Kennzeichen, Versicherung & Unterlagen

Kfz-Zulassung: Auto anmelden leicht gemacht

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Kurz erklärt in 30 Sekunden
Auto richtig an-, um- und abmelden
  • Kfz-Zulassung ist erforderlich, um ein Kraftfahrzeug im öffentlichen Straßenverkehr bewegen zu dürfen. Wer ein neues oder gebrauchtes Fahrzeug erwirbt, muss es bei der Kfz-Zulassungsstelle anmelden.
  • Der Besuch der Zulassungsbehörde für Kraftfahrzeuge stellt in der Regel keinen großen Aufwand dar.
  • Immer dabeihaben sollten Sie Personalausweis, Fahrzeugschein und Fahrzeugbrief. Bei besonderen Zulassungsformen können zusätzliche Unterlagen notwendig sein, um ein Kfz anzumelden.
  • Eine Kfz-Versicherung ist Voraussetzung für die Zulassung von Fahrzeugen. Diese müssen Sie bereits vor Behördengang fürs Fahrzeug abschließen.
Gut zu wissen
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Sie können nicht persönlich zur Zulassungsstelle kommen? Beauftragen Sie jemand anderen mit Zulassung Ihres Autos. Dafür ist eine Vollmacht erforderlich. Einen Vordruck gibt es auf Internetseiten der örtlichen Kfz-Zulassungsstellen kostenlos zum Herunterladen. 

Ihr Helfer benötigt neben unterschriebener Zulassungsvollmacht Ihren Personalausweis oder Reisepass (mit Meldebescheinigung) – in Original oder Kopie. Darüber hinaus muss sich der Bevollmächtigte mit eigenem Personalausweis oder Reisepass (mit Meldebescheinigung) ausweisen.

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Allianz - Kfz-Zulassung Unterlagen: Nahaufnahme von Kfz-Kennzeichen, Autoschlüssel, grüner Umweltplakette und Fahrzeugpapieren
Zulassungsstelle & Wunschkennzeichen
Allianz - Kfz-Zulassung Unterlagen: Nahaufnahme von Kfz-Kennzeichen, Autoschlüssel, grüner Umweltplakette und Fahrzeugpapieren

Ob Neu- oder Gebrauchtwagen, nach jedem Fahrzeugkauf ist ein Besuch bei der Zulassungsstelle notwendig, um Ihr neues Auto auf Ihren Namen anzumelden.

Die richtige Anlaufstelle für Kfz-Zulassung

Nach § 46 Abs. 2 Fahrzeug-Zulassungsverordnung (FZV) ist für Privatpersonen die örtliche Kfz-Zulassungsbehörde am Hauptwohnsitz zuständig. Selbst wenn Sie einen Zweitwohnsitz besitzen, an dem die Regionalklasse und somit die Kfz-Versicherung günstiger wären. Die Kfz-Zulassung ist in keiner anderen Stadt als Ihrem Wohnort möglich.

Neben Anmeldung von Neu- oder Gebrauchtfahrzeugen ist eine Kfz-Zulassung auch in folgenden Fällen erforderlich:

  • Wenn Sie Wiederzulassung eines stillgelegten Fahrzeugs beantragen
  • Wenn Sie Umbauten am Kfz in die Fahrzeugpapiere eintragen lassen

Für diese Dienstleistungen sind Zulassungsstellen der Verkehrsämter in Deutschland die richtige Anlaufstelle.

Kfz-Zulassung mit Wunschkennzeichen

Bei Kfz-Zulassung teilt die Zulassungsbehörde jedem Fahrzeug ein Kfz-Kennzeichen zu. Viele Fahrzeughalter möchten ihre Initialen, ein bestimmtes Namenskürzel oder eine Wunschkombination aus Zahlen und Buchstaben auf ihrem Kennzeichen haben.

Daher fragen die meisten Sachbearbeiter routinemäßig nach konkreten Kennzeichenwünschen. In der Regel können Sie aus mehreren Unterscheidungskürzeln frei wählen. Ist das Wunschkennzeichen verfügbar, wird es eingetragen. Das Bürgeramt erhebt dafür eine einmalige Sondergebühr von etwas mehr als zehn Euro (variiert je nach Zulassungsstelle).

Darüber hinaus besteht bei den meisten Behörden die Möglichkeit, schon vor Zulassung online Ihr Wunschkennzeichen auszuwählen und zu reservieren – wenn es noch frei ist. Für diese Dienstleistung fällt ebenfalls eine kleine Bearbeitungsgebühr an.

