Kurz erklärt in 30 Sekunden
  • Der Erstwagen ist das erste eigene Auto, das ein Fahranfänger kauft, versichert und anmeldet.
  • Als Erstwagen-Versicherung ist eine Kfz-Haftpflicht gesetzlich vor­ge­schrieben. Eine Vollkasko lohnt sich für Neu­fahrzeuge, eine Teilkasko ist für junge Gebraucht­wagen sinnvoll.
  • Bei der Finanzierung ihres ersten Autos sollten Ein­steiger nicht nur Kauf­preis und Ver­sicherungs­beiträge ein­kalkulieren. Sondern auch laufende Unter­halts­kosten, zum Bei­spiel für Sprit, TÜV und Re­para­turen.
  • Gute Erstwagen für Fahr­anfänger sind junge Gebraucht­fahr­zeuge. Sie bringen moderne Sicher­heits- und Assistenz­systeme mit, die Fahr­fehler ausgleichen. Plus: Sie sind günstig in Anschaffung und Unter­halt.
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Was beachten?
Wer den Führerschein bestanden hat, möchte meist schnellstmöglich sein erstes Auto anmelden. Diese Erstwagen-Tipps erleichtern Fahranfängern den Start:
 

Wenn Sie sich Ihr erstes Auto kaufen, ist nicht nur das nötige finanzielle Polster wichtig. Mit dem Erst­wagen kommen auch einige Formali­täten und Ver­pflichtungen auf Sie zu. Diese Infos und Tipps für den Erst­wagen sollten Fahr­anfänger auf dem Schirm haben:

  • Fahrzeugwahl: Fahreinsteiger können sich einen Neu- oder Gebraucht­wagen anschaffen – vom Auto­händler oder von privat. Teils kaufen auch Familien­mitglieder (z.B. die Eltern) das erste Auto für den Führer­schein­neuling oder überlassen ihm dauer­haft ihren eigenen Pkw. Wichtig: Bei gebrauchten Kfz immer eine Probe­fahrt machen. Nur so lässt sich prüfen, ob Zustand und Aus­stattung den eigenen Vor­stellungen und Ver­sprechungen des Ver­käufers entsprechen.
  • Finanzierung: Viele junge Fahrer können ihren Erst­wagen nicht mit eigenen Erspar­nissen finanzieren. Dann gibt es die Möglich­keit, einen Auto­kredit bei der Bank oder einen Privat­kredit (z.B. bei Verwandten) auf­zu­nehmen. Oder ein Fahr­zeug gegen eine monatliche Gebühr zu leasen.
  • Nebenkosten für Erstwagen: Neben dem Anschaffungs­preis sollten Ein­steiger auch die Unterhalts­kosten des Erst­wagens durchrechnen. Laufende Kosten verursachen unter anderem Kraft­stoff, Wartung und Reparaturen.
  • Erstwagen-Versicherung: Erstes Auto gekauft, was nun? Zunächst braucht das Fahr­zeug eine Kfz-Ver­sicherung – ohne darf es nicht auf die Straße. Fahr­anfänger schließen für ihren Erst­wagen entweder selbst eine Auto­versicherung ab. Oder sie lassen das Fahr­zeug als Zweitwagen versichern, beispiels­weise über Mutter oder Vater.
  • Kfz-Zulassung: Vor der ersten Fahrt müssen Ein­steiger ihr erstes Auto anmelden. Die Zulassung ist online oder bei der Kfz-Behörde möglich.
  • Kfz-Steuer: Wer seinen Erstwagen anmeldet, zahlt dafür jedes Jahr Kraft­fahr­zeug­steuern. Wie hoch die Abgabe ausfällt, hängt unter anderem von Hub­raum­größe und CO2-Aus­stoß des Fahrzeugs ab.
  • Hauptuntersuchung (HU): Ein regelmäßiger technischer Check ist für Erst­wagen Pflicht. Bei Pkw steht die erste HU (umgangs­sprachlich: TÜV) drei Jahre nach Erst­zulassung an, danach alle zwei Jahre.
Die meisten Kfz-Versicherer stufen junge Fahrer unter 25 Jahren als Fahranfänger ein. Hintergrund: Führer­schein­absolventen zwischen 18 und 24 Jahren haben statistisch gesehen das höchste Unfall­risiko. Deshalb zahlen sie für eine Fahranfänger-Versicherung
meist den höchsten Beitrags­satz – quasi als Risikozuschlag.
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Kfz-Haftpflicht & Kasko
Eine Kfz-Haftpflicht ist als Kfz-Ver­si­che­rung für Erst­wagen gesetzlich vor­geschrieben. Vollkasko oder Teilkasko sind frei­willig. Welche Erst­versicherung für Ihr Kfz sinnvoll ist, hängt unter anderem davon ab, ob Sie einen Neu- oder Gebraucht­wagen fahren.

