Sicht vom Cockpit eines Pkw auf die gesprungene Windschutzscheibe
Reparatur oder Scheibentausch?

Steinschlag reparieren: Wann die Teil­kasko zahlt

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Kurz erklärt in 30 Sekunden
  • Durch Steinschlag werden in Deutschland pro Jahr mehr als zwei Millionen Autoverglasungen beschädigt. Damit sind Stein­schlag­schäden der mit Abstand häufigste Teilkasko­schaden.
  • Die Teilkaskoversicherung übernimmt die Reparaturkosten für Schäden an der gesamten Autoverglasung. Alle Teilkasko­leistungen sind in der Vollkasko­versicherung inbegriffen.
  • Wenn kaputte Scheiben Ihres Autos ausgetauscht werden müssen, zahlen Sie nur die Selbst­be­teiligung für die Teilkasko, in der Regel 150 Euro.
  • Für eine Glasreparatur brauchen Sie bei Glaspartnern der Auto­versicherer nichts zu bezahlen – die Betriebe rechnen direkt mit diesen ab.
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Gut zu wissen: Definition
Illustration Info: Gut zu wissen

Ein Steinschlag ist ein kleiner Schaden an Front-, Heck- oder Seitenscheibe, Außenspiegeln oder Lackierung eines Kraftfahrzeugs. Er entsteht, wenn während der Fahrt Steine gegen das Auto prallen und ein Stück Glas oder Lack herausschlagen. Das kann beispielsweise passieren, wenn ein vor Ihnen fahrender Pkw Rollsplitt aufwirbelt, der Ihre Windschutzscheibe beschädigt.

Eine Autoscheibe besteht in der Regel aus Verbundglas und ist in drei Schichten aufgeteilt: Außenschicht, Zwischenfolie und Innenschicht. Ist nur die Außenschicht beschädigt, handelt es sich um einen Steinschlag. Sind Zwischenfolie oder Innenschicht beschädigt, liegt ein Loch oder Riss im Autoglas vor. Dann müssen Sie die komplette Scheibe austauschen lassen.

Illustration Info: Gut zu wissen
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Steinschlag im Glas

Mit gesprungenen Windschutzscheiben haben Kfz-Versicherer in Deutschland sehr häufig zu tun. Nach Angaben des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) ist Glasbruch der Versicherungsschaden, der am häufigsten vorkommt. 2018 wurden fast 2,15 Millionen Schäden gemeldet. Die deutschen Versicherungsgesellschaften regulierten für mehr als 1,2 Milliarden Euro Glasschäden an Autoscheiben, Scheinwerfern und Außenspiegeln. Deshalb gibt es bei der Schadenregulierung ein paar Besonderheiten.

Wenn Sie eine Teilkasko oder Vollkasko  abgeschlossen haben,

  • zahlt Ihre Kfz-Versicherung alle Kosten für die Reparatur Ihrer Autoverglasung – auch bei mehreren Schäden am Glas.
  • Ist eine Reparatur Ihrer Autoscheibe möglich, verzichtet die Versicherung – anders als bei anderen Teilkaskoschäden – auf Ihre Selbstbeteiligung. Die meisten Glasreparaturen kosten unter 100 Euro, daher ist dies ein besonderer Vorteil für Sie. Denn sonst müssten Sie die Steinschlag-Kosten selbst übernehmen.

    Wenn die gesamte Scheibe ausgetauscht werden muss, zahlen Sie statt der vollen Reparatur­kosten nur Ihren Selbstbehalt, in den meisten Fällen 150 Euro.
  • Ihre Schadenfreiheitsklasse bleibt davon unberührt, denn bei der Teilkaskoversicherung gibt es keinen Schaden­freiheits­rabatt. Auch ein reiner Teilkaskoschaden, der im Rahmen einer Vollkasko­versicherung abgedeckt ist, führt nicht zur Hochstufung Ihres Ver­sicherungs­beitrages.
  • Neben Schäden durch Steinschlag an Scheiben und Verglasungen von Außenspiegeln, Scheinwerfern und Rückleuchten fallen auch Schiebe- und Panoramadächer unter den Versicherungs­schutz der Teilkasko. Das Gleiche gilt für Scheiben aus Kunststoff und Plexiglas, wenn diese wie eine Verglasung verarbeitet sind, also etwa bei einem Cabrio oder Wohnmobil. Nicht versichert sind Glühlampen und Solarzellen auf einem Solar­schiebe­dach.
  • Ihre Kaskoversicherung übernimmt auch erneute Schäden. Es kann vorkommen, dass Ihre frisch reparierte Windschutzscheibe innerhalb von kürzester Zeit einen weiteren Steinschlag abbekommt. Solange es sich bei dem erneuten Glasschaden nicht um einen Fall von Gewährleistung handelt, trägt Ihre Teilkasko auch diesmal die Kosten der Reparatur oder des Ersatzes abzüglich der Selbstbeteiligung.

