Private Krankenversicherung Voraussetzungen

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Kurz erklärt in 30 Sekunden
Auf einen Blick
  • In Deutschland gilt die Versicherungspflicht basierend auf den gesetzlichen und privaten Krankenversicherungen.
  • Ob Sie in die Private Krankenversicherung (PKV) wechseln oder sich dort neu versichern dürfen – das hängt primär von Ihrer Zugehörigkeit zu einer Personen- oder Berufsgruppe ab. Und von Ihrem Einkommen.
  • Für Arbeitnehmer ist die Versicherungspflichtgrenze maßgeblich. Wer 2019 über einer Jahresarbeitsentgeltgrenze von 60.750 Euro liegt, der darf wechseln.
  • Ihr Gesundheitszustand und die korrekte Beantwortung von Gesundheitsfragen ist eine weitere Bedingungen für die Aufnahme in eine private Krankenversicherung.
  • Lesen Sie im Folgenden alles über Berufe, Gehaltsgrenzen und sonstige Bedingungen.
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Voraussetzungen
Allianz Private Krankenversicherung - Voraussetzungen: Junge Frau Selbständig im Büro

Ab wann kann ich in die PKV? Welche Voraussetzungen gelten für mich? Diese zwei Fragen sind wohl die zwei häufigsten Fragen zu diesem Thema. Ob Sie von der Gesetzlichen Versicherung befreit sind – und sich privat versichern dürfen, darüber entscheidet meist Ihre Zugehörigkeit zu einer Berufs- oder Personengruppe. Aber auch andere Kriterien bestimmen, was Sie wählen können:

  • Selbständige und Freiberufler, wie z.B. Architekten, können sich ohne weitere Prüfungen privat krankenversichern, ebenso beihilfeberechtigte  Beamte. Jedoch ist nicht nur der Beruf ausschlaggebend:
  • Als Arbeitnehmer entscheidet die Höhe Ihres Einkommens. Ab dem Überschreiten einer bestimmten Jahresarbeitsentgeltgrenze, auch Pflichtversicherungsgrenze genannt, von aktuell 60.750 Euro – dürfen Sie sich privat versichern.
  • Studierende können sich sofort PKV versichern. Hausfrauen und Hausmänner ebenfalls, sofern ihr Einkommen die Grenze von 450 Euro nicht überschreitet – gültig auch für Kinder.
  • Maßgeblich kann es auch sein, ob Sie in Ihrem Beruf selbstständig oder unselbständig arbeiten. Niedergelassene Ärzte fallen unter die Privatversicherung – angestellte Mediziner bis zur Jahresentgeltgrenze unter die GKV.
Allianz Private Krankenversicherung - Voraussetzungen: Junge Frau Selbständig im Büro
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Wer in die Private darf

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Berufsgruppen & Personengruppen

PKV möglich

Bedingungen und/oder Altersgrenzen

Arbeitnehmer

Jahresarbeitsentgeltgrenze 60.750 Euro

Selbstständige und Unternehmer

Ohne Einkommensgrenze

Freiberufler

Ohne Einkommensgrenze

Beamte, Beamtenanwärter, Richter und alle beihilfeberechtigte Beamte

Ohne Einkommensgrenze

Studenten

Sofern sie sich von der GKV befreien lassen oder mindestens 30 Jahre alt sind

Niedergelassene Ärzte

Ohne Einkommensgrenze

Ärzte in Anstellung oder Assistenzarzt

Jahresarbeitsentgeltgrenze 60.750 Euro

Kinder und Personen ohne Einkommen, z.B. Hausfrauen oder Hausmänner

Ohne eigenes Einkommen - oder Einkommen unter der Geringfügigkeitsgrenze von 450 Euro

Berechnung von Einkommen & Zuschlägen

Sie sind Angestellter, Arbeiter, kurz Arbeitnehmer? Als wichtigste Private Krankenversicherung Voraussetzung gilt für Sie dann das aktuell vertraglich vereinbarte Bruttojahresgehalt, also das regelmäßige Arbeitsentgelt.  Falls Ihrem Arbeitnehmerverhältnis ein Monatsgehalt zu Grunde liegt, wird das Zwölffache des letzten vereinbarten Monatsgehalts angesetzt. Hinzu kommen Ihr regelmäßiges Urlaubsgeld, Weihnachtsgeld und sonstige Zuschläge. Weitere Einnahmen werden hinzugerechnet, wenn sie regelmäßig gezahlt werden und der Höhe nach bestimmbar sind. Überschreitet Ihr Jahresarbeitsentgelt dann die Pflichtversicherungsgrenze 2019 von 60.750 Euro, können Sie sich privat versichern.

