Frau sitzt am Steuer eines Autos und fährt auf einer Landstraße
Sicherheit für den Beitrag

Rabattschutz: Keine Rück­stufung bei einem Auto­unfall

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Kurz erklärt in 30 Sekunden
  • Der Rabattschutz ist per Definition ein Zusatzschutz in der Kfz-Ver­sich­erung, mit dem Sie Ihre Schadenfreiheitsklasse (SF-Klasse) nach einem Unfall beibehalten. Mit anderen Worten: Er bewahrt Sie im Scha­den­fall vor einer Rückstufung und schützt Sie so vor einer Erhöhung Ihres Versich­er­ungs­beitrags für mehrere Jahre.
  • Diese freiwillige Zusatzleistung wird von vielen Versicherern angeboten und ist zur Kfz-Haftpflicht- oder zur Vollkaskoversicherung hinzu­buch­bar.
  • Mit dem Rabattschutz haben Sie in der Regel pro Versicherungsjahr einen Unfallschaden frei – unabhängig von der Höhe der Entschädi­gungs­leistung.
  • Bleiben Sie Ihrer Versicherung treu, können Sie durch den Zusatzschutz viele Jahre lang Geld sparen. Im Falle eines Versich­er­ungs­wechsels verfällt der Rabattschutz: Bei der neuen Versicherung erhalten Sie diejenige SF-Klasse, die Sie ohne Rabattschutz-Leistung tatsächlich hätten.
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Gut zu wissen: Kosten-Nutzen-Verhältnis
Illustration Info: Gut zu wissen

Ob Sie Rabattschutz benötigen bzw. ob er sich für Sie lohnt, hängt von verschiedenen Faktoren ab: Je nach Anbieter und Kfz verteuert der Rück­stufungs­schutz Ihren Versicherungstarif um 15 bis 30 Prozent. Die Frage "Rabattschutz ja oder nein?" lässt sich daher nicht pauschal be­ant­worten.

Sinnvoll ist er vor allem für Halter  von teuren Autos mit hohen Typklassen und risikofreudige Autofahrer, die schneller in Unfälle geraten. Auch wenn Sie beruflich viel mit dem Auto unterwegs sind, sollten Sie mit Blick auf aktuelle Unfallstatistiken über den Abschluss eines Rabattschutzes nach­denken.

Bis zu welchem Aufpreis lohnt er sich?

Nichtsdestotrotz sollte der Rabattschutz sich finanziell für Sie lohnen. Falls Ihr Tarif durch den Aufschlag ein bestimmtes Maß übersteigt, ist genaues Rechnen angesagt – zum Beispiel mit dem Rabattverlustrechner der Allianz. Experten raten zu folgender Faustregel: Sobald Sie durch den Rabattschutz für die Haftpflicht 106 Euro und für die Vollkasko 207 Euro mehr bezahlen, haben Sie einen finanziellen Nachteil. Liegt der Aufschlag hingegen unter 20 Prozent, ist der Zusatzschutz eine Überlegung wert.

Lohnt sich für Sie ein Schadenrückkauf? Hier können Sie Ihren Rabattverlust berechnen.

Illustration Info: Gut zu wissen
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Leistungen & Voraussetzungen
Schon eine kleine Delle in der Motorhaube oder ein Kratzer im Lack können hohe Kosten verursachen. Schalten Sie jedes Mal die Versicherung ein, riskieren Sie Ihren aktuellen Tarif. Denn alle gemeldeten Schäden wirken sich auf den Versicherungsbeitrag aus. Ein Rabattschutz kann das vermeiden. 
Junge Frau schüttelt hellblaues Sparschwein auf der Suche nach Geld