Ist ein Scheibentausch ohne Selbstbeteiligung möglich?

Vereinzelt hat es schon Fälle gegeben, in denen Werkstätten mit dem "Erlass der Selbst­beteiligung" geworben haben und den Kunden entsprechende Gutscheine ausgestellt haben. Oder einen angeblichen "Werbevertrag" mit dem Kunden geschlossen haben, indem auf der neuen Scheibe ein Aufkleber platziert wurde.

Dies wurde vor Gericht aber nicht anerkannt. Diese Praxis ist als Versicherungsbetrug  nicht nur abmahnfähig, sondern kann auch eine Schadenersatzforderung nach sich ziehen. Daher: Ein Scheibentausch ohne Selbstbeteiligung ist generell kaum möglich.

Frontscheibe wechseln verursacht Kosten von bis zu 4.000 Euro

Entwickelt sich ein Steinschlag zu einem Riss im Glas, kommen Sie nicht um einen Scheiben­wechsel herum. Eine neue Frontscheibe kostet je nach Modell rund 500 bis 1.000 Euro. Lassen Sie die Windschutzscheibe von Profis austauschen, kommen je nach Aufwand des Werkstatt-Jobs 200 bis 450 Euro hinzu. 

Grundsätzlich kann der Austausch einer Windschutzscheibe bis zu 4.000 Euro kosten. Davon zahlen Sie nur die Selbstbeteiligung, die Sie für Teilkaskoschäden mit Ihrer Versicherung vereinbart haben. In der Regel liegt der Selbstbehalt bei 150 Euro.

Eine Werkstatt, die den Austausch der Scheibe direkt mit dem Versicherungsunternehmen abrechnet, muss diesen Betrag von Ihnen einnehmen und ihn bei der Abrechnung mit der Versicherung als Einnahme angeben.

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Schramme in der Motorhaube
Mann in Schutzkleidung mit Atemmaske lackiert Motorhaube eines Pkw in Werkstatt

Manchmal ist nicht nur die Windschutzscheibe vom Steinschlag betroffen, sondern auch die Motorhaube. Solche Lackschäden durch Steinschlag fallen allerdings nicht unter den Versicherungsschutz der Teilkasko. Wollen Sie einen Steinschlag im Lack reparieren lassen, übernimmt die Kosten nur die Vollkasko.

Nur wenn nachweisbar ist, dass beispielsweise ein Lkw Teile seiner Ladung verloren und Ihren Wagen dadurch beschädigt hat, muss der Lkw-Fahrer mit seiner Kfz-Haftpflichtversicherung für den Schaden aufkommen. Diesen Nachweis können Sie durch Zeugenaussagen, Fotos der Schadenstelle oder – wenn möglich – Videoaufnahmen erbringen.

Mann in Schutzkleidung mit Atemmaske lackiert Motorhaube eines Pkw in Werkstatt
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Nach einem Steinschlag

Um den Steinschlag Ihrer Versicherung zu melden, setzen Sie sich telefonisch, per E-Mail oder online mit dem jeweiligen Anbieter in Verbindung. Dazu ist es sinnvoll,

  • Fotos von dem Schaden zu machen,
  • den Schaden möglichst genau zu beschreiben
  • und zu erklären, wie er entstanden ist.
  • Auch Zeugenaussagen sind dabei nützlich.

Für die Schadenregulierung ist es wichtig, die Schuldfrage zu klären, falls beispielsweise ein Kieslaster Ladung verloren und Ihren Wagen damit beschädigt hat. In solch einem – seltenen – Fall müsste die Haftpflichtversicherung des Lkw-Fahrers für den Schaden aufkommen. Für ein aufgewirbeltes Steinchen von der Straße, das Ihnen in die Scheibe geflogen ist, kann jedoch kein Fahrer haftbar gemacht werden.

Bei der Allianz entfällt die Schadenmeldung: Hier fahren Sie direkt zu einem der Autoglaspartner, der sowohl die Schadenmeldung als auch die Abrechnung mit der Versicherung für Sie erledigt.

