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Motorradfahrer fährt auf einer Landstraße
Fristen, Tipps, Vorlage

Motorrad­versicherung wechseln und kündigen: Vertrag richtig beenden

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Kurz erklärt in 30 Sekunden
  • Die Motorradversicherung zu wechseln oder zu kündigen, lohnt sich unter anderem, wenn sich Ihre Vertragsbedingungen ändern oder Sie das Kraftrad wechseln. Oft erhalten Sie bei einem anderen Anbieter bessere Konditionen.
  • Beenden Sie Ihren bestehenden Vertrag, sind bestimmte Fristen ein­zu­halten. Stichtag für eine ordentliche Kündigung ist in der Regel der 30. November.
  • Unter bestimmten Voraussetzungen haben Sie ein Recht auf Sonder­kündigung. Nach einer Beitragserhöhung oder im Schadenfall bei­spiels­weise können Sie Ihre Police innerhalb eines Monats kündigen.
  • Kfz-Versicherer können Ihren Versicherungsantrag ablehnen. Schließen Sie daher immer zuerst eine neue Motorradversicherung ab, bevor Sie Ihren bestehenden Vertrag kündigen.
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Illustration Info: Gut zu wissen
Gut zu wissen: Kriterien
Illustration Info: Gut zu wissen

In der Regel lohnt sich ein Versicherungs­wechsel für Motorrad­fahrer, wenn sich ihre persönliche Lebenssituation oder die Vertragsbedingungen ändern. Das ist zum Beispiel der Fall, wenn:

  • … Sie in einen anderen Zu­lassungs­bezirk umziehen: Ver­schlechtert sich durch den Wohnungswechsel etwa Ihre Regionalklasse, zahlen Sie künftig eventuell eine höhere Versicherungs­prämie.
  • … Sie ein neues Motorrad kaufen: Bei einem Fahrzeugwechsel ist ein Tarifvergleich sinnvoll. Möglicher­weise bietet Ihnen ein anderer Ver­sicherer günstigere Konditionen für das Kraftrad.
  • … sich der Fahrerkreis ändert: Nutzen künftig nicht nur Sie, sondern beispielsweise auch Ihr Lebenspartner das Motorrad, ist ein neuer Tarif häufig günstiger.
  • …Sie ein Zweitmotorrad versichern: Bei einigen Anbietern erhalten Sie Sonderkonditionen, wenn Sie mehr als ein Fahrzeug versichern.

Tipp: Vergleichen Sie regelmäßig die Leistungen und Preise verschiedener Kfz-Versicherer miteinander. Wer seinen bestehenden Vertrag kündigt und die Motorradversicherung wechselt, spart häufig nicht nur Geld. Sondern erhält auch bessere Leistungen.

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Fristen, Unterlagen & Co.
Sie können Ihre Motorradversicherung so oft wechseln, wie Sie wollen. Theoretisch sogar jährlich. Stellen Sie bei einem Versicherungswechsel jedoch sicher, dass Ihr Motorrad "nahtlos" abgesichert ist. Warten Sie daher die Versicherungszusage des neuen Anbieters ab, bevor Sie Ihren laufenden Vertrag kündigen.
Junge Frau in beigem Pullover und junger Mann mit hellblauem Hemd beugen sich über Dokumente

Halten Sie vertraglich festgelegte Wechsel­fristen ein

Damit der Wechsel Ihrer Motorrad­ver­sicherung reibungslos abläuft, sollten Sie wichtige Fristen und Termine einhalten. In der Regel können Sie Ihre bestehende Police bis zu einem Monat vor Vertrags­ende kündigen. Stichtag für die ordent­liche Kündigung ist bei den meisten Ver­sicherern der 30. November. Der neue Vertrag beginnt in der Regel am 1. Januar.

Haben Sie Ihre Maschine mit Saisonkennzeichen zugelassen, beenden Sie den Vertrag meist einen Monat vor Saison­beginn. Bei Saisonstart am 1. März beispielsweise können Sie bis zum 31. Januar kündigen und wechseln.

