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Motorradfahrer mit Helm fährt auf Übungsplatz einen Parkour ab
Fahrerlaubnis für Biker

Motorrad-Führer­schein­klassen und Kosten im Über­blick

Kurz erklärt in 30 Sekunden
  • In Deutschland gibt es vier Motorrad-Führerscheinklassen: AM, A1, A2 und A. Die Führer­schein­klasse bestimmt, welche Krafträder Sie steuern dürfen.
  • Je stärker motorisiert Ihr Motorrad ist, desto höher fällt die benötigte Führerscheinklasse aus. Die gängigste Fahrerlaubnisklasse für Krafträder ist A2. Damit dürfen Sie Maschinen mit bis zu 35 Kilowatt (kW) Motorleistung und maximal 125 Kubikzentimetern (ccm) Hubraum fahren.
  • Die Motorradführerschein-Kosten liegen in der Regel bei mindestens 1.300 bis 1.600 Euro. Der Gesamtpreis setzt sich aus Anmelde- und Prüfungsgebühren, Unterrichts­materialien und weiteren Posten zusammen.
  • Wie teuer der Führerschein Sie kommt, hängt nicht nur von der gewünschten Motorrad-Führer­schein­klasse ab. Individuelle Faktoren wie Fahr­stunden­anzahl oder Wohnort beeinflussen die Kostenhöhe.
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Gut zu wissen: Fahrerlaubnisklassen
Illustration Info: Gut zu wissen

Es gibt vier Motorrad-Führer­schein­klassen, die Sie berechtigen, motorisierte Zweiräder im deutschen Straßenverkehr zu bewegen: AM, A1, A2 und A. Einen allgemeinen Motorradführerschein gibt es im Gegensatz zur Pkw-Fahr­er­laub­nis nicht.

Pro Klasse gelten unterschiedliche Begrenzungen bei Hubraum und Motor­leistung. Nur mit Motorrad­führer­schein Klasse A dürfen Sie alle Krafträder ohne Einschränkung bei Hubraumgröße und Höchst­geschwindig­keit fahren.

Wichtig: Je nach Motorisierung schließen Sie eine Rollerversicherung oder Motorradversicherung ab, bevor Sie Ihr Motorrad anmelden und damit auf die Straße dürfen.

Illustration Info: Gut zu wissen
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Motorradart

Welche Zweiräder Sie fahren dürfen, hängt davon ab, welche Motorrad-Führerscheinklasse Sie besitzen. Dabei gilt: Je höher die Fahrerlaubnisklasse (aufsteigend von AM bis A), desto mehr PS darf Ihr Bike auf die Straße bringen.

Klasse AM berechtigt Sie dazu, zwei- bis vierrädrige Leichtkraftfahrzeuge mit höchstens 4 kW Motor­leistung zu fahren. Ein A1-Führerschein erlaubt Ihnen, Krafträder mit maximal 11 kW zu steuern. Der Motorrad­führerschein A2 gilt für Krafträder mit bis zu 35 kW Leistung. Mit dem Motorradführerschein A dürfen Sie alle Krafträder ohne Einschränkungen bei Hubraumgröße und Maximal­geschwindig­keit fahren.

Motorrad-Führer­schein­klassen und Motorradart im Überblick

Mit welchen Motorrad-Führerscheinklassen Sie welche Kraftfahrzeuge steuern dürfen, zeigt folgende Tabelle:

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Führerscheinklasse Motorradart

AM

  • Zwei- und dreirädrige Kleinkrafträder mit bauartbedingter Höchstgeschwindigkeit von 45 km/h, max. 50 ccm Hubraum und max. 4 kW Motorleistung
  • Straßen-Quads (max. 4 kW) und vierrädrige Leichtkraftfahrzeuge (max. 6 kW) mit höchstens 2 Sitzplätzen, bauartbedingter Höchstgeschwindigkeit von 45km/h und 45 ccm Hubraum

A1

  • Krafträder mit max. 125 ccm Hubraum, max. 11 kW Motorleistung und Verhältnis Leistung/Gewicht von max. 0,1 kW/kg
  • Dreirädrige Krafträder mit Motorleistung von max. 15 kW
A2 Krafträder mit max. 35 kW Motorleistung und Verhältnis Leistung/Gewicht von max. 0,2 kW/kg
A Alle Krafträder ohne Hubraum- oder Geschwindigkeitsbe­schränkung

Wie viel PS darf ich mit A-Führerschein fahren?

Für Motorrad­führerschein Klasse A ("großer Motorradführerschein") gelten keine PS-Begrenzungen: Sie dürfen damit alle Maschinen fahren – unab­hängig davon, welche Motorleistung das Bike mitbringt.

Wie viel PS darf ich mit A2-Führerschein fahren?

Mit einem Motorradführerschein der Klasse A2 dürfen Sie Bikes mit maximal 48 PS fahren. Das entspricht in etwa einer Höchstgeschwindigkeit zwischen 160 und 200 km/h. Mit dem Motorrad­führer­schein A1 ist das Steuern von Maschinen mit einer Leistung von maximal 15 PS erlaubt.

