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Fahr­anfänger-Versicherung

Kfz-Versicherung für Nachwuchs­fahrer:innen
Fahranfänger Versicherung: Junge Frau steuert einen Pkw, neben ihr sitzt eine Begleitperson
  • Für Fahr­anfänger:innen gibt es die gleichen Kfz-Versicherungen wie für alle anderen Autofahrer:innen. Auch junge Fahrer:innen brauchen für ihr Auto immer eine Kfz-Haft­pflicht. Zu­sätz­lich können sie optional eine Teil­kasko oder Voll­kasko abschließen.
  • Bei den Kosten können junge Fahrer:innen sparen: Günstigere Beiträge gibt es zum Beispiel mit Kunden­kinder­ver­si­che­rung, Tele­matik-Tarif oder günstigem Fahr­anfänger-Auto.
  • Als Fahranfänger:in gilt, wer zum ersten Mal seinen Führerschein erwirbt und die Probezeit von zwei bis vier Jahren noch nicht beendet hat. Für Kfz-Versicherungen gelten oft alle Fahrer:innen unter 25 Jahren als Fahranfänger:in.
  • Eltern können Fahr­anfänger:innen mit­ver­si­chern. Beispielsweise, wenn sie das Auto als Zweitwagen versichern und den oder die Fahranfänger:in als Fahrer:in eintragen. Das ist meist günstiger, als eine eigene Versicherung für den ersten Pkw abzuschließen. Eine weitere Mitversicherungsmöglichkeit in der Kfz-Versicherung der Eltern ist die Teilnahme am Pro­gramm "Begleitetes Fahren ab 17" (BF17).
Fahranfänger:innen versichern ihr erstes eigenes Auto meist zum Höchst­satz. Der Grund dafür: die höhere Unfallgefahr. Trotz­dem können Fahrneulinge bei der Fahr­anfänger-Ver­si­che­rung Kosten sparen. Was eine Auto­versicherung für Fahr­anfänger:innen bei der Allianz kostet. Plus: neun Spartipps.

Bei der Allianz starten die Tarife der Kfz-Versicherung bei 99 Euro im Jahr. Der Bei­trag der Auto­ver­si­che­rung für Fahr­an­fän­ger:innen ist wie bei anderen Versicherern höher. Denn Ein­steiger:innen konnten im Gegensatz zu langjährig Versicherten noch keine Schadenfreiheitsrabatte durch unfallfreies Fahren ansammeln. Stattdessen starten sie regulär in der ungünstigen Schaden­freiheits­klasse 0 (SF-Klasse oder SF).

Sie bekommen bei der Fahr­anfänger-Versicherung keine Pro­zen­te, sondern einen Prämienzuschlag der Kfz-Versicherung. Dabei zahlen Fahrer:innen in SF 0 den Höchst­satz. Vierstellige Jahres­prämien sind des­wegen keine Selten­heit. Das gilt auch für die Kosten einer E-Auto Versicherung.

Ver­schie­de­ne Kriterien beeinflussen, wie hoch die Fahr­anfänger-Versi­che­rung-Kos­ten bei der Allianz ausfallen. Eine Rolle spielen unter an­de­rem Alter und Fahrpraxis:

  • Fahranfänger:innen unter 23 haben sta­tis­tisch gesehen das höch­ste Scha­dens­risiko. Wie bei anderen Ver­sicherern gelten für sie deshalb die höchs­ten Bei­trags­sätze bei der Allianz.
  • Fahranfänger:innen zwischen 23 und 25 zahlen in der Regel moderatere Ri­si­ko­zu­schlä­ge. Denn mit jedem schaden­freien Jahr stuft die Allianz sie in eine bessere SF-Klasse ein und berechnet günstigere Beiträge.
  • Fahranfänger:innen zwischen 30 und 45 ver­ur­sachen im Ge­gen­satz zu sehr jungen oder alten Personen am Steuer die wenig­sten Unfälle. Deshalb er­halten sie eine günstige Autover­si­che­rung für Fahr­an­fän­ger:innen.

