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Kurz erklärt in 30 Sekunden
  • Minijobber verdienen maximal 450 Euro im Monat oder arbeiten höchstens drei Monate oder 70 Arbeitstage pro Jahr. Sie sind nicht auto­matisch über ihren Arbeit­geber kranken­versichert.
  • Ist der Minijob Ihre einzige Beschäftigung, sind Sie für Ihren Kranken­ver­si­che­rungs­schutz selbst verantwortlich. Sie können zum Beispiel frei­willig eine gesetzliche oder Private Kranken­ver­si­che­rung abschließen.
  • Wer einen Minijob hat, kann in der Privaten Kranken­ver­si­che­rung dieselben Tarife und Leistungen in Anspruch nehmen wie Teil- oder Voll­zeit­beschäftigte.
  • Für Minijobber mit Privater Kranken­ver­si­che­rung führen Arbeitgeber keine Pauschal­beiträge zur Kranken­ver­si­che­rung ab.
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Definition
Wer einen Minijob hat, ist geringfügig beschäftigt und nicht auto­matisch kranken­versichert. Welche Kranken­versicherung für Mini­jobber infrage kommt, erfahren Sie hier.

Ein Minijob ist eine geringfügige Beschäftigung. Anders als Voll- oder Teilzeit­beschäftigte zahlen Mini­jobber keine Beiträge zur Kranken-, Pflege- und Arbeits­losen­versicherung. Arbeit­geber führen für 450-Euro-Minijobber zwar Pauschalbeiträge zur Kranken- und Rentenversicherung ab. Für gering­fügig Beschäftigte entsteht daraus aber keine eigen­ständige Mitglied­schaft in der gesetzlichen Kranken­versicherung (GKV).

Das heißt: Minijobber sind für ihre Kranken­versicherung selbst verantwortlich. Für sie kommen folgende Ver­sicherungs­arten infrage:

  • Pflichtversicherung in der GKV
  • Beitragsfreie Familien­versicherung
  • Freiwillige Kranken­versicherung in der gesetz­lichen oder Privaten Kranken­versicherung (PKV)

Wenn Sie bereits privat krankenversichert sind und neben Ihrem "Hauptjob" einen Minijob als Nebenjob oder Aushilfsjob annehmen, hat das keine Auswirkungen auf Ihre Private Krankenversicherung. Leistungen und Beiträge der PKV ändern sich nicht durch eine zusätzliche geringfügige Beschäftigung. Auch ob Sie Ihren Nebenjob in Heimarbeit oder klassisch vor Ort ausüben, ist nicht relevant.

Wenn der Minijob Ihre einzige Einnahmequelle ist und Sie noch nicht krankenversichert sind, können Sie eine PKV abschließen. Leistungen und Tarife für Minijobber unterscheiden sich in der Regel nicht von denen für Versicherungsnehmer mit Voll- oder Teilzeitjob.

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Rechtliche Rahmenbedingungen
Bei einem Minijob verdienen Sie monat­lich maximal 450 Euro oder arbeiten höchstens drei Monate oder 70 Tage im Jahr. Hier lesen Sie, welche Kombi­na­tionen aus Mini­job und Teil- oder Vollzeit­beschäftigung möglich sind.
 

Das kommt darauf an, welcher geringfügigen Beschäftigung Sie nachgehen. Es gibt zwei Arten von Minijobs:

  1. 450-Euro-Minijob: Sie verdienen monatlich nicht mehr als 450 Euro. Wie viele Stunden pro Monat Sie arbeiten dürfen, ergibt sich aus Ihrem Stundenlohn. Erhalten Sie beispielsweise den gesetzlichen Mindestlohn von 9,60 Euro pro Stunde, dürfen Sie monatlich bis zu 46 Stunden arbeiten. Für drei Monate im Jahr gestattet der Gesetzgeber eine Überschreitung dieser Verdienstgrenze. 450-Euro-Minijobs sind rentenversicherungspflichtig. Das heißt: Sie zahlen regulär in die gesetzliche Rentenversicherung ein. Von dieser Pflicht können Sie sich aber befreien lassen.
  2. Kurzfristiger Minijob: Sie arbeiten höchstens drei Monate oder 70 Tage pro Jahr. Wie viel Geld Sie bei der befristeten Tätigkeit monatlich verdienen, spielt keine Rolle. Voraussetzung ist, dass die Arbeit von geringer wirtschaftlicher Bedeutung ist und nicht zur Sicherung des Lebensunterhalts beiträgt (z.B. Aushilfsjob oder Nebenjob für Schüler oder Studenten). Kurzfristige Minijobs sind nicht rentenversicherungspflichtig.
Ja, das ist möglich. Die meisten Minijobber arbeiten auf 450-Euro-Basis. Solange sie keine versicherungspflichtige Beschäftigung ausüben, können sie mehrere 450-Euro-Jobs gleichzeitig haben. Voraussetzung ist, dass sie insgesamt höchstens 450 Euro pro Monat verdienen. Sobald ein geringfügig Beschäftigter diese Verdienstgrenze überschreitet, sind alle Minijobs sozialversicherungspflichtig – und damit keine Minijobs mehr.
Ja. Neben Ihrem Hauptjob können Sie in der Regel problemlos eine geringfügige Beschäftigung als Nebenjob oder Aushilfsjob ausüben. Das kann zum Beispiel ein Nebenjob von zu Hause oder ein Wochenendjob auf 450-Euro-Basis sein. Je nachdem, ob Sie in Voll- oder Teilzeit arbeiten, sind dabei verschiedene Regeln zu beachten.

Ihre Vollzeitbeschäftigung können Sie unter folgenden Voraus­setzungen mit einem Mini­job verbinden:

  • Ihr Arbeitgeber genehmigt den Minijob.
  • Die geringfügige Beschäftigung schränkt Sie nicht bei der Aus­übung Ihres Hauptjobs ein.
  • Sie nehmen den Minijob nicht beim Arbeit­geber an, bei dem Sie in Voll­zeit angestellt sind.

Eine Kombination aus Teilzeitbeschäftigung und Minijob ist unter folgenden Bedingungen möglich:

  • Ihr Teilzeit­arbeit­geber hat Ihnen den Neben­job gestattet.
  • Sie arbeiten täglich nicht länger als acht Stunden. In Ausnahme­situationen dürfen Sie zehn Stunden pro Tag arbeiten. Voraus­gesetzt, Ihre durch­schnitt­liche Arbeits­zeit liegt in einem Zeit­raum von sechs Monaten bei acht Stunden am Tag.
Für Studierende mit Minijob gelten keine besonderen Regelungen. Wenn sie einen Nebenjob als kurzfristigen Minijob oder 450-Euro-Minijob ausüben, müssen sie keine Sozialabgaben zahlen. Bei 450-Euro-Jobs können Studenten sich von der Rentenversicherungspflicht befreien lassen.

Ja, das ist möglich. Wer Werkstudent ist und einen Minijob annimmt, sollte während des Semesters aber höchstens 20 Stunden pro Woche arbeiten. Denn: Ab dieser Grenze entfällt der Werkstudentenstatus in der Sozialversicherung. Studenten zahlen dann reguläre Beiträge zur Kranken-, Pflege-, Renten- und Arbeitslosenversicherung. Je nach Verdienst können auch Steuern anfallen. Diese Regelung gilt auch für Studenten mit Privater Krankenversicherung und Nebenjob.

Für befristete Mehrarbeit in den Semesterferien, am Wochenende oder in den Abend- und Nachtstunden gilt die zeitliche Beschränkung nicht. Studenten können dann beliebig viele Stunden arbeiten und bleiben trotzdem sozialversicherungsfrei. Vorausgesetzt, sie überschreiten die 20 Stunden Wochenarbeitszeit höchstens 26 Wochen oder 182 Tage lang. Eingerechnet werden alle Beschäftigungen, denen der Student im Laufe eines Jahres nachgegangen ist.

