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Kurz erklärt in 30 Sekunden
  • Die Fahrerschutzversicherung ist ein Zusatzbaustein der Kfz-Versicherung, der die Per­son hin­ter dem Lenk­rad absichert. Eine Fahrer­schutz­versicherung greift bei Per­sonen­schä­den, die der Fahrer durch einen selbst­ ver­schul­de­ten Un­fall erleidet – und sonst nicht ersetzt be­kommt.
  • Die Kfz-Haftpflicht des Fah­rers kommt für Schäden ande­rer Un­fall­be­tei­lig­ter auf. Die Voll­kasko zahlt Schä­den am eigenen Auto. Ver­letzt sich der Fahrer bei dem Unfall, erhält er jedoch keine Ent­schädigung.
  • Die Fahrerschutz­versicherung kommt zum Bei­spiel für Verdienst­aus­fall, Reha-Maßnahmen oder eine Haus­halts­hilfe auf.
  • Der Allianz FahrerSchutz über­nimmt unter an­de­rem Kosten für Schmer­zens­geld, Hin­ter­blie­ben­en­rente oder be­hin­der­ten­ge­rech­te Um­bau­maß­nah­men der Wohnung. Und zwar bis zu einer Deck­ungs­sum­me von 15 Millionen Euro.
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Im Schadenfall

Die Fahrerschutzversicherung des Fahrers übernimmt nach einem Verkehrsunfall Un­fall- und Folge­kos­ten, die ihm sonst kein anderer erstattet – etwa die Kran­ken­kasse (z.B. durch Kranken­geld­zahlung). Je nach Versicherer deckt die Fahrer­schutz­ver­si­che­rung zum Beispiel fol­gen­de Leistungen ab:

  • Schmerzensgeld
  • Reha-Maßnahmen
  • Entschädigung für Ver­dienst­aus­fall
  • Hinterbliebenenrente
  • behindertengerechte Um­bau­maß­nah­men
  • Haushaltshilfe

Die Fahrerschutzversicherung – auch Fah­rer­un­fall­versiche­rung genannt – zahlt, wenn...

  • ... der Fahrer den Autounfall ganz oder teil­weise selbst verschuldet.
  • ... der Unfallverursacher un­be­kannt oder mittellos ist.
  • ... der Fahrer mit Wildtieren, Bäu­men oder anderen Hin­der­nis­sen kollidiert (sog. "Un­fäl­le ohne Gegner").
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Ihre Vorteile
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Gut zu wissen: Gute Gründe

Eine Fahrerschutzversicherung ist sinnvoll, da der Fahrer bei einem selbst verschuldeten Unfall meist auf den Kosten sitzen bleibt, wenn er sich verletzt. Eine Kfz-Versicherung mit Fahrer­schutz schließt diese Lücke, indem sie für kör­per­li­che Schäden des Fahrers und dadurch ent­steh­ende Folge­kos­ten zahlt. Hintergrund: Seine Kfz-Haftpflichtversicherung springt in die­sem Fall nicht ein. Und selbst, wenn der Unfallgegner eine Mit­schuld trägt, trägt der Fahrer einen Teil der Kosten selbst.

Besonders empfehlenswert ist der Zusatz­schutz für Fahranfänger, da sie ein erhöhtes Unfallrisiko haben. Aber auch routinierte Auto­fah­rer profitieren von einer zu­sätz­li­chen Fahrer­versicherung. Das gilt vor allem, wenn sie ansonsten nicht abgesichert sind – zum Beispiel durch eine private Unfall­ver­si­che­rung.

Übrigens: Die Fahrerschutzversicherung ist nicht zu verwechseln mit dem Drittfahrerschutz. Diese Versicherung springt ein, wenn im Schadenfall ein nicht ver­sicherter Zusatz­fahrer Ihr Auto gesteuert hat.

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Alternativen zum Fahrerschutz

Die Insassenversicherung entspricht einer pri­va­ten Unfall­ver­siche­rung, die nur bei Un­fäl­len greift, die beim Lenken, Abstellen, Pfle­gen, Be- und Entladen eines Fahrzeugs passieren. Oder beim Ein- oder Aus­stei­gen. Sie schützt alle Insas­sen des Kfz (= Fahrer und Mitfahrer) vor den finanziellen Folgen unfall­be­dingter Per­so­nen­schä­den. Und zahlt zum Beispiel für Kran­ken­haus­auf­ent­hal­te, Arbeitsunfähigkeit, Invalidität oder im Todesfall. Eine In­sas­sen­ver­si­che­rung leistet unabhängig vom Ver­schul­den. Einzige Voraus­setz­ung ist der recht­mä­ßige Ge­brauch des Pkw.

