Kleinwagen fährt durch enge südländische Gasse
Anleitung, Fristen und Tipps

Kfz-Versicherung wechseln

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Kurz erklärt in 30 Sekunden
  • Bei einem Umzug, Autokauf oder einer veränderten Zahl von Fahrern empfiehlt sich ein Blick in den Versicherungsvertrag. Ein Wechsel des Tarifs bei Ihrem Versicherer kann in solchen Fällen sinnvoll sein.
  • Auch den Autoversicherer zu wechseln oder die Kfz-Haftpflicht um eine Kaskoversicherung zu erweitern, können Möglichkeiten sein, Ihre Kfz-Versicherung optimaler auf Ihre Bedürfnisse zuzuschneiden.
  • Für einen unkomplizierten Wechsel ist der Kündigungs­termin (Stich­tag) entscheidend. In der Regel fällt dieser auf den 30.11. eines Jahres. Bei Beitrags­erhöhungen, einem Fahrzeugwechsel oder nach einem Schadensfall greift das Recht auf Sonderkündigung.
  • Eine Versicherung kann einen Antrag auf Schutz auch ablehnen. Daher ist es empfehlenswert, die alte Versicherung erst zu kündigen, wenn der neue Vertrag wirksam ist.
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Umfrage
20 Prozent der deutschen Autofahrer denken über einen Wechsel der Pkw-Versicherung nach. Dies ergab eine Umfrage des Marktforschungsinstituts YouGov unter 2.000 deutschen Fahrzeughaltern im Jahr 2017. Die meisten Befragten gaben als Grund an, Geld sparen zu wollen und die Versicherung wegen eines günstigeren Angebots wechseln zu wollen. Die Zahl der Personen mit aktueller und konkreter Wechselabsicht liegt laut der Studienergebnisse jedoch bei nur 6,5 Prozent der Teilnehmer.
 Grafik Kfz-Versicherung wechseln: Anteil der Personen, die wechseln möchten, dazu bereit sind oder alles beim Alten belassen möchten
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Kriterien
Junge Frau fährt in Begleitung ihrer Mutter Auto

Wer Leistungen und Preise verschiedener Versicherer regelmäßig vergleicht, kann Geld sparen. Dies gilt erst recht, wenn sich die Vertrags­bedingungen ändern oder Ihre persönliche Lebens­situation eine andere ist. Beispielsweise weil Sie umziehen, sich ein neues Fahrzeug kaufen oder sich die Zahl der Fahrer ändert, weil Ihre Kinder das Auto mitnutzen. Übrigens: Wie oft Sie Ihre Kfz-Versicherung wechseln, bleibt Ihnen überlassen. Theoretisch können Sie Tarif oder Anbieter jedes Jahr ändern.

Wenn sich die Anzahl der Fahrer ändert

Fahren künftig weniger oder mehr Personen aus Ihrem Umfeld Ihr Kfz, kann ein neuer Tarif bei Ihrem bisherigen Versicherer für Sie günstiger sein. Ein wesentliches Kriterium für die Errechnung des Tarifs ist die Fahrpraxis der versicherten Fahrer.

Sie wollen Fahranfänger in den Vertrag mit aufnehmen

Macht Ihr Kind den Führerschein mit 17 und nutzt beim sogenannten Begleiteten Fahren (BF17) Ihr Auto mit, suchen Sie möglichst nach einem familienfreundlichen Versicherer mit günstigen Tarifen für BF17-Teilnehmer. Auch ein Wechsel in eine Vollkaskoversicherung kann sinnvoll sein, solange ein Fahranfänger das Familienauto fährt.

