Person tippt auf Taschenrechner und macht sich mit Bleistift Notizen auf einem Block
Wichtige Informationen für Sie als Autofahrer

Schadenfreiheits­klasse übertragen – so geht's

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Kurz erklärt in 30 Sekunden
  • Der Beitrag Ihrer Kfz-Versicherung richtet sich nach der Schaden­freiheits­klasse, also danach, wie lange Sie bereits unfallfrei fahren. Die SF-Klasse können Sie an Dritte übertragen.
  • Die Übertragung ist innerhalb der Familie möglich. Das heißt, es muss ein Verwandtschaftsverhältnis bestehen.
  • Rechnen Sie genau aus, ob sich das Übertragen der SF-Klasse wirklich lohnt. Fahranfänger etwa können sich schadenfreie Jahre nur begrenzt anrechnen lassen.
  • Der Schadenfreiheitsrabatt beschränkt sich auf Kfz-Haftpflicht- und Voll­kasko­versicherung. In der Teilkasko gibt es keine Schaden­freiheits­klassen.
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Leitfaden
  1. Wenden Sie sich im ersten Schritt an Ihren Versicherer und klären Sie mit ihm die nötigen Details. Dazu gehört die Frage, wem Sie Ihre SF-Klasse übertragen können. In der Regel ist der Personenkreis auf Familienmitglieder beschränkt.
  2. Prüfen Sie, wie viele Jahre der potenzielle Empfänger bereits Auto fährt. Daraus ergibt sich, wie viele gefahrene Jahre er übernehmen kann. Je länger die Fahrpraxis, desto höher fällt der Rabatt aus – und desto günstiger der Beitragssatz seiner Kfz-Versicherung.
  3. Suchen Sie einen für Sie passenden Tarif online oder lassen sich von einem Vertreter in Ihrer Nähe beraten. Beachten Sie, dass es bei der Teilkaskoversicherung keine SF-Klassen gibt. Der Grund: Die Teilkasko greift bei unverschuldeten Schäden, die zum Beispiel durch Hagel entstehen. Die SF-Klassen verschlechtern sich allerdings nur, wenn der Versicherte den Schadenfall selbst verursacht hat. Folglich ist die Übertragung nur bei Kfz-Haftpflicht und Vollkasko möglich.
  4. Sind Sie fündig geworden, fordern Sie bei Ihrem Versicherer das Formular zur Übertragung an. Weil Sie Daten wie Fahrzeugidentifikations­nummer, Versicherungs­schein­nummer und die Leistung des Fahrzeugs angeben müssen, sollten Sie den Fahrzeugbrief und den Kfz-Vertrag parat haben. Alternativ können Sie sich hier eine Vorlage inklusive aller benötigten Vertragsdaten als PDF herunterladen.
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Personenkreis
Eine Schadenfreiheitsklasse ist grundsätzlich personengebunden und ihre Übertragung nur unter bestimmten Voraussetzungen möglich. In der Regel setzen Versicherer ein Verwandt­schafts­ver­hält­nis zwischen den Personen voraus. Das heißt: Sie können die SF-Klasse innerhalb der Familie weitergeben, nicht aber an Freunde oder Kollegen. Dafür lassen die meisten Versicherer auch Lebensgefährten sowie nicht leibliche Kinder oder Enkel zu.
Junge Frau am Steuer und älterer Mann sitzen im Cabrio

Die Übertragung der Schadenfreiheitsklasse ist möglich zwischen:

  • Ehepartnern/Lebenspartnern
  • Eltern und deren Kindern
  • Großeltern und Enkeln
  • Geschwistern
  • Schwiegereltern und Schwiegerkindern
  • Institution/Firma und einer individuellen Person

Wann macht das Übertragen der SF-Klasse Sinn?

Angenommen, Sie fahren seit 30 Jahren unfall- und schadenfrei, haben eine entsprechend geringe SF-Klasse, brauchen Auto und Kfz-Versicherung nun aber nicht mehr. Ihre leibliche Tochter hat seit vier Jahren ihren Führerschein und in dieser Zeit ebenfalls keinen Unfall verursacht. Übernimmt Ihre Tochter nun Ihre SF-Klasse, würde sich der Beitragssatz Ihrer Kfz-Versicherung entsprechend reduzieren.

