Fissurenversiegelung: Alles zu Kosten und Behandlungsablauf

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  • Ein Code pro versicherter Person. Anspruch auf den Code nach Ablauf der 14-tägigen Widerrufsfrist bei bestehendem Vertragsverhältnis und nach Zahlung der ersten Prämie. Ausgabe des Codes ca. 7 Wochen nach Versicherungsbeginn. Tarifwechsel innerhalb der Zahnzusatzversicherung ausgeschlossen.

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Was kostet Sie eine Fissuren­versiegelung?

Kurz erklärt in 30 Sekunden
 
  • Fissuren am Zahn sind kleine Furchen in den Kauflächen der Backenzähne. In ihnen setzen sich Bakterien besonders leicht fest. Bei mangelnder Mundhygiene entsteht dann schnell Fissurenkaries. 
  • Bei einer Fissurenversiegelung bringt der Zahnarzt einen dünnen Kunststoff auf den Kauflächen auf und stellt eine glatte Zahnoberfläche her. Das Vorgehen dient der Kariesprophylaxe und ist langfristig eine effektive Maßnahme für Zahnerhalt und Ihre Mundgesundheit.
  • Bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren übernehmen die gesetzlichen Krankenversicherungen die Kosten für die Fissurenversiegelung. Behandelt werden jeweils die zwei großen Backenzähne, die vor dem Weisheitszahn liegen.
  • Aber auch bei (jungen) Erwachsenen ist eine Zahnversiegelung sinnvoll. Die Kosten dafür müssen Sie jedoch selbst zahlen. Der Abschluss einer Zahnzusatzversicherung ist empfehlenswert: Diese erstattet Ihnen Fissurenversiegelungen und übernimmt weitere wichtige Prophylaxemaßnahmen.

 

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Erklärung
Bei der Fissurenversiegelung glättet der Zahnarzt die Oberfläche des Zahns. Schmutz und Bakterien können sich dann weniger leicht ablagern.

Die Fissurenversiegelung dient der Vorbeugung von Karies. Fissuren am Zahn sind die vielen kleinen Furchen und Rillen, die den Zahnschmelz durchsetzen – vor allem an den Backenzähnen. Besonders tiefe oder schmale Vertiefungen stellen beim Reinigen ein Problem dar. Speisereste und Mikroorganismen setzen sich dort leichter fest. Es entsteht Zahnbelag, der sich beim Zähneputzen mit der Zahnbürste schwer entfernen lässt. Dadurch kann es verstärkt zu Fissurenkaries kommen. 

Zahnärzte unterscheiden eine präventive Versiegelung von einer erweiterten Versiegelung:

  • Die präventive Versiegelung kommt bei absolut kariesfreien Fissuren zur Anwendung. Eventuell bestehende Verfärbungen werden von den Zahnflächen entfernt. Danach wird der Schmelz versiegelt.
  • Bei der erweiterten Versiegelung ist bereits beginnende Karies am Zahn festzustellen. Die Fissurenkaries trägt der Zahnarzt zunächst minimalinvasiv ab und versorgt anschließend den Defekt mit einer Füllung (zum Beispiel aus Komposit). 

Das Zähne versiegeln ist sinnvoll, um Karies erst gar keine Chance zur Entstehung zu bieten.

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Behandlungsablauf
Der Ablauf der Fissurenversiegelung ist bei Kinderzähnen (Milchzähnen) und Erwachsenenzähnen gleich. Die Zahnversiegelung erfolgt mit einem speziellen Kunststoff oder Glasionomerzement. Dieser verhindert, dass Bakterien eindringen, die eine Fissurenkaries verursachen können. Die Behandlung dauert knapp 30 Minuten.
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Im ersten Schritt der Zahnbehandlung   reinigt der Zahnarzt die Zahnoberfläche. Die Zahnoberfläche muss komplett belagsfrei sein, damit später keine Karies unter der Versiegelung entstehen kann. Anschließend legt der Zahnarzt den Zahn großflächig trocken. Dafür werden Watterollen oder ein Kofferdamm (eine Art Spanngummi) verwendet.
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Bei der anschließenden Konditionierung pinselt der Zahnarzt eine leichte Säure (z. B. Phosphorsäure) auf den Zahnschmelz, die die Oberfläche aufraut.
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Nach dem Ätzen trägt der Zahnarzt das Material für die Grübchenversiegelung auf. Zum Abschluss muss der Kunststoff noch aushärten. Dazu kann je nach Material ein besonderes Licht eingesetzt werden.
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Ist der Versiegler (z. B. Kunststoff oder Spezial-Zement) ausgehärtet, prüft der Zahnarzt, ob die Kauflächen der oberen und unteren Zahnreihen optimal aufeinanderpassen. Kleine Unebenheiten poliert er weg. Zur Stärkung pinselt er den Zahn mit Fluorid ein. 
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Gesamtpreis für Kinder und Erwachsene
Bei Kindern und Jugendlichen übernimmt die GKV in der Regel die Kosten der Fissurenversiegelung. Auf Erwachsene kommen pro versiegeltem Zahn bis zu 50 Euro zu.

