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Deutsches Kfz-Kennzeichen mit Ortskürzel für Düren
Aufbau, Herstellung & Co.

Diese Kfz-Kennzeichen gibt es in Deutschland

Kurz erklärt in 30 Sekunden
  • Das Kfz-Kennzeichen ist eine einzigartige Kombination aus Buch­staben und Zahlen, die einem bestimmten Fahrzeug bzw. Fahrzeug­halter zugeordnet ist.
  • Je nachdem, wo in Deutschland Sie Ihr Auto zulassen, trägt das Nummernschild ein regionales Unterscheidungszeichen. "B" kennzeichnet beispielsweise Berlin. Bundesweit gibt es über 700 Ortskürzel.
  • Auf deutschen Autokennzeichen sind Siegel des jeweiligen Bundes­landes und die TÜV-Plakette ange­bracht. Der blauen Balken am linken Rand zeigt die Zugehörig­keit zur Euro­päischen Union an.
  • Fahrzeuge mit Sonderkennzeichen, etwa Händler- oder Ausfuhr­kenn­zeichen, dürfen Sie nur für einen gewissen Zeitraum oder für bestimmte Zwecke im Straßen­verkehr bewegen.
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Übersicht

Bundesweit gibt es mehr als 700 Kenn­zeichen-Abkürzungen, die für unterschiedliche Städte und Landkreise stehen. Sie möchten sich einen Überblick verschaffen, welche Kenn­zeichen es bundesweit gibt? Online sind zahlreiche Nummernschild-Finder verfügbar, über die Sie kostenlos herausfinden, welche Region hinter welcher Buch­staben­kombi­nation steckt.

Kfz-Kennzeichen-Liste: Häufig gesuchte Ortskürzel im Überblick

Wischen um mehr anzuzeigen

Kennzeichenkürzel Stadt bzw. Landkreis Bundesland
B Berlin Berlin
D Düsseldorf Nordrhein-Westfalen
DO Dortmund Nordrhein-Westfalen
E Essen Nordrhein-Westfalen
F Frankfurt am Main Hessen
HH Hansestadt Hamburg Freie und Hansestadt Hamburg
K Köln Nordrhein-Westfalen
L Leipzig Sachsen
M München Bayern
S Stuttgart Baden-Württemberg
X Kürzel für Kfz der NATO bundesweit
Y Kürzel für Kfz der Bundeswehr bundesweit
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Typen
Die meisten deutschen Kraftfahrzeuge sind mit Standardkennzeichen angemeldet. Ein reguläres amtliches Kennzeichen berechtigt Sie, das Kfz ganzjährig und ohne Nutzungs­ein­schränkungen auf öffentlichen Straßen zu bewegen. Daneben sind verschiedene Sonder­kennzeichen erhältlich – beispielsweise Saisonkennzeichen für Fahrzeuge, die Sie nicht ganzjährig nutzen.
Pkw stehen auf der Autobahn im Stau

Kennzeichen in Deutschland in der Übersicht

Bei der Kfz-Zulassungsstelle beantragen Sie in der Regel ein reguläres Kfz-Kenn­zeichen für Ihr Fahrzeug. Nutzen Sie das Gefährt in einem begrenzten Zeitraum oder nur für bestimmte Zwecke, ist die Anmeldung mit Sonder­kenn­zeichen möglich. Folgende deutsche Kennzeichen gibt es:

  • Amtliches Standardkennzeichen
  • Kurzzeitkennzeichen für Über­führungs- und Probefahrten innerhalb Deutschlands und der EU
  • Grünes Kennzeichen für von der Kfz-Steuer befreite Fahrzeuge
  • Ausfuhrkennzeichen für Über­führungs­fahrten bzw. Fahrzeug­exporte ins Nicht-EU-Ausland
  • Oldtimer­kennzeichen (H-Kennzeichen) für historische Fahrzeuge, die vor mindestens 30 Jahren erstmalig zum Straßenverkehr zugelassen wurden
  • Rotes Oldtimer­kennzeichen ("07er-Nummer") für Kurzzeit­zulassung von Oldtimern, um etwa zu einer Rallye zu fahren
  • Rotes Kennzeichen ("Händler­kennzeichen") für Kfz-Händler, die das Nummernschild unter­schied­lichen Fahrzeugen für Prüfungs-, Überführungs- und Probefahrten zuteilen können
  • Saisonkennzeichen für Fahrzeuge, die Sie zwei bis maximal elf Monate im Jahr auf öffentlichen Straßen bewegen
  • Versicherungskennzeichen für (E-)Roller, Mofas und andere Kleinkrafträder mit 45 km/h Höchstgeschwindigkeit und unter 50 Kubikzentimeter Hubraum
  • Wechselkennzeichen: für zwei Fahrzeuge der gleichen Klasse (z.B. zwei Pkw), an denen Sie das Nummernschild abwechselnd anbringen können

