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Zahnersatz, Prophylaxe, Kiefer­orthopädie

Erstattungs­beispiele für die Zahn­zusatz­versicherung

Kurz erklärt in 30 Sekunden
  • Die gesetzliche Kranken­versicherung (GKV) übernimmt nur einen Teil Ihrer Zahnarzt­kosten. Behandlungs­kosten, die Ihre Kranken­kasse nicht abdeckt, kann eine private Zusatz­versicherung abgeschlossen werden, die je nach Tarif bis zu 100 Prozent leistet.
  • Bei hochwertigem Zahn­ersatz, etwa einem Implantat, deckt die Zusatz­versicherung bis zu 90 Prozent Ihrer Kosten ab. Zahn­behand­lungen wie eine Wurzel­behandlung oder Komposit­füllung erstatten viele Versicherer in voller Höhe.
  • An den Kosten für Zahn­prophylaxe und Kiefer­orthopädie beteiligt sich die Zahn­zusatz­versicherung jährlich meist mit einer fest­geleg­ten Summe – zum Beispiel mit 120 Euro pro Jahr für eine pro­fessionelle Zahn­reinigung.
  • Die Kosten­erstattung erfolgt nach Abschluss der Behandlung. Hierfür reichen Sie die Zahnarzt­rechnung bei Ihrer Zusatz­versicherung ein.
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Erstattungs­zeitpunkt
Die Kosten für Zahnprophylaxe, Zahn­behandlungen, Zahn­ersatz oder kiefer­orthopädische Therapie­maßnahmen erstattet Ihnen die Zahn­zusatz­versicherung, nachdem Sie die jeweilige Rechnung eingereicht haben.

Diese lässt Ihr Zahnarzt oder Kiefer­orthopäde Ihnen zukommen, wenn die Behandlung abgeschlossen ist. Das Dokument beinhaltet die Behandlungs­kosten, die Sie als Eigenanteil selbst übernehmen.

Bei den meisten Versicherungs­anbietern können Sie online oder per App Ihre Rechnung einreichen
Alternativ klappt es auch per Post oder E-Mail. Die erstatteten Behandlungskosten überweist Ihnen der Versicherer im Normalfall innerhalb von vier Wochen auf Ihr Bankkonto.

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Krone, Inlay & Co.
Benötigen Sie eine Zahnkrone oder ein Zahnimplantat, übernimmt die gesetzliche Krankenversicherung die Kosten für den Zahnersatz nicht vollständig. Die Krankenkasse zahlt einen Festzuschuss, der 60 Prozent der bundesdurchschnittlichen Kosten für die Regel­versorgung abdeckt.

Die Regel­ver­sorgung sieht eine Standard­therapie vor, bei der Wirtschaft­lichkeit und Zweck­mäßigkeit im Vordergrund stehen. Die Höhe des Fest­zu­schusses für Kassen­leistungen errechnet sich nach dem Bewertungs­maßstab für zahn­ärzt­liche Leistungen (BEMA).

Bevorzugen Sie einen höherwertigen Zahnersatz, etwa eine Vollkeramik­krone, zahlen Sie die Mehrkosten aus eigener Tasche. Da hochwertiger Zahnersatz oft mehrere tausend Euro kostet, kann das schnell teuer werden – selbst wenn Sie jedes Jahr zur Vorsorge­unter­suchung gehen und ein lückenlos geführtes Bonusheft nachweisen. Zwar gewährt die GKV Ihnen dann einen höheren Festzuschuss bei Zahnersatz (70 Prozent nach fünf Jahren, 75 Prozent nach zehn Jahren). Wählen Sie einen höherwertigen Zahnersatz als die Regel­versorgung vorsieht, liegt Ihr Eigenanteil dennoch schnell im vierstelligen Bereich.

Ein Beispiel: Nach Rücksprache mit Ihrem Zahnarzt entscheiden Sie sich, einen  fehlenden Zahn mit einem Implantat mit Verblend­metall-Keramikkrone  zu ersetzen. Kostenpunkt: ca. 2.820 Euro. Der hochwertige Zahnersatz ist nicht in der Regel­versorgung vorgesehen. Die GKV gewährt Ihnen einen Fest­zuschuss in Höhe von circa 455 Euro. Die verbleibenden 2.375 Euro zahlen Sie selbst. 

Ein Implantat mit Verblendmetall-Keramikkrone im Backenzahnbereich.

Behandlungs­kosten, die Ihre Krankenkasse bei Brücken, Prothesen und Co. nicht übernimmt, deckt die private Zahnzusatzversicherung ab. Je nach Tarif erhalten Sie 50 bis 90 Prozent der zusätzlichen Kosten erstattet. So verringert sich Ihr Eigenanteil deutlich. Abhängig davon, für welchen Zahnersatz Sie sich entscheiden, können Sie Beträge in Höhe mehrerer tausend Euro an Ihre Zahnversicherung "weiterreichen".