Rabattschutz fungiert als Schutzmechanismus

In der Rückstufungstabelle Ihres Versicherers ist festgelegt, um wie viele SF-Klassen Sie bei einem Unfall­scha­den zurückgestuft werden. So kann es passieren, dass Sie nach einem Autounfall von SF 15 auf SF 5 – also um ganze zehn Stufen – zurückfallen und deutlich höhere Beiträge auf Sie zukommen. Entscheiden Sie sich für einen Rabatt­schutz, sichert er Sie wie ein Schutzschild gegen die Rückstufung ab. Er gilt für Kfz-Haftpflicht und Vollkasko gleichermaßen und enthält folgende Leistungen: 

  • Je Versicherungssparte ist ein Schaden pro Kalenderjahr abgedeckt.
  • Nach einem Schaden behalten Sie im Folgejahr sowohl bei Kfz-Haftpflichtversicherung als auch Voll­kasko Ihre SF-Klasse. Das heißt: Sie werden nicht schlechter eingestuft.
  • Für die Kfz-Versicherungspakete Smart, SmartPlus und Komfort ist der Schutz online über die Allianz-Website wählbar.

Diese Voraussetzungen gelten für den Rabattschutz

Wer einen Rabattschutz ab welcher SF-Klasse abschließen kann, hängt vom Versicherer ab. Die Allianz bietet diesen Zusatzbaustein für Versicherungsnehmer ab 23 Jahren an. Voraussetzung ist zudem, dass der Versicherte mindestens in Schadenfreiheitsklasse eingestuft ist. Da Fahranfänger  meist in SF-Klasse 0 ein­stei­gen, können sie zunächst keinen Rabatt­schutz wählen. Erst wenn sie SF-Klasse 4 erreichen, ist der Zusatz­bau­stein hinzubuchbar.

Außerdem muss die Zusatzvereinbarung zum Zeitpunkt des Schadens bestehen. Den Rabattschutz nach­träg­lich abschließen – also nachdem ein Unfall passiert ist – können Sie nicht.

Der Allianz-Rabattschutz im Überblick

Damit Sie als Versicherungsnehmer der Allianz Anspruch auf Rabattschutz haben, müssen Sie folgende Bedingungen erfüllen

  • ... Mindestens SF-Klasse 4 haben und in den letzten
  • ... 12 Monaten schadenfrei gewesen sein,
  • ... älter als 23 Jahre sein und
  • ... einen Pkw (nicht Mietwagen oder Taxi) versichern.

Ansonsten braucht Ihr Fahrzeug keine bestimmten Voraussetzungen zu erfüllen. Vom Neuwagen bis zum Wohnmobil, vom Stadtauto bis zum SUV: Sie können den Rückstufungsschutz für jeden Autotyp und jedes Modell wählen, das grundsätzlich versicherbar ist.

Ist der Rabattschutz beim Versicherungs­wechsel über­trag­bar?

Nein. Bei einem Wechsel können Sie den Rabattschutz nicht mitnehmen. Er gilt nur für Ihre bisherige Auto­ver­sicherung. Deshalb sollten Sie gut überlegen, ob Sie Ihre Kfz-Versicherung wechseln – insbesondere wenn Sie einen oder sogar mehrere Unfälle hatten. Denn jede neue Kfz-Versicherung würde Sie auf Basis Ihres tatsäch­lich­en Schaden­verlaufs einstufen. Sind Sie unfallfrei geblieben, behalten Sie Ihre SF-Klasse auch bei der neuen Versicherung.

Illustration Info: Gut zu wissen
Gut zu wissen: Fremdverschuldete Teilkaskoschäden
Illustration Info: Gut zu wissen

Für die Teilkasko  gibt es das Zusatzangebot des Rabattschutzes nicht. Der Grund: Er ist nicht notwendig, da die Teilkaskoversicherung ausschließlich für Schäden aufkommt, die Sie nicht selbst zu verantworten haben. Fremd­verschuldete Teilkaskoschäden haben keinen Einfluss auf Ihre SF-Klasse. Selbst im Schadensfall erfolgt keine Rückstufung. Ein zusätzlicher Schutz ist überflüssig.

