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Junge Frau steht mit ihrem Smartphone vor dem Auto
So gehen Sie vor, wenn es gekracht hat

Autounfall – was tun?

Kurz erklärt in 30 Sekunden
  • Auch wenn er glimpflich ausgeht, bedeutet ein Unfall für Autofahrer meist großen Stress. Jetzt heißt es: kühlen Kopf bewahren und richtig handeln. Sorgen Sie für Ihre eigene Sicherheit, bevor Sie den Notruf absetzen und sich um Verletzte kümmern.
  • Bei größeren Unfällen rufen Sie die Polizei. Bei kleineren Auffahr­unfällen genügt es, mit dem Unfallgegner die Versicherungs­unter­lagen auszutauschen. Dokumentieren Sie den Unfall dazu möglichst ausführlich durch Fotos und Skizzen.
  • Bei einem Autounfall im Ausland hilft der Europäische Unfallbericht. Das Dokument wird von den Unfallbeteiligten ausgefüllt und unterschrieben.
  • Welche Schäden die Versicherung nach einem Unfall übernimmt, hängt vom Umfang Ihres gewählten Versicherungsschutzes ab. Die gesetzlich vorgeschriebene Kfz-Haftpflichtversicherung sichert Sie innerhalb der geografischen Grenzen Europas sowie in außereuropäischen Gebieten ab, die zum Geltungsbereich der EU gehören.
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Gut zu wissen: Statistik
Illustration Info: Gut zu wissen

Laut Statistik ist rund jeder zehnte Schadenfall mit einem Kfz manipuliert. Meist handelt es sich dabei um absichtlich herbeigeführte Unfälle: So werden ahnungslose Autofahrer mit unterschiedlichen Tricks bei Rechts-vor-Links-Situationen, Spurwechsel oder an der Ampel in einen Zusammenstoß verwickelt.

Wie Sie erkennen, ob ein Autounfall provoziert wurde, lesen Sie auf unserer Ratgeberseite zum Versicherungsbetrug.

