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Zahnschutz für Brillenträger

Zahnzusatz­ver­siche­rung mit Brille: So funk­tio­niert der Kom­bi­tarif

Kurz erklärt in 30 Sekunden
  • Eine Zahnzusatzversicherung mit Brille kombiniert die Leistungen einer Zahn­ver­siche­rung mit denen einer Brillen­versicher­ung.
  • Kombitarife übernehmen nicht nur die Kosten für Zahnersatz, sondern auch für Sehhilfen wie Brillen und Kontakt­linsen.
  • Darüber hinaus beinhalten einige Policen einen Aus­lands­reise­kranken­versicherung sowie Behandlungen beim Heilpraktiker.
  • Durch das breite Leistungs­spektrum der kombinierten Zusatz­ver­sicherung bündeln Sie mehrere Ver­sicher­ungen in einem Tarif – und das zum günstigen Kombipreis.
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Definition 
Eine Zahnversicherung mit Brille ist ein spezieller Tarif der privaten Zahn­zusatz­versicherung (ZZV).
Die Kombiver­sicher­ung richtet sich an Brillenträger, die ihre Zähne absichern und gleichzeitig Leist­ungen für Brillen und Kontakt­linsen beanspruchen möchten. Die Kombination aus privater Zahnzusatzversicherung und Brillen­versicherung ist für Kassen­patienten vorgesehen. Privat­versicherte erhalten zusätzliche Leistungen für Sehhilfen und Zahnersatz in der Regel direkt von ihrer Privaten Kranken­versicherung (PKV).
Gut zu wissen

Seit 2003 übernehmen gesetzliche Kranken­ver­sicher­ungen (GKV) keine Kosten mehr für Brillen und Seh­hilfen. Eine Ausnahme machen Krankenkassen nur in wenigen Härtefällen, zum Beispiel bei:

  • Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren
  • schweren Sehbeeinträchtigungen (wenn die Sehfähigkeit mit Brille bei maximal 30 Prozent liegt)
  • Hornhautverkrümmungen von mehr als vier Dioptrien
  • Kurz- und Weitsichtigkeit von über sechs Dioptrien
  • Speziallinsen und Brillengläsern, die der Krankenbehandlung bei Augenverletzungen oder Augenerkrankungen dienen

In diesen Ausnahmefällen deckt die GKV eine einfache Versorgung ab und übernimmt die Kosten bis zu einem festgelegten Betrag. Darüber hinaus­gehende Ge­büh­ren zahlt der Versicherte selbst.

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Versicherungsumfang 
Zahn­zusatz­versicherungen mit Brille decken meist ein umfangreiches Leistungs­spektrum ab. Neben den Kosten für Zahnersatz und Sehhilfen erstatten viele Versicherer auch Gebühren für Heilpraktiker und Kranken­transporte.
  
Eine private Zahnzusatzversicherung übernimmt je nach vereinbartem Leistungsumfang die Kosten für Inlays und Zahnersatz wie zum Beispiel Brücken oder Zahnkronen. Kombitarife für Brille und Zähne bieten meist eine solide Auswahl an Zahnersatzleistungen.
Eine Brillenversicherung springt bei zahlreichen Be­hand­lungen rund um die Sehleistung ein. Sie über­nimmt etwa die Kosten für Brillengläser, Brillen­fassungen und Kontakt­linsen. Manche Anbieter erstatten auch die Gebühren für individuelle Vor­sorge­unter­such­ungen. LASIK-Behandlungen, also Laser­behandlungen zur Verbesserung der Sehleistung, sind jedoch in der Regel nicht inbegriffen.