Zu den typischen Schäden, die in der Teilkasko enthalten sind, zählen zum Beispiel eine zerborstene Windschutzscheibe durch Wildunfall  oder Steinschlag  sowie Dellen im Autodach durch einen Hagelschaden.

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Kosten

Wie viel der Rabattschutz pro Jahr kostet bzw. um wie viele Prozentpunkte er die Beiträge Ihrer Kfz-Versicherung erhöht, lässt sich individuell berechnen. In der Regel beträgt der Aufschlag auf Ihren jährlichen Versicherungsbeitrag zwischen 15 und 30 Prozent.

Beispiel für einen zwei Jahre alten Mittelklassewagen mit SF-Klasse 10:

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Versicherungsschutz
Kosten
Kfz-Haftpflicht 298 Euro
Rabattschutz (18 %) 54 Euro
Vollkasko (300 Euro Selbstbeteiligung) 353 Euro
Rabattschutz (18 %) 62 Euro
Versicherungsbeitrag (pro Jahr) 767 Euro
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Rückstufung

Das System der Schadenfreiheitsklassen ist das wichtigste Belohnungs­system für unfallfreies Fahren. Wer keine Kosten durch selbst verschuldete Unfälle verursacht, wird belohnt. Zum Beispiel: Bleiben Sie vier Jahre lang unfall- und schadenfrei, erhalten Sie eine höhere und bessere Kfz-Versicherungs-Einstufung und steigen beispielsweise von SF-Klasse 3 auf SF 4 hoch.

Daran gekoppelt ist der Schadenfreiheitsrabatt – eine Vergünstigung auf den Versicherungs­bei­trag, die jeder Anbieter selbst festlegt. Je höher Sie in den SF-Klassen aufsteigen, desto höher ist auch Ihr SF-Rabatt. Die Folge: Ihr Tarif wird günstiger und Sie zahlen geringere Beiträge. 

Werden Haftpflicht und Vollkasko gleich zurückgestuft?

Nein. Im Falle eines Unfalls, also bei der Rückstufung in niedrigere SF-Klassen, werden Haftpflicht­ver­sicher­ung und Vollkasko unterschiedlich behandelt.

  • Die Kfz-Haftpflicht deckt alle Schäden ab, die Sie Dritten zufügen. Die Rückstufung nach einem Unfall kann Sie bis zu zehn Schadenfreiheitsklassen kosten. Dies haben die Versicherer in ihren Ver­sicher­ungs­bedingungen festgelegt. In Ihrem Versicherungsvertrag können Sie nachlesen, welche Regelung für Sie gilt.
  • In der Vollkaskoversicherung, welche die Reparaturkosten für selbst verursachte Schäden an Ihrem eigenen Auto übernimmt, fallen die Rückstufungen in der Regel geringer aus.

Beispiel für Rückstufung ohne Rabattschutz

Fahren Sie 20 Jahre unfallfrei und haben dann Ihren ersten selbst verschuldeten Schadens­fall, würde die SF-Klasse Ihrer Vollkasko auf 8 sinken. In der Haftpflicht würden Sie auf SF 7 zurückfallen. Ihre Versicherungsprämie würde um zwölf Prozent ansteigen. Mit jedem weiteren Unfall würden Sie weiter zurückgestuft.

Gut zu wissen: Gültigkeit
Illustration Info: Gut zu wissen

Melden Sie Ihr Auto ab, weil Sie es stilllegen, verkaufen oder gerade nicht benötigen, gehen Ihre Prozente nicht verloren. Schließen Sie eine neue Kfz-Versicherung ab, rechnet sie Ihnen Ihre bisherige Schadenfreiheits­klasse an. Das gilt sowohl für Ihren alten Anbieter als auch jedes andere Ver­sicherungs­unter­nehmen. Der neue Kfz-Versicherer erkundigt sich bei Ihrem ehemaligen Anbieter über die Höhe Ihrer SF-Klasse.

