So geht's

Zahnzusatz­versicherung in der Steuererklärung angeben

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Kurz erklärt in 30 Sekunden
Einfach erklärt, was Sie beachten sollten
  • Beim Ausfüllen der Steuererklärung sollten Sie nichts vergessen oder falsch machen. Schließlich geht es um Ihr Geld. Daher lohnt es sich für Sie mitunter, sich über die Absetzbarkeit Ihrer Versicherungen zu informieren.
  • Kosten für eine Zahnzusatzversicherung können Sie als sogenannte „Vorsorgeaufwendungen“ in der Anlage „Vorsorgeaufwand“ in Zeile 28 Ihrer Einkommensteuererklärung angeben.
  • Der steuerlich absetzbare Höchstbetrag für Vorsorgeaufwendungen beträgt 1.900 Euro bei sozialversicherungspflichtigen Arbeitnehmern und 2.800 Euro für Selbstständige.
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Was Sie grundsätzlich wissen sollten

Grundsätzlich kann die Zahnzusatzversicherung im Rahmen der Vorsorgeaufwendungen abgesetzt werden. Der Höchstbetrag für Vorsorgeaufwendungen hierbei liegt für sozialversicherungspflichtige Arbeitnehmer bei 1.900 Euro und für Selbstständige bei 2.800 Euro. Wird dieser Betrag bereits von den Zahlungen zur gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung ausgeschöpft, kann man die Zahnzusatzversicherung nicht mehr absetzen. 

Wer kann die Zahnzusatzversicherung von der Steuer absetzen?

  • Als Selbstständige(r)

    Selbständige können insgesamt 2.800 Euro für ihre Vorsorgeaufwendungen angeben und damit 900 Euro mehr als sozialversicherungspflichtige Arbeitnehmer. Der Anteil ist bei selbstständiger Arbeit etwas höher, da diese Berufsgruppe weder Beamten-Beihilfe noch einen Arbeitgeberanteil für ihre Versicherung bezahlt bekommt. Selbstständige zahlen alle Kosten für die Versicherung selbst und haben daher eine höhere Absetzungsgrenze der Vorsorgeaufwendungen.
  • Als Arbeitnehmer(in)

    Liegen Ihre jährlichen Versicherungsbeiträge für Kranken- und Pflegepflichtversicherung unter 1.900 Euro können Sie auch Versicherungen wie die Zahnzusatzversicherung von der Steuer absetzen. Meist ist die Absetzungsgrenze aber bereits mit den jährlich geleisteten Versicherungsbeiträgen für Pflegepflicht- und Krankenversicherung erreicht. Den Betrag Ihrer gesamten Krankenversicherungsbeiträge entnehmen Sie bitte dem Ausdruck Ihrer Lohnsteuerkarte.
  • Als Beamte(r)

    Als Beamte/r haben Sie den Vorteil der Beamten-Beihilfe. Sie bekommen Zuschüsse zu allen Gesundheitsleistungen. Einen Teil der Kosten trägt dabei der Dienstherr. Das kann eine Gemeinde, der Bund, das Land o.ä. sein. Den restlichen Anteil zahlen Beamte selbst. Entscheiden sich Beamte für eine gesetzliche Versicherung, bekommen Sie weder Arbeitgeberanteil noch Beihilfe. Viele Beamte sind daher privat krankenversichert, um sich selbst nicht zu 100 Prozent gegen Krankheitskosten, sondern nur zu 50 Prozent absichern zu müssen. Durch die private Versicherung können Beamte die anteilige Übernahme durch die Beamten-Beihilfe nutzen. Die Absetzungsgrenze für alle Beamten, egal wo sie krankenversichert sind, liegt ebenfalls bei 1.900 Euro.
  • Als Rentner(in)

    Für Rentnerinnen und Rentner gilt das Gleiche wie für Arbeitnehmer. Die Höchstgrenze für Vorsorgeaufwendungen liegt bei 1.900 Euro, sie können aber, wie alle anderen auch, ihre Kranken- und Pflegeversicherungen in unbegrenzter Höhe in der Steuer geltend machen.
  • Als Student(in)

    Studentinnen und Studenten haben einen besonderen Vorteil: Sie zahlen verhältnismäßig niedrige Versicherungsbeiträge zur Kranken- und Pflegepflichtversicherung und können daher von der Angabe der Zahnzusatzversicherung besonders profitieren. Der Höchstbetrag ist meist nicht durch die Kranken- und Pflegepflichtversicherungsbeiträge erreicht, sodass der Betrag mit Versicherungen wie der Zahnzusatzversicherung „aufgefüllt“ werden kann.
  • Tipp für Verheiratete

