Fissurenversiegelung: Alles zu Kosten und Behandlungsablauf
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Was kostet Sie eine Fissuren­versiegelung?

Kurz erklärt in 30 Sekunden
  • Fissuren am Zahn sind kleine Furchen in den Kau­flächen der Backen­zähne. In ihnen setzen sich Bakterien besonders leicht fest. Bei mangelnder Mund­hygiene entsteht dann schnell Fissurenkaries.
  • Bei einer Fissuren­ver­siegelung bringt der Zahn­arzt einen dünnen Kunst­stoff auf den Kau­flächen auf und stellt eine glatte Zahn­ober­fläche her. Das Vorgehen dient der Karies­prophy­laxe und ist lang­fristig eine effektive Maß­nahme für Zahn­erhalt und Ihre Mundgesundheit.
  • Bei Kindern und Jugend­lichen unter 18 Jahren über­nehmen die gesetz­lichen Kranken­versicherungen die Kosten für die Fissuren­versiegelung. Behandelt werden jeweils die zwei großen Backen­zähne, die vor dem Weis­heits­zahn liegen.
  • Aber auch bei (jungen) Erwachsenen ist eine Zahn­versiegelung sinn­voll. Die Kosten dafür müssen Sie jedoch selbst zahlen. Der Abschluss einer Zahn­zusatz­versicherung ist empfehlens­wert: Diese erstattet Ihnen Fissuren­versiegelungen und über­nimmt weitere wichtige Prophylaxemaßnahmen.
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Erklärung
Bei der Fissuren­versiegelung glättet der Zahn­arzt die Ober­fläche des Zahns. Schmutz und Bakterien können sich dann weniger leicht ablagern.

Die Fissurenversiegelung dient der Vor­beugung von Karies. Fissuren am Zahn sind die vielen kleinen Furchen und Rillen, die den Zahn­schmelz durch­setzen – vor allem an den Backen­zähnen. Besonders tiefe oder schmale Vertiefungen stellen beim Reinigen ein Problem dar. Speise­reste und Mikro­organismen setzen sich dort leichter fest. Es entsteht Zahn­belag, der sich beim Zähne­putzen mit der Zahn­bürste schwer ent­fernen lässt. Dadurch kann es verstärkt zu Fissuren­karies kommen.

Zahnärzte unter­scheiden eine präventive Versiegelung von einer erweiterten Versiegelung:

  • Die präventive Versiegelung kommt bei absolut karies­freien Fissuren zur Anwendung. Eventuell bestehende Verfär­bungen werden von den Zahn­flächen entfernt. Danach wird der Schmelz versiegelt.
  • Bei der erweiterten Versiegelung ist bereits beginnende Karies am Zahn fest­zu­stellen. Die Fissuren­karies trägt der Zahnarzt zunächst minimal­invasiv ab und versorgt anschließend den Defekt mit einer Füllung (zum Beispiel aus Komposit).

Das Zähne versiegeln ist sinn­voll, um Karies erst gar keine Chance zur Entstehung zu bieten.

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Behandlungsablauf
Der Ablauf der Fissuren­versiegelung ist bei Kinder­zähnen (Milch­zähnen) und Erwachsenen­zähnen gleich. Die Zahn­ver­siegelung erfolgt mit einem speziellen Kunst­stoff oder Glasionomer­zement. Dieser verhindert, dass Bakterien ein­dringen, die eine Fissuren­karies verur­sachen können. Die Behand­lung dauert knapp 30 Minuten.
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Im ersten Schritt der Zahnbehandlung reinigt der Zahn­arzt die Zahn­ober­fläche. Die Zahn­ober­fläche muss komplett belags­frei sein, damit später keine Karies unter der Versiegelung ent­stehen kann. Anschließend legt der Zahn­arzt den Zahn groß­flächig trocken. Dafür werden Watte­rollen oder ein Koffer­damm (eine Art Spann­gummi) verwendet.
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Bei der anschließenden Konditio­nierung pinselt der Zahn­arzt eine leichte Säure (z. B. Phosphor­säure) auf den Zahn­schmelz, die die Oberfläche aufraut.
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Nach dem Ätzen trägt der Zahn­arzt das Material für die Grübchen­versiegelung auf. Zum Abschluss muss der Kunst­stoff noch aus­härten. Dazu kann je nach Material ein besonderes Licht eingesetzt werden.
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Ist der Versiegler (z. B. Kunst­stoff oder Spezial-Zement) ausge­härtet, prüft der Zahn­arzt, ob die Kau­flächen der oberen und unteren Zahn­reihen optimal auf­einander­passen. Kleine Uneben­heiten poliert er weg. Zur Stärkung pinselt er den Zahn mit Fluorid ein.
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Gesamtpreis für Kinder und Erwachsene
Bei Kindern und Jugend­lichen über­nimmt die GKV in der Regel die Kosten der Fissuren­versiegelung. Auf Erwachsene kommen pro versiegeltem Zahn bis zu 50 Euro zu.