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Steinschlag ausbessern
Mann repariert Steinschlag an der Windschutzscheibe eines Pkw

Eine Reparatur Ihres Steinschlagschadens ist nur möglich, wenn folgende vier Voraussetzungen erfüllt sind:

  1. Der Steinschlag muss sich außerhalb des rund 30 Zentimeter breiten Sichtfeldes des Fahrers befinden.
  2. Der Riss muss mehr als zwölf Zentimeter Abstand vom Scheibenrand haben.
  3. Das Steinschlagloch darf nicht größer als eine 2-Euro-Münze sein.
  4. Der Steinschlag muss sich auf der äußeren Glasschicht der Autoscheibe befinden.

Hat der Steinschlag die Kunststofffolie zwischen den beiden Glasschichten oder die zweite Glasschicht beschädigt, ist eine Reparatur nicht möglich. Sind die Steinschlagschäden nicht zu beheben, lassen Sie die komplette Windschutzscheibe austauschen. Dasselbe gilt, wenn die Autoglaswerkstatt feststellt, dass eine der anderen Voraussetzungen nicht erfüllt ist.

Anders als bei einem Steinschlag an der Frontscheibe verhält es sich mit Schäden an den Seitenscheiben oder der Heckscheibe. Diese können grundsätzlich nicht repariert werden. Hier muss immer die gesamte Glasscheibe ersetzt werden.

Wer repariert den Glasschaden?

Die meisten Versicherer arbeiten zur Regulierung von Glasschäden mit spezialisierten Autoglaswerkstätten zusammen. Enthält Ihre Versicherungspolice eine Werkstattbindung, fahren Sie direkt zu einem der Glaspartner und holen den Wagen nach der Reparatur wieder ab. Dort zahlen Sie maximal Ihre Selbstbeteiligung – aber auch nur, wenn der Schaden nicht zu reparieren ist und die Scheibe ersetzt werden muss. Die Schadenmeldung und die Reparaturkostenabrechnung regelt die Werkstatt direkt mit der Versicherung.

In Baumärkten gibt es zwar auch Glasreparatur-Sets für Laien. Da aber zum Beispiel die Windschutzscheibe ein sicherheitsrelevantes, tragendes Teil der Karosserie ist, raten alle Experten davon ab, selbst Hand anzulegen. Für ein gutes Ergebnis sind eine entsprechende Ausbildung, Technik und Spezial­werkzeuge nötig.

Sofortmaßnahmen helfen bei Steinschlag

Welche Reparaturmethoden verwendet werden und wie lange die Behebung eines Glasschadens durch eine Fachwerkstatt dauert, hängt von der Schwere des Schadens ab. Für einen Riss oder Einschlag brauchen die Profis beispielsweise eine halbe Stunde. Dabei sind die Reparaturmethoden der einzelnen Glasspezialisten sehr ähnlich: Alle nutzen transparentes Kunstharz, mit dem der Steinschlag versiegelt wird. Die großen Autoglaswerkstätten geben eine Garantie auf ihre Leistung.

Haben Sie einen Steinschlag auf Ihrer Windschutzscheibe festgestellt, können Sie auf dem Weg in die Werkstatt selbst Erste Hilfe leisten: Zuerst fahren Sie rechts ran und reinigen die beschädigte Stelle gründlich. Anschließend reiben Sie sie trocken. Dann kleben Sie von innen und außen Tesafilm oder ein spezielles Scheibenpflaster über den Schaden. Der Klebefilm verhindert, dass Schmutz und Feuchtigkeit in die feinen Risse der kaputten Windschutzscheibe gelangen. Beides erschwert die anschließende Reparatur erheblich.

Nach der "Erstversorgung" des Steinschlags sollten Sie die nächste Kfz-Werkstatt oder den Glaspartner ansteuern oder telefonisch einen Termin vereinbaren.

Steinschlag ausbessern: So machen's die Profis

Wenn Glasspezialisten einen Steinschlag ausbessern, reinigen sie zuerst in der Werkstatt die beschädigte Stelle gründlich von Schmutz und Staub. Anschließend spritzen sie künstliches Harz in den Riss und trocknen ihn aus. Dabei wird die Luft zwischen der ersten Glasschicht und der darunter liegenden Sicherheitsfolie abgesaugt. Es entsteht ein Unterdruck, der dafür sorgt, dass sich das Harz gleichmäßig verteilt und gleichmäßig auffüllt. Anschließend wird es mit UV-Licht ausgehärtet und die Windschutzscheibe noch einmal gereinigt und poliert.