Bei der Wahl Ihrer Erstwagen-Ver­si­che­rung sollten Sie diese Punkte im Hinter­kopf behalten:

  • Kfz-Haftpflichtversicherung: Diese Pflicht­versicherung braucht jedes Fahr­zeug, das am öffentlichen Straßen­verkehr teilnimmt. Für Ihr erstes Auto schließen Sie deshalb immer eine Kfz-Haft­pflicht ab.
  • Kaskoversicherung: Für Neufahr­zeuge lohnt sich eine Vollkasko. Für Gebraucht­wagen ab etwa fünf Jahren reicht meist eine Teilkasko aus. Auf Kasko­schutz sollten vor allem Fahranfänger nicht verzichten – es sei denn, sie fahren ein sehr altes Auto.
  • Zusatzbausteine: Sie können Ihren Schutz mit ver­schiedenen Zusatz­versicherungen individuell ergänzen. Für Viel­fahrer ist zum Beispiel ein Kfz-Schutzbrief sinnvoll. Er macht sie bei einer Panne schnell wieder mobil. Eine Telematik-Versicherung lohnt sich für junge Fahrer, die mit einer sicheren Fahr­weise Beiträge sparen möchten.
  • Versicherungsnehmer: Um bei der Erstwagen-Versicherung Kosten zu sparen, können Fahr­ein­steiger ihr Auto bei den Eltern oder ihrem Lebens­partner als Zweit­fahr­zeug mitversichern. Wer eine eigene Erst­wagen-Ver­sicherung abschließt, zahlt normalerweise höhere Beiträge.

Sie müssen sich darüber bewusst sein, dass mehrere Faktoren die Kosten der Ver­si­che­rung für den Erst­wagen be­ein­flussen. Bei der Kfz-Versicherung-Einstufung bewerten Ver­sicherer Ihr Schadens- und Unfall­risiko anhand von bis zu 50 unter­schiedlichen Kriterien. Wie hoch Ihr Ver­sicherungs­beitrag ausfällt, hängt unter anderem ab von:

  • Typklasse: Ist Ihr Auto­modell statistisch gesehen seltener an Unfällen beteiligt, sind die Erst­wagen-Ver­sicherung-Kosten meist niedriger.
  • Regionalklasse: Melden Sie Ihren Erstwagen in einem Zulassungs­bezirk an, in dem Schäden und Unfälle selten passieren, ist die Kfz-Ver­sicherung für den Erst­wagen günstiger.
  • Schadenfreiheitsklasse: Je länger Sie schaden­frei unterwegs sind, umso höher fällt der Schaden­frei­heits­rabatt aus. Das ist der Nach­lass, den Ihnen der Versicherer auf Ihre Prämie gewährt.
  • Teilkasko- oder Vollkasko-Selbstbeteiligung: Beteiligen Sie sich bei einem Kasko­schaden an den Kosten, zahlen Sie niedrigere Beiträge.
  • Fahrerkreis: Nutzen nur Sie selbst bzw. nur Sie und Ihr Partner den Erst­wagen, ist der Ver­sicherungs­beitrag meist am günstigsten.
  • Fahrleistung: Je mehr Kilometer Sie jähr­lich mit dem Erst­wagen zurück­legen, desto höher ist Ihr Unfall­risiko – und deshalb auch Ihre Prämie.
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Gut zu wissen: Spartipps

Mit diesen Spartipps fällt der Versicherungs­beitrag für Ihr erstes Auto günstiger aus:

  • Fahrzeug als Zweitauto über Partner oder Eltern mit­versichern
  • Durch begleitetes Fahren ab 17 früher Fahr­praxis sammeln
  • Automodell mit günstiger Typ- und Regional­klasse wählen
  • Erstwagen mit wenig PS bzw. geringer Hub­raum­größe anschaffen
  • Selbstbeteiligung bei Kasko­ver­sicherung vereinbaren
  • Fahrerkreis beschränken auf Versicherungs­nehmer (und Ehe-/­Lebens­partner)
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Rundum abgesichert

Bei der Allianz Autoversicherung können Sie für Ihr erstes Fahr­zeug verschiedene Ver­sicherungs­pakete und Zusatz­bau­steine wählen. Grund­sätzlich haben Sie zwei Möglich­keiten, um Ihren Erst­wagen zu versichern:

  1. Sie schließen die Erstwagen-Versicherung (Neuwagen-Versicherung oder Gebrauchtwagen-Versicherung) selbst ab.
  2. Sie lassen Ihren Erstwagen als Zweit­fahr­zeug versichern, zum Beispiel über die Allianz Autoversicherung Ihrer Eltern.

Um Ihre Erstwagen-Versicherung pass­genau zusammen­zustellen, haben Sie bei der Allianz verschiedene Optionen:

Die passende Versicherung
Optimal abgesichert mit der Allianz Kfz-Versicherung
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Geeignete Modelle
Das erste Auto für Fahranfänger sollte günstig sein – bei der An­schaffung und im Unter­halt. Ebenfalls wichtig ist eine moderne Sicher­heits­aus­stattung, die kleine Fahr­fehler ausgleicht. Diese Kriterien erfüllen vor allem junge Gebraucht­wagen.
 

Ob Fahranfänger sich für einen Gebraucht­wagen oder ein fabrik­neues Auto ent­scheiden, hängt von ihrem Budget und den persön­lichen Vorlieben ab. Genauso wie die Wahl der Antriebs­art, Motori­sierung und Aus­stattung. Als Einsteiger­fahr­zeuge geeignet sind aber vor allem Modelle, die folgende Kriterien erfüllen:

  • kompakte Größe
  • geringe Motorisierung (z.B. 70 PS)
  • niedrige Anschaffungs- und Unter­halts­kosten
  • moderne Fahr­sicher­heits­systeme (z.B. elektro­nisches Stabilitäts­programm, Anti­blockier­system)

Laut ADAC eignen sich unter anderem diese Gebrauchtwagen-Modelle besonders gut für Führerscheinneulinge (Stand: Juli 2020):

  • Honda Jazz
  • Kia Picanto
  • Mitsubishi Space Star
  • Opel Astra
  • Peugeot 108
  • Suzuki Swift
  • Toyota Auris, Aygo und Yaris
  • VW Golf

Hintergrundinfo zum Auswahlverfahren: Der ADAC suchte unter Hunderten verschiedenen Gebrauchtfahrzeugen diejenigen Modelle aus, die unter anderem folgenden Kriterien entsprachen:

  • Baujahr: ab 2000
  • Kaufpreis: bis 5.000 Euro
  • Typklasse Kfz-Haftpflicht: maximal 19
  • Laufleistung: unter 150.000 Kilometer
  • Front-, Seiten- und Kopfairbags
  • zuverlässige Technik

Quelle:  Webseite des ADAC  ("Die besten Autos für Fahranfänger", Stand: 14.07.2020)

Für einen jungen Gebrauchten sollten Fahreinsteiger einen Kaufpreis von rund 5.000 Euro einkalkulieren. Hinzu kommen die laufenden Unterhaltskosten für den Erstwagen. Je nach Fahrzeugart und -nutzung fallen ab 300 Euro im Monat für Sprit, Instandhaltung, Kfz-Versicherung und weitere Nebenkosten an.
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Schadensmeldung

Nach einem Autounfall hat Ihr Erstwagen einen Blech­schaden? Oder Ihnen ist ein Reh vors Fahr­zeug gelaufen? Einen Schadens­fall melden Sie schnellst­möglich Ihrer Kfz-Versicherung – entweder tele­fonisch oder online. Dabei machen Sie unter anderem Angaben zu Ort und Zeit­punkt des Schadens, Schaden­hergang und Namen des Schaden­ver­ursachers und Geschädigten.

