Mann sitzt bequem auf seinem Motorrad und schaut auf einen Fluss

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Motorrad Versicherung

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Kurz erklärt in 30 Sekunden
  • Eine Motorradversicherung schützt Sie, wenn Sie mit Ihrem Bike einen Unfall verursachen und dadurch Schäden bei Dritten entstehen.
  • Wie beim Auto ist die Kfz-Haftpflicht eine gesetzlich vorgeschriebene Pflichtversicherung für Ihr Kraftrad. Als Grundschutz kommt sie für Sach-, Personen- oder Vermögensschäden auf, die Sie als Motorradfahrer bei anderen verursachen.
  • Eine Teilkasko erweitert Ihren Haftpflichtschutz. Sie leistet beispiels­weise bei Schäden durch Sturm oder Diebstahl. Die Vollkasko steht für vollumfängliche Sicherheit. Sie greift auch bei selbst verschuldeten Unfällen und Folgen von Vandalismus.
  • Eine besondere Leistung der Allianz Motorradversicherung: Sie zahlt bereits im Grundschutz bei einem Totalschaden den Neu- bzw. Kaufpreis zurück.
Ihre Vorteile
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Haftpflicht

Teilkasko

Vollkasko

Versicherungs­summe je Schaden (100 Millionen Euro)
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davon Versicherungssumme bei Personenschäden (15 Millionen Euro)
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davon Versicherungssumme bei Umweltschäden (5 Millionen Euro)
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Versicherungssumme bei Nutzung fremder Fahrzeuge im Ausland (Mallorca Police): 100 Millionen Euro
Versicherungssumme bei Nutzung fremder Fahrzeuge im Ausland (Mallorca Police): 100 Millionen Euro

Versicherungssumme bei Nutzung fremder Fahrzeuge im Ausland (Mallorca Police): 100 Millionen Euro

Versicherungssumme bei Nutzung fremder Fahrzeuge im Ausland (Mallorca Police): 100 Millionen Euro

Schäden an Ihrem Eigentum, durch das eigene Kfz verursacht (bis 50.000 Euro)
Schäden an Ihrem Eigentum, durch das eigene Kfz verursacht (bis 50.000 Euro)

Schäden an Ihrem Eigentum, durch das eigene Kfz verursacht (bis 50.000 Euro)

Schäden an Ihrem Eigentum, durch das eigene Kfz verursacht (bis 50.000 Euro)

Diebstahl
Diebstahl
Diebstahl

Diebstahl

Brand, Explosion oder Kurzschluss
Brand, Explosion oder Kurzschluss
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Zusammenstoß mit Tieren aller Art
Zusammenstoß mit Tieren aller Art
Zusammenstoß mit Tieren aller Art

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Tierbiss, ohne Ausschluss bestimmter Tierarten
Tierbiss, ohne Ausschluss bestimmter Tierarten
Tierbiss, ohne Ausschluss bestimmter Tierarten

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Elementarschäden
Elementarschäden
Elementarschäden

Elementarschäden

Glasschäden (ohne Glaspartner)
Glasschäden (ohne Glaspartner)
Glasschäden (ohne Glaspartner)

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Überführungs- und Zulassungskosten
Überführungs- und Zulassungskosten
Überführungs- und Zulassungskosten

Überführungs- und Zulassungskosten

Grob fahrlässige Handlungen mitversichert
Grob fahrlässige Handlungen mitversichert
Grob fahrlässige Handlungen mitversichert

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Schäden bei Benutzung von Fähren (Havarie-Grosse)
Schäden bei Benutzung von Fähren (Havarie-Grosse)
Schäden bei Benutzung von Fähren (Havarie-Grosse)

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Sonderausstattung
Sonderausstattung
Sonderausstattung

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Neu- bzw. Kaufpreisentschädigung (bis zu 18 Monate)
Neu- bzw. Kaufpreisentschädigung (bis zu 18 Monate)
Neu- bzw. Kaufpreisentschädigung (bis zu 18 Monate)

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GAP-Deckung/Differenzkasko
GAP-Deckung/Differenzkasko
GAP-Deckung/Differenzkasko