Nach der Reparatur ist der Glasschaden in der Regel fast unsichtbar. Lediglich bei genauem Hinsehen können noch Spuren des Steinschlags erkennbar sein.

Diese Vorteile bietet die Allianz Teilkasko 

Bei den Teilkasko-Versicherungspaketen Smart und Smart Plus der Allianz gilt der Vorteil der direkten Schadensabwicklung. Das heißt: Im Versicherungsschutz enthalten ist eine unkomplizierte Abwicklung von Glasschadenreparaturen in einer Partnerwerkstatt. Zu den Autoglaspartnern der Allianz Versicherung zählen Euromaster, Carglass, Junited Autoglas und Wintec. Die Glaspartner der Allianz kommen auch als mobiler Service direkt zu Ihnen nach Hause und reparieren Ihre Windschutzscheibe dort.

Freie Werkstattwahl haben Sie hingegen im Allianz Versicherungspaket Komfort. Das heißt: Sie wählen, wer Ihr Fahrzeug wieder in Schuss bringt. Ausnahme: Sie haben sich obendrein für die Zusatzoption WerkstattBonus entschieden. Diese enthält ebenfalls Glasschaden­reparaturen und die Allianz belohnt Sie mit 20 Prozent Nachlass auf Ihren Kaskobeitrag. Im Rundum-sorglos-Paket zur Abwicklung des Glasschadens sind sogar Hol- und Bringservice inklusive.

Allerdings muss – wie in den Smart-Tarifen – eine Partnerwerkstatt den Schaden beheben. Andernfalls begleicht die Allianz nur 80 Prozent des Schadens bzw. zieht bei einer Steinschlag­reparatur ohne Scheiben­tausch die Selbst­beteiligung ab.

Illustration Info: Gut zu wissen
Gut zu wissen: Sicherheitsrisiko
Illustration Info: Gut zu wissen

Eine unbeschädigte, stabile Wind­schutz­scheibe ist für Ihre Sicherheit am Steuer unverzichtbar. Zwar halten Autoscheiben aus Verbundglas einiges aus und sind selbst durch einen Schlag mit einem harten Gegenstand schwer zu zerstören. Allerdings kann schon ein kleines Stück abgeplatztes Glas die Sicht behindern. Schränkt der Steinschlag das Sichtfeld des Fahrers ein, ist im schlimmsten Fall ein Autounfall die Folge.

Zudem ist eine stabile Frontscheibe die Voraussetzung dafür, dass der Airbag den Aufprall bei einem Unfall abfangen kann. Ist das Glas beschädigt, sollten Sie daher schnellstmöglich etwas unternehmen.

Steinschlag wird bei hohen Temperaturen zur Gefahr

Nicht immer entsteht aus einem Steinschlag ein Riss im Glas. Dennoch können minimale Schäden in der Windschutzscheibe gefährlich sein – insbesondere bei extremer Hitze im Sommer. Haben Sie Ihr Auto in der prallen Sonne geparkt und drehen die Klimaanlage beim Losfahren voll auf, kann die beschädigte Scheibe infolge des Kälteschocks reißen.

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Bedingungen
Person mit Arbeitshandschuhen tauscht Windschutzscheibe aus

Angenommen, Ihre Frontscheibe muss wegen eines heftigen Steinschlags ausgetauscht werden. Dabei wird leider auch die aufgeklebte Maut-Vignette zerstört. Wenn Sie nachweisen können, dass Sie im Besitz der Vignette gewesen sind, stellt Ihnen jede Vignetten­verkaufs­stelle kostenlos eine Ersatzvignette über die ursprüngliche Laufzeit aus.

Dazu benötigen Sie folgende Dinge:

  • die Reste Ihrer Vignette,
  • die Quittung vom Kauf Ihrer Vignette,
  • in manchen Ländern den zweiten Vignettenteil (das ist der Teil, den Sie nicht auf die Windschutzscheibe kleben),
  • einen Werkstattbeleg über den Austausch der Scheibe.