Wer ohne amtliches Kennzeichen fährt, riskiert eine Geldstrafe

Egal, ob Ihr Kfz reguläre Autoschilder oder Sonderkennzeichen trägt: Ohne gültiges Nummern­schild dürfen Sie es in Deutschland nicht im öffentlichen Straßenverkehr bewegen. Ausge­stal­tung und Anbringung amtlicher Kennzeichen ist in § 10 Fahrzeug-Zulassungs­verordnung (FZV) geregelt, die 2007 in Kraft trat. Wer zum Beispiel mit einem nicht angemeldeten Pkw unterwegs ist, verstößt gegen die FZV und riskiert bei einer Verkehrs­kontrolle 70 Euro Bußgeld sowie einen Punkt in Flensburg.

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Verlust

Den Verlust Ihres Autokennzeichens melden Sie umgehend der Polizei. Besteht der Ver­dacht, dass Diebe das Nummern­schild entwendet haben, erstatten Sie Anzeige. Mit der polizeilichen Anzeigenbestätigung können Sie bei der Zulassungsbehörde ein neues Kennzeichen beantragen.

Informieren Sie außerdem Ihre Kfz-Versicherung über den Diebstahl. Für Kosten, die durch Beantragung und Prägung neuer Autoschilder anfallen, kommen Versicherer allerdings in der Regel nicht auf – unabhängig davon, ob Sie eine Vollkasko oder Teilkasko abge­schlos­sen haben.

Anders gehen Sie vor, wenn Sie selbst für den Verlust des Autokennzeichens ver­ant­wort­lich sind – zum Beispiel, weil Sie es nicht richtig am Pkw befestigt haben. Dann informieren Sie lediglich die Kfz-Zulassungs­stelle über den Verlust und fordern dort ein neues Kenn­zeichen an. Haben Sie Ihr Nummernschild verloren, droht zwar keine Strafe. Bewegen Sie das Kraftfahrzeug jedoch ohne Kennzeichen im Straßenverkehr, riskieren Sie ein Bußgeld.

Übrigens: Ihre alte Kennzeichen­kombination können Sie nach Diebstahl oder Verlust des Kfz-Kennzeichens nicht behalten. Die Buchstaben- und Zahlenabfolge ist in diesem Fall für zehn Jahre gesperrt.

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Kennzeichenmitnahme & Co
Ziehen Sie innerhalb Deutschlands in einen anderen Zulassungsbezirk um, können Sie Ihr bisheriges Nummern­schild behalten. Melden Sie Ihren alten Pkw ab, haben Sie die Möglichkeit, die Kenn­zeichen­kombi­nation für einen neuen Wagen zu nutzen. Sobald die Kfz-Behörde die alten Autoschilder entwertet hat, können Sie die Buchstaben-Zahlen-Abfolge als Wunsch­kenn­zeichen reservieren. Das geht entweder vor Ort oder online – für eine Gebühr von rund drei Euro.
Mann füllt ein Formular auf Tisch aus, auf dem zwei Autokennzeichen und eine grüne Umweltplakette liegen

Neues Fahrzeug anmelden: So über­nehmen Sie Ihr altes Kfz-Kennzeichen

Wollen Sie Ihr Auto abmelden und die Kennzeichenkombination für einen neuen Pkw nutzen, haben Sie folgende Möglichkeiten:

  • Geben Sie bei Abmeldung des alten Fahrzeugs bei der Zulassungsstelle an, dass Sie das bisherige Kenn­zeichen weiter verwenden wollen. Einige Behörden ermöglichen gegen ein geringes Entgelt eine direkte Mitnahme. Die Kosten variieren je nach Stadt bzw. Landkreis.
  • Lassen Sie sich Ihr bisheriges Kennzeichen bei der Zulassungs­behörde als Wunsch­kenn­zeichen reservieren. Bevor Sie Buchstaben- und Zahlenkombination wieder für ein Fahrzeug nutzen können, müssen die Nummern­schilder etwa einen Tag lang "ruhen". Die Dauer der Ruhephase variiert je nach Bundesland und Landkreis.

Kfz-Kennzeichen trotz Umzug in einen anderen Zulass­ungs­be­zirk behalten

Viele Autofahrer sind der Meinung, Sie müssten Ihr Kfz-Kennzeichen bei einem Umzug ändern. Seit Januar 2015 haben sie allerdings die Möglichkeit, bei Umzug in einen anderen Zulassungs­bezirk ihr altes Nummern­schild zu behalten. Ändert sich Ihre Anschrift, müssen Sie Ihr Kfz-Kennzeichen nicht wechseln. Sie sollten das Fahrzeug jedoch zeitnah ummelden und die Fahrzeugpapiere bei der zuständigen Zulassungsbehörde anpassen lassen.