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Zahnersatz Behandlungskosten insgesamt
Inlay 250 bis 700 €
Krone 400 bis 1.000 € pro Zahn
Totalprothese 600 € pro Kiefer
Teilprothese 600 bis 2.000 € pro Prothese
Brücke 1.400 bis 2.100 € pro Brücke
Implantat 2.500 bis 3.000 € pro Zahn
 
Folgende Erstattungsbeispiele zeigen, wie hoch Ihr Eigenanteil mit und ohne Zahnzusatzversicherung (ZZV) bei unterschiedlichen Zahnersatzarten ausfällt:

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Zahnersatz Vollverblendete
Metallkeramik-
brücke
Einzelimplantat mit
Verblendmetall-Keramikkrone
Vollkeramik-
krone
Keramikinlay
zweiflächig
Gesamtkosten ca. 1.890 € ca. 2.820 € ca. 900 € ca. 900 €
Eigenanteil ohne ZZV ca. 1.445 € ca. 2.375 € ca. 705 € ca. 860 €
Eigenanteil mit ZZV
(90 % Kostenerstattung)
ca. 189 € ca. 282 € ca. 90 € ca. 90 €
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Komposit­füllung, Wurzel­behandlung & Co.
Sie möchten eine professionelle Zahnreinigung (PZR) durchführen lassen? Obwohl Zahnärzte die Prophylaxe-Behandlung empfehlen, ist sie keine Pflichtleistung der gesetz­lichen Kranken­versicherungen. Ohne Zahn­zusatz­versicherung tragen Sie die Kosten selbst. Der Zahnarzt rechnet die PZR – wie bei privat kranken­versicherten Patienten – nach der Gebühren­ordnung für Zahnärzte (GOZ) ab.
Ähnlich sieht es bei hochwertigen Zahnfüllungen aus: Entscheiden Sie sich für eine Kompositfüllung in Zahnfarbe, übernimmt die Krankenkasse die Behandlungskosten nur in bestimmten Fällen. Zum Beispiel, wenn die Füllung an einem Frontzahn angebracht wird (bis Zahn 3 von der Mitte gezählt). Für Komposit­füllungen im Bereich der Seiten- und Backenzähne übernimmt die Krankenkasse nur die Kosten in Höhe einer Amalgamfüllung. Den Rest stellt der Zahnarzt Ihnen in Rechnung.

Mit einer Zahnzusatzversicherung erhalten Sie Zahnbehandlungen je nach Tarif bis zu 100 Prozent erstattet. Für 

Prophylaxe zahlt Ihr Versicherer in der Regel eine bestimmte Höchstsumme pro Jahr – zum Beispiel höchstens 120 Euro jährlich für eine professionelle Zahnreinigung oder die Versiegelung kleiner Furchen in den Kauflächen der Backenzähne (Fissuren).

Die Kosten für Zahnprophylaxe und Zahnbehandlungen, die Zahn­zusatz­versicherungen in der Regel übernehmen, im Überblick:

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Behandlungsart Behandlungskosten insgesamt
Professionelle Zahnreinigung 80 bis 120 €
Fissurenversiegelung 15 bis 46 € pro Zahn
Kompositfüllung 50 bis 300 €
Parodontitisbehandlung

Vorbehandlungen: 100 bis 300 €

Keimtest: 60 bis 150 €

Nachsorge: 50 bis 200 €

Laserbehandlung pro Zahn: 10 bis 25 €

Wurzelbehandlung 200 bis 1.000 €
 
Welche Selbstbeteiligung sich für Sie je nach Zahnbehandlung mit und ohne Zahnversicherung ergibt, zeigen folgende Erstattungsbeispiele:

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Zahnbehandlung Kompositfüllung dreiflächig Professionelle
Zahnreinigung
Parodontitis-
behandlung
Wurzelbehandlung
Gesamtkosten ca. 127 € ca. 120 € ca. 400 € ca. 440 €
Eigenanteil ohne ZZV ca. 77 € ca. 120 € ca. 400 € ca. 440 €
Eigenanteil mit ZZV (90 % Kostenerstattung) 0 € 0 € 0 € 0 €
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Zahn­spange, Brackets & Co.
Gesetzliche Krankenversicherungen übernehmen die Kosten für kiefer­ortho­pädische Behandlungen in der Regel nur bis zum 18. Lebensjahr
Brünette junge Frau mit transparenten Brackets lächelt

Die Kranken­kasse kommt bei Kindern und Jugendlichen für die Standard­versorgung auf. Das heißt: Benötigt Ihr Nachwuchs eine feste Zahnspange, zahlt die GKV die Basis-Variante mit Metallbrackets. Für eine Version mit Keramikbrackets in Zahnfarbe kommen auf die Eltern hohe Zusatz­kosten zu. Oft werden die Mehrkosten für Keramikbrackets jedoch auch von der privaten Zahnzusatzversicherung nicht übernommen, da für diesen rein ästhetischen Vorteil keine medizinische Notwendigkeit besteht.

