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Kurz erklärt in 30 Sekunden
  • Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungs­wirtschaft (GDV) stuft Autos jedes Jahr neu in Typ­klassen ein. Je besser die Unfall- und Scha­dens­statistik eines Modells, desto niedriger ist seine Typklasse.
  • Die Typklasse des Autos beeinflusst die Kosten der Kfz-Versicherung: Für Fahrzeuge mit niedriger Typ­klasse fallen die Beiträge günstiger aus.
  • Je nach Versicherungs­art (Haft­pflicht, Teilkasko oder Voll­kasko) gibt es unterschiedliche Typklassen.
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Marken & Modelle

Aktuell sind rund 31.000 verschiedene Auto­modelle in Typklassen eingestuft. Für jedes Kfz-Modell sind drei ver­schie­de­ne Versicherungs­klassen (Kfz-Haftpflicht, Teilkasko, Vollkasko) wählbar. Entsprechend ordnet der GDV auch drei unter­schiedliche Typklassen zu. Die Einstufung reicht von 10 bis maximal 34:

In diesem Auszug der GDV-Liste 2021 sehen Sie, welche Fahr­zeuge sich im Vergleich zum Vorjahr um wie viele Typ­klassen verbessert oder ver­schlech­tert haben. Ist in der jeweiligen Versicherungs­klasse keine Zahl in Klammern vermerkt, hat sich die Typ­klassen-Ein­stufung nicht geändert.

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Modell
HSN / TSN
Haftpflicht
Vollkasko
Teilkasko
Kia Stonic 1.0 T 8253 / AHD 13 (-1) 15 (-3) 19 
Suzuki Swift 1.2 7102 / AEK 13  19 (-3) 22 (+2)
Skoda Kamiq 1.0 TSI 8004 / AUE 13 16 18
Toyota Yaris 1.3 5013 / AEK 15  13 (-1) 15
Citroën C3 Picasso 1.4 3001 / AHR 13 13 (-2) 17
Mazda MX-5 1.5 7118 / AGU 12 20 (-2) 23 (-2)
 

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Modell
HSN / TSN
Haftpflicht
Vollkasko
Teilkasko
Renault Talisman 1.6 DCI 3333 / BER 22 (+1) 27 27 (+2)
Porsche Macan Turbo 3.6 0583 / AHC 22 29 28 (-2)
Toyota RAV4 Hybrid 2.5 5013 / AMP 17 (-2) 27 (-2) 30 (-2)
Mercedes Benz CLS 350 D 4matic 1313 / HOH 21 28 (+1) 27 (+1)
Mazda CX-5 2.2 D AWD 7118 / AHG 17 (+1) 28 (-1) 31 (-1)
Range Rover Velar 20D AWD 1590 / AGD 23 (+1) 29  30
 
In die niedrigste Typ­klasse sind 2021 zum Beispiel Oldtimer wie der Citroën 2CV eingeordnet – sowohl in der Haft­pflicht­klasse, als auch bei Voll- und Teilkasko. Kleinwagen wie das Smart ForTwo Cabrio CDI erhalten in der Vollkasko mit Typklasse 10 ebenfalls die Minimal­einstufung.
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Gut zu wissen: Typklassen ermitteln
Die Typklasse Ihres Autos ermitteln Sie online über die Typ­klassen­abfrage des GDV. Um Ihre Pkw-Typ­klasse für das Jahr 2021 zu bestimmen, benötigen Sie folgende Daten aus Ihrer Zulassungs­bescheinigung Teil I (Fahrzeugschein): Her­stellername, Fahrzeug­daten, Her­stel­ler­schlüssel (HSN) und Fahrzeugtyp-Schlüssel (TSN).
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Beitragshöhe
Die Typklasse ist eines von mehreren Kriterien, das Ver­sicherer für die Berechnung der Beitragsprämie in der Kfz-Versicherung heranziehen. Grundlage ist das Typklassenverzeichnis, das der GDV jedes Jahr neu veröffentlicht. Die GDV-Typklassen sind für Versicherer nicht verbindlich. Dennoch orientieren sich die meisten Anbieter daran. Das heißt: Wird Ihr Pkw in eine höhere Typklasse ein­ge­stuft, können Ihre Ver­siche­rungs­kosten steigen.
 

