Motorrad Versicherungsklassen: Motorradfahrer mit Helm und schwarzer Schutzkleidung fährt auf Landstraße
Versicherungs­arten, Ein­stufung, Beitrags­berechnung & Tipps

Motorrad-Versicherungs­klassen

  • Bei der Einstufung in der Motorrad­versicherung spielen mehrere Faktoren eine Rolle. Dazu gehören zum Beispiel Leistung und Schadens­risiko des Motorrad­modells (= Typklasse).
  • Für Motorräder gibt es keine regulären Typ­klassen wie beim GDV-Typklassen­verzeichnis für Autos. Deswegen ist auch von Motorrad-Versicherungs­klassen die Rede.
  • Die Beitrags­berechnung funktioniert bei jeder Motorrad­ver­sicherung ähnlich. Durch individuelle Tarif­bestimmungen und Versich­er­ungs­klassen variieren die Kosten aber je nach Anbieter.
  • Für Motorräder gibt es die gleichen Versicherungs­arten wie für Pkw: Kfz-Haft­pflicht, Teil­kasko und Vollkasko.
1 von 5
Für die Einstufung in der Motorradversicherung sind Kriterien wie Leistung, Motorrad-Art und Schadens­bilanz des Fahrzeug­modells relevant. Anders als bei der Auto­versicherung gibt es für Kraft­räder keine regulären Typ­klassen. Des­wegen ist auch von Motor­rad-Versicherungs­klassen die Rede.
  • Welche Motorrad-Arten gibt es?

    Kfz-Versicherer fassen Motorrad-Arten in ver­schiedenen Gruppen zusammen. Bei der Ein­stufung in der Motorrad­versicherung unter­scheiden die meisten Anbieter diese Motorrad­typen:

    Bei einigen Versicherern gibt es außer­dem besondere Ein­stufungen und Tarife für Ihr Oldtimer-Motorrad oder batterie­betriebenes Kraft­rad (E-Motorrad-Versicherung).

  • Welche Versicherungsklasse brauche ich für mein Motorrad?

    In welche Versicherungs­klasse Ihr Motor­rad fällt, ist je nach Versicherer unter­schiedlich. Bei der Ein­stufung in der Motorrad­versicherung spielen ver­schiedene Faktoren eine Rolle. Dazu zählen zum Beispiel Leistung (Hub­raum oder PS), Motorrad-Art (z. B. Chopper, Enduro), Regional­klasse und Schadens­wahr­schein­lich­keit des Motorrad­modells.
  • Typklasse bzw. Versicherungsklasse für Motorrad

    Anders als bei Autos gibt es für Motorräder keine regulären Typklassen für Kfz-Haft­pflicht, Teil- und Vollkasko. Der Gesamt­verband der Deutschen Versicherungs­wirtschaft (GDV) veröffentlicht auch kein Typ­klassen­verzeichnis für Motor­rad, in dem jedes markt­übliche Modell eingestuft ist. Des­wegen ist bei Kraft­rädern oft nicht von Typ­klassen, sondern von Motorrad-Versicherungs­klassen die Rede.

    Weiterer Unterschied: Für Motorräder gibt es weniger Typ- bzw. Versicherungs­klassen als für Pkw:

    • Motorrad-Haft­pflicht: 16 Klassen von 10 bis 25
    • Motorrad-Teil­kasko: 24 Klassen von 10 bis 33
    • Motorrad-Voll­kasko: 25 Klassen von 10 bis 34

    In welche Versicherungs­klasse Ihr Motorrad eingestuft ist, steht in der Jahres­prämien­rechnung. Die Klasse ist in dem Dokument mit einem Typ­schlüssel gekennzeichnet.