GAP-Deckung/Differenzkasko

Zusatzschutz für Elektro
Zusatzschutz für Elektro
Zusatzschutz für Elektro

Zusatzschutz für Elektro

inklusive Allgefahrendeckung

Unfall und Vandalismus
Unfall und Vandalismus
Unfall und Vandalismus
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Cyber-/Hackerangriff
Cyber-/Hackerangriff
Cyber-/Hackerangriff
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Gut zu wissen: Schadenfreiheitsklasse übertragen
Illustration Info: Gut zu wissen

Wer bereits einen Führerschein für ein Leichtkraftrad oder einen Roller hat, der kann bei der Motorradversicherung sparen. Denn: In der Regel kann er die Schadenfreiheitsklasse übertragen und für seine Motorradversicherung über­nehmen.

Das gilt aber nur, wenn Motorrad oder Roller zulassungspflichtig sind. Kraft­räder mit bis zu 50 Kubikzentimeter (ccm) Hubraum etwa müssen nicht auf der Zulassungsstelle gemeldet werden – sie dürfen mit einem Versicherungs­kenn­zeichen  am Verkehr teilnehmen und sind auch nicht steuerpflichtig.

Günstigere Beitragskonditionen erhalten Sie auch, wenn Sie Ihr Bike als Zweitfahrzeug beim gleichen Anbieter versichern, bei dem Sie bereits einen Vertrag für Ihr Auto abgeschlossen haben. Die sogenannte Zweitwagen­regel­ung ermöglicht es, dass der Versicherer Sie bei der Motorradversicherung in eine bessere Schaden­freiheits­klasse einstuft. Bei vielen Anbietern steigen Sie mit Ihrem Zweirad beispielsweise in SF-Klasse ½ oder 2 statt in SF-Klasse 0 ein.

Illustration Info: Gut zu wissen
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Steuer, Saisonkennzeichen & Co.
Die gesetzlich vorgeschriebene Kfz-Haftpflicht für Ihr Motorrad ist steuerlich absetzbar. Zudem genießen Sie beitragsfreien Ruheversicherungsschutz, wenn Ihre Maschine mit einem Saisonkennzeichen zugelassen ist. Weitere Details zu den Versicherungsbedingungen finden Sie hier im Überblick.
Mann mit Motorradhelm und Lederkluft sitzt auf Motorrad

Kfz-Haftpflicht für Motorräder ist steuerlich absetz­bar

Arbeitnehmer, Beamte oder Rentner können die Kfz-Haftpflichtversicherung für ihr Kraftrad steuerlich geltend machen. Als Fahrzeughalter geben Sie die Beitragskosten in der Anlage Vorsorgeaufwand unter "sonstige Vorsorgeaufwendungen" (Zeile 46 bis 50) an.

Wichtig: Die Summe der Vorsorgeaufwendungen, die pro Jahr insgesamt absetzbar sind, ist auf 1.900 Euro begrenzt. Da auch die Beiträge zur Pflege- und Krankenversicherung dazu zählen, kommt die Motorradversicherung bei Arbeitnehmern meist nicht mehr zum Tragen. Bei Selbst­stän­digen liegt die anrechenbare Summe mit 2.800 Euro etwas höher.

Welche Art von Kraftrad Sie versichern, spielt steuerlich übrigens keine Rolle. Die Kosten für die Versicherung eines 125-ccm-Leichtkraftrads können Sie genauso von der Steuer absetzen wie die Beitragsprämie für einen PS-starken Tourer.

Bikes mit Saisonzulassung schützt die Ruhe­ver­sich­er­ung während der Standzeit

Ist Ihr Motorrad kaskoversichert und mit einem Saisonkennzeichen angemeldet, ist es außerhalb des aktiven Saisonzeitraums beitragsfrei haftpflicht- und teilkaskoversichert. Für einen eventuellen Schadensfall im "Winterlager", zum Beispiel Diebstahl, kommt dann Ihr Kfz-Versicherer auf.

