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Typklassen 2026 in der Kfz-Versicherung

Ermitteln Sie Ihren Versicherungstarif
Frau läuft auf Parkplatz an Autos verschiedenster Typklassen vorbei

Unsere Auszeichnung

Die Kfz-Versicherung der Allianz Versicherungs AG wird von der Zeitschrift Focus Money für das fairste Preis-Leistungs-Verhältnis in der Ausgabe 11/2026 mit "Sehr gut" ausgezeichnet. Bewertet wurden 28 Kfz-Serviceversicherer in Deutschland, wovon neun weitere Anbieter ebenfalls die Note "Sehr Gut" erhalten.
  • Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungs­wirtschaft (GDV) stuft Autos jedes Jahr neu in Typ­klassen ein. Je besser die Unfall- und Scha­dens­statistik eines Modells, desto niedriger ist seine Typklasse.
  • Die Typklasse des Autos beeinflusst die Kosten der Kfz-Versicherung: Für Fahrzeuge mit niedriger Typ­klasse fallen die Beiträge günstiger aus.
  • Je nach Versicherungs­art (Haft­pflicht, Teilkasko oder Voll­kasko) gibt es unterschiedliche Typklassen.

Aktuell sind rund 33.000 verschiedene Auto­modelle in Typklassen eingestuft. Für jedes Kfz-Modell sind drei ver­schie­de­ne Auto-Versicherungs­klassen (Kfz-Haftpflicht, Teil­kasko, Voll­kasko) wählbar. Ent­sprechend führt der GDV auch drei unter­schiedliche Typ­klassen­ver­zeichnisse. Die Typklassen-Ein­stufung für Autos reicht von 10 bis maximal 34:

Die Typklasse Ihres Autos ermitteln Sie online über die Typ­klassen­abfrage des GDV. Um Ihre Pkw-Typ­klasse für das Jahr 2026 zu bestimmen, benötigen Sie folgende Daten aus Ihrer Zulassungs­bescheinigung Teil I (Fahrzeugschein):

  • Her­stellername
  • Fahrzeug­daten
  • Her­stel­ler­schlüssel (HSN)
  • Fahrzeugtyp-Schlüssel (TSN)

In diesem Auszug der GDV-Liste 2026 sehen Sie Fahr­zeuge mit niedriger Typklassen-Einstufung und wie diese sich im Vergleich zum Vorjahr um wie viele Typ­klassen verbessert oder ver­schlech­tert haben. Ist in der jeweiligen Ver­sicherungs­klasse nichts vermerkt, hat sich die Typ­klassen-Ein­stufung nicht geändert.

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Modell
HSN / TSN
Haftpflicht
Vollkasko
Teilkasko
Ford Fiesta 1.2 8566 / AOO 16 11 (-1) 14 (-1)
Hyundai i10 1.1 8357 / AAE 15 10 12
Fiat 500 1.2 4136 / AJB 13 12 14 (-2)
Opel Corsa D 1.4 0035 / AFR 15 11 13
Škoda Fabia 1.4 8004 / AFK 15 11 14
Smart Fortwo Coupe 1.0 0999 / BAL 15 11 14
VW Polo 1.2 0603 / APN 15 12 14 (-1)

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Modell
HSN / TSN
Haftpflicht
Vollkasko
Teilkasko
Audi A8 3.0 TDI 0588 / BDM 22 28 30
BMW 730d 0005 / CEG 22 (-1) 29 (-1) 30
Jeep Grand Cherokee 3.6 1004 / ACO 22 28 31
Range Rover 3.0 TD 2143 / ACE 24 30 31 (-1)
Mercedes-Benz AMG GT 4-Türer 43 1313 / HVZ 22 (+1) 30 30
Porsche Cayenne Coupe S 2.9 0583 / AKP 23 29 30

In die niedrigste Typ­klasse sind 2026 zum Beispiel Oldtimer wie BMW Isetta 250 und 300 eingeordnet – sowohl in der Haft­pflicht­klasse als auch bei Voll- und Teil­kasko. Kleinwagen wie der Hyundai i10 1.1 erhalten in der Vollkasko mit Typklasse 10 ebenfalls die Minimal­einstufung im Typ­klassen­verzeichnis.

