Hand übergibt junger Frau, die im Auto sitzt, durchs geöffnete Fahrerfenster den Autoschlüssel
Fristen, Gebühren und Unterlagen

Kfz-Halterwechsel: So melden Sie Ihr Auto um

Jetzt wechseln und berechnen
1 von 11
Kurz erklärt in 30 Sekunden
  • Praktisch alle Gebrauchtwagen, die Sie von Privatpersonen oder vom Händler kaufen können, haben bereits eine Straßenzulassung mit Kfz-Kennzeichen und einen gültigen Versicherungsschutz. Bei einem Halterwechsel muss beides auf Ihren Namen umgemeldet werden.
  • Für den Halterwechsel in Ihrem Zulassungsbezirk ist die Kfz-Zulassungsstelle in Ihrer örtlichen Verwaltung zuständig. Dort können Sie den Wagen auf Ihren Namen ummelden.
  • Die bestehende Autoversicherung wird dabei automatisch gekündigt – und Ihre neue Versicherung gestartet.
  • Bei der Fahrzeugummeldung nach einer Erbschaft sind Sie an die Versicherungsgesellschaft des Erblassers gebunden.
2 von 11
Gut zu wissen: Kfz-Zulassungsstelle
Illustration Info: Gut zu wissen

Egal ob Pkw, Anhänger, Wohnmobil oder Motorrad: Wenn Sie ein gebrauchtes Kraftfahrzeug kaufen, das noch auf den alten Eigentümer zugelassen ist, ist eine Umschreibung auf Ihren Namen not­wendig. Vorher dürfen Sie das Kfz nicht im Straßenverkehr bewegen. Auch wenn Sie ein Auto geerbt haben und es nutzen möchten, müssen Sie es zunächst auf sich übertragen.

In beiden Fällen gehen Sie mit den Fahr­zeug­papieren zur zuständigen Zulassungs­behörde. Das für Sie zu­ständige Verkehrsamt befindet sich an Ihrem Hauptwohnort. Nur dort können Sie das Kfz ummelden. Je nachdem, wo sich Ihr Hauptwohnsitz befindet, ist die richtige Behörde:

  • die Stadtverwaltung für einen Stadtkreis oder
  • das Landratsamt in Ihrem Landkreis.
Illustration Info: Gut zu wissen
3 von 11
Unterlagen und zeitlicher Aufwand
Schlüsselübergabe bei Halterwechsel auf einem Parkplatz mit mehreren Autos

Die Zulassungsstelle setzt für die Um­meldung des Fahrzeugs auf Ihren Namen diese beiden Punkte voraus:

  1. Es dürfen keine offenen Ver­waltungs­gebühren aus früheren Zulassungsvorgängen vorliegen. Andernfalls lässt die Zulassungs­behörde Ihr Auto so lange nicht zu, bis Sie den aus­stehenden Betrag beglichen haben. Sind Sie mit weniger als 30 Euro im Zah­lungs­rückstand, liegt es im Ermessens­spiel­raum der Zu­lassungs­stelle, ob sie Ihren Pkw zulässt oder nicht.
  2. Sie dürfen beim Finanzamt keine Kfz-Steuerschulden von mehr als fünf Euro haben. Dieser Betrag bezieht sich vorrangig auf Säumnis­zuschläge und Ver­spätungs­zinsen. Überprüfen Sie daher genau, ob Sie Ihre Kfz-Steuer pünktlich und in Gänze gezahlt haben.

Diese Unterlagen benötigen Sie für einen Halterwechsel

Bei der Kfz-Zulassungsstelle müssen Sie folgende Dokumente vorlegen, damit Ihr Wagen umgemeldet werden kann:

  • gültigen Personalausweis oder Reisepass mit letzter Melde­bescheinigung,
  • elektronische Versicherungs­bestätigung (eVB-Nummer),
  • Zulassungsbescheinigung Teil II,
  • Zulassungsbescheinigung Teil I oder Abmeldebescheinigung,
  • Fahrzeugschein und Fahrzeug­brief, sofern keine aktuellen Zulassungspapiere vorliegen,
  • Kennzeichenschilder, sofern das Fahrzeug zugelassen ist und eine Umkennzeichnung gewünscht wird,
  • gültige Prüfbescheinigung der Hauptuntersuchung (HU) vom TÜV, sofern eine HU erstmals erforder­lich war,
  • für die Entrichtung der Kfz-Steuer ein SEPA-Lastschriftmandat mit Einzugsermächtigung, damit die Behörde Ihre Beiträge im Last­schrift­verfahren einziehen darf.

