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H-Kenn­zeichen

Vor- & Nach­teile, Steuern, Antrag
Mehrere Oldtimer mit H-Kennzeichen stehen nebeneinander

+++ Fit machen zum Start in die neue Saison +++ Drei Tipps: Batterie laden, Flüssigkeiten kontrollieren, Sicherheitscheck machen +++ Zulassungsoptionen für Ihren Klassiker überprüfen +++ Allianz bietet umfangreichen Versicherungsschutz +++

  • Ein H-Kennzeichen ist ein Kfz-Kennzeichen für Old­timer. Es hat ein "H" am rechten Rand des Nummern­schildes, das für "Historie" steht. 
  • Voraussetzungen für ein H-Kennzeichen sind unter anderem, dass das Kfz unter anderem mindestens 30 Jahre alt sein und weitest­gehend dem Original­zustand entsprechen muss.
  • Die Vorteile eines H-Kennzeichens: Halter:innen zahlen meist weniger Steuern, geringe Versicherungs­beiträge und haben weniger Umwelt­auflagen zu erfüllen.
  • Die Kosten für ein H-Kennzeichen liegen bei ca. 40 Euro. Die Kosten für ein Gutachten fangen bei 80 Euro an. Das H-Kenn­zeichen ist unbegrenzt gültig.
Nutzen Sie Ihren Oldtimer als Alltags­fahrzeug, schließen Sie eine reguläre Kfz-Versicherung ab – Haftpflicht, Teil- oder Vollkasko. Einige Kfz-Versicherer bieten auch eigene H-Kenn­zeichen-Versicherungen an.
  • Kfz-Haftpflicht: Fahren Sie Ihren Old­timer auf öffentlichen Straßen, ist eine Kfz-Haft­pflicht­versicherung gesetz­lich vor­ge­schrieben. Lassen Sie vor Vertragsabschluss ein Gut­achten erstellen, das Zustand und Wert des his­to­rischen Kfz doku­mentiert. Damit erhalten Sie den passenden Tarif. Bis zu einem bestimmten Fahr­zeug­wert (z. B. bis 10.000 Euro) akzeptieren einige Anbieter bei der H-Kenn­zeichen-Versicherung eine Selbst­ein­schätzung des Halters oder der Halterin.
  • Teil­kasko: Teilkasko­versicherung ist sinnvoll ab einem Fahrzeug­wert von ca. 15.000 Euro. Sie greift unter anderem bei Brand, Dieb­stahl und Elementar­schäden. Spezielle Oldtimer-Tarife decken oft zusätzlich Be­schädigungen ab, die durch Vandalismus oder bei Trans­portfahrten mit Trailer oder Anhänger ent­stehen.
  • Vollkasko: Der Rundum­schutz lohnt sich für seltene oder wertvolle Old­timer ab ca. 25.000 Euro. Versichert sind neben allen Teilkasko­leistungen auch Schäden, die Sie als Fahrzeug­halter:in selbst verursachen. Kaufen oder besitzen Sie einen seltenen oder besonders teuren Old­timer, ist zusätzlich eine All­gefahren­deckung sinnvoll. Damit ist so gut wie jedes Risiko ver­sichert – einschließlich fast aller Motor­schäden, welche die Vollkasko­versicherung nicht abdeckt.
  • Garagenversicherung: Möchten Sie Ihren Old­timer nicht für den öffent­lichen Straßen­verkehr zulassen, reicht eine Garagen­versicherung aus. Der Schutz ist besonders günstig und vor allem für Samm­ler:innen interessant. Mobile Klassiker sind damit bei Auto­diebstahl, Brand und Hochwasser abgesichert.

Wichtig: Einige Oldtimer-Tarife versichern im Rahmen der Voll­kasko oder Teil­kasko eine Wert­­steigerung des histo­rischen Fahr­zeugs bis zur vertrag­lich fest­ge­legten Grenze (z. B. 20 Prozent) mit. Ist das bei Ihrer Versiche­rung nicht der Fall, lassen Sie den Wert Ihres Oldtimers regelmäßig überprüfen. Ist er gestiegen, infor­mieren Sie Ihre H-Kenn­­zeichen-Versiche­rung und passen die Deckungs­­­summe an. Andernfalls riskieren Sie eine Lücke im Versicherungs­­­schutz, weil die Kfz-Versicherung unter Umständen nicht die vollen Schadens­­kosten übernimmt.