Illustration Info: Gut zu wissen
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Im Ernstfall
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Nach einem Unfall ist der Schreck groß. Versuchen Sie dennoch, Ruhe zu bewahren. Kontrollieren Sie zunächst Ihre eigene Gesundheit: Sind Sie bewegungs­fähig? Können Sie aus dem Fahrzeug aussteigen? Haben Sie Schmerzen? Achten Sie auf den nachfolgenden Verkehr, wenn Sie die Autotür öffnen. Wichtig: Verlassen Sie auf keinen Fall den Unfallort, denn Fahrerflucht ist strafbar. Übrigens auch dann, wenn Sie gar nicht wissen, ob Sie wirklich beteiligt sind.
Illustration: Mann steht vor beschädigtem Auto
Illustration: Mann steht vor beschädigtem Auto
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Illustration: Warndreieck und Mann mit Warnweste vor Pkw
Schalten Sie die Warnblinkanlage ein und ziehen Sie Ihre Warnweste über. Dann stellen Sie Warndreieck oder Warn­leuchte auf – im Stadtverkehr im Abstand von 50 Metern zum Fahrzeug. Auf Landstraßen sind es 100 Meter, auf der Autobahn 200 Meter. Verlassen Sie anschließend die Fahrbahn, vor allem auf Autobahnen, und klettern Sie hinter die Leitplanke. Organisieren Sie sich Hilfe von anderen Verkehrsteilnehmern.
Illustration: Warndreieck und Mann mit Warnweste vor Pkw
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Verschaffen Sie sich einen Überblick über die Anzahl der Verletzten und setzen Sie danach den Notruf ab (Rettungsdienst und Polizei). Beantworten Sie die Fragen: "Wer? Wo? Was?". Helfen Sie im Anschluss anderen. Übrigens: Zu Erster Hilfe ist jeder verpflichtet – nicht nur die Unfallbeteiligten. Frischen Sie Ihre Kenntnisse regelmäßig bei einer Hilfsorganisation wie dem Roten Kreuz auf und kontrollieren Sie halbjährlich Ihren Verbandskasten auf Vollständigkeit.
Illustration: Frau steht telefonierend vor Polizei- und Rettungswagen
Illustration: Frau steht telefonierend vor Polizei- und Rettungswagen
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Illustration: Frau schreibt Checkliste, im Hintergrund steht Mann vor beschädigtem Auto
Schreiben Sie folgende Daten der Unfallbeteiligten auf: Name, Vorname, Adresse, Telefon, Kennzeichen, Versicherung und Versicherungsnummer. Teilen Sie den anderen Ihre eigenen Daten mit. Wer sich weigert, macht sich strafbar. Möchte einer der Unfall­beteiligten die Polizei hinzurufen, müssen Sie auf jeden Fall so lange warten, bis die Beamten eingetroffen sind.
Illustration: Frau schreibt Checkliste, im Hintergrund steht Mann vor beschädigtem Auto
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Fotografieren Sie die Unfallsituation von möglichst vielen Seiten. War am Unfall kein anderer Verkehrsteilnehmer beteiligt, weil Sie zum Beispiel gegen ein geparktes Fahrzeug gefahren sind, sind Sie dazu verpflichtet, mindestens 30 Minuten zu warten, ob der Geschädigte kommt (Aufklärungsobliegenheit). Erst danach dürfen Sie sich von der Unfallstelle entfernen. Als Schädiger hinterlassen Sie in diesem Fall Ihre Kontaktdaten an der Unfallstelle und melden den Fall sofort der Polizei.
Illustration: Mann fotografiert Pkw mit Handy
Illustration: Mann fotografiert Pkw mit Handy
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Illustration: Zwei Personen verabschieden sich vor Fahrzeug
Sichern Sie möglichst viele Beweise, geben Sie aber selbst kein Schuld­bekenntnis ab. Beim Unfallbericht, den Sie in der Regel als Vordruck in Ihren Versicherungs­unter­lagen finden, handelt es sich nicht um ein Schuldanerkenntnis. Das Dokument umfasst lediglich eine Aufstellung von Fahrzeug- und Personendaten, Schadensbericht und Unfallskizze. Der ausgefüllte Bericht kann, muss aber nicht von den Beteiligten unterschrieben werden. Ebenfalls sinnvoll sind unterschriebene Zeugenaussagen, die den Unfallhergang beschreiben. Kommt es zu rechtlichen Streitigkeiten, sind sie hilfreich, um die Schuldfrage zu klären.
Illustration: Zwei Personen verabschieden sich vor Fahrzeug
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Prüfen Sie vor der Weiterfahrt die Verkehrssicherheit Ihres Fahrzeugs. Und: Säubern Sie die Unfallstelle. Ist Benzin oder Öl ausgelaufen, beauftragen Sie dafür die Feuerwehr oder ein entsprechendes Spezialunternehmen. In der Regel erledigt das die Polizei. Glasscherben und lose Verkleidungsteile können Sie selbst entfernen. Vergessen Sie auch nicht, Ihr Warndreieck oder die Warnleuchte wieder mitzunehmen.

Checkliste Autounfall: Einfach downloaden, ausdrucken und ins Handschuhfach legen ­– so behalten Sie im Ernstfall den Überblick.

Illustration: Mann beobachtet, wie Auto abgeschleppt wird
Illustration: Mann beobachtet, wie Auto abgeschleppt wird

Sie haben einen Schaden an Ihrem Auto? Oder ein anderes Fahr­zeug beschädigt? Ein Schaden­fall ist nie angenehm. Wir helfen Ihnen gerne weiter – und tun alles, um die Abwicklung für Sie so einfach wie möglich zu machen.

Melden Sie Ihren Unfall ganz schnell und einfach über unser Online-Tool. Alternativ erreichen Sie uns auch telefonisch unter 0800 11223344 (aus dem Ausland 00800 11223344).

