Warnung: Sie verwenden einen veralteten Browser. Bitte wechseln Sie zu einem moderneren Browser wie Chrome, Firefox oder Microsoft Edge.

Kurz erklärt in 30 Sekunden
  • Beim Ausfüllen der Steuererklärung sollten Sie nichts vergessen. Schließlich geht es um Ihr Geld. Was können Sie an Versicherungen absetzen? Wo, in welcher Höhe? Es lohnt sich, dass Sie sich genau über die steuerliche Absetzbarkeit Ihrer privaten Zusatzversicherungen informieren.
  • Die Kosten für Ihre private Zahnzusatzversicherung (ZZV) können Sie als sogenannte Vorsorgeaufwendungen in der Anlage Vorsorgeaufwand Ihrer Einkommensteuererklärung angeben.
  • Der steuerlich absetzbare Höchstbetrag für Vorsorgeaufwendungen beträgt jährlich 1.900 Euro bei sozialversicherungspflichtigen Arbeitnehmern, Rentnern und Beihilfeberechtigten und 2.800 Euro für Selbstständige und Freiberufler (Stand 2021).
  • Zudem können Sie in der Steuererklärung Ihren Kostenanteil für Zahn-Vorsorgeleistungen wie professionelle Zahnreinigungen als außergewöhnliche Belastungen angeben (sofern diese nicht 100 % von Ihrem Privatversicherungsunternehmen übernommen werden).
1 von 6
Gut zu wissen

Ja. Grundsätzlich kann die Zahnzusatzversicherung (ZZV) in der Steuererklärung im Rahmen der Vorsorgeaufwendungen abgesetzt werden. Der Höchstbetrag für Vorsorgeaufwendungen hierbei liegt für sozialversicherungspflichtige Arbeitnehmer bei 1.900 Euro und für Selbstständige bei 2.800 Euro (2021).

Wenn Sie diese Beträge mit den Zahlungen zur gesetzlichen Kranken- und Pflegepflichtversicherung noch nicht ausschöpfen, dann können Sie die Zahnzusatzversicherung absetzen. Meist sind die Maximalbeträge mit den Pflichtversicherungen jedoch ausgeschöpft.

Bessere Chancen haben Sie, wenn Sie in der gesetzlichen Krankenkasse als Familienmitglied oder Ehepartner mitversichert sind und eine eigene Steuernummer haben. Da sie keine eigenen Beiträge leisten, liegen Sie in der Regel unter dem steuerlichen Höchstbetrag für Vorsorgeaufwendungen. Heißt, in der Regel können Sie als Mitversicherter Ihre private Zahnzusatzversicherung steuerlich geltend machen. Sie wird dann meist voll steuerwirksam.

2 von 6
Ihre Optionen
Ob und in welcher Höhe Sie in Ihrer Steuererklärung eine private Zahnzusatzversicherung absetzen können, hängt von Ihrer persönlichen Situation, Ihrem beruflichen Status und von Ihren Beiträgen in der Kranken- und Pflegepflichtversicherung ab.
Vorteile
Wenn Sie verheiratet sind oder in einer eingetragenen Lebenspartnerschaft leben, haben Sie beim Absetzen von Vorsorgeaufwendungen und somit auch bei der privaten Zahnzusatzversicherung bei der Steuererklärung je nach Berufstätigkeit mitunter einen Vorteil, denn: Der Höchstbetrag kann sich erhöhen.
Paar sitzt im Café, trinkt Kaffee und lacht zusammen

Haben Ehepartner oder Partner, die in einer eingetragenen Lebenspartnerschaft leben, eine gemeinsame Steuernummer, sind sie gemeinsam „veranlagt“ und können ihre Höchstbeträge der Vorsorgeaufwendungen zusammenzählen. Das heißt für

  • Paare, bei denen beide als sozialversicherungspflichtige Arbeitnehmer tätig sind, gilt ein Höchstbetrag von 3.800 Euro.
  • Paare, bei denen beide Partner selbstständig sind, erhöht sich die Absetzungsgrenze auf 5.600 Euro.
  • Paare, bei denen einer selbstständig und der andere Arbeitnehmer, Rentner oder Beamter ist, erhöht sich der Betrag auf 4.700 Euro.

