Zahnärztin mit kurzen braunen Haaren zeigt Patient auf Behandlungsstuhl eine Röntgenaufnahme seines Gebisses
Prophylaxe, Füllungen & Co. 

Zahnerhalt: Die natürlichen Zähne erhalten

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Kurz erklärt in 30 Sekunden
Vorbeugen statt reparieren
  • Die natürlichen Zähne zu erhalten ist das wichtigste Ziel der Zahn­prophylaxe. Dem Zahnerhalt dienen unter anderem professionelle Zahn­reinigung, Zahn­füllungen, Parodontitis- und Wurzel­be­hand­lungen.
  • Die richtige Mundhygiene und regelmäßige Kontroll­unter­suchungen beim Zahnarzt sind Grundvoraussetzung für gesunde Zähne ohne Karies, Parodontitis und andere Schäden.
  • Eine Wurzelkanalbehandlung ist meist die letzte Option, einen Zahn zu erhalten. Ist eine solche Therapie nicht mehr möglich, muss der Zahn entfernt werden. Ein Implantat kann den fehlenden Zahn ersetzen. 
  • Die gesetzliche Krankenkasse kommt in der Regel nur für einen Teil der Zahnbehandlungskosten auf. Hier lohnt sich der Abschluss einer privaten Zahn­zusatz­versicherung.
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Definition

In der modernen Zahnheilkunde bedeutet Zahnerhalt, das natürliche Gebiss möglichst voll­ständig zu erhalten. Ziel ist deshalb, die Zahn­substanz zu schützen statt sie zu reparieren, wenn sie bereits geschädigt ist.

Diese Möglichkeiten gibt es, um den Zahn zu erhalten 

Um Zahnschäden und Zahnverlust zu vermeiden, kommen Zahn­behandlungen und Prophylaxe-Maßnahmen zum Einsatz. Dazu zählen unter anderem:

Rechtzeitige und regelmäßige Kontroll­untersuchungen beim Zahnarzt sind das A und O für den Zahn­erhalt. Auch kleine Zahn­probleme sollten Sie umgehend behandeln lassen. Minimal­invasive, also schonende Zahnmedizin, ist hier das Stichwort.

Parodontitisprophylaxe gewährleistet Zahnerhalt

Besonders im Bereich der Paro­donto­logie ist Prophylaxe mit regelmäßigen professionellen Zahn­reinigungen wichtig. Denn Zahnfleischerkrankungen wie Paro­dontitis – häufig fälschlicherweise auch Paro­dontose genannt – zerstören über kurz oder lang den Zahnhalteapparat und erschweren damit den Zahnerhalt.

Bei starken bzw. langwierigen Zahnfleischentzündungen geht die Infektion auf das umliegende Gewebe und den Kiefer­knochen über. Ohne Behandlung bildet sich das Zahnfleisch zurück. Gewebe- und Knochenabbau folgen. Am Ende kommt es zum Zahnausfall. Um das zu verhindern, ist es wichtig, Parodontitis frühzeitig zu erkennen und zu behandeln.

Illustration Info: Gut zu wissen
Gut zu wissen
Illustration Info: Gut zu wissen

Trotz regelmäßiger Vorsorge und täglicher Mundhygiene kann es vorkommen, dass ein Zahn nicht mehr zu retten ist. Die häufigsten Gründe für Zahnverlust sind unbehandelte Karies- oder Zahnfleischerkrankungen. Ist der Zahn beispielsweise so stark von Karies befallen, dass bereits der Nerv betroffen ist, führt der Zahnarzt eine Wurzelbehandlung durch. Reichen die Maßnahmen zur Zahn­er­haltung nicht mehr aus, muss der Zahn gezogen werden.

Nach der Zahnextraktion sollte die Lücke geschlossen werden. Je nachdem, an welcher Stelle der Zahn fehlt, spricht auch die Ästhetik für einen Zahnersatz. Ein  Implantat, eine Zahnbrücke oder eine Zahnprothese schaffen hier Abhilfe.