Die Übertragung auf Ihre Tochter ist trotzdem nicht sinnvoll, da sie nur vier Jahre Fahrpraxis vorweisen kann. Der Grund: Für jedes Jahr mit Fahrerlaubnis erhält der Begünstigte nur ein Jahr angerechnet. Für unser Beispiel bedeutet das: Von 30 unfallfreien Jahren könnte Ihre Tochter als Fahranfängerin nur vier übernehmen – die übrigen 26 entfallen.

Fazit: Wer Ihre SF-Klasse übernimmt, sollte ausreichend Fahrpraxis haben, um möglichst viele schadenfreie Jahre angerechnet zu bekommen.

Drei Gründe, die fürs Übertragen sprechen:

 
  1. Abgabe des Führerscheins: Geben Ihre Eltern oder Großeltern aus Altersgründen ihren Führerschein ab, können Kinder oder Enkel meist problemlos deren SF-Klasse übernehmen.
  2. Zweitwagen: Haben Sie zwei Pkw, verlieren Sie Ihre SF-Klasse nur für das Auto, für das Sie sie übergeben. Beim anderen Fahrzeug – in der Regel der Erstwagen – ändert sich nichts.
  3. Rente: Gehen Sie in Rente und brauchen Ihr Kfz daher in absehbarer Zeit nicht mehr, weil das tägliche Pendeln entfällt und Sie Privates mit Bus, Bahn oder Fahrrad erledigen, kann eine Übertragung ebenfalls sinnvoll sein.
Illustration Info: Gut zu wissen
Gut zu wissen: Was wird übertragen? 
Illustration Info: Gut zu wissen

Sie können nur die Schadenfreiheitsklasse (zum Beispiel SF 12) auf eine andere Person übertragen. Beim Schadenfreiheits­rabatt ist eine Übertragung nicht möglich.

Denn: Der Rabatt (zum Beispiel 30 Prozent) richtet sich zwar nach der jeweiligen SF-Klasse, fällt aber bei jedem Versicherungsanbieter unterschiedlich aus. Die Abstufungen innerhalb der SF-Staffel (Rabattstaffel) kann jeder Versicherer selbst festlegen.

Ebenfalls wichtig: Die Übertragung lässt sich nicht rückgängig machen. Die mit der SF-Klasse verbundenen Rabatte sind unwiderruflich verloren. Sie sollten Ihre Schadenfreiheitsklasse also nur abgeben, wenn Sie sicher sind, dass Sie Ihren Rabatt nicht mehr brauchen.

Das gilt auch, wenn Sie Ihren Zweitwagen abmelden und Ihre SF-Klasse auf Ihren Sohn übertragen. Möchten Sie später einen neuen Zweitwagen anmelden, können Sie Ihren alten Rabatt nicht zurückholen.