Bei einem schweren Unfall oder ungeklärter Schuld­frage ist meist ein Schadens­gutachten erforderlich, das Ihr Auto­versicherer für Sie in Auftrag gibt. Nachdem ein Experte den Schaden an Ihrem Erst­wagen be­gut­achtet hat, leitet Ihre Kfz-Ver­sicherung die Regulierung in die Wege.

Sie haben einen Schaden an Ihrem Auto, beispielsweise durch Hagel oder Wildunfall? Oder beschädigten ein anderes Fahr­zeug? Ein Schaden­fall ist nie angenehm. Wir helfen Ihnen gerne weiter – und tun alles, um die Abwicklung für Sie so simpel wie möglich zu machen.

Melden Sie Ihren Unfall ganz schnell und einfach über unser Allianz Online-Tool. Alternativ erreichen Sie uns auch telefonisch unter der Allianz Schadenhotline 0800 11223344 (aus dem Ausland 00800 11223344).

Illustration: Fünf Sterne
Illustration: Fünf Sterne
Unsere Kunden sind mit unserer Bearbeitung im Schadenfall sehr zufrieden: Bei unserer Befragung geben sie uns 4,6 von 5 Sternen.

Quelle: Allianz Kundenbefragung, 5.863 Kundenbewertungen seit Juli 2020, Stand: 07/2021

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Gut zu wissen: Definition

Ein Erstwagen ist das erste eigene Auto eines Fahr­anfängers. Um Fahr­praxis zu sammeln, wählen viele Einsteiger ein rund sechs bis sieben Jahre altes Gebraucht­fahrzeug. Der erste Wagen kann aber auch ein Neu­fahr­zeug sein.

Führerscheinneulinge schließen für ihren Pkw entweder selbst eine Erst­wagen-Versicherung ab. Oder sie lassen ihr Auto als Zweit­fahr­zeug versichern – zum Beispiel über die Auto­versicherung ihrer Eltern.

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Häufige Fragen
  • Was ist günstiger: Erstwagen oder Zweitwagen?

    Ob ein Erstwagen oder Zweitauto günstiger ist, kommt auf die Fahrzeuge an. Je nach Modell sind große Preis­unter­schiede möglich. Das Erst­fahrzeug kann zum Beispiel ein gebrauchter Klein­wagen sein, das Zweit­fahrzeug ein neues Ober­klasse­modell – oder umgekehrt.

    Bei der Kfz-Versicherung ist das zweite Fahrzeug dagegen meist günstiger. Denn wer mit seinem Erst­wagen mehrere Jahre schadenfrei fährt, erhält bei der Zweit­wagen­versicherung oft Rabatt. Voraus­gesetzt, er versichert den Pkw beim selben Anbieter.

  • Wie viele PS sind beim Erstwagen sinnvoll?

    Experten empfehlen Fahranfängern einen Erstwagen mit geringer Motorleistung. Zum Beispiel einen Kleinwagen mit rund 65 bis 70 PS. Hintergrund: PS-starke Autos verleiten viele Einsteiger zum Rasen – und dazu, ihre Fähigkeiten am Steuer zu überschätzen.
  • Wie viel kostet ein Erstwagen?

    Gebrauchte Einsteigerautos kosten rund 5.000 Euro. Neufahrzeuge für Fahranfänger sind in der Kompaktklasse teils für unter 10.000 Euro erhältlich.
  • Erstwagen leasen oder kaufen?

    Ob sich Autokauf oder -leasing für Fahranfänger lohnt, lässt sich nicht pauschal beantworten. Beide Varianten haben Vor- und Nachteile. Wer seinen Erstwagen least, erhält in der Regel ein Neufahrzeug mit top­moderner Sicher­heits­aus­stattung. Außerdem ist die Kfz-Versicherung oft in der Leasingrate enthalten. Wer ein eigenes Neu- oder Gebraucht­fahrzeug finanziert, ist dagegen nicht an Nutzungs­ein­schränkungen (z.B. Kilo­meter­grenzen) gebunden, die in vielen Leasing­verträgen vorgesehen sind.
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Service und Kontakt
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