  • Regionalklasse für Motorrad

    Wie bei Pkw spielt die Region, in der Sie Ihr Motorrad anmelden, eine Rolle bei der Ein­stufung in der Motorrad-Versicherung. Die rund 400 deutschen Zulassungs­bezirke sind in verschiedene Regionalklassen eingeteilt. Der GDV erstellt dafür jährlich eine Schadens­bilanz, die das durch­schnittliche Schadens­aufkommen der letzten drei Jahre wiedergibt: die Regional­statistik für Krafträder. Erhöht sich die Schadens­häufigkeit in einem Bezirk, steigt dieser im Folge­jahr in eine höhere Regionalklasse auf.
In der Regionalstatistik für Krafträder ordnet der GDV jedem Zulassungs­bezirk Indizes und Klassen für Kraftrad-Haftpflicht, Voll- und Teilkasko zu. Die Tabelle zeigt beispielhaft die Motorrad-Regionalklassen fünf deutscher Großstädte (Stand: Januar 2024):

Wischen um mehr anzuzeigen

Region
Kfz-Haftpflicht
Teilkasko
Vollkasko
Berlin 6 8 4
Hamburg 5 7 4
Köln 4 7 3
Leipzig 4 7 4
Stuttgart 4 1 2
Die passende Versicherung
Optimal abgesichert mit der Allianz Motorrad­ver­sicherung
2 von 5
Mehrere Kriterien beeinflussen, was Motorrad-Versicherungs­tarife kosten. Bei der Beitrags­berechnung spielen unter anderem Alter und Schaden­freiheits­klasse der versicherten Person eine Rolle. Aber auch Motorrad-Leistungsklassen und Hubraum­größe.

Bei der Beitragsberechnung setzen Kfz-Versicherer ähnliche Kriterien an. Diese Faktoren sind für die Kosten der Motorrad-Versicherung relevant:

Wichtig: Berechnungsmethoden und Gewichtung einzelner Kriterien sind je nach Anbieter unterschiedlich. Zum Beispiel: Ob sich der Beitrag der Motorradversicherung stärker nach PS oder Hubraum richtet und in welchen Motorrad-PS-Klassen die Einstufung erfolgt, bestimmt jeder Anbieter selbst. Das Gleiche gilt für Rabatte, die einige Versicherer zum Beispiel gewähren, wenn Sie neben Ihrem Pkw ein Kraftrad als Zweitfahrzeug oder ein Zweitmotorrad versichern.

Bei der Motorrad-Versicherung ist die Motor­leistung in Kilo­watt (kW) bzw. Pferde­stärken (PS) ein wichtiger Faktor für die Beitrags­berechnung. Versicherer definieren Motorrad-Leistungs­klassen, in die sie Ihre Maschine je nach Motorisierung einstufen. In der Motorrad-Versicherung-PS-Tabelle können zum Beispiel Motorrad-Leistungsklassen von 1 bis 10 definiert sein:

  • Motorrad-Leistungsklasse 1: bis 9 PS (7 kW)
  • Motorrad-Leistungsklasse 5: 51 bis 77 PS (38 bis 57 kW)
  • Motorrad-Leistungsklasse 10: ab 164 PS (121 kW)

Je weniger kW bzw. PS Ihr Motorrad hat, desto günstiger ist meist die Prämie. Behalten Sie deswegen die Grenz­werte der PS-Klassen in der Motorrad-Versicherung im Blick, bevor Sie den Kauf­vertrag fürs Motorrad unterzeichnen.

Der Gesetzgeber schreibt Leistungs­angaben in Kilo­watt (kW) vor. Trotz­dem nutzen Auto- und Motorrad­fahrer:innen im täglichen Sprach­gebrauch immer noch die alte Einheit Pferde­stärke (PS).

  • 1 kW = 1,36 PS (etwa ein Drittel addieren)
  • 1 PS = 0,74 kW (etwa ein Viertel abziehen)

Sie haben Fragen zu den Motorrad-PS-Klassen bei der Allianz? Unser Service-Team berät Sie gerne.
Sie möchten Ihr Motor­rad bei der Allianz versichern? Hier berechnen Sie Ihren voraussichtlichen Beitrag.
3 von 5
Gut zu wissen: Definition

Wie bei der Autoversicherung bestimmen in der Motorrad­-Ver­si­che­rung verschiedene Kriterien den Beitrag. Bei der Be­rech­nung ist unter anderem die statistische Schadenswahrscheinlichkeit des Motorrad­typs (Typ­klasse) und Zulassungsbezirks (Regional­klasse) relevant.