Neben Zuschüssen für Sehhilfen und Zahnbehand­lung­en beinhalten viele Kombitarife Heil­prak­tiker­leistungen und Unterstützung im Ausland:

  • Erstattung von Heilpraktiker­kosten: Sie möchten nicht ausschließlich auf Schulmedizin bauen? Einige Zahn- und Brillenzusatzversicherungen kommen auch für kostspielige Heilpraktiker­behand­lungen auf.
  • Absicherung auf Reisen: Leistet Ihre Kombiversicherung auch bei Auslandsreisen, erstattet sie meist die Kosten bei akuten Erkrank­ungen, Unfällen und Todesfällen. In der Regel beschränkt sich der Zusatzschutz auf Aus­lands­aufenthalte von bis zu acht Wochen.
  • Transportkosten: Ihr Eigenanteil für Fahrten mit dem Kranken­wagen ist im Zahn-Brille-Kombitarif inkludiert.
  • Krankenhaus Ihrer Wahl: Bei stationären Heil­be­hand­lungen in einem Krankenhaus können Sie frei ent­scheiden, wo Sie sich behandeln lassen. Nehmen Sie eine Begleit­person mit, übernimmt die Zusatz­versicherung dafür die Kosten.
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Leistungsgrenzen 
Eine Krankenzusatzversicherung kostet im Monat verhältnismäßig wenig, übernimmt bei Bedarf aber Arzt- und Be­hand­lungs­kosten in Höhe mehrerer Tausend Euro. Bis zu welcher Höchst­grenze sie leistet, hängt von der Police ab.

Achten Sie darauf, dass mindestens die Hälfte der Kosten für Zahnersatz im Leistungsumfang ent­halten sind. Die Brillenkosten sollten Sie bis zu 100 Prozent (jeweils zu dem in den Vertragsbedingungen festgelegten Betrag) erstattet bekommen – ansonsten rechnet sich die Brillenversicherung in der Regel nicht.

Für Brillen, Kontaktlinsen und Co. ist die Höchst­leist­ung meist auf 24 Monate begrenzt. Das heißt: Die Kosten­begrenzung gilt für zwei Jahre und beginnt dann wieder von vorne. Der Versicherer übernimmt die Kosten für Sehhilfen daher nicht immer im vollen Umfang.

Wie bei der regulären Zahn­zusatz­versicherung gibt es auch bei Kombi­tarifen Wartezeiten. In der Regel erstattet die Ver­sicherung acht Monate nach Vertragsbeginn Ihre Arzt- oder Optiker­rechnungen. Das heißt: Behandlungs­kosten, die vor Ablauf der Wartezeit anfallen, zahlen Sie aus eigener Tasche.
Zusatzversicherungen sind meist über eine Zahnstaffel geregelt. Das bedeutet: Der Versicherer erstattet in den ersten Jahren lediglich einen im Vertrag festgelegten Höchstsatz. Ab dem vierten Vertragsjahr übernimmt die Versicherung Rechnungen für Zahnersatz und Inlays in voller Höhe. Auch bei kombinierten Versicherungen gibt es diese Preisstaffel, sodass Sie erst nach vier Jahren voll­umfänglich von den verein­barten Leistungen profitieren.
Oft gefragt

Brillen mit Sehstärke können in der Anschaffung kostspielig sein. Eine Ein­stärk­enbrille kostet schnell über 300 Euro. Eine Gleitsichtbrille ist oft noch teurer. Während beim Brillengestell vor allem die Marke für den Preis verantwortlich ist, sind es bei den Gläsern Faktoren wie Sehstärke, Material und Entspiegelung.

Kontaktlinsen sind meist nicht wesentlich günstiger. Ab­häng­ig von Dioptrienzahl und Linsenart liegen die Kosten bei rund 250 Euro im Jahr. Hinzu kommen Aus­ga­ben für Pflege- und Reinigungsprodukte.

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Vorzüge
Der größte Vorteil von Kombitarifen ist ihr Leist­ungsumfang. Mit nur einem Vertrag bieten sie in zahlreichen Situationen finanzielle Ab­sich­er­ung. Außerdem
lohnen sie sich finanziell im Vergleich zu Einzeltarifen oft mehr.
  