Beim Abmelden eines Autos wird das Kfz-Kennzeichen ent­wertet

Wollen Sie Ihr Auto abmelden, um es beispielsweise zu verkaufen, zu ver­schrotten oder für einen längeren Zeitraum stillzulegen, ist ein Gang zur Zulassungsstelle Pflicht. Dort macht der Sachbearbeiter Prüf- und Stempel­plakette des Kennzeichens unkenntlich. Die Kenn­zeichen­kombi­nation steht anschließend für eine Neuvergabe zur Verfügung oder kann als Wunsch­kenn­zeichen für ein anderes Fahrzeug reserviert werden.

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Montage
Person mit dunkler Jacke montiert das hintere Nummernschild eines schwarzen Pkw ab

Haben Sie Ihre neuen Nummernschilder auf der Kfz-Zulassungsstelle stempeln lassen, können Sie sie auf unter­schied­liche Weise an Ihrem Fahrzeug be­fes­ti­gen. Entweder montieren Sie spezielle Kennzeichenhalter an Vorder- und Rückseite Ihres Kfz, in die sich die Autoschilder einlegen lassen.

Oder Sie fixieren das Nummernschild mit Schrauben am Auto. Dafür bohren Sie Löcher ins Aluminium- oder Kunststoff­schild und schrauben die Plakette anschließend an. Wer nicht bohren möchte, nutzt eine Kennzeichen­variante, die sich mit Magneten oder Klettband anbringen lässt.

Achten Sie beim Kennzeichenwechsel darauf, dass das Nummernschild gerade und gut lesbar am Pkw befestigt ist. Der untere Rand der Schilder muss sich mindestens 20 Zentimeter über der Fahrbahn befinden. Das vordere Kenn­zeichen darf zudem maximal 30 Grad gegen die Fahrt­richtung geneigt sein.

Person mit dunkler Jacke montiert das hintere Nummernschild eines schwarzen Pkw ab
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Herstellung, Größe & Co.
Standardkennzeichen sind aus Aluminium oder Kunststoff gefertigt. Daneben gibt es 3D-Kennzeichen, die leichter und umweltfreundlicher in der Herstellung sind. Kennzeichengröße und -beleuchtung sind genormt. Ihre schwarze Beschriftung erhalten Auto­schilder mittels Heißprägung. Was auf dem Nummernschild steht, ist gesetzlich geregelt. Namen und Co. sind zulässig, sofern sie den Vorgaben der FZV entsprechen. Aufkleber und Emojis sind auf deutschen Autokennzeichen nicht gestattet.
Mann mit kariertem Hemd hält Kennzeichenhalterung

Pkw-Kennzeichen werden im Heißprägeverfahren hergestellt

Bei Prägung der Kennzeichenschilder beklebt der Schildermacher Aluminium- oder Kunststoffrohlinge zunächst mit reflektierender Folie. Sie gewährleistet auch bei Dunkelheit größtmögliche Sichtbarkeit – und somit Sicherheit. Danach werden Ziffern und Buchstaben mit hohem Druck in Mittelschrift auf die noch weiße Trägerplatte gepresst. Anschließend walzt eine Heißpräge­maschine bei hohen Temperaturen eine Folie über das Kennzeichen, die Buchstaben und Zahlen ihre schwarze Farbe verleiht.

Autoschilder in Eng- bzw. Schmalschrift sind nur in Ausnahmefällen zulässig. Kfz-Kennzeichen auf Folie gestattet der Gesetzgeber in der Regel nicht. Ausnahme­genehmigungen für Klebe­kennzeichen erteilen Zulassungs­behörden nur, wenn beispielsweise technische Gründe gegen die Anbringung regulärer Autoschilder sprechen.

Autoschilder sind genormt und beleuchtet

Lkw- und Pkw-Kennzeichen sind in der Regel einzeilig und maximal 520 Millimeter breit sowie 110 Millimeter hoch. Zweizeilige Nummernschilder dürfen höchstens 340 Millimeter, bei zwei- und dreirädrigen Kraftfahrzeugen maximal 280 Millimeter breit sein. Die Höhe ist auf 200 Millimeter begrenzt. Für die Kennzeichengröße bei Krafträdern gilt: Die Breite darf 180 bis 220 Millimeter, die Höhe maximal 200 Millimeter betragen.

