Allianz -Ratgeber Keramikbrackets: Junge Frau mit Keramikbrackets
Feste Zahnspange – aber bitte unauffällig!

Wie viel kosten Keramikbrackets?

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Kurz erklärt in 30 Sekunden
Nicht so auffällig wie Metallbrackets
  • Eine feste Zahnspange mit Keramikbrackets ist zahnfarben oder transparent und somit weniger auffällig als herkömmliche Metallbrackets.
  • Die Kosten für Keramikbrackets übersteigen die Kosten für Metallbrackets, die zur Standardversorgung gehören.
  • Eine Keramik-Zahnspange gilt als Zusatzleistung. Die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) übernimmt die Kosten dafür nicht.
  • Oft werden die Mehrkosten für Keramikbrackets auch von der privaten Zahnzusatzversicherung nicht übernommen.
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Info Illustration Gut zu wissen
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Zahnfehlstellungen werden in der Regel mit Zahnspangen korrigiert. Ist eine herausnehmbare Spange keine Option, kommt eine feste Zahnspange zum Einsatz. Dabei werden auf jeden Zahn kleine Plättchen (Brackets) geklebt und mit einem Drahtbogen verbunden. Dieser wird mit Gummiringen an den Brackets befestigt.

Ist eine festsitzende Zahnspange zur Zahnkorrektur erforderlich, sind Metallbrackets die Standardversorgung. Für die Kosten kommt die gesetzliche Krankenversicherung auf. Aus ästhetischen Gründen greifen vor allem Erwachsene auf Keramikbrackets mit weißem Draht zurück. Der Grund: Die Keramik-Spangen sind unauffälliger als die silberne Metallversion.

Grundsätzlich kommen Keramikbrackets für jeden Menschen mit Zahnfehlstellungen infrage, wenn großen Wert auf Ästhetik gelegt wird. Diese Bracketart ist jedoch nicht günstig.

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Im Überblick
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Was zahlt die gesetzliche Krankenkasse?

Wird aufgrund von Zahnfehlstellungen eine feste Zahnspange notwendig, zahlt die gesetzliche Krankenkasse bei Kindern zunächst einen Anteil von 80 Prozent für die Standardversorgung (Metallbrackets). Den Eigenanteil von 20 Prozent müssen die Eltern übernehmen. Diesen erhalten sie nach erfolgreichem Abschluss der kieferorthopädischen Behandlung aber von der Krankenkasse zurückerstattet. Zusatzleistungen wie Keramikbrackets müssen Eltern selbst zahlen.

Eine Übernahme der Kosten für die Standardversorgung erfolgt nur, wenn eine der folgenden kieferorthopädischen Indikationsgruppen (KIG) vorliegt:

  • KIG 3: Ausgeprägte Zahnfehlstellungen, Notwendigkeit einer medizinischen Behandlung (z. B. distale Bisslagen, tiefer Biss, beidseitiger Kreuzbiss, Engstand der Zähne)
  • KIG 4: Stark ausgeprägte Zahnfehlstellungen, die eine medizinische Behandlung erfordern (z. B. Zahnunterzahl aufgrund von Nichtanlage oder Zahnverlust, distale Bisslagen, mesiale Bisslagen, offener Biss durch schlechte Angewohnheiten wie Nuckeln, Zahnengstand)
  • KIG 5: Extrem stark ausgeprägte Zahnfehlstellungen, die aus medizinischer Sicht behandelt werden müssen (z. B. Lippen-Kiefer-Gaumen-Spalte, verlagerte Zähne, distale Bisslage, mesiale Bisslage, angeborener offener Biss)

Bei Vorlage von KIG 1 und KIG 2 übernimmt die gesetzliche Krankenkasse die Behandlungskosten nicht.

Bei Erwachsenen werden die Kosten einer kieferorthopädischen Behandlung nur in Ausnahmefällen übernommen. Voraussetzung ist aber immer eine medizinische Notwendigkeit.

Was zahlt die Zahnzusatzversicherung?

Bei einigen Zahnzusatzversicherungen sind auch kieferorthopädische Leistungen inbegriffen. Von diesen Versicherungen können vor allem junge Kinder profitieren.

Die gesetzliche Krankenversicherung zahlt für kieferorthopädische Behandlungen auch nur die kostengünstigste Lösung. Trotz privater Zahnzusatzversicherung müssen Sie Keramikbrackets häufig aus eigener Tasche bezahlen. Lassen Sie sich hierzu unbedingt vor Abschluss einer Zahnzusatzversicherung beraten.