Im Unterschied zu Pkw gibt es für Krafträder kein allgemein­gül­tiges Typ­klassen­verzeichnis, das alle gängigen Motorrad­typen ein­stuft. Deshalb spricht man beim Motorrad auch von Versicherungs­klassen. Teil­s sind unter dem Begriff Motorrad-Versicherungs­klasse auch Typ- und Regional­klasse zusammen­gefasst.

4 von 5
Wie bei Auto­versicherungen gibt es für Motor­räder die gesetzlich vorgeschriebene Kfz-Haft­pflicht und die freiwillige Teilkasko­ oder Vollkasko­. Mit optionalen Zusatzbausteinen können Sie Ihre Motorrad-Versicherung individuell anpassen.
  • Kfz-Haftpflicht für Motorrad

    Eine Kfz-Haft­pflicht ist Voraus­setzung, um ein Motorrad zuzulassen und im Straßenverkehr zu bewegen. Die gesetzlich vor­geschriebene Pflicht­versicherung für Motor­räder leistet Schadens­ersatz, wenn Sie mit Ihrer Maschine fremdes Eigen­tum beschädigen oder Dritte verletzen. Dazu gehören andere Verkehrs­teilnehmer:innen, aber auch Ihr Bei­fahrer bzw. Ihre Beifahrerin, wenn er oder sie durch Ihr Ver­schulden zu Schaden kommt. Je nach Anbieter beträgt die Deckungs­summe bis zu 100 Millionen Euro. Schäden am eigenen Motor­rad deckt die Kfz-Haft­pflicht nicht ab.
  • Motorrad-Teilkasko

    Die Teilkasko fürs Motorrad greift, wenn durch äußere Einflüsse Schäden an Ihrer Maschine entstehen. Abgedeckt sind unter anderem Beschädigungen durch Explosion, Brand, Über­schwem­mung, Sturm oder Zusammenstoß mit Tieren. Auch Motorrad-Diebstahl ist über die Teilkasko versichert.
  • Motorrad-Vollkasko

    Die Motorrad-Vollkasko be­inhaltet alle Teil­kasko-Leistungen. Darüber hinaus leistet der Rundum­schutz bei selbst ver­schuldeten Unfällen und Schäden, die durch Vandalismus oder Fahrer­flucht entstehen.
  • Bausteine zur Motorrad-Versicherung

    Bei vielen Anbietern können Sie Kfz-Haftpflicht, Teil- oder Vollkasko für Ihr Motorrad mit flex­iblen Zusatzbau­steinen ergänzen. Zum Beispiel mit einem Auslands­schadenschutz, der Sie bei Verkehrsunfällen außerhalb Deutsch­lands absichert. Sinnvoll für Biker:innen ist auch ein Rabattschutz als Tarifgarant. Oder ein Motorrad-Schutzbrief, der Sie bei Pannen schnell wieder mobil macht. Zusätzlich lohnt sich oft ein Verkehrsrechtsschutz, der bei gerichtlichen Aus­einander­setzungen mit Unfall­gegnern bzw. Unfallgegnerinnen greift.
  • Private Unfallversicherung als Zusatzschutz

    Ergänzend zur Motorrad-Versicherung kann der Abschluss einer privaten Unfall­versicherung für Biker:innen sinnvoll sein. Denn ver­ursachen Sie selbst einen Motorrad­unfall, haben Sie keinen Anspruch auf Ent­schädigung (z. B. durch Schmerzens­geld). Der Unfallschutz greift, wenn unfall­bedingt lang­fristige körper­liche oder geistige Ein­schränkungen zurückbleiben. Kern­leistung ist eine einmalige Kapital­zahlung, die Sie finanziell entlastet – beispiels­weise, wenn Sie Reha-Maß­nahmen benötigen oder Ihr Zuhause umbauen müssen.
Sie haben Fragen zu den Motorrad-PS-Klassen bei der Allianz? Unser Service-Team berät Sie gerne.
Sie möchten Ihr Motor­rad bei der Allianz versichern? Hier berechnen Sie Ihren voraussichtlichen Beitrag.
Voll abgesichert im Ernstfall 
Private Unfall­versicherung: Sinnvoller Zusatzschutz
5 von 5
  • Bis zu welcher Schadenhöhe lohnt sich die Selbstübernahme der Kosten?

