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Was tun bei Heuschnupfen?

Allianz - Heuschnupfen: Frau vor Blütenzweig putzt sich die Nase

Wenig Zeit? Das Wichtigste in 30 Sekunden

Allianz - Stoppuhr mit Allianz Logo im Hintergrund
  • Endlich Frühling! Doch während sich die einen über die ersten warmen Sonnenstrahlen und die Blütenpracht freuen, beginnt für viele andere eine Leidenszeit mit tränenden Augen, verstopfter Nase, Husten und manchmal sogar Atemnot. Was tun bei Heuschnupfen? 
  • Zu Beginn der Behandlung steht zunächst die richtige Diagnose. Dafür sollten Sie  unbedingt einen Allergologen aufsuchen.
  • Kortison-Nasensprays und Antihistaminika können kurzfristig die Beschwerden lindern. Für eine langfristige Besserung ist eine Immuntherapie zu empfehlen.

Heuschnupfen - eine Volkskrankheit

In Deutschland leiden schätzungsweise 25 Millionen Allergiker alljährlich an Heuschnupfen. Die Allergie wird durch die Pollen von Bäumen, Sträuchern und Gräsern ausgelöst. Diese sogenannten Allergene sind an sich harmlose Stoffe, doch gelangen Partikel davon in die Nase oder Augen eines Betroffenen, reagiert das Immunsystem. Tränende Augen, Niesreiz und manchmal sogar Atemnot sind die Folge.

Je nach Ausprägung kann Heuschnupfen von Mitte Januar bis Ende September auftreten. Erle und Hasel plagen die Allergiker schon früh im Jahr. In dem Zeitraum von März bis Mai folgen dann weitere Bäume wie Esche, Birke, Buche oder Pappel. Ende Mai bis Mitte Juli blühen die meisten Gräser. Die Pollensaison endet mit Brennnessel, Nessel und Ambrosia. Da man den Pollen somit die meiste Zeit des Jahres nicht entkommt, beschäftigt Allergiker die Frage: Was tun bei Heuschnupfen?

Allianz - Grafik Baum

Heuschnupfen am Steuer - so schlimm wie Alkohol

Heuschnupfen-Beschwerden sind nicht nur lästig, sondern beeinträchtigen Betroffene auch dort, wo es wirklich gefährlich wird: Eine niederländische Studie zeigt, dass eine unbehandelte Pollenallergie die Fahrtüchtigkeit ähnlich stark wie Alkoholgenuss verschlechtert.

Laut Dr. Eric Vuurman und seinen Kollegen von der Universität Maastricht  ist etwa ein Drittel der erwachsenen Bevölkerung von der Pollenallergie bei täglichen Aktivitäten beeinträchtigt – auch beim Autofahren.  Für die Studie wurden bei Heuschnupfen-Patienten durch eine nasal verabreichte Pollenlösung künstlich Allergiebeschwerden ausgelöst.

Zum besseren Vergleich bekam ein Teil der Probanden Medikamente gegen die Allergie, ein anderer erhielt ein Placebo. Eine dritte Vergleichsgruppe wurde nicht mit Pollen drangsaliert und repräsentierte somit die „gesunden“ Normalfahrer. Anschließend setzten sich alle Teilnehmer hinters Steuer und die Wissenschaftler prüften ihr Reaktionsvermögen und die Gedächtnisleistung.

Die Ergebnisse des Tests sind erschreckend: Fahrverhalten und Gedächtnisleistung der unbehandelten Pollenallergiker war wesentlich schlechter als die der beiden anderen Gruppen. Die Forscher sprechen von einer Beeinträchtigung, die vergleichbar ist mit einem Blutalkohol von 0,5 Promille. Eine drastische Zahl: Laut § 24a Strafgesetzbuch begeht man mit 0,5 Promille Blutalkohol am Steuer eine Ordnungswidrigkeit und muss mit ein bis drei Monaten Fahrverbot und 500 bis 3.000 Euro Bußgeld rechnen.

Allianz - Grafik Glas Rotwein

Was tun bei Heuschnupfen?