Die Allianz bietet jungen Fahrern und ihren Eltern gleich mehrere Möglichkeiten zu sparen:

  • Die Produktlinien Smart, Smart Plus und Komfort sowie Premium der Allianz Autoversicherung enthalten grundsätzlich die Möglichkeit, den Kreis der Fahrer jederzeit um einen BF17-Teilnehmer zu erweitern.
  • Die Telematik-Versicherung BonusDrive der Allianz bietet einen günstigen Versicherungsschutz, bei dem sicheres und umsichtiges Fahren belohnt wird.
  • Kinder von Allianz-Kunden im Alter zwischen 18 und 25 Jahren erhalten einen besonders günstigen Tarif für ihr erstes eigenes Auto: Statt mit der sonst für Fahranfänger üblichen Schadenfreiheitsklasse 0 steigen sie gleich mit der günstigeren SF 1 ein.

Ihre Kinder fahren Ihr Auto nicht mehr

Der Nachwuchs zieht aus und nutzt das Familienfahrzeug nicht mehr? Melden Sie die geänderte Zahl der Fahrer Ihrem Versicherer, denn das kann sich günstig auf Ihren Beitrag auswirken. Prüfen Sie am besten zugleich Ihren bestehenden Tarif, denn Preise und Leistungen im Kfz-Bereich können von Jahr zu Jahr schwanken.

Auch ist jetzt ein guter Zeitpunkt, die Notwendigkeit eines bestehenden Kaskoschutzes zu prüfen. Haftpflicht, Vollkasko oder Teilkasko? Wenn Ihr Auto zum Beispiel inzwischen durch ein höheres Alter an Wert verloren hat, kann sich möglicherweise ein Wechsel von der Voll- zur Teilkaskoversicherung lohnen.

Sie möchten Ihren Partner in den Versicherungsvertrag einschließen

Möchten Sie Ihrem Ehe- oder Lebenspartner ermöglichen, Ihr Auto regelmäßig zu fahren, ist nicht unbedingt eine Beitrags­erhöhung zu erwarten. Allerdings gibt es Versicherungen, die besondere Konditionen bei Einschluss eines weiteren Fahrers gewähren. Daher lohnt sich auch dann ein Vergleich.

Wenn Sie umziehen

Mit einem neuen Wohnort kann sich auch die Höhe der Versicherungs­prämie ändern. Dann zum Beispiel, wenn sich durch den Umzug Ihre Regionalklasse ändert. Diese spiegelt die Schaden- und Unfallbilanz in einer Region wider.

In einer Großstadt beispielsweise ereignen sich statistisch gesehen mehr Unfälle als in kleinen Ortschaften. Ein Umzug vom Land in die Stadt kann daher einen höheren Versicherungsbeitrag bedeuten. Ziehen Sie dagegen in ein ländliches Gebiet, kann die Regionalklasse für Sie günstiger sein. Gleichzeitig besteht auf Landstraßen eine höhere Gefahr für Tierunfälle. Daher sollten Sie zum Beispiel prüfen, inwieweit ein Wildunfall von Ihrer Versicherung abgedeckt ist.

Junges Paar steht an geöffnetem Neuwagen

Wenn Sie sich einen neuen Pkw kaufen

Bei einem Fahrzeugwechsel brauchen Sie einen neuen Versicherungs­vertrag. Denn die Kfz-Versicherung ist immer an ein konkretes Fahrzeug gebunden. Prüfen Sie, inwieweit der Vertrag, den Sie für Ihren alten Pkw hatten, jetzt noch für Sie und Ihren neuen Wagen sinnvoll ist. Oft lohnt es sich zudem finanziell, die Kfz-Versicherung zu wechseln, wenn Sie ein neues Auto anschaffen oder wenn der Wert des neuen Fahrzeugs im Vergleich zum alten erheblich abweicht.

Steigen Sie zum Beispiel von einem Audi A4 auf eine Mercedes C-Klasse um, ändert sich Ihre Typklasse. Typklassen spiegeln wider, welche Schaden- und Unfallbilanz jedes einzelne Automodell vorweist. Daraus errechnet sich die Höhe der Prämie – in diesem Fall könnte sie zum Beispiel höher ausfallen. Ein Tarif­vergleich lohnt sich also bei einem Auto­wechsel.

