Keramikbrackets: Alle Infos für Sie im Überblick
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Feste Zahnspange – aber bitte unauffällig!

Keramik­brackets: Infos & Kosten

Kurz erklärt in 30 Sekunden
  • Eine feste Zahnspange mit Keramik­brackets ist zahn­farben oder trans­parent. Somit ist sie weniger auf­fällig als die her­kömmliche Metallzahnspange.
  • Die Kosten für Keramik­brackets über­steigen die Kosten für Metall­brackets, die zur Standard­versorgung gehören.
  • Bei einer festen Zahnspange mit Keramikbrackets entstehen Zusatzkosten. Die gesetzliche Kranken­versicherung (GKV) über­nimmt die Kosten dafür nicht.
  • Oft werden die Mehr­kosten für Keramik­brackets auch von der pri­vaten Zahn­zusatz­versicherung nicht übernommen. Aber in den MeinZahnschutz-Tarifen der Allianz werden diese Extras wie Keramik- und Minibrackets oder Lingualtechnik übernommen.
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Erklärung
In der Kieferorthopädie werden Zahn- oder Kieferfehlstellungen in der Regel mit Zahn­spangen korrigiert.
Ist eine heraus­nehm­bare Spange oder eine Aligner-Therapie keine Option, kommt eine feste Zahnspange zum Einsatz. Dabei werden auf jeden Zahn kleine Plättchen (Brackets) geklebt und mit einem Draht­bogen verbunden. Dieser wird mit Gummi­ringen an den weißen Brackets befestigt.

Ist eine fest­sitzende Zahn­spange zur Zahn­korrektur erforderlich, sind Metall­brackets die Standard­versorgung. Für die Kosten kommt die gesetz­liche Kranken­versicherung auf. Aus ästhetischen Gründen greifen vor allem Erwachsene auf Keramik­brackets mit weißem Draht zurück. Der Grund: Die weißen Brackets der Keramik-Spangen sind unauf­fälliger als die silberne Metall­version.

Grund­sätzlich kommt eine Keramik­brackets Zahnspange für jeden Menschen mit Zahn­fehl­stellungen infrage, wenn großer Wert auf Ästhetik gelegt wird. Diese Bracket­art ist jedoch nicht günstig.

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Im Überblick
Wer eine feste Zahnspange bekommt, kann sich zwischen mehreren Arten von Brackets entscheiden. Es stehen fünf gängige Varianten zur Auswahl.
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Gesamtpreis
Die Kosten für eine feste Zahnspange richten sich nach der Dauer der Behand­lung (je nach Fehlstellung der Zähne bzw. des Kiefers) und dem eingesetzten Material. Die Preise einer kieferorthopädischen Behandlung mit Keramikbrackets können daher deutlich variieren.

Je nach Schwere­grad (einge­teilt in kiefer­ortho­pädische Indikations­gruppen) der Fehl­stellungen liegen die Kosten zwischen etwa 1.000 und 6.500 Euro oder mehr. Die anfall­enden Kosten für Kinder und Erwachsene unter­scheiden sich kaum. Über die genaue Höhe der Kosten kann Sie Ihr behandelnder Kieferorthopäde informieren.

Nachfolgend erhalten Sie eine Kosteneinschätzung sowie einen Überblick über die Vor- und Nachteile von zahnfarbenen Keramikbrackets, selbstligierenden Keramikbrackets und Metallbrackets.

Die Kosten für eine kieferorthopädische Behandlung mit Keramikbrackets liegen zwischen 4.500 und 8.000 EuroDie Preise für transparente oder weiße Brackets können von Zahnarzt zu Zahnarzt variieren und sind von unterschiedlichen Faktoren abhängig.
Da die Behandlung mit selbstligierenden Keramikbrackets keinen medizinischen Mehrwert hat, zahlen gesetzliche Krankenversicherungen dafür nicht. Sie müssen deshalb bei einer Behandlung mit selbstlegierenden Keramikbrackets mit einem Preis von bis zu 7.000 Euro rechnen.
Eine kieferorthopädische Behandlung mit Metallbrackets wird vollständig von der gesetzlichen Kranken­versicherung übernommen. Die Kosten belaufen sich durchschnittlich auf 2.000 bis 2.500 Euro.