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Bedingungen
Mit Übertragung der Schadenfreiheits­klasse stuft die Kfz-Versicherung Ihren beste­hen­den Vertrag wie einen neu abgeschlossenen Vertrag ohne Vor­versicherungs­zeit ein. An Ihrem Versicherungsschutz ändert sich dadurch nichts. Aber es gibt ein paar Punkte zu beachten.
Junger Mann sitzt in Pkw und macht sich Notizen auf Klemmbrett
  • Bei einem Versicherungswechsel können Sie Ihre Schadenfreiheitsklasse in der Regel eins zu eins übertragen. Das heißt: Der neue Anbieter stuft Sie in die gleiche SF-Klasse wie beim bisherigen Anbieter ein. Einzige Ausnahme: Die SF-Klasse ist das Ergebnis eines kostenpflichtigen Rabattschutzes, der nach einem Unfall die Rückstufung in eine schlechtere SF-Klasse verhindert. Oder sie resultiert aus einer Sondereinstufung Ihrer Kfz-Versicherung. In beiden Fällen übernimmt der neue Versicherer Ihre tatsächliche Schadensbilanz – nicht deren "geschönte" Version.
  • Darüber hinaus müssen Sie für die Übertragung glaubhaft machen können, dass überwiegend Sie selbst das Fahrzeug gefahren sind.
  • Beenden Sie Ihren Versicherungsvertrag oder legen Sie eine Vertragspause ein, geht Ihre über Jahre angesammelte SF-Klasse nicht verloren. Sie können sie bis zu zehn Jahre "ruhen" lassen. In dieser Zeit ist eine Übertragung weiterhin möglich. Auch Ihr Schadenfreiheitsrabatt verfällt nicht. Achten Sie jedoch darauf, wie lange Sie sich bis zum Übertragen der Schadenfreiheitsklasse Zeit lassen. Je eher, desto besser.
  • Dem neuen Inhaber Ihrer SF-Klasse wird nur die Zeit angerechnet, in der er ununter­brochen eine gültige Fahrerlaubnis hatte. Der Grund: Erst nach Führerschein­erwerb kann ein Fahrer Schadenfreiheit erwerben. Die Folge: Die SF-Klasse wird mitunter nicht eins zu eins übertragen. Seit wie vielen Jahren er seinen Führerschein hat, wird ebenso berücksichtigt wie der bisherige Schadenverlauf. Führerschein­neulinge sollten sich ein paar unfallfreie Jahre gedulden.
Gut zu wissen: Nützliches Erbe
Illustration Info: Gut zu wissen

Bei einem Todesfall verfällt die Schadenfreiheitsklasse nicht automatisch. Stirbt der Versicherungsnehmer, vererbt er mit dem Fahrzeug auch seine Kfz-Versicherung – und somit die SF-Klasse.

In der Regel steigt der Erbe in den laufenden Kfz-Versicherungsvertrag ein und führt ihn unter seinem Namen weiter. Um die SF-Klasse des Verstorbenen zu übernehmen, ist ein separater Antrag notwendig. Bei den meisten Ver­si­che­rungs­gesell­schaften müssen Sie die Übernahme innerhalb von zwölf Monaten beantragen. Die Frist läuft ab dem Todestag.

Mit dem Antrag auf Übernahme ist die Sterbeurkunde vorzulegen. Die meisten Kfz-Versicherer setzen zudem ein enges verwandtschaftliches Verhältnis zwischen Erblasser und Erbe voraus. Nach genehmigter Übertragung rechnet die Versicherung so viele schadenfreie Jahre an, wie der Erbe an Fahrpraxis vorweisen kann.

Ob Sie als Erbe die Versicherung des Verstorbenen anschließend weiterführen oder die Kfz-Versicherung wechseln, bleibt Ihnen überlassen. Nutzen Sie das Auto selbst, können Sie den Vertrag mit einmonatiger Kündigungsfrist zum Ende des Versicherungsjahres beenden und zum Beispiel auf einen günstigeren Anbieter umsteigen.

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Nachweise nötig

Wer im europäischen Ausland gelebt oder gearbeitet und dort eine Kfz-Versicherung abge­schlossen hat, kann die erworbene Schadenfreiheitsklasse in einen deutschen Versicherungs­vertrag übertragen. Allerdings muss der Antragsteller dafür folgende Voraussetzungen erfüllen:

  • Ein Nachweis über das Ende der ausländischen Vorversicherung. Diese Bescheinigung benötigt der deutsche Versicherer im Original und übersetzt ins Deutsche bzw. Englische. Enthalten sein sollten Name, Versicherungsdauer und gemeldete Schäden.
  • Die Beendigung der Kfz-Versicherung darf nicht länger als sechs Monate zurückliegen.
  • Der Antragsteller ist als Versicherter der Fahrzeughalter, dessen eingetragener Lebens-/Ehepartner oder dessen Kind mit Steuervergünstigung (nach § 3a KraftStG).
  • Es darf keine deutsche Vorversicherung vorliegen.

Erfüllen Sie diese Kriterien, übernimmt der deutsche Versicherer den Schadenfreiheits­rabatt der ausländischen Versicherung. Einer Rabattübertragung steht nichts mehr im Weg – allerdings kann die Berechnungsgrundlage abweichen.