Wenn Sie einen Zweitwagen fahren

Sie nutzen neben Ihrem Alltags­fahrzeug ein Zweitfahrzeug? Dann lohnt sich der Versicherungs­wechsel oft besonders: Bei vielen Versicherern erhalten Sie günstige Sonder­konditionen, wenn Sie Verträge für mehrere Pkw bei ihnen abschließen. Möchten Sie nur Ihren Zweitwagen neu versichern, ist das übrigens auch kein Problem. Der Wechsel der Auto­versicherung funktioniert genauso wie bei Ihrem Erstfahrzeug.

Wenn Ihr Versicherer Ihre Treue mit Ver­günsti­gungen belohnt

Ihre Kfz-Versicherung liegt bei einem Versicherer, alle anderen Versicherungs­verträge hingegen bei einem anderen Unternehmen? Dann können Sie fragen, ob ein Wechsel der Auto­ver­siche­rung Ihnen eine Art "Mengenrabatt" einbringt.

Illustration Info: Gut zu wissen
Gut zu wissen: Leasing
Illustration Info: Gut zu wissen

Ja, sofern im Leasingvertrag geregelt ist, dass Sie als Fahrzeugnutzer für die Versicherung des Kfz zuständig sind. Dann entscheiden Sie selbst, ob sich ein Tarif- oder Anbieterwechsel während der Vertragslaufzeit lohnt.

Allerdings schreiben Leasinggeber meist vor, welcher Versicherungsschutz für Ihr Leasingauto angemessen ist. Das heißt: In der Regel sind Sie verpflichtet, mindestens eine Teilkasko für den Wagen abzuschließen.

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Ordentlich kündigen

Um den Wechsel der Kfz-Versicherung möglichst einfach und reibungslos zu gestalten, ist es ratsam, sich in den Vertragsunterlagen frühzeitig einen Überblick über Kündigungsfristen und Terminen zu verschaffen. Diese Möglichkeiten zu kündigen und zu wechseln haben Sie:

  • Zum Jahresende
    Der Stichtag für die ordentliche Kündigung ist bei den meisten Versicherern der 30. November, wenn der Vertrag zum 1. Januar beginnt. Dann greift die Kündigung zum 31. Dezember. Das bedeutet, dass Sie bis einen Monat vor Vertragsende Zeit für die Kündigung haben. Am Stichtag muss das Kündigungs­schreiben bei der Versicherung eingegangen sein (der Poststempel gilt nicht). Ansonsten verlängert sich Ihre Auto­versicherung automatisch bis ins Folgejahr.
  • Unterm Jahr
    Ein anderer Termin gilt bei Versicherungen mit unterjähriger Hauptfälligkeit. Diese Versicherungsverträge können rund um das Jahr geschlossen werden und haben eine Ver­trags­lauf­zeit von zwölf Monaten. Die einmonatige Kündigungsfrist endet einen Monat vor Fälligkeit der Versicherungs­prämie, also beispielsweise zum 31. Juli bei einem Vertragsbeginn am 1. September des Jahres.
  • Zum Saisonbeginn
    Cabrios, Motorräder oder Wohnmobile, die im Winter nicht gefahren werden, führen häufig Saisonkennzeichen. Diese Verträge können Sie einen Monat vor Saisonbeginn beenden. Einen Vertrag mit Saisonstart am 1. März dürfen Sie also zum 31. Januar des gleichen Kalenderjahres kündigen.
Hände einer Person, die ein Tablet mit geöffneter Kalender-App halten

Wann kann ich das Sonderkündigungsrecht geltend machen?

In bestimmten Fällen können Sie Ihr Sonderkündigungsrecht nutzen und Ihre Pkw-Versicherung auch zu Zeitpunkten außerhalb der gängigen Kündigungstermine beenden.

