Unterwegs in städtischen Umweltzonen

Umweltplakette: Was Autofahrer wissen sollten

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Kurz erklärt in 30 Sekunden
Schadstoffklasse bestimmt Plakettenfarbe
  • Je nachdem, wie viele Schadstoffe ein Pkw ausstößt, erhält das Fahrzeug eine grüne, gelbe oder rote Umweltplakette. Autofahrer müssen diese Feinstaubplakette an der Innenseite der Windschutzscheibe befestigen.
  • Kraftfahrzeuge mit grüner Umweltplakette dürfen derzeit die Umweltzonen von fast 60 deutschen Städten uneingeschränkt befahren.
  • Erhältlich sind Feinstaubplaketten bei Zulassungsbehörden und technischen Überwachungsvereinen. Die Kosten belaufen sich je nach Anbieter auf etwa fünf bis 20 Euro.
  • Autofahrer riskieren 80 Euro Bußgeld, wenn sie Umweltzonen ohne eine entsprechende Umweltplakette befahren oder dort parken. Auch ausländische Fahrzeuge dürfen nicht innerhalb deutscher Umweltzonen fahren, wenn sie keine Feinstaubplakette haben.
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Gut zu wissen
Allianz - Umweltplaketten: Autos stehen im dichten Stadtverkehr im Stau

In dicht besiedelten Innenstädten herrscht hohe Feinstaubbelastung. Um den Anteil schädlicher Partikel in der Luft zu senken, gibt es aktuell in 58 deutschen Städten ausgewiesene Umweltzonen. Diese dürfen nur von Fahrzeugen befahren werden, die bestimmte Abgasstandards erfüllen.

Die erste Umweltzone in Deutschland wurde im Januar 2008 in Dortmund eingeführt. Die Umweltplakette soll in Verbindung mit Fahrverboten für Pkw die Luftqualität in Ballungsgebieten verbessern. Die sogenannte Feinstaubplakette hält festgelegte Zonen frei von Fahrzeugen, die besonders viele Schadstoffe ausstoßen.

Im Zuge der Klimadebatte stellen viele Autofahrer sich die Frage: Muss jedes Fahrzeug eine gültige Plakette an der Windschutzscheibe haben, auch wenn man damit keine Umweltzone befährt? Die Antwort lautet: nein. Nur wenn Sie mit Ihrem Pkw in einer entsprechenden Innenstadtzone unterwegs sind, muss eine Feinstaubplakette an der Frontscheibe angebracht sein.

Für welche Städte brauche ich eine Umweltplakette?

Die Entscheidung über die Einführung von Umweltzonen fällt auf kommunaler Ebene: Derzeit gibt es 58 deutsche Städte, die fürs Befahren bestimmter Bereiche eine Umweltplakette fordern. Neu-Ulm verfügt über eine Zone, in die Wagenlenker ihr Auto mit gelber Feinstaubplakette steuern dürfen. Für den Rest der Republik gilt: Nur mit grüner Umweltplakette an der Windschutzscheibe ist Einfahren erlaubt. Auf der Website des Umweltbundesamts sind alle deutschen Städte mit Umweltzonen gelistet.

Übersicht deutscher Städte mit Fahrverbotszonen:

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Bundesland
Stadt
Umweltplakette
Baden Württemberg Balingen, Freiburg, Heidelberg, Heidenheim, Heilbronn, Herrenberg, Ilsfeld, Karlsruhe, Leonberg/Hemmingen und Umgebung, Mühlacker, Mannheim, Pfinztal, Pforzheim, Reutlingen, Schramberg, Schwäbisch Gmünd, Stuttgart, Tübingen, Ulm, Urbach, Wendlingen grün
Bayern Augsburg, München, Regensburg grün
  Neu-Ulm gelb
Berlin Berlin grün
Bremen Bremen grün
Hessen Darmstadt, Frankfurt a.M., Limburg, Marburg, Offenbach, Wiesbaden grün
Niedersachsen Hannover, Osnabrück grün
Nordrhein-Westfalen Aachen, Bonn, Dinslaken, Düsseldorf, Eschweiler, Hagen, Köln, Krefeld, Langenfeld, Mönchengladbach, Münster, Neuss, Overath, Remscheid, Ruhrgebiet (Bochum, Bottrop, Castrop-Rauxel u.m.), Siegen, Wuppertal grün
Rheinland-Pfalz Mainz grün
Sachsen Leipzig grün
Sachsen-Anhalt Halle (Saale), Magdeburg grün
Thüringen Erfurt grün
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Schadstoffklasse und Plakettenfarbe
Allianz - Umweltplakette: Rote, gelbe und grüne Feinstaubplakette liegen nebeneinander

Welche Umweltplakette ein Pkw erhält, wird anhand der Grenzwerte für den Ausstoß von Kohlenstoffmonoxid (CO), Stickstoffoxiden (NOx), Kohlenwasserstoffen (HC) und Partikeln (PM) ermittelt.

