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Kurz erklärt in 30 Sekunden
  • Werden Mitfahrer bei einem Unfall verletzt, können sie ihre Ansprüche gegenüber der Kfz-Haftpflicht­versicherung des Fahrers geltend machen. Verletzt sich der Fahrer selbst, geht er meist leer aus. Der Fahrerschutz schließt genau diese Versicherungslücke und sichert die Person hinter dem Lenkrad ab.
  • Als Zusatzbaustein der Kfz-Versicherung greift die Fahrer­schutz­ver­sicher­ung, wenn der Fahrer bei einem selbst oder mitverschuldeten Verkehrsunfall verletzt wird.
  • Die Fahrerschutzversicherung kommt beispielsweise für Verdienst­aus­fall, Reha-Maßnahmen oder eine Haushaltshilfe auf.
  • Der Allianz FahrerSchutz über­nimmt unter anderem die Kosten für Schmerzensgeld, Hinter­bliebenen­rente oder be­hin­derten­gerechte Umbau­maß­nahmen der Wohnung – bis zu einer Deckungssumme von 15 Millionen Euro.
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Gut zu wissen: Zusatzversicherung
Illustration Info: Gut zu wissen

Der Fahrerschutz bietet Ihnen als Fahrer einen Rundumschutz: Nach einem Verkehrsunfall kommt die Zusatzversicherung für Folgekosten auf, die sonst kein anderer übernimmt – zum Beispiel, wenn Sie infolge des Unfalls Reha-Maß­nah­men oder eine Haushaltshilfe benötigen. Je nach Versicherer um­fassen die Leistungen der Fahrerschutz­versicherung im Schadenfall außerdem:

  • Schmerzensgeld
  • Entschädigung für Verdienstausfall
  • Hinterbliebenenrente
  • behindertengerechte Umbaumaßnahmen

Die Fahrerschutzversicherung – auch Fahrerunfallversicherung genannt – leistet, wenn der Autounfall vom Fahrer ganz oder teilweise selbst verschuldet wurde. Darüber hinaus greift der Fahrerschutz, wenn der Unfallverursacher unbekannt oder mittellos ist sowie bei Unfällen ohne Gegner. Letzteres kommt beispielsweise bei Kollisionen mit Wildtieren, Bäumen oder anderen Hinder­nissen vor.

Die Versicher­ungs­­­leist­ung gilt für alle berechtigten Fahrer des Kfz. Das können neben dem Versicherten selbst auch dessen Ehepartner, Kinder oder sonstige Fahrer sein.

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Gut zu wissen: Gute Gründe
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Laut Statistischem Bundesamt gab es 2019 auf deutschen Straßen über 2,6 Millionen Verkehrsunfälle – davon mehr als 396.000 mit Personenschaden. Tragen Insassen durch einen Unfall körperliche Schäden davon, können sie ihre Ansprüche gegenüber der Kfz-Haftpflichtversicherung des Fahrers bzw. Fahrzeughalters gel­tend machen. Dies ergibt sich aus § 7 Abs. 1 Straßen­ver­kehrs­gesetz (StVG).

Der Fahrer dagegen bleibt meist auf den Kosten sitzen, wenn er den Auto­unfall selbst verschuldet hat. Seine Kfz-Haftpflicht springt in die­sem Fall nicht ein. Und: Auch wenn der Unfallgegner eine Mitschuld trägt, muss der Fahrer einen Teil der Kosten selbst übernehmen. Eine Kfz-Versicherung mit Fahrer­schutz schließt genau diese Ver­sicher­ungs­lücke, indem sie für körper­liche Schäden des Fahrers sowie dadurch ent­steh­ende Folgekosten aufkommt.

Besonders empfehlenswert ist der Zusatzschutz für Fahranfänger, da sie ein erhöhtes Unfallrisiko haben. Aber auch erfahrene Mobilisten profitieren von einer zusätzlichen Fahrerversicherung. Das gilt vor allem dann, wenn sie keine sonstige Absicherung, etwa durch eine private Unfallversicherung, haben.

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Unfallversicherung & Insassenversicherung

Bei einer Unfallversicherung  vereinbaren Versicherung und Versicherungsnehmer üblicherweise eine feste Versicherungssumme, zum Beispiel 100.000 Euro, für den Fall einer Invalidität, also einer dauerhaften Beeinträchtigung der körperlichen und/oder geistigen Leistungsfähigkeit.

