Allianz Private Krankenversicherung: Frau macht Steuererklärung

Privat krankenversichert: Beiträge steuerlich geltend machen

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Kurz erklärt in 30 Sekunden

Private Krankenversicherung: Das können Sie von der Steuer absetzen

Auf einen Blick
  • Durch das Bürgerentlastungsgesetz (seit 2010) kommen Versicherte der Privaten Krankenpflichtversicherung (PKV) und GKV-Versicherte gleichermaßen in den Genuß von Steuerentlastungen.
  • Ihre Beiträge zur können Sie auf dem Leistungsniveau der gesetzlichen Krankenversicherung steuerlich geltend machen – gleiches gilt für die Beiträge für Ehepartner und Kinder.
  • Auch die Pflegepflichtversicherung wirkt sich in Ihrer Steuererklärung vollständig steuermindernd aus.
  • Damit Ihre Beiträge steuerlich voll berücksichtigt werden, müssen sie vom Versicherer elektronisch an die Finanzbehörden gemeldet werden. Dafür ist Ihre Einwilligung zur Datenübertragung erforderlich.
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Steuern sparen – gut zu wissen
Allianz Private Krankenversicherung - Voraussetzungen: Junge Frau Selbständig im Büro
  • Seit dem Jahr 2010 können sowohl gesetzlich als auch privat Krankenversicherte von Steuerentlastungen profitieren. Durch das Bürgerentlastungsgesetz  wurden die Regelungen im Einkommensteuergesetz geändert – konkret im § 10 EStG. Dort finden Sie jene Regelungen, wie Sie Ihre Beiträge zur Krankenversicherung von der Steuer absetzen können. Das umfasst Ihre Beiträge für die Basiskranken- und Pflegepflichtversicherung. Lassen Sie sich dabei nicht von den zahlreichen Formularen abschrecken. Die Mühe kann sich lohnen!
  • Beiträge für die Basisvorsorge Ihrer Krankenpflichtversicherung können Sie bei der Steuererklärung vollumfänglich geltend machen. Und zwar als Sonderausgaben in der "Anlage Vorsorgeaufwand".
  • Als Privatversicherter können Sie (ebenso wie GKV-Versicherte) Ihre Krankheitskosten, die nicht von Ihrer Krankenversicherung übernommen worden sind, u. U. als außergewöhnliche Belastung absetzen.
  • Neben den eigenen Kosten können Sie auch Beiträge für jene privaten Krankenpflichtversicherung und Pflegepflichtversichrung absetzen, die Sie für bestimmte Familienmitglieder zahlen.
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Welche Höchstgrenzen gelten?

Die Beiträge zur Privaten Krankenpflichtversicherung sind vollständig bei der Steuer absetzbar –  in Höhe der Basisvorsorge. Zu 100 Prozent können außerdem die Beiträge zur Pflegepflichtversicherung steuerlich geltend gemacht werden. 

Weitere Vorsorgeaufwendungen z. B. Krankenzusatzversicherungen, können nur dann zusätzlich steuerlich berücksichtigt werden, wenn sie zusammen mit den Basisbeiträgen zur Krankenpflicht- und Pflegepflichtversicherung in Summe unter folgenden Höchstgrenzen liegen:

  • Arbeitnehmer, Rentner und Beihilfeberechtigte: 1.900 Euro jährlich
  • Selbständige und Freiberufler: 2.800 Euro jährlich

Diese Höchstbeträge gelten auch für weitere Vorsorgeleistungen (z. B. Unfallversicherung, Altersvorsorge), die bei der Steuererklärung Berücksichtigung finden können. Zahlen Sie als Arbeitnehmer beispielsweise 1.300 Euro in die Basisversorgung der Krankenpflichtversicherung, können Sie für sonstige Vorsorgeaufwendungen noch zusätzlich 600 Euro geltend machen. Die steuerliche Entlastung ermöglicht somit eine bessere Absicherung des Versicherten und seiner Familie insgesamt.

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Mitteilungen entspannt abwarten
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Der Versicherer teilt Ihnen automatisch 1 x jährlich mit, welche Höhe und welchen Teil Ihrer Privaten Krankenversicherung Sie in der Steuererklärung angeben können und stellt Ihnen eine korrekte Liste zur Verfügung. Sie müssen die absetzbaren Beträge also nicht selbst berechnen. Warten Sie einfach auf die Mitteilung Ihrer Versicherung.
 