  • Beispiel: Dominik Krüger, 35, ist Manager im Controlling eines Automobilzulieferers. Inklusive Weihnachtsgeld und 13. Monatsgehalt kommt er auf ein Jahresentgelt von 59.540 Euro. Nach einer Beförderung erhält der kinderlose Arbeitnehmer ab 1. Juli eine monatliche Gehaltserhöhung von brutto 355 Euro – und einen Exzellenzbonus in Höhe von 2.000 Euro im November. Da der Bonus nicht mit gerechnet wird, kommt er auf ein Jahreseinkommen von 63.800 Euro. Er überschreitet 2019 die Versicherungspflichtgrenze im Jahr der Gehaltserhöhung. Damit ist er ab 1. Januar 2020 versicherungsfrei. Wenn D. Krüger die Versicherungspflichtgrenze für das Jahr 2020 ebenfalls überschreitet – dann kann er ab 1. Januar 2020 in die Private Krankenversicherung wechseln.
Allianz Private Krankenversicherung - Arbeitnehmer Wechsel in die PKV: Mann, Mitte Dreißig, modernes Büro
Angestellte & Arbeiter
Allianz Private Krankenversicherung - Arbeitnehmer Wechsel in die PKV: Mann, Mitte Dreißig, modernes Büro

Klappt eine Privatversicherung jetzt für mich? Die Frage, ab wann die Private Krankenversicherung möglich ist, stellt sich Angestellten oft, wenn eine Gehaltserhöhung ansteht. Grundsätzlich gelten folgende Regeln, ab welchem Zeitpunkt Sie in die PKV wechseln können:

  • Ist das Arbeitsverhältnis neu & steht ein Arbeitgeberwechsel an und Sie haben voraussichtlich ein Jahresarbeitsentgelt, das über der Versicherungspflichtgrenze liegt – dann sind Sie als Angestellter sofort ab Beschäftigungsbeginn versicherungsfrei, also ab jedem Tag im Kalenderjahr.
  • Wie sieht es im Fall einer Gehaltserhöhung aus? Hier orientiert sich der Wegfall der gesetzlichen Versicherungspflicht daran, ob Ihr aktuelles Jahresarbeitsentgelt in den kommenden zwölf Monaten voraussichtlich die aktuelle Grenze überschreitet.
  • Liegt Ihr Einkommen im Jahr der Erhöhung beim selben Arbeitgeber über der Jahrespflichtgrenze  – dann können Sie ab  1. Januar des Folgejahres in die PKV wechseln. Vorausgesetzt natürlich, dass Ihr Einkommen auch im neuen Jahr die dann geltende Versicherungspflichtgrenze überschreitet.
Gesundheitscheck & Alter

Entscheidend ist auch Ihr gesundheitlicher Zustand. Wollen Sie in die Private wechseln, müssen Sie bei Antragstellung in der Regel eine Gesundheitsprüfung durchlaufen. Dieser Check gilt für den Wechsel von der GKV zur PKV – meist auch von PKV zu PKV. Manchmal sogar beim Wechsel des Tarifs beim selben Versicherer. Das Wichtigste dabei: Sie müssen die Fragen nach der aktuellen Gesundheit vollständig und korrekt beantworten oder entsprechende ärztliche Atteste vorgelegen. 

In der Regel werden Ihre Erkrankungen und Unfallverletzungen der letzten drei bis fünf Jahre abgefragt. Anhand dieser Angaben bewertet das Versicherungsunternehmen Ihr Krankheitsrisiko und legt die entsprechenden Beiträge fest. Hatten Sie Unfälle oder Vorerkrankungen, sollten Sie mit Beitragszuschlägen rechnen. Wird Ihr Krankheitsrisiko generell zu hoch eingeschätzt, kann das leider auch zu einer Ablehnung führen - denn eine wichtige Private Krankenversicherung Voraussetzung ist nicht erfüllt.