Einstufen erfolgt mithilfe der Emissionsschlüsselnummer in den Fahrzeugpapieren, die Fahrzeuge verschiedenen Schadstoffklassen zuordnet. Diese ergeben sich letztlich aus Beschaffenheit des Motors und Fahrzeugtyp: Modell und Alter vom Wagen entscheiden, ob der Schadstoffausstoß höher oder niedriger ist.

Je nachdem, welche Schadstoffklasse ein Kfz hat, erfolgt die Einteilung in eine entsprechende Schadstoffgruppe. Diese legt fest, welche Umweltplakette das Fahrzeug bekommt. Umweltzonen deutscher Städte dürfen – mit Ausnahme von Neu-Ulm – nur noch Autos befahren, die eine grüne Umweltplakette an der Windschutzscheibe haben. Diese Regelung ist zeitlich unbeschränkt und gilt ganzjährig.

Wie hängen Schadstoffgruppe und Umweltplakette zusammen?

Gibt es Feinstaubplaketten auch für Dieselfahrzeuge? Ja, Autos mit Selbstzünder erhalten eine grüne Plakette. Allerdings nur, wenn ihre Abgaswerte den Schadstoffklassen Euro 6, Euro 5, Euro 4 oder Euro 3 mit Partikelfilter entsprechen. Die Umweltplakette der Schadstoffgruppe 4 ist grün – auf jeder Ausführung des Aufklebers findet sich dementsprechend diese Ziffer.

Demselben Prinzip folgt die rote (Schadstoffgruppe 2) und gelbe Plakette (Schadstoffgruppe 3). Welche Autos eine Feinstaubplakette erhalten und welche nicht, erfahren Sie hier im Überblick:

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Umweltplakette
Schadstoffklasse
grün (Schadstoffgruppe 4)
  • Diesel Euro 4, Euro 6
  • Diesel Euro 3 mit Partikelfilter
  • Benziner Euro 1 bis 6
  • Kfz ohne Verbrennungsmotor (z. B. Elektromotor, Brennstoffzelle)
gelb (Schadstoffgruppe 3)
  • Diesel Euro 3
  • Euro 2 mit Partikelfilter
rot (Schadstoffgruppe 2)
  • Diesel Euro 2
  • Euro 1 mit Partikelfilter
keine (Schadstoffgruppe 1)
  • Diesel Euro 1 oder schlechter
  • Benziner ohne geregelten Katalysator bzw. mit geregeltem Katalysator der ersten Generation

 

Benötigen Elektro- oder Hybridfahrzeuge und Autos mit Gasantrieb eine Umweltplakette?

Elektrofahrzeuge besitzen keinen Verbrennungsmotor und werden deshalb nicht in Schadstoffklassen eingeordnet. Wohl aber in Schadstoffgruppen – nämlich in die bislang beste Schadstoffgruppe 4.

Bei Fahrzeugen mit Hybrid- oder Gasantrieb befindet sich ein Verbrennungsmotor an Bord. Solche Kfz müssen deshalb die Euro-Abgasnorm erfüllen, um Umweltzonen zu befahren. Da Emissionswerte von Hybridautos generell sehr niedrig sind, landen sie meist in Schadstoffklassen Euro 5 oder Euro 6.

Kommt die blaue Umweltplakette für Euro-6-Fahrzeuge?

Umweltverbände wie die Deutsche Umwelthilfe (DUH) setzen sich fürs Reduzieren von Feinstaubbelastung in urbanen Gebieten ein. Vorausschauend haben die Organisationen bereits Rahmenbedingungen für eine Umweltplakette in Blau definiert. Voraussetzungen für die noch nicht eingeführte Euro-6-Plakette erfüllen im Wesentlichen nur Dieselfahrzeuge, die der Abgasnorm Euro 6 entsprechen, sowie Benziner der Euro-Klassen 3 bis 6. Dieselautos der Schadstoffklasse Euro 5 würden weiterhin eine grüne Umweltplakette erhalten.

