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Schadenfreiheitsklasse von Autoversicherung übertragen
Wichtige Informationen für Autofahrer

Schadenfrei­heits­klasse übertragen – so geht's

Kurz erklärt in 30 Sekunden
  • Der Beitrag Ihrer Kfz-Versicherung richtet sich nach der Schaden­frei­heits­klasse. Also danach, wie lange Sie bereits unfallfrei fahren. Die SF-Klasse können Sie an Dritte übertragen.
  • Die Übertragung ist innerhalb der Familie möglich. Das heißt, es muss ein Ver­wandt­schafts­verhältnis bestehen.
  • Rechnen Sie aus, ob sich das Über­tragen der SF-Klasse wirklich lohnt. Fahranfänger etwa können sich schaden­freie Jahre nur begrenzt an­rech­nen lassen.
  • Der Schadenfreiheitsrabatt beschränkt sich auf Kfz-Haftpflicht- und Voll­kasko­ver­si­che­rung. In der Teil­kasko gibt es keine Schaden­freiheits­klassen.
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Anleitung
  1. Wenden Sie sich im ersten Schritt an Ihren Versicherer und klären Sie mit ihm die nö­ti­gen Details. Dazu gehört die Frage, wem Sie Ihre Schadenfreiheitsklasse (SF-Klasse) über­tragen können. In der Regel ist der Personen­kreis auf Familien­mit­glieder beschränkt.
  2. Prüfen Sie, wie viele Jahre der poten­zi­elle Empfänger bereits Auto fährt. Daraus ergibt sich, wie viele schadenfreie Jahre er über­nehmen kann. Je länger die Fahr­praxis, desto höher ist der Rabatt – und desto günstiger der Beitrags­satz seiner Kfz-Versicherung.
  3. Suchen Sie einen für Sie passenden Tarif online oder lassen sich von einem Vertreter in Ihrer Nähe beraten. Beachten Sie, dass es bei der Teilkasko keine SF-Klassen gibt. Der Grund: Sie greift bei unver­schul­deten Schäden, wie zum Bei­spiel Hagelschäden am Auto. Die SF-Klassen ver­schlechtern sich aber nur, wenn der Versicherte den Schaden­fall selbst ver­ursacht hat. Folglich ist die Über­tra­gung nur bei Kfz-Haft­pflichtversicherung und Voll­kasko möglich.
  4. Sind Sie fündig geworden, fordern Sie bei Ihrem Ver­sicherer das Formular zur Über­tra­gung an. Weil Sie Daten wie Fahr­zeug­iden­ti­fi­kations­nummer, Ver­si­che­rungs­schein­num­mer und Leistung des Fahr­zeugs angeben müssen, sollten Sie Fahr­zeug­brief und Kfz-Ver­sicherungs­vertrag parat haben. Alternativ können Sie hier eine Vor­lage inklusive aller benötigten Ver­trags­daten als PDF herunter­laden.

Wichtig: Der Empfänger kann nur so viele schaden­freie Jahre über­nehmen, wie er seinen Führer­schein hat. Der Über­tragende verliert seine SF-Klassen und SF-Rabatte. Eine Rück­über­tra­gung ist nicht möglich. Achten Sie ebenfalls darauf, ob Sie Ihr Auto abge­meldet oder still­gelegt haben. Bei vielen Ver­sicherern verfällt die Schaden­frei­heits­klasse bei einer Unterbrechung von sieben Jahren.

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Ablauf & Vorteile

Bei der Allianz ist Über­tragen von Schaden­freiheits­klassen ganz unkompliziert möglich. Möchten Sie zum Beispiel die schaden­freien Jahre eines Familien­mitglieds in Ihre Allianz Auto­versicherung über­nehmen, nutzen Sie unser SF-Über­tragungs­formular. Das Doku­ment erhalten Sie online oder bei Ihrer Allianz Agentur.

So einfach geht's:

  • Im Allianz Formular macht Ihr Ange­höriger Angaben zu seiner bisherigen Kfz-Versicherung, Vertrags­nummer und dem versicherten Pkw.
  • Mit seiner Unterschrift bestätigt Ihr Familien­mitglied, dass es mit der SF-Über­tragung einver­standen ist. Und schickt das aus­gefüllte Schreiben anschließ­end an Ihren Allianz Ver­sicherungs­experten.
  • Sobald der Kfz-Versicherer Ihres Ver­wandten die Daten bestätigt hat, kann die Allianz Ihnen die SF-Klasse anrechnen. Ihr Familien­mitglied erhält von uns eine Infor­mation für seine Unterlagen.

