelt.

Tierarzt und Tierärztin können je nach Tierarztpraxis und Ablauf der Operation den einfachen oder dreifachen Satz der Gebührenordnung für Tierärzte berechnen. In der Gebührenordnung ist auch geregelt, dass die Kosten für eine Kastration bei Katzen höher sind als bei Katern. Der Grund: Die Operation ist bei Katzen deutlich aufwendiger als bei Katern – was sich auch in den Tierarztkosten widerspiegelt.

Katze kastrieren Kosten 2023 laut GOT:

  • Kater kastrieren: 30,32 Euro (1-fach) bis 90,96 Euro (3-fach)
  • Weibliche Katze kastrieren: 56,48 Euro (1-fach) bis 169,44 Euro (3-fach)

Hinzu kommen noch die Kosten der notwendigen Verbrauchsmaterialien für die Narkose und Verbandmaterial, und für die nötigen Untersuchungen vorab wie etwa eine Blutabnahme.

Katzenkrankenversicherung 

Bei der Allianz Katzenkrankenversicherung wählen Sie Tarife und Versicherungssumme passend zu Ihrem individuellen Bedarf.

Ist eine Kastration oder eine Sterilisation zum Beispiel wegen eines Tumors oder einer Entzündung unumgänglich, übernehmen wir im Rahmen des gewählten Versicherungsschutzes die Tierarztkosten.

Das umfasst die letzte Untersuchung vor der Operation, den Eingriff inklusive Narkose und tierärztliche Nachuntersuchungen.

  • Achtung: Eine Kastration zur Behandlung von Verhaltensauffälligkeiten oder vorbeugend zur Verhinderung der Fortpflanzung ist nicht versichert. Es gelten die dem Versicherungstarif hinterlegten Allgemeinen Versicherungsbedingungen.
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Häufige Fragen
  • Darf ich meine Katze am Operationstag füttern?

    Vor der Operation darf die Katze für 12 Stunden nicht gefüttert werden. Der Grund: Befindet sich Nahrung im Verdauungstrakt, steigt das Risiko von Komplikationen, da Katzen erbrechen können. Wenn die Narkose nach der Operation nachlässt, kann die Katze wieder gefüttert werden. Im Idealfall in kleinen Portionen.
  • Werden Katzen und Kater nach der Kastration dick?

    Da die Kastration einen Einfluss auf den Hormonhaushalt nimmt, beeinflusst diese auch den Stoffwechsel. Der Stoffwechsel verlangsamt sich, sodass sie weniger Kalorien benötigen. Bleibt die tägliche Futtermenge gleich, kann das zu einer Gewichtszunahme führen.
  • Werden Katzen nach der Kastration ruhiger?

    Ja, häufig werden Katzen und Kater nach der Kastration ruhiger, da durch den Wegfall der Sexualhormone der Drang nach Revierverteidigung und Dominanzverhalten abnimmt. Häufig haben kastrierte Kater und Katzen ein kleineres Revier und sind seltener in Kämpfe verwickelt.
  • Können kastrierte Katzen rollig werden?

    Nein, kastrierte Katzen werden nicht mehr rollig. Rolligkeit ist für Katzen extrem belastend, da diese mit Unruhe, mangelndem Appetit und psychischer und körperlicher Anspannung einhergeht. Daher ist es für Katzen eine Entlastung, wenn sie nicht mehr rollig sind.
  • Können kastrierte Katzen noch markieren?

    Nein, bei kastrierten Katern nimmt durch die Hormonumstellung das Revierverhalten ab, damit endet auch das Markierungsverhalten.
  • Müssen Katzen vor der Kastration einmal geworfen haben?

    Nein, dass Katzen einmal Kitten bekommen haben oder rollig gewesen sein müssen, ist ein weitverbreiteter Irrglaube. Im Gegenteil: Rolligkeit und eine Geburt sind sehr belastend für Katzen und erhöhen sogar das Risiko von hormonellen Erkrankungen. Daher sollten Katzen und Kater vor der Geschlechtsreife kastriert werden.
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