Wichtig: Da es zur blauen Umweltplakette noch keinerlei gesetzliche Vorgaben oder Einführungstermin gibt, handelt es sich hierbei vorerst nur um Gedankenspiele.

 

 

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Ausnahmen
Prinzipiell gilt: Fällt Ihr Pkw in eine Schadstoffgruppe, für die es keine gelbe oder grüne Umweltplakette gibt, dürfen Sie städtische Umweltzonen nicht damit befahren. Diese Vorschrift gilt allerdings nicht für vom Fahrverbot ausgenommene Fahrzeuge und Kfz, die eine Ausnahmegenehmigung erhalten haben.

Motorräder, Oldtimer und Co. dürfen Umweltzonen ohne Feinstaubplakette befahren

Bestimmten Fahrzeugtypen ist gestattet, auch ohne Feinstaubplakette in Fahrverbotszonen deutscher Städte unterwegs zu sein. Dazu zählen zwei- oder dreirädrige Fahrzeuge wie Motorräder, Quads oder Trikes. Ebenfalls freie Fahrt in Umweltzonen haben:

  • Arbeitsmaschinen
  • Mobile Maschinen und Geräte
  • Land- und forstwirtschaftliche Zugmaschinen
  • Kranken- und Arztwagen mit entsprechender Kennzeichnung
  • Fahrzeuge, mit denen Personen fahren oder gefahren werden, die außergewöhnlich gehbehindert, hilflos oder blind sind (Nachweis erforderlich)
  • Fahrzeuge mit Sonderrechten gemäß Straßenverkehrs-Ordnung: Bundeswehr, Bundespolizei, Feuerwehr, Katastrophenschutz, Polizei und Zolldienst)
  • Oldtimer mit H-Kennzeichen oder rotem Kennzeichen gemäß Fahrzeug-Zulassungsverordnung
  • Fahrzeuge mit rotem Kennzeichen für Probe- und Überführungsfahrten
  Allianz - Umweltplakette Deutschland: Blick auf Seitenspiegel, Fahrerfenster und Lenkrad eines schwarzen Oldtimers

Unter bestimmten Voraussetzungen können Sie eine Ausnahmegenehmigung für Ihr Fahrzeug beantragen

Für Ihr Auto ist keine Umweltplakette erhältlich, Sie wohnen aber in einer Umweltzone? Ihr Wagen muss in diesem Fall nicht zwangsläufig verschrottet werden. Privatpersonen erhalten eine Sondergenehmigung zum Befahren einer Umweltzone, wenn unter anderem folgende Voraussetzungen erfüllt sind:

  • Sie sind Anwohner oder Gewerbetreibender mit Firmensitz in der Umweltzone.
  • Die Zulassung des Kfz erfolgte bereits vor Inkrafttreten der Umweltzone. 
  • Das Fahrzeug kann technisch nicht mehr nachgerüstet werden, um die Voraussetzungen für eine grüne Umweltplakette zu erfüllen. Hierfür ist ein Nachweis erforderlich.
  • Sie besitzen kein alternatives Fahrzeug, das auf Sie zugelassen ist.
  • Aus wirtschaftlicher Sicht kann Ihnen eine Ersatzbeschaffung nicht zugemutet werden.
  • Wichtige unaufschiebbare Einzelinteressen berechtigen zur Einfahrt in Umweltzonen, beispielsweise verpflichtende Arztbesuche oder der Transport hilfloser Menschen.
  • Sie liefern mit dem Pkw lebensnotwendige Produkte oder Dienstleistungen, etwa für Apotheken oder Pflegedienste, in eine Umweltzone.

Vorsicht: Bedingungen für eine Ausnahmegenehmigung können sich je nach Umweltzone beziehungsweise Stadt unterscheiden.

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Allianz - Illustration Umweltplakette: Icon Information
Gut zu wissen
Allianz - Illustration Umweltplakette: Icon Information

In Deutschland dürfen nur Bürgerämter, Kfz-Zulassungsbehörden und anerkannte Prüfstellen Umweltplaketten ausgeben, die zur Durchführung von Abgasuntersuchungen (AU) berechtigt sind. Dazu zählen technische Überwachungsvereine wie DEKRA, TÜV, GTÜ, KÜS und mehr als 30.000 berechtigte Kfz-Werkstätten.