Holen Sie rechtzeitig Ange­bote anderer An­bieter ein

Für die Berechnung der Versicherungs­beiträge benötigt der neue Versicherer einige Angaben zu Ihrer Person und dem versicherten Kraftrad. Halten Sie folgende Unterlagen bereit, um ein Angebot inklusive Beitrags­berechnung einzuholen:

  • Führerschein
  • Zulassungsbescheinigung Teil I (Fahrzeugschein)
  • letzte Beitragsrechnung Ihres derzeitigen Versicherers (mit Angabe Ihrer derzeitigen Schadenfreiheitsklasse)

Haben Sie sich für einen Anbieter entschieden, benötigen Sie folgende Angaben, um einen Versicherungs­antrag zu stellen:

  • Kilometerstand der zu versichernden Maschine
  • Bankverbindung
  • Vertragsnummer Ihrer bisherigen Motorradversicherung

4 Kriterien für die Wahl einer neuen Motorrad­versicherung

Online können Sie Anbieter, Tarife und Leistungen schnell und unkompliziert miteinander vergleichen. Auf folgende Kriterien sollten Sie bei der Suche nach einem passenden Tarif achten:

  1. Beitragshöhe: Stellen Sie bei kostengünstigen Policen sicher, dass alle für Sie relevanten Versicher­ungs­leist­ungen abgedeckt sind. Basistarife bieten oft nur einen Grundschutz.
  2. Leistungsumfang: Der Versicherungsschutz sollte für Fahrzeugart und -nutzung angemessen sein. Bei vielen Gesellschaften können Sie Ihren Tarif mit Zusatzbausteinen individuell erweitern.
  3. Deckungssumme: Je höher die Versicherungssummen bei Sach-, Personen- und Vermögensschäden, desto besser sind Sie im Schadenfall abgesichert.
  4. Serviceangebot: Legen Sie bei Ihrer Motorradversicherung Wert auf 24-Stunden-Erreichbarkeit oder um­fas­sende Onlineservices, sollten Sie dies bei der Tarifwahl berücksichtigen.
Gut zu wissen: Schadenfreiheitsrabatt
Illustration Info: Gut zu wissen

Ja, wenn Sie die Motorradversicherung wechseln, rechnet Ihnen der neue An­bieter Ihre unfallfrei gefahrenen Jahre an. Das heißt: Er stuft Sie in dieselbe Schadenfreiheitsklasse (SF-Klasse) wie Ihr bisheriger Versicherer ein.

Achtung: Das gilt nicht zwangsläufig für den Schadenfreiheitsrabatt. Die Höhe der Vergünstigung, die Ihnen der Versicherungsanbieter je nach SF-Klasse ge­währt, kann unterschiedlich ausfallen. Erhalten Sie zum Beispiel in SF-Klasse 10 derzeit einen Rabatt von 45 Prozent, gewähren andere An­bieter in der glei­chen SF-Klasse nur 40 Prozent Rabatt. 

Achten Sie daher auf die Rabattstaffel, die Ihr Wunschversicherer ansetzt. Davon hängt ab, ob Sie teu­re­re oder güns­tige­re Beiträge zahlen als bei Ihrer bisherigen Motor­rad­ver­sicher­ung.

Illustration Info: Gut zu wissen
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Fristen, Termine, Musterkündigung
In der Regel kündigen Sie Ihre Motorrad­versicherung ordentlich und fristgerecht zum Vertragsende. Kündigen Sie Ihre Versicherung nicht, verlängert sie sich automatisch um ein weiteres Jahr. Bei Beitragserhöhungen oder im Schadenfall können Sie von Ihrem Sonder­kündigungs­recht Gebrauch machen und den Vertrag während des laufenden Versicherungsjahres beenden.
Junger Mann mit Brille unterschreibt Dokument auf Küchentisch

Bei ordentlicher Kündigung beenden Sie den Vertrag zum 30.11.

Die Motorradversicherung hat eine Laufzeit von einem Jahr. In der Regel läuft der Vertrag vom 1. Januar bis zum 31. Dezember. Wollen Sie Ihren Tarif kündigen, können Sie dies bis einen Monat vor Vertragsende tun. Das heißt: Stichtag für eine fristgerechte, ordent­liche Kündigung Ihrer Motorrad­versicherung ist der 30. November. Bis dahin muss die schriftliche Kündigung bei Ihrem Versicherer einge­gangen sein. Der Poststempel reicht nicht aus.

