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Mann und Frau stehen mit Motorradhelmen in der Hand vor parkendem Elektromotorrad
Modelle, Reichweite, Kosten

E-Motorrad: Emissionsfrei unterwegs auf zwei Rädern

Kurz erklärt in 30 Sekunden
  • Das Elektromotorrad ist eine umwelt­schonende, geräuscharme Al­ter­na­tive zu Zweirädern mit Verbrennungsmotor. Bekannte Hersteller für E-Krafträder sind beispielsweise Zero Motorcycles, KTM und Energica Motor Company.
  • Abhängig vom Modell erreichen elektrische Bikes Geschwindig­keiten von bis zu 250 Kilometern pro Stunde. Mit einer Akkuladung schaffen sie teils Strecken von über 300 Kilometern.
  • Um ein E-Motorrad steuern zu dürfen, benötigen Sie eine gültige Fahr­er­laub­nis. Welche Führer­schein­klasse erforderlich ist, hängt von der Leistung der Maschine ab.
  • Bei der Anschaffung zahlen Sie für Elektromotorräder aktuell mehr als für Bikes mit Verbrennungsmotor. Dafür sind die Betriebskosten dank Steuerbefreiung und geringem Wartungs­bedarf niedriger.
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Definition

Elektromotorräder sind Krafträder, die anstelle eines Verbrennungsmotors einen Elektroantrieb be­sitzen. Der Elektro­motor wandelt elektrische Energie (Strom) in mechanische Energie um. Ist der Akku leer, lädt der Fahrer ihn über das Stromnetz wieder auf.

Im Gegensatz zu durch Benzin oder Diesel angetriebenen Bikes fällt die Geräuschkulisse strom­be­trie­bener Zweiräder wesentlich leiser aus – egal, ob es sich bei dem E-Motorrad um Enduro, Chopper oder Leicht­kraft­rad handelt. Auch knallende Fehlzündungen treten bei Maschinen mit alternativem Antrieb nicht auf. Zudem stößt ein elektrisches Motorrad keine Emissionen aus. Die Abgasuntersuchung entfällt somit beim Motorrad TÜV.

Da Elektromotorräder keinen Hubraum wie klassische Bikes haben (z.B. 125 ccm, 600 ccm oder 1.000 ccm), wird ihre Leistung in Kilowatt (kW) oder PS (1 kW = 1,36 PS) gemessen. Zum Vergleich: 11 kW entsprechen beim E-Motorrad einer 125er-Maschine. 50 kW sind mit einem Bike der mittleren Leistungsklasse vergleich­bar. Alles über 80 kW entspricht einem Motorrad mit hoher Leistung.

Illustration Info: Gut zu wissen
Gut zu wissen: Schutzhelm
Illustration Info: Gut zu wissen

Ob Sie einen Schutzhelm tragen müssen, hängt laut § 21a Abs. 2 der Straßen­ver­kehrs­ord­nung (StVO) von der bau­art­be­dingten Höchst­ge­schwin­dig­keit des Fahrzeugs ab: Für alle Krafträder, die schneller als 20 km/h fahren, gilt Helmpflicht. Und damit auch für E-Motorradfahrer.

Denn dieses Tempolimit überschreiten Elektro­motor­räder: Je nach Modell und Ausführung können E-Motorräder Höchst­ge­schwin­dig­keiten von etwa 250 Kilometern pro Stunde (km/h) erreichen. Andere Ma­schi­nen kommen wiederum nur auf 80 oder 120 km/h. Hintergrund: Motorradhersteller bauen eine Höchstgeschwindigkeitsgrenze ein und drosseln das maximal mögliche Tempo, um die Batterie des Elektro-Zweirads auf lange Sicht zu schonen. 

Sind Sie ohne Helm mit Ihrem Elektromotorrad unterwegs, riskieren Sie im Fall einer Po­li­zei­kon­trolle übrigens ein Verwarngeld von 15 Euro. Bei einem Motorradunfall ohne Schutzhelm kann es besonders teuer für Sie werden. Denn bei einem Unfall ohne Motorrad­helm zahlt die Versicherung nicht.