Illustration: Fünf Sterne
Illustration: Fünf Sterne
Unsere Kunden sind mit unserer Bearbeitung im Schadenfall sehr zufrieden: Bei unserer Befragung geben sie uns 4,6 von 5 Sternen.
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Leistungen im Überblick
Sie entscheiden selbst, wie umfangreich der Schutz Ihrer Kfz-Versicherung bzw. wie hoch die Versicherungssumme sein soll. Je nach individuellem Sicherheits­bedürfnis wählen Sie zwischen Kfz-Haftpflicht als Basisschutz, Teilkaskoversicherung oder umfassendem Vollkaskoschutz.

Ihre Kfz-Haftpflichtversicherung kommt bis zu einer gewissen Deckungssumme für alle Schäden auf, die anderen entstehen, wenn Sie einen Verkehrsunfall verschulden:

  • Schäden an fremden Fahrzeugen oder Gegenständen
  • Schäden an Personen
  • Schäden an der Umwelt

Bei Schäden an Ihrem eigenen Auto bietet die Teilkaskoversicherung unter anderem folgende Leistungen (je nach Vereinbarung mit oder ohne Selbstbeteiligung):

  • Verzicht auf Einwand grober Fahrlässigkeit (außer bei Alkohol-/Drogeneinfluss)
  • Absicherung bei Kollision mit Tieren aller Art und Schäden durch Tierbiss (inklusive Folgeschaden bis zu 5.000 Euro)
  • Schutz bei Schäden durch Elementarereignisse wie Sturm, Hagelschäden am Auto sowie Lawinen aller Art
  • Übernahme von Zulassungs- und Überführungskosten (200 Euro / 1.000 Euro)
  • Absicherung bei Kurzschluss (inklusive Folgeschäden bis zu 5.000 Euro)
  • Erstattung bei Glasbruchschäden
  • Schutz bei Brand und Explosion
  • Übernahme von Diebstahlschäden inkl. Schlossaustausch
  • Havarie Grosse: Versicherungsschutz bei der Benutzung von Schiffen und Fähren
  • Verzicht auf Abzug Neu für Alt, sowie Anrechnung der groben Fahrlässigkeit

Die Vollkaskoversicherung deckt alle Leistungen der Teilkasko (siehe oben) ab. Darüber hinaus sind folgende Leistungen enthalten (je nach Vereinbarung mit oder ohne Selbstbeteiligung):

  • Erstattung von Unfallschäden am eigenen Auto, die durch eigenes Verschulden entstehen
  • Kostenübernahme bei Schäden durch Vandalismus
  • Schutz bei Cyber-/Hackerangriff

Übrigens: Auch bei einem Unfall mit Allwetterreifen ist voller Schutz durch die gesetzliche Kfz-Haftpflicht sowie freiwillige Kaskoversicherung gewährleistet.

Mit den Kfz-Versicherungen der Allianz haben Sie als Autofahrer den wichtigsten Schutz. Damit Sie sorglos unterwegs sind, empfehlen wir Ihnen auch:

  • Verkehrsrechtsschutzversicherung: Im Straßenverkehr kann es schnell zu Konflikten mit anderen Verkehrsteilnehmern kommen. Eine Verkehrsrechtsschutzversicherung sichert Sie im Falle eines Rechtsstreits ab. Sie übernimmt alle Kosten, die mit dem Prozess verbunden sind, zum Beispiel Anwaltsgebühren.
  • Telematik-Versicherung: Dieser Versicherungsbaustein belohnt umsichtiges Fahrverhalten. Per Smartphone-App wird Ihr Fahrverhalten analysiert und an den Kfz-Versicherer weitergeleitet. Wer risikoarm fährt, erhält Rabatte auf die Versicherungsprämie.
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Sachverständige einschalten

Wollen Sie sichergehen, dass die Kfz-Versicherung Ihnen die Unfallkosten im Rahmen der Schadensabwicklung erstattet, lassen Sie ein Gutachten erstellen. In dem Dokument hält ein Sachverständiger objektiv fest, welche Unfallschäden vorliegen. Zudem kalkuliert der Experte den Aufwand für erforderliche Reparaturen.