Profitieren Sie mit der Old­timer-Ver­siche­rung der Allianz

Für Fahrzeuge mit H-Kenn­zeichen können Sie bei der Allianz eine reguläre Kfz-Versicherung oder eine spezielle Oldtimer-Versicherung abschließen. Der Oldtimer­tarif bietet Ihrem historischen Kfz unter anderem diese Vorteile:

  • Erweiterte Leistungen: Wählen Sie eine Kasko­versicherung, ist eine Wert­steigerung Ihres Classic-Fahr­zeugs von bis zu 30 Prozent inklusive. Außer­dem deckt bereits die Teilkasko Vandalismus­schäden ab.
  • Keine Rückstufung: Bei der Oldtimer-Ver­sicherung gibt es keine Scha­den­freiheits­klassen. Verursachen Sie mit Ihrem Kfz-Klassiker einen Haft­pflicht- oder Vollkasko­schaden, bleibt Ihr Beitrag unverändert.
  • Individueller Schutz: Die Versicherung für Kfz mit Oldtimer­kennzeichen können Sie bei der Allianz mit Zusatz­bau­steinen anpassen. Nach Bedarf erweitern Sie Kfz-Haft­pflicht oder Teil­kasko zum Bei­spiel um eine Garagen­versicherung.
  • Sie wünschen eine Beratung zu H-Kenn­zeichen und Versicherung? Unser Team ist gerne für Sie da.
  • Sie versichern Ihr Kfz mit Oldtimer­kenn­zeichen bei der Allianz? Hier Beitrag online ermitteln.

Bisherige Kunden und Kundinnen haben uns bewertet
Hohe Zu­frieden­heit bei der Oldtimer-Versicherung

Aus X Bewertungen bei eKomi

  • Günstige Kfz-Versicherung: Haft­pflicht­versicherungen für Old­timer kosten 40 bis 110 Euro im Jahr. Weder Schaden­freiheits­rabatt noch Typ- oder Regional­klassen spielen bei der Beitrags­berechnung eine Rolle.

  • Keine Rückstufung: Bei der H-Kenn­zeichen-Versicherung gibt es keine Schaden­frei­heits­klassen. Nach einem Unfall bleibt Ihre Prämie stabil.

  • Freie Fahrt in Umwelt­zonen: Für Fahr­zeuge mit Oldtimer-Kenn­zeichen ent­fallen die Umwelt­auflagen. Autos mit H-Kenn­zeichen brauchen des­wegen keine Umwelt­plakette, um Umwelt­zonen deutscher Groß­städte zu befahren.

  • Pauschale Kfz-Steuer für H-Kennzeichen: Wer einen Oldtimer zulässt, zahlt 191,73 Euro im Jahr – egal ob für Pkw, Lkw, Traktor, Wohn­mobil oder Anhänger.

  • Kein Nachrüsten erforderlich: Old­timer dürfen ohne Katalysator fahren.

  • Strenge Oldtimer-Voraus­setzungen: Ein Kfz erhält nur dann ein H-Kenn­zeichen und Oldtimer­status, wenn es den Kriterien der Fahr­zeug-Zulassungs­verordnung (FZV) entspricht (u. a. weitest­gehend im Original­zustand).

  • Wenige Umbauten zulässig: Restaurierung mit Original­teilen ist möglich. Tunen der Abgas­anlage, andere Felgen oder neue Farben sind aber nicht gestattet.

  • Eingeschränkte Nutzung: Viele Versicherer be­grenzen die Fahrleistung auf 5.000 bis 9.000 Kilo­meter im Jahr. Auch Reisen ins Aus­land können vertrag­lich verboten sein.

  • Zweitwagen-Versicherung nötig: Nutzen Sie das Auto mit H-Kenn­zeichen täglich, brauchen Sie eine reguläre Kfz-Versicherung.

  • Gebühren für Oldtimer­gutachten: Kosten für ein Bewertungs­gutachten gemäß § 23 Straßen­verkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) tragen Fahrzeug­halter:innen selbst.

  • Sie möchten sich zum H-Kennzeichen beraten lassen?  Wir sind für Sie da.

  • Nur wenige Schritte: Berechnen Sie schnell und einfach Ihren individuellen Oldimter-Versicherungsbeitrag.