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Marken & Modelle

Es gibt unterschiedliche Arten von Elektromotorrädern. Die bekanntesten E-Motorräder sind:

  • Maxi-Scooter: z.B. C Evolution von BMW
  • Cruiser: z.B. Hadin Cruiser von Hadin Motorcycle
  • Chopper: z.B. T-Cruise Urban und T-Cruise Turismo von Tacita
  • Cafe Racer: z.B. Zeus von Curtiss Motorcycle
  • Supermoto: z.B. Zero FXS von Zero Motorcycles oder N4 2020 von Nito
  • Enduro: z.B. KTM Freeride E-XC von KTM oder Volta BCN von Volta Motorbikes
  • Motocross: z.B. Evo1 Strada von Quantya
  • Sporttourer: z.B. Urbet Nura von Urbet
  • Naked Bike: z.B. Horwin CR6 von Horwin oder Regent No. 1 von Regent Motorcycles

Zu den bekanntesten Marken ge­hör­en:

  • BMW
  • Energica Motor Company
  • Harley-Davidson
  • Johammer e-mobility
  • KTM
  • Lightning Motorcycle
  • Tacita
  • Zero Motorcycles
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Batteriekapazität
Die bei Elektroautos verbreitete Reichweitenangst besteht auch bei E-Motorrädern. Ähnlich wie für E-Autofahrer ist die Reichweite für Biker ein entscheidendes Kaufkriterium. Sie bestimmt, welche Distanzen Sie an einem Stück mit dem Bike zurücklegen können. Und ob die Maschine eher für Stadtfahrten oder auch für längere Touren geeignet ist.
Nahaufnahme der Ladebuchse eines blauen Elektromotorrads

Reichweiten von E-Motorrädern variieren stark

Wendige City-Stromer kommen mit einer Akkuladung häufig rund 70 bis 100 Kilometer weit. Leist­ungs­starke Premiummodelle mit größeren Batterien schaffen teilweise sogar über 300 Kilo­me­ter.

Dennoch liegt die durchschnittliche Reichweite von E-Motorrädern immer noch deutlich unter der regulärer Bikes mit Verbrennungsmotor. Eine Vollladung genügt für Fahrten im Stadt­verkehr und Kurzstrecken unter 100 Kilometern. Ausgedehnte Wochenendtouren sind jedoch nur mit längeren Ladepausen möglich. Viele Biker sehen daher von einem Umstieg auf ein elektrisch betriebenes Zweirad ab.

Maximale Reichweite hängt von der Fahrweise ab

Herstellerangaben zur Reichweite sind lediglich Richtwerte. Wie weit Sie mit einem Elektrobike tat­säch­lich kommen, hängt von verschie­denen Fakto­ren ab. Beispielsweise "verbraucht" ein zurück­hal­ten­der Fahrstil weniger Strom als eine energische Fahrweise. Zum Vergleich: Im Stadt­verkehr sollen Elektro­motorräder von Energica Motor Company (Eva Ribelle, Eva EsseEsse9 und Ego) bis zu 400 Kilo­meter schaffen. Bei rasanten Fahrten auf der Autobahn sinkt die maximale Reichweite auf knapp 180 Kilometer.

Weitere Einfluss­faktoren sind Batterie­kapazität in Kilowattstunden (kWh), Fahrzeuggewicht, Be­schaf­fen­heit der Fahrstrecke und Witterungs­bedin­gun­gen. Zusammen beeinflussen sie die Distanz, die Sie mit dem E-Motorrad maximal zurücklegen können.

Gut zu wissen: Aufladen
Illustration Info: Gut zu wissen

Um die Batterie Ihres Elektrozweirads "aufzutanken", be­nö­tigen Sie eine private oder öffentliche Ladestation. Haus­halts­steck­dosen lassen sich eben­falls als Lade­punkte nutzen. Ladevorrichtungen für Elektro­motor­räder sind in der Regel auf 230 Volt (V) ausgelegt und stan­dard­mäßig mit Typ-2-Lade­stationen kompatibel. Einige Motorrad­hersteller geben die Lebens­dauer der Lithium-Ionen-Batterie mit über 1.000 Ladevorgängen an. Das entspricht in etwa der Haltbarkeit von Verbrennungsmotoren bei herkömmlichen Motorrädern.

Wie beim E-Auto dauert das Aufladen auch beim E-Motorrad verhältnismäßig lang. Für einen kom­plet­ten Lade­vor­gang sollten Sie je nach Fahrzeugmodell und Ladeleistung der Batterie mehrere Stunden einplanen. Die meisten E-Motorradfahrer laden ihr Bike daher über Nacht auf. So starten Sie immer mit einem vollgeladenen Akku in den Tag.

