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Was tun bei Heuschnupfen? Wie betroffene Ärzte reagieren

Allianz - Heuschnupfen: Frau vor Blütenzweig putzt sich die Nase

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Verstopfte Nase, tränende Augen, Husten und manchmal sogar Atemnot: Für mehr als zehn Millionen Heuschnupfengeplagte hat wieder eine neue Leidenszeit begonnen. Wir haben Ärzte, die selbst unter Pollenallergie leiden, gefragt, wie sie damit umgehen und was wirklich hilft.

Endlich Frühjahr, alles blüht! Viele leiden so sehr, dass sie kaum schlafen, arbeiten oder lernen können – geschweige denn, die Freizeit genießen. Was helfen könnte, wäre in die Wüste auszuwandern, doch das dürfte für die wenigsten eine praktikable Lösung sein. Zwei selbst betroffene Ärzte verraten, was wirklich hilft.

Allianz - Prof. Dr. Thomas Fuchs, Vizepräsident des Ärzteverbandes Deutscher Allergologen

Interview mit Prof. Dr. Thomas Fuchs

Einer der es wissen muss, ist Prof. Dr. Thomas Fuchs. Er gilt nicht nur als Koryphäe auf dem Gebiet der Allergologie, sondern ist selbst betroffen. Fuchs ist Vizepräsident des Ärzteverbandes Deutscher Allergologen (AeDA) und war bis vor kurzem Leiter der Allergieabteilung an der Universitätsmedizin Göttingen. Dort hatte er mehr als vier Jahrzehnte lang die Göttinger Hautklinik und insbesondere die Allergologie maßgeblich geprägt.

Sie leiden seit vielen Jahren an einer Pollenallergie. Auf was reagieren Sie allergisch?
THOMAS FUCHS: Auf Baum- und Strauchpollen, vor allem die Frühblüher wie Hasel oder Erle. Besonders zu schaffen macht mir aber die Birke.

Wie versuchen Sie, den Pollen auszuweichen?
FUCHS: Wirklich ausweichen geht nicht. Sie müssten sich in die Wüste begeben oder in einen klimatisierten Glaskasten zurückziehen. Das ist unrealistisch. Umso wichtiger sind deshalb der Gang zum Allergologen und die richtige Behandlung.

Cortison, Antihistaminika, Immuntherapie: Zu welcher Behandlung raten Sie?
FUCHS: Am Anfang steht die richtige Diagnose. Dazu sollte ein naturwissenschaftlich ausgebildeter Allergologe aufgesucht werden, der breit denkt. Bei der Therapie hat die ganze Palette ihre Berechtigung. Bei akuten Beschwerden sind Cortison-Nasensprays und Antihistaminika zwingend. Eine dauerhafte, signifikante Verbesserung ist aber nur mit einer allergenspezifischen Immuntherapie möglich, auch bekannt unter dem Begriff Allergieimpfung. Früher wurde sie auch Desensibilisierung oder Hyposensibilisierung genannt.

Was hat Ihnen bei Ihrer eigenen Pollenallergie am meisten geholfen?
FUCHS: Ich habe bei mir selbst eine spezifische Immuntherapie durchführen lassen und kann nur dazu raten. Nur damit lässt sich eine Verschlimmerung der Symptome verhindern.

Allianz - Ärztin Felizitas Maschek

Heuschnupfen und Kreuzallergie: Erfahrungsbericht von Ärztin Felizitas Maschek

Auch Felizitas Maschek ist Pollenallergikerin. Die Ärztin mit einem Master Public Health arbeitete im Gesundheitsmanagement der Allianz Private Krankenversicherung. Seit 25 Jahren leidet sie an Heuschnupfen. Kreuzallergien mit Äpfeln, Kirschen und Nektarinen haben sich dazugesellt. Was hilft ihr bei akuten Beschwerden? Was ist ihr Rat, damit sich die Allergien mit den Jahren nicht verschlimmern? Und wie hält sie im Alltag ihre Pollen- und Kreuzallergien in Schach? Alle Antworten lesen Sie in unserem Interview „Aktiv gegen Heuschnupfen“ auf Allianz Gesundheitswelt. Dort finden Sie auch Tipps für Heuschnupfengeplagte.

