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Kurz erklärt in 30 Sekunden
  • Veneers sind dünne Verblendschalen aus Keramik, die auf die Zähne geklebt werden. Sie optimieren Farbe, Form und Stellung der Zähne.
  • Individuell angefertigte Keramikveneers sind kostspielig. Die Behandlung ist nicht rückgängig zu machen.
  • Bei sogenannten Non-Prep-Veneers entfällt die Präparation der Zähne. Sie lassen sich rückstandslos entfernen.
  • Die Optik der Frontzähne lässt sich außer mit Veneers auch mit dem sogenannten Contouring (Komposit-Veneers), einer kieferorthopädischen Korrektur, Zahnreinigung oder Bleaching verbessern.
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Definition
Veneers, auf Deutsch „Fassade bzw. Furnier“, lassen das Gebiss im neuen Glanz erstrahlen. Die Verblendschalen für die Zähne bestehen in der Regel aus dünner, hochfester Keramik.
Zwei Frauen lachend am Strand

Die Keramikschalen zaubern ein perfektes Lächeln. Veneers werden eingesetzt, um Lücken zwischen den Frontzähnen zu schließen, Stellungsfehler im Gebiss auszugleichen und Form sowie Größe der Zähne zu optimieren. Mit Veneers lassen sich zum Beispiel stark abgenutzte Zähne aufbauen, nach einem Unfall beschädigte Zähne reparieren oder von Natur aus zu kurz oder zu schmal geratene Zähne optisch anpassen.

In manchen Fällen ist sogar die Zahnfarbe mit Veneers korrigierbar – um den gewünschten Erfolg zu erreichen, ist auch eine Kombination von Bleaching mit sich anschließenden Veneers möglich. Von Hausmitteln für weiße Zähne ist eher abzuraten. Veneers können eine schonende Alternative zur Krone sein, wenn Frontzähne geschädigt, aber im Wesentlichen gesund sind. Denn anders als beim Überkronen bleibt der Zahn bei der Präparation von Veneers weitestgehend erhalten. Informieren Sie sich zusätzlich auch über eine Zahnzusatzversicherung bei fehlenden Zähnen.

Kosmetik für gesunde Zähne

Veneers korrigieren hauptsächlich die Optik. Hochwertige Keramikveneers, in einem qualifizierten Dentallabor individuell und passgenau gefertigt, können bei guter Zahnpflege (Mundhygiene) länger als 15 Jahre halten. Sie werden fest auf den Zahn aufgeklebt und halten den normalen Belastungen beim Kauen stand. Sollten Veneers einmal erneuert werden, dann liegt dies häufig an einem notwendigen Eingriff des darunterliegenden Zahnes. Ein Defekt an Veneers tritt äußerst selten auf.

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Anbringung von Veneers
In mindestens zwei Behandlungssitzungen werden klassische Veneers angebracht. Schneller klappt es bei Non-Prep und Sofort-Veneers.

Für individuell angepasste Veneers sind mindestens zwei Sitzungen beim Zahnarzt nötig. Zunächst wird die Behandlung genau geplant, dann folgt die Präparation: Um eine Verblendschale anzubringen, muss die Vorderseite des Zahnes angeschliffen werden. Unter örtlicher Betäubung trägt der Zahnarzt eine dünne Schicht Zahnschmelz (zwischen 0,3 und 1 mm) ab. Damit geht ein Teil der natürlichen Schutzschicht des Zahnes für immer verloren. Vom so vorbereiteten Zahn wird ein Abdruck genommen und eine provisorische Versorgung aufgesetzt. Das primäre Abschleifen und die folgende Anbringung der Verblendung sorgen dafür, dass die Frontzähne trotz Veneers nicht zu dick aussehen.

Anhand der Abformungen fertigt der Zahntechniker die keramischen Veneers in Handarbeit. Wenn Form und Farbe perfekt auf die Anforderungen und den Patientenwunsch abgestimmt sind, werden die Veneers nach Einprobe fest auf den Zahn aufgeklebt.

Anders als bei konventionellen Veneers müssen die Zähne bei Non-Prep-Veneers (auch Lumineers) nicht beschliffen werden. Das hat mehrere Vorteile: Die Behandlung tut nicht weh und es ist keine Betäubungsspritze nötig. Es muss kein Provisorium getragen werden. Mit gerade mal 0,2 bis 0,3 mm sind diese Veneers noch dünner als eine herkömmliche Keramik-Verblendschale. Bei sehr dunkler Ausgangsfarbe kann die Zahnfarbe deshalb durchschimmern. Ein Einsatz von Non-Prep-Veneers muss daher gut überlegt werden.

Wenn es schnell gehen muss, dann bieten sich in einzelnen Fällen Veneers-to-go an, auch Sofort-Veneers genannt. Wie der Name verrät, können diese innerhalb einer Sitzung angeklebt werden. Vorbehandlungen sind meist nicht notwendig. 