Damit die sogenannte Ruheversicherung greift, sind folgende Bedingungen zu beachten:

  1. Sie bewegen die Maschine während der Ruhezeit nicht auf öffentlichen Straßen. Lediglich Sonderfahrten, die mit Zulassung, Hauptuntersuchung oder Abgas­unter­suchung in Verbindung stehen, sind gestattet.
  2. Das Motorrad ist sicher auf einem umfriedeten Privatgelände abgestellt, zum Beispiel in einem überdachten Carport auf Ihrem Grundstück.

Ein Kraftrad mit Ganzjahreszulassung nur in den Sommermonaten zu versichern, ist dagegen nicht möglich. Sobald Sie mit dem Bike am öffentlichen Straßenverkehr teilnehmen, ist die Kfz-Haftpflicht obligatorisch.

Bei An- und Ummeldung des Kraftrads benötigen Sie eine elektronische Versicherungs­bestätigung

Möchten Sie Ihr Bike an- oder ummelden, fordert die Kfz-Zulassungsstelle einen Nachweis dafür, dass Sie eine Motorrad­haft­pflicht­versicherung abgeschlossen haben. Hierfür benötigen Sie eine elektronische Versicherungsbestätigung (eVB), die Sie bei Ihrer Motorrad­versicherung anfordern.

Als Versicherungsbestätigung stellten Kfz-Versicherer früher eine Doppelkarte in Papierform aus. Seit 2008 erhalten Sie als Versicherungsnachweis eine sogenannte eVB-Nummer, eine siebenstellige Zahlen- und Buchstaben­kombination. Die eVB schickt Ihnen der Versicherer kostenlos per E-Mail oder SMS, sobald er Ihren Versicherungs­antrag angenommen hat.

Internationale Versicherungskarte weist gültige Motorrad­ver­sicher­ung im Ausland nach

Sind Sie mit Ihrem Bike in Ländern wie Russland, Türkei, Ukraine oder Mazedonien unterwegs, benötigen Sie eine Internationale Versicherungskarte (ehemals Grüne Versicherungskarte). Das Dokument zeigen Sie zum Beispiel bei Verkehrskontrollen als Versicherungsnachweis vor. Die die nicht mehr grüne Karte erhalten Sie kostenlos von Ihrem Motorradversicherer.

Fahren Sie mit Ihrer Maschine dagegen nach Österreich, Italien oder in ein anderes EU-Mitgliedsland, brauchen Sie keine Internationale Versicherungskarte. Hier gilt das Kennzeichen­ab­kommen. Das heißt: Ein gültiges Kfz-Kennzeichen reicht als Versicherungsnachweis aus.

Ihr Kraftrad dürfen Personen fahren, die im Ver­sicher­­ungs­­vertrag aufgeführt sind

Grundsätzlich darf Ihre Maschine jeder Fahrer steuern, der im Besitz der erforderlichen Fahr­er­laubnis ist. Für Krafträder mit mehr als 50 ccm Hubraum und einer bauartbedingten Höchst­geschwindigkeit von über 45 km/h ist das ein Führerschein der Klasse A. Diese Fahr­erlaubnis erhalten Sie frühestens ab 18 Jahren. Ab diesem Alter können Sie auch eine Motorrad­ver­sich­erung abschließen.

Das heißt allerdings nicht, dass jeder Biker, der mit Ihrem Zweirad unterwegs ist, automatisch durch Ihre Motorradversicherung geschützt ist. Neben Ihnen als Fahrzeughalter sind nur Personen abgesichert, die explizit im Versicherungsvertrag aufgeführt sind. Auf eine andere Person übertragbar ist die Motorrad­ver­sicherung nicht.

Bei einigen Anbietern können Sie allerdings Ihre Schadenfreiheitsklasse auf Ehepartner, Kinder oder andere Verwandte über­tragen – zum Beispiel, wenn Sie selbst das Motorradfahren auf­geben und Ihren Versicherungsvertrag kündigen.