Gut abgesichert bei Allergien

Allergietests, spezifische Immuntherapie, allergische Anfälle: Viele Allergiker kennen das volle Programm. Mit einer privaten Krankenversicherung sind Betroffene sehr gut versorgt. So übernimmt die Allianz Private Krankenversicherung bei allen AktiMed-Vollversichertentarifen effektive Therapiekonzepte mit beispielsweise Cortison-Sprays und Antihistaminika, ebenso Hyposensibilisierungen. Weitere Informationen zu Allianz krankenversichert, finden Sie hier.

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Heuschnupfen am Steuer: So schlimm wie Alkohol

Allianz - Pollenallergie: Junges Mädchen mit rot umränderten Augen reibt sich das Gesicht

Rote Augen und heftige Niesattacken sind der alljährliche Begleiter für schätzungsweise 25 Millionen deutscher Allergiker. Heuschnupfen-Beschwerden sind nicht nur lästig, sondern beeinträchtigen Betroffene auch dort, wo es wirklich gefährlich wird: Laut einer niederländischen Studie verschlechtert eine unbehandelte Pollenallergie die Fahrtüchtigkeit ähnlich stark wie Alkoholgenuss.

Jeder dritte Deutsche ist betroffen

Laut Dr. Eric Vuurman und seinen Kollegen von der Universität Maastricht  ist etwa ein Drittel der erwachsenen Bevölkerung von der Pollenallergie bei täglichen Aktivitäten beeinträchtigt – auch beim Autofahren.  Für die Studie wurden bei Heuschnupfen-Patienten durch eine nasal verabreichte Pollenlösung künstlich Allergiebeschwerden ausgelöst.

Zum besseren Vergleich bekam ein Teil der Probanden Medikamente gegen die Allergie, ein anderer erhielt ein Placebo. Eine dritte Vergleichsgruppe wurde nicht mit Pollen drangsaliert und repräsentierte somit die „gesunden“ Normalfahrer. Anschließend setzten sich alle Teilnehmer hinters Steuer und die Wissenschaftler prüften ihr Reaktionsvermögen und die Gedächtnisleistung.

Vergleichbar mit 0,5 Promille

Die Ergebnisse des Tests sind erschreckend: Fahrverhalten und Gedächtnisleistung der unbehandelten Pollenallergiker war wesentlich schlechter als die der beiden anderen Gruppen. Die Forscher sprechen von einer Beeinträchtigung, die vergleichbar ist mit einem Blutalkohol von 0,5 Promille. Eine drastische Zahl: Laut § 24a Strafgesetzbuch begeht man mit 0,5 Promille Blutalkohol am Steuer eine Ordnungswidrigkeit und muss mit ein bis drei Monaten Fahrverbot und 500 bis 3.000 Euro Bußgeld rechnen.

Die Studie zeigt, wie wichtig eine richtige Behandlung der Symptome ist. Wir haben Prof. Dr. Thomas Fuchs gefragt, was wirklich hilft. Er ist nicht nur Leiter der Allergieabteilung der Universitätsmedizin Göttingen, sondern auch im Vorstand des Ärzteverbandes Deutscher Allergologen.

Herr Fuchs, Kortison, Antihistaminika oder allergenspezifische Immuntherapie – welche Therapie ist erfolgreich?

THOMAS FUCHS: Alle drei. Kortison-Nasensprays und sogenannte Antihistaminika helfen recht rasch, Symptome zu lindern. Viele Patienten kann man mit einer allergenspezifischen Immuntherapie, früher auch Hyposensibilisierung oder Allergieimpfung genannt, sogar gänzlich von ihrer Krankheit befreien. Eine Besserung findet bei fast allen statt. Außerdem kann die Allergieimpfung auch allergische Reaktionen auf andere Stoffe verhindern. Das heißt, einem Graspollenallergiker würden wir Allergologen eine Immuntherapie mit einem Graspollenextrakt empfehlen.

Wovon raten Sie Allergiepatienten ab?
Unsinnige diagnostische Maßnahmen wie Bioresonanztests oder „IgG-Bestimmungen“ durchführen zu lassen. Auch Amulette, Magnete, Kupferarmbänder und andere mystische Behandlungsansätze helfen nicht.

Ein abschließender Rat an Pollenallergiker für den Saisonhöhepunkt?
Sie sollten unbedingt einen Allergologen aufsuchen, also einen auf allergische Krankheiten spezialisierten Arzt. Der wird Ihnen eine der genannten Behandlungen empfehlen. Und dann kommen Sie gut durch die Zeit. Allergische Krankheiten kann man heutzutage hervorragend in den Griff bekommen

Kommen Sie gesund durch den Frühling! Mit der privaten Krankenversicherung von der Allianz sind Sie immer gut beraten.

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