Ihre Vorteile bei der Allianz:

  • Wie viele schadenfreie Jahre die Allianz Ihnen anrechnet, richtet sich nur danach, wie lange Sie Ihren Führer­schein haben. Ob Sie das Auto des Übertragenden zuvor regel­mäßig mit­benutzt haben, spielt keine Rolle.
  • Sie können die Schaden­frei­heits­klasse auch von Verwandten über­nehmen, mit denen Sie nicht in häus­licher Gemein­schaft leben.
  • Schadenfreiheitsklasse über­tragen ist bei der Allianz auch bei einem geschäft­lichen Ver­hältnis möglich. Also zum Beispiel zwischen Angestellten und ihrem Arbeitgeber.
  • Ihre SF-Klasse verfällt bei der Allianz erst nach zehn Jahren. Das heißt: Sie haben länger als bei vielen anderen Autoversicherern Zeit, um einem Familienmitglied Ihre schadenfreien Jahre zu übertragen.
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Personenkreis
Sie können die SF-Klasse in der Regel nur innerhalb der Familie übertragen, nicht aber an Freunde oder Kollegen abgeben. Dafür lassen die meisten Versicherer auch Lebensgefährten und nicht leibliche Kinder oder Enkel zu. Welchen Personen Sie Ihre SF-Klasse übertragen können, lesen Sie hier:

An wen kann ich die Schaden­frei­heits­klasse über­tragen?

Versicherer setzen meist ein Verwandt­schafts­ver­hält­nis voraus. Daher ist die Über­tragung der Schaden­frei­heits­klasse möglich zwischen Personen wie:

  • Ehepartnern/Lebenspartnern
  • Eltern und deren Kindern
  • Großeltern und Enkeln
  • Geschwistern
  • Schwiegereltern und Schwieger­kindern
  • Institution/Firma und einer indi­viduellen Person

Wann macht das Über­tragen der SF-Klasse Sinn?

Angenommen, Sie fahren seit 30 Jahren unfall- und schadenfrei, haben eine ent­sprechend geringe SF-Klasse, brauchen Auto und Kfz-Versicherung nun aber nicht mehr. Ihre leib­liche Tochter hat seit vier Jahren ihren Führer­schein und in dieser Zeit eben­falls keinen Unfall verursacht. Über­nimmt Ihre Tochter nun Ihre SF-Klasse, würde sich der Beitrags­satz ihrer Kfz-Ver­si­che­rung entsprechend reduzieren.

Die Übertragung auf Ihre Tochter ist trotzdem nicht sinnvoll, da sie nur vier Jahre Fahrpraxis vorweisen kann. Der Grund: Für jedes Jahr mit Fahrerlaubnis erhält der Begünstigte nur ein Jahr ange­rechnet. Für unser Beispiel bedeutet das: Von 30 unfall­freien Jahren könnte Ihre Tochter bei ihrer eigenen Fahranfänger-Versicherung nur vier über­nehmen – die übrigen 26 entfallen.

Fazit: Wer Ihre SF-Klasse über­nimmt, sollte aus­reichend Fahr­praxis haben, um möglichst viele schaden­freie Jahre angerechnet zu bekommen.

Drei Gründe, schaden­freie Jahre zu über­tragen:

In diesen drei Situationen lohnt sich die Übertragung der SF-Klasse in der Regel:

  1. Abgabe des Führerscheins: Wenn Sie von Ihren Eltern die SF-Klasse übernehmen, da diese aus Alters­gründen ihren Führerschein abgeben, erhalten Sie eine bessere Einstufung in der Kfz-Versicherung. Neben Kindern können auch Enkel von ihren Groß­eltern meist problem­los die SF-Klasse über­neh­men.
  2. Zweitwagen: Haben Sie zwei Pkw, verlieren Sie Ihre SF-Klasse nur für das Auto, für das Sie sie über­geben. Beim anderen Fahr­zeug – in der Regel dem Erst­wagen – ändert sich nichts.
  3. Rente: Gehen Sie in Rente und brauchen Ihr Kfz in abseh­barer Zeit nicht mehr, kann eine Über­tragung eben­falls sinnvoll sein. Denn: Im Ruhestand entfällt das täg­liche Pendeln in die Arbeit und Privates lässt sich häufig mit Bus, Bahn oder Fahr­rad erledigen.
Gut zu wissen: SFR-Übertragung 

Beim Schadenfreiheits­rabatt (SFR) ist eine Übertragung nicht möglich. Sie können nur die Schaden­frei­heits­klasse (zum Bei­spiel SF 12) auf eine andere Person übertragen.

