Eine Frau hält lächelnd einen To-Go Becher
Was die Zähne wirklich aufhellt

Weiße Zähne: Sind Hausmittel sinnvoll?

Kurz erklärt in 30 Sekunden
Gibt es wirksame Hausmittel für weiße Zähne?
  • Viele Menschen wünschen sich eine natürliche Alternative ohne Chemie zum Bleaching beim Zahnarzt. Mit Hausmitteln bleibt der gewünschte Erfolg aber in der Regel aus. Schlimmer noch: Die meisten Aufhell-Versuche in Eigenregie schaden den Zähnen mehr als sie nutzen.
  • Das Wichtigste für gesunde, natürlich weiße Zähne ist eine gute Mundhygiene.
  • Gelbliche Zahnbeläge verschwinden am sichersten bei der Professionellen Zahnreinigung.
  • Gegen von Natur aus dunklere oder innerlich verfärbte Zähne hilft nur ein Bleaching mit chemischen Aufhellern.
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Mythos oder Geheimtipp?
Verschiedene Hausmittel, Zitrone, Backpulver, Kurkuma und Salz liegen auf einem Tisch.

Mit Zitronensaft die Zähne bleichen

Zitronensaft bleicht, das kann hilfreich sein, um Flecken aus Textilien zu entfernen. Zum Aufhellen der Zähne ist Zitronensaft aber völlig ungeeignet. Es kursieren Anleitungen, man solle die Zähne mehrere Minuten lang mit Zitronensaft spülen. Für den Zahnschmelz ist diese massive Säureattacke eine Tortur, die nachhaltig schaden kann.

Backpulver für weiße Zähne?

Die Zähne mit Backpulver zu bleichen scheint ein prima Tipp zu sein – glaubt man den unzähligen Anleitungen in den verschiedensten Internet-Foren: Einfach die Zahnbürste anfeuchten, in Backpulver tauchen und gründlich putzen. Der Effekt ist tatsächlich verblüffend: Backpulver schrubbt Verfärbungen ab und das Gebiss wirkt weißer. Trotzdem ist von dieser Methode unbedingt abzuraten! Denn Backpulver reibt gesunde Zähne kaputt.

Der Grund: Backpulver wirkt auf dem Zahn wie Schleifpapier. Der extrem hohe Abrieb entfernt nicht nur Zahnbeläge, sondern trägt auch gesunden Zahnschmelz ab. Damit verlieren die Zähne ihre natürliche Schutzschicht und werden mit der Zeit immer schmerzempfindlicher und anfälliger für Karies. Auch der Aufhelleffekt ist nicht von Dauer. Denn mit zerkratztem Zahnschmelz verfärben sich die Zähne umso schneller.

Erdbeeren als Zahn-Aufheller

Erdbeeren sind gesund, allerdings nur, wenn man sie isst. Als Hausmittel für weißere Zähne taugen die süßen roten Früchte nichts. Erdbeeren oder Erdbeerbrei über die Zähne zu schmieren, wie auf einschlägigen Ratgeberseiten empfohlen, hat keinen optischen Effekt. Schlimmer noch, es schadet sogar. Denn Erdbeeren enthalten Vitamin C, also Ascorbinsäure, und die greift wie alle Säuren den Zahnschmelz an. Die Folge: Zahnoberflächen werden empfindlicher und durchlässiger für Karieserreger.

„Ölkur“ oder „Ölziehen“ gegen gelbe Zähne

Wer nach einer schonenden Variante sucht, die Zähne zu Hause zu bleichen, stößt auf den Rat, eine „Ölkur“ zu machen: Einfaches Pflanzenöl aus der Küche (zum Beispiel Sonnenblumenöl oder Olivenöl) soll binnen fünf Minuten den gelblichen Schleier von den Zähnen spülen, wenn man es wie Mundwasser durch die Zähne zieht. Der gleiche Effekt wird auch Kokosnussöl nachgesagt. Angeblich, weil es vermeintliche Schadstoffe im Mund bindet und hilft, die Zahnzwischenräume zu reinigen. Tatsächlich steckt in Pflanzenölen aber nichts, was die Zähne säubert oder weißer macht. Der aufhellende Effekt ist ein Mythos. Anders als andere vermeintliche Hausmittel schadet Öl den Zähnen aber immerhin nicht.

Weiße Zähne mit Salz

Einfaches grobes Salz aus dem Supermarkt wird ebenfalls als kostengünstiges Hausmittel für weiße Zähne propagiert. Die Idee: Das Salz verpasst dem Gebiss ein „natürliches Bleaching“. Was unkompliziert klingt, schadet aber mehr als es nutzt. Denn grobes Salz greift – ähnlich wie das Backpulver – den Zahnschmelz an und kann das empfindliche Zahnfleisch reizen.

Kurkuma zum Zähneputzen

Als natürliches Mittel zum Zähneputzen wird auch Kurkuma gehandelt. Kurkuma kommt aus Südasien und kommt in Deutschland am häufigsten in (veganen) Curry-Gerichten auf den Tisch. Das Gewürzpulver ist intensiv gelb und hinterlässt hartnäckige Flecken. Im schlimmsten Fall kann Kurkuma sogar bestehende Kunststoff-Füllungen verfärben.