Anspruch auf Sonder­kündigung haben Sie unter anderem im Schadensfall

In bestimmten Fällen haben Sie als Versicherungsnehmer ein Sonderkündigungsrecht. In folgenden drei Situationen haben Sie Anspruch darauf, Ihren Vertrag bereits vor Ablauf zu beenden:

  1. Beitragserhöhung: Steigt Ihre Prämie, ohne dass der Versicherer die Leistungen anpasst, können Sie den Vertrag außerordentlich kündigen.
  2. Schadensfall: Hatten Sie einen Unfall, den Ihre Motorrad­ver­sicherung reguliert, steht Ihnen ein Sonder­kündigungs­recht zu. Die einmonatige Frist für die Kündigung beginnt, sobald der Versicherer Ihnen mitteilt, ob er die Kosten übernimmt.
  3. Motorradwechsel: Wenn Sie Ihr Bike verkaufen und sich eine neue Maschine zulegen, können Sie die Versicherung während des laufenden Jahres wechseln. Veräußern Sie Ihr altes Motorrad, geht der Versicherungsschutz automatisch auf den neuen Besitzer über. Eine schriftliche Kündigung Ihrerseits ist nicht notwendig.

Bei Sonderkündigung gilt eine einmonatige Kündigungsfrist

Bei einer außerordentlichen Kündigung können Sie Ihre Motorradversicherung innerhalb von vier Wochen beenden. Die Frist gilt ab dem Zeitpunkt, zu dem Ihr Versicherer Sie beispielsweise über Bei­tragserhöhung oder Schadens­re­gu­lier­ung informiert.

Wichtig: Geben Sie im Kündigungs­schreiben immer den Grund an, aus dem Sie den Vertrag beenden. Andernfalls ist Ihr Versicherer nicht ver­pflichtet, die Sonderkündigung anzuerkennen.

Richtig kündigen: Das steht im Kündigungsschreiben

Damit die Kündigung Ihrer Motorrad­versicherung wirksam ist, sollte das Schreiben folgende Angaben enthalten:

  • Vollständiger Name und Adresse des Versicherungsnehmers
  • Versicherungsnummer
  • Datum des Kündigungsschreibens
  • Adresse der Motorradversicherung
  • Kfz-Kennzeichen des Kraftrads
  • Persönliche Unterschrift
  • Bitte um schriftliche Kündigungsbestätigung
  • Bei außerordentlicher Kündigung: Angabe des Kündigungsgrundes

Wichtig: Die Kündigung reichen Sie immer schriftlich per Post, Fax oder E-Mail bei Ihrer Kfz-Versicherung ein. Um einen Nach­weis für den fristgerechten Eingang zu erhalten, verschicken Sie das Kündigungsschreiben am besten als Einschreiben mit Rückschein.

Versenden Sie das Kündigungsschreiben erst, wenn Zusage des neuen Anbieters vorliegt

Bevor Sie Ihren laufenden Vertrag beenden, sollten Sie eine neue Police für Ihr Zweirad abgeschlossen haben. Denn Versicherungsunternehmen dürfen Antragsteller auch ablehnen – zum Beispiel, wenn diese hoch verschuldet sind oder eine schlechte Unfallbilanz haben. Warten Sie daher die Bestätigung der neuen Motorradversicherung ab, bevor Sie Ihren alten Tarif kündigen. Nur so ist durchgehender Versicherungs­schutz für Ihr Bike garantiert.

Tipp: Mit unserer Vorlage geht kündigen ganz einfach. Tragen Sie in die Muster­kündigung nur noch Ihre persönlichen Daten ein, drucken Sie das Schreiben aus und schicken Sie es an Ihre Ver­si­che­rungs­gesellschaft. 