Infografik, die den Aufbau eines H-Kennzeichens beschreibt. Es handelt sich um ein Kfz-Kennzeichen mit dem Buchstaben H für "historisch" am Ende
Infografik, die den Aufbau eines H-Kennzeichens beschreibt. Es handelt sich um ein Kfz-Kennzeichen mit dem Buchstaben H für "historisch" am Ende
Das H-Kenn­zeichen für Oldtimer sieht aus wie ein reguläres Kenn­zeichen für Kfz. Es besteht aus Eurozeichen, Unter­scheidungs­kenn­zeichen (bzw. Stadtkennung) des Zulassungs­bezirks sowie Prüf- und Stempel­plakette. Dahinter folgt die Erkennungs­nummer, eine zufällig bestimmte bzw. frei wähl­bare Buch­staben­reihe und die Zahlen­kombi­nation. Einzige Besonder­heit: Am rechten Rand befindet sich der Buch­stabe "H" für "historisch".

Ab wann H-Kennzeichen (Historien­kennzeichen, teils auch History-Kenn­zeichen) für Kfz verfügbar sind, gibt die Fahrzeug-Zulassungs­verordnung (FZV) vor. Sind diese Voraus­setzungen erfüllt, können Sie ein H-Kenn­zeichen beantragen:

  • Die Erstzulassung des Kfz ist mindestens 30 Jahre her.
  • Das Kfz entspricht weitest­gehend dem Original­zustand oder ist mit Original­teilen restauriert.
  • Das Kfz ist gut erhalten und dient zur Pflege des kraft­fahrzeug­technischen Kultur­gutes.
  • Eine bestandene Haupt­unter­suchung (HU) bestätigt die Verkehrs­sicherheit des Kfz.
  • Ein Oldtimergutachten gemäß § 23 StVZO liegt vor.
  • Das Kfz ist mindestens mit Kfz-Haft­pflicht versichert.

Bei der Oldtimer­zulassung fallen sowohl einmalige H-Kenn­zeichen-Kosten als auch laufende Ausgaben für Versiche­rung und Steuer an.

Zu den einmaligen Kosten für ein H-Kennzeichen gehören:

  • Historien­kennzeichen: ca. 40 Euro
  • Aufschlag für Wunsch­kennzeichen: 10,20 Euro
  • Online-Reservierung des Wunsch­kennzeichens: 2,60 Euro
  • Oldtimergutachten nach § 23 StVZO: ca. 80 bis 200 Euro (ggf. zuzüglich ca. 110 Euro für HU)

Unter laufende H-Kennzeichen-Kosten fallen in erster Linie:

Wichtig: Für Oldtimer zahlen Sie eine pauschale Kfz-Steuer von 191,73 Euro im Jahr. Bei der H-Kenn­zeichen-Steuer liegen die monat­lichen Kosten also unter 16 Euro. Meist sind H-Zulassung-Steuern günstiger als reguläre Kfz-Steuern, die sich nach Hubraum und Schad­stoffklasse berechnen. Aber: Für einige Oldtimer kann die reguläre Kfz-Steuer günstiger als die Steuer mit H-Kennzeichen sein (z. B. Kleinwagen bis 700 ccm Hubraum, Modelle mit G-Kat). Wer sich für eine H-Zulassung mit Saison­kennzeichen entscheidet, zahlt den Pauschal­steuersatz anteilig. Sprich: Melden Sie Ihren Oldtimer von Mai bis Oktober an, kostet die H-Kennzeichen-Steuer für sechs Monate knapp 96 Euro.

Ein H-Kennzeichen beantragen Sie bei der Zulassungs­stelle an Ihrem Haupt­wohnsitz. Damit Sie Ihr H-Kennzeichen erhalten, führen Sie folgende vier Schritte durch:

  1. Lassen Sie bei TÜV, DEKRA oder einem vergleichbaren Anbieter ein Oldtimer-Gutachten erstellen. 
  2. Stellen Sie sicher, dass Ihr Oldtimer über eine aktuelle, bestandene Hauptuntersuchung verfügt. 
  3. Schließen Sie die zu Ihnen passende Oldtimer-Versicherung ab und erhalten Sie die eVB-Nummer.
  4. Lassen Sie an Ihrer örtlichen Zulassungsstelle die Oldtimer-Zulassung durchführen. Im Anschluss erhalten Sie Ihr H-Kennzeichen.

Ja, Sie können Saisonkennzeichen und H-Kenn­zeichen kombinieren. Sinn­voll ist das für Fahrer:innen, die ihren Oldtimer nur eine bestimmte Zeit im Jahr fahren. In der Regel sparen Sie mit saisonaler Zulassung bei der Ver­sicherung. Die genauen Bei­träge hängen von mehreren inivi­duellen Faktoren ab.