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Vorteile von Keramikbrackets
Nachteile von Keramikbrackets
Zahnfarbene Keramikbrackets
  • Optimale Ästhetik
  • Geringeres Kariesrisiko aufgrund glatter Oberflächen und leichter Reinigung
  • Keine Verfärbungen
  • Bruchgefahr, da sprödes Material
  • Beschädigung der oberen Schneidezähne durch Keramikbrackets im Unterkiefer möglich
  • Keine Kassenleistung
  • Teurer als Metallbrackets aus Edelstahl
Selbstligierende Keramikbrackets
  • Kurze und schonende Behandlungssitzungen
  • Weniger Kontrolltermine
  • Einsatz von Kunststoff und Keramik möglich
  • Bruchgefahr
  • Höherer Preis als bei herkömmlichen Keramikbrackets
  • Keine Kassenleistung
Metallbrackets
  • Robustes Material
  • Für Allergiker nickelfrei erhältlich
  • Kassenleistung
  • Mangelnde Ästhetik
  • Erhöhte Kariesanfälligkeit

Wird aufgrund von Zahnfehl­stellungen eine  feste Zahn­spange not­wendig, zahlt die GKV bei Kindern zunächst einen Anteil von 80 Prozent für die Standard­versorgung (Metall­brackets). Den Eigen­anteil von 20 Prozent müssen die Eltern über­nehmen. Diesen erhalten sie nach erfolg­reichem Abschluss der kiefer­orthopädischen Behandlung aber von der GKV zurück­erstattet. Zusatz­leistungen wie Keramik­brackets müssen Eltern selbst zahlen.

Eine Übernahme der Kosten für die Standard­versorgung erfolgt nur, wenn eine der kiefer­ortho­pädischen Indikations­gruppen (KIG) 3-5 vorliegt. Bei Vorlage von KIG 1 und KIG 2 über­nimmt die gesetzliche Kranken­versicherung die Behandlungskosten nicht.

Bei Erwachsenen werden die Kosten einer kieferorthopädischen Behandlung nur in Ausnahme­fällen übernommen. Voraus­setzung ist aber immer eine medizinische Notwendigkeit. In diesen Fällen ist es günstig, eine private Zahnzusatzversicherung zu haben.

Vor hohen Zuzahlungen kann eine Zahn­zusatz­versicherung schützen. Gute Tarife über­nehmen einen Groß­teil der Behand­lungs­kosten. Jedoch zahlt die Zahnzusatz­versicherung nur, wenn noch keine Fehl­stellung diagnostiziert und keine Behandlung angeraten wurde. Deshalb findet sich auch für Erwachsene kaum ein passender Tarif. Denn die Fehl­stellungen sind in der Praxis meist schon lange bekannt. Von Zahnzusatzversicherungen mit kiefer­ortho­pädische Leistungen können vor allem Kinder und Jugendliche profitieren.

Trotz privater Zahnzusatz­versicherung müssen Sie Keramik­brackets häufig aus eigener Tasche bezahlen. Lassen Sie sich hierzu unbedingt vor Abschluss einer Zahnzusatz­versicherung beraten. Mit dem Allianz Tarif MeinZahnschutz sind die Kosten versichert und werden übernommen. Je nach Tarif leistet die Allianz mit MeinZahnschutz für Kinder und Jugendliche unter 21 Jahren sogar bis zu 3.000 Euro für Kieferorthopädie inklusive Extras wie Keramik- und Minibrackets oder Lingualtechnik. Die Allianz Zahnzusatzversicherung bietet auch Sofortschutz.

Zu beachten sind dabei die tarifliche Zahnstaffel und die Gebührenordnung. Die Allianz zahlt bis zu den Höchstsätzen laut Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ) / für Ärzte (GOÄ).

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Im Vergleich
Der wahrscheinlich größte Unterschied zwischen Metall- und Keramikbrackets ist das Material.
 
  • Metallbrackets werden aus einem rost- und nickel­freien Edel­stahl gefertigt und in der Regel auch mit Edel­stahl­bögen ver­bunden. Sie stellen die robustere Form der Brackets für Zähne dar und können auf­grund ihrer Nickel­freiheit auch von Allergikern getragen werden.
  • Keramikbrackets bestehen aus zahn­farbenem oder trans­parentem Keramik, verfügen über eine glatte Ober­fläche und abge­rundete Kanten. Sie sind jedoch nicht so stabil. Keramik ist ein hartes, aber poröses Material, das spröde werden und abplatzen kann.
Grundsätzlich kann jeder zu beiden Varianten greifen. Positive Erfahrungen mit Keramik­brackets machen Erwachsene und an­spruchs­volle Jugendliche, die besonderen Wert auf Ästhetik legen. Denn die Zahnspange mit durchsichtigen oder weißen Brackets ist kaum sichtbar. Ein weiterer Vor­teil: Weil Essens­reste auf der festen Zahnspange mit durchsichtigen oder weißen Brackets für Zähne deutlich zu sehen sind, putzen Patienten mit Keramik-Zahnspangen öfter ihre Zähne. 