Standard ist auch eine ausreichende Kennzeichen­beleuchtung: Integrierte Leuchtdioden am Kennzeichenhalter sind Pflicht. Sie werden mit der Fahrzeug­beleuchtung aktiviert und sorgen dafür, dass Autoschilder auch bei Dunkelheit oder schlechter Witterung gut erkenn­bar sind. Ebenfalls zulässig sind selbst­leuchtende Nummernschilder, die durch LED-Technik und elektro­lumineszierende Folie eine gleichmäßig helle Ausleuchtung ermöglichen.

Kfz-Kennzeichen in 3D bieten mehr Sicherheit

Bei 3D-Kennzeichen sind Zahlen und Buchstaben wie ein Relief auf die Trägerplatte aus einem speziellen Kunststoff (Polypropylen) geprägt. Durch das sogenannte Steck­präge­verfahren entsteht eine Dreidimensionalität. 3D-Nummern­schilder sind mittlerweile auch für Motorräder verfügbar. Im Vergleich zu Aluminiumschildern bieten sie drei Vorteile:

  1. Kennzeichen aus Hightech-Plastik haben eine weichere, abgerundete Form, die mehr Sicherheit bei der Montage bietet. Sie sind um 25 Prozent leichter sowie einfacher zu befestigen als Aluminiumschilder. Zudem haben sie keine abstehen­den Kanten und rosten nicht.
  2. Dreidimensionale Autoschilder sind umweltfreundlicher: Der CO2-Verbrauch bei der Produktion fällt deutlich geringer aus als bei der Herstellung von Aluminium­platinen. Außerdem sind Plastik­kennzeichen langlebiger und recycelbar.
  3. Kunststoff ist flexibler und verformt sich leichter als Aluminium. Das reduziert das Verletzungsrisiko bei Frontalzusammenstößen mit Fuß­gängern oder Radfahrern bei niedriger Geschwindigkeit.

Bekleben amtlicher Kennzeichen ist strafbar

Anders als zum Beispiel in Australien, wo Logos von Sportvereinen oder Emojis Autoschilder zieren, gestattet der deutsche Gesetzgeber keine Ver­än­de­rungen an Kfz-Kennzeichen. Dazu zählt unter anderem das Anbringen von Aufklebern auf amtlichen Nummern­schildern. Autokennzeichen mit Smileys oder anderen Emblemen werden wohl auch in naher Zukunft nicht auf deutschen Straßen zu sehen sein.

Bei Kennzeichenmissbrauch droht laut Straßenverkehrsgesetz (StVG) eine Geld- oder Freiheitsstrafe von bis zu einem Jahr. Mit Bußgeld ist zu rechnen, wenn Ihr mit Stickern beklebtes Nummern­schild bei einer Polizei­kontrolle nicht gut erkennbar ist.

Namen auf Auto­kenn­zeichen sind erlaubt

Das Personalisieren von Nummern­schildern mit Vor- oder Nachnamen oder anderen Wunsch­begriffen ist in der Bundes­republik eingeschränkt möglich. Sofern das Ortskürzel des Zulassungs­bezirks es zulässt, können Sie Namen oder andere Wörter auf Ihre Autoschilder prägen lassen. Zum Beispiel "MOL-LY" oder "MOL-CH", wenn Sie Ihr Kfz im brandenburgischen Landkreis Märkisch-Oderland (Ortskürzel: MOL) anmelden.

Anders als etwa in den USA ist die Zeichen­kombi­nation jedoch nicht frei wählbar: Unterscheidungs­zeichen und Erkennungsnummer dürfen sich aus maximal acht Zeichen zusammen­setzen. Ganz auf Ziffern zu verzichten und beispielsweise nur den Familiennamen auf das Nummernschild zu prägen, ist nicht zulässig. Ebenso verboten sind Beleidigungen, obszöne Begriffe oder Codes mit national­sozialistischem Bezug auf Kfz-Kennzeichen.

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Illustration Info: Gut zu wissen
Gut zu wissen: Versicherungsschutz
Illustration Info: Gut zu wissen

Ohne Nummernschild oder mit ungestempeltem Kfz-Kennzeichen ist ein Kraftfahrzeug nicht für den öffentlichen Straßenverkehr zugelassen und hat keinen Versicherungsschutz.

Allerdings gibt es Ausnahmeregelungen: Für die Anfahrt zur Kfz-Behörde benötigt Ihr Fahrzeug zwar ein Nummernschild. Dieses darf in diesem Fall jedoch unge­stempelt sein. Auch alle Fahrten, die in Zusammenhang mit An- oder Ab­mel­dung des Pkw stehen, sind laut § 10 Absatz 4 FZV mit un­ge­stem­pel­tem Auto­kennzeichen erlaubt.

