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Renter auf Surbboard im Wasser
Das müssen Sie im Alter beachten

Private Krankenversicherung für Rentner

Kurz erklärt in 30 Sekunden
  • Mit dem Eintritt ins Rentenalter ändert sich nicht nur Ihr Erwerbsstatus, es treten auch einige Änderungen in Ihrer privaten Krankenversicherung ein.
  • Ab dem 60. Lebensjahres entfällt beispielsweise der gesetzliche Beitragszuschlag in Höhe von 10 Prozent, wodurch sich Ihr Beitrag reduziert. 
  • Weiterhin können Sie zusammen mit Ihrem Rentenversicherungsantrag einen Beitragszuschuss beantragen.
  • Die vereinbarten Leistungen Ihrer Privaten Krankenversicherung ändern sich nicht und bleiben wie gehabt bestehen.
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Überblick

Die Rente ist beantragt, ein neuer Lebensabschnitt beginnt. Doch wie sieht die Situation der Krankenversicherung in der Rente aus? Keine Sorge. Auch im Ruhestand sind Rentner genauso kranken- und pflegeversichert wie im bisherigen Erwerbsleben. PKV-versicherte Rentner verfügen auch weiterhin wie gewohnt über alle Leistungen

Mit dem Alter kommt auch automatisch der ein oder andere Gang zum Arzt. Unabhängig der gesundheitlichen Situation steigen für Krankenversicherungen im Laufe der Zeit die Kosten. Gründe hierfür sind unter anderem die höhere Lebenserwartung oder der medizinische Fortschritt. Damit Sie in Zukunft auch die Beiträge der privaten Krankenversicherung (PKV) für Rentner im Blick haben, dient der folgende Artikel zur Übersicht.

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Änderungen im Detail
Für Sie als Rentner gibt es zwei gute Nachrichten. Erstens bleibt Ihr Versicherungsschutz bei Rentenbeginn wie vereinbart bestehen. Zweitens werden Sie ab diesem Zeitpunkt bzw. ab dem 60. Lebensjahr in der Regel entlastet – und Ihre Beiträge sinken. Auch an Ihre einmal vereinbarten und gesicherten Leistungen einer Privaten Krankenversicherung ändert sich nichts. Erfreulicherweise gibt es bei oder sogar vor Rentenbeginn einige Änderungen für PKV-Versicherte, die sich positiv auf ihre Beitragsentwicklung auswirken:
Rentner sitzt in Reha auf einem Hüpfball und zeigt starke Arme
Rentner sitzt in Reha auf einem Hüpfball und zeigt starke Arme
  • Der Arbeitgeberzuschuss entfällt, dafür erhalten Sie einen Rentenversicherungszuschuss: Ab Rentenbeginn gibt es keinen Arbeitgeber mehr – folglich entfällt der bisherige Zuschuss des Arbeitgebers zur Krankenversicherung. Stattdessen zahlt Ihr Rentenversicherungsträger einen Zuschuss, wenn Sie eine gesetzliche Rente beziehen. Nähere Infos unter Beitragsentlastungen.
  • Wegfall Ihres Krankentagegeldes: Da Sie als Rentner meist nicht mehr erwerbstätig sind, entfällt auch Ihre Krankentagegeldversicherung – falls Sie eine abgeschlossen haben. Im Normalfall läuft das so, dass Sie der Versicherer bei Erreichen der Regelaltersrente anschreibt, befragt und Ihre Versicherung aufhebt. Diese Aufhebung können Sie auch rückwirkend einfordern, durch den Nachweis Ihres Rentenbezuges. Ihr Beitrag zur PKV reduziert sich entsprechend um den Beitrag zum Krankentagegeld.
  • Entfall des gesetzlichen Beitragszuschlags in Höhe von 10 Prozent: Damit starke Beitragssteigerungen im Alter vermieden werden, zahlen Versicherte einer Privaten Krankenversicherung einen Zehn-Prozent-Beitragszuschlag. Mit dem 60. Lebensjahr, somit vor Rentenbeginn, entfällt dieser Zuschlag. Dieser Wegfall bedeutet eine Beitragsentlastung. Die angesparten Gelder werden ab dem 65. Lebensjahr eingesetzt, um künftige Beitragssteigerungen auszugleichen oder abzumildern.
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Kosten im Alter
Je älter Sie werden, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass Sie früher oder später zum Arzt müssen. Steigen dementsprechend die Kosten?