Sinnvoll ist die Beauftragung eines Gut­achters insbesondere bei größeren Schäden oder unklarem Unfall­geschehen.

Diese Informationen enthält ein Schadengutachten:

  • Technische Daten des Fahrzeugs
  • Besondere Ausstattungsmerkmale
  • Beschreibung der Unfallschäden sowie bereits vorhandenen Schäden
  • Bilder der Schäden
  • Beschreibung notwendiger Reparaturen
  • Kostenaufstellung für die Reparatur
  • Zeitaufwand der Reparatur
  • Beurteilung, ob Totalschaden vorliegt
  • Einschätzung von Wertminderung und Restwert des Fahrzeugs
  • Beurteilung des aktuellen Wiederbeschaffungswerts
  • Schätzung der Ausfallzeit (falls Mietwagen notwendig)

Kfz-Haftpflicht übernimmt die Kosten für Unfallgutachten

Die Gebühren für das Schadengutachten trägt nach einem Autounfall in der Regel die Kfz-Haft­pflicht­versicherung Ihres Unfallgegners. Das gilt auch, wenn Sie als Geschädigter selbst einen Sach­ver­ständigen beauftragen. Voraussetzung ist, dass die Reparatur­kosten die sogenannte Bagatell­grenze von 750 Euro übersteigen. Fällt die Instandsetzung des Fahrzeugs günstiger aus, zahlen Sie das Gutachten aus eigener Tasche.

Wie viel ein Unfallgutachten kostet, hängt von der Höhe des entstandenen Schadens ab. Das Grundhonorar für einen Sachverständigen beträgt zwischen 150 und 1.500 Euro. Hinzu kommen mögliche Nebenkosten, zum Beispiel für Porto, Telefonate oder Fahrten.

Illustration Info: Gut zu wissen
Gut zu wissen: Schadensabwicklung
Illustration Info: Gut zu wissen

Als Versicherungsnehmer leiten Sie die Schadensabwicklung ein, indem Sie den Schaden Ihrem Autoversicherer melden. Nach der Schadens­anzeige nimmt dieser Kontakt mit der Kfz-Versicherung Ihres Unfallgegners auf. Bei schwerwiegenden Unfallschäden oder ungeklärter Schuldfrage begutachtet in der Regel ein Sachverständiger Ihr Fahrzeug. In seinem Gutachten hält der Experte vorliegende Schäden sowie die Höhe der Reparaturkosten fest.

Trägt Ihr Unfallgegner die alleinige Schuld an der Kollision, kommt dessen Kfz-Haft­pflicht­versicherung für alle Schäden auf, die Ihnen entstanden sind. Trifft Sie eine Teilschuld, wird die Entschädigungs­leistung, die Ihnen zusteht, entsprechend gekürzt. In der Regel nimmt die Schadensregulierung etwa vier bis sechs Wochen in Anspruch.

 

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Schadensregulierung und Versicherung
Bei einem Unfall im Ausland sind Sie über Ihre deutsche Kfz-Haftpflicht­versicherung innerhalb der geografischen Grenzen Euro­pas abgesichert. Der Versicherungs­schutz greift darüber hinaus in außer­euro­päischen Ländern, die zum Geltungs­bereich der EU zählen. Versichert sind Sie darüber hinaus in Nicht-EU-Staaten, die auf Ihrer Internationalen Versicherungs­karte vermerkt und nicht durchgestrichen sind.
Zwei Frauen mit Kind sprechen nach Autounfall aufgebracht mit einem Polizisten

Wann ist ein Auslands­schaden­schutz sinnvoll?

Um auf Reisen ins europäische Ausland abgesichert zu sein, können Sie Ihre Kfz-Versicherung mit einem Auslandsschadenschutz erweitern. Dieser Baustein erleichtert die Schadens­ab­wicklung bei Unfällen im Ausland. Zum Beispiel, wenn ein niederländisches Auto Ihr Fahrzeug auf einer französischen Autobahn anfährt, während Sie auf dem Weg nach Spanien sind.