Kfz-Kennzeichen abholen und losfahren

Nach Zuteilung und Eintragung des Kennzeichens bei der Kfz-Zulassungsstelle müssen Sie nur noch Schilder herstellen lassen. Das erledigen in aller Regel Schildermacher in unmittelbarer Nachbarschaft der Behörde. Sobald Sie fertige Nummernschilder in den Händen halten, geht's zurück zum Sachbearbeiter. Der bringt die erforderlichen Plaketten darauf an. Danach fertige Kennzeichen selbst am Fahrzeug montieren – schon kann es losgehen.

Tipp: Wer sein Wunschkennzeichen vorab online bei der Zulassungsstelle reserviert hat, muss nicht zwingend zu meist teureren Schildermachern vor Ort gehen. Eine Alternative ist, Kennzeichen bei einem günstigeren Online-Anbieter zu bestellen und sich Schilder zuschicken zu lassen.

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Checkliste

Vermeiden Sie bei Erstzulassung Ihres gebrauchten Pkw beziehungsweise Wiederzulassung eines außer Betrieb gesetzten Autos  Probleme oder Verzögerungen. Bringen Sie folgende Dokumente vollständig zur Kfz-Zulassungsbehörde mit: 

  • Personalausweis oder Reisepass mit Meldebescheinigung
  • Elektronische Versicherungsbestätigung als Nachweis der Kfz-Haftpflicht: Viele Versicherungen haben eine spezielle Hotline. Darüber erfragen Sie Ihre siebenstellige eVB-Nummer telefonisch.
  • Zulassungsbescheinigung Teil II (Fahrzeugbrief)
  • Zulassungsbescheinigung Teil I (Fahrzeugschein)
  • Nachweis der letzten Hauptuntersuchung (HU-Bericht)
  • Kennzeichenschilder (nur wenn Fahrzeug davor in anderem Zulassungskreis zugelassen war)
  • Vollmacht (bei Fremdantrag durch Bevollmächtigten)
  • SEPA-Mandat (Einzugsermächtigung) zum Einzug der Kfz-Steuer
  • Handelsregisterauszug oder Gewerbeanmeldung bei Nutzung als Firmenfahrzeug

Besonderheiten bei Zulassung eines Neuwagens

Wollen Sie ein fabrikneues Auto zulassen, benötigen Sie neben oben genannten Unterlagen zusätzlich die EG-Übereinstimmungsbescheinigung, auch COC (Certificate of Conformity) genannt. Sie deklariert EU-Normen für Kraftfahrzeuge und EG-Typen-Zulassung. Das Dokument wird vom Hersteller ausgestellt und gibt technische Details und Merkmale des Kraftfahrzeugs an.

Zulassungsbescheinigung Teil I (Fahrzeugschein) erhalten Sie erst bei der Zulassungsstelle. HU-Bericht und Mitbringen der Kennzeichenschilder fallen bei Neuzulassung logischerweise weg.

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Kfz abmelden & ummelden
Allianz - Kfz-Zulassungsstelle: Nahaufnahme eines Mannes, der mit einem Schraubenzieher das hintere Nummernschild an einem roten Pkw abmontiert

 

 Ein Kfz abmelden kann in Deutschland jeder, der alle erforderlichen Unterlagen vorweist. Das Fahrzeug darf an jeder beliebigen Zulassungsstelle in Deutschland abgemeldet werden. Falls Sie Ihr altes Auto verschrotten lassen, müssen Sie den Verwertungsnachweis vom Demontagebetrieb bei Abmeldung vorlegen. Im Anschluss informiert die Zulassungsbehörde das Hauptzollamt und Ihre Kfz-Versicherung automatisch über Abmeldung des Pkw.

Wollen Sie das bisherige Kfz-Kennzeichen behalten, können Sie es als Wunschkennzeichen reservieren und später für Ihr neues Fahrzeug übernehmen. Zwischen Außerbetriebnahme und erneuter Vergabe muss eine Frist von mindestens einem Tag liegen. Der maximale Reservierungszeitraum variiert – abhängig vom Bundesland – zwischen einigen Wochen und mehreren Monaten.