Rentner können sich mit einem 450-Euro-Minijob etwas dazu­verdienen, ohne dass ihre Rente gekürzt wird. Voraus­setzung: Ihr Jahres­verdienst beträgt höchstens 5.400 Euro und sie haben die Regel­alters­grenze von 67 Jahren (gilt ab Geburts­jahr­gang 1964) erreicht. Dann ist der Minijob rentenversicherungsfrei. Alters­voll­rentner erhalten ihren 450-Euro-Lohn also voll ausgezahlt.

Frührentner dürfen bis zu 6.300 Euro im Jahr verdienen, ohne dass ihr Verdienst sich auf die Rente auswirkt. Für einen 450-Euro-Minijob gilt dennoch die Verdienst­grenze von 5.400 Euro pro Jahr. Wer die Regel­alters­grenze noch nicht erreicht hat, zahlt in seinem Minijob Renten­beiträge. Alters­teil­rentner können sich aber von der Renten­versicherungs­pflicht befreien lassen.

Nein, nach Ablauf der Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall (in der Regel sechs Wochen) haben geringfügig Beschäftigte keinen Anspruch auf Kranken­geld. Denn: Mini­jobber zahlen keine Beiträge in die gesetzliche Kranken­ver­si­che­rung ein. Deshalb ist die GKV auch nicht verpflichtet, ihnen Kranken­geld zu zahlen.
Üben Sie einen Minijob aus, wird auch Ihr Einkommen aus der geringfügigen Beschäftigung für Ihr Elterngeld berücksichtigt. Bei der Berechnung des Elterngeldes aus einem Minijob fallen jedoch keine Steuern oder Sozialabgaben an.
Geringverdiener sind Beschäftigte, die höchstens 325 Euro im Monat verdienen. Dazu gehören zum Beispiel Auszu­bildende, Prakti­kanten oder Personen, die ein frei­williges soziales oder öko­logisches Jahr machen. Ihr Entgelt liegt zwar unter der Minijob-Grenze von 450 Euro, sie sind aber trotzdem versicherungspflichtig Beschäftigte. Somit unterliegen sie der Versicherungspflicht und der Beitragspflicht in der Sozialversicherung. Um Gering­verdiener zu entlasten, übernimmt der Arbeit­geber für sie alle Sozial­versicherungs­abgaben.
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Kosten
Welche Vorteile die PKV Minijobbern bietet und ob sich für PKV-Mitglieder durch einen Minijob Beitrags­änderungen ergeben, erfahren Sie hier.
Sind Sie privat krankenversichert und nehmen einen Minijob an, wirkt sich die Zusatz­beschäftigung nicht auf Ihre Beiträge aus. Sind Sie noch nicht kranken­versichert, können Sie als Mini­jobber eine Private Kranken­versicherung abschließen. Wie bei teil- oder vollzeit­beschäftigten Arbeit­nehmern richten sich Ihre Beiträge nach verschiedenen Kriterien. Ausschlag­gebend für die Kosten sind unter anderem Ihr Alter und Gesund­heits­zustand zu Vertragsbeginn.

Eine Private Krankenversicherung bietet Mini­jobbern in der Regel umfang­reichere Leistungen als eine gesetz­liche Kranken­versicherung. Je nach Tarif profitieren sie unter anderem von:

  • Umfassenderen Zahnleistungen
  • Kostenübernahme bei alternativen Heil­methoden (z.B. Homöopathie)
  • Chefarztbehandlung
  • Unterbringung im Ein- oder Zwei­bett­zimmer im Krankenhaus
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Gut zu wissen

Geringfügig Beschäftigte können bei Abschluss einer Privaten Kranken­ver­si­che­rung dieselben Leistungen in Anspruch nehmen wie andere Ver­sicherungs­nehmer. Wie umfang­reich der Ver­sicherungs­schutz ist, hängt von den Wünschen des Mini­jobbers und dem gewählten Tarif ab. Zu den Leistungen der PKV zählen zum Beispiel:

  • Freie Arztwahl
  • Kurzfristige Termin­vergabe bei Fach­ärzten und Spezialisten
  • Umfassende Kosten­erstattung für Medikamente
  • Umfassende Leistungen bei Brillen und Sehhilfen
  • Umfassende Leistungen bei alter­nativen Behandlungs­methoden (z. B. Heil­praktiker)
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Für Arbeitgeber
Warum es für den Pauschal­beitrag entscheidend ist, ob Mini­jobber gesetzlich oder privat kranken­versichert sind, erfahren Sie hier.