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Klarheit im Schadensfall
  • Zubehör bis zu einem Gesamtneuwert von 10.000 Euro zu Schaden kommt. Es ist ohne zusätzlichen Beitrag mitversichert.
  • … Sie eine Teil- oder Vollkaskoversicherung abge­schlos­sen haben und außerhalb der Saison Opfer eines Brand­schadens oder Diebstahls werden. Das Fahrzeug muss sich auf einem privaten Stellplatz befinden.
  • … Sie im Urlaub ein Fahrzeug anmieten und unver­schul­det in einen Unfall geraten. Der Auslands­schaden­schutz ersetzt nach deutschem Recht und leistet im Schadensfall bis zur Versicherungssumme der Kfz-Haftpflichtversicherung.
  • … Sie grob fahrlässig einen Unfall verursachen, weil Sie abgelenkt sind und eine rote Ampel übersehen. In der Voll- und Teilkaskoversicherung verzichtet die Allianz auf den Einwand der groben Fahrlässigkeit und kürzt keine Leistungen.
  • … Sie mit einem Pferd, Rind oder Schaf kollidieren. Die Allianz bietet erweiterten Wildschutz: Biker sind nicht nur bei Zusammenstößen mit Haarwild (z.B. Hirsche, Rehe, Wildschweine), sondern mit Tieren aller Art abgesichert.
  • … Sie an Motorradrennen oder Übungsfahrten teil­nehmen, bei denen es um Höchst­geschwindig­keiten geht. Für genehmigte Rennen muss der Veranstalter eine gesonderte Versicherung ab­schließen.
  • … Ihr Motorrad länger als 18 Monate stillgelegt wird. Bis dahin haben Sie bei Ihrer Teil- oder Voll­kasko­ver­sicherung einen beitragsfreien Ruhe­versicherungs­schutz.
  • … Sie Ihr Fahrzeug außerhalb des Saisonzeitraums bewegen und dabei in einen Unfall verwickelt werden.
  • … Ihr Bike bei einer privaten Überführungs- oder Trans­portfahrt auf einem Anhänger  zu Schaden kommt.
Motorradfahrer mit Helm und Schutzbrille legt sich beim Motorradfahren in eine Kurve
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Häufige Fragen
  • Wo kann ich die Motorradversicherung der Allianz abschließen?

    Eine persönliche Beratung zur Motorradversicherung der Allianz und eine individuelle Anpassung Ihres Versicher­ungs­schutzes erhalten Sie in einer Allianz Agentur in Ihrer Nähe. Dort bekommen Sie auch den einen oder anderen Tipp zum Anmelden Ihrer Maschine.
  • Welches Motorradzubehör ist mitversichert?

    Wenn es fest ein- oder angebaut und straßenverkehrsrechtlich zugelassen ist, dann ist folgendes Zubehör ohne Bei­trags­zuschlag bis zu einem Gesamtneuwert von 10.000 Euro in Ihrer Motorradversicherung mitversichert:

    • Schutzhelme inklusive Wechselsprechanlage
    • Zulässige Veränderungen an Fahrwerk, Triebwerk, Auspuff-Sonderlackierungen
    • Seitenwagen und Verkleidungen
    • Spezialaufbauten, etwa am Tank oder Gepäckträger

    Übrigens: Motorrad-Schutzbekleidung ist nicht mitversichert – es sei denn, sie kommt durch das Verschulden eines anderen Verkehrsteilnehmers zu Schaden. Sind Sie selbst der geschädigte Biker, ersetzt Ihnen die Kfz-Haft­pflicht­versicherung des Verursachers beispielsweise Schäden an Lederkluft, Protektoren oder Motorradstiefeln.

  • Bin ich auch während einer vorübergehenden Stilllegung oder Abmeldung des Motorrads versichert?

    Wenn Sie für Ihr Motorrad eine Kaskoversicherung abgeschlossen haben, genießen Sie während der vorübergehenden Stilllegung beitragsfreien Ruheversicherungsschutz – bis zu 18 Monate lang.

    Melden Sie die Maschine dauerhaft ab, müssen Sie dies Ihrem Versicherer nicht mitteilen. Die Kfz-Zulassungsstelle informiert die Motorradversicherung des ehemaligen Halters sowie das zuständige Finanzamt automatisch über die Außerbetriebsetzung.

  • Ist für mich als Motorradfahrer eine Rechtsschutz- oder Unfallversicherung sinnvoll?