Denn: Der Rabatt (zum Beispiel 30 Prozent) richtet sich zwar nach der jewei­li­gen SF-Klasse, fällt aber bei jedem Ver­sicherungs­anbieter unter­schied­lich aus. Die Abstuf­ungen innerhalb der SF-Staffel (Rabattstaffel) legt jeder Ver­si­che­rer selbst fest. Darum können Sie die Pro­zente des Rabatts weder über­neh­men noch eine direkte SFR-Über­tragung vornehmen.

Ebenfalls wichtig: Die Über­tragung der SF-Klasse lässt sich nicht rück­gängig machen. Die damit ver­bundenen Rabatte sind un­wider­ruf­lich verloren.

Dann schreiben Sie uns. Ihr Allianz Ansprechpartner vor Ort wird sich umgehend bei Ihnen melden.
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Voraussetzungen
Mit Übertragung der Schadenfreiheits­klasse stuft die Kfz-Versicherung Ihren beste­hen­den Vertrag wie einen neu abgeschlossenen Vertrag ohne Vor­versicherungs­zeit ein. An Ihrem Versicherungsschutz ändert sich dadurch nichts. Aber es gibt ein paar Punkte zu beachten.
  • Bei einem Versicherungswechsel können Sie Ihre Schaden­freiheits­klasse in der Regel eins zu eins übertragen. Das heißt: Der neue Anbieter stuft Sie in die gleiche SF-Klasse wie beim bis­herigen Anbieter ein. Einzige Ausnahme: Die SF-Klasse ist das Ergebnis eines kosten­pflichtigen Rabattschutzes, der nach einem Unfall die Rück­stufung in eine schlechtere SF-Klasse verhindert. Oder sie resultiert aus einer Sonder­einstufung Ihrer Kfz-Versicherung. In beiden Fällen übernimmt der neue Versicherer Ihre tatsächliche Schadens­bilanz – nicht deren "geschönte" Version.
  • Darüber hinaus müssen Sie für die Übertragung glaubhaft machen können, dass überwiegend Sie selbst das Fahrzeug gefahren sind.
  • Beenden Sie Ihren Versicherungsvertrag oder legen Sie eine Vertragspause ein, geht Ihre über Jahre angesammelte SF-Klasse nicht verloren. Sie können sie bis zu zehn Jahre "ruhen" lassen. In dieser Zeit ist eine Übertragung weiterhin möglich. Auch Ihr Schaden­frei­heits­rabatt verfällt nicht. Achten Sie jedoch darauf, wie lange Sie sich bis zum Über­tragen der Schaden­frei­heits­klasse Zeit lassen. Je eher, desto besser.
  • Dem neuen Inhaber Ihrer SF-Klasse wird nur die Zeit angerechnet, in der er ununter­brochen eine gültige Fahrerlaubnis hatte. Der Grund: Erst nach Führerschein­erwerb kann ein Fahrer Schadenfreiheit erwerben. Die Folge: Die SF-Klasse wird mitunter nicht eins zu eins übertragen. Seit wie vielen Jahren er seinen Führerschein hat, wird ebenso berücksichtigt wie der bisherige Schaden­verlauf. Führer­schein­neulinge sollten sich ein paar unfallfreie Jahre gedulden.
Gut zu wissen: Contra

Das Übertragen der SF-Klasse auf eine andere Person kann auch Nachteile haben. Denn der Rabattgeber unterschreibt eine Verzichtserklärung und kann seine Schadenfreiheitsvorteile fortan nicht mehr selbst nutzen. Eine Rück­über­tra­gung ist nicht möglich. Sie sollten Ihre Schadenfreiheitsklasse also nur abgeben, wenn Sie sicher sind, dass Sie Ihren Rabatt nicht mehr brauchen.

Das gilt auch, wenn Sie Ihren Zweitwagen abmelden und Ihre SF-Klasse auf Ihren Sohn übertragen. Möchten Sie später einen neuen Zweitwagen an­mel­den, können Sie Ihren alten Rabatt nicht zurückholen.

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Nützliches Erbe

Bei einem Todesfall verfällt die Schadenfreiheitsklasse nicht automatisch. Stirbt der Versicherungsnehmer, vererbt er mit dem Fahrzeug auch seine Kfz-Versicherung – und somit die SF-Klasse.