Illustration Info: Gut zu wissen
Gut zu wissen: Kündigungsgrund
Illustration Info: Gut zu wissen

Nicht immer können Sie Ihr Sonder­kün­digungs­recht geltend machen. In diesen Fällen ist die außerordentliche Kündigung Ihrer Motorradversicherung nicht möglich:

  • Die Motorradversicherung passt Ihren Beitrag an, weil Sie in einen Zulassungsbezirk mit schlechterer Regionalklasse um­zie­hen.
  • Ihre jährliche Kilometerleistung erhöht sich.
  • Der Versicherer erhöht Ihre Prämie, gewährt Ihnen aber zusätzliche Leistungen.
  • Die Kfz-Steuer steigt. Die ent­stehenden Mehrkosten legt Ihr Motor­radversicherer auf Ihre Beiträge um.
Silbergraues Motorrad steht auf Straße im Sonnenuntergang
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Die passende Versicherung
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Häufige Fragen
  • Kann ich trotz Schufa-Eintrag die Motorradversicherung wechseln?

    In der Regel können Sie die Motorradversicherung trotz negativer Bonitätsprüfung wechseln. Kfz-Versicherer sind dazu verpflichtet, Ihnen eine Kfz-Haftpflichtversicherung für Ihr Kraftrad anzubieten. Denn dieser Basisschutz ist gesetzlich vorge­schrieben. Ihren Antrag auf eine Kaskoversicherung kann der Versicherer bei negativem Schufa-Eintrag hingegen ab­lehnen – egal, ob Vollkasko oder Teilkasko.
  • Gibt es Besonderheiten bei Fahrzeugen mit Versicherungskennzeichen?

    Mopeds, Roller und andere Kleinkrafträder mit maximal 50 Kubikzentimetern Hubraum erhalten in der Regel ein Ver­sicherungskennzeichen. Dieses ist ein Jahr lang gültig. Die Vertragslaufzeit beginnt am 1. März und endet auto­matisch am 28. oder 29. Februar des Folgejahres. Eine Kündigung ist daher nicht notwendig. Der Versicherungs­schutz läuft automatisch aus. Um durchgehend abgesichert zu sein, besorgen Sie sich jedes Jahr ein neues Mopedkennzeichen.
  • Was muss ich bei Verkauf meines Motorrads beachten?

    Veräußern Sie Ihr Zweirad, geht der Versicherungsschutz zunächst auf den neuen Besitzer über. Schließt der Käufer eine neue Motorrad­versicherung ab und legt bei der Zulassungsbehörde die neue Ver­sich­erungs­be­stä­ti­gung vor, endet die bisherige Versicherung automatisch.
  • Endet der Versicherungsvertrag bei Außerbetriebsetzung des Motorrads automatisch?

    Nein. Wenn Sie das Bike stilllegen, aber zu einem späteren Zeitpunkt wieder zulassen möchten, endet Ihr Vertrag nicht automatisch. Ihre Motorradversicherung geht in eine beitragsfreie Ruheversicherung über. Je nach Anbieter gilt diese für zwölf bis 18 Monate.

    Wenn Sie Ihr Motorrad in dieser Zeit nicht wieder anmelden, erlischt der Versicherungsschutz auto­ma­tisch, ohne dass eine Kündigung erforderlich ist. Setzen Sie Ihre Maschine endgültig außer Betrieb und lassen sie verschrotten, endet die Motorradversicherung sofort.

  • Besteht für Fahrten vor Zulassung und nach Abmeldung meines Motorrads Versicherungsschutz?

    Verfügt Ihr Bike über eine gültige Kfz-Versicherung, ist es auch ohne Zulassung im Straßenverkehr abgesichert. Das gilt zum Beispiel für Fahrten zur Kfz-Behörde, um die Maschine wieder anzumelden. Oder für Fahrten zu technischen Prüfstellen oder Werkstätten, um die Hauptuntersuchung durchführen zu lassen.
  • Wie wird der Versicherungsnachweis erstellt?

    Wechseln Sie zu einer neuen Motorradversicherung, erhalten Sie eine elektronische Versicherungsbestätigung. Die meisten Anbieter schicken Ihnen die sogenannte eVB-Nummer direkt nach Vertragsabschluss per E-Mail zu.
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Service und Kontakt
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