Zudem behalten sich einige Versicherer Altersgrenzen für die verschiedenen Tarife vor. Die Gesundheitscheckliste unterscheidet sich von Versicherer zu Versicherer. Mit diesen Fragen sollten Sie aber auf jeden Fall rechnen:

  • Alter, Größe, Gewicht, Gesundheitszustand allgemein
  • Gab es bereits Vertragsablehnungen, -kündigungen oder Beendigungen
  • Arbeitsfähigkeit, aktuelle Medikamente
  • Aktuelle und vergangene Untersuchungen, Behandlungen und OPs
  • Aktuelle und vergangene psychotherapeutische Behandlungen
  • Krebserkrankungen, HIV-Infektion
  • Aktuelle Behinderungen oder körperliche Gebrechen
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Die wichtigste Kennzahl für Angestellte
  • Die maßgebliche Kenngröße für Arbeitnehmer zur Einstufung in die PKV ist die Versicherungspflichtgrenze, auch Jahresarbeitsentgeltgrenze (JAEG) genannt. Ihre Höhe entscheidet darüber, ob eine Aufnahme in die Private Krankenversicherung erfolgt.
  • Vereinfacht ist die Versicherungspflichtgrenze jene Obergrenze, bis zu der man sich gesetzlich versichern muss – bis dahin ist man versicherungspflichtig. Wer den Wert überschreitet, darf in die PKV wechseln und ist wahlfrei.
  • Die JAEG richtet sich nach dem Entgeltniveau des Vorjahres und ändert sich jährlich. Im Jahr 2019 liegt die Grenze für eine Pflichtversicherung in der GKV bei 60.750 Euro – oder 5.062,50 Euro pro Monat. 
  • Ist das Jahresarbeitsentgelt des versicherungspflichtigen Angestellten oberhalb dieses Wertes angesiedelt, ist er versicherungsfrei.
Zeitpunkt & Stichtage

Sie können ab dem Zeitpunkt (Stichtag) eine private Krankenversicherung abschließen, ab dem ab dem Sie krankenversicherungsfrei sind oder von der Versicherungspflicht befreit sind. Für Selbständige ist das etwa dann der Fall, sobald sie überwiegend einer selbstständigen Tätigkeit nachgehen. Für Angestellte gilt das Folgejahr auf das Jahr, in dem die Jahresarbeitsentgeltgrenze überschritten wird, wenn auch die Grenze für dieses neue Jahr überschritten wird. Studenten können sich sofort bei Start des Studiums privatversichern.

Personen, die kein oder nur ein geringfügiges Einkommen unter 450 Euro haben können sich ab jenem Datum in der PKV versichern, ab dem das Einkommen wegfällt, beziehungsweise unter 450 Euro monatlich sinkt. Eine weitere gute Nachricht für Ihren Wechselzeitpunkt? Sobald Sie alle Bedingungen erfüllen und in die Privatkrankenversicherung wechseln können, entfällt auch die 18-Monatsbindung an die GKV. Als Bindungsfrist versteht sich jener Zeitraum, für den Sie mindestens an die von Ihnen gewählte Krankenkasse gebunden sind bzw. wären.

Tipp 1 – Wechselzeitpunkt im Blick behalten!
Ab dem Zeitpunkt Ihrer Pflicht zur Versicherung in der privaten Krankenversicherung tickt die Uhr. Beispielsweise dann, wenn Sie von einem Auslandsaufenthalt zurückkommen und nicht gesetzlich krankenversichert sind. Der Gesetzgeber lässt Ihnen, wenn Sie nicht der gesetzlichen Krankenversicherung zuzuordnen sind, lediglich einen Monat, um Ihrer Pflicht nachzukommen, eine private Krankenversicherung abzuschließen. Danach sieht der Staat für jeden nicht versicherten Monat Prämienzuschläge je nach Monatsbeitrag vor – die Sie vermeiden können. Informieren Sie sich rechtzeitig über Ihre PKV Alternativen!
Wissenswert
Allianz  Private Krankenversicherung in Deutschland: Menschen in City
Die wachsenden Zahlen des Interessensverbandes der Deutschen Krankenversicherung belegen, dass immer mehr Menschen die Privatversicherung nutzen.
 