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  Metallbrackets Keramikbrackets
Stabilität Hoch bei Metallbrackets Niedrig bei Keramikbrackets
Ästhetik Sichtbar bei Metallbrackets Zahnfarbene oder transparente Keramikbrackets
Zahngesundheit Erhöhtes Risiko für Karies bei Metallbrackets Geringeres Risiko für Karies bei Keramikbrackets
Tragekomfort Verletzungsgefahr des Zahnfleisches bei Metallbrackets Höherer Tragekomfort bei Keramikbrackets
Verfärbungen an den Zähnen Möglich bei Metallbrackets, aber bei guter Pflege selten Möglich bei Keramikbrackets, aber bei guter Pflege selten
Kosten Gering bei Metallbrackets (da Kassenleistung) Hoch bei Keramikbrackets

Welche Brackets sind die besten? Das kann nur der Patient nach Aufklärung durch den Kieferorthopäden entscheiden. Denn beide Zahnspangenarten haben Vor- und Nachteile. Aus rein medizinischer Sicht sind die Metallbrackets besser. Sie sind robuster und halten deswegen länger. Allerdings können sie das Zahnfleisch verletzen und es besteht ein höheres Risiko für Karies.

Aus ästhetischer Sicht sind Keramikbrackets besser. Sie haben ein besseres Tragegefühl. Die festen Zahnspangen mit durchsichtigen Brackets oder weißen Brackets sind fast unsichtbar und haben ein geringes Risiko für Karies. Bei der Haltbarkeit sind Keramikbrackets im Nachteil. Die Mehrkosten für Keramikbrackets Kosten trägt der Patient selbst.

Nach der Behandlung
Der Kieferorthopäde lockert die Bänder an den Backzähnen und nimmt sie heraus. Mit einem speziellen Instrument drückt er die weißen Brackets zusammen und entfernt diese einzeln von den Zähnen. Die feste Zahnspange wird inklusive des Bogendrahtes kieferweise (Unter- und Oberkiefer) in einem Stück herausgenommen.
  1. Bänder lockern: Der Kieferorthopäde lockert die Bänder an den Backenzähnen und nimmt sie heraus.
  2. Einzeln lösen: Um die Keramikbrackets zu entfernen, drückt er die weißen Brackets mit einem speziellen Instrument zusammen und löst sie einzeln von den Zähnen.
  3. Inklusive Bogendraht entfernen: Die feste Zahnspange wird inklusive des Bogendrahtes kieferweise (Unter- und Oberkiefer) in einem Stück herausgenommen.
  4. Klebereste säubern: Mit einem Finiergerät befreit der Kieferorthopäde alle Zähne einzeln von eventuellen Kleberesten und poliert sie glatt.
  5. Optionalen Retainer anbringen: Optional: Innen an den Frontzähnen kann ein festsitzender Retainer angebracht werden. So wird das Ergebnis langfristig gesichert.
  6. Regenerierung sichern: Die Zähne werden am Ende mit einem fluoridhaltigen Lack behandelt. So wird eine optimale Regenerierung des Zahnschmelzes gewährleistet.
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Tipps zur Instandhaltung
Kommt zur Korrektur einer Zahn­fehl­stellung eine Zahnspange aus Keramik zum Einsatz, muss diese richtig gepflegt werden. Die regel­mäßige Reinigung reduziert das Risiko für Zahn­schäden und gelbe Zähne an den Keramik­brackets. Folgende Pflege­tipps sollten Sie deshalb beherzigen:
  • Verwendung von Ortho-Bürsten:
    Bei Ortho-Bürsten handelt es sich um spezielle Zahn­bürsten, die für die Reinigung von fest­sitz­enden Zahn­spangen geeignet sind. Bei diesen Zahn­bürsten befinden sich in der Mitte gekürzte Borsten mit starker Härte. Die Borsten an den Außen­seiten sind länger und auch weicher.
  • Verwendung einer elektrischen Zahnbürste:
    Es ist durch­aus sinn­voll, für die Reini­gung der Zähne eine elektrische Zahn­bürste zu ver­wenden. Für diese gibt es besondere Auf­sätze, die auch die Reinigung der Zahn­spange erleich­tern und hinter den Keramik­brackets gelbe Zähne ver­meiden. Mit einer elektrischen Zahn­bürste kann die Flecken­bildung auf den Zähnen vermindert und eine bessere  Durchblutung des Zahnfleischs gewährleistet werden.
  • Besondere Vorsicht bei Lebensmitteln und Getränken:
    Lebensmittel wie Spinat, Rote Beete, Curry und Safran sowie bunte Säfte, Limonaden, Kaffee und Rotwein können die durchsichtigen Gummi­s an den Keramik­brackets verfärben. Nach ihrem Genuss sollten deshalb Zähne und Zahn­spange besonders gründlich geputzt werden.
  • Mundgeruch entgegenwirken:
    Sammeln sich an den Keramik­brackets Essens­reste an, kann es mit der Zeit zu Mund­geruch kommen. Auch des­halb ist eine regel­mäßige, gründ­liche Reinigung wichtig.