    Wir empfehlen Ihnen, sich zusätzlich zur Motorradversicherung mit einer Unfallversicherung und einer Verkehrs-Rechtsschutzversicherung abzusichern. Die Unfallversicherung schützt Sie, wenn Sie einen Unfall selbst verursacht haben, also kein Schadensersatzanspruch gegen andere besteht.

    Die Rechtsschutzversicherung hilft Ihnen nicht nur bei Streitigkeiten beim Kfz-Kauf oder bei Reparaturen, sondern auch bei Unfällen und Verfahren mit Behörden und Gerichten. Auch beim Führerscheinentzug kann eine Rechtsschutz­versicherung hilfreich sein.

  • Wie kann ich eine Motorradversicherung wechseln oder kündigen?

    Sie können Ihre bestehende Motorradversicherung ordentlich kündigen – oder Ihr Sonderkündigungsrecht nutzen. Eine ordentliche Kündigung der Allianz Motorradversicherung ist bis 30 Tage vor Vertragsende möglich. 

    Das Recht auf außerordentliche Sonderkündigung haben Sie bei der Motorradversicherung zum Beispiel im Fall einer Beitragserhöhung, bei einem Fahrzeugwechsel oder im Schadensfall. Wie bei einer regulären Kündigung gilt eine Kündigungsfrist von vier Wochen.

    Übrigens: Verkaufen Sie Ihr Bike, teilen Sie den Halterwechsel Ihrer Motorradversicherung mit. In der Regel lassen Sie Ihrem Versicherer hierfür eine Kopie des Kaufvertrags zukommen. Der Versicherungs­schutz geht nach dem Motorrad­verkauf auf den neuen Besitzer über.

  • Was unterscheidet eine Kfz-Versicherung für ein Motorrad von der Autoversicherung?

    Die Motorradversicherung ist einer Versicherung für vierrädrige Kfz sehr ähnlich. Die Policen unterscheiden sich haupt­sächlich in den Deckungssummen. Zweiradfahrer profitieren meist von einem wesentlich höheren Schutz als Auto­fahrer. Leistungsbeträge variieren von Versicherer zu Versicherer.
  • Welche Motorräder erfasst die Motorradversicherung?

    Versicherer gewähren nicht allen Motorrädern Versicherungsschutz. Normalerweise akzeptieren sie herkömmliche Motorräder mit und ohne Beiwagen. Daneben gilt die Motorradversicherung auch für Trikes und Quads. Bei regel­rechten PS-Monstern hängt es von der Versicherungsgesellschaft ab, ob ein Vertragsabschluss möglich ist.

    Unproblematisch sind Zweiräder ab 51 ccm Hubraum. Beispielsweise schützt eine Motorradversicherung 125-ccm-Leichtkrafträder oder 80-ccm-Leichtkraftroller, die bereits Fahranfänger ab 16 Jahren steuern dürfen. Einige Ver­sich­erer bieten spezielle 125er-Versicherungstarife für Leichtkrafträder mit einer Hubraumgröße zwischen 80 ccm und 125 ccm an. Meist erfolgt jedoch keine Unterscheidung zwischen Leichtkraftrad, Motorrad und Co.: Bei vielen Anbietern gilt die reguläre Motorradversicherung für alle zweirädrigen Kfz.

    Anders sieht es bei Kleinkrafträdern wie Mofas und Mopeds aus. Ihnen bietet eine Mopedversicherung den passenden Schutz. Wichtig: Eine Kfz-Haftpflichtversicherung ist grundsätzlich für alle motorisierten Zweiräder gesetzlich vor­ge­schrieben. Lediglich E-Bikes (Pedelecs), die mit Motorunterstützung eine Geschwindigkeit von höchstens 25 Kilometern pro Stunde erreichen, müssen nicht versichert sein.

  • Ist der nächtliche Abstellplatz des Motorrads wichtig für die Berechnung der Motorradversicherung?

    Nein. Ob Sie das Bike über Nacht in einer Garage oder unter freiem Himmel abstellen, spielt bei der Berechnung der Versicherungsprämie keine Rolle. Ausschlaggebend für die Beitragskosten sind vielmehr Einflussfaktoren wie Fahrzeugalter, PS-Zahl und Schadenfreiheitsklasse des Versicherungsnehmers.
  • Gelten Besonderheiten für E-Scooter?

