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Auto fährt auf Landstraße durch ein Waldstück
Regionale Schadensstatistik

So beeinflusst die Regional­klasse Kfz Ihre Auto­versicherung

Kurz erklärt in 30 Sekunden
  • Die Regionalklasse spiegelt die Schadens­bilanz einer bestimmten Region wider. Ähnlich wie Typ- oder Schaden­freiheits­klasse ist sie ein zentrales Kriterium zur Berech­nung der Kfz-Ver­sicherungs­beiträge.
  • Einmal pro Jahr gibt der Gesamt­verband der Deutschen Ver­si­che­rungs­wirtschaft (GDV) Regional­klassen für die 413 Zulassungs­bezirke in Deutschland heraus. Je niedriger die Regional­klasse in Ihrem Zulassungsbezirk ist, desto günstiger fällt Ihre Prämie aus.
  • Für Kfz-Haftpflicht, Teilkasko und Vollkasko gibt es verschiedene Regionalklassen. In der Kfz-Haftpflicht ist die Schadensbilanz aller Autofahrer in der jeweiligen Region entscheidend. Bei der Kasko­ver­sicherung sind Diebstähle und Schäden durch Unwetter oder Wild­unfälle relevant.
  • Welchen Einfluss die Regional­klasse auf die Beitragshöhe hat, ist von Versicherer zu Versicherer unter­schied­lich. Viele Unter­nehmen stufen ihre Kunden zum Beispiel nicht mehr nur nach Regional­klasse, sondern auch nach Postleitzahl ein.
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Definition
Die Regionalklasse ist eines von mehreren Kriterien, die Kfz-Versicherer zur Berechnung der Versicherungs­beiträge heranziehen. Denn: Je höher die Schadens­bilanz im Zulassungsbezirk, in dem Sie Ihr Auto anmelden, desto höher ist Ihr Schadensrisiko – und damit auch die Versicherungsprämie. Die Regionalklassen ermittelt der Gesamt­verband der deutschen Versicherungs­wirtschaft (GDV) für die 413 deutschen Kfz-Zulassungs­bezirke jedes Jahr neu. Die Schadensstatistik gibt Versicherungs­gesell­schaften einen Anhaltspunkt für die Ermittlung der Beitragshöhe. Sie ist jedoch nicht verpflichtend.
Infografik: Faktoren zur Ermittlung der Regionalklasse in Kfz-Hafpflicht- und Kaskoversicherung

Unfallbilanz aller Auto­fahrer bestimmt Regional­klasse in der Kfz-Haftpflicht

Für die Einstufung einer Region in der Kfz-Haftpflichtversicherung zieht der GDV folgende Kriterien heran:

  • Unfallbilanz: In Zulassungs­bezirken mit vielen Unfall­schwer­punkten, etwa Metropolregionen, ist die Schadensstatistik höher als in Gegenden mit geringem Verkehrs­aufkommen.
  • Fahrverhalten: Sind Autofahrer in einer Region umsichtig unterwegs, passieren dort weniger Autounfälle als in Bezirken, in denen es häufig zu Geschwindig­keits­über­schrei­tungen kommt.
  • Fahrzeuganzahl und -art: Sind in einem Bezirk überdurchschnittlich viele Autos bzw. PS-starke Fahr­zeuge zugelassen, besteht ein erhöhtes Unfallrisiko.
  • Straßen- und Witterungs­ver­hält­nisse: Sind die Straßen in einem Zulassungsbezirk in schlechtem Zustand, steigt die Schadens­wahr­schein­lichkeit. Das gilt auch für Regionen, in denen häufig mit Schneefall oder Glatteis zu rechnen ist.
  • Durchschnittliche Schadenhöhe: Regulieren Versicherungsanbieter in einer Region vorrangig kosten­günstige Blechschäden, wirkt sich dies positiv auf die Regional­klassen-Einstufung in der Kfz-Haftpflicht aus.