Wie lange der Schadenfreiheitsrabatt nicht verfällt, ist von Versicherer zu Versicherer unterschiedlich. Meist sind es sieben bis zehn Jahre. Einige Versicherungen bieten sogar an, den alten SF-Rabatt mit einer speziellen Bescheinigung zeitlich unbegrenzt zu reaktivieren.

Aus Datenschutzgründen kann es passieren, dass die Versicherung Ihre Informationen nach einigen Jahren löscht. In diesem Fall weisen Sie Ihre letzte SF-Klasse anhand von Unterlagen nach, um sie wieder "aufleben" zu lassen. Andernfalls können Sie keine Ansprüche geltend machen. Die Einstufung erfolgt nach Ihrem realen Schadensverlauf.

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Die passende Versicherung
Häufige Fragen
  • Rabattsicherung: Welche Alternativen gibt es, damit ich meine SF-Klasse behalten kann?

    Wollen Sie keinen Rabattschutz abschließen, haben Sie nur eine Möglichkeit, Ihren aktuellen Schaden­frei­heits­rabatt zu sichern: Melden Sie kleinere Schäden nicht Ihrer Versicherung. Stattdessen bezahlen Sie sie aus eigener Tasche. Das mag kurzfristig zwar etwas mehr Geld kosten, dafür halten Sie aber Ihre SF-Klasse stabil, schonen Ihren Schadenfreiheitsrabatt und verhindern eine Beitragserhöhung.
  • Was ist ein Rabattretter und wie kann ich ihn nutzen?

    Falls Sie in SF 25 oder höher eingestuft sind, haben Sie in Ihrer Versicherung vielleicht einen sogenannten Rabatt­retter. Mit dieser Leistung belohnten Versicherungen ihre Kunden früher für langjähriges Fahren ohne Schaden. Der Rabatt­retter hat die gleiche Wirkung wie der Rabattschutz, ist im Unterschied dazu aber kostenlos. Im Schadensfall erfolgt keine Rück­stuf­ung. Sowohl in der Kfz-Haftpflicht als auch in der Vollkasko wird bei Tarifen mit Rabattretter jeweils ein Unfallschaden pro Jahr reguliert, ohne dass sich Schadenfreiheitsrabatt oder Versicherungs­prämie verändern.

    Haben Sie einen älteren Versicherungs­vertag, können Sie diese Verein­barung möglicherweise heute noch in Anspruch nehmen. In neueren Verträgen gibt es in der Regel keine Rabattretter mehr.

  • Was verbirgt sich hinter einer Rabattklausel?

    Verursachen Sie mit einem geliehenen Wagen einen Unfall, reguliert nicht Ihre Kfz-Versicherung den Schaden, sondern die des Fahrzeughalters. Der Nachteil: Nicht Ihnen, sondern dem Halter drohen eine eventuelle Rückstufung in eine niedrigere Schadenfreiheitsklasse und künftig höhere Beiträge.

    In einem solchen Fall lohnt sich ein Blick in die Bedingungen Ihres Privathaftpflicht-Vertrages. Einige Policen bieten eine sogenannte Rabattklausel an. Dann leistet Ihre private Haftpflichtversicherung einen finanziellen Ausgleich an den benachteiligten Fahrzeughalter. 

    Zum Beispiel: Sie verschulden mit dem Pkw eines Bekannten einen Unfall. Die Versicherung Ihres Freundes übernimmt den Schaden und stuft ihn von der günstigen SF-Klasse 16 auf SF-Klasse 7 zurück. Dadurch zahlt Ihr Bekannter für seine Kfz-Versicherung in den darauffolgenden Jahren fast 2.000 Euro mehr. Zum Glück bietet Ihre Privathaftpflicht eine Rabattschutz-Klausel an. Sie gleicht seine Rückstufung mit 750 Euro aus. Das entspricht den Mehrkosten für fünf Jahre Rückstufung. Den Restbetrag in Höhe von 1.250 Euro zahlen Sie Ihrem Bekannten aus eigener Tasche.

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