Mann mit Bart und schwarzer Brille sitzt im Kofferraum seines Autos und schaut auf sein Smartphone
Typklasse, Schadenfreiheitsklasse & Co.

Einstufung Kfz-Versicherung: Diese Faktoren sind entscheidend

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Kurz erklärt in 30 Sekunden
  • Die Einstufung Ihres Fahrzeugs in der Kfz-Versicherung ergibt sich im Wesentlichen aus drei Faktoren: Typklasse, Regionalklasse und Schadenfreiheitsklasse. Dies ist bei allen Versicherern gleich.
  • Unterschiede gibt es bei der individuellen Einordnung in SF-Klassen: Autoversicherer bestimmen selbst, welches Angebot sie Ihnen machen. Daher lohnt sich ein Anbietervergleich.
  • Darüber hinaus können auch das Alter des Versicherungsnehmers oder das Führerscheindatum bei der Beitragsberechnung eine Rolle spielen.
  • Viele Versicherungen bieten Sondertarife an, zum Beispiel für Fahranfänger.
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Gut zu wissen: Tarifwechsel
Illustration Info: Gut zu wissen

Am Jahresende, wenn die Beitragsrechnung kommt, stellen sich viele Auto­fahrer die Frage, ob sie die Kfz-Versicherung wechseln sollten. Zwar bleibt die SF-Klasse bei Wechsel der Ver­sicher­ungs­ge­sellschaft erhalten. In den Rückstufungstabellen und damit bei den Schaden­frei­heits­rabatten gibt es allerdings Unterschiede.

Das liegt zum einen daran, dass es in Deutschland kein einheitliches System für Schaden­frei­heits­ra­batte gibt. Jeder Anbieter kann die Höhe der Beitragssätze für die einzelnen SF-Klassen selbst festlegen. Das heißt: Je nach Kfz-Versicherung und Einstufungs-Liste fällt die individuelle Vergünstigung unterschiedlich aus.

Zum anderen können Sie bei vielen Versicherern einen Rabattschutz hinzubuchen, der ausschließlich für die Police bei Ihrer jeweiligen Gesellschaft gilt. Ein Vergleich von Tarifmerkmalen und -konditionen lohnt sich daher.

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Ersteinstufung
Versichern Sie zum ersten Mal ein Fahrzeug, nimmt der Kfz-Versicherer eine Ersteinstufung vor. Versicherungsgesellschaften ordnen Fahranfänger meist in eine schlechtere Schadenfreiheitsklasse ein als Fahrer, die ihren Führerschein bereits seit mehreren Jahren besitzen. Wer bislang mit dem Familienauto unterwegs war, kann sich die SF-Klasse der Eltern bei Abschluss der ersten eigenen Autoversicherung anrechnen lassen – und erhält so eine bessere Einstufung.
Junge blonde Frau sitzt am Steuer ihres Autos

Fahrerfahrung ist maßgeblich für die Ersteinstufung

Versichern Sie zum ersten Mal ein Auto auf Ihren Namen, entscheidet Ihre Fahrpraxis über die Versicherungseinstufung. Ausschlaggebend ist, wie lange Sie Ihren Führerschein bereits besitzen – weniger oder mehr als drei Jahre. Von Ersteinstufung sprechen Versicherer immer dann, wenn Sie selbst noch kein Kfz versichert haben.

Erst­ein­stufungen ohne vorliegende Vorversicherung fallen für Versicherungsnehmer ent­spre­chend teurer aus. Sind Sie bislang mit einer Kfz-Familienver­sicherung gefahren und haben damit die Schadenfreiheits­­klasse Ihrer Eltern genutzt, fällt die Einstufung für Ihren ersten eigenen Wagen günstiger aus.

Ihre Führerscheinprüfung liegt weniger als drei Jahre zurück

Sie haben Ihren Führerschein vor weniger als drei Jahren erworben? Unter diesen Voraussetzungen gelten Sie als Fahranfänger und haben laut Statistik ein hohes Unfallrisiko. Das wirkt sich bei der Kfz-Versicherung auf die Neueinstufung im Rahmen Ihres Erstvertrags aus: Sie landen bei den meisten Kfz-Versicherern in SF-Klasse 0. Am Anfang zahlen Sie je nach Anbieter zwischen 95 und 100 Prozent des Beitragssatzes. Nach Ihrem ersten unfallfreien Jahr erreichen Sie SF-Klasse 1 und erhalten einen entsprechenden Schadenfreiheitsrabatt.

Eine Ausnahme ist Begleitetes Fahren ab 17 Jahren (BF17). Haben Sie Ihre Fahrerlaubnis auf diesem Weg erlangt, berücksichtigt die Kfz-Versicherung den längeren Führerscheinbesitz bei der Einstufung. Sie können daher mit Beitrags­vor­teilen rechnen.

Sie haben Ihre Fahrerlaubnis länger als drei Jahre

Sind Sie als Versicherungsnehmer seit mindestens vier Jahren im Besitz Ihres Führerscheins, starten Sie auto­matisch in SF-Klasse ½. Das gilt auch, wenn Sie Ihre Fahrerlaubnis schon seit fünf, acht oder 13 Jahren besitzen. Haben Sie in diesem Zeitraum kein eigenes Auto versichert, ist an dieser Ersteinstufung nichts zu ändern.