Informationen zu den Berechnungsgrundlagen:

Seat Arona (HSN/TSN 7593/ANP), Versicherungswechsel zur Allianz, private Nutzung, Geburtsdatum 01.01.1975, Führerscheinerwerbsjahr 1993, Versicherungsnehmer:in ist Fahrzeughalter:in, Plz Wohnort 38543, Allgemeine Berufsgruppe, Barkauf, Erstzulassung 01/2024, Erstzulassung auf Versicherungsnehmer 01/2024, Standard-Kennzeichen, 6.000 km Jahresfahrleistung, Fahrer:in: Versicherungsnehmer:in, Dauer der Vorversicherung: länger als drei Jahre, keine regulierten Haftpflicht- oder Vollkaskoschäden in den letzten drei Jahren

Umfang: Kfz-Haftpflicht (KH), SF-Klasse KH 28

Produktlinie Direct, Versicherungsbeginn 01.01.2026, jährliche Zahlungsweise

Angebotsdatum ab 01.10.2025

Preis gerundet

Fahranfänger:innen starten normalerweise mit einem sehr hohen Versicherungsbeitrag. Sie haben allerdings Möglichkeiten, die Kosten der Fahranfängerversicherung zu senken. Die besten Spar-Tipps im Überblick:

  • Telematik-Tarif abschließen und bis zu 30 Prozent sparen: Mit Zusatz­bausteinen wie Tele­matik-Tarif können Fahr­an­fän­ger:innen ihre Kfz-Ver­si­che­rung optional erweitern. Der Allianz Tele­matik­bau­stein BonusDrive zum Beispiel belohnt um­sich­tiges Fah­ren mit bis zu 30 Prozent günstigeren Kfz-Ver­si­che­rungs­bei­trägen (wählbar in Komfort und Premium).
  • Zweit­wagen versichern oder Nachwuchs startet als Kundenkind: Wenn Sie Ihr Kind bei Ihrer Allianz Kfz-Versicherung als Fahr­anfänger mit­versichern, startet es als Kunden­kind mindestens in SF 1. Haben Sie bereits einen Erst­wagen bei der Allianz versichert, können Sie für das Ein­steiger-Auto alternativ eine günstige Zweit­wagenversicherung abschließen.
  • Fahrerfahrung durch Carsharing sammeln: Fahrneulinge erhalten mit Carsharing Fahrpraxis. Weiterer Vorteil: Sparen der Kosten für ein eigenes Auto, dessen Unterhalt und die Kfz-Versicherung. Entscheidet sich der oder die Fahrer:in später für ein eigenes Auto, honorieren das einige Versicherer mit Einstufung in eine günstigere SF-Klasse.
  • Schadenfreiheits­klasse übertragen: Junge Fahrer:innen können SF-Klassen von nahen Ver­wand­ten oder Lebens- bzw. Ehe­part­ner:in übernehmen. So steigen sie in einer höheren SF-Klasse ein und erhalten bei der Allianz als Fahr­an­fänger:innen eine güns­ti­gere Auto­ver­sicherung.
  • Richtiges Automodell auswählen: Fahrneulinge sollten sich genau überlegen, mit welchem Auto sie in ihr mobiles Lebens starten. Beim Versicherungsbeitrag spielen neben der Typklasse u.a. Autogröße, Treibstoffverbrauch und Anschaffungspreis eine Rolle.
  • Von Motorradversicherung pro­fi­tie­ren: Hat ein:e Fahr­anfänger:in bereits ein Motor­rad versichert, steigt er oder sie bei der Auto­versicherung oft mit einer günstigeren SF-Klasse ein. Wer bei der Allianz Motor­rad­ver­sicherung mindestens in SF ½ eingestuft ist, startet mit seinem Pkw direkt in SF 1.
  • Einsteigerauto mit günstiger Typ­klasse wählen: Je mehr Schä­den ein Auto­modell ver­bucht, umso höher dessen Typklasse. Ein Pkw mit niedriger Typ­klasse ist günstiger in der Kfz-Ver­sicherung und eignet sich besser als Auto für Fahr­an­fänger:innen.
  • Begleitetes-Fahren-Versicherung nutzen: Wer den Führer­schein mit 17 macht, fährt bis zum 18. Ge­burts­tag in Begleitung eines Er­wachs­enen. Fahren mit Begleitperson belohnt die Allianz mit güns­ti­gen Tarifen.
  • Vollkasko- oder Teil­kasko-Selbst­betei­ligung ver­ein­ba­ren: Wer im Scha­den­fall einen Teil der Kos­ten selbst zahlt, findet bei der Allianz leich­ter eine güns­tige Auto­ver­si­che­rung für Fahr­an­fän­ger:innen. Denn: je höher der Selbst­behalt, desto niedriger die Prämie.
  • Teilnahme an Fahrsicherheitstrainings: Viele Ver­si­che­rer hono­rie­ren die Teil­nah­me an Fahr­sicher­heits­trainings mit bes­seren Tarif­merk­ma­len in der Kfz-Ver­si­che­rung unter 25. TÜV oder Deutsche Ver­kehrs­wacht bieten Ver­kehrs­übungs­plät­ze für Ein­stei­ger:innen an.
  • Rabatt-Garantie Werkstattbindung: Fahr­anfänger:innen senken mit Abschluss des Zusatzbausteins Werkstatt­bindung ihren Versicherungsbeitrag. Voraus­setzung: Sie lassen Kasko­schäden an ihrem Pkw in einer Partner­werkstatt des Ver­si­che­rers reparieren.
  • Bei älteren Fahrzeugen auf Vollkasko verzichten: Bei älteren Autos in schlechtem Zustand lohnt sich in der Regel keine Vollkaskoversicherung. Fahrneulinge sollten auch genau abwägen, ob Teilkasko sein muss. Wer auf Kaskoschutz verzichtet, spart sich höhere Beiträge.