Wie Wiederzulassung eines abgemeldeten Pkw funktioniert

Sie möchten einen stillgelegten Gebrauchtwagen erneut zulassen. Dies ist grundsätzlich möglich. Die Betriebserlaubnis eines Fahrzeuges erlischt erst nach sieben Jahren. Das heißt: Pausiert Ihr Wagen weniger als sieben Jahre, können Sie ihn unter Vorlage oben genannter Unterlagen bei Ihrer Zulassungsbehörde anmelden. Bei Wiederzulassung ist zu beachten, dass in der Zwischenzeit unter Umständen eine neue Haupt- und Abgasuntersuchung fällig war.

War das Fahrzeug länger als sieben Jahre stillgelegt, ist eine Wiederzulassung nicht möglich. Dann benötigen Sie gemäß § 21 Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) eine Vollabnahme durch eine Prüforganisation wie den TÜV. Obendrein brauchen Sie eine neue Betriebserlaubnis, um Ihr Auto wieder zulassen zu können. 

Umzug und Halterwechsel: Wie Sie ein Auto richtig ummelden 

Im Gegensatz zur Abmeldung erfolgt Ummeldung genauso wie Anmeldung eines Pkw ausschließlich durch den Fahrzeughalter – es sei denn, er lässt sich per Vollmacht durch einen Dritten bei der Zulassungsstelle vertreten.

Ein Auto umzumelden ist in genau zwei Fällen notwendig: Wenn Sie als Fahrzeughalter in einen anderen Zulassungsbezirk umziehen. Oder nach einem Halterwechsel. Zum Beispiel, wenn Sie ein gebrauchtes Fahrzeug gekauft, geerbt oder geschenkt bekommen haben und es auf Ihren Namen umschreiben lassen. Das Gleiche gilt, wenn der Halterwechsel innerhalb der Familie erfolgt und Sie beispielsweise das Auto Ihrer Eltern übernehmen.

Ein Fahrzeug kann jederzeit auf eine andere Person umgeschrieben werden. Eigentumsverhältnisse verändern sich dabei nicht. Letztere sind für die Kfz-Zulassung nicht relevant. Das heißt: Sie sind Eigentümer, aber das Auto ist auf Ihren Ehepartner oder eines Ihrer Kinder zugelassen. Dadurch werden diese zum Fahrzeughalter.

Ist Kennzeichenwechsel nach Umzug oder Halterwechsel zwingend erforderlich?

Sowohl nach Umzug in einen anderen Zulassungsbezirk als auch nach Gebrauchtwagenkauf oder Fahrzeugübernahme gehen Sie mit vollständigen Unterlagen zur zuständigen Zulassungsstelle an Ihrem Hauptwohnsitz. Dazu gehören Personalausweis, Zulassungsbescheinigung Teil I, HU-Bericht und eVB-Nummer der neuen Kfz-Versicherung, die Sie für den Wagen abgeschlossen haben.

Sind Sie lediglich umgezogen, dürfen Sie Ihre alten Kennzeichen behalten. Bis 2015 war ein Kennzeichenwechsel bei Umzug in eine andere Stadt Pflicht. Heute werden lediglich Fahrzeugpapiere den veränderten Umständen angepasst und unter anderem mit Ihrer aktuellen Wohnadresse versehen.

Das erspart Ihnen Bürokratie und Kosten von rund 40 bis 50 Euro. Ziehen Sie innerhalb eines Zulassungsbezirks um, ist der Gang zur Kfz-Zulassungsstelle oft gar nicht nötig: Einige Kreise und Gemeinden aktualisieren Fahrzeugpapiere im Bürgeramt, wenn Sie Ihren neuen Wohnsitz anmelden.

Wollen Sie Ihr Kennzeichen trotzdem wechseln, können Sie dies bei der Zulassungsbehörde im Rahmen der Kfz-Ummeldung beantragen. Dann benötigen Sie zusätzlich zu den übrigen Fahrzeugpapieren noch die Zulassungsbescheinigung Teil II sowie die neuen Kennzeichen.

Neue Kennzeichen nach Halterwechsel 

Wechselt der Fahrzeughalter des Kfz, müssen Kennzeichen immer ausgetauscht werden – selbst wenn sich das Auto noch im gleichen Zulassungsbezirk befindet. Nur der ehemalige Halter darf das alte Kennzeichen weiternutzen – zum Beispiel für einen neuen Wagen.