Wie viel Zeit sollte ich für die Ummeldung ein­planen?

Erscheinen Sie unangemeldet bei der Kfz-Zulassungsstelle, besteht die Möglichkeit, dass Sie einen ganzen Vormittag dort verbringen. Vereinbaren Sie am besten einen Termin, um Zeit zu sparen. Dies können Sie bequem online über die Behörden-Website Ihres Stadt- oder Land­kreises erledigen.

Haben Sie im Vorfeld einen Termin vereinbart, kann Ihre Wartezeit immer noch 30 Minuten bis eine Stunde be­tra­gen. Zwischen Antrag und Be­stä­ti­gung lassen Sie die neuen Kennzeichen anfertigen. Auch hier können je nach Andrang Wartezeiten entstehen. Ins­ge­samt sollten Sie vor­sichts­halber zwei­ein­halb Stunden einplanen.

Illustration Info: Gut zu wissen
Gut zu wissen: Zulassung nach Stilllegung
Illustration Info: Gut zu wissen

In der Regel erfolgt die Wiederzulassung eines stillgelegten Autos ohne Halter­wechsel. Der Fahrzeugbesitzer ist vor und nach der Abmeldung der gleiche. 

Ändern sich die Besitzverhältnisse während der Stilllegung – zum Beispiel, weil das Auto verkauft wird – werten viele Zulassungsstellen dies nicht als Wieder­zu­lassung des Kfz mit Halter­wechsel. Vielmehr gehen sie von einer Neu­zu­lassung beziehungs­weise Um­meldung aus.

Sind Sie sich unsicher, hilft ein Anruf bei Ihrer Kfz-Behörde. Sie gibt Auskunft, welches Zulassungsverfahren und welche Unterlagen in Ihrem Fall erforderlich sind.

Dann schreiben Sie uns. Ihr Allianz Ansprechpartner vor Ort wird sich umgehend bei Ihnen melden.
Zur Beratung
4 von 11
Unterschiedliche Gebühren

Zur Kfz-Ummeldung sollten Sie Ihre Geld­börse mit Barem und EC-Karte mit­brin­gen, denn die Gebühren müssen Sie sofort bezahlen. Bei einem Halter­wechsel sind die Kosten von Land­kreis zu Land­kreis unterschiedlich geregelt. Daher lässt sich die Höhe der Auslagen nicht pauschal benennen. Grob geschätzt ist mit folgenden Summen zu rechnen:

  • Halterwechsel: zwischen 20 und 30 Euro
  • Wunschkennzeichen: 10,20 Euro (mit vorheriger Reservierung 12,80 Euro)
  • neue Kennzeichen: 20 bis 30 Euro

Trotz uneinheitlicher Preisgestaltungen in den Landkreisen belaufen sich die Kosten für einen Halterwechsel in der Regel auf maximal 50 bis 60 Euro. Höhere Aus­ga­ben können zum Beispiel bei Oldtimern anfallen.

Kennzeichenmitnahme bei Halterwechsel spart bis zu 40 Euro

Übernehmen Sie bei der Umschreibung das Kfz-Kennzeichen des ehemaligen Fahrzeug­halters, entfallen die Kosten für neu geprägte Nummernschilder und Reservierung eines Wunschkennzeichens. Die Zulassungsstelle veranschlagt dann lediglich eine Ummeldegebühr von 20 Euro.

Eine Kennzeichenmitnahme ist allerdings nur bei einem Halterwechsel innerhalb desselben Land- oder Stadtkreises mög­lich. Das heißt: Der alte und der neue Fahrzeughalter müssen im gleichen Zulassungs­bezirk wohnen. In der Praxis ist dies meist bei einem Halterwechsel innerhalb der Familie der Fall – zum Beispiel, wenn Eltern ihren Kindern ein eigenes Kfz schenken oder das Familienauto überlassen.

Ist der Halterwechsel mit einem Umzug in einen anderen Zulassungsbezirk ver­bun­den, ist die Mitnahme des alten Kenn­zei­chens dagegen nicht möglich.

5 von 11
Damit der Halterwechsel trotzdem gelingt

Keine Sorge: Für verlorene Ausweis­papiere und andere Dokumente, die unauffindbar sind, gibt es in der Regel Ersatz. Zwar verzögert sich das ganze Verfahren bis zur Zulassung, aber am Ende ist das Problem gelöst.