Bei Motorradmodellen mit Schnell­lade­lösungen können Sie etwa 80 Prozent des Akkus in 30 bis 60 Minuten aufladen. Diese sogenannten Fast Charger sind jedoch in der Regel aufpreispflichtig.

Tipp: Wenn Sie Ihr Motorrad einwintern, sollten Sie den Akku anfangs komplett laden und dann alle zwei Wochen für 1-2 Stunden wieder an das Ladegerät hängen. 

Illustration Info: Gut zu wissen
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Voraussetzungen

Aus rechtlicher Sicht unterscheiden sich die Voraussetzungen für E-Krafträder nicht von denen für her­kömm­liche Motor­räder. Das heißt: Wer ein Elektromotorrad im Straßenverkehr bewegen möchte, benötigt eine gültige Fahrerlaubnis. Welche Motorradführerscheinklasse im Einzelfall erforderlich ist, hängt von der Motorleistung der E-Maschine ab.

  • Führerscheinklasse A1 (ab 16 Jahren) gilt für Elektrobikes mit einer maximalen Nenn­dauer­leistung von 11 Kilowatt bzw. 15 PS (entspricht klassischen Maschinen bis 125 ccm).
  • Führerscheinklasse A2 (ab 18 Jahren) ist bei E-Motorrädern mit einer Nenn­leistung von maximal 35 Kilowatt notwendig (entspricht Motorrädern, deren Hubraum 125 ccm übersteigt).
  • Führerscheinklasse A (ab 24 Jahren bei Direkterwerb oder ab 20 Jahren mit Vorbesitz der Klasse A2) stellt den regulären Motorrad­führer­schein dar. Mit ihm können Sie alle Krafträder ohne Leistungs­be­schrän­kun­gen fahren.

Kann ich mein Elektro­motorrad auch mit Auto­führer­schein fahren?

A1-Motorräder und -Leichtkrafträder bis 11 kW sind seit 2020 auch Autofahrern mit Führer­schein­klasse B zu­gäng­lich. Erforderlich ist lediglich die Fahrerlaubnis-Erweiterung B 196. Alle Fahrer, die fünf Jahre im Besitz eines Pkw-Führerscheins sind und das Mindestalter von 25 Jahren erreicht haben, können durch zusätzliche Unterrichtseinheiten die Erweiterung (Schlüsselzahl 196) erhalten.

Durch die Änderung der Fahrerlaubnis-Verordnung können erfahrene Autofahrer ihren Klasse-B-Führerschein auf leichte E-Motorräder erweitern, ohne dafür eine umfassende Ausbildung zum Motorrad­führer­schein zu absolvieren.

Wichtig: Für ein leistungsstarkes E-Motorrad über 11 kW reicht die Erweiterung B196 nicht aus. Hierfür ist der Motorradführerschein Klasse A erforderlich.

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Anschaffung & Unterhalt

Ein E-Motorrad kostet zwischen 4.000 und 30.000 Euro. Die Anschaffungskosten für Elektro­motorräder variieren je nach Hersteller und Ausführung stark. Das untere Preissegment beginnt ähnlich wie bei Verbrenner-Bikes bei 4.000 bis 5.000 Euro. Die Kosten für Pre­mium­mo­delle liegen dagegen zwischen 25.000 und 30.000 Euro. Wer ein leistungs­starkes E-Motorrad kaufen möchte, greift somit etwas tiefer in die Tasche als für eine Maschine mit Benzin­tank.

E-Motorräder sind im Unterhalt günstiger als Ver­bren­ner

Im Vergleich zu ihren Pendants mit Verbrennungsmotor sind Unterhalts­kosten bei Elektro­bikes geringer. Da Wartungsarbeiten am Motor, Spritkosten und Kfz-Steuern wegfallen, ist der einzelne Fahr­kilo­meter bei E-Motor­rädern günstiger als bei vergleichbaren Verbrenner-Modellen.

Werden E-Motorräder staatlich gefördert?

Bisher gibt es keine deutschlandweite Förderung für Elektromotorräder durch das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA). Laut der Förderrichtlinie "Elektromobilität" sind nur Per­so­nen­fahr­zeuge mit mindestens vier Rädern förderfähig, die auf der BAFA-Liste aufgeführt sind. Folglich erhalten dreirädrige Twikes sowie Pedelecs, E-Scooter und Elektro­motorräder keinen Um­welt­bo­nus. Dabei stellen sie zusammen das am stärksten wachsende Segment der Elektromobilität dar.