Bei der Allianz gilt:

Der Antragsteller muss die Schadenverlaufs­bestätigung des ausländischen Vorversicherers mit folgenden Angaben in deutscher oder englischer Sprache vorlegen:

  • Art des bisher versicherten Fahrzeugs
  • Name des Versicherers
  • Ausstellungsdatum
  • Name, Adresse und Geburtsdatum des Versicherungsnehmers
  • Versicherungsbeginn und -ende
  • Anzahl der schadenfreien Jahre im Kalenderjahr des Vertragsendes
  • Anzahl und Zeitpunkt der Schäden während der letzten fünf Jahre oder ggf. kürzeren Vertragslaufzeit. Wickelte die Vollkasko­ver­sicherung in dieser Zeit einen Schaden ab, muss der Antragsteller genaue Angaben über Hergang und Schadensumme machen.

Anerkannt werden Vorversicherer eines EU-Mitgliedslandes und folgender Nicht-EU-Staaten: Andorra, Bosnien-Herzegowina, Island, Japan, Kanada, Liechtenstein, Monaco, Norwegen, Russland, San Marino, Schweiz, Serbien, Vatikanstadt, USA.

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Gut zu wissen: Leasing
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Steigen Sie von einem privaten Kfz auf einen Leasingwagen um, übernimmt der neue Autoversicherer in der Regel Ihre private Schadenfreiheitsklasse. Das heißt: Auch beim Leasingfahrzeug steigen Sie in der gleichen SF-Klasse ein wie beim Versicherer Ihres alten Privat-Pkw.

Darüber hinaus können Sie während des Leasings weitere schadenfreie Jahre ansammeln und Ihre SF-Klasse verbessern. Falls Sie das Leasingauto später wieder gegen ein privates Fahrzeug austauschen möchten, nehmen Sie die bis dahin angesammelten schadenfreien Jahre einfach mit.

Voraussetzung: Sie sind der Versicherungsnehmer, die Leasingfirma ist der Halter des Fahrzeugs. Ist der Leasingwagen über das Leasingunternehmen versichert, ist eine Übertragung der SF-Klasse hingegen nicht möglich.

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Einstufung
Die Schadenfrei­heitsklasse bildet ab, wie lange Sie bereits ohne einen selbstverschuldeten Unfall fahren bzw. schadenfrei sind, Ihre Versicherung also nicht in Anspruch genommen haben. Jedes schadenfreie Jahr verbessert Ihre SF-Klasse. Neben TypklasseRegionalklasseFahrzeugtyp und Versicherungsumfang (Kfz-Haftpflicht oder Vollkasko) ist die Höhe der SF-Klasse für Versicherer ein wichtiger Faktor bei der Berechnung der Versicherungsprämie
Mann blickt lächelnd auf Tablet

Um wie viel Prozent sich der Beitragssatz Ihrer Kfz-Versicherung reduziert, ist von Versicherer zu Versicherer unterschiedlich. Der Grund: Es ist nicht einheitlich definiert, welche Prozentsätze zu welcher SF-Klasse gehören. Jeder Anbieter legt selbst fest, welchen Schadenfreiheitsrabatt er gewährt.

Die Folge: Trotz gleicher Schadenfreiheitsklasse weicht die Beitragshöhe bei unterschiedlichen Autover­sich­er­ungen voneinander ab. Ein Versicherungsvergleich kann daher bares Geld sparen.

Schadenfreiheitsklassen und -rabatte im Überblick

Die folgende Tabelle zeigt die Schadenfreiheitsklassen in der Übersicht, das heißt in welcher Höhe sich die Prozentwerte bei den Versicherern im Schnitt bewegen. Die Zahlen der Staffel sind nicht fix und allgemein übertragbar.