Bei Teil- und Vollkasko sind Diebstahl- und Unwetter­schäden relevant

Die Ermittlung der Regionalklassen für Teilkaskoversicherung und Vollkaskoversicherung orientiert sich an folgenden Faktoren:

  • Diebstahlhäufigkeit: In Ballungs­räumen mit hoher Kriminalitätsrate geschehen mehr Autodiebstähle als etwa in dünn besiedelten Gebieten.
  • Unwetterschäden: Verursachen Sturm, Hagel, Hochwasser und andere extreme Witterungs­bedingungen in einem Bezirk besonders häufig Fahr­zeug­schäden, fällt die Einstufung der Regionalklasse in der Teilkasko ungünstiger aus.
  • Anzahl der Wildunfälle: In ländlichen Gegenden mit vielen Waldgebieten kommt es häufiger zu Kollisionen mit Wildtieren als zum Beispiel in Großstädten.
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Anzahl

Die Anzahl der Regionalklassen fällt in Haftpflicht- und Kaskoversicherung unterschiedlich aus:

  • Kfz-Haftpflicht: 12 Regionalklassen
  • Teilkasko: 16 Regionalklassen
  • Vollkasko: 9 Regionalklassen

GDV ermittelt Index­werte anhand regionaler Schadens­bilanzen

Für die Regionalklassenzuordnung rechnet der GDV einmal jährlich die Schadensbilanz jedes deutschen Kfz-Zulassungsbezirks in einen Indexwert um. Dieser steht für die Schadensbilanz der jeweiligen Region im Vergleich zum Bundesdurchschnitt (Indexwert: 100).

Das heißt: Liegt der Indexwert eines Bezirks über 100, gibt es dort mehr Schadenfälle als durchschnittlich in der Bundesrepublik. Ist der Indexwert eines Zulassungsbezirks niedriger als 100, ist das Schadensrisiko dort geringer als im Bundesschnitt.

Ausgehend davon definiert der GDV Indexgrenzen für Kfz-Haftpflicht, Teil- und Vollkasko. Anhand dieser lassen sich die Indexwerte der Zulassungsbezirke in Regionalkassen einordnen. Bezirke, die einen ähnlichen Indexwert haben, sind der gleichen Klasse zugeordnet. Dem­nach ändert sich Ihre Regionalklasse in der Kfz-Versicherung nur einmal pro Jahr oder bleibt gleich.

2021 gibt es bei Regional­klassen nur gering­fügige Änder­ung­en

Aktuell profitieren rund 4,5 Millionen Versicherte in 48 Zulassungsbezirken von der Einstufung in eine niedrigere Regional­klasse. Bei ihnen fiel die Schadensbilanz besser aus als im Vorjahr. Gleichzeitig landen etwa 4,8 Millionen Auto­fahrerinnen und Autofahrer in höheren Regional­klassen. Alles beim Alten blieb für ca. 32,4 Millionen Kfz-Versicherte in 317 Zulassungsbezirken.

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Einstufung
Die GDV-Regionalklassen sind für deutsche Kfz-Versicherungsanbieter nicht verbindlich. Ob und wie stark die Regionalstatistik die Prämienhöhe beeinflusst, ist von Anbieter zu Anbieter verschieden. Abhängig von Tarif­merk­malen und Wohnort kann die Regionalklasse bei den Beitragskosten jedoch durchaus einen Unterschied von einigen hundert Euro machen.
Junger Mann sitzt mit Stift in der Hand nachdenklich vor Laptop

Ihrer Kfz-Versicherung dienen Regionalklassen als Orientierung

Für Kfz-Versicherungen stellt die Regionalklassen-Tabelle eine un­ver­bind­liche Empfehlung dar. Grundsätzlich sind die Regionalklassen des GDV bei allen Autoversicherungen gleich. Bei der Beitragsberechnung müssen sich die Versicherer jedoch nicht an die Einstufung halten. Sie entscheiden selbst, ob und wie stark sie die GDV-Regionalstatistik in ihre Beitragssätze einbeziehen.