Achtung: In Tschechien und Österreich werden lediglich Jahresvignetten ersetzt. Das heißt: Eine Kurzzeitvignette müssen Sie leider noch einmal kaufen. Anders in Slowenien, der Slowakei und Bulgarien: Dort erhalten Sie nach dem Scheibenaustausch auch einen Ersatz für Ihre kaputte Vignette – und zwar unabhängig davon, ob Sie eine Jahresvignette oder Kurzzeitvignette benötigen.

Zerstörte Umweltplaketten werden leider nicht kostenfrei ersetzt. Hier müssen Sie eine neue kaufen. Viele Autoglaswerkstätten bieten den Service an, eine Ersatzplakette zu besorgen.

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Gut zu wissen
Illustration Info: Gut zu wissen

Leasingfahrzeuge haben Vollkaskoschutz, das schließt den Teilkaskoschutz also mit ein. Nach der Schadenmeldung können Sie die Autoscheibe in einer Fachwerkstatt reparieren lassen, die von Ihrer Versicherung festgelegt ist. Sprechen Sie am besten mit Ihrer Fahrzeugversicherung.

Bei einem Mietwagen müssen Sie zunächst den Vermieter informieren, der sich dann meist zusammen mit der zuständigen Versicherung um die Regulierung des Schadens kümmert. Sie selbst dürfen die Schadenstelle des Fahrzeugs nicht einfach reparieren lassen. Vom Vermieter erhalten Sie eine Rechnung über die vereinbarte Selbstbeteiligung.

Illustration Info: Gut zu wissen
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Vorsichtsmaßnahmen

Meist sind es hochfliegende Steine, die vom vorausfahrenden Fahrzeug aufgewirbelt werden, die Schäden am Fahrzeugglas verursachen. Achten Sie also auf ausreichend Abstand zu voraus­fahrenden und entgegen­kommenden Autos.

  • Die bewährte Faustformel "Abstand gleich halber Tacho" hilft dabei: Sind Sie mit einer Geschwindigkeit von 100 km/h auf der Landstraße unterwegs, sollte Ihr Abstand zum Vordermann mindestens 50 Meter betragen.
  • Auf engen Schotterpisten möglichst langsam fahren und bei Gegenverkehr auf den äußersten rechten Rand ausweichen. So reduzieren Sie das Risiko, dass Ihre Windschutzscheibe von aufgewirbelten Steinen des vorbeifahrenden Gegenverkehrs getroffen wird.
Die passende Versicherung
Illustration: Frau steht neben ihrem Unfallwagen und meldet den Schaden mit dem Mobiltelefon ihrer Versicherung
Illustration: Frau steht neben ihrem Unfallwagen und meldet den Schaden mit dem Mobiltelefon ihrer Versicherung

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Häufige Fragen
  • Steinschlag: Kann ein Sprung in der Windschutzscheibe die TÜV-Plakette gefährden?

    Unter Umständen kann ein Riss oder Sprung in der Windschutzscheibe bei der Hauptuntersuchung tatsächlich das Erlangen des TÜV-Prüfsiegels gefährden. Hierbei sind Art, Größe und Lage des Glasschadens entscheidend. Beeinträchtigt der Mangel die Fahrtüchtigkeit, gibt der TÜV kein grünes Licht. So beispielsweise bei Rissen, die an die Glaskante reichen oder fünf Zentimeter oder länger sind. Auch Steinschläge, die sich fünf Millimeter und mehr ins Glas gebohrt haben, zählen dazu. Die begehrte TÜV-Plakette gibt es erst nach Reparatur des beanstandeten Mankos.
  • Zahlt die Teilkasko die Behebung eines Risses in der Scheibe meines Autos, auch wenn der TÜV abgelaufen ist?

    Ja, selbst in diesem Fall übernimmt die Kosten Ihre Teilkaskoversicherung. Sie zahlt die Reparatur des Risses, damit Ihr Auto danach durch den TÜV kommt.
  • Darf ich trotz Steinschlag weiterfahren?

    Bei einem Steinschlag müssen Sie nicht sofort anhalten. Legen Sie jedoch bei nächster Gelegenheit einen Stopp ein, um die Windschutzscheibe mit einem Scheibenpflaster provisorisch zu reparieren. Am besten haben Sie diesen Erste-Hilfe-Artikel vorsorglich im Handschuhfach dabei.

    Um zu verhindern, dass sich Wasser und Schmutz im Steinschlag-Krater ansammeln, lassen Sie den Glasschaden im Anschluss so bald wie möglich in einer Kfz-Werkstatt oder bei einem Glaspartner Ihrer Kfz-Versicherung reparieren.

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