Ihr Kfz-Versicherer entschädigt Sie in diesem Fall so, als wäre der ausländische Unfall­ver­ursacher hierzulande versichert – nach deutschem Recht und deutschen Standards. Lediglich Kosten, die durch Einschaltung eines Anwalts entstehen, werden nicht übernommen.

Welchen Versicherungs­nachweis benötige ich bei einem Unfall im Ausland?

Hat es außerhalb Deutschlands gekracht, reicht Ihr Kfz-Kennzeichen meist als Versicherungs­nachweis aus. Experten empfehlen jedoch, eine Internationale Versicherungskarte (ehemals Grüne Karte) mitzuführen. Im Ausland dient sie als Nachweis für eine bestehende Kfz-Haftpflicht. Darüber hinaus enthält das Dokument wichtige Kontaktdaten für den Schadenfall.

Standardisiert ist in Europa ebenfalls der Unfallbericht, den möglichst alle Unfall­beteiligten zusammen ausfüllen sollten. Jeder kann hier in seiner Sprache ein­tragen, was passiert ist. Der von allen Beteiligten ausgefüllte und unter­schriebene Bericht ist eine wichtige Grundlage zur Klärung der Haftungs­frage. Der Europäische Unfallbericht ist in mehreren Sprachen verfügbar. Es empfiehlt sich, ein Exemplar im Handschuhfach mitzuführen.

Ebenfalls sinnvoll bei Autoreisen ins Ausland ist ein Kfz-Schutzbrief: Je nach Tarif garantiert Ihnen der Zusatzbaustein Sofort­hilfe bei Pannen. Je nach Anbieter sind darüber hinaus Leistungen wie Fahrzeug- und Krankenrück­transport, Organisation von Ersatzteilen, Rechts­beratung oder Dolmetscher­service enthalten. Die Schadensmeldung ist bei Kfz-Schutz­brief­versicherungen in der Regel rund um die Uhr online oder telefonisch möglich – egal, ob Sie sich im In- oder Ausland befinden.

Ihr Urlaubsziel liegt nicht in Europa oder steht nicht auf der Internationalen Versicherungs­karte? In diesem Fall sowie bei weiteren Fragen können Sie uns gerne kontaktieren. Sie interessieren sich für unsere private Unfallversicherung? Allianz UnfallSchutz zahlt unter anderem bei allen Unfällen im Ausland, bei denen Sie eine dauerhafte körperliche Beeinträchtigung erleiden. Wir beraten Sie gerne.

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Die passende Versicherung
Optimal abgesichert mit der Allianz Kfz-Versicherung
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Häufige Fragen
  • Wann muss ich bei einem Unfall die Polizei rufen?

    Wenn die Schuldfrage unklar ist oder Sie den Eindruck haben, dass irgendetwas nicht mit rechten Dingen zugeht, sollten Sie die Polizei hinzuziehen. Das gilt auch, wenn jemand verletzt ist, Beweise aufgenommen werden müssen oder die Straße mit Öl oder Scherben verschmutzt ist.

    Am Unfallort erstellen die Beamten einen Unfallbericht inklusive Beweisfotos und Aussagen aller Zeugen. Die Dokumentation der Polizei ist auch für die anschließende Schadens­regulierung relevant: Sie hilft der Kfz-Versicherung dabei, den Schadenfall zu beurteilen.

    Bei kleinen Auffahrunfällen ohne erhebliche Schäden reicht hingegen meist der Austausch der Versicherungs­daten – insbesondere wenn Zeugen anwesend sind, die den Unfallhergang bestätigen können.

  • Wann brauche ich einen Rechtsanwalt?

    Wenn es kompliziert oder besonders teuer wird. Beispielsweise, wenn Sie sich zu unbedachten Angaben bei der Unfallschilderung haben hinreißen lassen und zu Unrecht mithaften müssen. Ein Verkehrsrechtsanwalt vertritt Ihre Interessen gegenüber allen Personen oder Institutionen, die Ersatzleistungen von Ihnen fordern.