  • Wenn der Versicherer die Beiträge erhöht:
    Ihre Beiträge steigen, aber die Versicherungsleistungen bleiben gleich? Dann dürfen Sie die Versicherung beenden, sobald die Beitragserhöhung greift. Die Kündigung muss innerhalb eines Monats nach Erhalt der Benachrichtigung bei Ihrem Versicherer eingehen.
  • Wenn Sie ein gebrauchtes Auto kaufen oder weitergeben:
    Als neuer Halter dürfen Sie den laufenden Vertrag innerhalb eines Monats beenden, auch bei einem Halterwechsel innerhalb der Familie.
  • Wenn der Versicherungsnehmer wechselt:
    Wenn das Auto in Zukunft auf den Ehepartner oder eines der Kinder versichert ist, Halter und Versicherungsunternehmen aber dieselben bleiben, spricht man von Versicherungsnehmerwechsel. Auch ohne Halterwechsel haben Sie in diesem Fall das Recht, außerordentlich zu kündigen.
  • Wenn Sie einen Schaden gemeldet haben:
    Nach einem Unfall haben Sie nach der Schadenabwicklung einen Monat Zeit zu entscheiden, ob Sie den Vertrag sofort oder zu einem späteren Zeitpunkt beenden. Spätester Termin ist das Ende des Versicherungsjahres.

In diesem Fall haben Sie kein Recht auf Sonderkündigung

  • Wenn Sie umziehen:
    Wenn Sie in eine neue Stadt oder in ein anderes Bundesland um­ziehen, in der bzw. in dem das Unfallrisiko deutlich höher oder niedriger ausfällt, wird der Versicherungs­beitrag angepasst: Ihre Regional­klasse verbessert oder verschlechtert sich. In diesem Fall haben Sie kein Recht auf Sonderkündigung.
Gut zu wissen: Kündigung durch Versicherer
Illustration Info: Gut zu wissen

Versicherer sind dazu berechtigt, Verträge mit mangelnder Rentabilität aufzukündigen – entweder in Form einer ordentlichen Kündigung zum Ablauf des Versicherungsjahres oder als außer­ordentliche Kündigung im Falle eines Schadens. 

Ein Neuantrag bei einem anderen Versicherer kann schwierig werden, da Sie bei Antragsstellung angeben müssen, wer den Vertrag gekündigt hat. Das kann den neuen Versicherer dazu bewegen, Ihren Antrag abzulehnen.

Eine Möglichkeit den alten Vertrag zu retten, kann die Vertragssanierung sein. Zum Beispiel, indem Sie mit Ihrem Versicherer eine Selbstbeteiligung vereinbaren oder eine bereits bestehende erhöhen.

Illustration Info: Gut zu wissen
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Haftpflicht, Teilkasko oder Vollkasko

Die Kfz-Haftpflichtversicherung ist der Basisschutz des Autofahrers und gesetzlich vor­ge­schrie­ben. Sie kommt für Schäden anderer auf, die Sie bei einem Autounfall verursacht haben. Schäden am eigenen Pkw sind nicht abgedeckt. Diese übernimmt eine freiwillige Kasko­versicherung.

Die Teilkasko versichert Autodiebstahl, Zusammenstöße mit Tieren, Folge­schäden durch Unwetter, Über­schwem­mungen, Erdrutsche oder Lawinen, durch Brand, Explosion, durch Steinschlag, Hagel oder einen Kurz­schluss. Auch bei grob fahrlässigem Handeln zahlt die Teilkasko.

Eine Vollkasko übernimmt darüber hinaus noch Reparaturkosten durch Vandalismus, etwa absichtlich zugefügte Lackkratzer. Außerdem kommt die Vollkasko für Schäden an Ihrem eigenen Fahrzeug auf, die Sie bei einem Unfall selbst verschuldet haben.

Wann brauche ich mehr als eine Kfz-Haftpflicht?

Wenn Sie in einer ländlichen Gegend wohnen, kann sich ein Wechsel in die Teilkasko­ver­sicherung lohnen. Denn sie deckt das Risiko eines Wildunfalls ab, das auf dem Land höher ist als in der Stadt.

Auch wenn Sie sich gegen einen Autodiebstahl oder Hagelschaden absichern möchten, ist ein Kaskoschutz sinnvoll. Versicherungs­experten empfehlen für Neuwagen bis fünf Jahre eine Voll­kasko, danach die Absicherung mit einer Teilkasko.