  1. Keine Zulassungsbescheinigung Teil II
    Dann brauchen Sie etwas Geduld. Geben Sie bei der Kfz-Zulassungs­behörde eine eidesstattliche Erklärung ab und beantragen Sie die Zulassungs­bescheinigung Teil II für Ihren Wagen neu. Sobald Sie die Bescheinigung haben, ist der Weg für die Zulassung frei.
  2. Kein Kaufvertrag
    Das ist kein Problem, Sie brauchen keinen Kaufvertrag. Sie müssen lediglich die Zulassungs­beschei­ni­gung Teil II beziehungsweise den Fahrzeugbrief vorlegen. Das können Sie auch auf der Website Ihrer zuständigen Zulassungsstelle nachlesen.
  3. Kein TÜV-Bericht
    Bei einem Halterwechsel ohne TÜV fordern Sie bei der Prüfstelle, welche die letzte Haupt­unter­suchung durchgeführt hat, eine Zweitschrift des HU-Berichts an. Das kostet 9,90 Euro plus Porto. Wenn Sie den Bericht bei einer anderen TÜV-Niederlassung beantragen, erhöht sich die Gebühr auf 14,88 Euro. Der Stempel mit dem Termin der nächsten HU in Ihren Fahrzeugpapieren oder die TÜV-Plakette auf dem alten Nummernschild genügt nicht.
  4. Keine Kennzeichen
    Dies ist der einzige Verlust, für den es keinen Ersatz gibt. Sie brauchen die alten Kennzeichen, um sie ent­werten zu lassen. Sonst können Sie das Auto nicht auf Ihren Namen zulassen.

    Es gibt nur einen Ausnahmefall: Ist beispielsweise der Vorbesitzer oder ein anderer Fahrer noch mit dem Wagen – und gültigen Nummern­schildern – unterwegs, den Sie auf Ihren Namen um­melden wollen, übernehmen Sie einfach seine alten Kennzeichen. Sie brauchen sie bei der Um­meldung nicht extra abzuschrauben und vorzulegen. Die Kennzeichen behalten weiterhin ihre Gültigkeit. Seit 2015 ist eine Kenn­zeichen­mit­nahme auch dann möglich, wenn die Schilder aus einem anderen Landkreis stammen.
6 von 11
Halterwechsel durch Bevollmächtigten
Mann nimmt Papier und Stift in Empfang

Ja, das ist möglich – zum Beispiel, wenn Sie einen Termin mit Ihrer Zulassungs­stelle vereinbart haben, ihn aber nicht einhalten können. In so einem Fall können Sie sich von einer anderen Person vertreten und die Kfz-Um­schrei­bung von ihr erledigen lassen.

Wer darf mich bei der Kfz-Ummeldung vertreten?

Sie haben die freie Auswahl, welche Per­son den Behördengang für Sie er­le­digt. Im besten Fall beauftragen Sie eine Person Ihres Vertrauens – etwa Ihren Ehepartner, einen Verwandten oder Freund. Theoretisch kann auch ein Minder­jähriger die Ummeldung durch­führen. Dann ist allerdings die Zu­stim­mung des/der Erziehungs­be­rechtigten erforderlich.

Welche Unterlagen benötigt der Bevoll­mächtigte für den Halter­wechsel?

Neben den Fahrzeugpapieren für die Autoumeldung ist bei einer Vertretung auch ein Identitätsnachweis notwendig. Das heißt: Der Bevollmächtigte benötigt seinen und Ihren Personalausweis (oder Reisepass mit Meldebescheinigung) im Original oder in Kopie.

Darüber hinaus ist eine von Ihnen aus­ge­stellte, schriftliche Vollmacht not­wendig, die Ihren Vertreter zur Um­mel­dung be­rech­tigt. Darin ist übrigens auch mit­zu­teilen, dass die Kfz-Stelle die be­voll­mäch­tigte Person über etwaige Zahlungs­rück­stände informieren darf.