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Allianz - Icon: Mann putzt sich Zaehne  und rundherum sieben Visualisierungen zu den Tipps
Pflege ist das Wichtigste
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Für gesunde, natürlich weiße Zähne können Sie selbst viel tun:

  • Putzen Sie zwei Mal täglich gründlich die Zähne.
  • Verwenden Sie fluoridhaltige Zahncreme, sie stärkt den Zahnschmelz.
  • Vergessen Sie die Zahnzwischenräume nicht! Mit nachhaltiger oder konventioneller Zahnseide und/oder Zwischenraumbürsten werden auch die kritischen Stellen sauber. 
  • Warten Sie nach dem Verzehr von säurehaltigen Speisen und Getränken eine Stunde mit dem Zähneputzen.
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  • Bleiben Sie Nichtraucher oder hören Sie auf zu rauchen.
  • Genießen Sie färbende Getränke wie Rotwein, Kaffee oder Schwarztee in Maßen.
  • Gehen Sie regelmäßig zur Professionellen Zahnreinigung. Die Kosten werden bis zu einer gewissen Höchstgrenze von der Allianz in den Tarifen DentalPlus und DentalBest erstattet.
Ratgeber
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Der Weg zum Profi lohnt sich
Spezielle Zahncremes versprechen strahlend weiße Zähne. Sie schneiden im Vergleich zum Bleaching und zur Professionellen Zahnpflege aber nicht so gut ab. Lesen Sie hier, welche die wirkungsvollsten Weißmacher sind.
Eine Frau im lila Shirt steht im Supermarkt und schaut sich ein Regal mit Zahnpaste an

Raucher-Zahnpasta und Weißmacher-Zahncreme

 
  • Jede Zahnpasta enthält mikroskopisch kleine Putzkörper, die Beläge und Verfärbungen abschmirgeln, ohne Zähne und Zahnfleisch zu schädigen. In Raucher-Zahnpasta, manchmal heißt sie auch Weißmacher-Zahncreme (Whitening-Zahncreme), stecken besonders viele dieser Schleifpartikel. Die Spezialzahncreme hat also mehr Power gegen unschöne oberflächliche Raucherflecken und Ablagerungen von Kaffee, Tee oder Rotwein. Meistens ist sie auch etwas teurer.
  • Raucher-Zahncreme kann das natürliche Zahnweiß wieder zum Vorschein bringen – mehr aber auch nicht. Denn von Natur aus gelbliche Zähne werden durch gründliches Putzen nicht weißer. Gegen Verfärbungen, die innen im Zahn entstehen, etwa mit dem Älterwerden oder durch Verletzungen, sind Zahncremes ebenfalls machtlos.
  • Die Bundeszahnärztekammer rät davon ab, regelmäßig mit Raucher-Zahnpasta zu putzen. Denn durch den hohen Abrieb besteht die Gefahr, dass mit der Zeit der Zahnschmelz leidet, vor allem, wenn man die Zahnbürste beim Putzen fest aufdrückt. Bei empfindlichen Zähnen und freiliegenden Zahnhälsen sind Raucher-Zahncremes wegen des hohen Abriebs unangenehm.

Zähne wirksam aufhellen: Bleaching

Auf den roten Teppichen dieser Welt sucht man gelbe Zähne heute meist vergeblich. Das „Hollywood-Lächeln“ – schneeweiße Kauleisten in Reih und Glied – ist aber oft das Werk von Zahnärzten. Denn gesunde natürliche Zähne haben immer einen leichten Gelbstich, manche sind dunkler, manche sind heller, völlig weiß sind sie nie. Normal ist auch, dass die Zähne im Laufe des Lebens etwas nachdunkeln. Denn jahrzehntelanges Kauen nutzt den weißen Zahnschmelz ab. Darunter kommt das gelbere Zahnbein (Dentin) zum Vorschein. Zähneknirschen oder Säureeinwirkungen beschleunigen das Vergilben.

Ein Bleaching kann die natürliche Zahnfarbe aufhellen. Es ist auch der einzige Weg, Verfärbungen loszuwerden, die bei der Zahnreinigung nicht entfernt werden können. Etwa wenn ein Zahn nach einer Verletzung dunkler ist. Auch wenn Medikamente oder Krankheiten die Zähne von innen verfärbt haben, ist das Bleichen der einzige Weg zu einem weißeren Gebiss.

Beim Bleichen kommen meistens chemische Aufheller auf der Basis von Wasserstoffperoxid zum Einsatz. Sie setzen im Mund aktiven Sauerstoff frei, der Verfärbungen in der äußersten Schicht des Zahnes reduziert und dadurch aufhellt – mit der gleichen chemischen Reaktion zaubern Friseure blonde Strähnchen.

Wer sich ein Bleaching wünscht, sollte unbedingt seine Zahnärztin oder seinen Zahnarzt aufsuchen. Die Experten können feststellen, ob Zähne und Zahnfleisch gesund sind und die Aufheller vertragen. Ein professionelles Bleaching in der Zahnarztpraxis hellt die Zähne am wirksamsten auf. Bleichmittel-Sets aus der Apotheke, der Drogerie oder dem Supermarkt arbeiten nach dem gleichen Prinzip, allerdings ist der Aufheller in Home-Bleaching-Produkten niedriger dosiert als beim Zahnarzt.

Da Bleaching eine reine „Schönheitsbehandlung“ darstellt und es sich um keine medizinisch notwendige Heilbehandlung handelt, übernehmen die Krankenkassen oder Zusatz­versicherungen in der Regel dafür keine Kosten.

Strahlende Zähne ohne Bleaching: Professionelle Zahnreinigung

Vor Bleichexperimenten in Eigenregie ist es sinnvoll, mit der Zahnärztin oder dem Zahnarzt zu besprechen, warum das Gebiss nicht strahlend weiß ist. Oft sind die Zähne dunkler, weil sich Farbstoffe aus Lebensmitteln, Fruchtsäften, Kaffee, Schwarztee, Rotwein oder Tabakrauch in den Zahnbelägen festgesetzt haben. Um diese unschönen Flecken zu beseitigen, genügt eine Professionelle Zahnreinigung. Die Intensivreinigung kann den gleichen Effekt haben wie ein professionelles Bleaching: Die Zähne wirken deutlich weißer. 

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