Voraussetzung für die Kosten­übernahme bei Minder­jährigen ist zudem, dass eine ausgeprägte Zahnfehlstellung (ab Indi­kations­gruppe III) vorliegt. Bei Erwachsenen kommt die Krankenkasse nur in Ausnahme­fällen für die kiefer­ortho­pädische Versorgung auf. Ist nach einem Unfall beispielsweise eine Kieferoperation erforderlich, übernimmt die GKV die Kosten für kiefer­ortho­pädische Korrekturen, die im Nachgang notwendig sind. Allerdings erstattet die Krankenkasse nur die Standardbehandlung.

Private Zahn­zusatz­versicherungen zahlen einen Teil der Kosten für kieferorthopädische Therapie­maß­nahmen bei Kindern und Jugendlichen. Sofern die Therapie medizinisch notwendig ist, springt der Versicherer auch bei leichten und geringen Zahn­fehl­stellungen (Indikationsgruppen I und II) ein. Die Höhe der Zuzahlung ist vom jeweiligen Tarif abhängig. Einige Versicherer erstatten bis zu 90 Prozent der Kosten.

Darüber hinaus übernimmt die Zusatz­versicherung auch einen Teil der Kosten für herausnehmbare transparente Zahnschienen. Eine sogenannte Aligner-Therapie zur Korrektur leichter und mittelschwerer Zahnfehlstellungen ist nicht in den Leistungen der Kranken­kasse enthalten.

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Behandlungsart Behandlungskosten insgesamt
Feste Zahnspange mit Metallbrackets 2.000 bis 2500 €
Feste Zahnspange mit Keramikbrackets 4.500 bis 8.000 €
Aligner-Therapie mit transparenter Zahnschiene 3.500 bis 6.500 €

Wichtig: Bei Erwachsenen übernimmt die Zahnzusatzversicherung Kosten für Zahnspange und Co. nur, wenn die kieferorthopädischen Maßnahmen aufgrund eines Unfalls oder einer schweren Erkrankung erforderlich sind. Und: Hat der Zahnarzt bereits vor Abschluss der Zusatzversicherung eine Zahn- oder Kieferfehlstellung bei Ihnen oder Ihrem Kind diagnostiziert (z.B. mittels einer Funktionsanalyse), leistet der Versicherer in der Regel nicht für die Korrekturbehandlung.

Welche Kostenerstattung Sie bei kiefer­ortho­pädischen Korrekturen von der Zahn­zusatz­versicherung erwarten können, zeigen folgende Erstattungs­beispiele:

Auf Basis der Allianz DentalBest Zahnzusatzversicherung

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Kieferorthopädische Behandlung Transparente Zahnschiene (Aligner) Feste Zahnspange mit Metallbrackets Feste Zahnspange mit Keramikbrackets
Gesamtkosten ca. 2.500 € ca. 2.000 € ca. 4.500 €
Eigenanteil ohne ZZV ca. 2.500 € ca. 400 € / 200 € ca. 2.900 € / 2.700 €
Eigenanteil mit ZZV (90 % Kostenerstattung) ca. 250 € ca. 40 € / 20 € ca. 290 € / 270 €
Oft gefragt
Für volljährige Kassenpatienten ist eine Behandlung beim Kieferorthopäden besonders teuer. Denn im Erwachsen­enalter leistet die gesetzliche Kranken­versicherung nur, wenn Sie beispielsweise durch einen Unfall eine schwere Zahn- oder Kieferfehlstellung erleiden oder wenn es sich um eine schwere Erkrankung handelt.
Illustration Info: Oft gefragt
Illustration Info: Oft gefragt

Nur wer eine Zahnzusatzversicherung inklusive Kieferorthopädie für Erwachsene abgeschlossen hat, erhält einen Teil der Kosten erstattet. Je nach Tarif nimmt Ihnen Ihr Versicherer zum Beispiel 50 Prozent der Gesamtkosten ab, wenn Sie keinen Anspruch auf Kassenleistung haben.

Tipp: Überprüfen Sie daher in den Ver­sicherungs­bedingungen, ob oder ab wann Ihre Zahnversicherung für kiefer­ortho­pädische Behandlungen aufkommt. Im ersten Versicherungsjahr ist die Kosten­erstattung oft erst nach einer Wartezeit von drei bis acht Monaten möglich.

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