Darf ich Motorrad mit Autoführerschein B196 fahren?

Haben Sie einen Pkw-Führerschein der Klasse B mit Erweiterung 196, dürfen Sie Motorräder im Rahmen der Führer­schein­klasse A1 fahren. Voraussetzung, um den Motorradführerschein B196 ("kleiner Motorrad­führerschein") zu erlangen, ist eine zusätzliche Motorrad­fahrer­schulung mit mindestens neun Unterrichtseinheiten à 90 Minuten. Zudem müssen Sie 25 Jahre alt sein und Ihren Klasse-B-Führerschein seit mindestens fünf Jahren besitzen. Ein separater Kraftrad­führer­schein und das Bestehen einer theoretischen oder praktischen Prüfung ist dagegen nicht nötig.

Ebenfalls enthalten ist ein Motorrad­führerschein bei vorhandener Klasse B: Die reguläre Pkw-Fahrerlaubnis schließt Motorrad-Führerscheinklasse AM ein. Das heißt: Ihr Autoführerschein berechtigt Sie auch zum Fahren von Kleinkrafträdern und Quads.

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Frau auf einem Motorrad fährt in eine Kurve
Mindestalter
Frau auf einem Motorrad fährt in eine Kurve

Je nachdem, welche Motorrad-Führer­scheinklasse Sie anstreben, fallen die Altersbeschränkungen unterschiedlich aus. Abhängig vom Bundesland dürfen Jugendliche teilweise bereits mit 15 Jahren den Motorradführerschein AM machen. Für Führerscheinklasse A1 müssen Fahranfänger 16 Jahre, für A2 mindestens 18 Jahre alt sein. Motorrad­führerschein Klasse A setzt ein Mindestalter von 24 Jahren voraus. Besitzt der Biker den A2-Führerschein bereits zwei Jahre oder länger, verringert sich die Altersgrenze auf 20 Jahre.

Generell gilt: Mit der Ausbildung dürfen Sie ein halbes Jahr vor Erreichen des jeweiligen Mindestalters beginnen. Die theoretische Prüfung legen Sie frühestens drei Monate, die praktische Fahrprüfung frühestens einen Monat vor Erreichen der jeweiligen Altersgrenze ab.

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Gebühren

Ein Motorradführerschein kostet mindestens 1.300 bis 1.600 Euro. Diese Preisspanne ist jedoch nur ein ungefährer Richtwert. Wie teuer die Fahrerlaubnis Sie kommt, hängt von individuellen Faktoren ab. Dazu zählen die gewünschten Motorrad-Führer­schein­klassen und benötigten Fahrstunden. Relevant sind aber auch Ihr Wohnort und die Fahrschule, in der Sie Theorie- und Praxisunterricht absolvieren. Daneben bestimmen fixe Motorradführerschein-Kosten den Gesamtpreis.

Fixkosten für Motorrad­führer­schein

Unter fixe Motorradführerschein-Kosten fallen zum Beispiel Anmelde­gebühren für Fahrschule und Führer­schein­prüfung sowie Gebühren für Erste-Hilfe-Kurs oder Unterrichts­materialien. Wie hoch die Gebühren ungefähr ausfallen, zeigt folgende Tabelle:

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Einzelposten Kosten
Anmeldegebühr Fahrschule ca. 100 €
Unterrichtsmaterialien ca. 50 €
Sehtest ca. 10 €
Erste-Hilfe-Kurs ca. 50 €
Anmeldegebühr Theorieprüfung ca. 50 €
Anmeldegebühr Praxisprüfung ca. 140 €
TÜV-Prüfgebühr Theorie ca. 20 €
TÜV-Prüfgebühr Praxis ca. 120 €
Passbilder ca. 20 €
Ausstellungsgebühr Motorradführerschein ca. 50 €
Fixe Motorradführerschein-Kosten gesamt ca. 610 €

Motorrad­führerschein-Kosten hängen von Fahr­stunden und Lernerfolg ab

Je nachdem, welche Motorrad-Führer­schein­klasse Sie erlangen wollen, absolvieren Sie eine festgelegte Anzahl an Theorie- und Praxisstunden. Dabei gilt: je höher die Führerscheinklasse, desto mehr praktische Fahrstunden und Sonderfahrten. Der Theorieteil umfasst bei den Motorrad-Führerscheinklassen A1, A2 und A jeweils 16 Doppelstunden.

Dazu absolvieren Sie etwa 20 bis 30 praktische Fahrstunden. Ob Sie über die vorge­schriebene Anzahl an Fahrstunden hinaus weiteren Übungsbedarf haben, entscheidet Ihr Fahrlehrer. In der Regel kostet eine Fahrstunde zwischen 30 und 45 Euro. Sonderfahrten liegen bei 40 bis 60 Euro pro Stunde.