Bei Veneers-to-go arbeitet der Zahnarzt mit vorgefertigten Verblendschalen. Diese werden je nach Art und Größe passend für den Patienten ausgewählt und können sofort auf den Zähnen angebracht werden. Neben einer kurzen Behandlungszeit punkten Sofort-Veneers auch durch geringere Kosten (im Vergleich zu klassischen und Non-Prep Veneers).

Nachteil: Da diese nicht individuell für den Patienten angefertigt werden, sind Veneers-to-go nicht in allen Fällen eine sinnvolle Alternative.

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Wann eignen sich Veneers - wann nicht?
Wann machen Veneers Sinn? Und welche Arten von Veneers eignen sich?

Für wen sind Veneers geeignet – für wen nicht?

Jahrelanges Kaffeetrinken, Rauchen sowie säurehaltiges Essen hinterlässt auf Dauer Spuren. Manchmal stört eine Verfärbung, Zahnlücke oder abgebrochene Zahnecke das optische Erscheinungsbild. Veneers können dann wieder für ein schönes Lächeln sorgen. 

Klassische Keramik-Veneers bieten sich an, bei:

  • Zahnlücken
  • Verformten Zähnen
  • Abgebrochenen oder abgenutzten Zahnecken (Schneidezähne) bzw. –kanten
  • Leichteren Zahnfehlstellungen oder sichtbaren Füllungen

Non-Prep Veneers (Lumineers) bieten sich an, bei:

  • Zahnlücken
  • Kleineren Formverbesserungen
  • Geringeren Verfärbungen

Veneers-to-Go dann, bei:

  • Abgebrochenen oder abgenutzten Zahnecken / -kanten
  • Zu kleinen Zähnen
  • Leichten Zahnfehlstellungen
Vorsicht, nicht immer sind Veneers sinnvoll. Sie eignen sich nicht, bei:
 
  • Häufigem Zähneknirschen (Vorsicht bei Verlust der Zahnhartsubstanz)
  • Kariesbefall der Zähne
  • Vorhandenen großen Füllungen
  • Oder bei Sportarten, die ein hohes Risiko von Zahnverletzungen bergen (z. B. Boxen)
Ratgeber
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Das erwartet Sie
Keramikveneers werden in vielen Einzelschritten individuell angefertigt. Wie aufwendig das ist, richtet sich nach den Anforderungen und den konkreten Wünschen.
Mann kalkuiert eine Rechnung
In die Kalkulation geht auch ein, welche Materialien und Techniken verwendet werden. Die Kosten für Veneers können deshalb stark variieren. Da Verblendschalen vorrangig eine kosmetische Behandlung sind, müssen Patienten sie in der Regel aus eigener Tasche bezahlen. Informieren Sie sich auch über die Kosten eines Zahnersatzes.
 
Im Folgenden ein erster Überblick:

Wischen um mehr anzuzeigen

Veneers (pro Zahn): 900 bis 2.000 €
Non-Prep Veneers (Lumineers; pro Blende): 700 bis 1.000 €
Veneers-to-go (Sofort-Veneers; pro Blende): 350 bis 400 €
Tipp: Bitten Sie den Zahnarzt um einen Kostenvoranschlag. Da es sich bei Veneers um rein ästhetische Zahnmedizin handelt, trägt der Patient die Kosten selbst. 
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Der richtige Veneers-Spezialist
Perfekte Veneers erfordern spezielle Kenntnisse und höchste Qualifikationen. So finden Sie den passenden Zahnarzt

Erfahrung, Qualifikation und technische Ausstattung. Erfahrene Spezialisten in Ihrer Stadt finden Sie beispielsweise in der Zahnarzt-Suche der Allianz Gesundheitswelt.

Tipp: Lassen Sie sich vor Ihrer Behandlung Vorher-Nachher-Bilder bereits durchgeführter Veneers-Behandlungen vom Zahnarzt zeigen.

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Pro und Contra
Der Traum vom schönen Lächeln trotz schiefer Zähne, Fehlstellungen oder Verfärbungen. Ob Veneers dafür die Lösung sind, erfahren Sie hier.
  • Lange Haltbarkeit

    Vor allem die Haltbarkeit von Keramik-Veneers überzeugt mit mindestens 10 Jahren – häufig sogar länger. Bei lediglich 2 % der Patienten mussten Veneers bereits nach 6 Jahren gewechselt werden. Laut einer weiteren Studie funktionieren noch über 82,93 % der Veneers problemlos. 

  • Ästhetisches Ergebnis

    Veneers können Zahnlücken, Zahnfehlstellungen oder Verfärbungen schonend und dauerhaft verbessern. 