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Arbeitsmaschinen & Co.
Das grüne Kennzeichen ist wie ein reguläres Kfz-Kennzeichen aufgebaut und hat dieselben Abmessungen. Die Zahlen-Buchstaben-Kombination ist allerdings nicht in Schwarz, sondern in Grün auf den weißen Grund des Nummernschilds geprägt. Die Sonderfarbe zeigt an, dass der Halter des Fahrzeugs von der Kfz-Steuer befreit ist.
Grünes Kennzeichen mit TÜV- und Stempelplakette

Grünes Kennzeichen ist Kfz vorbehalten, die Sie zweck­ge­bun­den nutzen

Der deutsche Staat räumt Kraft­fahr­zeugen eine Steuerbefreiung ein, die eine wichtige Funktion für Allgemeinwohl und Gesellschaft erfüllen. Das ist in § 3 des Kraft­fahrzeug­steuer­gesetz (KraftStG) geregelt. Ob Ihr Kfz eine Steuer­be­frei­ung erhält, entscheiden Zoll oder Finanzamt – nicht die Kfz-Zulassungsbehörde. Der Fahrzeug­typ spielt keine Rolle: Ein grünes Kennzeichen für Lkw, Traktoren oder selbst­fahrende Arbeitsmaschinen können Sie genauso beantragen wie für Anhänger oder Wohnwagen.

Diese Fahrzeuge und Anhänger dürfen grüne Kfz-Kennzeichen tragen

  • Land- und forstwirtschaftliche Zugmaschinen, Anhänger und Sonderfahrzeuge
  • Stapler und Arbeitsmaschinen mit mehr als 20 km/h bauartbedingter Höchstgeschwindigkeit
  • Winterdienst- und Straßenreinigungsfahrzeuge
  • Schaustellerfahrzeuge (Zugmaschinen, Packwagen, Wohnwagen)
  • Anhänger für Transport von Sportgeräten oder Tieren zu Sportzwecken
  • Fahrzeuge für Hilfsgütertransporte anerkannter Körperschaften und Vereine
  • Fahrzeuge für Kranken- und Behindertentransport
  • Rettungsfahrzeuge sowie Kfz von Feuerwehr, Luft- und Katastrophenschutz
  • Fahrzeuge zum Transport von Großbehältern, Wechselaufbauten und Anhängern im kombinierten Verkehr (z.B. Lkw)

Grünes Kennzeichen schränkt Fahrzeug­nutzung ein

Finanzamt oder Zoll stellen Ihnen eine Bestätigung über die Steuerbefreiung aus. Darin ist vermerkt, für welche Zwecke Sie das Kfz einsetzen dürfen. Bei einer Polizeikontrolle sind Sie verpflichtet, diesen Nutz­ungs­zweck nach­zu­weisen. Wer in seinem Pferdeanhänger mit grünem Kennzeichen etwa Umzugskisten statt Sportpferde transportiert, begeht Steuer­hinter­ziehung.

Möchten Sie den Anhänger nicht nur zum Pferdetransport nutzen, melden Sie ihn mit schwarzem Stan­dard­kenn­zeichen an. Dann zahlen Sie allerdings die reguläre Kfz-Steuer. Auch der Abschluss einer separaten Anhänger-Versicherung  empfiehlt sich nicht nur, sondern ist Pflicht, wenn Sie Ihren Anhänger zum Transport verwenden möchten. 

Wichtige Unterlagen: So beantragen Sie ein grünes Kenn­zeichen

Um bei der Kfz-Behörde ein grünes Kennzeichen für Ihr Fahrzeug zu erhalten, benötigen Sie folgende Dokumente:

  • Bestätigung von Zoll oder Finanzamt über Steuerbefreiung
  • Personalausweis oder Reisepass mit aktueller Meldebestätigung
  • Elektronische Versicherungsbestätigung (eVB-Nummer)
  • Zulassungsbescheinigung Teil I (Fahrzeugschein)
  • Zulassungsbescheinigung Teil II (Fahrzeugbrief)
  • Gültiger Nachweis der Haupt­unter­suchung (HU)
  • ggf. alte Kennzeichenschilder (falls keine Neuzulassung)
  • ggf. Vollmacht und Personal­ausweis der Person, in deren Auftrag Sie handeln

Sie fordern ein grünes Nummernschild für das Fahrzeug eines Vereins, Unter­nehmens oder einer Gesellschaft des bürgerlichen Rechts (GbR) an? Dann legen Sie zusätzlich folgende Unterlagen vor:

  • Verein: Auszug aus dem Vereinsregister, Personal­ausweis/Reisepass und Vollmacht des benannten Ver­tre­ters/­der benannten Vertreter
  • Unternehmen: Gewerbeanmeldung bzw. Auszug aus dem Handels­register, ggf. Vollmacht und Personal­ausweis/­Reisepass des Geschäftsführers oder Prokuristen
  • GbR: Gesellschaftsvertrag, Vollmacht und Erklärung, auf wen das Kfz zugelassen wird (mit Unterschrift aller Gesellschafter), Personalausweis/Reisepass des Gesellschafters, auf den das Fahrzeug zugelassen wird

Kfz-Zulassung mit grünem Kennzeichen kostet bis zu 160 Euro

Je nach Zulassungsbezirk und Ver­waltungs­aufwand zahlen Sie bei Neuzulassung eines steuerbefreiten Kfz mindestens 26 Euro Verwaltungs­gebühren. Für neue Autoschilder kommen 30 bis 50 Euro, für die Reservierung Ihres Wunsch­kenn­zeichens 10,20 Euro hinzu. Ist vor Anmeldung des Fahrzeugs eine HU erforderlich, fallen zusätzlich etwa 70 Euro an.

Grünes Kennzeichen im Ausland: Fahrten inner­halb der EU sind gestattet

Wer innerhalb der EU mit grünem Nummernschild unterwegs ist, hat in der Regel keine Probleme. Vorausgesetzt, Sie nutzen Ihr Fahrzeug auch außerhalb Deutschlands nur für den von Finanzamt oder Zoll genehmigten Zweck.

Um sicherzugehen, dass Sie bei längeren Auslandsaufenthalten oder einem Autounfall mit dem Sonderkennzeichen abgesichert sind, sollten Sie vorab Rücksprache mit Ihrer Kfz-Versicherung halten.

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Fahrzeugexport ins Ausland
Das Ausfuhrkennzeichen, auch Export-, Transit- oder Zollkennzeichen genannt, ist ein international anerkanntes Nummernschild. Es kommt zum Einsatz, wenn Sie ein Kraftfahrzeug dauerhaft ins nicht europäische Ausland exportieren. Vor Überführung beantragen Sie das Ausfuhrkennzeichen bei Kfz-Zulassungs­stelle oder Straßen­verkehrs­amt an Ihrem Wohn- oder Geschäftssitz.
Ausfuhrkennzeichen mit roter Markierung und Ablaufdatum am rechten Rand

Ausfuhrkennzeichen erkennen Sie an der roten Markierung am rechten Rand. Die Zahlen­paare im Farbfeld ergeben das Ablaufdatum des Nummernschildes – im Beispiel oben der 10. Oktober 2020.

Von links nach rechts auf Zollkennzeichen aufgedruckt sind Unter­scheidungs­zeichen, rote Zulassungs­plakette und Erkennungs­nummer. Am Ende der Zahlenkombination steht ein Buchstabe, den die Kfz-Behörde fortlaufend vergibt (im obigen Beispiel: "X").

Für Fahrzeuge mit Ausfuhrkenn­zeichen ist Versicherung Pflicht

Im Geltungszeitraum des Zoll­kenn­zeichens ist eine spezielle Kfz-Haft­pflicht­versicherung für das Exportfahrzeug vorgeschrieben. Die Police können Privatpersonen und Kfz-Händler für mindestens 15 Tage bis maximal ein Jahr beantragen. Nach Versicherungs­abschluss schickt der Anbieter Ihnen per Post eine gelbe Versicherungs­karte sowie die Internationale Versicherungskarte zu. Eine eVB-Nummer für Zollkennzeichen gibt es nicht.

Wichtig: Die Kfz-Behörde stellt das Ausfuhrkenn­zeichen für den Zeitraum aus, für den Sie die Versicherung ab­ge­schlos­sen haben. Es gilt also höchstens ein Jahr.

Ausfuhr­kennzeichen beantragen: Diese Unter­lagen benötigen Sie

Überführungskennzeichen fordern Sie online oder vor Ort bei der Zulassungs­stelle an. Folgende Dokumente sind für die Beantragung notwendig:

  • Gelbe Versicherungsbestätigung (Doppelkarte)
  • Reisepass oder Personalausweis mit amtlicher Meldebestätigung
  • Zulassungsbescheinigung Teil I (Fahrzeugschein)
  • Zulassungsbescheinigung Teil II (Fahrzeugbrief)
  • Nachweis über Haupt- und Abgasuntersuchung (mindestens gültig bis nach Ende des gewünschten Zulassungszeitraums)
  • SEPA-Einzugsermächtigung für Kfz-Steuer
  • Bei abgemeldeten Kfz: Nachweis der Stilllegung
  • Bei bereits zugelassenen Kfz: Kennzeichenschilder

Für Fahrzeuge mit Ausfuhr­kenn­zeichen zahlen Sie Kfz-Steuer

Wer ein Zollkennzeichen beantragt, entrichtet für den Zulassungszeitraum vorab die reguläre Kraftfahrzeugsteuer. Benötigen Sie das Überführungs­kenn­zeichen zum Beispiel für 20 Tage, ent­richten Sie die Kfz-Steuer für den vollen Kalendermonat. Wie hoch die Kosten ausfallen, hängt von Fahrzeugtyp und Geltungszeitraum des Ausfuhr­kenn­zeichens ab.