Da sich der Versicherungsbeitrag in den ersten Jahren schnell reduziert, bleibt die finanzielle Belastung aber über­schau­bar. Voraussetzung ist, dass keine Rückstufung erfolgt. Schließlich passt die Kfz-Versicherung Ihre Einstufung nach einem Schadenfall entsprechend an.

Eine Möglichkeit gibt es allerdings, um bei der Kfz-Versicherung in einer besseren Schadenfreiheits­klasse zu starten: die Einstufung nach Nutzung eines Firmenwagens. Einige Versicherungsunternehmen erkennen die scha­den­freien Jahre an, die Sie mit dem Dienstwagen "gesammelt" haben. Sie beginnen in diesem Fall nicht in Schadenfreiheitsklasse ½, sondern in der mit dem Firmen-Pkw erreichten höheren SF-Klasse.

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Zweitwagenregelung
Versichern Sie einen Zweitwagen beim selben Anbieter wie Ihr Erstfahrzeug, erhalten Sie eine bessere Versicherungseinstufung. Insbesondere Fahranfänger profitieren von der sogenannten Zweitwagenregelung – und entsprechend vergünstigten Beiträgen.
Blick von oben auf roten Kleinwagen, der zwischen zwei schwarzen Pkw am Straßenrand parkt

Kfz-Versicherer gewähren Zweitwagen bessere Einstufung

Mit der Zweitwagenregelung profitieren Sie ab Versicherungs­be­ginn von günstigeren Beiträgen. Zwar ist eine Kfz-Versicherung auch für Ihr Zweit- oder Drittfahrzeug gesetzlich vorgeschrieben. Sie müssen das Kfz aber nicht komplett neu ver­sichern, sondern können die bestehende Versicherung eines Familien­mitglieds nutzen.

Zugute kommt die Zweitwagen-Versicherung jungen und älteren Fahr­anfängern – genauso wie deren Eltern oder Ehepartnern: Das neue Auto wird einfach auf Vater, Mutter, Ehefrau oder Ehemann als zweites Fahrzeug zusätzlich zum Erstwagen versichert.

Sobald der Zweitwagenfahrer einige unfallfreie Versicherungsjahre angesammelt hat, kann er die Schaden­freiheits­klasse auf eine eigene Autoversicherung übertragen. Voraussetzung ist, dass der bisherige Versicherungs­nehmer dem zustimmt. Zudem muss der Neukunde belegen, dass hauptsächlich er das Fahrzeug gefahren hat. Zu beachten ist, dass Sie Sondereinstufungen bei einem Versicherungswechsel nicht immer mit über­tra­gen können.

Zweitfahrzeug mit Familientarif über die Eltern absichern

Für Führerscheinneulinge, die mit einer höheren SF-Klasse als 0 ins Autofahrerleben starten wollen, haben einige Versicherungsunternehmen eine Kfz-Familien­ver­sicherung im Programm. Dabei schließen die Eltern bei ihrem Kfz-Versicherer zusätzlich zum Erstwagen einen Vertrag für den Autoneuling ab. Das hat Vor- und Nachteile:

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Vorteile
Nachteile
Sie überspringen mit Ihrem Auto die teuerste SF-Klasse 0. Im Rahmen der Familienversicherung können Sie Ihren eigenen Schadenfrei­heitsrabatt nicht verbessern.
Sie profitieren von niedrigen Ver­sicher­ungs­bei­trägen. Die Familienver­sicherung ist meist teurer als die Zweitwagen­versiche­rung über die Eltern.
Nach Ende der Familienversicherung können Sie die aktuelle SF-Klasse Ihres Autos oft auf die erste eigene Kfz-Ver­si­ch­er­ung beim selben Anbieter über­tragen. Bei den meisten Versicherern lohnt sich eine Familien­ver­sicherung erst ab dem dritten Fahrzeug, da die Höhe der Prozente von der Anzahl der versicherten Autos ab­hängt.
Gut zu wissen: Sonderkonditionen
Illustration Info: Gut zu wissen

Mit der Einstufung "Zweitwagen, Ehegatten und Kinder" hat die Allianz die Zweitwagenregelung vereinfacht: Ist Ihr Erstwagen mindestens in SF-Klasse ½ versichert, startet das zweite Fahrzeug gleich mit SF-Klasse 1

Noch gün­sti­ger wird es, wenn ausschließlich Fahrer über 25 Jahren das zweite Auto nutzen. Dann steigt der Zweitwagen sogar in SF-Klasse 3 ein.

Illustration Info: Gut zu wissen
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Kfz-Versicherung ruhen lassen

Nach einer Vertragspause ist für die erneute Aktivierung des Versicherungsschutzes die Länge der Unterbrechung entscheidend. Bei einer längeren Pause empfiehlt sich vorab ein Blick in Ihre Police.

