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H-Kennzeichen: Bedeutung, Voraussetzungen und Tipps

Oldtimer richtig versichern und günstig fahren

Kurz erklärt in 30 Sekunden

H-Kennzeichen: Die wichtigsten Fakten

Allianz - Stoppuhr vor Allianz Logo
  • Um automobiles Kulturgut zu schützen, hat der Gesetzgeber 1997 das H-Kennzeichen eingeführt. Das H-Kennzeichen steht für „Historisch“ und ist ein spezielles Kennzeichen für Fahrzeuge, die vor mindestens 30 Jahren erstmals zugelassen wurden und sich in einem guten, originalen oder zeitgenössisch restaurierten Zustand befinden (geregelt in §23 StVZO).
  • Wird das H-Kennzeichen gewährt, so werden für den Oldtimer unabhängig von Hubraum und Verbrauch pauschal 191,73 Euro Kfz-Steuer fällig. Ob sich das historische Kennzeichen mit der Pauschalbesteuerung wirklich lohnt, sollte im Einzelfall genau nachgerechnet werden.
  • Immer mehr Deutsche interessieren sich für Oldtimer: Laut Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) sind aktuell 674.978 Pkw zugelassen, die älter als 30 Jahre sind. Ein H-Kennzeichen hatten zum Jahreswechsel 2017/18 insgesamt 477.386 Fahrzeuge.
  • Weil ein Oldtimer in der Regel weniger und anders bewegt wird als herkömmliche Autos, gibt es eine spezielle Kfz-Versicherung für Oldtimer, die meist günstiger sind als die normalen Kfz-Haftpflichtversicherungen.

Die Voraussetzungen

H-Kennzeichen – ab wann bekommt man es?

Allianz - H-Kennzeichen

Was viele nicht wissen: Nicht allein das Alter entscheidet darüber, ob ein Fahrzeug als Oldtimer gilt. Der Weltverband FIVA (steht für “Fédération Internationale des Véhicules Anciens”) hat einen klaren Kriterienkatalog aufgestellt. Auf diese Kriterien hin muss Ihr Fahrzeug durch einen anerkannten Sachverständigen überprüft werden. Das Oldtimer-Gutachten legen Sie dann der Zulassungsstelle vor.

Um die Bedingungen für ein H-Kennzeichen zu erfüllen, muss Ihr Fahrzeug demnach:

  • in historisch korrektem Zustand sein. „Das heißt zum Beispiel: Ein altes Modell darf durchaus Patina und ein paar Roststellen haben“, sagt Johann Gwehenberger, Leiter Unfallforschung im Allianz Zentrum für Technik. „Wenn etwa die Originallackierung insgesamt gut ist und nur ein paar Blessuren hat, sollte man unbedingt diese Lackierung erhalten. Das Auto ist dadurch sogar historisch wertvoller.“
  • oldtimergemäß benutzt werden – also vor allem zur Wahrung des „mobilen Kulturgutes“. Ein Oldtimer ist also kein Fahrzeug, dass man im Alltag täglich nutzt. Damit Sie eine Oldtimer-Police abschließen können, müssen Sie daher ein anderes Auto als normales Alltagsfahrzeug versichert haben.
  • mindestens 30 Jahre alt sein.

Gut zu wissen

Ist ein H-Kennzeichen ab 25 Jahren möglich?

Allianz - Icon: Information

Nein, das Mindestalter von 30 Jahren ist Voraussetzung für das H-Kennzeichen. Allerdings können Sie für Ihren Pkw bereits ab einem Fahrzeugalter von 25+ eine Oldtimerversicherung bei der Allianz abschließen. So genießen Sie auch ohne H-Kennzeichen mit Ihrem Liebhaberstück die Vorteile der Spezialversicherung.

Richtig versichern

Darauf sollten Sie bei der Versicherung Ihres Oldtimers achten

Wie sollte man seinen Oldtimer richtig versichern?

Viele Autofahrer wissen es aus leidvoller Erfahrung: Ein einziger unachtsamer Moment reicht, und es scheppert. Auf Oldtimer übertragen bedeutet dies: Selbst wenn Sie Ihr Liebhaberstück nur selten nutzen, können Sie damit schwerwiegende Schäden verursachen. Daher ist die Haftpflichtversicherung Pflicht, sobald Sie das Auto im Straßenverkehr nutzen.