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Häufige Fragen
  • Welche Fahrzeuge erhalten Kfz-Kennzeichen mit Zusatz E?

    Mit E-Nummernschild können Fahrer laut Elektro­mobilitäts­gesetz (EmoG) reine Elektro- und Brenn­stoff­zellen­fahr­zeuge, aber auch Plug-in-Hybrid­fahr­zeuge zulassen. Vorausgesetzt, die Mobile stoßen höchstens 50 Gramm CO2 pro Kilometer aus oder schaffen mindestens 40 Kilometer im vollelektrischen Betrieb.

    Halter von Fahrzeugen, die Sonder­kennzeichen mit Zusatz E tragen, profitieren von besonderen Privilegien. So ist ihnen Befahren von Busspuren gestattet. Auch kostenloses Parken zählt zu den Vorzügen. Das ist für Elektroautos unter anderem in folgenden deutschen Städten möglich: Baden-Baden, Bayreuth, Bochum, Bonn, Braunschweig, Celle, Chemnitz, Dortmund, Garmisch-Partenkirchen, Gelsenkirchen, Göttingen, Hamburg, Hannover, Kassel, Kiel, Lindau, Ludwigsburg, Mainz, München, Osnabrück, Paderborn, Stuttgart und Wolfsburg.

  • Wer darf rote Kennzeichen nutzen?

    Rote Nummernschilder, auch Händlerkenn­zeichen genannt, sind Werkstätten und Autohändlern für Prüf-, Probe- und Über­führungs­fahrten vorbehalten. Die Sonder­kenn­zeichen können Händler im Wechsel an unter­schiedlichen Fahr­zeugen anbringen. Zum Beispiel, um Kaufinteressenten eine Probefahrt zu ermöglichen oder Kunden ihr erworbenes Fahrzeug nach Hause zu liefern. Nicht gestattet sind Fahrten, die nicht unter die gewerbliche Nutzung fallen – etwa Einkaufs- oder Transportfahrten.

    Ausnahme: Besitzen Sie als Privat­person ein rotes Kennzeichen für Oldtimer, dürfen Sie es auch für Fahrten zu historischen Ver­anstal­tungen wie Oldtimer­treffen und -rallyes nutzen. Das rote H-Kenn­zeichen können Sie abwech­selnd an beliebig vielen Fahrzeug­klassikern in Ihrer Sammlung anbringen. Allerdings ist die Nutzung an strenge Vorschriften geknüpft, beispiels­weise das Führen eines Fahrtenbuchs.

  • Wo kann ich Kfz-Kennzeichen kaufen?

    Autokennzeichen erhalten Sie online oder bei Schilder­machern in der Nähe der Zulassungsstelle. Ob Sie Kenn­zeichen­tafeln im Internet oder vor Ort bestellen, macht qualitativ keinen Unterschied. In beiden Fällen hat der Anbieter Standards zu erfüllen, die in § 10 Fahrzeug-Zulassungsverordnung für Nummernschilder festgelegt sind.

    Darin sind unter anderem Größe und Ausgestaltung exakt definiert. Auch, dass Zahlen und Buchstaben mit schwarzer Beschriftung auf weiß gerandetem Grund auf dem Kennzeichen angebracht sein müssen. Allerdings sind Online-Schilder oft billiger. Dafür können Sie im Geschäft erstandene Kfz-Kennzeichen sofort mitnehmen.

  • Müssen Kfz-Kennzeichen im Netz verpixelt werden?

    Grundsätzlich stellen Auto­kenn­zeichen keine sensiblen Daten dar. Eine Veröffentlichung im Internet verletzt also nicht das allgemeine Persönlichkeitsrecht des Fahrzeug­inhabers. Eine Zensierung ist daher nicht zwingend erforderlich.

    Mit Inkrafttreten der Datenschutz-Grundverordnung in der Euro­päischen Union (EU-DSGVO) sind Kfz-Kennzeichen jedoch als personenbezogene Daten zu werten und sollten daher unkenntlich gemacht werden.

    Ein Beispiel: Sie wollen auf Ihrem Facebook-Profil ein Foto hoch­laden, das deutlich lesbar das Nummernschild eines Pkw zeigt. Bevor Sie das Bild posten, sollten Sie die Buchstaben- und Ziffern­kombination auf dem Kennzeichen verpixeln oder mit einem schwarzen Balken unleserlich machen. So verhindern Sie, dass andere User in Kommentaren unter Ihrem Post zur Beschädigung des gezeigten Wagens aufrufen oder die Adresse des Halters ermitteln können.