Die Typklasse ist eines von mehreren Kriterien, das Ver­sicherer für die Beitragsberechnung in der Kfz-Versicherung heranziehen. Grundlage ist das Typklassenverzeichnis, das der GDV jedes Jahr neu veröffentlicht. Die GDV-Typklassen sind für Versicherer nicht verbindlich. Dennoch orientieren sich die meisten Anbieter daran. Sprich: Wird Ihr Pkw in eine höhere Typklasse ein­ge­stuft, kann Ihr Beitrag steigen.

Typklassen spiegeln die Unfall- und Schadens­bilanzen verschiedener Pkw-Modelle wider. Je weniger Schäden für einen Fahrzeug­typ gemeldet und von Kfz-Ver­sicherungen reguliert werden, desto niedriger ist seine Typklasse. Der statistische Wert ist als Zahl zwischen 10 und 34 im Typklassen­verzeichnis des GDV angegeben. In tabellarischer Form sind darin folgende Fahrzeug- und Leistungs­daten gelistet:

  • Name des Autoherstellers
  • Name des Fahrzeugtyps (Golf, Corsa, etc.)
  • Motorleistung (kW, PS, Hubraum, etc.)
  • Antriebsart (Benzin, Diesel, Elektro, etc.)
  • Typklassen je nach Versicherungs­art (Haft­pflicht, Teilkasko oder Vollkasko)
  • Schlüsselnummer bzw. Schlüsselzahlen: Hersteller­schlüssel­nummer (HSN) und Typ­schlüssel­nummer (TSN)
  • Produktionszeitraum (Fahrzeug­alter)
  • Angaben zur Wegfahrsperre

Um Typklassen zu ermitteln, wertet der GDV jedes Jahr die polizeilich registrierten Verkehrs­unfälle in Deutschland aus. Neben Schadens­statistiken der letzten drei Kalenderjahre sind unter anderem Motor­leistung, Versicherungs­art und Anzahl der in einem Zulassungsbezirk gemeldeten Fahrzeug­typen für die Typklasse Kfz-Versicherung relevant. Bei neuen Auto­model­len fließen Daten ähnlicher Fabrikate und Ergebnisse von Crash­tests in die Typklassen-Einstufung ein.

Wie genau die Auto-Versicherungs­einstufung funktioniert, erfahren Sie hier im Video des GDV:

Die Typklasse eines Autos ist eines von zahl­reichen Tarif­merkmalen, das die Kosten der Kfz-Versicherung beeinflusst. Die meisten Auto­versicherer orientieren sich bei der Beitragsberechnung an den unver­bind­lichen GDV-Typklassen. Dabei gilt: Je niedriger die Typklasse des Fahrzeug­modells, desto günstiger ist in der Regel die Kfz-Versicherung. Ändert sich die Typklasse Ihres Autos, heißt das jedoch nicht auto­matisch, dass Ihre Prämie günstiger oder teurer wird.

Weitere Faktoren zur Berechnung des Versicherungs­beitrags:

  • Regionalklasse: Je mehr Kfz-Schäden in einem Zulassungsbezirk auf­treten, desto höher ist die Regional­klasse – und umso teurer die Prämie.
  • Schadenfreiheitsklasse: In Kfz-Haft­pflicht und Voll­kasko sind SF-Klassen bei Pkw von maximal 0 bis 50 gestaffelt. Je mehr schadenfreie Jahre Fahrer:innen sammeln, desto günstiger wird ihre Prämie.
  • Schaden- und Kosten­entwicklung: Steigende Reparatur­kosten, mehr Unfälle durch erhöhtes Fahr­auf­kommen oder extreme Wetter­ereignisse verursachen höhere Auf­wendungen bei Kfz-Schäden. Das wirkt sich auf die Kfz-Versicherungs­tarife aus.
  • Individuelle Merkmale: Faktoren wie Fahrer­kreis, ver­ein­barte Vollkasko- oder Teilkasko-Selbstbeteiligung, Werkstattbindung oder Kilo­meter­leistung pro Jahr be­ein­flussen die Beitrags­höhe individuell.
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Welche Kriterien für die Ermittlung der GDV-Typklassen in der Kfz-Haftpflicht- und Kaskoversicherung ausschlaggebend sind, zeigt folgende Infografik:
Die Infografik erklärt die Faktoren, die zur Einstufung eines Automodells in Typklassen in der Kfz-Versicherung herangezogen werden. Unabhängig von der Versicherungsart sind Modell, Motorleistung und Ausführung des Kfz ausschlaggebend. Für die Haftpflichtversicherung sind zudem Verkehrsunfälle ein zusätzlicher Bewertungsfaktor. Für die Kaskoversicherung sind zusätzlich Teilentwendungen, Fahrzeugbrände, Verkehrsunfälle, Autodiebstähle und Glasschäden relevant. Quelle: www.gdv.de.