Eine Daumenregel, wie teuer der Motorradführerschein je nach Klasse ist, gibt es nicht. Ob zum Beispiel die Kosten für den Motorradführerschein A2 niedriger oder höher als die Kosten für Motorradführerschein A ausfallen, hängt vom Fahrschüler ab. Bauen Sie etwa auf eine bestehende Führerscheinklasse mit einer Erweiterung (beispielsweise von A1 auf A2) auf, wirkt sich die bereits erworbene Fahrpraxis günstig für Sie aus: Der vertraute Umgang mit dem Bike erleichtert Ihnen die praktischen Fahrstunden, Theoriestunden entfallen.

Machen Sie den Motorradführerschein, wenn Klasse B vorhanden ist, sparen Sie sich einige Teile des theoretischen Unterrichts. Die praktische Ausbildung auf dem Bike absolvieren Sie dagegen in vollem Umfang.

Motorradzubehör und Versicherung kosten extra

Neben Gebühren für den Führer­schein­erwerb kommen auf Sie als angehenden Biker weitere Kosten zu. Zusammen mit dem Kraftrad legen Sie sich in der Regel Helm und Schutzkleidung als Motorrad-Fahrerschutz zu. Darüber hinaus ist eine Motorradversicherung für Fahranfänger Pflicht: Als Basisschutz für Ihre Maschine ist eine Kfz-Haftpflicht gesetzlich vorgeschrieben.

Je nach Wert Ihres Bikes lohnt sich zudem eine Vollkasko oder Teilkasko, um das Zweirad zum Beispiel bei Schäden durch Hagel, Marderbiss oder Vandalismus sowie bei einem Motorradunfall abzusichern.

Die passende Versicherung
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Häufige Fragen
Was möchten Sie gerne wissen?
  • Wie lange braucht man für einen Motorradführerschein?

    Im Durchschnitt dauert es ein bis zwei Monate, um den Motorradführerschein auf regulärem Weg zu erwerben. Meist umfasst die praktische Fahrausbildung zwischen 20 und 30 Stunden. Der Theorieteil schlägt mit mindestens 16 Doppelstunden zu Buche. Spezielle Intensivkurse ermög­lichen es, die Motorrad­fahrerlaubnis innerhalb von ein bis zwei Wochen zu erhalten.

    Wie lange es dauert, den Motor­rad­führerschein zu machen, variiert allerdings je nach Fahrschüler und angestrebter Motorrad-Führer­schein­klasse. Je leistungsstärker das Bike, desto höher ist die benötigte Fahr­erlaubnis­klasse – und damit die vorgeschriebene Fahrstunden­anzahl. Bringen Sie praktisches oder theoretisches Vorwissen im Straßen­ver­kehr mit (etwa durch Vorbesitz anderer Motorrad-Führerscheinklassen), reduzieren sich die Fahr- oder Theoriestunden.

  • Wann ist die beste Zeit für einen Motorradführerschein?

    Sinnvoll ist es, mit den theoretischen Stunden des Motorradführerscheins im Winter zu beginnen. Im Frühling wechseln Sie dann zum praktischen Teil und profitieren von witterungsbedingt günstigen Straßenverhältnissen. Schließlich stellen Winterfahrten gerade für Fahranfänger ein erhöhtes Risiko dar. Vorsichtiges und bedachtes Fahren sollte bei Motorradeinsteigern allerdings zu jeder Jahreszeit an oberster Stelle stehen – egal, ob sie den Motor­rad­führerschein ab 16 machen oder schon Praxiserfahrung auf zwei Rädern mitbringen.
  • Gibt es einen speziellen Motorradführerschein für 125ccm-Maschinen?

    Der sogenannte 125er-Führer­schein entspricht Motorrad-Führer­scheinklasse A1. Gemeint ist damit in der Regel die Erweiterung 196 des regulären B-Führerscheins. Motorrad-Fans, die einen Auto­führerschein besitzen, können damit Maschinen bis 125 ccm Hubraum steuern, ohne einen separaten Motorradführerschein zu machen.
  • Wie hoch sind die Kosten für Motorradführerschein A1 im Vergleich zum A2-Führerschein?

    In der Regel kostet ein Motorrad­führerschein A1 weniger als ein A2-Führerschein. Zum Vergleich: Die praktische Fahr­prüfung für den A1-Führerschein kostet 116,93 Euro, beim A2-Führerschein sind es 146,56 Euro (Stand: 1. Januar 2021). Pauschal lassen sich die Motorradführerschein-Kosten für beide Führerscheinklassen jedoch nicht angeben. Der Gesamtpreis hängt von individuellen Kriterien wie der Anzahl der benötigten Fahrstunden ab.
  • Kann ich den Motorradführerschein mit Auto-Fahrerlaubnis kombinieren?

    Ja, das ist möglich. Fahranfänger können einen Kombi-Führerschein absolvieren, der Pkw-Fahrerlaubnis und Motor­rad­führer­schein A1, A2 oder A verbindet. Vorteil: Ein Motorradführerschein mit Auto-Fahrerlaubnis kommt Fahrschüler meist günstiger. Denn: Sie zahlen die Anmeldegebühr in der Fahrschule nur einmal, legen nur eine theoretische Fahrprüfung ab und absolvieren in der Regel weniger Praxisstunden.
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