Bei einem selbst verursachten Total­schaden schützt Sie nur eine Vollkasko­versicherung. Kaufen Sie sich einen Neuwagen, ist ein Wechsel zur Vollkasko daher also sinnvoll.

Und wann kann ich auf Kaskoschutz verzichten?

Ist ihr Auto weniger als 4.000 Euro wert, reicht vielen Autobesitzern die Kfz-Haftpflicht. Dahinter steckt die Überlegung: Ist die Absicherung im Verhältnis zu möglichen Reparaturen oder zum Verlust nach einem Diebstahl zu teuer, lohnt sich der zusätzliche Schutz nicht.

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Leistungsvergleich
Um den richtigen Tarif für sich und Ihr Auto zu finden, achten Sie beim Ver­sicherungs­vergleich am besten auf bestimmte Kriterien. Entscheidend sind neben der Beitragshöhe zum Beispiel auch der hohe Leistungs­umfang der jeweiligen Versicherung, die Ver­siche­rungs­summe – also bis zu welcher Höhe Schäden abgedeckt sind – und das Serviceangebot.
Junge Frau schaut aus Auto auf Landstraße in einer Waldgegend

Vergleichen Sie die Deckungssummen

Verursacht der Fahrer einen Unfall, kommt die Kfz-Haftpflichtversicherung für Schäden beim Unfallgegner auf – für Beulen im Blech, für die Behandlung verletzter Insassen oder ge­schädig­ter Fußgänger oder Radfahrer. Der Höchstbetrag, den eine Versicherung zahlt, ist die Deckungssumme. Gesetzlich vorgeschrieben sind in Europa 7,5 Millionen Euro bei Personen­schäden, 1,22 Millionen bei Sachschäden und 50.000 Euro bei Vermögensschäden als Mindestsummen.

Prüfen Sie die Leistungen

Nicht allein die Höhe der Beiträge ist entscheidend. Um den passenden Tarif zu finden, ist es ratsam, das Angebot der Versicherungen zu vergleichen. Am besten überlegen Sie sich, welche der folgenden Leistungen Sie benötigen. Prüfen Sie dabei auch, ob diese inklusive oder als Zusatz­bausteine wählbar sind:

  • Sondertarife für Fahranfänger oder Teilnehmer des Begleiteten Fahrens (BF17): Falls Sie selbst Fahranfänger sind oder Ihre Kinder Ihr Auto mitnutzen bzw. dies in Zukunft tun werden, ist dies eine wichtige Leistung.
  • Eine Notruf-App: Sind Sie oft mit dem Auto unterwegs, noch dazu auf wenig befahrenen Straßen? Dann interessiert Sie vielleicht dieses Programm für Ihr Smartphone. Die Notruf-App schickt automatisch einen Notruf an die Notrufzentrale, wenn Sie einen Unfall haben und nicht telefonieren können.
  • Werkstattbindung: Wenn Sie einen Schaden bei einer Partner­werkstatt der Versicherung reparieren lassen, sparen Sie bares Geld.
  • Schutzbrief: Diese preisgünstige Alternative zu einer Mitgliedschaft in einem Automobilclub sichert Sie und Ihre Familie zu Hause und im europäischen Ausland ab: Von der Pannenhilfe bis zum Kranken­rück­transport bekommen Sie in Notlagen mit Ihrem Auto Hilfe.
  • Mallorca-Police: Diese Zusatzleistung ist sinnvoll, wenn Sie häufig im Ausland mit dem Mietwagen unterwegs sind. Denn sie hebt die Versicherungssumme des Kfz-Haftpflicht-Schutzes für das gemietete Autos auf deutsches Niveau an.

Finden Sie den besten Service

Wie schnell reagiert eine Versicherung, wenn Sie einen Unfall hatten? Ist die Schaden­regulierung unkompliziert? Ihre Autoversicherung sollte Ihnen den bestmöglichen Service bieten.