Die Allianz bietet eine bessere Führer­schein­einstufung als viele Mit­bewerber: Bei der Erst­einstufung unter­scheiden wir nur danach, wie lange Sie Ihren Führer­schein schon haben – Ihr Alter ist egal. Schließen Sie Ihren Erst­vertrag in einer Allianz Agentur ab, starten Sie je nach Führer­schein­besitz in folgenden SF-Klassen:

  • Weniger als 1 Jahr: SF 0
  • 1 bis 3 Jahre: SF ½
  • Ab 4 Jahre: SF 1

Auch mit der Allianz Zweit­wagen­regelung können Fahr­anfänger:innen bei ihrer Versicherung Pro­zente gutmachen:

  • Sie haben Fragen zur Allianz Kfz-Versicherung für junge Fahrer:innen? Wir beraten Sie gerne.

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Bisherige Kunden und Kundinnen haben uns bewertet

Hohe Kundenzufriedenheit bei der Kfz-Versicherung

4.8/5

Aus 505 Bewertungen bei eKomi

eKomi Kundenauszeichnung Gold

Fahranfänger:innen versichern einige Fahrzeugmodelle besonders günstig. Welche das sind und ob sich Neu- oder Gebrauchtwagen besser für Einsteiger:innen eignen, haben wir für Sie zusammengefasst.

Autos mit günstiger Kfz-Ver­si­che­rung

Einige Modelle sind beson­ders gut als Autos für Fahr­an­fän­ger:innen geeignet. Bei ihnen stimmt das Gesamtpaket aus Kauf­preis, Größe und Ver­si­che­rung. Durch nied­ri­ge Typ­klas­sen ist die Kfz-Ver­si­che­rung für Fahr­an­fän­ger:innen preiswerter.

Als günstiges Auto für Fahr­an­fän­ger:innen in der Versicherung zählen zum Bei­spiel diese Modelle (Stand: Januar 2026):

  • Hyundai i10 1.1 CRDI (HSN/TSN: 8357/AAF): Typ­klasse 12 in Teilkasko und 10 in Voll­kasko
  • Ford Ka 1.2 (HSN/TSN: 8566/APU): Typ­klasse 10 in Voll­kasko
  • Dacia Spring (HSN/TSN: 8212/AFG): Typ­klasse 14 in Vollkasko
  • Seat Arona 1.0 (HSN/TSN: 7593/ANP): Typ­klasse 12 in Kfz-Haft­pflicht, Typ­klasse 13 in Voll­kasko

Gebraucht­wagen, Neu­wagen oder Leasing für Fahr­anfänger

Ob das beste Fahranfänger-Auto ein Neuwagen, Ge­braucht­wa­gen oder Leasing­fahr­zeug ist, lässt sich nicht pau­schal sagen. Alle Op­ti­onen haben Vor­teile:

  • Neuwagen sind am teuersten. Wegen mo­de­ra­ter Unter­halts­kos­ten eignen sich einige Modelle aber als günstige Autos für Fahr­an­fän­ger:innen. Dazu zählen zum Beispiel Renault Twingo, Toyota Yaris, Opel Corsa oder VW Polo.
  • Fünf bis sechs Jahre alte Gebraucht­wagen mit rund 80.000 Kilo­me­tern auf dem Tacho sind als Autos für Fahr­an­fän­ger:innen beson­ders ge­eig­net. Be­lieb­te Ein­stei­germodel­le sind Klein­wa­gen wie VW Golf, Škoda Fabia oder Ford Fiesta.
  • Auch Leasingfahrzeuge sind für junge Fahrer:innen eine Option. Fahr­an­fän­ger-Autos gibt es für unter 100 Euro pro Mo­nat. Teils ist die Kfz-Ver­si­che­rung in den Lea­sing­kos­ten ent­hal­ten.
Fahranfänger:innen haben beim Abschluss einer Kfz-Versicherung die Wahl zwischen der Pflichtversicherung Kfz-Haft­pflicht oder einer freiwilligen Kasko­versicherung. Welcher Autoschutz der richtige für junge Fahrer:innen ist, kommt unter anderem auf das per­sön­liche Sicher­heits­bedürfnis und den ver­sicherten Pkw an. Die Varianten im Überblick:

Eine Kfz-Haft­pflicht­versicherung ist auch für Fahr­an­fän­ger:innen laut § 1 Pflichtversicherungsgesetz gesetzlich vorgeschrieben. Sie springt ein, wenn die Per­son am Steuer mit dem Auto andere Ver­kehrs­teil­neh­mer:innen oder frem­des Eigen­tum schädigt. Ver­schul­den Führer­schein­neu­linge zum Bei­spiel einen Ver­kehrs­unfall, über­nimmt die Haft­pflicht den Scha­den der Unfall­gegnerin oder des Un­fall­geg­ners.

Mit Vollkasko oder Teilkasko erweitern Fahr­an­fän­ger:innen frei­willig ihren Basis-Haft­pflicht­schutz. Beide Kaskover­si­che­rungen greifen bei Schä­den am eige­nen Fahr­zeug:

Die Teilkasko­versicherung über­nimmt Schäden, welche durch äußere Einflüsse entstehen.

Die Vollkasko­versicherung ist ein Rundum-Schutz. Sie übernimmt Schäden, welche durch äußere als auch alle anderen Einflüsse entstehen.

Neben Kfz-Haftpflicht oder einer Kaskoversicherung machen für Fahranfänger:innen weitere freiwillige Absicherungen Sinn. Nützliche Zusatzleistungen für Sie zusammengefasst:

Kfz-Schutzbrief

Ein Schutzbrief für Ihr Kfz deckt bei Panne, Schaden oder im Not­fall vielfältige Service­dienst­leistungen ab. Damit garantieren Versicherer un­kom­pli­zierte Pannen­hilfe und schnelle Weiter­fahrt. Versicherte haben damit im Rahmen der Vertragsbedingungen beispielsweise Anspruch auf Abschleppdienst, Ersatzwagen oder Fahrzeugrücktransport aus dem Ausland. Weiterer Pluspunkt: Auto-Schutzbrief-Leistungen gelten in ganz Europa.

Fahrerschutzversicherung

Die Fahrerschutzversicherung ist ein Zusatz­baustein der Kfz-Ver­si­che­rung. Dieser sichert alle berechtigten Fahrer:innen des Fahrzeugs ab. Neben der ver­sicherten Person können das deren Partner:in, Kinder oder andere Fahrer:innen sein. Fahrer­schutz­ leistet bei Per­sonen­schä­den, die die fahrende Person durch einen selbst ver­schul­de­ten Un­fall erleidet – und sonst nicht erstattet be­kommt. Die Fahrerschutzversicherung übernimmt beispielsweise Kosten für Schmerzens­geld, Verdienst­aus­fall und Reha-Maß­nahmen.

Verkehrs­rechtsschutz

Statistisch gesehen haben Fahr­anfäng­er:innen zwischen 18 und 24 Jahren das höchste Unfall­risiko im Straßen­verkehr. Kommt es wegen eines Unfalls oder einer Ordnungs­widrigkeit im Verkehrs­bereich zu einem teuren Rechts­streit, sichert die Verkehrs­rechts­schutz­versicherung Sie und Ihre Kinder finanziell ab.

Unfall­schutz

Als Zusatzschutz für junge Fahrer:innen ist auch eine Unfall­versicherung empfehlens­wert. Verletzt sich die Person am Steuer bei einem selbst ver­schuldeten Auto­unfall, hat sie keinen Anspruch auf Entschädigung. Eine private Unfall­versicherung übernimmt in diesem Fall z. B. Reha-Kosten.