Wieviel kostet ein Saisonkennzeichen für Oldtimer?

Anstelle der pauschalen Kfz-Steuer von 191,73 Euro für ganz­fähriges Fahren eines Oldtimers mit H-Kenn­zeichen fällt der anteilige Betrag an. Für sechs Monate (z. B. von Mai bis Oktober) zahlen Sie zum Beispiel nur die Hälfte, also knapp 96 Euro.

Auf dem Nummern­schild eines Saison­kennzeichens zeigen zwei Zahlen neben dem "H" den Anfangs- und End­monat der Zulassungs­saison an.

Ist der Oldtimer mit Saisonkennzeichen außerhalb der Zulassungszeit versichert?

Ja, der Oldtimer ist auch außerhalb der Zulassungszeit versichert. Dafür sorgt die Ruheversicherung. In Kfz-Haftpflicht und Teilkasko deckt sie zum Beispiel Diebstahl, Unwetterschäden oder Tierbiss ab. Vorausgesetzt, Sie nehmen damit nicht am Straßenverkehr teil und das Auto mit saisonalem H-Kennzeichen ist ordnungs­gemäß unter­gebracht.

Außerhalb der Saison sind Fahrten mit dem Oldtimer nicht versichert – dann ist das Kfz nicht für den Straßen­verkehr zugelassen und das Fahren des historischen Fahrzeugs ist illegal. Entscheiden Sie sich für eine saisonale Zulassung von Mai bis Oktober, gilt der Versicherungs­schutz allerdings auch für November bis April.

  • Noch Fragen zum Auto mit H-Kennzeichen? Wir beraten Sie gerne.
  • Schnell und einfach online: Hier für Ihr Auto mit H-Kennzeichen Kosten der Kfz-Versicherung ermitteln.

Optimal abgesichert mit der Allianz Oldtimerversicherung
H-Kennzeichen gibt es auch für historische Motorräder, Wohn­mobile, Lkws, Traktoren und Anhänger. Für die H-Zulassung müssen die Mobile die­selben Voraus­setzungen erfüllen wie reguläre Pkw.
  • H-Kennzeichen Motorrad: Die H-Zulassung lohnt sich für historische Motorräder über 625 ccm Hubraum, für die der Pauschal­steuersatz (46,02 Euro im Jahr) günstiger als die reguläre Kfz-Steuer ist.
  • H-Kennzeichen Wohnmobil: Eine Wohnmobilzulassung mit H-Kennzeichen ist nur möglich, wenn Sie das historische Fahr­zeug nicht mehr für Camping­reisen nutzen.
  • H-Kennzeichen Anhänger: Auch historische Anhänger erhalten eine H-Zulassung, solange sie mindestens 30 Jahre alt, gut erhalten sowie weitest­gehend im Original­zustand sind und zur Pflege des kraft­fahr­zeug­technischen Kultur­gutes dienen.
  • H-Kennzeichen Traktor: Ein H-Kennzeichen erlaubt Ihnen, Ihren Traktor auch zu Oldtimer­treffen und privaten Ausfahrten zu nutzen. Dies ist mit dem regulären grünen Kennzeichen für den land- und forstwirt­schaftlichen Betrieb nicht möglich. Allerdings geben Sie mit einem H-Kennzeichen die Befreiung von der Kfz-Steuer auf, die für grüne Kennzeichen gilt. Steuerlich lohnt sich das H-Kennzeichen gegenüber einem regulären Kennzeichen erst ab einem Gesamt­gewicht Ihres Oldtimer-Traktors von mehr als 3.000 Kilogramm.
  • H-Kennzeichen Moped: Ein H-Kennzeichen für Mopeds ist theoretisch möglich. Es lohnt sich für gewöhnlich jedoch nicht, da Mopeds nicht zulassungs­pflichtig sind. Damit benötigen Sie weder ein Kennzeichen, noch zahlen Sie Kfz-Steuer – es reicht eine Mopedversicherung. Mit einem H-Kennzeichen erhöhen Sie deshalb lediglich Ihre Kosten, ohne Vorteile daraus zu ziehen.
  • Persönliche Beratung zu Old­timer-Kenn­zeichen und Ver­sicherung gewünscht? Unser Team ist für Sie da.
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Ist ein H-Kennzeichen ab 25 Jahren möglich?

Nein. Voraussetzung für ein H-Kenn­zeichen ist ein Fahrzeug­alter von min­des­tens 30 Jahren. Junge Klassiker ab 15 bis 30 Jahre melden Sie mit regulärem Kfz-Kenn­zeichen an. Für die Youngtimer-Zulassung gibt es kein eigenes Kenn­zeichen.