Dazu gehören die umfangreiche Beratung schon vor Vertragsabschluss, eine übersichtliche Homepage und eine Kundenhotline, bei der Berater rund um die Uhr für Sie erreichbar sind und Ihnen Fragen und Themen rund um Ihren Tarif genau erklären: Achten Sie beim Vergleich also nicht nur auf das günstige Angebot, sondern auch darauf, wie kundenfreundlich der Versicherer auftritt.

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Wichtige Tipps

Haben Sie sich für einen Wechsel Ihrer Autoversicherung entschieden, kündigen Sie möglichst erst, wenn Sie den neuen Vertrag unterschrieben haben. Schicken Sie Ihre Kündigung idealer­weise als Einschreiben los und halten Sie für den neuen Anbieter alle erforderlichen Unterlagen griffbereit.

Erst neuen Vertrag abschließen, dann den alten kündigen

Ein Versicherungsunternehmen darf den Kfz-Schutz ablehnen, etwa wenn der Antragsteller hoch verschuldet ist. Warten Sie daher zunächst die Bestätigung für die neue Versicherung ab, bevor Sie Ihren alten Tarif kündigen. Erst dann reichen Sie die Kündigung bei Ihrem bisherigen Versicherer ein.

Ihr Kündigungsschreiben enthält Vertragsnummer, Kfz-Kennzeichen, Anschrift sowie Datum und Termin, ab dem die Kündigung greifen soll. Schicken Sie dies unterschrieben und idealerweise per Einschreiben an den bisherigen Versicherungsgeber. Um auf der sicheren Seite zu sein, fordern Sie eine Kündigungs­bestätigung ein. Je nach Versicherer und Tarif ist übrigens auch eine Kündigung per Fax oder E-Mail möglich.

Laden Sie kostenlos hier das Muster-Kündigungsschreiben der Allianz als PDF herunter.

Diese Unterlagen benötigen Sie für den Wechsel

Damit Ihr neuer Versicherer Ihre Prämie berechnen kann, braucht er einige Angaben von Ihnen. Folgende Unterlagen halten Sie bereit, um ein Angebot inklusive Beitragsrechnung eines Anbieters einzuholen:

  • Führerschein: Daraus geht hervor, wie lange Sie bereits Auto fahren.
  • Fahrzeugschein (Zulassungsbescheinigung Teil I): Darin findet der Versicherer Angaben zu Hersteller und Fahrzeugmodell. So kann er Sie in die richtige Typklasse einstufen.
  • Die letzte Beitragsabrechnung Ihres alten Versicherers: Darauf steht Ihre Schaden­freiheits­klasse.

Haben Sie sich für einen Anbieter entschieden, brauchen Sie zusätzlich diese Unterlagen, um den Versicherungsantrag zu stellen:

  • Kilometerstand: Braucht die Versicherung, um die jährliche Fahrleistung zu kontrollieren, die den Tarif mitbeeinflusst.
  • Ihre Bankverbindung zur Abbuchung künftiger Beiträge: Diese ist allerdings nicht zwingend notwendig, in der Regel ist die Zahlung auch per Rechnung möglich.
  • Vertragsnummer der bisherigen Kfz-Versicherung: Diese ist zur Abfrage des Schaden­frei­heits­rabatts notwendig.

Tipp: Je zügiger Sie die erforderlichen Dokumente bei Ihrer neuen Kfz-Versicherung einreichen, desto schneller klappt der Wechsel. Haben Sie alle Unterlagen parat und wickeln die Antrags­stellung online ab, gilt der Versicherungs­schutz meist innerhalb von 24 Stunden nach Abschluss des neuen Vertrags.

Illustration Info: Gut zu wissen
Gut zu wissen: Schadenfreiheitsrabatt
Illustration Info: Gut zu wissen

Nein, eine Rückstufung haben Sie nicht zu befürchten. Wenn Sie die Kfz-Versicherung wechseln, können Sie Ihre SF-Klasse übernehmen. Das heißt: Der neue Anbieter stuft Sie in dieselbe Schadenfreiheitsklasse ein, die Sie bei Ihrem bisherigen Versicherer hatten.