  • Schnelle Behandlung

    Im Idealfall dauert die Behandlung von klassischen Veneers circa zwei Wochen. Dafür sind zwei Behandlungstage vorgesehen. Vom Erstgespräch bis zur Anbringung der Veneers.

  • Irreversibles Abtragen gesunder Zahnsubstanz

    Der größte Nachteil von Veneers ist das Abschleifen gesunder Zahnsubstanz. Damit Veneers auf dem Zahn platziert werden können, muss zunächst etwas Zahnsubstanz abgetragen werden. Da dies ein irreversibler Eingriff ist, wird dann für immer ein Veneer benötigt.

  • Hohe Kosten

    In der Regel sind Veneers kosmetische Behandlungen und werden nicht von gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Der Umfang der Kosten hängt stark von Art, Menge und Material ab, kann aber bei klassischen und Non-Prep Veneers zwischen 700 und 2.000 Euro pro Zahn liegen.

  • Erhöhte Empfindlichkeit

    Erfahrungen von Patienten weisen eine erhöhte Sensibilität am behandelten Zahn auf. Vor allem kalte, heiße, saure oder süße Reize bzw. Berührungen können unangenehm wirken. In diesem Fall sollte der Zahnarzt kontaktiert werden.

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Kieferorthopädie, Contouring & Co
Welche Alternativen gibt es zu Veneers und sind diese sinnvoll? Erfahren Sie hier mehr dazu.
Wer sich ein perfektes Lächeln wünscht, sollte sich grundsätzlich beim Zahnarzt seines Vertrauens beraten lassen. Oft lohnt es sich, zusätzlich eine zweite Meinung einzuholen. Informieren Sie sich zusätzlich, ob eine Zahnzusatzversicherung für Sie sinnvoll ist. Denn nicht für alle Probleme sind keramische Veneers die erste Wahl. Manchmal gibt es schonendere und kostengünstigere Alternativen
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Tipps
Je besser die Zahnpflege, desto länger halten die Veneers. Im Folgenden unsere Tipps:
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Illustration: Mann putzt 2 mal täglich Zähne
Illustration: Mann putzt 2 mal täglich Zähne
02
Illustration: Zahnpasta mit Fluorid
Illustration: Zahnpasta mit Fluorid
03
Illustration: Professionelle Zahnreinigung
Illustration: Professionelle Zahnreinigung
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Illustration: Zahnarzt mit Kontroll-Lupe
Illustration: Zahnarzt mit Kontroll-Lupe
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Eine Aufbissschiene schützt die Veneers. Lassen Sie sich beim Zahnarzt beraten. 
Illustration: Mann mit Beißschiene
Illustration: Mann mit Beißschiene
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Häufige Fragen
Entdecken Sie häufige Fragen zum Thema Veneers.
  • Hat der Patient beim Anbringen der Veneers Schmerzen?

    Steht eine Veneers-Behandlung bevor, müssen Sie keine Schmerzen befürchten. Lediglich das Abschleifen des Zahns kann unangenehm sein. Oft wird die Stelle jedoch lokal betäubt. 
  • Welche Risiken bergen Veneers?

    Die Anbringung von Veneers kann zu folgenden Komplikationen führen:

    • Abgeschliffene Zähne können besonders hitze- oder kälteempfindlich werden
    • Veneers können in seltenen Fällen brechen bzw. sich lösen
    • Sollten die Veneers nicht sorgfältig angebracht werden, können sich zwischen Zahn und Veneer Bakterien ansiedeln. Dies kann zu Karies und ggf. Zahnerkrankungen führen
  • Können Veneers kaputt gehen?

    Veneers sind ziemlich robust. Es kann jedoch immer mal wieder vorkommen, das einzelne Stücke abbrechen. Zum Beispiel ähnlich wie bei Zähnen, beim Kauen von harten Substanzen (Nüssen oder Kernen).
  • Warum sind Veneers so teuer?

    Die Kosten von Veneers hängen vom gewählten Verfahren, Material und der jeweiligen Behandlung ab. Klassische Keramik-Veneers und Non-Prep Veneers (Lumineers) sind teurer als Veneers-to-go (Sofort-Veneers). Hintergrund ist die individuell an den Patienten angepasste Herstellung. 
  • Welche Farbe wird für ein Veneer verwendet?

    Natürlich sollen die Veneers auch optisch mit den restlichen Zähnen harmonieren. Daher vergleicht der Zahnarzt die natürlichen Zahnfarben und gibt die Informationen an das Dentallabor zur Herstellung der Verblendung weiter. 
  • Welcher Klebstoff wird für die Anbringung verwendet?

    Werden die Veneers an die Zähne befestigt, so verwendet der Zahnarzt einen Spezialkleber,  welcher auch für das Befestigen von Füllungen oder Keramikkronen verwendet wird. Dieser sorgt für eine lange Haltbarkeit und schont gleichzeitig die Zahnsubstanz. 
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