Auch wie stark sich eine Veränderung der Regionalklasse auf Ihre Prämie auswirkt, hängt von Ihrer Kfz-Versicherung ab. Theoretisch kann Ihr Anbieter die neuen Regionalklassen sofort nach Ver­öf­fent­lichung geltend machen. Da keine Verpflichtung dazu besteht, passen Anbieter die Beitragshöhe in der Regel nur bei Neuverträgen oder zur Haupt­fälligkeit am 1. Januar an.

Neben der Regionalklasse bestimmen weitere Kriterien die Beitrags­höhe

Bei Prämienermittlung spielt nicht nur die Regionalklasse eine Rolle. Kfz-Versicherer stufen Autofahrer unter anderem nach Typklassen und Schaden­frei­heits­klassen ein. Ebenfalls relevant sind Tarifart und -umfang, Alter und Anzahl der Fahrer sowie die jährliche Fahrleistung. Eine vereinbarte Selbstbeteiligung oder Werkstattbindung beeinflussen ebenfalls, wie viel der Versicherungs­schutz kostet. Je nach Ver­sicherungs­unter­nehmen fließen die genannten Faktoren in unterschiedlicher Wertung in die Beitragsberechnung ein.

Postleitzahl des Versicherungs­nehmers ermöglicht genauere Einstufung

Da die Regionalklasse nur eine grobe Einordnung des Schadensrisikos in einem Bezirk ermöglicht, orientieren sich viele Versicherer zusätzlich an der Postleitzahl des Fahrzeughalters. Leben Sie zum Beispiel am ruhigen Stadtrand, ist Ihr Schadensrisiko geringer als bei Autofahrern im Zentrum – obwohl beide Stadtgebiete in dieselbe Regionalklasse fallen. Die wesentlich genauere Einstufung der Schadens­wahr­schein­lichkeit über die Postleitzahl wirkt sich demnach positiv auf die Höhe Ihrer Versicherungs­prämie aus.

Je niedriger die Regional­klasse, desto günstiger die Beiträge

Bezieht Ihre Kfz-Versicherung die Regional­klasse bei der Beitrags­berechnung mit ein, wirkt sich eine bessere Regional­klasse positiv auf Ihre Prämie aus. Lassen Sie Ihren Pkw in einer ländlichen Gegend zu, die eine niedrige Schadens­bilanz und damit bessere Regionalklasse als eine Großstadt hat, fahren Sie beitrags­mäßig meist günstiger. Das heißt: Je besser die Regionalklasse Ihres Zulassungs­bezirks, desto günstiger fällt Ihr Beitragssatz aus.

Je nach Wohnort hat die Regional­statistik teils deutliche Auswirkungen auf Ihren Versicherungs­beitrag. Im bundesweiten Vergleich sind Preis­unter­schiede von bis zu 60 Prozent möglich. Bei ansonsten identischen Versicherungs­bedingungen kann Ihre Prämie aufgrund der Regionalklasse um 200 Euro oder mehr abweichen.

Illustration Info: Gut zu wissen
Gut zu wissen: Prämienanpassung
Illustration Info: Gut zu wissen

Ändert sich die Regionalklasse und damit die Beitragshöhe zu Ihrem Nachteil, haben Sie als Versicherungsnehmer ein Sonderkündigungsrecht.

Innerhalb von vier Wochen nach Bekanntgabe der Beitragsanpassung können Sie von diesem Recht Gebrauch machen und die Kfz-Versicherung kündigen. Tun Sie dies nicht, gilt die Beitragserhöhung als ange­nommen und Ihr Sonder­kündigungs­recht verfällt.