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Gut zu wissen
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Ob ein Auto als privates oder gewerbliches Fahrzeug zugelassen wird, hängt von seiner späteren Nutzung ab. Wer für sein Unternehmen einen Firmenwagen anmelden möchte, sollte im Vergleich zur privaten Kfz-Zulassung einige Punkte beachten:

Zunächst verläuft gewerbliche Kfz-Anmeldung wie private Zulassung. Die Formalitäten sind ähnlich – ein Großteil der benötigten Unterlagen ist sogar identisch: Personalausweis, SEPA-Lastschriftmandat für die Kfz-Steuer, Zulassungsbescheinigung Teil II und CoC, elektronische Versicherungsbestätigung (eVB-Nummer) und unterschriebene Vollmacht. Hinzu kommt ein Nachweis für die Existenz des zukünftigen Fahrzeughalters – in diesem Fall das Unternehmen oder der Inhaber des Unternehmens.

Möchten Sie den Pkw sowohl für dienstliche als auch private Fahrten nutzen, hat die Anmeldung als Firmenwagen verschiedene Vor- oder Nachteile bei Finanzierung und Versteuerung. Ob eine Zulassung als Dienstfahrzeug Sinn macht, hängt unter anderem davon ab, welche Gewichtung von gewerblicher und privater Nutzung vorliegt.

Darüber hinaus spielt eine Rolle, welche Form der gewerblichen Tätigkeit (ob Sie das Dienstfahrzeug beispielsweise als Gesellschafter, Einzelunternehmer oder Freiberufler zulassen wollen) wählen – und ob Sie bereits einen privaten Pkw besitzen. Um die richtige Entscheidung zu treffen, lassen Sie Ihre Optionen von einem Steuerberater prüfen. Dieser kennt jeweilige Voraussetzungen sowie aktuelle rechtliche und steuerliche Bedingungen, die für oder gegen eine gewerbliche Kfz-Zulassung sprechen.

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Überblick

Kraftfahrzeuge und ihre Anhänger müssen im öffentlichen Straßenverkehr ein amtliches Kennzeichen tragen. Es gibt nur wenige Ausnahmen. Das gilt gleichermaßen für in- und ausländische Fahrzeuge. Je nach Fahrzeugtyp und Verwendungszweck gibt es in Deutschland verschiedene Kfz-Zulassungsformen und dementsprechend unterschiedliche Arten von Kennzeichen.

Der Hintergrund des Schildes ist weiß und aus Sicherheitsgründen retroreflektierend. Buchstaben, Zahlen und Kennzeichenrand variieren abhängig von der Zulassungsform in grün, rot und schwarz.

 

Wichtige Kfz-Kennzeichen im Überblick

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Kfz-Kennzeichen in Deutschland Beschreibung und Besonderheiten
Eurokennzeichen/Standardkennzeichen Erlaubt uneingeschränkten Betrieb eines Fahrzeuges. Struktur: Unterscheidungszeichen (= Verwaltungsbezirk der Zulassungsbehörde) + Erkennungsnummer (1-2 Buchstaben, 1-4 Ziffern).
Saisonkennzeichen Darf nur in einem festgelegten Zeitraum gefahren werden. Aufbau wie beim Standardkennzeichen + Angabe des Zulassungszeitraumes am rechten Rand des Schildes.
Kurzzeitkennzeichen Gilt maximal 5 Tage inklusive spezieller Kurzzeitversicherung und darf nur für Probe-, Überführungs- und Zulassungsfahrten genutzt werden. Das Kurzzeitkennzeichen enthält Ablaufdatum und blaue Zulassungsplakette ohne Landeswappen.
Ausfuhrkennzeichen Ist zeitlich befristet und darf nur für Überführungsfahrten aus Deutschland ins Ausland verwendet werden (nur mit bestandener HU, Ausfuhrversicherung und roter Zulassungsplakette).
H-Kennzeichen Ist am Ende mit einem H für „Historisch“ ergänzt. Nur mindestens 30 Jahre alte Fahrzeuge erhalten es.
E-Kennzeichen Mit einem E an letzter Stelle und für elektrisch betriebene Fahrzeuge und Plug-in-Hybride gemäß § 2 Elektromobilitätsgesetz (EmoG) erhältlich. Manche Städte gewähren dafür Sonderrechte wie kostenloses Parken, Ausnahmen bei Zufahrtbeschränkungen oder Durchfahrtsverboten.
Rotes Kennzeichen „Händlerkennzeichen“ (beginnend mit der Fahrzeugerkennungsnummer 06), kann an verschiedenen, nicht zugelassenen Kfz montiert und für Probe- und Überführungsfahrten genutzt werden (z.B. von Händlern, Werkstätten, Fahrzeugherstellern).
Rotes 07-Kennzeichen Fahrzeugerkennungsnummer des roten Oldtimer-Kennzeichens beginnt mit 07. Nur für den sporadischen Einsatz von historischen Fahrzeugen, z.B. bei Oldtimer-Veranstaltungen oder Probe-/Überführungsfahrten.
Grünes Kennzeichen Erhältlich für Fahrzeuge der Land- und Forstwirtschaft sowie Autos gemeinnütziger Vereine und Hilfsorganisationen (z.B. Krankenwagen). Sie sind dann von der Kfz-Steuer befreit.
Wechselkennzeichen Unter bestimmten Voraussetzungen ist die Zulassung von zwei Fahrzeugen der gleichen Klasse mit nur einem Kennzeichen möglich – vorausgesetzt, sie werden nicht gleichzeitig betrieben.
Gut zu wissen
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Wiederzulassung eines stillgelegten Fahrzeugs und vollständige Abmeldung ist seit 2016 online möglich. Erstzulassung und Ummeldung waren bisher nur in der örtlichen Zulassungsstelle möglich. Das hat sich am 1. Oktober 2019 geändert: Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) hat die internetbasierte Kfz-Zulassung – kurz „i-Kfz“ – erweitert. Bedeutet: Erstzulassung und Umschreibung auf einen neuen Halter lassen sich online abwickeln. 