Diese Angaben muss eine Vertretervollmacht ent­halten

Ob handschriftlich oder als Ausdruck – wichtig ist, dass das Dokument am Ende Ihre Original­unterschrift trägt. Im Internet gibt es kostenlose Vordrucke zum Herunter­laden und Ausfüllen. Sie können die Vollmacht aber auch handschriftlich verfassen. Folgende Voraussetzungen sollte das Schreiben erfüllen:

  • Name und Adresse des Vollmacht­gebers, auf den das Auto zu­ge­lassen werden soll,
  • Name und Anschrift des Bevoll­mächtigten,
  • Zweck der Vollmacht (in diesem Fall für den Kfz-Halterwechsel),
  • Ihre Einverständniserklärung, dass Ihre Vertretung über mögliche Steuerrückstände und Gebühren­rückstände informiert werden darf,
  • das Datum und
  • Ihre Unterschrift daruntersetzen.

Wie lange gilt die Vollmacht?

Enthält das Dokument kein konkretes Datum, bis zu dem die Ummeldung spätestens erfolgen soll, gilt die Voll­macht grundsätzlich für unbegrenzte Zeit. Sie erlischt, sobald der Bevoll­mächtigte das Auto erfolgreich auf Ihren Namen umgemeldet hat. Ein se­pa­ra­ter Widerruf ist nicht notwendig. Allerdings können Sie die Vollmacht kein zweites Mal verwenden.

Tipp: Stellen Sie die Vollmacht am besten gleich doppelt aus. Denn neben der Zulassungs­behörde benötigt auch das Hauptzollamt ein Exemplar für die Kfz-Steuer.

Gut zu wissen: Online-Ummeldung
Illustration Info: Gut zu wissen

Das kommt auf Ihre zuständige Zu­las­sungs­behörde an. Denn das zentrale Portal des Kraftfahrt-Bundes­amtes (KBA) wurde aufgrund gesetzlicher Be­stim­mungen abgeschaltet.

Seit 01.10.2017 können Sie Außer­betrieb­setzungen und Wieder­zu­lassungen – auf denselben Halter, im selben Zulassungs­bezirk, mit reserviertem Kenn­zei­chen – über das Online-Portal Ihrer zuständigen Zulassungs­behörde ab­wi­ckeln, sofern sie diesen Dienst auf ihrer Website anbietet.

Illustration Info: Gut zu wissen
7 von 11
Was Sie beachten müssen

Angenommen, Sie sind kein Fahranfänger mehr und können den Zweitwagen Ihrer Eltern auf Ihren Namen versichern. Oder Ihr Vater kauft sich einen Neuwagen und überlässt Ihnen seinen Gebrauchten: In solchen Fällen gibt es keinen Kauf­ver­trag, durch den das Eigentum am Auto auf Sie übergeht. Das macht aber nichts: Die Eigentums­ver­hält­nisse sind für die Fahrzeug­zulassung nicht relevant.

Kfz-Halter werden Sie auch, wenn Ihnen das Auto nicht gehört. Entscheidend ist, dass Sie im Besitz der Zulassungs­be­schei­ni­gung Teil II (früher: Fahrzeugbrief) sind – und eine neue Kfz-Police auf Ihren Namen abgeschlossen haben. Ansonsten gelten für Sie die gleichen Regeln wie für diejenigen, die einen gekauften Gebrauchtwagen ummelden wollen.

Tipp: Wenn Ihr Vater seinen Ver­sicherungs­vertrag aufgibt, zum Beispiel, weil er nicht mehr Auto fahren will, können Sie möglicherweise einen Teil seiner hohen Schadenfreiheitsklasse übernehmen.

8 von 11
Ummelden, kündigen, abschließen
Fahrzeugschein und Fahrzeugschlüssel liegen auf zwei Autokennzeichen

Wenn Sie ein Auto kaufen, können Sie als neuer Halter eine Kfz-Ver­sicherung beim Anbieter des Vor­besitzers abschließen oder einen neuen Autoversicherer suchen. Schreiben Sie den Wagen auf Ihren Namen um, ist eine formale Beendigung des bestehenden Versicherungs­ver­hält­nisses per Sonderkündigungsrecht nicht notwendig. Wenn Sie das Auto ummelden, endet der alte Ver­si­che­rungs­vertrag automatisch.

Hierfür informiert die Zulassungsbehörde den bis­he­ri­gen Versicherer über den Halterwechsel. Ihnen steht jedoch frei, den gleichen Versicherungsanbieter zu wählen wie der Vorbesitzer. Ein Halter­wechsel ohne Ver­sicherungs­wechsel ist so gesehen möglich, weil das Ver­siche­rungs­unter­nehmen gleich bleibt. Dennoch benötigen Sie hier eine neue elektronische Ver­si­che­rungs­bestätigung (eVB) auf Ihren Namen.