Im Schadensfall ersetzt die Unfallversicherung nicht den tatsächlich entstandenen Schaden, sondern leistet nur bis zur vereinbarten Versicherungssumme. Man spricht daher auch von einer Summenversicherung. Gehen die Unfallkosten über 100.000 Euro hinaus, muss der Versicherte sie aus eigener Tasche übernehmen.

Im Gegensatz dazu deckt die Fahrerschutzversicherung durch den Unfall tatsächlich entstandene Personenschäden ab. Höhe und Umfang der Entschädigung richten sich bei diesem Zusatzbaustein also nicht nach einer vorab vereinbarten Versicherungssumme. Die Zahlungen sind aber auf 15 Millionen Euro begrenzt.

Die Insassenversicherung entspricht einer privaten Unfallversicherung, die jedoch nur bei Unfällen greift, die beim Lenken, Abstellen, Pflegen, Be- und Entladen eines Kfz sowie beim Ein- oder Aussteigen passieren. Sie schützt alle Insassen des Kfz, das heißt Fahrer und Mitfahrer, vor den finanziellen Folgen unfallbedingter Personenschäden und zahlt beispielsweise für Krankenhausaufenthalte, Arbeitsunfähigkeit, Invalidität oder im Todesfall. Die Leistung ist dabei unabhängig vom Verschulden – einzige Voraussetzung ist der rechtmäßige Gebrauch des Fahrzeugs.

Laut ADAC, Bund der Versicherten (BdV) und Stiftung Warentest ist der Abschluss einer Insassenunfallversicherung nicht nötig, da unter anderem Kfz-Haftpflicht und private Krankenversicherung die gleichen Leistungen abdecken.

Dann schreiben Sie uns. Ihr Allianz Ansprechpartner vor Ort wird sich umgehend bei Ihnen melden.
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Klarheit im Schadensfall
  • … Sie als Autofahrer einen Verkehrsunfall selbst ver­schul­den und sich dabei schwer verletzen.
  • … Sie einen Wildunfall haben. Durch den Aufprall, etwa wenn Ihnen ein Reh vor das Fahrzeug läuft, verletzen Sie sich im Auto so unglücklich, dass Sie eine Haus­halts­hilfe brauchen.
  • ... Sie bei Glatteis mit dem Auto von der Fahrbahn abkommen und einen Unfall verursachen, bei dem Sie Verletzungen davontragen.
  • ... Ihr Ehepartner am Steuer sitzt und einen Unfall ver­schuldet. Der FahrerSchutz greift nicht nur bei Ihnen als Versicherungsnehmer, sondern auch bei allen anderen berechtigten Fahrern.
  • … Sie den Autounfall vorsätzlich herbeigeführt haben oder nicht angeschnallt waren.
  • … Sie zum Unfallzeitpunkt unter Alkohol- und Drogen­ein­fluss standen.
  • … Sie den Unfall bei einem Autorennen verursachen, bei dem es auf das Erzielen einer Höchstgeschwindigkeit ankommt.
  • ... der Unfall, bei dem Sie sich verletzen, beim Ein- oder Aussteigen, Be- oder Entladen Ihres Pkw passiert.
Die passende Versicherung
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Häufige Fragen
  • Was kostet eine Fahrerschutzversicherung?

    Je nach Versicherungsunternehmen kostet eine Fahrerschutzversicherung zwischen 19 und 50 Euro pro Jahr. In der Regel macht der zusätzliche Beitrag rund zehn Prozent Ihrer Kfz-Versicherungsprämie aus.
  • Kann ich eine Fahrerschutzversicherung abschließen, wenn mein Kfz bei einer anderen Versicherung versichert ist?

    Nein. Als Zusatzbaustein können Sie den Fahrerschutz nur bei derjenigen Versicherungsgesellschaft hinzubuchen, bei der Sie Ihre Kfz-Versicherung abgeschlossen haben.
  • In welchen Ländern besteht Versicherungsschutz?

    Der Allianz FahrerSchutz greift innerhalb der geografischen Grenzen Europas sowie in außereuropäischen Gebieten, die zum Geltungsbereich der Europäischen Union gehören. Dazu zählen unter anderem Schweiz, Israel, Marokko, Tunesien oder die Kanarischen Inseln.
  • Zahlt die Fahrerschutzversicherung auch, wenn zum Unfallzeitpunkt der Autopilot fährt?