Vor hohen Zuzahlungen kann eine Zahnzusatzversicherung schützen. Gute Tarife übernehmen einen Großteil der Behandlungskosten. Jedoch zahlt die Zahnzusatzversicherung nur, wenn noch keine Fehlstellung diagnostiziert und keine Behandlung angeraten wurde. Deshalb findet sich auch für Erwachsene kaum ein passender Tarif. Denn die Fehlstellungen sind hier schon lange bekannt.

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Im Vergleich
Gebiss mit fester Zahnspange

Der wahrscheinlich größte Unterschied zwischen Metall- und Keramikbrackets ist das Material.

  • Metallbrackets werden aus einem rost- und nickelfreien Edelstahl gefertigt und in der Regel auch mit Edelstahlbögen verbunden. Sie stellen die robustere Form der Brackets dar und können aufgrund Ihrer Nickelfreiheit auch von Allergikern getragen werden.
  • Keramikbrackets bestehen aus zahnfarbenem oder transparentem Keramik, verfügen über eine glatte Oberfläche und abgerundete Kanten. Sie sind jedoch nicht so stabil. Keramik ist ein hartes, aber poröses Material, das spröde werden und abplatzen kann.

Grundsätzlich kann jeder zu beiden Varianten greifen. Positive Erfahrungen mit Keramikbrackets machen Erwachsene und anspruchsvolle Jugendliche, die besonderen Wert auf Ästhetik legen. Ein weiterer Vorteil: Weil Essensreste auf den durchsichtigen Apparaturen deutlich zu sehen sind, putzen Patienten mit Keramik-Zahnspangen öfter Ihre Zähne.

Gebiss mit fester Zahnspange

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  Metallbrackets Keramikbrackets
Stabilität Hoch Niedrig
Ästhetik Sichtbar Zahnfarben oder transparent
Zahngesundheit Erhöhtes Risiko für Karies Geringes Risiko für Karies
Tragekomfort Verletzungsgefahr des Zahnfleisches Höherer Tragekomfort
Verfärbungen an den Zähnen Möglich, aber bei guter Pflege selten Möglich, aber bei guter Pflege selten
Kosten Gering (da Kassenleistung) Hoch
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Vorsorgetipps
Ratgeber Keramikbrackets: Frau reinigt Brackets mit Spezialbürste

Kommt zur Korrektur einer Zahnfehlstellung eine Zahnspange aus Keramik zum Einsatz, muss diese richtig gepflegt werden. Die regelmäßige Reinigung reduziert das Risiko für Zahnschäden und gelbe Zähne an den Keramikbrackets. Folgende Pflegetipps sollten Sie deshalb beherzigen:

  1. Verwendung von Ortho-Bürsten:
    Bei Ortho-Bürsten handelt es sich um spezielle Zahnbürsten, die für die Reinigung von festsitzenden Zahnspangen geeignet sind. Bei diesen Zahnbürsten befinden sich in der Mitte gekürzte Borsten mit starker Härte. Die Borsten an den Außenseiten sind länger und auch weicher.
  2. Verwendung einer elektrischen Zahnbürste:
    Es ist durchaus sinnvoll, für die Reinigung der Zähne eine elektrische Zahnbürste zu verwenden. Für diese gibt es besondere Aufsätze, die auch die Reinigung der Zahnspange erleichtern. Mit einer elektrischen Zahnbürste kann die Fleckenbildung auf den Zähnen vermindert und eine bessere Durchblutung des Zahnfleischs gewährleistet werden.
  3. Besondere Vorsicht bei Lebensmitteln und Getränken: 
    Lebensmittel wie Spinat, Rote Beete, Curry und Safran sowie bunte Säfte, Limonaden, Kaffee und Rotwein können die durchsichtigen Gummiringe an den Keramikbrackets verfärben. Nach ihrem Genuss sollten deshalb Zähne und Zahnspange besonders gründlich geputzt werden.
  4. Mundgeruch entgegenwirken:
    Sammeln sich an den Keramikbrackets Essensreste an, kann es mit der Zeit zu Mundgeruch kommen. Auch deshalb ist eine regelmäßige, gründliche Reinigung wichtig.
Ratgeber Keramikbrackets: Frau reinigt Brackets mit Spezialbürste
Die passende Versicherung
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