  • Rund 9 Millionen Deutsche sind privat krankenvollversichert
  • 25 Millionen private Zusatzversicherungen gibt es
  • Insgesamt bestehen mehr als 34 Millionen Versicherungen in den Privaten
  • Jährlich zahlen die Versicherungsunternehmen der PKV über 27 Milliarden Euro an Versicherungsleistungen aus
  • Privatversicherte decken diese Leistungen mit Kapital ab und bilden in der Kranken- und Pflegeversicherung 247 Milliarden Euro an Rücklagen  – und entlasten damit zukünftige Generationen
Allianz  Private Krankenversicherung in Deutschland: Menschen in City
Tipp 2 –  Im Detail informieren
Sie möchten es ganz genau wissen? Das Sozialgesetzbuch Fünf, SGB V, klärt in den Paragrafen 5, 6 und 8, welche Personen sich in der privaten Krankenversicherung versichern oder dorthin wechseln können. Sofern sich daraus für Ihre Lebenssituation keine klare Regelung ablesen lässt, prüft die GKV im Einzelfall Ihre gesetzliche Versicherungspflicht und stellt Sie frei – oder nicht.
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Der passende Schutz bei Krankheit
Häufige Fragen
  • Muss mich eine private Versicherung aufnehmen?

    Nein. Da die private Krankenversicherung grundsätzlich für den Versicherten und das Versicherungsunternehmen freiwillig erfolgt, kann ein Antrag auf einen Krankenversicherungsschutz auch abgelehnt werden. Sowohl von Ihnen wie auch vom PKV-Unternehmen. Ausnahmen bestätigen jedoch die Regel, unter bestimmten Bedingungen können Sie (im Rahmen des Basistarifs) einen Anspruch auf die Aufnahme in einer Privatversicherung haben.
  • Welche Ausnahmen gibt es?

    Landwirte, Publizisten und Künstler sind zwar selbständig tätig, für sie gelten beispielsweise Ausnahmen und Sonderregelungen hinsichtlich der Privatkrankenversicherung.
  • Unter welchen Voraussetzungen werden Anträge oft abgelehnt?

    Stichwort: Private Krankenversicherung Aufnahme. Meist werden Anträge aufgrund von schweren Vorerkrankungen abgelehnt  – schließlich gewährleisten die Versicherungsgesellschaften einen vertraglich vereinbarten Versicherungsschutz für einen unbefristeten Zeitraum. Ihre PKV muss also dauerhaft finanzierbar sein. Das ist durch die Beitragszahlungen aller Versicherten der Fall. Unberücksichtigte Vorerkrankungen beispielsweise würden, vereinfacht gesagt, das Risiko und am Ende auch die Beiträge für alle in einem unbekannten Maß erhöhen. Deshalb werden Vorerkrankungen durch Gesundheitsfragen als Private Krankenversicherung Voraussetzung genau abgefragt und eventuell auch ärztliche Checks für einen Vertragsabschluss verlangt.
  • Wann muss die Privatversicherer den Antragnehmer annehmen – Stichwort Basistarif?

    Fällt der Antragsteller in der PKV unter den Sozialtarif, muss ihn das Versicherungsunternehmen unter bestimmten Bedingungen unter einem Basistarif aufnehmen. Das ist dann der Fall

    • wenn Sie keine Krankenversicherung haben und sich nicht gesetzlich versichern dürfen
    • wenn Sie Ihren Antrag innerhalb von sechs Monaten nach Beginn Ihrer freiwilligen Versicherung in der Gesetzlichen stellen oder
    • wenn Sie privat versichert sind und Sie Ihre aktuelle Versicherung nach dem 31. Dezember 2008 abgeschlossen haben.
  • Was ist eine Anwartschaft?

    Eine Anwartschaft sichert nach einer kürzeren Pause die Wiederaufnahme in die Private Krankenversicherung ohne erneute Gesundheitsprüfung.
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Service und Kontakt
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