So funktioniert die Bescheinigung

 
Sie hinterlegen beim Versicherer Ihre persönliche Steuer-ID. Dieser muss Ihre Beiträge (Basisabsicherung, Pflegepflichtbeiträge) daraufhin direkt elektronisch an das Finanzamt übermitteln. Nur so werden Ihre Beiträge steuerlich unbeschränkt berücksichtigt. Im nächsten Schritt erhalten Sie eine sogenannte Bescheinigung nach § 10 Abs. 1 Nr. 3 Einkommenssteuergesetz. Auf Basis dieser Bescheinigung füllen Sie Ihre Steuererklärung zutreffend aus.
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Absetzbare Leistungen & Beiträge

BeiträgeSind Sie in der gesetzlichen Krankenversicherung versichert, können Sie die Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung fast vollständig von der Steuer absetzen. Dabei entspricht die gesetzliche Krankenversicherung der Basisabsicherung. Absetzbar ist auch ein möglicherweise anfallender Zusatzbeitrag. In der PKV ist eine Berücksichtigung von Beträgen, die den Höchstbetrag überschreiten nur möglich, soweit sie auf die Basisabsicherung fallen.

MehrleistungenDa in der privaten Krankenpflichtversicherung häufig auch Mehrleistungen (z. B. Einbettzimmer, Behandlung durch den Chefarzt, besserer Zahnersatz) versichert sind, gestaltet sich die Aufteilung in steuerlich absetzbare und nicht absetzbare Beträge mitunter kompliziert. Ob Kosten absetzbar sind, richtet sich nach den jeweiligen Leistungen.

Absetzbare Beitragsbestandteile & Kosten, u.a.:
  • Beiträge zur Basisabsicherung PKV: entsprechend dem Niveau der gesetzlichen Krankenversicherung
  • Beiträge zur Pflegepflichtversicherung entsprechend der Basisabsicherung PKV
  • Kosten, z.B.: Krankenkosten im Rahmen eines vereinbarten Selbstbehalts
  • Arztkosten bei zugelassenen Ärzten
  • Koste für Brillengläser
  • Zuzahlungen für Medikamente
Nicht absetzbare Beitragsbestandteile & Kosten, u.a.:
  • Leistungen, die über das Leistungsniveau der gesetzlichen Krankenversicherung hinaus gehen
  • Behandlungen durch den Chefarzt
  • Ein- und Zweibettzimmer
  • Hochwertiger Zahnersatz
  • Krankentagegeld
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Welche Beiträge & Mehrleistungen werden abgezogen?

Die Ermittlung der steuermindernden Beiträge ist kompliziert und wird nach der "Krankenversicherungsbeitragsanteil-Ermittlungsverordnung (KVBEVO)" durchgeführt. Als Faustregel lässt sich jedoch sagen: Der Staat erkennt mindestens 80 Prozent der gezahlten Krankenversicherungsbeiträge an.

Für die Berechnung des abzugsfähigen Beitrags werden im ersten Schritt jene Beiträge abgezogen, die auf Mehrleistungen entfallen und über die Basisabsicherung hinausgehen. Zu den typischen Mehrleistungen (die somit nicht generell von der Steuer absetzbar sind) zählen:

  • Behandlungen durch einen Heilpraktiker
  • Behandlungen durch einen Chefarzt in Verbindung mit einem Zweibettzimmer
  • Einbettzimmer (auch ohne Chefarztbehandlung)
  • hochwertiger Zahnersatz sowie implantologische Leistungen
  • kieferorthopädische Leistungen
  • Krankentagegeld und Krankenhaustagegeld

Sofern Ihr PKV-Tarif bestimmte Mehrleistungen enthält, wird der Beitrag aufgeteilt. Dazu multipliziert Ihr Versicherer den Tarifbeitrag mit einem Faktor. Dieser Faktor berechnet sich aus der Summe der abzugsfähigen Leistungen geteilt durch die Summe aller Leistungen, wobei jede Leistung einen bestimmte Punktezahl erhält.