Im Vergleich zu separaten Brillen-, Zahnzusatz- oder Reiseversicherungen fällt der Beitrag für Kombitarife deut­lich günsti­ger aus. Egal ob Zahnversicherung, Brillen­versicherung oder Auslands­kranken­versicherung – jede Police kostet für sich nur ein paar Euro weniger als die kombinierte Zusatz­versicherung.

Neben der Kostenersparnis ist eine Kombiversicherung für Brillenträger vor allem praktisch. Statt verschiedene Policen und Tarife im Blick zu behalten, decken Sie mit einer Ver­sich­er­ung alle wichtigen Situationen ab. Das erleichtert die Abwicklung im Schadens­fall, spart bürokratischen Aufwand und somit Zeit und Nerven. Achten Sie jedoch darauf, dass der vereinbarte Leistungsumfang Ihren Erwartungen entspricht und Sie die einzelnen Bausteine für Brille, Zahn und Heilpraktiker aktiv nutzen.

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Beitragshöhe
Eine Brillen­versicherung kostet ab fünf Euro pro Monat, eine Basis-Zahn­zusatz­versicherung ist ab etwa acht Euro monatlich abschließ­bar. Günstiger wird es, wenn Sie eine kombinierte Versicherung "Zahn und Brille" wählen.
Zusatz­versiche­run­gen für Zahn und Brille kosten oft nur ein paar Euro mehr als eine reine Zahnzusatzversicherung. Je nach Anbieter zahlen Sie für Kombi­versicherungen (die dann z.B. die Kosten Einstärkenbrillen abdecken) ab zehn Euro pro Monat. Die Beitragshöhe fällt damit oft genauso niedrig bzw. sogar niedriger als bei regulären Tarifen aus.
Wer eine Kombiversicherung abschließt, profitiert zusätzlich bei Zahnleistungen von einem deutlich reduzierten Eigenanteil. Wie hoch die Kostenersparnis bei einer hochwertigen Zahnkrone aus Vollkeramik oder einem Keramikinlay ausfallen kann, zeigt folgendes Rechenbeispiel:

Wischen um mehr anzuzeigen

Zahnersatz Vollkeramikkrone Keramikinlay zweiflächig
Gesamtkosten 900 € 900 €
Eigenanteil ohne Kombiversicherung Zahn und Brille 705 € 860 €
Eigenanteil mit Kombiversicherung Zahn und Brille (bei 50 % Kostenerstattung) 352,50 € 430 €
 

Fazit: Ein Kombitarif lohnt sich für Brillen- und  Kontaktlinsenträger, die Wert auf eine private Zahn­zusatz­versicherung legen und regelmäßig eine neue Sehhilfe kaufen.

 

Infos zur Kostenübernahme

Die Zusatzversicherung zahlt Ihnen die Kosten für Optiker- und Arzt­be­hand­lungen zurück. Dafür reichen Sie die jeweiligen Rechnungen mit einem form­losen Anschreiben postalisch ein. Bei vielen Versicherern können Sie die Erstattung auch digital beantragen, indem Sie Ihre Rechnung online oder per App einreichen. Kleinere Beträge – etwa für eine neue Brille – erstattet die Versicherung meist innerhalb von maximal vier Wochen.

Benötigen Sie Zahnersatz, reichen Sie vorab einen Heil- und Kostenplan ein. So erfahren Sie im Vorfeld, ob eine Kostenübernahme möglich ist und welche Kosten Ihre Versicherung über­nimmt.