Wischen um mehr anzuzeigen

Schadenfreiheitsklasse
Voraussetzung:
Schadenfreiheit in Jahren
Zu zahlender Beitragssatz
(% vom Grundbeitrag)
SF 46 - 50 46 - 50 ca. 17 %
SF 41 - 45 41 - 45 ca. 18 %
SF 37 - 40 37 - 40 ca. 19 %
SF 31 - 35/36 31 - 35/36 ca. 20 %
SF 26 - 30 26 - 30 ca. 25 %
SF 16 - 25 16 - 25 ca. 35 - 30 %
SF 9 - 15 9 - 15 ca. 45 - 40 %
SF 5 - 8 5 - 8 ca. 55 - 50 %
SF 4 4 ca. 60 %
SF 3 3 ca. 70 %
SF 2 2 ca. 85 %
SF 1 1 Jahr ca. 100 %
SF ½ (Sondereinstufung für Personen, die das erste eigene Auto versichern, mit mehr als 3 Jahren Fahrerlaubnis)   ca. 100 - 140 %
SF S (Schadenklasse; Rückstufung von Versicherungsnehmern mit SF-Klasse 1)   ca. 150 - 175 %
SF 0 (Ersteinstufung für Fahranfänger mit weniger als 3 Jahren Fahrerlaubnis)   ca. 200 - 260 %
SF M (Malusklasse; Rückstufung von Fahranfängern mit SF-Klasse ½ oder 0 nach einem Unfall durch Eigenverschulden)   ca. 240 - 280 %

So berechnen Sie Ihre SF-Klasse

Für die Berechnung brauchen Sie die Schaden­freiheitsklasse des laufenden Kalenderjahres. Um herauszufinden, in welche Schadensklasse Sie aktuell eingestuft sind, genügt ein Blick in die aktuelle Beitrags­rechnung Ihrer Kfz-Versicherung. Alternativ können Sie die SF-Klasse selbst berechnen. Dazu benötigen Sie lediglich die Anzahl Ihrer schadenfreien Jahre: Nach 19 unfall­freien Jahren beispielsweise sind Sie aktuell in Klasse 19. Bleiben Sie weiterhin schadensfrei, wechseln Sie im nächsten Jahr in Klasse 20.

Fahranfänger starten üblicherweise in SF 0 und mit hohen Prämien

Haben Sie noch nie ein Kfz versichert, handelt es sich um eine Ersteinstufung ohne Vorversicherung. Sie beginnen dann üblicherweise mit SF-Klasse 0 und zahlen rund 240 Prozent vom Grundbeitrag. Das gilt sowohl für die Haftpflicht- als auch die Vollkaskoversicherung.

Allerdings können Sie unter bestimmten Voraussetzungen schon zu Beginn in SF-Klasse 1 hochgestuft werden. Dies gilt, wenn…

  • ... Sie seit mindestens vier Jahren eine gültige deutsche oder europäische Fahrerlaubnis besitzen,
  • ... auf Ihren Partner bereits ein Pkw versichert ist, der in der Kfz-Haftpflichtversicherung mindestens in Schadenfreiheitsklasse ½ eingestuft ist,
  • ... auf ein Elternteil bereits ein Pkw versichert ist, der in der Haftpflicht mindestens SF-Klasse ½ hat.

Sondereinstufung in SF-Klasse 3 bei Pkw

Der Versicherungsvertrag für Pkw kann sogar mit SF-Klasse 3 beginnen, wenn…

  • ... auf den Kunden, seinen Ehepartner bzw. in häuslicher Gemeinschaft lebenden Lebensgefährten oder ein Elternteil bereits ein Pkw, Wohnmobil oder Krad zugelassen ist, dessen Kfz-Haftpflichtversicherung mindestens in SF-Klasse ½ eingestuft ist,
  • ... der Kunde und alle Fahrer des hinzukommenden Fahrzeugs mindestens 25 Jahre alt sind.

Beide Voraussetzungen müssen kumulativ erfüllt sein.

Dann schreiben Sie uns. Ihr Allianz Ansprechpartner vor Ort wird sich umgehend bei Ihnen melden.
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Häufige Fragen
  • Was muss ich bei der Versicherung eines Zweitwagens beachten?