Zudem ist eine Kasko-Versicherung sinnvoll, wenn Ihnen das Auto etwas wert ist. Sie übernimmt Reparaturkosten oder sorgt für finanziellen Ersatz, falls Ihr Oldtimer beschädigt oder gestohlen wird.

Spartipp Teilkasko:

Entscheiden Sie sich für eine Teilkasko-Versicherung, achten Sie darauf, dass hier schon Vandalismus-Schäden eingeschlossen sind. „Das ist für viele Kunden ein wichtiges Thema, weil man als Oldtimer-Besitzer oft Sorgen hat, dass man Neider auf sich zieht“, sagt Allianz-Experte Andreas Laidig.

Experten-Gutachten: Welchen Wert sollte man versichern?

Anders als man es von der klassischen Kfz-Police kennt, bemisst sich die Versicherungs­prämie für ein historisches Fahrzeug nicht nach den Typklassen des Verbands. Bei Oldtimern wird – vergleichbar mit einer Hausratsversicherung – auch der individuelle Wert des Fahrzeugs berücksichtigt. Da dieser je nach Angebot und Nachfrage durchaus schwanken kann, sollten Sie ihn regelmäßig im Blick behalten. 15 Prozent Wertsteigerung sind bei der Allianz zwar schon inkludiert, „steigt der Wert aber stärker, sollte man die Versicherung anpassen“, rät Laidig.

Bevor Sie eine Oldtimer-Versicherung abschließen, lohnt es – zumindest für Sammlerstücke – ein Gutachten erstellen zu lassen, das den Zustand und Wert dokumentiert. Es vermeidet im Fall der Fälle Diskussionen, ob das Fahrzeug ausreichend versichert war oder nicht.

Spartipp Selbsteinschätzung:

Da ein komplettes Gutachten mit Fahrzeug-/Baugruppenbeschreibung, Bilddokumentation und Werteinschätzung durchaus 400 Euro kosten kann, lohnt dies natürlich erst ab einer gewissen Exklusivität. Daher reicht der Allianz bei der Oldtimerversicherung zum Beispiel bei Werten bis 10.000 auch eine Selbsteinschätzung des Kunden. Bis 50.000 braucht es nur eine Kurzbewertung – erst darüber wird das vollständige Gutachten fällig. Ihren Experten können Sie sich übrigens bei vielen Versicherungen selbst aussuchen – die Allianz zumindest gibt keinen vor, sondern akzeptiert die etablierten Experten.

Auf keinen Fall sollte man seinen Oldtimer aus Sparsamkeit unterversichern – zumal dies auch nicht lohnt: Denn die Prämienhöhe steigt nicht 1:1 mit dem Wert. „Verzehnfacht sich der Oldtimer-Preis, zahlen Sie zum Beispiel nicht die zehnfache Summe, sondern nur einen Teil davon“, sagt der Allianz-Experte. Keine Angst auch vor hohen Werten: „Wir versichern auch noch Autos, die Millionen Euro wert sind.“ Ab 200.000 Euro gibt es bei der Allianz spezielle Konzepte, um die Fahrzeuge, die ja eher Wertgegenstände sind, entsprechend abzusichern.

Oldtimer Marktwert oder Wiederbeschaffungswert versichern?

Entscheidend ist bei der Allianz und anderen großen Versicherern der „Marktwert“. Er bezeichnet die Summe, die das Auto beim Verkauf im längerfristigen Durchschnitt am Markt erzielen würde. Einige Versicherer gehen auch nach dem „Wiederbeschaffungswert“ – das ist der Betrag, den man einsetzen müsste, um das Auto kurzfristig zu erwerben – zum Beispiel direkt am Tag eines Schadens. Man kann es sich vorstellen: Hier bestimmen viel stärker aktuelles Angebot und Nachfrage den Preis. „Eine Versicherung des Marktwertes ist daher fairer und bietet eine erhöhte Sicherheit für den Kunden, weil sie nicht nur einen am Tag X eventuell geringeren und insgesamt volatilen Wert versichert“, sagt Laidig.

Gut zu wissen

Gilt das H-Kennzeichen auch bei Sonderfahrzeugen?