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Oft lohnt es sich für Führer­schein­neu­linge, in den ersten Jahren auf ein eigenes Auto zu ver­zichten. Nehmen die Eltern das Kind als Zusatz­fahrer:in in ihre Kfz-Ver­sicherung auf, kostet der Aufschlag meist weniger als eine eigene Fahr­an­fänger-Ver­si­che­rung – vor allem bei Teil­nehmer:innen am Pro­gramm "Be­glei­te­tes Fah­ren ab 17" (BF17).

Fahranfänger mit­versichern: Ist das sinn­voll?

Es kann durchaus sinnvoll sein, Fahr­anfänger:innen in einer bestehen­den Ver­siche­rung für das Auto der Eltern mit­zu­ver­sichern, statt sofort ihr erstes eigenes Auto zu versichern. Das hat mehrere Vorteile:

  • Sie sparen sich während der Probe­zeit hohe Bei­träge bei der Fahr­anfänger-Versi­cherung.
  • Ein­stei­ger:innen können erste Fahr­praxis und unfall­freie Jahre mit dem Familien­auto sammeln.
  • Je nach Anbieter gibt es Familien­tarife, mit denen Fahr­an­fänger:innen in den ersten Jahren günstiger als mit eigenem Pkw fahren.

Tipp: Wenn junge Fahrer:innen seit drei Jahren ihren Führer­schein haben, stufen viele Anbieter sie bei der Fahr­anfänger-Ver­siche­rung in SF ½ statt SF 0 ein. Bis zu diesem Zeit­punkt kann es sich daher lohnen, mit dem Abschluss einer eigenen Auto­versicherung für Fahr­anfäng­er:innen zu warten.

Fahranfänger und BF17-Fahrer mit­versichern

Um Sohn oder Tochter über das eigene Auto mitzuversichern, nehmen Eltern das Kind mit einer Fahrer­kreis­erwei­terung bzw. Zusatz­fahrer-Versicherung in ihren Vertrag auf. Durch die Mit­versiche­rung steigt der Beitrag der Kfz-Versicherung für Mutter oder Vater. In der Regel ist die an­ge­pass­te Prämie aber immer noch günstiger als eine eigene Fahr­an­fänger-Ver­si­che­rung.

Wichtig: Wer mit 17 den Füh­rer­schein macht, kann schon vor dem 18. Geburtstag in Be­glei­tung eines Er­wachse­nen auto­fah­ren. Das hat nicht nur den Vorteil, dass junge Fahrer:innen früher Praxis­erfah­rung sammeln und bei der ersten eigenen Auto­versiche­rung sparen. Auch die Begleit­person kann den oder die BF17-Fahrer:in günstiger in die Kfz-Ver­si­che­rung auf­nehmen. Manche Kfz-Ver­si­che­rer passen den Fahrer­kreis für Be­glei­te­tes Fah­ren ab 17 sogar ohne Auf­schlag an­.

Wie die Definition für "Fahranfänger:in" lautet, hängt von der Betrachtungsweise ab. Hier erhalten Sie einen Überblick:

Personen gelten während der zweijährigen Probezeit nach erstmaligem Erwerb der Fahrerlaubnis laut § 2a der deutschen Straßenverkehrsordnung bzw. dem Straßenverkehrsgesetz (StVG) als Fahranfänger:in. In dieser Zeit unterliegen sie besonderen Regelungen:

  • Probezeit: Diese beginnt am Tag des Erteilens der Fahrerlaubnis und dauert regulär zwei Jahre
  • Probezeitverlängerung: Bei schwerwiegenden Verstößen (A-Verstöße) oder zwei weniger schwerwiegenden Verstößen (B-Verstöße) verlängert sich die Probezeit um zwei weitere Jahre
  • Null-Promille-Grenze: Absolutes Alkoholverbot am Steuer für Fahrer:innen unter 21 Jahren und alle Fahranfänger:innen in der Probezeit
  • Nachschulung: Bei Verstößen gegen die Straßenverkehrsordnung droht die Teilnahme an einem Aufbauseminar für Fahranfänger (ASF)

Kfz-Versicherer definieren Fahranfänger:innen in der Regel deutlich weiter als die StVO. Für Versicherer zählen Versicherte als Fahranfänger, wenn sie:

  • unter 25 Jahre alt sind (Versicherer werten das Alter als zusätzlichen Risikofaktor)
  • den Führerschein weniger als drei bis fünf Jahre besitzen
  • noch keine oder nur wenige schadenfreie Jahre vorweisen können (niedrige Schadenfreiheitsklasse, z. B. SF 0 oder SF ½)

Versicherer stufen Fahranfänger:innen als höheres Risiko ein. Das schlägt sich in deutlich höheren Versicherungsprämien nieder. Die Einstufung erfolgt meist in Schadenfreiheitsklasse SF 0 oder SF ½. Bei der Allianz hängt die SF-Einstufung von der Dauer des Führerscheinbesitzes ab. Im günstigsten Fall starten Verkehrs-Neulinge in der besseren SF-Klasse 1.

Gilt die Autoversicherung für Fahranfänger:innen auch in anderen Ländern wie Österreich?

Ja, die Fahreranfänger-Versicherung gilt inner­halb der geo­gra­fischen Grenzen Europas. Füh­rer­schein­neu­linge, die zum Bei­spiel von Öster­reich nach Italien, Spanien oder Frank­reich fahren, sind voll ab­ge­si­chert. Ver­si­che­rungs­schutz besteht auch in au­ßer­euro­pä­ischen Ge­bie­ten, die zum Gel­tungs­be­reich der Euro­pä­ischen Union ge­hö­ren.

Erweiterten Schutz haben Fahr­an­fän­ger:innen mit der Internationalen Ver­sicherungs­karte (früher: "Grüne Karte"). Dieses Do­ku­ment erweitert den Ver­sicherungs­schutz auf darin auf­ge­führ­te nicht-euro­päische Län­der wie Marokko und Tunesien plus außer­euro­päi­sche Teile der Tür­kei, Portugals (Madeira-Inseln) und Spa­niens (Kanarische Inseln). Die In­ter­na­tio­nale Ver­si­che­rungs­karte er­halten Fahr­an­fänger:innen bei ihrer Kfz-Ver­si­che­rung.

Versicherungsschutz in der Schweiz: Fahranfänger:innen sind auch in der Al­pen­repu­blik ver­sichert. Seit 1974 gilt ein Kenn­zei­chen­ab­kom­men mit den Eid­ge­nos­sen: Die Schwei­zer Be­hör­den erkennen das Kfz-Kenn­zeichen als Nach­weis der Haft­pflicht­ver­si­che­rung an. Darum müssen deut­sche Ver­kehrs­teil­neh­mer:innen in der Schweiz die Inter­na­tio­na­le Ver­si­che­rungs­karte nicht extra mit­führen.

Wie stufen Versicherungen Fahranfänger:innen ein?

Bei der Kfz-Versicherung steigen junge Fahrer:innen regulär mit SF 0 ein. Sie zahlen bei der Fahranfänger-Versiche­rung 100 Prozent des Beitrags­satzes und bekommen noch keinen Schaden­freiheits­rabatt. Ob Führer­schein­neulinge eine Sonder­einstufung (z. B. Führer­schein­einstufung) erhalten, hängt von der Kfz-Ver­sicherung ab. Bei wieviel Prozent fängt ein Fahr­anfänger bzw eine Fahr­anfängerin also an? Das ist je nach Ver­sicherer unter­schiedlich.

Kann mein Kind meine Autoversicherung übernehmen?

Ihr Kind kann Ihre Kfz-Versicherung über­nehmen – zum Beispiel, wenn Sie Ihr Zweit­fahr­zeug aufgeben. Der Auto­versicherer berechnet die Prämie in diesem Fall neu. Denn durch den Wechsel der ver­sicherten Person können sich beitrags­relevante Kriterien wie die jähr­liche Fahr­leistung ändern. Ist Ihr Sohn oder Ihre Tochter ein:e Fahr­an­fän­ger:in, hat er oder sie außer­dem ein höheres Schadens­risiko als Sie als Eltern­teil mit jahre­langer Fahrpraxis.

Wichtig: Geben Sie das Autofahren auf, können Sie Ihrem Kind Ihre Schadenfreiheitsklasse übertragen. Der Ver­sicherer rechnet Ihrem Sohn oder Ihrer Tochter aber nur so viele unfall­freie Jahre an, wie er oder sie bereits einen Führer­schein hat. Meist lohnt sich eine Rabatt­über­tragung bei Fahr­an­fän­gerinnen und Fahr­an­fän­gern deswegen nicht.

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