Um eine Umweltplakette zu kaufen, müssen Sie einige Daten aus den Fahrzeugpapieren Ihres Pkw angeben. Ein Behördengang mit Personalausweis, Fahrzeugschein und Co. ist dafür allerdings nicht erforderlich: Feinstaubplaketten sind online bestellbar, zum Beispiel auf Websites von TÜV oder DEKRA. Je nach Art der Plakette liegen die Kosten bei fünf bis 20 Euro

Ausländischen Fahrzeugbesitzern bieten die technischen Überwachungsvereine die Möglichkeit, Umweltplaketten für Deutschland über ihre jeweiligen Niederlassungen im Ausland zu beziehen oder online zu bestellen.

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Bußgeld
Allianz - Umweltplakette Bußgeld: Verkehrsschild für Umweltzone, die von Kfz mit gelber und grüner Feinstaubplakette befahren werden darf

Befahren einer Umweltzone ohne oder mit falscher Umweltplakette ist kein Kavaliersdelikt und wird mit Bußgeld in Höhe von 80 Euro geahndet. Als Tatbestand gilt Befahren einer Umweltzone trotz Verkehrsverbot zum Reduzieren schädlicher Luftverunreinigungen.

Derselbe Geldbetrag ist fällig, wenn Sie ohne Plakette beim Parken in einer Umweltzone erwischt werden. Auch für ausländische Fahrzeuge ist eine gültige Umweltplakette an der Windschutzscheibe Pflicht. Fahr- und Parkverbote in deutschen Umweltzonen gelten unabhängig von Herkunft für alle Kfz ohne Feinstaubplakette.

Allianz - Umweltplakette Bußgeld: Verkehrsschild für Umweltzone, die von Kfz mit gelber und grüner Feinstaubplakette befahren werden darf
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Tipps

Ein Bußgeld droht nicht nur, wenn Autofahrer ohne Feinstaubplakette in entsprechend markierte Innenstadtzonen einfahren. Auch wenn Sie den Aufkleber nicht ordnungsgemäß anbringen, riskieren Sie eine Geldstrafe. Umso wichtiger ist, die Umweltplakette korrekt an der Autoscheibe zu befestigen und sie sachgemäß zu entfernen.

Wie wird die Umweltplakette am Fahrzeug angebracht?

Wohin die Umweltplakette im Auto kommt, legt das Bundes-Immissionsschutzgesetz (BlmSchV) fest: Der Aufkleber ist „deutlich sichtbar auf der Innenseite der Windschutzscheibe anzubringen“. Wo genau die Umweltplakette sich befinden muss, ist gesetzlich nicht vorgeschrieben. Sie sollte jedoch das Sichtfeld des Fahrers nicht beeinträchtigen. Vorzugsweise platzieren Sie die Feinstaubplakette rechts unten auf der Beifahrerseite der Windschutzscheibe.

Achten Sie beim Aufkleben darauf, die Klebefläche der Plakette nicht zu berühren und das Label gerade an der Frontscheibe zu fixieren. So bringen Sie die Umweltplakette richtig an der Windschutzscheibe an:

  1. Entsprechenden Bereich der Frontscheibe säubern und trockenwischen, damit sich dort kein Schmutz befindet.
  2. Durchsichtige Schutzfolie der Umweltplakette vorsichtig abziehen.
  3. Plakette fest an die Glasscheibe drücken.
  4. Rückseite des Aufklebers ablösen.

Mehrmalige Verwendung oder wiederholtes Aufkleben der Umweltplakette ist nicht möglich. Beim Ablösen des Aufklebers löst sich die Sicherheitsoberfläche, das Anbringen entspricht nicht mehr den Vorschriften.

Wann und wie entfernt man die Umweltplakette?

Wer ein Neufahrzeug angemeldet oder das Kfz-Kennzeichen seines Pkw wechselt, benötigt eine neue Feinstaubplakette. Der alte Aufkleber lässt sich nicht wiederverwenden – schließlich muss das darauf vermerkte Kennzeichen dem Nummernschild des Fahrzeugs entsprechen. Ist dies nicht der Fall, droht ein Bußgeld.

Um die Umweltplakette zu entfernen, benutzen Sie am besten Ceranfeldschaber, Tuch und Glasreiniger. Gehen Sie so vor:

  1. Tuch unterhalb der Umweltplakette aufs Armaturenbrett legen und Aufkleber mit Glasreiniger besprühen.
  2. Kurz einwirken lassen und Plakette an den Seiten vorsichtig mit dem Ceranfeldschaber ablösen. Anschließend übrige Klebefläche abkratzen.
  3. Glasoberfläche mit Tuch sauberwischen und Prozedur wiederholen, falls noch Klebereste auf der Scheibe haften.
  4. Hartnäckige Klebereste eventuell mit feuchtem Tuch oder Klebstoffentferner von Windschutzscheibe entfernen.
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Häufige Fragen
  • Ich habe ein Fahrzeug der Schadstoffklasse Euro III. Warum kann ich keine Umweltplakette dafür bestellen?