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Tabelle
Die niedrigste und somit beste Regionalklasse 1 in der Kfz-Haftpflicht erhält aktuell der brandenburgische Zulassungsbezirk Prignitz. In die höchste Regionalklasse 12 fallen Großstädte, allen voran Berlin. Bei der Teilkasko ist Bamberg 2021 in Klasse 1 am besten eingestuft, der bayerische Bezirk Ostallgäu in Klasse 14 am schlechtesten. In der Vollkasko listet der GDV in der besten Regionalklasse die niedersächsische Region Wesermarsch in Brake. In der höchsten Regionalklasse 9 landet Garmisch-Partenkirchen in Bayern. 
Autos stehen im dichten Stadtverkehr im Stau

In bevölkerungsreichen Bundesländern und innerorts passieren die meisten Unfälle

Laut Statistischem Bundesamt kracht es besonders häufig in einwohnerstarken Bundesländern wie Nordrhein-Westfalen oder Bayern. Deutlich weniger Verkehrs­unfälle passieren etwa im Saarland. Zudem ist die Unfallhäufigkeit innerhalb von Ortschaften und Städten höher als auf Autobahnen oder Landstraßen. Beides wirkt sich auf Schadensbilanz und Regionalklassen-Einstufung der einzelnen Zulassungs­bezirke in der Kfz-Haft­pflicht­versicherung aus.

Ländliche Gegenden erreichen bei Kfz-Haftpflicht bessere Regional­klassen als Großstädte

Wer auf dem Land wohnt, hat statistisch gesehen ein niedrigeres Unfallrisiko als Autofahrer in Metropolgebieten. Das spiegelt sich in der Regionalklasse wider: 2021 hat beispielsweise Prignitz in Brandenburg (Regionalklasse 1) bei der Kfz-Haftpflichtversicherung die beste Regionalklasse, während Berlin am schlechtesten abschneidet (Regional­klasse 12).

Bei der Teilkasko vergab der GDV die schlechteste der 16 möglichen Regional­klassen 2021 nicht. Allerdings ist die Schadensbilanz im Ostallgäu mit Regionalklasse 14 vierzehnmal so hoch wie in Bamberg (Regionalklasse 1). Neben Unfallschwerpunkten in der Region Ostallgäu und Kaufbeuren (Regionalklasse 12) treiben Wildunfälle oder Unwetter die Gesamtstatistik überdurch­schnittlich nach oben.

Bei der Vollkasko schneidet Garmisch-Partenkirchen in der Schadensbilanz am schlechtesten ab. Dort ist die Anzahl der Vollkaskoschäden aufgrund von Hagelschäden am Auto deutlich höher als im Bundesschnitt. Der GDV stufte den bayerischen Zulassungsbezirk daher in die höchste der neun Regionalklassen in der Vollkasko ein. Die niedrigste und damit beste Einstufung sicherte sich 2021 erneut der Zulassungsbezirk Weser­marsch in Niedersachsen (Regionalklasse 1).

Tabelle: Diese Regional­klassen für Kfz haben ausgewählte deutsche Großstädte im Jahr 2021

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Zulassungsbezirk
(Stadt)
Haftpflicht
(1-12)
Teilkasko
(1-16)
Vollkasko
(1-9)
Berlin 12 10 9
Bremen 7 5 4
Düsseldorf 11 5 6
Dortmund 10 5 5
Dresden 10 7 5
Essen 12 6 6
Frankfurt am Main 11 3 6
Hamburg 12 7 8
Hannover 9 5 5
Köln 11 9 6
Leipzig 9 9 7
München 12 5 7
Nürnberg 12 3 4
Schwerin 1 7 2
Stuttgart 8 4 5
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Gut zu wissen: Einstufung ermitteln
Illustration Info: Gut zu wissen

Wenn Sie Ihre eigene Regionalklasse ermitteln möchten, haben Sie zwei Mög­lich­keiten. Zum einen geben Versicherer in der Jahresrechnung für die Kfz-Versicherung an, auf Basis welcher Regionalklasse sie den Jahresbeitrag berechneten und ob diese sich im Vergleich zum Vorjahr geändert hat. Versicherungsnehmer erhalten das Dokument meist im letzten Jahresquartal.

Zum anderen stellt der GDV online eine Regionalklassen-Abfrage zur Verfügung. Mit wenigen Klicks können Sie damit anhand Ihrer Postleitzahl, dem Zulassungsbezirk oder Ortsnamen die Regionalklasse für Ihr Fahrzeug ermitteln.