Für den Schadenfreiheitsrabatt gilt dies nicht zwangsläufig: Die Höhe des Rabatts, den Ihnen die Autoversicherung je nach SF-Klasse einräumt, unterscheidet sich von Anbieter zu Anbieter. Gewährte der bisherige Versicherer Ihnen in SF-Klasse 10 zum Beispiel eine Vergünstigung von 45 Prozent, können es bei Ihrer neuen Versicherung nur 40 Prozent sein. Achten Sie daher darauf, welche Rabattstaffel der Anbieter Ihrer Wahl ansetzt – und ob Sie entsprechend höhere oder günstigere Beträge zahlen als bei Ihrer bisherigen Kfz-Versicherung.

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Häufige Fragen
  • Was kostet der Versicherungswechsel?

    Für den Wechsel Ihrer Pkw-Versicherung fallen keine zusätzlichen Kosten an. Die Kündigung des alten Vertrags und der Abschluss einer neuen Autoversicherung sind kostenlos. Mit einem passenden Versicherungstarif können Sie durch den Versicherungswechsel Kosten einsparen, wenn Sie etwa bei einem mehrere Jahre alten Pkw vom Voll- in den Teilkaskoschutz wechseln.
  • Bekomme ich beim Kfz-Versicherungswechsel eine neue eVB-Nummer?

    Ja, Sie erhalten innerhalb von 24 Stunden nach Vertragsabschluss eine neue elektronische Versicherungsbestätigung. Die eVB-Nummer leitet Ihre Kfz-Versicherung automatisch an die Zulassungsbehörde weiter. Sie benötigen den Versicherungsnachweis zum Beispiel, wenn Sie bei der Kfz-Zulassungsstelle ein neues Auto anmelden.

    Übrigens: Aus Sicherheitsgründen ist die Gültigkeit der elektronischen Versicherungsbestätigung auf sechs Monate begrenzt. Alte, ungültige eVBs werden automatisch gelöscht und durch neue Nummern ersetzt.

  • Muss ich den Versicherungswechsel der Zulassungsstelle melden?

    Wenn Sie die Kfz-Versicherung wechseln, ist dies ohne Abmelden bei der Kfz-Zulassungsstelle möglich. Denn: Ihr bisheriger Versicherer informiert die Behörde über die Kündigung der alten Versicherung.

    Anders ist dies mit der neuen Versicherung: Viele Versicherungsgesellschaften (wie auch Ihre Allianz) informieren die Zulassungsstelle für Sie. Prüfen Sie das vorab. Ansonsten schicken Sie der Behörde als Nachweis Ihre eVB-Nummer. Die elektronische Versicherungsbestätigung erhalten Sie von Ihrem Versicherer.

  • Kann ich die Kfz-Versicherung trotz Schulden oder Arbeitslosigkeit wechseln?

    Grundsätzlich steht einem Versicherungswechsel auch dann nichts im Wege, wenn Sie einen Kredit abbezahlen oder arbeitslos sind. Die Kfz-Versicherung wechseln können Sie trotz Schufa-Eintrag – vorausgesetzt die Beitragszahlungen sind dennoch fristgerecht möglich. Bei Arbeitslosigkeit kann es sinnvoll sein, Ihren bestehenden Kaskoschutz vorüber­gehend auf eine Kfz-Haftpflicht umzustellen.
  • Ich nutze das versicherte Auto auch für gewerbliche Zwecke. Was muss ich bei einem Wechsel beachten?

    Wenn Sie Ihr Auto bislang privat genutzt haben, künftig aber beruflich damit fahren wollen, handelt es sich um eine Änderung der Verwendungsart. Diese müssen Sie dem Versicherer melden, da sich so in der Regel der Beitrag für die Versicherungspolice ändert. Bei einer Beitragserhöhung um mehr als zehn Prozent haben Sie das Recht, den Vertrag innerhalb eines Monats nach Erhalt der Preisänderung zu kündigen.
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