Um sämtliche Zulassungsvorgänge über den Online-Service zu steuern, benötigen Sie einen neuen Personalausweis (nPA) oder elektronischen Aufenthaltstitel (eAT) mit aktivierter Online-Ausweisfunktion (eID) sowie dazugehöriger PIN. Außerdem ein Kartenlesegerät oder Smartphone mit kostenloser „AusweisApp2“. Darüber hinaus müssen Zulassungsbescheinigungen (Fahrzeugschein und Fahrzeugbrief) über einen verdeckten Sicherheitscode verfügen, den Sie freirubbeln. Bei Teil I der Zulassungsbescheinigung ist das seit 2015 der Fall, bei Teil II seit 2018. Weitere Informationen zur internetbasierten Fahrzeugzulassung finden Sie auf der Homepage des BMVI.

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Gebührenübersicht

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Leistung Gebühren*
Neuzulassung eines Neufahrzeugs 27,60 €
Wiederzulassung für den gleichen Halter nach vorübergehender Abmeldung innerhalb des Zulassungsbezirks 12,70 €
Halterwechsel innerhalb des Zulassungsbezirks für ein bereits zugelassenes Fahrzeug 19,90 €
Halterwechsel innerhalb des Zulassungsbezirks für ein abgemeldetes Fahrzeug 28,10 €
Umschreibung eines Fahrzeuges mit auswärtigem Kennzeichen mit/ohne Halterwechsel            28,10 €
Außerbetriebnahme (= Abmeldung) eines Kfz aus dem gleichen/einem anderen Zulassungsbezirk 7,40 €
Kurzzeitkennzeichen 10,50 €
E-Kennzeichen (Änderung der Fahrzeugpapiere) 10,20 €
Ausfuhrkennzeichen (Export) 34,60 €
Zuteilung Saisonkennzeichen für bereits zugelassenes Fahrzeug  28,10 €
Wunschkennzeichen 10,20 €
Vorabreservierung Wunschkennzeichen für die ersten 14 Tage 2,60 €
Vorabreservierung Wunschkennzeichen für jeweils 90 Tage 10,00 €
Umkennzeichnung (= Änderung der Kennzeichenart) ohne Wunschkennzeichen 28,10 €
Umkennzeichnung mit Wunschkennzeichen  38,30 €
*Quelle: Preisbeispiel der Kfz-Zulassungsstelle Hamburg (da Preise nicht bundeseinheitlich geregelt), Stand: Oktober 2019
Vorgehen

Vermeiden Sie unnötige Verzögerungen und lange Wartezeiten in der Zulassungsstelle. Bereiten Sie sich gut vor und bringen Sie alle Unterlagen vollständig mit. Mit diesen Tipps geht die Kfz-Zulassung schnell und unkompliziert über die Bühne:

  • Reservieren Sie Ihr Wunschkennzeichen vorab online.
  • Prüfen Sie alle Unterlagen auf ihre Vollständigkeit.
  • Vereinbaren Sie einen Online-Termin, um lange Wartezeiten auf der Zulassungsbehörde zu vermeiden.
  • Geben Sie Daten online ein, wenn die für Sie zuständige Behörde diese Dienstleistung anbietet.
  • H-Kennzeichen: Möchten Sie Ihr Fahrzeug als Oldtimer anmelden, benötigen Sie für die Zulassung ein Oldtimer-Gutachten. Das erstellt ein Sachverständiger oder Prüfingenieur, etwa bei TÜV oder DEKRA.
  • Besorgen Sie Kfz-Kennzeichen beispielsweise per Online-Bestellung schon im Vorfeld und nehmen Sie fertige Schilder mit zur Zulassungsstelle.
  • Bringen Sie zum Termin in der Zulassungsbehörde genügend Bargeld oder Ihre EC-Karte mit.
  • Personalausweis oder Reisepass mit Meldebescheinigung nicht vergessen!
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Mofas, vierrädrige Leichtkraftfahrzeuge und Kleinkrafträder mit 50 km/h Höchstgeschwindigkeit und 50 ccm3 Hubraum sind zulassungsfrei. Sie benötigen nur ein nicht amtliches Versicherungskennzeichen als Nachweis einer gültigen Kfz-Versicherung. Anmeldung erfolgt automatisch über die Versicherung. Ein Besuch beim Verkehrsamt ist nicht erforderlich. Das Versicherungskennzeichen ist ein Jahr gültig. Sie erhalten es bei Versicherungsunternehmen unter Vorlage der Fahrzeugpapiere.
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Häufige Fragen
  • Kann ich mein Auto schon vor Versicherungsbeginn bei der Kfz-Zulassungsstelle anmelden?

    Nein, eine Kfz-Zulassung vor Versicherungsbeginn ist nicht möglich. Sie erhalten erst mit Abschluss der Kfz-Versicherung eine elektronische Versicherungsbestätigung (eVB-Nummer). Diese müssen Sie bei der Zulassungsbehörde vorlegen, um Ihr Fahrzeug an- oder umzumelden.
  • Darf man mit ungestempelten Kennzeichen fahren?

    Fahrten, die im Zusammenhang mit dem Zulassungsverfahren stehen, dürfen Sie innerhalb Ihres Zulassungsbezirks mit ungestempelten Kennzeichen durchführen. Dazu gehören insbesondere Fahrten zum Anbringen der Stempelplakette sowie Fahrten zu Hauptuntersuchung oder Sicherheitsprüfung. Voraussetzung ist, die Zulassungsbehörde hat vorab ein solches Kennzeichen zugeteilt und Ihre Kfz-Haftpflichtversicherung weiß darüber Bescheid.

    Das Gleiche gilt für Fahrten nach Stilllegen bzw. Abmelden Ihres Fahrzeugs und Entfernen der Stempelplakette vom Kennzeichen. Rückfahrten von der Kfz-Zulassungsstelle mit ungestempelten Kennzeichen sind bis Ablauf des Tages erlaubt. Sie müssen nur von Ihrer Kfz-Versicherung erfasst sein.

    In allen anderen Fällen gilt: Zulassungspflichtige Kraftfahrzeuge wie Pkw und Motorräder müssen ein gültiges amtliches Kennzeichen tragen, wenn sie am öffentlichen Straßenverkehr teilnehmen. Bei Verstößen drohen 70 Euro Bußgeld und ein Punkt im Kraftfahrt-Bundesamt in Flensburg.

  • Muss ich mein Fahrzeug nach einem Versicherungswechsel mit einer neuen eVB-Nummer bei der Zulassungsbehörde anmelden?

    Nein, bei einem Versicherungswechsel übermittelt Ihre neue Versicherungsgesellschaft alle notwendigen Daten an die zuständige Zulassungsbehörde. Natürlichmacht das der Versicherer inklusive der neuen elektronischen Versicherungsbestätigung (eVB) . Sie selbst müssen nichts tun. 
  • Was ist beim Verlust der Papiere oder Kfz-Schilder zu beachten?

    Haben Sie Ihre Fahrzeugpapiere verloren, stellt Ihnen die Zulassungsbehörde gegen eine Gebühr von bis zu 45 Euro (Fahrzeugschein) bzw. bis zu 70 Euro (Fahrzeugbrief) neue Dokumente aus. Vor Ort müssen Sie eine eidesstattliche Verlusterklärung unterschreiben. Anschließend leitet der Sachbearbeiter das Schreiben ans Kraftfahrt-Bundesamt weiter. Bei Diebstahl ist zusätzlich der Nachweis über eine Anzeige bei der Polizei erforderlich. Das gilt auch bei Verlust eines oder beider Kfz-Kennzeichen.
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