Kinder und Jugend­liche zwischen sechs und 17 Jahren dürfen sich freuen: Für sie über­nehmen die gesetz­lichen Kranken­versicherungen die Kosten für eine Fissuren­versiegelung an den ersten und zweiten Backen­zähnen im Rahmen der Prophylaxe.

Sind andere Zähne betroffen oder ist der Patient bereits erwachsen, zahlen Sie die Kosten für eine Fissuren­versiegelung selbst. Pro Zahn betragen die Kosten dann rund 15 Euro bis 50 Euro.

  • Nicht erstattungsfähig sind bei Kindern die Kosten für Versiegelungen von Fissuren und Grübchen an den Milch­molaren, an den Prämolaren und an den Front­zähnen oder Eck­zähnen. Der Arzt stellt für diese Behand­lung eine Rechnung nach der privat­ärztlichen Gebühren­ordnung für Zahnärzte (GOZ) aus.
  • Erwachsene müssen Fissuren­versiegelungen aus der eigenen Tasche bezahlen – unab­hängig davon, welcher Zahn versiegelt wird.
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Kostenübernahme
Bei Kindern und Jugendlichen zahlt die GKV Versiegelungen an Backenzähnen. Erwachsene erhalten keine Kostenerstattung.
 
Bei Patienten zwischen sechs und 17 Jahren zahlt die gesetzliche Kranken­versicherung die Versiegelung an den ersten und an den zweiten Backen­zähnen in voller Höhe. In der Privaten Krankenversicherung hängt die Höhe der Kosten­erstattung von dem gewählten Tarif ab.
Wenn Sie als Patient eine Zahnzusatzversicherung abge­schlossen haben, ist eben­falls eine Erstattung des Eigen­anteils zu prüfen. Wie in der Kranken­voll­versicherung hängt der Umfang der Erstattung in der Zusatz­versicherung von den Leistungen des gewählten Tarifs ab. Üblich sind zum Beispiel Erstattungen in Höhe von 75 Prozent bis 90 Prozent der insgesamt anfallenden Kosten. In allen MeinZahnschutz-Tarifen der Allianz erhalten Sie 100 % Kosten­erstattung z.B. für z.B. Zahn­reinigung, Prophy­laxe, Fissuren­versiegelung und Zahn­behand­lung - ohne Begrenzung.

Zu beachten sind dabei die tarifliche Zahnstaffel und die Gebührenordnung. Die Allianz zahlt bis zu den Höchstsätzen laut Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ) / für Ärzte (GOÄ).

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Entscheidungs­hilfe
Als wichtige Prophylaxe­maß­nahme über­wiegen die Vorteile der Fissuren­versiegelung. Beachten Sie dennoch unseren Hinweis zu einem möglichen Nachteil.
  • Eine Fissurenversiegelung trägt dazu bei, dass Ihre Zähne länger gesund bleiben und in der Folge weniger zahn­ärztliche Behand­lungen nötig sind.
  • Nach einer Zahn­versiegelung ist die Ober­fläche Ihrer Zähne wieder weit­gehend glatt und frei von Furchen und Grübchen.
  • Bei regel­mäßiger Mund­hygiene sinkt die Karies­an­fällig­keit. Kleine Mikro­organismen auf dem Zahn­schmelz und in den Zahn­zwischen­räumen sind leichter zu entfernen.
  • Allerdings kann sich die Versiegelung in manchen Fällen wieder ablösen. Dies kann auch der Fall sein, wenn Ihnen die Grübchen­ver­siegelung noch optisch intakt erscheint. Ihr Zahn­arzt kann fest­stellen, ob eine Erneuerung der Fissuren­versiegelung notwendig ist.
  • Sind unter dem Versiegelungs­material gegebenen­falls Bakterien verblieben, könnte sich unter Umständen unter der Versiegelung eine versteckte Karies bilden.
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Häufige Fragen
  • Ist eine Fissurenversiegelung bei Kindern sinnvoll?