Entspricht der Beitrag nach dem Abzug solcher Mehrleistungen dem Grundschutz (Basisabsicherung), dann können Sie die private Krankenpflichtversicherung voll in der Steuererklärung angegeben. Sollten Sie Ihren Höchstbetrag von 1.900 Euro (beziehungsweise 2.800 Euro) noch nicht ausgeschöpft haben, dann können Sie Mehrleistungen unter Umständen auch als "sonstige Vorsorgeaufwendungen" geltend machen.

Tipp: In welchem Jahr beanspruchen?
Die Rückerstattung von Beiträgen verringert in der Regel Ihre Beiträge zur privaten Krankenpflichtversicherung auf direkte Weise. Beitragsrückerstattungen müssen in der Steuererklärung in der Zeile "Von der privaten Kranken- und / oder Pflege-Pflichtversicherung erstattete Beiträge" angegeben werden (Wortlaut: Stand 2018). In dem Jahr, in dem die Beitragsrückerstattung erfolgt, reduziert sich der absetzbare Betrag.
Allianz Private Krankenversicherung - Arbeitnehmer Wechsel in die PKV: Mann, Mitte Dreißig, modernes Büro
Gut zu wissen
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Grundlage für die Absetzbarkeit von Beiträgen zur privaten (und gesetzlichen) Krankenpflichtversicherung in der Basisversorgung ist das "Gesetz zur verbesserten steuerlichen Berücksichtigung von Vorsorgeaufwendungen", kurz: das Bürgerentlastungsgesetz. Mit ihm wurden die Vorgaben des Bundesverfassungsgerichts in das Einkommenssteuergesetz umgesetzt. Rechtsgrundlage für eine Absetzbarkeit ist der § 10 EStG. Auf diesen Paragraphen können Sie sich als Steuerpflichtiger berufen. Beiträge für die private Krankenpflichtversicherung und Pflegepflichtversicherung absetzen können Sie für sich selbst, Ihren Ehegatten oder eingetragenen Lebenspartner sowie für Ihre unterhalts- und kindergeldberechtigten Kinder.
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Steuererklärung: Schritt für Schritt
Die Beiträge zur PKV müssen Sie jedes Jahr bei der Steuererklärung entsprechend der Bescheinigung Ihres Versicherers auf unterschiedlichen Formularen angeben. So können Sie vorgehen:
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Für sich selbst:
Haben Sie für sich selbst Vorsorgebeiträge zur Basisabsicherung gezahlt (und liegt die Einwilligung zur Datenübermittlung bei Ihrem Versicherer vor) erhalten Sie für das Meldejahr eine Bescheinigung über die gezahlten und auch erstattete Beiträge. In der "Anlage Vorsorgeaufwand" tragen Sie die Beiträge in den Zeilen 24 bis 29 ein.
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Für Ihre Kinder:
Sie haben Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung für kindergeldberechtigte Kinder gezahlt? Dann erhalten Sie bei erfolgter Einwilligung zur Datenübermittlung eine entsprechende Bescheinigung über die Höhe der Aufwendungen. Diese Beträge geben Sie in der "Anlage Kind" in den Zeilen 31 bis 37 ein. Dabei ist für jedes Kind eine einzelne Anlage auszufüllen.
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Für getrennt lebenden oder geschiedenen Ehepartner:
Auch Leistungen für getrennt lebende oder geschiedene Ehepartner können übernommen werden, sofern sie für die Basisversorgung bestimmt sind. Angegeben werden diese in der "Anlage U" im ersten Block unter dem Buchstaben A.
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Für sonstige Personen:
Sonstige Personen sind all diejenigen, für die sie ebenfalls eine Basisversorgung zahlen können. Dazu zählen unter anderem Lebenspartner oder Kinder ohne Anspruch auf Kindergeld. Diese Beiträge aus der Bescheinigung des Krankenversicherers können Sie in der "Anlage Vorsorgeaufwand" in den Zeilen 40 bis 45 eintragen.
PKV und GKV sind gleichgestellt
PKV oder GKV Steuervorteil: Glückliches Paar
Natürlich ist die Absetzbarkeit von Versicherungsbeiträgen zur privaten und auch gesetzlichen Krankenversicherung durchaus positiv. Machen Sie Ihre Entscheidung für oder gegen den Wechsel aber nicht von möglichen steuerlichen Vorteilen abhängig. Denn diese Vorteile gelten sowohl für die PKV als auch für die GKV.
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