Typklassen spiegeln die Unfall- und Schadensbilanzen verschiedener Pkw-Modelle wider. Je weniger Schäden für einen Fahrzeugtyp gemeldet und von Kfz-Versicherungen reguliert werden, desto niedriger ist seine Typklasse. Der statistische Wert ist als Zahl zwischen 10 und 34 im Typklassenverzeichnis des GDV angegeben. In tabellarischer Form sind darin folgende Fahrzeug- und Leistungsdaten gelistet:

  • Name des Autoherstellers
  • Name des Fahrzeugtyps (Golf, Corsa, etc.)
  • Motorleistung (kW, PS, Hubraum, etc.)
  • Antriebsart (Benzin, Diesel, Elektro, etc.)
  • Typklassen je nach Versicherungsart (Haftpflicht, Teilkasko oder Vollkasko)
  • Schlüsselnummer bzw. Schlüsselzahlen: Herstellerschlüsselnummer (HSN) und Typschlüsselnummer (TSN)
  • Produktionszeitraum (Fahrzeugalter)
  • Angaben zur Wegfahrsperre

Um Typklassen zu ermitteln, wertet der GDV jedes Jahr die polizeilich registrierten Verkehrs­unfälle in Deutschland aus. Neben Schadens­statistiken der letzten drei Kalenderjahre sind unter anderem Motorleistung, Versicherungsart und Anzahl der in einem Zulassungsbezirk gemeldeten Fahrzeugtypen für die Typklasse relevant. Bei neuen Auto­model­len fließen Daten ähnlicher Fabrikate und Ergebnisse von Crashtests in die Einstufung ein.

Wie genau die Einstufung funktioniert, erfahren Sie hier im Video des GDV:

Youtube-Video zu Typklassen des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft
 

Die Typklasse eines Autos ist eines von zahlreichen Tarifmerkmalen, das die Kosten der Kfz-Versicherung beeinflusst. Die meisten Autoversicherer orientieren sich bei der Beitragsberechnung an den unverbindlichen GDV-Typklassen. Dabei gilt: Je niedriger die Typklasse des Fahrzeugmodells, desto günstiger ist in der Regel die Kfz-Versicherung. Ändert sich die Typklasse Ihres Autos, heißt das jedoch nicht automatisch, dass Ihre Prämie günstiger oder teurer wird.

Weitere Faktoren zur Berechnung des Versicherungsbeitrags:

  • Regionalklasse: Je mehr Kfz-Schäden in einem Zulassungsbezirk auf­treten, desto höher ist die Regional­klasse – und umso teurer die Prämie.
  • Schaden­freiheits­klasse: In Kfz-Haftpflicht und Vollkasko sind SF-Klassen bei Pkw von maximal 0 bis 50 gestaffelt. Je mehr schadenfreie Jahre ein Fahrer sammelt, desto günstiger wird seine Prämie.
  • Schaden- und Kosten­entwicklung: Steigende Reparatur­kosten, mehr Unfälle durch erhöhtes Fahr­aufkommen oder extreme Wetter­ereignisse verursachen höhere Aufwendungen bei Kfz-Schäden. Das wirkt sich auf die Kfz-Versicherungs­tarife aus.
  • Individuelle Merkmale: Faktoren wie Fahrerkreis, vereinbarte Selbstbeteiligung, Werkstattbindung oder Kilo­meter­leistung pro Jahr beeinflussen die Beitragshöhe individuell.
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Fahrzeugmodell & Co.
Welche Kriterien für die Ermittlung der GDV-Typklassen in der Kfz-Haftpflicht- und Kaskoversicherung ausschlaggebend sind, zeigt folgende Infografik:
Faktoren für Einstufung eines Automodells in Typklassen je nach Kfz-Versicherung (Kfz-Haftpflicht oder Kasko)

1. Fahrzeug

Der GDV listet jedes in Deutschland zugelassene Pkw-Modell mit konkreter Motor­leistung (kW/PS), und Ausführung (Antriebsart, Karosserie­variante, Baujahr) auf. So gibt es beispiels­weise den Porsche Cayenne 3.0 TDI mit unterschiedlich starken Motoren (PS-Leistung) und aus verschiedenen Herstellungs­jahren (z.B. 2011 bis 2014 und 2014 bis 2018). Ein Porsche Cayenne mit 193 kW (262 PS) ist nicht gleich­zusetzen mit der 180-kW-Version (244 PS) und auch keiner anderen Variante des Cayenne 3.0 TDI.