    Euro III (römische Ziffer) gilt für Lkw über 3,5 Tonnen. Diese erfüllen nicht die erforderlichen Abgasstandards für eine Umweltplakette. Möglich ist das erst ab Euro IV.
  • Gibt es eine schwarze Umweltplakette?

    Schwarze Feinstaubplaketten sind zwar erhältlich. Allerdings handelt es sich dabei um Scherzartikel. Die Aufkleber sind weder offizielle „Abgassünder-Plaketten“ für Fahrzeuge der Schadstoffgruppe 1, noch berechtigen sie zur Einfahrt in deutsche Umweltzonen.
  • Muss ich für meinen Firmenwagen eine Umweltplakette kaufen?

    Ja, für Dienstwagen gelten dieselben Regeln wie für Privatfahrzeuge. Ist Ihr Arbeitgeber der Fahrzeughalter, ist er für die Beschaffung der Plakette oder Nachrüstmaßnahmen zuständig, wenn für das Fahrzeug keine Plakette erhältlich ist. Sind Sie als Arbeitnehmer Halter des Kfz, liegt die Verantwortung bei Ihnen – und zwar auch, wenn Sie das Auto dienstlich nutzen. Beantragen einer Ausnahmegenehmigung ist allen Fahrzeughaltern möglich. Ersuchen einer Sondergenehmigung für Dienstfahrzeuge dagegen nicht.
  • Kann ich mit einer gelben Umweltplakette in eine Umweltzone fahren, wenn das Auto nicht nachrüstbar ist?

    In eine Umweltzone dürfen Sie in diesem Fall nur einfahren, wenn auf dem Verkehrsschild ein gelber Kreis mit dem Wort „frei“ abgebildet ist. Wenn die Umweltzone nur für Fahrzeuge mit grüner Feinstaubplakette freigegeben ist, dürfen Sie mit gelber Plakette nicht darin unterwegs sein. Es sei denn, Sie verfügen über eine Ausnahmegenehmigung. Das ist so bei allen deutschen Städten – außer Neu-Ulm.
  • Wird es eine Umweltplakette 5 oder 6 geben?

    Viele Autofahrer wollen möglichen Fahrverboten zuvorkommen und erkundigen sich nach einer Umweltplakette der Norm Euro 5 oder 6. Allerdings handelt es sich dabei um Fantasiebegriffe – solche Feinstaubplaketten sind aktuell nicht in Planung.
  • Wie kann ich mein Fahrzeug nachrüsten?

    Zum Beispiel mit einem Rußpartikelfilter. Die Nachrüstung muss anschließend in der Zulassungsbescheinigung nachgetragen werden, damit eine grüne Feinstaubplakette ausgestellt werden kann.
  • Welche Regeln gelten für Oldtimer, welche für ausländische Oldtimer ohne H-Kennzeichen?

    Ein Verbot von historischen Fahrzeugen für Umweltzonen ist immer wieder in der Diskussion. Bis heute gilt jedoch eine Ausnahmegenehmigung für Oldtimer. Fahrzeuge mit H-Kennzeichen dürfen deren Besitzer ohne Feinstaubplakette frei in Innenstädten bewegen. Oldtimern aus dem Ausland ohne H-Kennzeichen ist Befahren einer Umweltzone ebenfalls gestattet. Den Sonderstatus des Kfz sollte der Fahrer durch den international anerkannten Oldtimer-Fahrzeugpass des Weltverbandes FIVA bestätigen können.
  • Wo erhalte ich einen Nachweis über die Nichtnachrüstbarkeit meines Fahrzeugs?

    Erfüllt Ihr Fahrzeug nicht die Voraussetzung für eine gelbe Umweltplakette, können Sie die Nichtnachrüstbarkeit von einer technischen Überwachungsorganisation wie TÜV, DEKRA oder GTÜ bescheinigen lassen. Diesen Nachweis müssen Sie bei allen Fahrten in der Umweltzone mitführen und beim Parken gut sichtbar hinter die Windschutzscheibe des Autos legen.

    Da die Regelung für Ausnahmegenehmigungen länderspezifisch erfolgt, sollten Sie sie vorab bei der zuständigen Behörde in Erfahrung bringen.

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