Kinder und Jugendliche zwischen sechs und 17 Jahren dürfen sich freuen: Für sie übernehmen die gesetzlichen Krankenversicherungen die Kosten für eine Fissurenversiegelung an den ersten und zweiten Backenzähnen im Rahmen der Prophylaxe.

Sind andere Zähne betroffen oder ist der Patient bereits erwachsen, zahlen Sie die Kosten für eine Fissurenversiegelung selbst. Pro Zahn betragen die Kosten dann rund 15 Euro bis 50 Euro.

  • Nicht erstattungsfähig sind bei Kindern die Kosten für Versiegelungen von Fissuren und Grübchen an den Milchmolaren, an den Prämolaren und an den Frontzähnen oder Eckzähnen. Der Arzt stellt für diese Behandlung eine Rechnung nach der privatärztlichen Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ) aus.
  • Erwachsene müssen Fissurenversiegelungen aus der eigenen Tasche bezahlen – unabhängig davon, welcher Zahn versiegelt wird.
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Kostenübernahme
Bei Kindern und Jugendlichen zahlt die GKV Versiegelungen an Backenzähnen. Erwachsene erhalten keine Kostenerstattung.

Bei Patienten zwischen sechs und 17 Jahren zahlt die gesetzliche Krankenversicherung die Versiegelung an den ersten und an den zweiten Backenzähnen in voller Höhe. In der Privaten Krankenversicherung hängt die Höhe der Kostenerstattung von dem gewählten Tarif ab.

Darum ist eine Zahnzusatzversicherung sinnvoll

Wenn Sie als Patient eine Zahnzusatzversicherung abgeschlossen haben, ist ebenfalls eine Erstattung des Eigenanteils zu prüfen. Wie in der Krankenvollversicherung hängt der Umfang der Erstattung in der Zusatzversicherung von den Leistungen des gewählten Tarifs ab. Möglich sind zum Beispiel Erstattungen in Höhe von 90 Prozent oder 75 Prozent der insgesamt anfallenden Kosten. In einigen Premiumtarifen ist sogar eine vollständige Erstattung der Kosten vorgesehen.

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Entscheidungs­hilfe
Als wichtige Prophylaxemaßnahme überwiegen die Vorteile der Fissurenversiegelung. Beachten Sie dennoch unseren Hinweis zu einem möglichen Nachteil.
  • Eine Fissurenversiegelung trägt dazu bei, dass Ihre Zähne länger gesund bleiben und in der Folge weniger zahnärztliche Behandlungen nötig sind.
  • Nach einer Zahnversiegelung ist die Oberfläche Ihrer Zähne wieder weitgehend glatt und frei von Furchen und Grübchen.
  • Bei regelmäßiger Mundhygiene sinkt die Kariesanfälligkeit. Kleine Mikroorganismen auf dem Zahnschmelz und in den Zahnzwischenräumen sind leichter zu entfernen.
  • Allerdings kann sich die Versiegelung in manchen Fällen wieder ablösen. Dies kann auch der Fall sein, wenn Ihnen die Grübchenversiegelung noch optisch intakt erscheint. Ihr Zahnarzt kann feststellen, ob eine Erneuerung der Fissurenversiegelung notwendig ist. 
  • Sind unter dem Versiegelungsmaterial gegebenenfalls Bakterien verblieben, könnte sich unter Umständen unter der Versiegelung eine versteckte Karies bilden.
Die passende Versicherung
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Häufige Fragen
  • Ist eine Fissurenversiegelung bei Kindern sinnvoll?