    Umgekehrt sollten Sie auch dann einen Verkehrsanwalt einschalten, wenn Ihnen selbst ein hoher Schaden entstanden ist. Vor allem, wenn Sie Anspruch auf Schmerzensgeld oder Verdienstausfall haben. Gegen hohe Anwalts- und Gerichtskosten können Sie sich mit einer Verkehrsrechtsschutzversicherung absichern.

  • Wann ändert sich nach einem Unfall die Schadensfreiheitsklasse?

    Die Neueinstufung gilt ab Beginn des Versicherungsjahres, das auf das für den Schadenverlauf maßgebliche Kalenderjahr folgt. Wie stark Sie zurückgestuft werden, entnehmen Sie der jeweils gültigen Tabelle Ihres Versicherers. Sie vermeiden eine Rückstufung, indem Sie die Kosten für den Schaden selbst über­nehmen. Das kann manchmal günstiger sein, als monatlich eine höhere Versicherungsprämie zu zahlen.
  • Was kann ich tun, wenn der Unfallgegner seine Versicherung nicht preisgibt?

    Gibt Ihr Unfallgegner nach einem Verkehrsunfall seine Versicherung und andere wichtige Daten nicht heraus, können Sie dessen zuständige Kfz-Haft­pflicht­ver­sicherung unter Angabe des Kennzeichens beim Zentralruf der Autoversicherer erfragen: 0800 2502600. In der Regel erhalten Sie Namen und Kontaktdaten der ermittelten Versicherung.

    Mithilfe dieser Angaben können Sie die Schadensregulierung zügig einleiten. Bei einem Auslandsunfall werden Ihnen Informationen zur ausländischen Versicherung sowie der zuständigen Schadens­regu­lie­rungs­stelle in Deutschland mitgeteilt.

  • Wann habe ich Anspruch auf Schmerzensgeld?

    Kommen bei einem Unfall Autofahrer, Passanten oder andere Verkehrsteilnehmer zu Schaden, können sie Schmerzensgeld fordern. Bei Personen­schäden leistet diese Zahlung finanziellen Ausgleich für Schmerzen, Verletzungen und Einschränkungen im Alltag, die Unfallopfer erleiden.

    Pauschale Beträge sind für Schmerzensgeld nicht definiert. Die Höhe der Zahlung beein­flussen individuelle Faktoren wie Schmerz­intensität sowie Grad der körperlichen Beein­trächtigung oder Folge­schäden.

  • Wann und wie sollte ich einen Autounfall der Versicherung melden?

    Egal, ob ein Haftpflichtschadenfall oder Kaskoschadenfall vorliegt: Als Versicherungsnehmer sind Sie verpflichtet, den Unfall Ihrer Kfz-Versicherung zu melden. Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) empfiehlt, die Schadensmeldung innerhalb einer Woche vorzu­nehmen – je nach Anbieter schriftlich, telefonisch oder per Onlineformular. Bei der Allianz können Sie den entstandenen Kfz-Schaden schnell und unkompliziert online melden.
  • Lohnt sich eine Kfz-Unfallversicherung?

    Eine Kfz-Unfallversicherung (Insassen­unfall­versicherung) greift, wenn Fahrer oder Mitfahrer bei einem Autounfall körperlich zu Schaden kommen. Haftet Ihr Unfall­gegner nicht für die Unfall­folgen, zahlt die Versicherung Geschädigten je nach Anbieter zum Beispiel eine einmalige Entschädigungs­summe oder Invalidenrente. Anders als bei der Fahrerschutzversicherung (Fahrer­unfall­versicherung) sind dabei alle Insassen des Kfz abgesichert.

    In der Regel ist der zusätzliche Schutz jedoch nicht sinnvoll. Denn oft decken bereits andere Policen, etwa eine private Unfall­ver­si­che­rung, die Leistungen der Kfz-Unfallversicherung ab.