Ob eine Insassenversicherung sinnvoll ist, hängt vom Preis-Leistungs-Verhältnis ab. Laut ADAC, Bund der Versicherten (BdV) und Stiftung Warentest ist der Abschluss einer Insassenunfallversicherung meist nicht nötig. Denn: Unter anderem decken Kfz-Haft­pflicht und private Krankenversicherung die glei­chen Leistungen ab.

Bei einer Unfallversicherung vereinbaren Ver­si­che­rung und Versicherungsnehmer üblicher­wei­se eine feste Versiche­rungs­sum­me, zum Beispiel 100.000 Euro, für den Fall einer Inva­li­di­tät. Damit ist die dauerhafte Be­ein­träch­ti­gung der kör­per­li­chen und/oder geis­ti­gen Leis­tungs­fäh­ig­keit ge­meint.

Im Schadenfall ersetzt die Unfall­ver­si­che­rung nicht den tatsächlich ent­stan­de­nen Schaden, sondern leistet bis zur vereinbarten Versiche­rungs­sum­me. Man spricht daher auch von einer Sum­men­ver­si­che­rung. Übersteigen die Unfall­kos­ten 100.000 Euro, zahlt der Versicherte sie aus eigener Tasche.

Im Gegensatz dazu deckt eine Fahrer­schutz­ver­si­che­rung durch den Unfall tatsäch­lich ent­stan­de­ne Perso­nen­schä­den ab. Höhe und Um­fang der Ent­schä­di­gung richten sich also nicht nach einer vorab ver­ein­bar­ten Versicherungssumme. Die Zahl­ungen sind aber auf 15 Millionen Euro be­grenzt.

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Klarheit im Schadensfall
  • … Sie als Autofahrer einen Verkehrsunfall selbst ver­schul­den und sich dabei schwer verletzen.
  • … Sie einen Wildunfall haben. Durch den Aufprall, etwa wenn Ihnen ein Reh vor das Fahrzeug läuft, verletzen Sie sich im Auto so unglücklich, dass Sie eine Haus­halts­hilfe brauchen.
  • ... Sie bei Glatteis mit dem Auto von der Fahrbahn ab­kom­men und einen Unfall verursachen, bei dem Sie Verletzungen davontragen.
  • ... Ihr Ehepartner am Steuer sitzt und einen Unfall ver­schuldet. Der FahrerSchutz sichert nicht nur Sie als Versicherungsnehmer, sondern auch alle anderen berechtigten Fahrer ab.
  • … Sie den Autounfall vorsätzlich herbeigeführt haben oder nicht angeschnallt waren.
  • … Sie zum Unfallzeitpunkt unter Alkohol- und Drogen­ein­fluss standen.
  • … Sie den Unfall bei einem Autorennen verursachen, bei dem es auf das Erzielen einer Höchstgeschwindigkeit ankommt.
  • ... der Unfall, bei dem Sie sich verletzen, beim Ein- oder Aussteigen, Be- oder Entladen Ihres Pkw passiert.
Die passende Versicherung
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Häufige Fragen
  • Was kostet eine Fahrerschutzversicherung?

    Je nach Versicherungsunternehmen kostet eine Fahrerschutzversicherung zwischen 19 und 50 Euro im Jahr. In der Regel macht der zusätzliche Beitrag rund zehn Prozent Ihrer Kfz-Versicherungs­prä­mie aus.
  • Kann ich eine Fahrerschutzversicherung abschließen, wenn mein Kfz bei einer anderen Versicherung versichert ist?

    Nein. Als Zusatzbaustein können Sie den Fahrer­schutz nur bei derjenigen Versicherungs­gesell­schaft hinzubuchen, bei der Sie Ihr Auto ver­si­chert haben. Fahrer­schutz und Kfz-Versicherung sind immer gekoppelt.
  • In welchen Ländern besteht Versicherungsschutz?