In der Regel steigt der Erbe in den laufenden Kfz-Versicherungsvertrag ein und führt ihn unter seinem Namen weiter. Um die SF-Klasse des Verstorbenen zu übernehmen, ist ein separater Antrag notwendig. Bei den meisten Ver­si­che­rungs­gesell­schaften müssen Sie die Übernahme innerhalb von zwölf Monaten beantragen. Die Frist läuft ab dem Todestag.

Mit dem Antrag auf Übernahme ist die Sterbeurkunde vorzulegen. Die meisten Kfz-Versicherer setzen zudem ein enges verwandtschaftliches Verhältnis zwischen Erblasser und Erbe voraus. Nach genehmigter Übertragung rechnet die Versicherung so viele schadenfreie Jahre an, wie der Erbe an Fahrpraxis vorweisen kann.

Ob Sie als Erbe die Versicherung des Verstorbenen anschließend weiterführen oder die Kfz-Versicherung wechseln, bleibt Ihnen überlassen. Nutzen Sie das Auto selbst, können Sie den Vertrag mit einmonatiger Kündigungsfrist zum Ende des Versicherungsjahres beenden und zum Beispiel auf einen günstigeren Anbieter umsteigen.

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Nachweise nötig

Wer im europäischen Ausland gelebt oder gearbeitet und dort eine Kfz-Versicherung abge­schlossen hat, kann die erworbene Schadenfreiheitsklasse in einen deutschen Versicherungs­vertrag übertragen. Allerdings muss der Antragsteller dafür folgende Voraussetzungen erfül­len:

  • Ein Nachweis über das Ende der ausländischen Vorversicherung. Diese Bescheinigung benötigt der deutsche Versicherer im Original und übersetzt ins Deutsche bzw. Engli­sche. Enthalten sein sollten Name, Versicherungsdauer und gemeldete Schäden.
  • Die Beendigung der Kfz-Versicherung darf nicht länger als sechs Monate zurückliegen.
  • Der Antragsteller ist als Versicherter der Fahrzeughalter, dessen eingetragener Lebens-/Ehepartner oder dessen Kind mit Steuervergünstigung (nach § 3a KraftStG).
  • Es darf keine deutsche Vorversicherung vorliegen.

Erfüllen Sie diese Kriterien, übernimmt der deutsche Versicherer den Schadenfreiheits­rabatt der ausländischen Versicherung. Einer Rabattübertragung steht nichts mehr im Weg – aller­dings kann die Berechnungsgrundlage abweichen.

Bei der Allianz gilt:

Der Antragsteller muss die Schadenverlaufs­bestätigung des ausländischen Vorversicherers mit folgenden Angaben in deutscher oder englischer Sprache vorlegen:

  • Art des bisher versicherten Fahrzeugs
  • Name des Versicherers
  • Ausstellungsdatum
  • Name, Adresse und Geburtsdatum des Versicherungsnehmers
  • Versicherungsbeginn und -ende
  • Anzahl der schadenfreien Jahre im Kalenderjahr des Vertragsendes
  • Anzahl und Zeitpunkt der Schäden während der letzten fünf Jahre oder ggf. kürzeren Vertragslaufzeit. Wickelte die Vollkasko­ver­sicherung in dieser Zeit einen Schaden ab, muss der Antragsteller genaue Angaben über Hergang und Schadensumme machen.

Anerkannt werden Vorversicherer eines EU-Mitgliedslandes und folgender Nicht-EU-Staaten: Andorra, Bosnien-Herzegowina, Island, Japan, Kanada, Liechtenstein, Monaco, Norwegen, Russland, San Marino, Schweiz, Serbien, Vatikanstadt, USA.

Gut zu wissen: Leasing

Steigen Sie von einem privaten Kfz auf einen Leasingwagen um, übernimmt der neue Autoversicherer in der Regel Ihre private Schadenfreiheitsklasse. Das heißt: Auch beim Leasingfahrzeug steigen Sie in der gleichen SF-Klasse ein wie beim Versicherer Ihres alten Privat-Pkw.

Darüber hinaus können Sie während des Leasings weitere schadenfreie Jahre ansammeln und Ihre SF-Klasse verbessern. Falls Sie das Leasingauto später wieder gegen ein privates Fahrzeug austauschen möchten, nehmen Sie die bis dahin angesammelten schadenfreien Jahre einfach mit.