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Tipps
Ziehen Sie bei der Wahl der Versicherung ein viel­fälti­ges Leistungsangebot einem günstigen Preis vor. Je größer der Ver­sicher­ungs­umfang, desto häufiger können Sie davon profitieren. Einige Versicherer bieten in ihren Tarifen sogar Zusatzleistungen wie Zahnvorsorge oder Hörgeräte an. Folgende Leistungen sollte eine gute Zahnzusatzversicherung mit Brille enthalten:
  • Zahnersatz wie Kronen und Teilkronen
  • Inlays
  • Sehhilfen jeder Art (Brillen und Kontaktlinsen)
  • Sonnenbrillen mit Sehstärke
  • Augenärztliche Vorsorgeuntersuchungen, z.B. für Grauen Star, Glaukome und Makulade­gene­ra­tion
  • Beschädigung der Sehhilfe durch (Sport-)Unfälle
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  • Tipp: Der Allianz-Tarif ZahnAmbulantPlus kombiniert eine leistungsstarke Zahnzusatzversicherung mit umfangreichen Leistungen für Sehhilfen. Darüber hinaus sind in diesem Kombitarif unter anderem auch Leistungen für Heilpraktikerbehandlungen und Auslandsreisen abgesichert. Weitere Infos zu ZahnAmbulantPlus erhalten Sie bei einer Allianz-Agentur in Ihrer Nähe.
Die passende Versicherung
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Häufige Fragen
  • Erhalte ich Sofortleistungen nach Abschluss der Zahnzusatzversicherung mit Brille?

    Ob Sie direkt nach Vertragsabschluss Sofortleistungen erhalten, hängt von Versicherungsanbieter und Tarif ab. Es gibt Zahnzusatzversicherungen mit Brille, die direkt nach Vertragsabschluss die Kosten übernehmen. Allerdings sind Zusatzversicherungen ohne Wartezeit im Normalfall teurer. Ob Ihre Zahnzusatzversicherung sofort zahlt und welche Zusatzleistungen bzw. Leistungsgrenzen enthalten sind, lesen Sie in den Versicherungsbedingungen.
  • Müssen bei der Beantragung einer Zahnzusatzversicherung mit Brille auch Gesundheitsfragen beantwortet werden?

    Ja. In der Regel müssen Sie bei der Zahnzusatzversicherung mit Brille und Heilpraktiker ebenfalls eine Gesundheitsprüfung absolvieren. Es gibt zwar auch Brillen- und Zahnzusatzversicherung ohne Gesundheitsfragen, allerdings sind die Beiträge oft höher. Erstattungen für angeratene oder laufende Behandlungen sind meist ausgeschlossen. Das Gleiche gilt für Sofortleistungen.
  • Wird bei der Zahnzusatzversicherung mit Brille zwischen Brillen und Kontaktlinsen unterschieden?

    Nein. Bei der Kostenübernahme macht die Zusatzversicherung keinen Unterschied zwischen Brillen und Kontaktlinsen. Brillenträger können Kostenerstattung für Gleitsichtbrillen, Brillengestelle und Co. beantragen. Kontaktlinsenträger wiederum reichen ihre Rechnung für Kontaktlinsen ein. Je nach Leistungsgrenze des jeweiligen Versicherungsanbieters zahlen beide gegebenenfalls eine Eigenbeteiligung.
  • Ist eine Zahnzusatzversicherung mit Brille auch für Kinder sinnvoll?

    Auch für junge Brillenträger kann ein Brillen- und Zahnzusatzversicherung sinnvoll sein. Trägt Ihr Nachwuchs eine Brille, ist eine Kombiversicherung empfehlenswert. Denn bei Spiel und Sport geht die Sehhilfe (z. B. das Brillengestell oder die Gläser) schneller zu Bruch als man denkt.
  • Werden bei einer Zahnzusatzversicherung mit Brille auch Augenlaser-Behandlungen übernommen?

    Nein, eine ZZV mit Brillenversicherung übernimmt keine Kosten für Augenlaser-Behandlungen. Die Brillenzusatzversicherung leistet nur für Sehhilfen wie Brillengläser mit Sehstärke (z. B. Gleitsichtbrillen), Brillengestelle und Kontaktlinsen.
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