    Versichern Sie ein zweites Fahrzeug, gewähren Ihnen die meisten Versicherer eine Sonder­einstufung bei der SF-Klasse. Wie dieser Rabatt konkret aussieht, hängt vom Anbieter ab.
  • Gibt es bei der Allianz Sondereinstufungen oder besonders günstige Schadenfreiheitsklassen?

    Sondereinstufungen beim derzeitigen Versicherer können leider nicht übernommen werden. Unter bestimmten Voraussetzungen können wir Ihnen aber eine besonders günstige Schadenfreiheitsklasse anbieten. Dies geschieht während der Antragstellung automatisch, sofern Sie die entsprechenden Voraussetzungen erfüllen.
  • Ich habe mich von meinem Partner getrennt und ihm zuvor meine SF-Klasse übertragen. Was passiert jetzt?

    Wollen Sie nach der Scheidung wieder ein eigenes Auto versichern, beginnen Sie meist mit SF-Klasse 0. Einige Versicherungen übernehmen aber in diesen Fällen anteilig den vorherigen Schadensfreiheitsrabatt. Dafür ist es hilfreich, wenn Sie nachweisen können, dass Sie in den vergangenen Jahren regelmäßig mit dem Auto gefahren sind.
  • Kann ich die SF-Klasse meiner Autoversicherung auf mein Motorrad übertragen?

    In der Regel steigen Sie mit dem Motorrad in SF-Klasse 0 ein und können die schadenfreien Jahre Ihrer Auto­ver­sicher­ung nicht übertragen. Einige Versicherer bieten jedoch Sonderkonditionen an. Dies gilt zum Beispiel, wenn Sie Ihren Motorradführerschein seit drei oder mehr Jahren dauerhaft besitzen. Dann beginnen Sie in der Regel mit SF-Klasse ½.

    Auch eine Lebens- oder Unfallversicherung wirkt sich teilweise positiv aus, genauso wie besondere Sicherheitsmerkmale am Motorrad, wie ein Antiblockiersystem (ABS).

  • Was passiert mit meiner SF-Klasse, wenn ich mein Auto stilllege oder abmelde?

    Bei den meisten Versicherungen können Sie die Schadenfreiheitsklasse zwischen sieben und zehn Jahren ruhen lassen. Bei einer längeren Unterbrechung kann es passieren, dass der Versicherer Ihnen Ihre erworbenen Vergünstigungen streicht.
  • Wie verändert sich die SF-Klasse im Schadenfall?

    Haben Sie einen Autounfall, für den die Kfz-Haftpflicht- oder Vollkaskoversicherung aufkommt, werden Sie in Ihrer Schaden­freiheitsklasse zurückgestuft. Die Rückstufung erfolgt immer zu Beginn des nächsten Versicherungsjahres und nach den zu diesem Zeitpunkt gültigen Versicherungsbedingungen.

    Die Rückstufungstabellen Ihrer Kfz-Versicherung finden Sie unter anderem in Ihren Vertragsunterlagen. Ihnen können Sie entnehmen, in welche SF-Klasse Sie im Folgejahr zurückfallen. Wie viele SF-Klassen Sie verlieren, hängt einerseits vom Tarif (Haftpflicht oder Vollkasko) ab. Andererseits von der Anzahl Ihrer Schadensmeldungen innerhalb eines Kalenderjahres. Bei einem Schaden fällt die Rückstufung geringer aus als bei zwei oder mehr Schadensfällen. 

  • Wie funktioniert Übertragen einer Schadenfreiheitsklasse vom Vorversicherer?

    Übertragen der SF-Klasse vom Vorversicherer geschieht auf elektronischem Weg. Der Prozess ist vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) genau geregelt. Zu Beginn stellt der Versicherte seinem neuen Versicherer Daten wie bisherige Versicherungsgesellschaft und Vertragsnummer zur Verfügung. Daraufhin prüft der neue Versicherer die Richtigkeit der Angaben. Außerdem klärt er, ob der alte Vertrag gekündigt bzw. durch Abmelden des Autos beendet ist.