Für alle anderen Konstellationen, bei denen mindestens ein Partner ein sozialversicherungspflichtiger Arbeitnehmer ist, erhöht sich der Betrag ebenfalls auf 3.800 Euro.

Illu, Frau hält eine Informationstafel in der Hand
Unser Tipp
Illu, Frau hält eine Informationstafel in der Hand

Das kommt auf Ihre persönliche Versicherungssituation an: Wenn Sie als Ehepartner oder Familienmitglied in der gesetzlichen Krankenkasse Ihrer Eltern oder Ihres Ehepartners mitversichert sind und eine eigene Steuernummer haben, liegen Sie unter dem Höchstbetrag von 1.900 Euro. 

Sie zahlen als Mitversicherte oder Mitversicherter keine eigenen Beiträge zur gesetzlichen Kranken- und Pflegepflichtversicherung, was bedeutet, Sie können die Summe für Ihre private zusätzliche Zahnversicherung verwenden. 

Ebenso profitieren Studenten und Studentinnen aufgrund Ihrer niedrigen Kranken- und Pflegepflichtversicherungsbeiträge am meisten vom Absetzen der Zahnzusatzversicherung in der Steuererklärung.

Finden Sie hier Ihre Allianz Bescheinigungen, Rechnungen und Nachweisen:
3 von 6
Schritt für Schritt
Um Vorsorgeaufwendungen (zu denen auch die Zahnzusatzversicherung in der Steuererklärung zählen kann) in der Steuer angeben zu können, benötigen Sie die Anlage Vorsorgeaufwand. Wie und was genau können Sie an Versicherungen absetzen? Antworten und entsprechende Anlagen finden Sie auf den Seiten des Bundesfinanzministeriums
01
Sind Sie gesetzlich versichert, nutzen Sie bitte auf der ersten Seite das Feld „Über die Basisabsicherung hinausgehende Beiträge zu Krankenversicherungen (z.B. für Wahlleistungen, Zusatzversicherung) abzüglich erstatteter Beiträge“, um Ihre Kosten der privaten Zahnzusatzversicherung abzusetzen. 
02
Ihre Versicherungen in der Steuererklärung eintragen, auf die richtige Weise, das ist wichtig. Wichtig ist aber auch der korrekte Zeitpunkt: Legen Sie die ausgefüllte Anlage bitte dem Mantelbogen Ihrer Steuererklärung bei und reichen Sie alles fristgerecht bei Ihrem Finanzamt ein. Im Regelfall ist die Frist der 31.07. des Folgejahres Ihrer Steuererklärung.
03
Die Anlage „Vorsorgeaufwand“ ist in ELSTER© als Teil der Einkommensteuererklärung zu finden. Im ELSTER©-Steuerprogramm ist die entsprechende Zeile im Bereich „Wahlleistungen und Zusatzversicherungen“ zu finden. Dann erfolgt die Eintragung genau nach dem gleichen Schema wie in Papierform. Je nachdem, welche ELSTER©-Software Sie verwenden, können sich auch die Wege, Anlagen anzuhängen, unterscheiden.
4 von 6
Kosten und Steuer
Icon: Frau bei professioneller Zahnreinigung

Erstattet Ihr privates Versicherungsunternehmen die Kosten für Ihre professionelle Zahnreinigung (PZR) oder anderer Vorsorgeleistungen komplett, können Sie diese Kosten nicht von der Einkommensteuer absetzen.

Müssen Sie für einen Teil der Kosten selbst aufkommen, können Sie Ihren Anteil als außergewöhnliche Belastung in der Steuererklärung angeben. Das Finanzamt entscheidet dann, ob es sich dabei tatsächlich um eine außergewöhnliche finanzielle Belastung handelt und sich diese Angabe mildernd auf Ihre Steuer auswirkt. Erst nach diesem eventuellen Abzug wirken sich Ihre Kosten für eine PZR als außergewöhnliche Belastung steuerlich aus.