Nur vereinzelte Landkreise und Städte haben die Förderung auf batteriebetriebe Krafträder mit zwei Rädern ausgeweitet. In Bamberg beispielsweise erhalten Privatpersonen für Motorräder, Motor­roller, S-Pedelecs und Lastenpedelecs einmalig 300 Euro, wenn sie in ihrem Haushalt Ökostrom be­ziehen. Die Stadt München fördert bis zu 25 Prozent der Anschaffungskosten eines Elektro­motor­rads der EG-Fahrzeugklassen L1e bis L4e. Die maximale Fördersumme ist auf 1.200 Euro pro E-Kraftrad begrenzt. Nicht förderfähig sind Pedelecs, S-Pedelecs, E-Bikes und Segways.

Halter von Elektro­motor­rädern zahlen keine Kfz-Steuer

Wie vierrädrige Elektroautos sind E-Motorräder gemäß § 3d Kraft­fahr­zeug­steuer­gesetz (KraftStG) von der Kfz-Steuer befreit. Die Steuer­befreiung gilt für elektrisch betriebene Krafträder, deren Erst­zulassung bis Ende 2025 erfolgt. Sie läuft maximal bis zum 31. Dezember 2030. Das heißt: Melden Sie Ihr Elektromotorrad im Dezember 2024 an, zahlen Sie sechs Jahre lang keine Kfz-Steuer. Ab 2031 ermäßigt sich die zu zahlende Kraftfahrzeugsteuer um 50 Prozent (§ 9 Abs. 2 KraftStG) im Vergleich zu Bikes mit Verbrennungsmotor.

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Versicherungsschutz
Junge Frau sitzt lächelnd auf Motorrad

Schließen Sie eine Kfz-Versicherung für Ihr elektrisches Bike ab, haben Sie die Wahl zwischen verschiedenen Versicherungsarten. Motorrad-Haftpflicht, Teil­kaskoversicherung und Vollkaskoversicherung erbringen im Schadensfall unterschiedliche Leistungen. Die Prämienhöhe Ihrer Motorrad­versicherung hängt von der Motorrad Ver­si­che­rungs­klasse ab. Vor Vertragsabschluss sollten Sie sich über den jeweiligen Schutzumfang informieren.

Eine gute E-Motorradversicherung sollte den Gesamtwert Ihres Zweirads inklusive Zubehör abdecken. Gemeint sind alle fest ein­ge­bauten Fahrzeug­teile, die straßen­verkehrs­rechtlich zulässig und nicht aus­drücklich vom Versicherungs­schutz ausgeschlossen sind.

In der Regel behandeln Ver­siche­rungs­gesell­schaf­ten Motorräder mit Elektro­antrieb wie reguläre Motorräder mit Ver­brennungs­mo­tor. Ist die Batterie fest verbaut, ist sie automatisch mitversichert. Von dieser Regel gibt es jedoch auch Ausnahmen. Achten Sie vor Vertragsabschluss auf Ausschluss­klauseln, die den Versicherungsschutz beschränken.

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Häufige Fragen
  • Was ist der Unterschied zwischen E-Bike, E-Motorrad und Pedelec?

    Hauptunterschied zwischen E-Bike, Pedelec und Elektromotorrad ist die Höchstgeschwindigkeit. Sowohl bei E-Bikes als auch Pedelecs handelt es sich um Leicht-Elektrofahrzeuge, die bis zu 45 km/h erreichen können. Im Gegensatz dazu ist ein E-Motorrad ein zulassungspflichtiges Kraftrad mit Elektromotor, das je nach Bauart und Größe Geschwindigkeiten von über 300 km/h erreichen kann.

    Während Sie beim Pedelec selbst in die Pedale treten, damit der Motor seine Kraft entfaltet, ist dies beim E-Bike nicht notwendig. Mit dem Elektrobike fahren Sie wie mit einem Mofa ganz ohne Tretunterstützung. Das Pedelec unterstützt bis 25 km/h, das leistungsstärkere S-Pedelec bis zu 45 km/h. E-Bikes gibt es ebenfalls bis zu einer Höchst­ge­schwin­dig­keit von 45 km/h.