Voraussetzung: Sie sind der Versicherungsnehmer, die Leasingfirma ist der Halter des Fahrzeugs. Ist der Leasingwagen über das Leasingunternehmen versichert, ist eine Übertragung der SF-Klasse hingegen nicht möglich.

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Häufige Fragen
  • Was muss ich bei der Versicherung eines Zweitwagens beachten?

    Wenn Sie einen Zweitwagen versichern, gewähren Ihnen die meisten Versicherer eine Sondereinstufung bei der SF-Klasse. Wie dieser Rabatt konkret aussieht, hängt vom Anbieter ab.
  • Gibt es bei der Allianz Sondereinstufungen oder besonders günstige Schadenfreiheitsklassen?

    Sondereinstufungen beim derzeitigen Versicherer können Sie nicht übernehmen. Unter bestimmten Voraussetzungen können wir Ihnen aber eine besonders günstige Schadenfreiheitsklasse anbieten. Dies geschieht während der Antragstellung automatisch, sofern Sie die entsprechenden Voraussetzungen erfüllen.
  • Ich habe mich von meinem Partner getrennt und ihm zuvor meine SF-Klasse übertragen. Was passiert jetzt?

    Wollen Sie nach der Scheidung wieder ein eigenes Auto versichern, beginnen Sie meist mit SF-Klasse 0. Einige Ver­si­che­rungen übernehmen aber in diesen Fällen anteilig den vorherigen Schadensfreiheitsrabatt. Dafür ist es hilfreich, wenn Sie nachweisen können, dass Sie in den vergangenen Jahren regelmäßig mit dem Auto gefahren sind.
  • Kann ich die SF-Klasse meiner Autoversicherung auf mein Motorrad übertragen?

    In der Regel steigen Sie mit dem Motorrad in SF-Klasse 0 ein und können die schadenfreien Jahre Ihrer Auto­ver­sicher­ung nicht übertragen. Einige Versicherer bieten aber Sonderkonditionen an. Zum Beispiel, wenn Sie Ihren Motorrad­führer­schein seit drei oder mehr Jahren dauerhaft besitzen. Dann beginnen Sie in der Regel mit SF-Klasse ½.

    Auch eine Lebens- oder Unfallversicherung wirkt sich teilweise positiv aus. Genauso wie besondere Sicher­heits­merk­male am Motor­rad, zum Beispiel ein Anti­blockier­system (ABS).

  • Was passiert mit meiner SF-Klasse, wenn ich mein Auto stilllege oder abmelde?

    Bei den meisten Versicherern können Sie die Schadenfreiheitsklasse sieben bis zehn Jahre ruhen lassen. Bei einer längeren Unterbrechung kann es passieren, dass die Kfz-Versicherung Ihre erworbenen Vergünstigungen streicht.
  • Wie verändert sich die SF-Klasse im Schadenfall?

    Haben Sie einen Autounfall, für den die Kfz-Haftpflicht- oder Vollkaskoversicherung aufkommt, stuft Ihr Versicherer Sie in der Schaden­freiheitsklasse zurück. Die Rückstufung erfolgt immer zu Beginn des nächsten Versicherungsjahres und nach den zu diesem Zeitpunkt gültigen Versicherungsbedingungen.

    Die Rückstufungstabellen Ihrer Kfz-Versicherung finden Sie in Ihrem Versicherungsvertrag. Dem Dokument können Sie entnehmen, in welche SF-Klasse Sie im Folgejahr zurückfallen. Wie viele SF-Klassen Sie verlieren, hängt einerseits von der Versicherungsart (Haftpflicht oder Vollkasko) ab. Andererseits von der Anzahl Ihrer Schadensmeldungen innerhalb eines Kalenderjahres. Bei einem Schaden fällt die Rückstufung geringer aus als bei zwei oder mehr Schadenfällen.

  • Wie funktioniert Übertragen einer Schadenfreiheitsklasse vom Vorversicherer?

    Übertragen der SF-Klasse vom Vor­versicherer geschieht elektronisch. Den Prozess regelt der Gesamt­verband der Deutschen Ver­si­che­rungs­wirtschaft e.V. (GDV). Zu Beginn stellt der Ver­sicherte seinem neuen Ver­si­che­rer Daten wie bisherige Ver­si­che­rungs­gesell­schaft und Vertrags­nummer zur Verfügung. Daraufhin prüft der neue Versicherer die Richtigkeit der Angaben. Außerdem klärt er, ob der alte Vertrag gekündigt bzw. durch Abmelden des Autos beendet ist.