2. Haftpflicht- oder Kaskoversicherung

Für jede Modellvariante erstellt der GDV eine eigene Unfall- und Schadensstatistik – für Kfz-Haftpflicht, Teil- und Vollkasko. Je nach Versicherungsart fließen unterschiedliche Schäden in die Statistik ein:

  • Für die Bilanz der Kfz-Haftpflicht­versicherung sind ausschließlich Versicherungs­leis­tungen für geschädigte Dritte nach Verkehrsunfällen relevant.
  • In die Unfallbilanz der Teilkasko­versicherung fließen nur Teil­kasko­schäden (u.a. Autodiebstähle, Fahrzeug­brände, Glas­schäden oder Teilentwendungen) ein.
  • Bei der Vollkasko sind Schäden am eigenen Auto nach selbst verschuldeten Verkehrsunfäl­len und Teilkaskoschäden maßgeblich.

Je nach Ergebnis (hohe oder niedrige Schadens­bilanz) teilt der GDV die Typklassen für Kfz-Haftpflicht, Teilkasko und Vollkasko zu. Das heißt: Jedes Automodell hat mindestens drei verschie­dene Typklassen. Gibt es mehrere Modellvarianten (z.B. fünf) erhöht sich die Anzahl der Typklassen entsprechend (3 x 5 = 15 verschiedene Typklassennummern).

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Umstufung

Der GDV veröffentlicht die neue Typ­klassen-Liste jedes Jahr zum 1. Oktober. Zu diesem Termin kann sich die Typ­klasse Ihres Auto­modells also ändern. Wird Ihr Pkw hoch- oder herunter­gestuft, wendet Ihre Kfz-Ver­si­che­rung die neuen GDV-Typklassen in der Regel zur Haupt­fälligkeit Ihres Vertrags an. Das heißt: Endet Ihre laufende Kfz-Ver­si­che­rung am 31. Dezember, kann sich Ihr Beitrag zum 1. Januar ändern.

War ein Pkw-Modell zum Beispiel seltener in Autounfälle verwickelt als im Jahr zuvor, wird es in der Kfz-Versicherung in eine niedrigere Typ­klasse ein­ge­stuft. Durch diese Umstufung reduziert sich in der Regel auch die Höhe Ihrer Prämie. Sind Unfallrisiken oder zu erwartende Schaden­fälle bei einem Automodell gestiegen, wird es in eine höhere Typ­klas­se umge­stuft. In diesem Fall können Versicherer den Kfz-Ver­si­che­rungs­betrag zum Vertrags­ablauf nach oben korrigieren.

  • Bessere Typklasse: 2021 profitierte von der Umstufung zum Beispiel der Seat Arona 1.5. Das Modell verbesserte sich in Haftpflicht und Vollkasko um je drei Typklassen, in der Teilkasko um eine Typklasse. Zu den Typ­klassen-Gewinnern zählen auch Jaguar F-Type Roadster 3.0 und Mazda 6 Kombi 2.0. Beide Modelle wurden in der Teil­kasko­versicherung um drei Typ­klassen herun­ter­gestuft.
  • Schlechtere Typklasse: Bei den neuen Typklassen 2021 hochgestuft wurden unter anderem Ford Focus STH 1.0 und Audi Q2 40 TFSI Quattro. Beide Auto­modelle ver­schlech­terten sich deutlich bei der Einstufung in Teil- und Vollkasko.
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Häufige Fragen
Was möchten Sie gerne wissen?
  • Gibt es Typklassen bei der Motorradversicherung?