    Für Elektroräder bis 25 km/h besteht weder Zulassungs- noch Führerscheinpflicht. Für S-Pedelecs und E-Bikes bis 45 km/h ist ein Rollerführerschein (AM) oder Pkw-Führerschein (B) erforderlich. E-Motorräder dürfen Sie abhängig von ihrer Leistung nur mit entsprechendem (Motorrad-)Führerschein fahren.

  • Wo finde ich gebrauchte E-Motorräder?

    Der Markt für Elektromotorräder ist noch nicht so groß wie der für Pedelecs, E-Bikes oder Elektroautos. Durch die steigende Nachfrage nimmt das Angebot an Modellen aller Preissegmente und Hersteller aber stetig zu. Entsprechend vergrößert sich auch die Auswahl an gebrauchten Elektromotorrädern. Seriöse Angebote finden Biker über Onlineportale, Kleinanzeigen oder bei Händlern, die elektrisch betriebene Krafträder führen.
  • Kann man E-Motorräder auch leasen?

    Ja, es gibt Leasingangebote für elektrisch betriebene Motorräder und Elektroroller. Da Motorräder mit Elektroantrieb aber noch nicht so verbreitet sind, ist die Auswahl begrenzt. Ein Anbieter ist beispielsweise E.Z. Mobility. 
  • Wie viel wiegt ein E-Motorrad?

    Auf diese Frage gibt es keine pauschale Antwort. Denn das Gewicht von Elektromotorrädern hängt von verschiedenen Faktoren ab. Dazu gehören zum Beispiel Größe, verwendetes Material und Akkuleistung. Je leistungsstärker das Bike ist, desto größer und schwerer ist die Batterie. Ihr Gewicht beeinflusst wiederum das Gesamtgewicht des Elektro­motor­rads.

    Folglich gibt es leichte, PS- und reichweitenarme E-Motorräder unter 70 Kilogramm, die vor allem für den Stadtverkehr geeignet sind. Aber auch Elektro-Bikes mit 250 Kilogramm wie die LiveWire von Harley Davidson, deren Akku allein 104 Kilogramm wiegt. 

  • Wie alt muss ich sein, um ein E-Motorrad fahren zu können?

    Das Mindestalter, um ein E-Motorrad zu fahren, liegt bei 16 Jahren. Es handelt sich um die leistungsreduzierte Führerscheinklasse A1, die sich auf elektrisch betriebene Motorräder und Leichtkrafträder bis 11 kW (15 PS) beschränkt. Für Bikes mit Nennleistungen über 11 kW reicht der A1-Führerschein nicht aus. Hierfür ist Führer­schein­klasse A2 (ab 18 Jahre) oder A (ab 20 Jahre) notwendig.

    Unabhängig vom Alter gilt: Ein Elektro-Motorrad dürfen Sie ohne Führerschein nicht steuern.

  • Kann ich mein E-Motorrad auch fahren, wenn der Akku schon leer ist?

    Nein, das ist nicht möglich. Ist die Batterie Ihres Elektromotorrads leer, hat der Motor keinen "Saft" für den Antrieb des Fahrzeugs. Mehr als Schieben ist dann nicht mehr möglich. Erst wenn Sie den Motorrad-Akku an einer Steckdose oder Ladestation aufladen, können Sie wieder aufsteigen und weiterfahren. 
  • Kann man ein E-Motorrad auch an E-Bike-Ladestationen laden?

    Ja, Sie können Ihr Elektromotorrad an öffentlichen Ladesäulen für E-Bikes aufladen. Voraussetzung: Das Ladekabel der Station ist mit dem Anschluss Ihres Bikes kompatibel. Vor Auslandstouren sollten Sie sich in­for­mie­ren, welche Stecker dort standardmäßig verbaut sind. Alternativ können Sie Ihr eigenes Ladekabel verwenden und einfach an eine Steckdose in der Ladestation anschließen.
  • Gibt es ein E-Motorrad von BMW?

    Mit dem Vision DC Roadster kündigte BMW Motorrad im Sommer 2019 das erste Modell mit elektrischem Antrieb an. Bislang veröffentlichte der Konzern allerdings weder technische Daten noch einen Termin, ab dem das E-Zweirad erhältlich sein wird. Aktuell bietet BMW ausschließlich Elektroroller und E-Scooter an.

    Daneben sind von BMW lizenzierte E-Motorrad-Modelle für Kinder erhältlich, die bis zu 8 km/h schnell fahren und daher keine Straßenzulassung besitzen.

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