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Vergleich
Frau hält bei Zahnarzt ein Röntgenbild in der Hand

Besteht die Wahl zwischen Zahnerhalt oder Zahnersatz, hat die Erhaltung des natürlichen Zahnes oberste Priorität. Denn die eigenen Zähnen bieten deutlich mehr Lebensqualität: Durch ihre Nerven­fasern sind Wahrnehmungen wie Temperatur und Kaudruck überhaupt erst möglich. Das Kaugefühl ist für die meisten Menschen selbstverständlich. Wer eine Zahn­prothese hat, muss hingegen darauf verzichten.

Abhängig von den individuellen Gegebenheiten im Gebiss ist es zudem nicht immer einfach, Zähne zu ersetzen. Der Grund: Um ein Implantat einzusetzen ist ein gesunder Knochen notwendig. Ansonsten ist es nicht möglich, das Implantat im Kiefer zu verankern. Hat er sich bereits zurückgebildet, kann nur ein Knochen­aufbau helfen. Dafür wird Knochen­aufbau­material in den Kiefer­knochen gefüllt. So entsteht neue Knochen­substanz, in der Zahn bzw. Implantat wieder festen Halt finden.

Frau hält bei Zahnarzt ein Röntgenbild in der Hand
Illustration Info: Oft gefragt
Oft gefragt
Illustration Info: Oft gefragt

Die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) übernimmt Prophylaxe­maß­nahmen nur zum Teil. Bei Erwachsenen zahlt sie beispielsweise einmal im Jahr für eine Zahnsteinentfernung. Bei Kindern sind zusätzlich die Fluoridierung sowie die Fissurenversiegelung  der hinteren Backenzähne über die Kranken­kasse abgedeckt. Ziel ist es, die Karies­an­fälligkeit bei Kindern und Jugendlichen zu reduzieren.

Bei einer professionellen Zahnreinigung handelt es sich in der Regel um eine indi­vi­duelle Zusatz­leistung, die Sie aus eigener Tasche bezahlen. Einige Kranken­kassen steuern jedoch einen bestimmten Betrag pro Jahr bei. Das gleiche gilt für Zahn­erhaltungs­maßnahmen. Auch hier erstattet die GKV nur einen Anteil. Alle Kosten, die über den Erstat­tungs­betrag hinaus­gehen, tragen Sie selbst.

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Endodontie

Die moderne Endodontie – auch Wurzelbehandlung oder Wurzel­kanal­behand­lung genannt – ist oft der letzte Ausweg, um einen erkrankten und bakteriell infizierten Zahn zu retten. Auslöser für die Entzündung sind in der Regel Kariesbakterien, die in das innere Zahngewebe eindringen und sich dort ausbreiten. Auch Zahn­ver­letzungen durch einen Unfall können Infektionen im Zahninneren verursachen und eine Wurzel­be­handlung notwendig machen.

Bei einem endodontischen Eingriff entfernt der Zahnarzt das entzündete Gewebe im Zahn­inneren, desinfiziert und versiegelt den Wurzelkanal mit speziellen Füllmaterialien, um ein erneutes Eindringen von Bakterien zu verhindern. Oft muss der Zahn danach überkront werden.

Kann jeder Zahn endodontisch gerettet werden?

Dank moderner Behandlungstechniken ist es möglich, den Zahn in 90 Prozent aller Fälle zu erhalten, wenn nur das Zahninnere entzündet ist. Gibt es hingegen weitere Probleme, etwa weil der betroffene Zahn stark gelockert ist, sinkt die Erfolgsquote erheblich.

Ein Zahnerhalt ist beispielsweise nicht mehr möglich, wenn nach einem Unfall eine Längs­fraktur der Wurzel vorliegt. Entzündungen des umliegenden Gewebes sind die Folge. In diesem Fall schafft nur die Zahnentfernung Abhilfe.

Lohnt sich eine Wurzel­behandlung bei einem toten Zahn?

Egal ob tot oder lebendig – jeder Zahn erfüllt wichtige Funktionen im Zahn­halte­apparat. Er übermittelt nicht nur Informationen zum Kaudruck an das Gehirn. Er ist auch ein wertvoller Anker für potenziellen Zahnersatz (als Pfeilerzahn für Zahnbrücken und Teil­pro­thesen). Darüber hinaus hat ein vollständiges Gebiss einen ästhetischen Wert.