    Autonomes Fahren befindet sich derzeit noch in der Entwicklungsphase. Auf deutschen Straßen ist ein Autopilot derzeit noch nicht zugelassen. Wie der Versicherer Verkehrsunfälle bei Fahrzeugen mit Fahrassistenzsystemen handhabt, die kurzzeitig autonom fahren, hängt vom jeweiligen Unternehmen ab.

    Außerdem ist der Fahrer – selbst wenn der Autopilot das Fahrzeug lenkt – verpflichtet, im Notfall einzugreifen. Tut er das nicht, kann der Versicherer dies als grobe Fahrlässigkeit werten. Viele Kfz-Versicherungen decken diese zwar mit ab. Im Zweifelsfall muss aber ein Gericht entscheiden, ob der Fahrer den Verkehrsunfall durch sein Fehlverhalten verursacht hat oder ob ein technischer Fehler am Fahrzeug vorlag.

  • Wie kann ich den Fahrerschutz bei der Kfz-Versicherung hinzufügen?

    Die Fahrerunfallversicherung schließen Sie als Zusatzbaustein zur Kfz-Versicherung ab. Dabei haben Sie zwei Möglich­keiten: Entweder fügen Sie den Fahrerschutz Ihrer Police im Zuge der Angebots­erstellung hinzu. Oder Sie buchen ihn nach­träg­lich dazu. Einzige Voraussetzung ist eine bestehende Kfz-Haftpflicht- oder Kaskoversicherung.

    Um Ihre Versicherungsverträge entsprechend anpassen zu lassen, reicht bei den meisten Anbietern ein Anruf aus. In der Regel gilt der Zusatzschutz bereits ab dem Folgetag. Bei Fragen können Sie sich jederzeit an Ihren Versicherungs­ver­treter oder eine Versicherungsagentur in Ihrer Nähe wenden.

    Ob und wann Sie den Fahrerschutz hinzubuchen, ist Ihnen überlassen. Beachten Sie jedoch, dass der Versicherungs­schutz­ nicht rückwirkend gilt, sondern immer vorsorglich abzuschließen ist.

  • Hat der Fahrerschutz Einfluss auf den Schadenfreiheitsrabatt?

    Nehmen Sie nach einem selbst verschuldeten Unfall Ihre Fahrerschutzversicherung in Anspruch, hat dies keine Aus­wirk­ungen auf die Schadenfreiheitsklasse Ihrer Kfz-Haftpflicht. Der gewährte Schadenfreiheitsrabatt ändert sich nicht.

    In den meisten Fällen kommt bei einem Autounfall jedoch nicht nur Ihr eigener Wagen, sondern auch ein gegnerisches Fahrzeug oder sonstiges Fremdeigentum zu Schaden. Melden Sie den Schadensfall Ihrer Kfz-Haftpflichtversicherung, damit sie Geschädigten Ersatz leistet, stuft Ihr Versicherer Sie in eine schlechtere SF-Klasse ein. Durch die Rückstufung erhöhen sich im nächsten Kalenderjahr Ihre Versicherungsbeiträge.

  • Was ist die Gliedertaxe?

    Die Gliedertaxe ist eines der wichtigsten Merkmale der privaten Unfallversicherung und dient zur Beurteilung des Invaliditätsgrades. Sie bestimmt, welchen Grad der Beeinträchtigung die Versicherung annimmt, falls nach einem Unfall langfristig Schäden an Körperteilen bleiben. Der Verlust eines Daumens beispielsweise entspricht einem Invaliditätsgrad von 20 Prozent.
  • Welche Musterbedingungen sieht der GdV für Fahrerschutzversicherungen vor?

    Für den Fahrerschutz sieht der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GdV) keine separaten Muster-Versicherungsbedingungen vor. Angaben dazu finden Sie bisher nur in der Mustervorlage zur allgemeinen Kfz-Versicherung.

    Hintergrund: Der GdV bietet auf seiner Webseite Musterbedingungen für zahlreiche Versicherungen an. Sie dienen Versicherungsunternehmen als Leitfaden, um ihre eigenen Produkte und Vertragsbedingungen (AGBs) zu gestalten. Die vom GdV aufgelisteten Leistungen und Bedingungen sind für Versicherer nicht verpflichtend.

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