    Nein, im Gegensatz zur Kfz-Ver­sicherung sind Motor­räder nicht in unterschiedliche Typ­klassen ein­ge­stuft. Versi­che­rer unter­scheiden stattdessen zwi­schen Kraftrad, Kleinkraftrad, Leichtkraftrad und Roller.
  • Was ist der Unterschied zwischen Typklassen und Regionalklassen?

    Typklassen orientieren sich an der Schadens- und Unfallbilanz von Automobilen im Zeitraum der letzten drei Jahre. Fahrzeug­modelle, die besonders oft in Unfälle verwickelt sind, landen in höheren Typklassen. Für den Tarif der Kfz-Versicherung gilt: Je niedriger die Typ­klasse, desto günstiger ist der Beitrag.

    Die Regionalklasse hingegen bildet die Unfallhäufigkeit von Fahrzeugen an einem bestimmten Ort ab. Liegt der Haupt­wohnsitz des Versicherten in einem Gebiet, in dem viele Kfz-Schäden ent­stehen, zahlt er mehr als in einer Region mit weniger Unfällen. Die Regionalklasse des Zulassungs­bezirks wird wie die Typklasse jährlich neu ermittelt.

  • Können Regionalklassen und Typklassen individuell beeinflusst werden?

    Individuell nicht. Sie selbst haben keinen Einfluss auf die Ver­än­de­rung der Regional- oder Typ­klassen. Sie können bei­spiels­weise nichts tun, um die Typklasse Ihres Pkw zu verbessern. Denn beide Kenn­zahlen hängen von der Schaden- und Unfallhäufigkeit ab. Das heißt: Trägt jeder Autofahrer durch sicheres Fahrverhalten zu weniger Karambolagen und Schadensregulierungen bei, wirkt sich das in Summe positiv auf Typ- und Regional­klassen aus.

    Wichtig: Sind Sie mit einer Beitrags­erhöhung aufgrund der Umstufung Ihres Pkw in eine schlechtere Typ- oder Regionalklasse nicht einverstanden, haben Sie ein Sonderkündigungsrecht. Sie können Ihren Vertrag dann während des laufenden Versicherungsjahres beenden und die Kfz-Versicherung wechseln.

  • Welche Auswirkungen haben automatisierte Fahrassistenzsysteme auf Typklassen?

    Anti-Blockiersystem, Brems­as­sis­tent oder Abstands­regel­tempomat: Automatisierte Fahr­as­sis­tenz­sys­teme unter­stützen Automobi­listen im Straßenverkehr und machen Fahren sicherer. Führen die Sys­teme bei einem Fahrzeugtyp zu weniger Unfällen und Schadens­abwicklungen, wirkt sich das positiv auf seine Typklassen-Umstufung aus. Im Vergleich zu Fahr­zeugmodellen mit höherem Unfallaufkommen kommt es in eine bessere Typklasse.
  • Was sind Autos mit niedriger Typklasse?

    In niedrige Typklassen stuft der GDV häufig Kleinwagen und ältere Fahrzeugmodelle wie den Citroën C3 Picasso ein. Besonders günstig schneiden bei der Typklassen-Einstufung zudem Oldtimer wie BWM Isetta 250 oder Fiat 126 A ab. Da Fahrzeughalter mobile Klassiker in der Regel seltener und vorsichtiger im Straßenverkehr bewegen, fallen his­to­rische Modelle häufig in die günstigste Typklasse 10 – sowohl in der Haft­pflicht­klasse als auch in Voll- und Teilkasko.
  • Welche Autos haben eine hohe Typklasse?

    In hohe Typklassen stuft der GDV häufig Oberklasse-Modelle und SUVs ein. Denn: Je mehr Motorleistung ein Pkw mit­bringt, desto größer ist statistisch gesehen das Unfallrisiko. Höhere Einstufungen als im Vorjahr gibt es 2021 auch bei Elektro­fahr­zeugen: Das Tesla Model S beispielsweise kletterte in der Typklassen-Liste in der Haft­pflicht­klasse vier Stufen höher und ist aktuell in Typklasse 23 gelistet.
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