    Ja, besonders bei Kindern und Jugend­lichen lohnt sich eine Fissuren­versiegelung. Dafür gib es mehrere Gründe:

    • Kariesfreie Milch­zähne sind eine gute Voraus­setzung für die Gesund­heit der bleibenden Zähne. Eine Fissuren­versiegelung der Milch­zähne beugt Karies vor und erhält die Mund­gesundheit.
    • Frisch durch­gebrochene Zähne sind sehr anfällig für Karies. Der Zahn­schmelz ist noch nicht so widerstandsfähig.
    • Viele Kinder und Jugend­liche essen gern Süßes oder naschen zwischen­durch. Zucker bietet optimalen Nähr­boden für Bakterien und Karies im Mund.
    • Die Zahnreinigung von Kindern ist häufig noch nicht so gründ­lich wie bei Erwachsenen.
    • Insbesondere das Tragen einer festen Zahn­spange erhöht das Karies­risiko bei Kindern. Eine Zahn­versiegelung vor dem Einsetzen der Zahn­spange ist sinnvoll.

    Hatte Ihr Kind bereits Karies­befall an den (Milch-)Zähnen, ist eine Fissuren­versiegelung über die genannten Gründe hinaus auf jeden Fall empfehlenswert.

  • Wie lange hält der Schutz der Zahnversiegelung?

    Eine Versiegelung der Zahn­substanz kann sieben bis zehn Jahre halten. Danach kann es sein, dass Sie die Fissuren­versiegelung erneuern lassen müssen, damit es durch unge­schützte Fissuren nicht zu Karies und Zahn­schmerz kommt.
  • Kann Karies durch eine Fissurenversiegelung vollständig verhindert werden?

    Nein, hundert­prozentigen Schutz vor Karies bietet auch eine Zahn­versiegelung nicht. Vor allem in den ersten Monaten nach der Fissuren­versiegelung besteht ein erhöhtes Risiko, dass das Versiegelungs­material abplatzt. Damit steigt das Risiko für Fissuren­karies erneut an, und auch die Zahn­reinigung wird erschwert. Deshalb ist eine regel­mäßige Kontroll­unter­suchung zu empfehlen, um Zahn­schmerzen durch Karies zu verhindern und lang­fristigen Zahnerhalt zu gewährleisten.
  • Wann und wie häufig ist eine Fissurenversiegelung sinnvoll?

    Fissuren am Zahn können sehr unter­schiedlich ausgeprägt sein. Eine Zahn­versiegelung ist vor allem dann sinn­voll, wenn die Grübchen und Rillen (Fissuren) an Ihren Zähnen besonders tief oder eng sind. Die Zahn­reinigung ist an diesen Stellen erschwert. Karies kann sich dort leichter bilden. Auch wenn Sie bereits unter Karies­befall leiden, ist eine Zahn­versiegelung (an karies­freien Zähnen) zur Prophylaxe sinnvoll.

    Üblicher­weise ist eine Versiegelung der Molaren (Backen­zähne im hinteren Kiefer), Prämolaren und Milch­molaren (auch zu Seiten­zähnen zusammen­gefasst) zu empfehlen. Gelegent­lich müssen sogar Fissuren an den Front­zähnen versiegelt werden.

    Die Versiegelung müssen Sie nur dann wieder­holen, wenn das Versiegelungs­material abge­platzt oder abge­tragen ist. Die Halt­barkeit von Zahn­versiegelungen liegt bei bis zu zehn Jahren. Ihr Zahn­arzt gibt Ihnen bei Kontroll­unter­suchungen Auskunft darüber, ob und wann Sie den Schutz an Ihren Zahn­flächen erneuern lassen sollten.

  • Ist eine Fissurenversiegelung schmerzhaft?

    In der Regel treten bei der Fissuren­versiegelung keine Schmerzen ;auf. Kindern fällt es allerdings oft schwer, den Mund so lange geöffnet zu halten. Aber unbe­handelte Fissuren können zu Karies und damit zu Zahn­schmerz führen.
  • Wie lange darf man nach einer Fissurenversiegelung nicht essen?

    Der Ablauf einer Fissuren­versiegelung endet mit dem Auftragen von Fluorid auf die Zähne. Nach dieser Behand­lung sollten Patienten ca. eine Stunde nichts essen oder trinken, um die Wirkung der Fluorid­ierung nicht zu beeinträchtigen.
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