  • Darf man mit Fahrzeugen Umweltzonen befahren, die ein rotes Kennzeichen für Probe- und Überführungsfahrten oder ein Kurzzeitkennzeichen haben?

    Das ist mit einem Kfz erlaubt, das für Prüfungs-, Probe- und Über­führungs­fahrten ein Kurz­zeit­kenn­zeichen, rotes Kennzeichen oder Ausfuhrkennzeichen trägt. Damit dürfen Sie in der Regel un­ein­ge­schränkt in deutschen Umwelt­zonen unterwegs sein. Dennoch sollten Sie im Vorfeld mit der zuständigen Behörde abklären, ob das Befahren des betreffenden Stadtgebiets genehmigt ist.
  • Ich habe einen Fahrradträger. Muss ich daran ein Kennzeichen anbringen?

    Verdeckt der Fahrradträger das Kfz-Kennzeichen auf der Rückseite Ihres Fahrzeugs teilweise oder vollständig, ist das Montieren eines zusätzlichen Kennzeichens erforderlich.
  • Kann ich nach einem Umzug die noch gültige Streckenmaut-Jahreskarte auf ein neues Kfz-Kennzeichen übertragen?

    Ja, während des Gültigkeits­zeit­raums haben Sie die Möglichkeit, die Jahreskarte einmalig auf ein anderes Kennzeichen um­zu­schreiben. Möglich ist das zum Beispiel nach Umzug in einen anderen Zulassungs­bezirk oder bei Verlust des Nummernschildes. Voraus­gesetzt, das Fahrzeug ist nach wie vor auf Sie zugelassen. Gegen eine Be­ar­bei­tungs­gebühr von rund 18 Euro können Sie die Jahreskarte bei der Mautstelle auf Ihr neues Kennzeichen übertragen lassen.
  • Was passiert mit meinem Parkausweis, wenn ich ein neues Auto und ein neues Kennzeichen besitze?

    Den Parkausweis lassen Sie kostenpflichtig umschreiben, sobald sich Ihr Kfz-Kennzeichen ändert. Dafür ist das für Ihren Wohnsitz verantwortliche Bürgeramt zuständig.
  • Wer kann alte, auslaufende Kfz-Kennzeichen beantragen?

    Seit 2012 können deutsche Städte und Gemeinden alte auslaufende und bereits ausgelaufene Kenn­zeichen wieder vergeben. Für die Wiedereinführung ist ein Antrag beim Bundes­verkehrs­ministerium erforderlich. Antragsberechtigt sind nur Länder selbst, nicht Zulassungsbehörden.
  • Wie übernehme ich das Kfz-Kennzeichen bei einem Halterwechsel?

    Bei einem Halterwechsel innerhalb der Familie oder nach Kauf eines Gebrauchtwagens können Sie das Kfz-Kennzeichen übernehmen. Voraussetzung ist, dass Sie im gleichen Zulassungsbezirk wie der Vorbesitzer wohnen und das Nummernschild nicht aus einem anderen Bezirk stammt. Seit 2015 ist es bei Umzug möglich, das Kennzeichen zu behalten. Das heißt: Ist der Vorbesitzer von Berlin nach Hamburg gezogen und hat das Berliner Autokennzeichen behalten, können Sie mit Wohnort Hamburg es nicht übernehmen.
  • Welche besonderen Länderkennzeichen gibt es?

    Weltweit gibt es über 200 ver­schiedene Länderkürzel für Kfz-Kennzeichen – von A für Österreich bis ZW für Simbabwe. Wie das Kfz-Kennzeichen je nach Land aufgebaut ist und aussieht, hängt unter anderem von Fahrzeug­­art und Zu­lass­ungs­­zeit­raum ab. Besonderheiten gibt es unter anderem bei der Farbgebung.

    In den Niederlanden zum Beispiel sind Standard­kenn­zeichen gelb mit schwarzer Schrift. Bei Nummern­schildern für Anhänger ist die Zeichenkombination auf weißen Hintergrund, bei Taxis auf hellblauen Hintergrund geprägt. In Großbritannien hat das vordere Kennzeichenschild einen weißen Hintergrund mit schwarzer Aufschrift, bei der rückseitigen Tafel ist die Hintergrundfarbe gelb. In der Schweiz sind Autoschilder vorne und hinten weiß, jedoch zeigt nur das hintere Kennzeichen das Schweizer Wappen sowie das jeweilige Kantons­wappen.

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