    Sind Sie verheiratet, gilt für Sie unter Umständen eine höhere Absetzungsgrenze. Weitere Informationen dazu finden Sie im Abschnitt "Steuervorteil für Ehepaare".
Vorteile als Verheiratete nutzen
Allianz - Zahnzusatzversicherung in der Steuer: Paar lacht im Cafe

Wenn Sie verheiratet sind oder in einer eingetragenen Lebenspartnerschaft leben, haben Sie beim Absetzen von Vorsorgeaufwendungen und somit auch bei der Zahnzusatzversicherung je nach Berufstätigkeit mitunter einen Vorteil, denn: Der Höchstbetrag kann sich erhöhen. Haben Ehepartner oder Partner, die in einer eingetragenen Lebenspartnerschaft leben, eine gemeinsame Steuernummer, sind sie gemeinsam „veranlagt“ und können ihre Höchstbeträge der Vorsorgeaufwendungen zusammenzählen. Das heißt für

  • Paare, bei denen beide als sozialversicherungspflichtige Arbeitnehmer tätig sind, gilt ein Höchstbetrag von 3.800 Euro.
  • Paare, bei denen beide Partner selbstständig sind, erhöht sich die Absetzungsgrenze auf 5.600 Euro.
  • Paare, bei denen einer selbstständig und der andere Arbeitnehmer, Rentner oder Beamter ist, erhöht sich der Betrag auf 4.700 Euro.

Für alle anderen Konstellationen, bei denen mindestens ein Partner ein sozialversicherungspflichtiger Arbeitnehmer ist, erhöht sich der Betrag ebenfalls auf 3.800 Euro.

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Ist die Zahnreinigung absetzbar?
Allianz - Icon: Information zum Thema Zahnzusatzversicherung von der Steuer absetzen
Wenn die Kosten Ihrer Zahnreinigung oder anderer Vorsorgeleistungen von Ihrem privaten Versicherungsgeber komplett erstattet werden, können Sie diese Kosten nicht von der Einkommensteuer absetzen. Müssen Sie für einen Teil der Kosten selbst aufkommen, können Sie Ihren Anteil als außergewöhnliche Belastung in der Steuer angeben. Das Finanzamt entscheidet dann, ob es sich dabei um eine außergewöhnliche finanzielle Belastung handelt und sich diese Angabe mildernd auf Ihre Steuer auswirkt.
Allianz - Icon: Information zum Thema Zahnzusatzversicherung von der Steuer absetzen
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Geld sparen mit der Zahnzusatzversicherung
Allianz - Zahnzusatzversicherung von der Steuer absetzen: silberne und goldene Zähne

Warum sich eine Zahnzusatzversicherung lohnt? Niemand weiß, ob nicht doch irgendwann einmal etwas mit den Zähnen ist. Egal ob für junge Erwachsene oder junge Familien - eine Zahnzusatzversicherung kann sich für jedes Alter lohnen. Wählen Sie einen Tarif, der Leistungen bietet, die für Sie wichtig sind und profitieren Sie somit von Leistungen die, die gesetzliche Krankenkasse nicht oder nicht ganz übernimmt:

  1. Prophylaxe: Durch eine Zahnzusatzversicherung können Sie Leistungen für Ihre regelmäßige Zahnprophylaxe wie z.B. professionelle Zahnreinigung versichern.
  2. Hochwertige Kunststofffüllungen: Mit einer Zahnzusatzversicherung können Sie Leistungen für hochwertige Kunststofffüllungen absichern.
  3. Kosten für Wurzel- oder Parodontitisbehandlung: Je nach Tarif werden bis zu 100 Prozent der Kosten übernommen.
  4. Kieferorthopädische Behandlungen: Bis zum 21. Lebensjahr werden grundsätzlich kieferorthopädische Behandlungen bis zum vereinbarten Höchstsatz vom Versicherer übernommen. Die meisten Versicherer bieten Tarife an, die sich auch im Falle eines Unfalls auch für kieferorthopädische Maßnahmen Erwachsenen leisten können.
  5. Zahnersatz und Inlays: Mit einer Zahnzusatzversicherung können Sie Ihren Eigenanteil bei Zahnersatz oder Inlays massiv reduzieren.
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