Einige Versicherer bieten für mindestens 20 Jahre alte Pkw eine Youngtimer-Versicherung an. Voraus­gesetzt, eine Kurz­bewer­tung bescheinigt dem Kfz einen Wert von mindestens 5.000 Euro und ein Alltags­fahrzeug ist vorhanden. So erhalten Sie auch ohne Old­timer-Kenn­zeichen einen günstigen Tarif für Ihr Liebhaber­stück.

Darf ich mit Oldtimer-Kennzeichen in Umweltzonen fahren?

Ja, das ist möglich. In Deutschland zugelassene Oldtimer, die ein H-Kennzeichen oder rotes 07-Kennzeichen führen, sind von Auflagen ausge­nommen, die in städtischen Umwelt­zonen gelten. Historische Mobile dürfen die Stadt­bereiche ohne grüne Plakette befahren. Geregelt ist das in der 35. Bundes­immissions­schutz­verordnung (BImSchV).

In welchem Zustand muss der Oldtimer für die H-Zulassung sein?

Oldtimer dienen zur Pflege des kraft­fahrzeug­technischen Kulturgutes. Für erhaltungs­würdige Fahrzeuge, die weitestgehend im Originalzustand sind, können Sie H-Kennzeichen beantragen. Sprich: Ihr Classic-Fahrzeug darf Patina und einige Rost­stellen haben. Wenn die Original­lackierung ein paar Blessuren aufweist, insgesamt aber in gutem Zustand ist, sollten Sie sie unbedingt erhalten.

Erhaltungswürdigkeit als H-Kennzeichen-Voraussetzung ist nicht erfüllt, wenn ein Oldtimer folgende Mängel hat:

  • Gebrauchs­spuren, die über leichte Patina hinausgehen
  • Substanzschäden (z. B. durch Korrosion)
  • erkennbare Unfall­rest­schäden
  • technische Mängel
  • Anzeichen unsach­gemäßer Instandsetzung

Was sind am Oldtimer mit H-Kennzeichen zulässige Umbauten?

Laut Technischem Überwachungs­verein (TÜV) sind Ver­änderungen an Oldtimern in sehr begrenztem Umfang möglich. Wichtig ist, dass umgebaute oder geänderte Mobile den Vor­schriften der StVZO entsprechen. Sach­verständige akzeptieren Um- und An­bauten, wenn sie für das Kfz typisch und zeit­genössisch sind bzw. ein zeit­genössisches Prüf­zeugnis vorliegt. Zulässig sind Umbauten, die in den ersten zehn Jahren nach Erst­zulassung durch­geführt wurden. Das bedeutet zum Beispiel:

  • Der Nachbau der Gasanlage ist nur zulässig, wenn sich Abgas- und Geräusch­ver­halten dadurch nicht verschlech­tern.
  • Effekt- und Mehr­farben­lackierungen sind nur gestattet, wenn der Fahrzeug­hersteller sie angeboten hat.
  • Eine modernere, vorschrifts­mäßige Beleuchtung dürfen Sie nach Rück­sprache mit einer sach­verstän­digen Person anbauen.

Was ist der Unterschied zwischen einem roten H6- und H7-Kennzeichen?

Ein rotes Kennzeichen steht für Kurzzeitzulassung. Ein rotes Händler­kennzeichen, auch als 06er-Kennzeichen bekannt, steht für eine Kurz­zulassung für Gewerbe­treibende. Das 07er-Kennzeichen gilt dagegen für Privat­personen, aber nur für Oldtimer. Wer mehrere Oldtimer besitzt, kann mit einem roten 07er-Kennzeichen im Wechsel mehrere historische Kfz fahren, ohne die Fahrzeuge einzeln bei der Kfz-Behörde anzumelden.

Ist das 07-Kennzeichen eine Alternative zum H-Kennzeichen?

Nein. Das rote 07-Kennzeichen ermöglicht eine spezielle Nutzung, ist für Oldtimer aber keine Alternative zum H-Kennzeichen. Mit dem Nummerschild dürfen Sie Ihren Klassiker zu historischen Veranstal­tungen oder Werkstätten fahren. Auch Probe-, Überführungs- und Bewegungs­fahrten sind zulässig. Ein Fahrtenbuch dient als Nachweis. Alltags­fahrten sind mit dem 07-Kennzeichen nicht erlaubt.

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