1. Fahrzeug

Der GDV listet jedes in Deutschland zugelassene Pkw-Modell mit konkreter Motor­leistung (kW/PS), und Ausführung (Antriebsart, Karosserie­variante, Baujahr) auf. So gibt es beispiels­weise den Porsche Cayenne 3.0 TDI mit unter­schiedlich starken Motoren (PS-Leistung) und aus verschiedenen Herstellungs­jahren (z.B. 2011 bis 2014 und 2014 bis 2018). Ein Porsche Cayenne mit 193 kW (262 PS) ist nicht gleich­zusetzen mit der 180-kW-Version (244 PS) und auch keiner anderen Variante des Cayenne 3.0 TDI.

2. Haftpflicht- oder Kaskoversicherung

Für jede Modellvariante erstellt der GDV eine eigene Unfall- und Schadensstatistik – für Kfz-Haftpflicht, Teil- und Vollkasko. Je nach Versicherungs­art fließen unter­schiedliche Schäden in die Statistik ein:

  • Für die Bilanz der Kfz-Haftpflicht­versicherung sind aus­schließlich Versicherungs­leis­tungen für geschädigte Dritte nach Verkehrs­unfällen relevant.
  • In die Unfallbilanz der Teilkasko­versicherung fließen nur Teil­kasko­schäden (u.a. Autodiebstähle, Fahrzeug­brände, Glas­schäden oder Teilentwendungen) ein.
  • Bei der Vollkasko sind Schäden am eigenen Auto nach selbst verschuldeten Verkehrsunfäl­len und Teilkasko­schäden maßgeblich.

Je nach Ergebnis (hohe oder niedrige Schadens­bilanz) teilt der GDV die Typklassen den verschiedenen Auto­versicherungs­klassen (Kfz-Haftpflicht, Teilkasko und Vollkasko) zu. Das heißt: Jedes Auto­modell hat mindestens drei verschie­dene Typklassen. Gibt es mehrere Modell­varianten (z.B. fünf) erhöht sich die Anzahl der Typ­klassen entsprechend (3 x 5 = 15 verschiedene Typklassen­nummern).

Optimal abge­sichert mit der Allianz Kfz-Ver­sicherung

Der GDV veröffentlicht die neue Typ­klassen-Liste jedes Jahr zum 1. Oktober. Zu diesem Termin kann sich die Typ­klasse Ihres Auto­modells ändern. Wird Ihr Pkw hoch- oder herunter­gestuft, wendet Ihre Kfz-Ver­si­che­rung die neuen GDV-Typklassen in der Regel zur Haupt­fälligkeit Ihres Vertrags an. Das heißt: Endet Ihre laufende Kfz-Ver­si­che­rung am 31. Dezember, kann sich Ihr Beitrag zum 1. Januar ändern.

War ein Pkw-Modell zum Beispiel seltener in Autounfälle verwickelt als im Jahr zuvor, wird es in der Kfz-Versicherung in eine niedrigere Typ­klasse ein­ge­stuft. Durch diese Umstufung reduziert sich in der Regel auch die Höhe Ihrer Prämie. Sind Unfallrisiken oder zu erwartende Schaden­fälle bei einem Automodell gestiegen, wird es in eine höhere Typ­klas­se umge­stuft. In diesem Fall können Versicherer den Kfz-Ver­si­che­rungs­betrag zum Vertrags­ablauf nach oben korrigieren.

Gibt es Typklassen bei der Motorradversicherung?