Lesen Sie mehr darüber, welche Regelungen gelten in den Ratgebern für die Dentaltarife DentalPlus, DentalBest und ZahnFit.

Icon: Frau bei professioneller Zahnreinigung
5 von 6
5 Tipps
Warum sich eine Zahnzusatzversicherung lohnt? Niemand weiß, ob nicht doch irgendwann einmal etwas mit den Zähnen ist. Egal ob für junge Erwachsene oder junge Familien: Eine Zahnzusatzversicherung kann sich für jedes Alter lohnen.

 

Unabhängig vom Thema Zahnzusatzversicherung in Ihrer Steuererklärung: Wählen Sie einen Tarif, der alle Leistungen bietet, die für Sie wichtig sind und profitieren Sie somit von Leistungen, die die gesetzliche Krankenkasse nicht oder nicht ganz übernimmt:

  1. Prophylaxe: Durch eine Zahnzusatzversicherung können Sie Leistungen für Ihre regelmäßige Zahnprophylaxe wie z.B. professionelle Zahnreinigung versichern.
  2. Hochwertige Kunststofffüllungen: Mit einer Zahnzusatzversicherung können Sie Leistungen für hochwertige Kunststofffüllungen absichern.
  3. Kosten für Wurzel- oder Parodontitisbehandlung: Je nach Tarif werden bis zu 100 Prozent der Kosten übernommen.
  4. Kieferorthopädische Behandlungen: Bis zum 21. Lebensjahr werden grundsätzlich kieferorthopädische Behandlungen bis zum vereinbarten Höchstsatz vom Versicherer übernommen. Die meisten Versicherer bieten Tarife an, die sich auch im Falle eines Unfalls auch für kieferorthopädische Maßnahmen Erwachsenen leisten können.
  5. Zahnersatz und Inlays: Mit einer Zahnzusatzversicherung können Sie Ihren Eigenanteil bei Zahnersatz oder Inlays massiv reduzieren.
Die passende Versicherung
6 von 6
Häufige Fragen
  • Die Kosten der ZZV sind steuerlich absetzbar, sind die Zahnarztkosten auch von der Steuer absetzbar?

    Ja. Auch Ihre Zahnarztrechnung bzw. Ihre Zahnarztkosten können Sie steuerlich geltend machen. Jedoch können Sie nur jene Rechnungen bzw. Kosten geltend machen, die nicht von der Zahnzusatzversicherung übernommen werden - unter bestimmten Voraussetzungen. Als Ausgaben fallen sie in der Steuererklärung unter die außergewöhnlichen BelastungenOb Ihre Untersuchungskosten oder die Kosten für Zahnbehandlungen dann tatsächlich abzugsfähig sind, hängt ab von: Ihrem Familienstand, Anzahl Kinder und von der Höhe Ihres Einkommens.
  • Ab welchem Betrag sind Kosten für den Zahnersatz steuerlich absetzbar?

    Egal auf welchem Preisniveau oder wie hochwertig: Die Kosten für einen Zahnersatz (Implantate, Brücken) können für steuerliche Zwecke außergewöhnliche Belastungen darstellen. Als solche können Sie diese (ebenso wie Zahnarztkosten) in der Steuererklärung angeben. Ob Ihre angefallenen Kosten für Zahnersatz vom Finanzamt dann als abzugsfähig anerkannt werden, hängt von Ihren Voraussetzungen zu Familienstand, Kindern und Einkommen ab.
Unser Service für Sie
Haben Sie noch Fragen zur Zahnzusatzversicherung?
Die Allianz Agentur in Ihrer Nähe
Kontaktieren Sie die Allianz Service
Melden Sie sich bei dem Allianz Service
Schicken Sie uns Ihre Beratungsanfrage - wir melden uns bei Ihnen.
Berechnen Sie Ihren Tarif zur Allianz Versicherung
Finden Sie den
passenden Tarif
Berechnen Sie Ihren individuellen Tarif zur Zahnzusatzversicherung.