Illustration Info: Gut zu wissen
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Häufige Fragen
  • Ich ziehe in einen Bezirk mit höherer Regionalklasse um. Muss ich mein Fahrzeug ummelden?

    Unabhängig von der Regional­statistik müssen Sie bei Umzug in einen neuen Wohnort Ihr Auto ummelden. Zwar gibt der Gesetzgeber keine genaue Frist vor, wie schnell der Behördengang nach dem Wohnsitzwechsel zu erledigen ist. Die Anmeldung des Fahrzeugs bei der Zulassungsstelle Ihres neuen Hauptwohnsitzes sollte aber zeitnah erfolgen. Je nach Bundesland sind bis zu 100 Euro Strafe fällig, wenn die Ummeldung nicht innerhalb von drei Monaten erfolgt.
  • Kann ich meine Regionalklasse individuell beeinflussen?

    Nein, denn die Regionalklasse gilt für einen gesamten Zulassungs­bezirk und nicht für einzelne Autofahrer. Ihre persönliche Schadens­bilanz spiegelt sich in der Schadenfreiheitsklasse wider: Fahren Sie ein Jahr lang unfallfrei, stuft Ihre Kfz-Versicherung Sie in eine bessere SF-Klasse ein. Entsprechend erhalten Sie einen höheren Schaden­freiheits­rabatt – und zahlen im nächsten Versicherungs­jahr günstigere Beiträge.
  • Beeinflusst es die Regionalklasse, wenn ich ein Wunschkennzeichen für meinen Pkw ausstellen lasse?

    Nein. Sie können Ihr Auto nur in dem Zulassungsbezirk anmelden, in dem Sie Ihren Hauptwohnsitz haben. Ihr Kfz-Versicherer stuft das Fahrzeug automatisch in die Regionalklasse des jeweiligen Bezirks ein. Beantragen Sie ein Wunschkennzeichen für Ihr Fahrzeug, können Sie lediglich die frei wählbaren Buchstaben und Ziffern auf dem Kfz-Kennzeichen beeinflussen.
  • Was ist der Unterschied zwischen Typklassen und Regionalklassen?

    Im Gegensatz zur Regionalklasse (= Unfallhäufigkeit in einer bestimmten Region) spiegeln Typklassen die Schaden- und Unfallbilanz aller in Deutschland zugelassenen Automodelle wider. Auch hier gilt: Je höher die Typklasse, desto höher der Versicherungs­beitrag.

    Anhand von Schadensstatistiken ermittelt der GDV die Einstufung der Typklassen jährlich neu. Günstig kommen meist Klein­wagen mit niedriger Unfallquote weg. Stark motori­sierte Pkw der Oberklasse sind in der Regel hohen Typklassen zugeordnet. In welcher Typklasse Ihr Kfz gelistet ist, finden Sie online über das Typklassenverzeichnis des GDV heraus.

  • Kann ich bei den Regionalklassen sparen?

    Die Regionalklasse Ihres Wagens hängt von Ihrem Wohnort ab. Bei der Autoversicherung sparen Sie prinzipiell, indem Sie in einen Zulassungsbezirk mit besserer Unfall- und Schadens­bilanz umziehen. Allerdings ermittelt die Kfz-Ver­sicherung Ihre Tarifgruppe neben der Regional­klasse anhand zahlreicher weiterer Kriterien. Zudem gewichten Versicherungs­anbieter Regional­statistiken unterschiedlich bei der Prämien­berechnung. Um den günstigsten Tarif zu finden, lohnt sich daher ein Anbieter­vergleich.

    Übrigens: Haben Sie einen Zweit­wohnsitz, der einer besseren Regionalklasse als Ihr Erstwohnsitz zugeordnet ist, profitieren Sie nicht von einer günstigeren Prämie. Denn: Die Fahrzeug-Zulassungsverordnung (FZV) sieht vor, dass die örtliche Zulassungsbehörde am Hauptwohnsitz für private Autohalter zuständig ist. Sie können Ihr Auto also nur an Ihrem Hauptwohnsitz anmelden und versichern.

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