Nein, im Gegensatz zur Kfz-Ver­sicherung sind Motor­räder nicht in unterschiedliche Typ­klassen ein­ge­stuft. Versi­che­rer unter­scheiden stattdessen zwi­schen Kraftrad, Kleinkraftrad, Leichtkraftrad und Roller.

Was ist der Unterschied zwischen Typklassen und Regionalklassen?

Typklassen orientieren sich an der Schadens- und Unfallbilanz von Automobilen im Zeitraum der letzten drei Jahre. Fahrzeug­modelle, die besonders oft in Unfälle verwickelt sind, landen in höheren Typklassen. Für den Tarif der Kfz-Versicherung gilt: je niedriger die Typ­klasse, desto günstiger der Beitrag.

Die Regionalklasse hingegen bildet die Unfallhäufigkeit von Fahrzeugen an einem bestimmten Ort ab. Liegt der Haupt­wohnsitz der versicherten Person in einem Gebiet, in dem viele Kfz-Schäden ent­stehen, zahlt diese mehr als in einer Region mit weniger Unfällen. Die Regionalklasse des Zulassungs­bezirks wird wie die Typklasse jährlich neu ermittelt.

Können Regionalklassen und Typklassen individuell beeinflusst werden?

Individuell nicht. Sie selbst haben keinen Einfluss auf die Ver­än­de­rung der Regional­klasse oder Typklasse Kfz-Versicherung. Sie können zum Bei­spiel nichts tun, um die Typklasse Ihres Pkw zu verbessern. Denn beide Kenn­zahlen hängen von Schaden- und Unfallhäufigkeit ab. Das heißt: Trägt jeder Autofahrer und jede Autofahrerin durch sicheres Fahrverhalten zu weniger Kollisionen und Schadensregulierungen bei, wirkt sich das in Summe positiv auf Typ- und Regional­klassen aus.

Wichtig: Sind Sie mit einer Beitrags­erhöhung aufgrund der Umstufung Ihres Pkw in eine schlechtere Typ- oder Regional­klasse nicht einverstanden, haben Sie ein Sonderkündigungsrecht. Sie können Ihre Kfz-Versicherung kündigen, Ihren Vertrag dann während des laufenden Versicherungsjahres beenden und die Kfz-Versicherung wechseln.

Welche Auswirkungen haben automatisierte Fahrassistenzsysteme auf Typklassen?

Anti-Blockiersystem, Brems­as­sis­tent oder Abstands­regel­tempomat: Automatisierte Fahr­as­sis­tenz­sys­teme unter­stützen Fahrer:innen im Straßenverkehr und machen Autofahren sicherer. Führen die Sys­teme bei einem Fahrzeugtyp zu weniger Unfällen und Schadens­abwicklungen, wirkt sich das positiv auf seine Typklassen-Umstufung aus. Im Vergleich zu Fahr­zeugmodellen mit höherem Unfallaufkommen kommt der Pkw in eine bessere Typklasse.

Was sind Autos mit niedriger Typklasse?

In niedrige Typklassen stuft der GDV häufig Kleinwagen wie Seat Mii Electric (Typ AA, 2019-2021) und ältere Fahrzeugmodelle wie Citroën C3 Picasso ein. Besonders günstig schneiden bei der Typklassen-Einstufung zudem Oldtimer wie BMW Isetta 250 oder Fiat 126 A ab. Da Fahrzeughalter:innen mobile Klassiker in der Regel seltener und vorsichtiger im Straßenverkehr bewegen, fallen his­to­rische Modelle häufig in allen Versicherungsklassen für Autos in die günstigste Typklasse 10 – das heißt: sowohl in der Haft­pflicht­klasse als auch in Voll- und Teilkasko.

Welche Autos haben eine hohe Typklasse?

In hohe Typklassen stuft der GDV häufig Oberklasse-Modelle und SUVs ein. Denn: Je mehr Motorleistung ein Pkw mit­bringt, desto größer ist statistisch gesehen das Unfallrisiko. Hohe Typklassen-Einstufungen gibt es 2026 auch in der Kompaktklasse: Der Kia Niro EV beispielsweise steht in der Typklassen-Liste bei Teilkasko mit Typklasse 26 und bei Vollkasko mit Typklasse 24.

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