    Sind alle Voraussetzungen erfüllt, steht dem Wechsel nichts im Weg. Wie lange der Ablauf dauert, hängt vom Tempo des Vorversicherers ab. Je schneller dieser alle benötigten Daten übermittelt bzw. bestätigt, desto schneller gelingen Versicherungswechsel inklusive Übertragung der SF-Klasse.

  • Verliere ich meinen Rabattschutz, wenn ich die Versicherung wechsle?

    Ja, Sie können Ihre hohe Schadenfreiheitsklasse verlieren, wenn Sie die Kfz-Versicherung wechseln. Allerdings nur, wenn sie aus einer Rabattschutzregelung resultiert. In diesem Fall profitieren Sie von einer Zusatzleistung in Ihrem Vertrag. Diese bewahrt Sie nach einem Schadenfall vor der Rückstufung in einen schlechteren Tarif. Für die neue Versicherung ist Ihre tatsächliche Schadenbilanz entscheidend. Besteht kein Rabattschutz, lässt sich die SF-Klasse problemlos übertragen.
  • Hat Schadenfreiheitsklasse übertragen Nachteile für die übertragende Person?

    Das Übertragen der SF-Klasse auf eine andere Person birgt auch Nachteile. Wer sich darauf einlässt, unterschreibt als Rabattgeber eine Verzichtserklärung und kann seine Schadenfreiheitsvorteile fortan nicht mehr selbst nutzen. Eine Rückübertragung ist nicht möglich. Deswegen geben oftmals Großeltern ihre Vergünstigung an Enkel ab, wenn Sie selbst nicht mehr Autofahren und den Führerschein definitiv abgeben.
  • Wie übertrage ich die Schadenfreiheitsklasse von einem Firmenwagen?

    Bei Dienstwagen ist in der Regel der Arbeitgeber der Versicherungsnehmer. Daher gestaltet sich Schadenfreiheitsklasse übertragen bei Firmenwagen komplizierter. Am besten, Sie überschreiben Ihren privat "erfahrenen" Schadenfreiheitsrabatt bei Aufnahme Ihrer Tätigkeit auf Ihren Arbeitgeber. Legen Sie darüber hinaus vertraglich fest, die Vergünstigung beim Verlassen des Unternehmens zurückzubekommen.

    Das Gute an dieser Variante: Schadenfreies Fahren mit dem Firmenfahrzeug reduziert Jahr für Jahr Ihre Schaden­freiheits­klasse. Diese Möglichkeit besteht meist nicht , wenn der Arbeitgeber das Fahrzeug über einen Flottentarif oder Auto-Pool versichert.

    Anders verhält es sich, wenn Sie Ihre privaten Prozente anfangs nicht überschreiben und den Dienstwagen irgendwann wieder gegen ein privates Kfz eintauschen. Unter Umständen ist es Ihnen nicht gestattet, den "beruflich" erworbenen Schadenfreiheitsrabatt in Ihr neues Versicherungsverhältnis mitzunehmen. Es sei denn, Ihre Versicherung erkennt Ihnen diese unfallfreien Jahre kulanterweise trotzdem an.

  • Was passiert bei Carsharing mit meinen schadenfreien Jahren?

    Sie haben Ihre Fahrpraxis ausschließlich mit Carsharing erlangt und möchten nun Ihr eigenes Auto versichern? Kein Problem, Sie können sich Ihre unfallfreie Zeit anrechnen lassen. Dafür muss der Carsharing-Anbieter lediglich Ihre Nutzungszeiten bestätigen. Auf diese Weise steigen Sie bei Ihrer ersten eigenen Kfz-Versicherung deutlich besser ein als mit der herkömmlichen Einstufungsregelung. Das gilt besonders dann, wenn Sie schon lange Auto fahren, aber nie ein eignes Kfz versichert haben.

    Zum Beispiel: Melden Sie nach sieben Jahren Carsharing Ihr erstes eigenes Auto an, behandelt die Versicherungs­gesell­schaft Sie wie einen Fahranfänger. Statt SF-Klasse 7 kommen Sie in SF-Klasse ½ und zahlen rund 60 Prozent mehr für die Kfz-Versicherung.

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