Allianz - Icon: Information

3,6 Millionen Fahrzeuge in Deutschland sind älter als 30 Jahre, ein Drittel davon Traktoren. Auch diese kann man als Oldtimer versichern, allerdings gilt auch hier der wichtigste Grundsatz: die „oldtimergemäße Nutzung“. Eine gewerbliche Nutzung ist mit H-Kennzeichen nicht möglich. Ein Traktor, der noch auf dem Feld im Einsatz ist, fällt also nicht darunter. Die meisten Versicherer akzeptieren Traktoren daher auch nur mit H-Kennzeichen, zumindest bis zu einem gewissen Alter (bei der Allianz bis 50 Jahre). Gleiches gilt für Lkw. „Wir hatten auch schon die Frage, ob ich meinen Abschleppwagen als Oldtimer versichern kann“, erinnert sich Laidig. „Auch das geht, aber nur, wenn er ein H-Kennzeichen hat und dementsprechend eingesetzt wird.“

Spartipp für Biker: Motorräder, die die Allianz auch ab 30 Jahren als Oldtimer versichert, brauchen kein H-Kennzeichen. Das würde 46 Euro kosten, sich aus steuerlichen Gründen aber fast nie lohnen.

Auto zum Oldtimer erklären

So viel kostet ein H-Kennzeichen

Allianz - Icon: Geldscheine

Erfüllt Ihr Kfz alle Voraussetzungen für ein H-Kennzeichen, können Sie dieses bei der Zulassungsstelle beantragen. Dafür werden einmalig etwa 40 Euro fällig. Pro Jahr kostet Sie das H-Kennzeichen für einen Pkw pauschal 191,73 Euro an Steuern.

Diese Steuer-Spartipps sollten Sie kennen

  • Je nach Kfz-Modell lohnt sich ein H-Kennzeichen oder auch nicht. „Bei Kleinwagen bis 700 ccm beispielsweise fährt man mit der normalen Kfz-Steuer günstiger“, sagt Allianz-Experte Laidig.
  • Besitzer mehrerer Oldtimer können mit einem roten Wechselkennzeichen Geld sparen: So können Sie ein einziges Nummernschild für mehrere Fahrzeuge nutzen. Allerdings dürfen Sie dann nur zu historischen Veranstaltungen wie Oldtimer-Messen oder in die Werkstatt fahren, wenn eine Reparatur oder die Hauptuntersuchung ansteht.

Gut zu wissen

Was ist sonst noch wichtig, wenn Sie einen Oldtimer fahren?

Allianz - Icon Information

Wie oben bereits erklärt: Für eine Allianz-Oldtimerversicherung brauchen Sie nicht zwingend H-Kennzeichen, schließlich lassen sich bereits Pkw ab 25 Jahren als Oldtimer versichern, die laut FIVA ja noch gar keine solche Kennung haben können. Auch für Motorräder liegt die Altersgrenze bei 30 Jahren und Sonderfahrzeuge wie Traktoren gibt es bei der Allianz Oldtimer-Tarife, sobald sie ihren „Fünfzigsten gefeiert haben“.

Besitzen Sie einen besonderen Oldtimer, sollten Sie auf eine „Allgefahrendeckung“ achten. Damit ist so gut wie jedes Risiko versichert – einschließlich fast aller Motorschäden. Da diese keine Unfallschäden sind, umfasst die Kaskoversicherung sie ja nicht.

Spartipp: Wer seinen Oldtimer nicht für den Straßenverkehr zulassen, aber trotzdem in Sicherheit wissen möchte, für den reicht eine „Garagenversicherung“. Diese ist gerade für Sammler interessant und bietet Schutz vor Diebstahl.

Häufige Fragen

Was möchten Sie gerne wissen?

  • Was darf man am Oldtimer ändern, sodass noch ein H-Kennzeichen möglich ist?
  • Darf man mit H-Kennzeichen in Umweltzonen fahren?
Was darf man am Oldtimer ändern, sodass noch ein H-Kennzeichen möglich ist?

Umbauten am Fahrzeug werden in der Regel dann anerkannt, wenn Sie für das Fahrzeug typisch und zeitgenössisch sind. Wurden sie in den ersten zehn Jahren nach der Erstzulassung durchgeführt, sind Sie meist zulässig.

Darf man mit H-Kennzeichen in Umweltzonen fahren?

Ja, das ist möglich. Oldtimer mit H-Kennzeichen sind von den strengen Regelungen in den städtischen Umweltzonen ausgenommen.

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