  • Vertragspause bis zu sechs Monaten: Wollen Sie innerhalb dieses Zeitraums wieder ein Auto versichern, wird Ihre Versicherungspolice so behandelt, als hätte es keine Pause gegeben. Das gilt übrigens auch für Ihre SF-Klasse.
  • Vertragspause bis zu zwölf Monaten: Auch hier wird Ihre Versicherungspolice so behandelt, als wäre sie regulär wei­ter­gelaufen. Lediglich Ihr Aufstieg in eine bessere SF-Klasse verschiebt sich auf das Folgejahr.
  • Vertragspause bis zu sieben Jahren: Je nach Autoversicherer sind die Regelungen hier unterschiedlich: Manche behandeln die siebenjährige Unterbrechung wie ein Jahr und frieren Ihre SF-Klasse so lange ein, bis Sie die Versicherung wieder aktivieren. Bei anderen Gesellschaften werden Sie mit jedem Jahr zurückgestuft, sodass Ihre Beitragsrechnung jährlich teurer wird.
  • Vertragspause von mehr als sieben Jahren: Auch in diesem Fall gibt es keine verbindliche Vorgabe. Manche Kfz-Versicherer lassen Ihre SF-Klasse unangetastet. Andere wie­der­um stornieren sämtliche Rabatte, die Sie durch unfallfreies Fahren abgesammelt haben, und stufen Sie nach sieben Jahren wieder in SF ½ ein.
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Häufige Fragen
  • Kann ich zwei Autos als Erstwagen versichern?

    Nein, Sie können nur einen Pkw als Erstfahrzeug versichern. Denn: Jeder Autobesitzer, der neben seinem Erstwagen ein weiteres Kfz versichert, gibt bei Versicherungsabschluss alle weiteren Fahrzeuge und Vorversicherungen an. Ob Sie Ihren Zweitwagen beim gleichen Versicherer unterbringen wie das erste Auto, bleibt Ihnen überlassen. Zweitwagen­versicherungen beim gleichen Unternehmen bieten Ihnen oft Sonderkonditionen und Vergünstigungen an. So sparen Sie mitunter bares Geld und bürokratischen Aufwand.
  • Was passiert mit meiner SF-Klasse bei einem Leasingwagen?

    Prinzipiell besteht die Möglichkeit, bei Leasingfahrzeugen unfallfreie Jahre auf die eigene Schadenfreiheitsklasse an­zu­rech­nen. Wichtig ist, dass Sie diese Regelung vertraglich festhalten. Entscheidend ist außerdem, wer der Versich­er­ungs­neh­mer des Leasingwagens ist: Kommen Sie selbst für die Versicherung auf und ist das Leasingunternehmen lediglich als Fahrzeughalter eingetragen, sammeln Sie regulär schadenfreie Jahre und können die SF-Klasse nach dem Leasing auf ein privates Fahrzeug übertragen

    Ist das Leasingunter­nehmen Vertragspartner der Kfz-Versicherung Ihres Leasing­wa­gens, können Sie sich die schadenfreien Jahre nicht anrechnen lassen.

  • Wie stark beeinflusst die Typklasse meine Kfz-Versicherung?

    Wie stark die Typklasse Ihre Versicherungsprämie beeinflusst, lässt sich nicht pauschal beant­worten. Für Kfz-Versicherer ist das Einstufungskriterium zwar nicht bindend, in der Praxis aber eine feste Größe zur Prämien­berechnung. Trotzdem unter­scheiden sich die Beitrags­sätze je nach Anbieter und jährlicher Neueinstufung der Typklassen.

    Indirekt haben Sie als Autofahrer jedoch Einfluss auf Typ- und Regionalklassen: Durch einen umsichtigen Fahrstil tragen Sie beispielsweise dazu bei, dass Unfallraten in Großstädten mit hohem Verkehrsaufkommen sinken oder PS-lastige Automodelle nicht per se mit Rasern in Verbindung gebracht werden.

  • Was versteht man unter der Malusklasse?

    In Schadenfreiheitsklasse M, der sogenannten Malusklasse, stufen Kfz-Ver­si­che­rer Fahranfänger mit SF-Klasse ½ oder 0 zurück, wenn diese bei­spiels­weise in einen selbst verschuldeten Autounfall verwickelt sind. In die Malusklasse stuft die Autoversicherung Sie auch dann zurück, wenn Sie pro Kalenderjahr mehr als drei Schäden verur­sachen – und zwar unabhängig davon, welche SF-Klasse Sie zuvor hatten.
  • Erhalten Beamte und Angestellte im öffentlichen Dienst einen besseren Tarif bei der Kfz-Versicherung?

    Der Beruf als individueller Einstufungsfaktor kann bei der Errechnung der Kfz-Versicherung eine Rolle spielen. Einige Ver­sich­er­ungs­ge­sell­schaften werben mit besonders günstigen Konditionen für bestimmte Berufsgruppen – zum Beispiel so­ge­nan­nten B-Tarifen für Beamte und Angestellte des öffentlichen Dienstes. Die Versicherungsprämie fällt dann je nach Ver­si­ch­er­er entsprechend niedriger aus. Ein Vergleich der Versicherungsleistungen lohnt sich.
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