Ein toter Zahn entsteht, wenn sich das innere Zahnmark (Pulpa, umgangs­sprachlich Zahnnerv) entzündet und abstirbt. Dieser Prozess ist oft sehr schmerzhaft. Sobald der Zahn abgestorben ist, verschwindet der Schmerz plötzlich.

Wichtig: Schieben Sie den Besuch beim Zahnarzt nicht auf – auch wenn Sie keine Schmerzen haben. Die Entzündung breitet sich oftmals schmerzfrei im umliegenden Gewebe aus. Die Ursache lässt sich nur durch eine Wurzel­kanal­behandlung beseitigen. Dabei entfernt der Mediziner das infizierte Gewebe und versiegelt den Kanal anschließend. So bleibt der Zahn als Teil des Gebisses erhalten.

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Versicherungsschutz
Junger Mann mit Bart sitzt nachdenklich vor Laptop

Legen Sie beim Zahnerhalt Wert auf Premium-Qualität und Langlebigkeit, kann eine private Zahnzusatzversicherung sinnvoll sein. Der Grund: Die gesetzliche Kranken­versicherung übernimmt nur einen Teil der Kosten für Zahnbehandlungen.

Bei Zahnfüllungen übernimmt sie beispielsweise die Standardleistung: eine Amalgamfüllung. Möchten Sie statt­dessen eine hochwertigere Kompositfüllung, zahlen Sie die Mehr­kosten aus eigener Tasche. Auch aufwendige Wurzelbehandlungen oder eine Parodontitis­therapie sind kostspielig und häufig nicht zu 100 Prozent über die Krankenkasse erstattbar.

Aber Vorsicht: Hat der Zahnarzt Ihnen bereits vor Abschluss der Zusatz­ver­sicherung zu einer Behandlung geraten, ist es für eine Kosten­übernahme oft zu spät. Eine Zahnzusatzversicherung bei laufender Behandlung abzuschließen ist meist nicht möglich. Achten Sie beim nachträglichen Abschluss darauf, dass die Zahnerhalt-Versicherung sofort greift. 

Junger Mann mit Bart sitzt nachdenklich vor Laptop
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Versicherungsumfang

Die meisten Zahnzusatzversicherungen lassen sich durch verschiedene Bausteine und Tarif­optionen an die individuellen Bedürfnisse anpassen. 

Günstiger Zahnerhalt mit Allianz ZahnFit

Mit dem Tarif ZahnFit bietet die Allianz einen günstigen Einstieg in die private Zahnvorsorge. Die Basisversicherung deckt die Kosten für Zahnerhalt bis zu 100 Prozent ab. Für professionelle Zahn­reinigungen erhalten Sie pro Ver­sicherungs­jahr einen Zuschuss von 60 Euro.

Die Zahnerhalt-Versicherung gilt ohne Wartezeit. Das heißt: Sie können alle enthaltenen Leistungen direkt nach Vertragsabschluss in Anspruch nehmen. Außerdem können Sie den Tarif jederzeit mit weiteren Leistungen ergänzen oder an Ihre aktuellen Bedürfnisse anpassen.

Leistungen für Zahn­behandlungen der Allianz Zahnzusatz­tarife im Überblick

Wischen um mehr anzuzeigen

Zahnbehandlung ZahnFit DentalPlus DentalBest
(Komposit-)Füllungen 100 % 75 % 100 %
Parodontitisbehandlung 100 % 75 % 100 %
Wurzelbehandlung 100 % 75 % 100 %
Zahnprophylaxe und Fissurenversiegelung 100 % (max. 60 Euro pro Jahr für Zahnprophylaxe) 100 % (max. 100 Euro pro Jahr für Zahnprophylaxe und Fissurenversiegelung) 100 % (max. 120 Euro pro Jahr für Zahnprophylaxe und Fissurenversiegelung)
Kieferorthopädie (für Kinder und Jugendliche bis zum 21. Geburtstag) 75 % (bis max. 2.000 Euro pro Versicherungsfall) 90 % (bis max. 3.000 Euro pro Versicherungsfall)
Kieferorthopädie bei Unfall oder schwerer Erkrankung (auch für Erwachsene) 75 % 90 %

 

Welche weiteren Leistungsbereiche die Tarife DentalPlus und DentalBest bieten, zeigt die Übersichtsseite zur Zahnzusatzversicherung

Die passende Versicherung
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