    Auf diese Frage gibt es keine pauschale Antwort. Hier heißt es abwägen und ausrechnen, was für Sie günstiger ist: Sie können den Schaden aus eigener Tasche bezahlen. Lassen Sie ihn von der Motorradversicherung begleichen, fallen Sie in der Schaden­freiheits­klasse zurück. In der Regel lohnt sich die Selbst­übernahme der Kosten, wenn die Schadens­summe geringer ausfällt als die zu erwartende Beitrags­erhöhung durch die Rückstufung der SF-Klasse.
  • Werden bestimmte Motorrad-Arten anders versichert?

    Ja, für schwächer motorisierte Mofas, Mopeds und Roller bis 50 Kubik­zentimeter (ccm) Hubraum und 45 km/h Höchst­geschwindig­keit ist keine Zulassung und keine reguläre Motorrad­versicherung notwendig. Für diese Klein­kraft­räder reicht eine Moped- bzw. Roller­versicherung mit Versicherungskennzeichen aus. Letzteres weist nach, dass Ihr Zweirad ausreichend versichert ist. Es gilt immer für ein Versiche­rungs­jahr (von Anfang März bis Ende Februar des Folgejahres) und läuft automatisch ab. Für Motorräder mit mehr als 50 ccm und maximal 125 ccm Hubraum und höchstens 11 kW Nennleistung ist eine Leichtkraftrad Versicherung vorgeschrieben. Die Kfz-Steuer fürs Motorrad wiederum wird allein anhand des Hubraums festgelegt. 
  • Welche verschiedenen Motorrad-Versicherungsklassen gibt es?

    Unter Versicherungsklassen versteht man bei Motor­rädern in der Regel die Typ­klassen, die das Schadensrisiko des jeweiligen Fahrzeug­modells widerspiegeln. In der Kfz-Haftpflicht gibt es 16 verschiedene Motorrad-Versicherungs­klassen (10 bis 25). In der Motorrad-Teilkasko sind es 24 Versicherungs­klassen (10 bis 33), in der Motorrad-Vollkasko 25 Versicherungs­klassen (10 bis 34).
  • Haben Sportmotorräder und Chopper die gleiche Versicherungsklasse?

    Ob Sportmotorrad und Chopper in die gleiche Motorrad-Versicherungs­klasse fallen, hängt von Fahrzeug­modell und Versicherer ab. Unter anderem richtet sich die Einstufung in der Motorrad­versicherung nach PS oder Hubraum. Ein gemütliches Chopper-Motorrad unter der 98-PS-Grenze ist zum Beispiel oft günstiger zu versichern als eine hoch­motorisierte Renn­maschine (Motorrad­versicherung über 100 PS). Aber: Bei der Ein­stufung setzt jeder Anbieter eigene Kriterien und Tarif­bestimmungen an. Motorrad-Versicherungs­klassen sind deswegen nicht einheitlich.
  • Welche PS-Klassen gibt es in der Motorrad-Versicherung?

    Bei Motorradversicherungen gibt es keine einheit­lichen Motorrad-PS-Klassen. Nach welchen Leistungs­grenzen (z. B. Motorrad: 98-PS-Grenze) die Einstufung erfolgt, kann je nach Anbieter variieren.
In unserem Tarifrechner ermitteln Sie in nur vier Schritten Ihren individuellen Versicherungsbeitrag.
Ihre Meinung ist uns wichtig
Geben Sie uns ein Feedback
Service und Kontakt
Haben Sie noch Fragen zur Motorrad-Versicherung?
Ihr Ansprechpartner vor Ort
Rufen Sie bei unserer Service-Hotline an
Telefonische Beratung von 
Mo bis Sa 8-20 Uhr
Berechnen Sie Ihren Tarif zur Allianz Versicherung
Finden Sie den
passenden Tarif
Berechnen Sie Ihren individuellen Tarif zur Motorrad Versicherung.
+
  • Leider ist der Live-Chat momentan nicht verfügbar. Bitte versuchen Sie es zu einem späteren Zeitpunkt erneut.