Grundsätzlich lässt sich eine Verfärbung von Keramik­brackets beziehungs­weise aller Bestand­teile der Zahn­spange ver­hindern, indem Sie die Zähne regel­mäßig und sorg­fältig mit einer fluorid­haltigen Zahn­pasta putzen. So ist eine allgemeine Mund­hygiene gewähr­leistet. Eine feste Zahn­spange mit durch­sichtigen Brackets bleibt dadurch unauffällig.

Lebensmittel wie Curry, Rotwein oder Kaffee können zu einer Verfärbung der Keramik­brackets führen, genauer der Gummis oder anderer Bestand­teile der Zahn­spange. Keramik selbst ist farb­resistent. Weisen die Gummi­ringe auf­fällige Verfärbungen auf, kann der Kiefer­orthopäde sie auswechseln. 

Besteht Bruchgefahr?
Aufgrund der höheren Keramikbrackets-Preise sollten sie auch die komplette Behandlungsdauer überstehen. Ist die Haltbarkeit bei Keramikbrackets ein Nachteil?

Im Vergleich zu Metallbrackets sind Keramikbrackets weniger stabil. Keramik ist im Vergleich zu Metall eher spröde und kann leichter brechen. Dass Keramikbrackets im Mund zerbrechen, ist aber unwahrscheinlich

Der Nachteil bei der Haltbarkeit von Keramikbrackets besteht beim Entfernen in der Praxis des Kieferorthopäden. Dabei können Teile der Brackets abbrechen, die der Kieferorthopäde direkt am Zahn abschleifen muss. Das kostet Zeit, ist aber nicht schmerzhaft.

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Häufige Fragen
  • Wie lange dauert die Behandlung mit Keramikbrackets?

    Wie ist der Zeitraum für Keramikbrackets vorher nachher? Je nach individueller Zahn- und/oder Kieferfehlstellung kann die kieferorthopädische Behandlung mit Keramikbrackets ein paar Monate bis hin zu mehreren Jahren dauern. Je nach individueller Zahn- und/oder Kieferfehlstellung kann die kieferorthopädische Behandlung mit Keramikbrackets ein paar Monate bis hin zu mehreren Jahren dauern.
  • Sind Keramikbrackets bei einer festen Zahnspange sinnvoll und unauffälliger?

    Weiße oder durchsichtige Brackets können sinnvoll sein. Durch ihre abgerundeten Kanten und der glatten Oberfläche sind sie für Bakterien schwer zu besiedeln. So minimiert sich das Kariesrisiko und das Risiko für Zahnverfärbungen. Weiße Brackets sind zudem unffälliger als Metallbrackets, ebenso wie transparente oder zahnfarbene Alternativen.
  • Ist eine Behandlung mit einer festen Zahnspange mit Keramikbrackets schmerzhaft?

    Nein, vor Schmerzen müssen Sie sich beim Einsetzen der Zahnspange keine Sorgen machen. Nach dem Anbringen müssen sich die Zähne aber erstmal an die Keramikbrackets gewöhnen. Besonders das starke Kauen von festen Speisen kann am Anfang oder nach einem Bogenwechsel unangenehm sein.
  • Können die Keramikbrackets den Zähnen schaden?

    Nein, Keramikbrackets können den Zähnen nicht schaden. Sie verfügen eine glatte Oberfläche und abgerundete Kanten.
  • Sind Keramikbrackets auch für Erwachsene mit einer Zahnspange geeignet?

    Die Keramikbrackets eignen sich besonders für Erwachsene. Muss man im Erwachsenenalter, als junger Erwachsener, Student oder Auszubildender eine Zahnspange tragen, ist die Keramikbracket-Zahnspange am besten geeignet, da sie im Alltag fast nicht sichtbar ist.
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