Für die Krankenversicherungen steigen dementsprechend die Kosten – sei es  privat oder gesetzlich. Zusätzlich führen folgende drei Faktoren dazu, dass Beiträge in der Zukunft steigen können:

  • die steigende Lebenserwartung,
  • die inflationäre Wirtschaftsentwicklung
  • sowie der kontinuierliche Fortschritt der Medizin.

Letzteres führt zu besseren Behandlungsverfahren, die Ihre persönliche Patientenversorgung verbessern – jedoch gleichzeitig die Kosten des Gesundheitssystems erhöhen.

Info: Beitragsanpassungen sind gesetzlich geregelt

Generell gilt: Die privaten Krankenversicherungen müssen bei Beitragsanpassungen (Senkungen sowie Erhöhungen) den aktuellen gesetzlichen Regelungen folgen. Ob eine Anpassung erforderlich ist oder nicht, hängt davon ab, in welchem Ausmaß die Leistungen in den jeweiligen Versicherungstarifen in Anspruch genommen werden.

Gemäß den gesetzlichen Vorschriften führen Versicherungsunternehmen deshalb für jeden Tarif eine jährliche Gegenüberstellung der tatsächlichen Kosten mit den kalkulierten Versicherungsleistungen durch: Weichen die Kosten von den kalkulierten Ausgaben um mehr als 5 bzw. 10 Prozent ab, können die Beiträge angepasst werden. Ihre individuellen Details dazu finden Sie in den jeweiligen Versicherungsbedingungen des Tarifs.

In den unterschiedlichen Lebensphasen gelten gesetzliche Regelungen:

  • Damit die Beiträge in Zukunft möglichst stabil gehalten werden können, wird zwischen dem 21. und 60. Lebensjahr ein gesetzlicher Beitragszuschlag von 10 Prozent auf den Monatsbeitrag erhoben. Ab 60 entfällt der Zuschlag. Die Gelder, die im Beitragszuschlag individuell über die Jahre verzinslich angesammelt wurden, werden ab dem 65. Lebensjahr dazu verwendet, so lange wie möglich künftige Beitragserhöhungen auszugleichen. 
  • Ab 80 Jahren erhalten Versicherte Beitragssenkungen, die sich aus noch nicht verbrauchten (Alterungs-)Rückstellungen sowie aus den Zinsüberschüssen zusammensetzen. 
  • Wird das 60. Lebensjahr erreicht, müssen private Krankenversicherungen per Gesetz deren Kunden über kostengünstigere Tarife informieren. 
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Beantragung der Zuschüsse
Als Privatversicherter haben Sie Anspruch auf einen Beitragszuschuss durch Ihre Deutsche Rentenversicherung. Wie hoch dieser ist, erfahren Sie hier.

Dieser Zuschuss wird monatlich bezahlt. Er berechnet sich vergleichbar, zu dem der Rentnern bezahlt wird, die freiwillig in der gesetzlichen Krankenversicherung versichert sind. Dabei gilt es Folgendes zu beachten: 

Der Zuschuss folgt dem allgemeinen Beitragssatz der gesetzlichen Krankenversicherungen (14,6 %) zuzüglich der Hälfte des durchschnittlichen Zusatzbeitragssatzes der GKV. Für das Jahr 2021 liegt dieser bei 1,3%. Er beträgt somit: 7,95% (7,3 + 0,65%) des Rentenzahlbetrages.

So beantragen Sie den Rentenzuschuss für die private Krankenversicherung

Wichtig: Damit Senioren den Beitragszuschuss für ihre private Krankenversicherung erhalten, muss die PKV der deutschen Versicherungsaufsicht unterliegen. Weiterhin darf der Zuschuss nicht die Hälfte des kompletten PKV-Beitrages übersteigen. Er ist auf 50 % des PKV-Beitrages begrenzt.

Tipp zur Beantragung

Um den Beitragszuschuss zu erhalten, müssen Sie diesen fristgerecht beantragen. Das machen Sie direkt bei Rentenantragstellung bei der Deutschen Rentenversicherung – jedoch spätestens drei Monate nach Rentenbeginn

Zuschuss für Rentner einer privaten Krankenversicherung:

Beitragszuschuss auch für beihilfeberechtigte Rentner?

Auch beihilfeberechtigte Rentner können einen Beitragszuschuss für die private Krankenversicherung beantragen. So lange die gewährten Zuschüsse nicht bestimmte Grenzhöhen überschreiten, haben diese keine Auswirkungen auf den Beihilfeanspruch.

