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Dauer der Gültigkeit: Gutscheine oft länger gültig als gedacht

Alles was Sie über Geschenkgutscheine wissen sollten

Allianz - Gutscheinbeispiele

Bei jedem Vierten lagen auch dieses Jahr Geschenkgutscheine unterm Baum. Gutscheine sind praktisch, für den Schenkenden und den Beschenkten. Trotzdem herrscht immer wieder Unsicherheit: Wie viel Zeit kann ich mir lassen? Bekomme ich auch Bares ausbezahlt? Kann ich ihn verkaufen, wenn ich nichts finde? Sechs Punkte, die Sie über Gutscheine wissen sollten.


1. Wie viel Zeit habe ich zum Einlösen?

Ist auf dem Gutschein kein Ablaufdatum vermerkt, gilt eine Einlösefrist von drei Jahren – soweit die regelmäßige gesetzliche Verjährungsfrist. Doch der Anbieter darf auch einen kürzeren Zeitpunkt festlegen. Das heißt, wenn Sie jetzt noch Gutscheine ohne Einlösefrist in Ihrer Schublade haben, die von Weihnachten 2011 stammen, dann sollten Sie sich beeilen. Diese verlieren am 31.12.2014 ihre Gültigkeit.


2. Welche Fristen sind erlaubt?

Handelt es sich um eine konkrete Veranstaltung (z. B. Theater- oder Konzertgutschein), ist auch eine kürzere Einlösezeit erlaubt. So können diese beispielsweise nur während der Spielzeit eines Stücks gelten. Anders bei Kinogutscheinen: Solange sie nicht auf einen Film beschränkt sind, müssen sie mindestens zwei Jahre gültig sein. Grundsätzlich muss der Kunde ausreichend Zeit zum Einlösen erhalten. Was unter „ausreichend“ verstanden wird, ist allerdings nicht unumstritten. Drei Gerichtsurteile dazu:

OLG München (Az: 29 U 3193/07)
Die Gutscheine des Internetversandhändlers Amazon müssen grundsätzlich länger als ein Jahr gültig sein.

OLG Hamburg (Az: 10 U 11/00)
Ein Kinogutschein darf nicht vor Ablauf von zwei Jahren verfallen.

LG München (Az: 7 O 2109/95)
Der Inhaber des Gutscheins muss genügend Zeit zum Einlösen haben. Dies ist bei einer Frist von lediglich 10 Monaten zu kurz. Damit wird der Verbraucher benachteiligt.


3. Was mache ich, wenn die Frist abgelaufen ist?

Ist der Gutschein abgelaufen, kann sich der Händler weigern ihn einzulösen. Trotzdem geht der Kunde nicht automatisch leer aus. Solange die dreijährige Verjährungsfrist noch nicht verstrichen ist, besteht für den Händler die Verpflichtung zumindest den Geldwert des Gutscheins zu erstatten. Er darf jedoch den Teil, den er bei rechtzeitigem Einlösen als Gewinn gemacht hätte, behalten. Bis zu rund 20 Prozent müssen deshalb als Abzug akzeptiert werden. War keine Frist auf dem Gutschein eingetragen, so gilt laut BGB, dass dieser spätestens nach drei Jahren verfällt. Dann gibt es auch kein Geld mehr zurück.


4. Kann ich gegen Bargeld eintauschen?

Den Gutschein gegen Geld eintauschen, geht normalerweise nicht. Es sei denn, Händler und Käufer haben dies ausdrücklich vereinbart. Anders sieht es aus, wenn das mit dem Gutschein versprochene Produkt nicht innerhalb der Gültigkeitsdauer beschafft oder die Dienstleistung erbracht werden kann. Dann haben Sie ein Anrecht auf Barauszahlung. Wird ein Gutschein eingelöst, zahlen Anbieter aber nicht selten den Restbetrag in bar aus. Ein Anspruch darauf besteht allerdings nicht. Grundsätzlich kann ein Gutschein in Teilen eingelöst werden. Über die Restsumme gibt es dann einen neuen Gutschein – oder eben Bares.


5. Was, wenn der Anbieter pleitegeht?

Geht der Anbieter in Insolvenz, haben Sie Pech gehabt. Der Gutschein verliert seinen Wert. Dann kann der Kunde nur noch versuchen, die Forderungen beim Insolvenzverwalter anzumelden, sofern das Verfahren eröffnet wurde. Bessere Chancen haben Sie, wenn der Gutschein von einer Handelskette war, dann steht die Firma in der Pflicht. Sie können den Gutschein in einem Laden an einem anderen Standort einlösen – ausgenommen sind Franchise-Unternehmen, da hier die Inhaber selbstständig sind.


6. Darf ich den Gutschein verkaufen?

Ja, Gutscheine können beliebig weiterverschenkt, weitergegeben und auch verkauft werden. Selbst wenn Ihr Name auf dem Gutschein steht, kann er von jemand anderem eingelöst werden.


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Frank Preidel ist Rechtsanwalt und Mediator, Fachanwalt für Arbeitsrecht und Verkehrsrecht sowie Vertrauensanwalt des AvD (Partner der Allianz). Er ist u.a. Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Arbeitsrecht im Deutschen Anwaltsverein und in der Arbeitsgemeinschaft Verkehrsrecht im Deutschen Anwaltsverein. Mehr Infos auf der Homepage der Kanzlei: www.kanzlei-pb.de

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