    Ja, besonders bei Kindern und Jugendlichen lohnt sich eine Fissurenversiegelung. Dafür gib es mehrere Gründe:

    • Kariesfreie Milchzähne sind eine gute Voraussetzung für die Gesundheit der bleibenden Zähne. Eine Fissurenversiegelung der Milchzähne beugt Karies vor und erhält die Mundgesundheit.
    • Frisch durchgebrochene Zähne sind sehr anfällig für Karies. Der Zahnschmelz ist noch nicht so widerstandsfähig.
    • Viele Kinder und Jugendliche essen gern Süßes oder naschen zwischendurch. Zucker bietet optimalen Nährboden für Bakterien und Karies im Mund.
    • Die Zahnreinigung von Kindern ist häufig noch nicht so gründlich wie bei Erwachsenen.
    • Insbesondere das Tragen einer festen Zahnspange erhöht das Kariesrisiko bei Kindern. Eine Zahnversiegelung vor dem Einsetzen der Zahnspange ist sinnvoll.

    Hatte Ihr Kind bereits Kariesbefall an den (Milch-)Zähnen, ist eine Fissurenversiegelung über die genannten Gründe hinaus auf jeden Fall empfehlenswert. 

  • Wie lange hält der Schutz der Zahnversiegelung?

    Eine Versiegelung der Zahnsubstanz kann sieben bis zehn Jahre halten. Danach kann es sein, dass Sie die Fissurenversiegelung erneuern lassen müssen, damit es durch ungeschützte Fissuren nicht zu Karies und Zahnschmerz kommt.
  • Kann Karies durch eine Fissurenversiegelung vollständig verhindert werden?

    Nein, hundertprozentigen Schutz vor Karies bietet auch eine Zahnversiegelung nicht. Vor allem in den ersten Monaten nach der Fissurenversiegelung besteht ein erhöhtes Risiko, dass das Versiegelungsmaterial abplatzt. Damit steigt das Risiko für Fissurenkaries erneut an, und auch die Zahnreinigung wird erschwert. Deshalb ist eine regelmäßige Kontrolluntersuchung zu empfehlen, um Zahnschmerzen durch Karies zu verhindern und langfristigen Zahnerhalt zu gewährleisten.
  • Wann und wie häufig ist eine Fissurenversiegelung sinnvoll?

    Fissuren am Zahn können sehr unterschiedlich ausgeprägt sein. Eine Zahnversiegelung ist vor allem dann sinnvoll, wenn die Grübchen und Rillen (Fissuren) an Ihren Zähnen besonders tief oder eng sind. Die Zahnreinigung ist an diesen Stellen erschwert. Karies kann sich dort leichter bilden. Auch wenn Sie bereits unter Kariesbefall leiden, ist eine Zahnversiegelung (an kariesfreien Zähnen) zur Prophylaxe sinnvoll. 

    Üblicherweise ist eine Versiegelung der Molaren (Backenzähne im hinteren Kiefer), Prämolaren und Milchmolaren (auch zu Seitenzähnen zusammengefasst) zu empfehlen. Gelegentlich müssen sogar Fissuren an den Frontzähnen versiegelt werden.

    Die Versiegelung müssen Sie nur dann wiederholen, wenn das Versiegelungsmaterial abgeplatzt oder abgetragen ist. Die Haltbarkeit von Zahnversiegelungen liegt bei bis zu zehn Jahren. Ihr Zahnarzt gibt Ihnen bei Kontrolluntersuchungen Auskunft darüber, ob und wann Sie den Schutz an Ihren Zahnflächen erneuern lassen sollten.

     

  • Ist eine Fissurenversiegelung schmerzhaft?

    In der Regel treten bei der Fissurenversiegelung keine Schmerzen auf. Kindern fällt es allerdings oft schwer, den Mund so lange geöffnet zu halten. Aber unbehandelte Fissuren können zu Karies und damit zu Zahnschmerz führen.
  • Wie lange darf man nach einer Fissurenversiegelung nicht essen?

    Der Ablauf einer Fissurenversiegelung endet mit dem Auftragen von Fluorid auf die Zähne. Nach dieser Behandlung sollten Patienten ca. eine Stunde nichts essen oder trinken, um die Wirkung der Fluoridierung nicht zu beeinträchtigen.
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