    Der Allianz FahrerSchutz greift innerhalb der geografischen Grenzen Europas sowie in außer­eu­ro­päischen Gebieten, die zum Geltungsbereich der Europäischen Union gehören. Dazu zählen unter anderem Schweiz, Israel, Marokko, Tu­ne­sien oder die Kanarischen Inseln.
  • Zahlt die Fahrerschutzversicherung auch, wenn zum Unfallzeitpunkt der Autopilot fährt?

    Autonomes Fahren befindet sich derzeit noch in der Entwicklungsphase. Auf deutschen Straßen ist ein Autopilot aktuell noch nicht zugelassen. Wie der Versicherer Verkehrsunfälle bei Fahr­zeu­gen mit Fahrassistenzsystemen hand­habt, die kurzzeitig autonom fahren, hängt vom je­wei­li­gen Unternehmen ab.

    Außerdem ist der Fahrer – selbst wenn der Auto­pilot das Fahrzeug lenkt – verpflichtet, im Not­fall ein­zu­grei­fen. Tut er das nicht, kann der Ver­si­che­rer dies als grobe Fahrlässigkeit werten. Viele Kfz-Versicherer decken grob fahrlässig ver­ursachte Unfallfolgen zwar mit ab. Im Zwei­fels­fall muss aber ein Gericht entscheiden, ob der Fahrer den Verkehrs­un­fall durch sein Fehl­ver­halten verursacht hat oder ob ein tech­nischer Fehler am Fahrzeug vorlag.

  • Wie kann ich den Fahrerschutz bei der Kfz-Versicherung hinzufügen?

    Die Fahrerunfallversicherung schließen Sie als Zusatzbaustein zu Ihrer Kfz-Versicherung ab. Sie haben zwei Mög­lich­kei­ten: Entweder Sie erweitern Ihre Police bei der Angebots­erstellung mit dem Fahrerschutz. Oder Sie buchen ihn nach­träg­lich dazu. Einzige Voraussetzung ist eine bestehende Kfz-Haftpflicht- oder Kasko­ver­si­che­rung.

    Um Ihre Versicherungsverträge entsprechend an­passen zu lassen, reicht bei den meisten An­bie­tern ein Anruf aus. In der Regel gilt der Zu­satz­schutz bereits ab dem Folgetag. Bei Fra­gen kön­nen Sie sich jederzeit an Ihren Ver­siche­rungs­ver­tre­ter oder eine Versicherungsagentur in Ihrer Nähe wenden.

    Ob und wann Sie den Fahrerschutz hinzubuchen, ist Ihre Entscheidung. Beachten Sie jedoch, dass der Versicherungs­schutz­ nicht rückwirkend gilt, sondern immer vorsorglich abzuschließen ist.

  • Hat der Fahrerschutz Einfluss auf den Schadenfreiheitsrabatt?

    Nehmen Sie nach einem selbst verschuldeten Un­fall Ihre Fahrerschutz­versicherung in Anspruch, hat dies keine Aus­wirk­ungen auf die Schadenfreiheitsklasse Ihrer Kfz-Haftpflicht. Ihr Schadenfreiheitsrabatt ändert sich nicht.

    In den meisten Fällen kommt bei einem Auto­un­fall aber nicht nur Ihr eigener Wagen, son­dern auch ein gegnerisches Fahrzeug oder sonstiges Fremdeigentum zu Schaden. Melden Sie den Schadenfall Ihrer Kfz-Haft­pflicht­ver­si­che­rung, damit sie Geschädigten Ersatz leistet, stuft Ihr Versicherer Sie in eine schlech­tere SF-Klasse ein. Durch die Rückstufung erhöhen sich im nächsten Kalenderjahr Ihre Versicherungsbeiträge.

  • Welche Musterbedingungen sieht der GDV für Fahrerschutzversicherungen vor?

    Für den Fahrerschutz sieht der Gesamt­verband der Deutschen Versicherungs­wirt­schaft e.V. (GDV) keine separaten Muster-Ver­siche­rungs­beding­ungen vor. Angaben dazu finden Sie bisher nur in der Mustervorlage zur allgemeinen Kfz-Versicherung.

    Hintergrund: Der GDV bietet auf seiner Webseite Muster­bedingungen für zahl­reiche Ver­si­che­rungen an. Sie dienen Ver­si­che­rungs­un­ter­neh­men als Leitfaden, um ihre eigenen Produkte und Vertragsbedingungen (AGBs) zu gestalten. Die vom GDV aufgelisteten Leistungen und Be­ding­ungen sind für Versicherer nicht ver­pflich­tend.

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