  • Was gehört bei einem Autounfall zu den Unfallkosten?

    Neben den Reparaturkosten für die am Fahrzeug entstandenen Schäden ergeben sich nach einem Verkehrsunfall in der Regel weitere Folgekosten. Dazu zählen unter anderem:

    • Abschleppkosten
    • Kosten für Mietwagen, während das Unfallauto in der Werkstatt ist
    • Schmerzensgeld
    • Kosten für Gutachter, Verkehrsanwälte und Gerichtsgebühren
    • Entgangener Gewinn bei wirtschaftlich genutzten Fahrzeugen

    Tragen Sie keine Mitschuld an dem Unfall, erstattet Ihnen die Kfz-Haft­pflichtversicherung des Unfall­gegners die entstandenen Kosten in der Regel vollständig.

  • Wer zahlt bei einem Autounfall mit dem Firmenwagen oder einem geliehenen Fahrzeug?

    Bei einem Unfall mit Ihrem Dienstfahrzeug übernimmt die Kfz-Haftpflichtversicherung Ihres Arbeitgebers die Schäden des Unfallgegners. Als Arbeitnehmer kommen Sie unter Umständen für die Selbstbeteiligungskosten auf.

    Sind Sie mit einem Leihauto in einen Verkehrsunfall verwickelt, kontaktieren Sie umgehend den Fahrzeughalter – beispielsweise die Mietwagenfirma. Der Fahrzeug­verleiher leitet anschließend die Schadens­regu­lie­rung über die zuständige Kfz-Versicherung in die Wege.

  • Bin ich verpflichtet, Bagatellschäden der Versicherung zu melden oder kann ich sie selbst bezahlen?

    Bagatellschäden sind kleine Unfallschäden, beispielsweise Kratzer im Lack oder Dellen im Blech. Ob Sie einen Bagatellschaden Ihrer Kfz-Versicherung melden oder die Reparaturkosten selbst über­nehmen, ist Abwägungs­sache: Jeder gemeldete Unfallschaden kann zu einer Verschlechterung Ihrer Schaden­frei­heits­klasse und somit zur Erhöhung Ihrer Versicherungs­prämie führen. 

    Insofern kann es für Sie günstiger sein, einen Bagatellschaden von beispiels­weise 300 Euro selbst zu zahlen, als einen schlechteren Schadenfreiheitsrabatt in Kauf zu nehmen.

  • Wirtschaftlicher Totalschaden: Ist eine Reparatur dennoch möglich?

    Von einem wirtschaftlichen Totalschaden ist die Rede, wenn die Reparatur­kosten den Wieder­beschaffungs­wert des Kfz übersteigen. Das bedeutet: Der Wertverlust ist so hoch, dass sich eine Reparatur nicht mehr lohnt.

    Die Reparatur eines Totalschadens ist technisch dennoch möglich. Durchgeführt wird sie aber nur, wenn die Reparaturkosten die Wieder­beschaffungs­kosten um maximal 30 Prozent übersteigen (130-Prozent-Regel).

    Diese Sonderregelung tritt nur in Kraft, wenn bestimmte Voraus­setzungen erfüllt sind. Beispiels­weise müssen Sie das Fahrzeug nach der Reparatur noch mindestens sechs Monate weiter­nutzen und -versichern. Zudem hat die Instandsetzung nach den Vorgaben des Sachverständigen­gutachtens zu erfolgen.

  • Muss ich den Unfallschaden reparieren oder kann ich mir das Geld auszahlen lassen?

    Nach einem Autounfall sind Sie nicht verpflichtet, Ihr Fahr­zeug zu reparieren. Sie haben die Möglich­keit, sich die Kosten, die bei Reparatur in einer Werkstatt anfallen würden, von der Kfz-Versicherung des Unfallgegners auszahlen zu lassen.

    Ob Sie das Geld anschließend für die profes­sio­nelle Instandsetzung Ihres Pkw nutzen, den Schaden selbst reparieren oder nicht beheben, bleibt Ihnen überlassen.

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