Neue Kfz-Versicherung abschließen, dann Auto ummelden

Um Ihren neuen Wagen ummelden zu können, ist eine Kfz-Haftpflicht als Basisversicherung Pflicht. Erweiterten Schutz bietet eine Kaskoversicherung. Erst wenn Sie Haft­pflicht­ver­si­che­rung, Voll- oder Teilkasko ab­ge­schlos­sen haben, lohnt sich der Gang zur Zu­las­sungs­stelle. Denn vom Ver­sicherer erhalten Sie eine elektronische Ver­sicherungs­bestä­ti­gungs­nummer (eVB-Nummer), die Sie für die Um­meldung zwingend benötigen. Ohne eVB-Nummer als Nachweis einer gültigen Auto­versicherung schickt die Kfz-Stelle Sie wieder nach Hause.

Am schnellsten erhalten Sie die eVB-Nummer, wenn Sie den Ver­sicherungs­vertrag online abschließen. Das Ver­si­che­rungs­unter­nehmen sendet Ihnen die eVB automatisch, sobald es Ihren Antrag erhalten und angenommen hat – rund um die Uhr.

Habe ich Vorteile, wenn ich als neuer Halter beim alten Versicherer bleibe?

Das ist gut möglich – zum Beispiel, wenn Ihr Auto bisher bei Ihren Eltern oder einem anderen Familienmitglied als Zweitwagen mitversichert war. Bei einem solchen Halterwechsel "ohne Ver­si­che­rungs­wechsel" bleiben Sie Ihrem bis­he­ri­gen Versicherer treu. Viele Anbieter belohnen dies mit kostengünstigen Einstufungen.

Bei manchen Versicherungsunternehmen zum Beispiel steigen Sie als "Kunden­kind" oder Ehegatte mit Schadenfreiheitsklasse 1 in Ihre erste eigene Kfz-Versicherung ein. Sind Sie älter als 25 Jahre, können Sie sogar in SF-Klasse 3 fallen.

Ist der bisherige Haupt­versicherungs­nehmer bereit, seine Autoversicherung aufzugeben, können Sie für Ihren neuen Versicherungsvertrag einen Teil seiner hohen Schaden­freiheits­klasse über­neh­men. Eine Übertragung der SF-Klassen ist zwischen Ehepartnern, Eltern und deren Kindern, Groß­eltern und Enkeln, Ge­schwis­tern, Schwie­ger­eltern und Schwie­ger­kindern oder einer Institution/Firma und einer individuellen Person möglich.

Die passende Versicherung
Optimal abgesichert mit der Allianz Kfz-Versicherung
9 von 11
Versicherungsbedingungen und Fristen

Erben Sie ein Fahrzeug, können Sie leider nicht einfach einsteigen und losfahren. Bei einem Halterwechsel nach Todesfall gehen die Bedingungen aus dem Ver­si­che­rungs­vertrag des verstorbenen Fahr­zeug­halters nicht unverändert auf Sie über. Sie müssen an Ihre persönlichen Einstufungs­faktoren angepasst werden. Dazu zählen Ihr Alter, Ihre Schaden­frei­heits­klasse und die Anzahl der berechtigten Fahrer.

Ans Steuer setzen dürfen Sie sich erst, wenn Sie vom bestehenden Versicherer eine neue eVB-Nummer für die auf Sie abgestimmte Versicherung erhalten haben. Mit diesem Versicherungs­nach­weis fahren Sie zur Zulassungs­stelle, um das Auto zeitnah auf Ihren Namen umzumelden. Dazu sind Sie gesetzlich verpflichtet.

Schadenfreiheitsklasse bleibt nur bei gleich langer Fahrpraxis

Falls Sie Fahranfänger sind, übernehmen Sie den Wagen ohne die Schaden­frei­heits­klasse des Verstorbenen. Die meisten Versicherungs­gesell­schaften erwarten vom neuen Fahrzeughalter den Nach­weis einer mindestens genauso langen Fahrpraxis, wenn die SF-Klasse erhalten bleiben soll.