    Sind alle Voraussetzungen erfüllt, steht dem Wechsel nichts im Weg. Wie lange der Ablauf dauert, hängt vom Tempo des Vor­versicherers ab. Je schneller dieser alle benötigten Daten übermittelt bzw. bestätigt, desto schneller gelingen Versicherungswechsel inklusive Übertragung der SF-Klasse.

  • Verliere ich meinen Rabattschutz, wenn ich die Versicherung wechsle?

    Ja, Sie können Ihre hohe Schadenfreiheitsklasse verlieren, wenn Sie die Kfz-Versicherung wechseln. Allerdings nur, wenn sie aus einer Rabatt­schutz­regelung resultiert. In diesem Fall profi­tieren Sie von einer Zusatzleistung in Ihrem Vertrag. Diese bewahrt Sie nach einem Schaden­fall vor einer Rückstufung. Für die neue Versicherung ist Ihre tat­säch­liche Schadens­bilanz entscheidend. Besteht kein Rabattschutz, lässt sich die SF-Klasse problemlos übertragen.
  • Kann ich die Kfz-Versicherung einer Person übernehmen?

    Ja, Sie können eine Autoversicherung übernehmen. In der Praxis kommt das aber selten vor. Nur bei einem Todesfall können Sie als Erbe eines Fahr­zeugs die dazu­gehörige Kfz-Ver­si­che­rung über­nehmen und neuer Ver­si­che­rungs­nehmer werden. In allen anderen Fällen wird nicht die Autover­si­che­rung übertragen, sondern die Schadenfreiheitsklasse. Mit der SF-Klasse erhalten Sie Rabatt­pro­zente (SF-Rabatt), die Ihren Ver­si­che­rungs­beitrag reduzieren. Umgangs­sprachlich spricht man auch von "Kfz-Pro­zente" oder "Auto-Pro­zente" übernehmen.
  • Wie übertrage ich die Schadenfreiheitsklasse von einem Firmenwagen?

    Be Dienstwagen ist meist der Arbeitgeber Ver­si­che­rungs­nehmer. Daher ist Schadenfreiheitsklasse übertragen bei Firmen­autos komplizierter. Über­schreiben Sie Ihre privat "erfah­rene" SF-Klasse bei Auf­nahme der Tätig­keit am besten auf Ihren Arbeit­geber. Legen Sie außerdem ver­trag­lich fest, dass Sie die Vergünstigung beim Verlassen des Unter­nehmens zurück­bekommen.

    Vorteil dieser Variante: Schadenfreies Fahren mit dem Firmen­fahrzeug reduziert Jahr für Jahr Ihre Scha­den­frei­heits­klas­se. Diese Möglich­keit besteht meist nicht , wenn der Arbeit­geber den Dienst­wagen über einen Flotten­tarif oder Auto-Pool versichert.

    Anders verhält es sich, wenn Sie Ihre privaten Prozente anfangs nicht überschreiben und den Dienst­wagen irgend­wann wieder gegen ein privates Kfz eintauschen. Unter Umständen können Sie den "beruflich" erworbenen Schaden­freiheits­rabatt dann nicht in Ihr neues Versicherungs­verhältnis mit­nehmen. Es sei denn, Ihre Versicherung erkennt Ihnen diese unfall­freien Jahre kulanter­weise trotzdem an.

  • Was passiert bei Carsharing mit meinen schadenfreien Jahren?

    Sie haben ausschließlich mit Carsharing Fahrpraxis gesammelt und möchten nun Ihr eigenes Auto versichern? Kein Problem, Sie können sich Ihre unfallfreie Zeit anrechnen lassen. Dafür muss der Carsharing-Anbieter lediglich Ihre Nutzungszeiten bestätigen. Auf diese Weise steigen Sie bei Ihrer ersten eigenen Kfz-Versicherung deutlich besser ein als mit der regulären Einstufungsregelung. Das gilt insbesondere, wenn Sie schon lange Auto fahren, aber nie ein eigenes Kfz versichert haben.

    Zum Beispiel: Melden Sie nach sieben Jahren Carsharing Ihr erstes eigenes Auto an, behandelt die Versicherungs­gesell­schaft Sie wie einen Fahranfänger. Statt SF-Klasse 7 kommen Sie in SF-Klasse ½ und zahlen rund 60 Prozent mehr für die Kfz-Versicherung.

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