    Ja, die gibt es. Am Straßenverkehr dürfen Sie nur mit Elektro-Scootern teilnehmen, die eine Allgemeine Betriebs­erlaub­nis besitzen. Eine weitere Besonderheit: Sie müssen für das Elektro-Kleinstfahrzeug eine E-Scooter Versicherung ab­schlie­ßen. Ihre private Haftpflicht­versicherung genügt im Schadensfall nicht aus. Ebenfalls nicht erlaubt ist, elek­trische Stehroller (z.B. Segways) in einer bestehenden Kfz-Haftpflicht mitzuversichern. Sie müssen einen neuen Vertrag ab­schlie­ßen.
  • Wie wirkt sich ein Unfall auf den Beitrag meiner Motorradversicherung aus?

    Das hängt davon ab, ob Sie den Unfall selbst verschuldet haben. Werden Sie als Motorradfahrer in einen Autounfall verwickelt, an dem ein anderer Verkehrsteilnehmer Schuld ist, kommt dessen Kfz-Haftpflicht für Schäden an Ihrem Bike auf. Auf die Höhe Ihres Versicherungsbeitrags hat der Schadensfall keinen Einfluss.

    Anders sieht es aus, wenn Sie selbst für den Unfall verantwortlich sind, weil Sie beispielsweise unaufmerksam fahren und den vor Ihnen fahrenden Pkw rammen. In diesem Fall übernimmt Ihre Vollkaskoversicherung zwar den Schaden an Ihrem eigenen Kraftrad. Allerdings erfolgt in der Regel eine Rückstufung in der Schadenfreiheitsklasse. Das heißt: Ihr Versicherer reduziert den Schadenfreiheitsrabatt, den Sie durch unfallfreies Fahren "angesammelt" haben. In der Folge erhöht sich die Prämie Ihrer Motorradversicherung.

  • Kann ich meine Motorradversicherung auf ein Auto übertragen?

    Ja, das ist möglich. Versichern Sie anstelle Ihres Motorrads einen Pkw, rechnet Ihr Versicherer Ihnen die Anzahl der schadenfreien Jahre an. Sprich: Er überträgt die Schadenfreiheitsklasse Ihres Bikes auf das Auto.

    Ein Beispiel: Nachdem Sie fünf Jahre lang unfallfrei mit Ihrem Leichtkraftroller unterwegs waren, kaufen Sie sich einen Neuwagen. Ihre Kfz-Versicherung berücksichtigt die schadenfreien Motorradjahre im Versicherungsvertrag für den Pkw und stuft Sie in SF-Klasse 5 ein. Je nach Versicherer entspricht dies beispielsweise einem Schadenfreiheitsrabatt in Höhe von 50 Prozent auf Ihre Versicherungsbeiträge.

  • Brauche ich für mein Motorrad Winterreifen?

    Eine gesetzliche Winterreifenpflicht für einspurige Kraftfahrzeuge wie Motorräder, Roller oder Mopeds gibt es in Deutschland nicht. Motorradreifen mit dem für Winterreifen vorgeschriebenen Alpine-Symbol (Berg mit Schneeflocke) sind für Zweiräder meist gar nicht erhältlich. Prinzipiell dürfen Sie bei Schnee und Eis also mit regulärer Bereifung aufs Bike steigen. 

    Aus Sicherheitsgründen sollten Sie bei winterlichen Straßenverhältnissen allerdings auf Spritztouren mit Ihrer Maschine verzichten. Die meisten Motorradfahrer nutzen ihr Bike ohnehin saisonal im Frühjahr, Sommer und Herbst.

  • Wie ist ein Sozius versichert?

    Sie nehmen einen Beifahrer mit auf Motorradtour? Der Schutz Ihrer Motorradversicherung gilt auch für den Sozius auf dem Beifahrersitz. Voraussetzung ist, dass beide Personen einen Motorradhelm tragen. Daneben muss Ihr Kraftrad mit Fußrasten, Haltegriffen oder anderen Sicherungsvorrichtungen für den Beifahrer ausgestattet sein.
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