Sonderkündigungs­recht entfällt

Anders als bei der Kfz-Umschreibung nach einem Kauf haben Sie als Erbe eines Autos kein Sonderkündigungsrecht bei der bestehenden Kfz-Versicherung. Sie müssen also bis zum Ende der Vertrags­laufzeit bei der Gesellschaft bleiben, für die sich der Vorbesitzer entschieden hatte – jedoch zu ge­änder­ten Bedingungen. Jedes Jahr bis zum 30. November können Sie die Kfz-Versicherung wechseln.

Verspätete Umschreibung kostet 15 Euro

Sie können den Wagen natürlich auch verkaufen oder erst einmal eine Außer­betrieb­setzung veranlassen. Wollen Sie das Auto jedoch selbst fahren, melden Sie es unverzüglich auf Ihren Namen um. Welche Frist damit genau gemeint ist, liegt im Ermessen der jeweiligen Behörde. Erledigen Sie die Umschreibung mit ein paar Wochen Verspätung, gilt dies als Ordnungs­widrig­keit, die mit einem Buß­geld von 15 Euro belegt wird.

10 von 11
Individuelle Kennzeichen
Mann in Anzug bringt Wunschkennzeichen hinten an rotem Auto an

Wie bei einer Neuzulassung können Sie beim Kfz-Halterwechsel ein Wunschkennzeichen beantragen. Der bundes­ein­heit­liche Preis dafür beträgt 10,20 Euro. Abgesehen vom Kürzel für den Stadt- oder Landkreis, das bestehen bleibt, können Sie dann beispielsweise Ihre Liebe zu einem Hamburger Fuß­ball­verein ausdrücken (HH-SV) oder zeigen, welches Getränk Sie als Biele­felder schätzen (BI-ER), oder sich als Zwickauer Autofahrer für die Eisenbahn stark­machen (Z-UG).

Nicht verboten, aber von den Zu­las­sungs­behörden gesperrt sind da­gegen Buch­staben­serien mit direktem Bezug zum Nationalsozialismus (AH, HH, HJ, KZ, NS, SA, SS).

Alte Ortskennung ist erlaubt

Seit 2012 sind Kennzeichen mit alten Regionalkürzeln, die nicht mehr gültig waren, wieder erlaubt. Denn vielen heimatverbundenen Autofahrern waren die übergeordneten Land- oder Stadt­kreise auf den Nummernschildern nicht informativ genug. Mittlerweile hat das Bundes­verkehrs­mi­nis­te­rium mehr als 650 Altkennzeichen reaktiviert.

Falls Sie die alte Buchstabenkombination für Ihren Wohnort noch kennen und ver­missen, können Sie sich bei Ihrer Zu­las­sungsstelle erkundigen, ob es sie wieder gibt. Vielleicht haben Sie bei Ihrem Halterwechsel Glück.

Illustration Info: Gut zu wissen
Gut zu wissen: Feinstaubplakette
Illustration Info: Gut zu wissen

Ändert sich das Kfz-Kennzeichen durch einen Halterwechsel, ist auch eine neue Umweltplakette  mit der entsprechenden Buchstaben- und Zahlenkombination erforderlich. Es sei denn, Sie möchten mit Ihrem Wagen grundsätzlich nicht in Umweltzonen deutscher Großstädte einfahren.

Stimmen Kennzeichen und Feinstaub­plakette nicht überein, drohen 40 Euro Bußgeld und ein Punkt in Flensburg, wenn die Polizei Sie damit in einer Um­welt­zone erwischt. Das gleiche gilt, wenn das auf der Plakette ein­ge­tragene Kenn­zeichen nicht mehr lesbar ist.

Eine neue Umwelt­plakette erhalten Sie bei der Kfz-Behörde, bei der Sie auch die Umschreibung auf Ihren Namen durch­führen lassen.

11 von 11
Service und Kontakt
Die Allianz Agentur in Ihrer Nähe
Kontaktieren Sie die Allianz
Allianz Service
Jetzt kontaktieren
Schreiben Sie Ihr Anliegen in unser Kontaktformular - wir kümmern uns darum.
Berechnen Sie Ihren Tarif zur Allianz Versicherung
Finden Sie den
passenden Tarif
Jetzt berechnen
Berechnen Sie Ihren individuellen Tarif zur Kfz-Versicherung.
Sie benötigen Hilfe?

Hier finden Sie:

  • wichtige Kontakt-Angebote
  • nützliche Service-Links
  • auf Sie persönlich zugeschnitten
Jetzt ausprobieren
+
  • Ansprechpartner vor Ort
  • Hotline