Einer, der es wissen muss, ist Prof. Dr. Thomas Fuchs. Er gilt nicht nur als Koryphäe auf dem Gebiet der Allergologie, sondern ist selbst betroffen. Fuchs ist Vizepräsident des Ärzteverbandes Deutscher Allergologen (AeDA) und war bis vor kurzem Leiter der Allergieabteilung an der Universitätsmedizin Göttingen. Dort hatte er mehr als vier Jahrzehnte lang die Göttinger Hautklinik und insbesondere die Allergologie maßgeblich geprägt.

Sie leiden seit vielen Jahren an einer Pollenallergie. Auf was reagieren Sie allergisch?
FUCHS: Auf Baum- und Strauchpollen, vor allem die Frühblüher wie Hasel oder Erle. Besonders zu schaffen macht mir aber die Birke.

Wie versuchen Sie, den Pollen auszuweichen?
FUCHS: Wirklich ausweichen geht nicht. Sie müssten sich in die Wüste begeben oder in einen klimatisierten Glaskasten zurückziehen. Das ist unrealistisch. Umso wichtiger sind deshalb der Gang zum Allergologen und die richtige Behandlung.

Cortison, Antihistaminika, Immuntherapie: Zu welcher Behandlung raten Sie?
FUCHS: Am Anfang steht die richtige Diagnose. Dazu sollte ein naturwissenschaftlich ausgebildeter Allergologe aufgesucht werden, der breit denkt. Bei der Therapie hat die ganze Palette ihre Berechtigung. Bei akuten Beschwerden sind Cortison-Nasensprays und Antihistaminika zwingend. Eine dauerhafte, signifikante Verbesserung ist aber nur mit einer allergenspezifischen Immuntherapie möglich, auch bekannt unter dem Begriff Allergieimpfung. Früher wurde sie auch Desensibilisierung oder Hyposensibilisierung genannt. Die Allergieimpfung kann außerdem auch allergische Reaktionen auf andere Stoffe verhindern. Das heißt, einem Graspollenallergiker würden wir Allergologen eine Immuntherapie mit einem Graspollenextrakt empfehlen.

Was hat Ihnen bei Ihrer eigenen Pollenallergie am meisten geholfen?
FUCHS: Ich habe bei mir selbst eine spezifische Immuntherapie durchführen lassen und kann nur dazu raten. Nur damit lässt sich eine Verschlimmerung der Symptome verhindern.

Wovon raten Sie Allergiepatienten ab?
FUCHS: Unsinnige diagnostische Maßnahmen wie Bioresonanztests oder „IgG-Bestimmungen“ durchführen zu lassen. Auch Amulette, Magnete, Kupferarmbänder und andere mystische Behandlungsansätze helfen nicht.

Ein abschließender Rat an Pollenallergiker für den Saisonhöhepunkt?
FUCHS: Sie sollten unbedingt einen Allergologen aufsuchen, also einen auf allergische Krankheiten spezialisierten Arzt. Der wird Ihnen eine der genannten Behandlungen empfehlen. Und dann kommen Sie gut durch die Zeit. Allergische Krankheiten kann man heutzutage hervorragend in den Griff bekommen.

Allianz - Grafik Stethoskop

Heuschnupfen und Kreuzallergie

Auch Felizitas Maschek ist Pollenallergikerin. Die Ärztin mit einem Master Public Health arbeitete im Gesundheitsmanagement der Allianz Private Krankenversicherung. Seit 25 Jahren leidet sie an Heuschnupfen. Kreuzallergien mit Äpfeln, Kirschen und Nektarinen haben sich dazugesellt. Was hilft ihr bei akuten Beschwerden? Was ist ihr Rat, damit sich die Allergien mit den Jahren nicht verschlimmern? Und wie hält sie im Alltag ihre Pollen- und Kreuzallergien in Schach? Alle Antworten lesen Sie in unserem Interview „Aktiv gegen Heuschnupfen“ auf Allianz Gesundheitswelt. Dort finden Sie auch Tipps für Heuschnupfengeplagte.

Allianz - Animation Apfel

Gut abgesichert bei Allergien

Allergietests, spezifische Immuntherapie, allergische Anfälle: Viele Allergiker kennen das volle Programm. Mit einer privaten Krankenversicherung sind Betroffene sehr gut versorgt. So übernimmt die Allianz Private Krankenversicherung bei allen AktiMed-Vollversichertentarifen effektive Therapiekonzepte mit beispielsweise Cortison-Sprays und Antihistaminika und ebenso Hyposensibilisierungen.

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