Tipp: Beihilfeberechtigte Rentner sollten sich vorab bei ihrer Beihilfestelle informieren, ob sich die Zuschüsse auf den Beihilfeanspruch auswirken.

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Berechnung - Beitragszuschuss
Wie sich der Zuschuss für die private Krankenversicherung berechnen lässt, zeigt sich an diesem Beispiel.

Wischen um mehr anzuzeigen

Monatliche Rente 1.450 €
Monatlicher PKV-Beitrag 212 €
Davon die Hälfte 106 €
Maximal möglicher Beitragszuschuss
7,95 % der Rente (1.450 € x 7,95 %)
115,28 €
Tatsächlicher Beitragszuschuss
(max. die Hälfte des monatl. PKV-Beitrages):
106 €
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Spartipps für Sie
Der Antrag auf Beitragszuschuss ist nur eine Möglichkeit, die Kosten Ihrer Privatversicherung im Alter zu senken. Es gibt weitere, die für Sie interessant sein könnten:
Ältere Frau sitzt auf Steg am See und blickt zuversichtlich und glücklich
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  • Intern den Tarif wechseln: Sie sind bereits langjährig bei einem Versicherungsträger privat versichert? Dann bietet sich oft ein interner Tarifwechsel zu besseren Konditionen an. Kommt ein interner Tarifwechsel für Sie nicht in Frage, dann könnte ein Wechsel in den Basis- oder Standardtarif der privaten Krankenversicherung für Senioren interessant sein. Der Basis- oder Standardtarif entspricht weitestgehend dem Leistungskatalog der GKV.
  • Erhöhung des Selbstbehalts: Eine weitere Option zur PKV Beitragsreduktion im Alter ist die Erhöhung Ihres Selbstbehalts: Dies bedeutet, dass Sie einen Teil der jährlichen anfallenden Behandlungskosten selbst bezahlen  – oder den bisherigen Selbstbehalt weiter erhöhen. Lassen Sie sich dazu am besten ein Angebot des jeweiligen Versicherungsunternehmens machen. Die Beitragsersparnis ist in der Regel höher als der Selbstbehalt.
  • Beitragsentlastungstarife der PKV – vor der Rente vorsorgen: Beitragsentlastungstarife bieten sich an, um Ihre Beiträge im Alter stabil zu halten oder diese sogar zu senken. Allerdings müssen Sie diese Tarife bereits vor Rentenbeginn abgeschlossen haben.
Die passende Versicherung
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Häufige Fragen
  • Warum ist die private Krankenversicherung für Rentner sinnvoll?

    Der große Vorteil für privatversicherte Rentner ist das Leistungsversprechen - auch im Alter. Das bedeutet, wenn Sie im Alter öfter zum Arzt gehen und mehr Leistungen in Anspruch nehmen, wird Ihnen kein Mehrbeitrag berechnet. Dafür werden ab dem 21. Lebensjahr Alterungsrückstellungen gebildet.

    Und die Private Krankenversicherung hält weitere Instrumente bereit, um die Beitragsbelastung für ältere Versicherte möglichst gering zu halten. Lassen Sie sich gerne dazu rechtzeitig beraten.

  • Eignet sich der Basistarif oder Standardtarif für Rentner in der privaten Krankenversicherung?

    Die Privaten Krankenversicherungen sind verpflichtet, seit 1.1.2009 den gesetzlich geregelten Basistarif anzubieten. Die Leistungen des Basistarifs müssen dabei mit den Leistungen der Gesetzlichen Krankenversicherung, GKV, vergleichbar sein.

    Der Standardtarif ist in der Regel günstiger als beispielsweise der Basistarif. Er ist daher für ältere Versicherte eine Alternative zur Beitragsreduzierung. Zu beachten ist dabei, dass sich die Leistungen des Standardtarifs am Niveau der GKV orientieren. Der behandelnde Arzt ist auf die Beschränkung auf niedrigere Gebührensätze hinzuweisen.

    Einen ausführlichen Vergleich finden Sie im Ratgeber: 

    Basistarif und Standardtarif

  • Ist der Renten-Zuschuss für die private Krankenversicherung zu versteuern?

    Nein, laut Paragraph 3 Absatz 14 des Einkommenssteuergesetzes ist der Zuschuss für Rentner für die private Krankenversicherung steuerfrei.
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Service und Kontakt
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