Wer einen 450-Euro-Minijobber beschäftigt, zahlt für ihn monatlich einen Pauschal­beitrag zur Kranken­versicherung. Dieser Solidar­beitrag beträgt 13 Prozent des Arbeits­entgelts. Bei Mini­jobbern, die in Privat­haus­halten tätig sind (z.B. als Garten- oder Haushalts­hilfe), sind es fünf Prozent. Die Abgaben entrichten Arbeit­geber monatlich für alle ihre Mini­jobber an die Minijob-Zentrale. Privathaushalte, die Beschäftigte auf Minijob-Basis anstellen, melden diese über das vereinfachte Haushaltsscheckverfahren an.

Wichtig: Der Pauschalbeitrag fällt nur an, wenn der geringfügig Beschäftigte in der gesetz­lichen Kranken­versicherung pflicht-, freiwillig oder familien­versichert ist. Für privat kranken­versicherte Minijobber zahlen Arbeit­geber keine Pauschal­bei­träge. Beschäftigte mit Mini­job und Privater Kranken­ver­si­che­rung brauchen als Nach­weis zum Beispiel ein Bestätigungs­schreiben ihrer PKV. Damit kann ihr Arbeit­geber belegen, dass der Pauschal­beitrag zur Kranken­versicherung entfällt.

Die passende Versicherung
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Häufige Fragen
  • Ist eine Krankenversicherung in einem Minijob immer notwendig?

    Ja, Minijobber sind in Deutschland kranken­versicherungs­pflichtig. Sie sind über ihren Arbeit­geber aber nicht auto­matisch kranken- und pflege­versichert. Das heißt: Wer einen Mini­job hat, ist selbst für seinen Kranken­versicherungs­schutz verantwortlich.
  • Ist man bei Aufnahme eines Minijobs automatisch krankenversichert?

    Nein. Wer einen 450-Euro-Minijob an­nimmt, ist nicht auto­matisch kranken­versichert. Denn gering­fügig Beschäftigte zahlen keine Beiträge zur Kranken-, Pflege- und Arbeits­losen­versicherung. Mini­jobber müssen sich deshalb ander­weitig kranken­versichern – beim 450-Euro-Job für Studenten zum Beispiel über die Familien­versicherung der Eltern. Oder über eine frei­willige Kranken­versicherung in der GKV oder PKV.
  • Ab welchem Gehalt ist man gesetzlich krankenversichert?

    Ab einem Bruttogehalt von 451 Euro. Beiträge zur gesetz­lichen Kranken­versicherung zahlen Sie erst, wenn Sie die Mini­job-Verdienst­grenze über­schreiten. Dann über­nimmt Ihr Arbeit­geber den Arbeit­geber­anteil zur Kranken­versicherung. Und meldet Sie bei der GKV an, wenn Sie noch nicht kranken­versichert sind.
  • Was ist der Unterschied zwischen Midijob und Minijob?

    Ihr Nebenjob ist ein Midijob, wenn Sie monat­lich zwischen 450,01 und 1.300 Euro verdienen. Sowohl Midi­jobber als auch Arbeit­geber zahlen in die Kranken-, Pflege- und Arbeits­losen­versicherung ein. Der Midijobber muss aber nicht die vollen Sozialversicherungsbeiträge zahlen. Bei einem Mini­job darf der Monats­verdienst dagegen maximal 450 Euro betragen. Mini­jobber müssen außer­dem keine Sozial­abgaben zahlen. Von der Renten­versicherungs­pflicht können sie sich befreien lassen.
  • Was muss beim Minijob im privaten Haushalt beachtet werden?

    Für Minijobber in Privathaus­halten gibt es ein verein­fachtes Melde­verfahren. Das sogenannte Haushaltsscheckverfahren nutzen Sie zum Beispiel, wenn Sie Ihre Haus­halts­hilfe bei der Minijob-Zentrale zur Sozial­versicherung anmelden. Als Privathaushalt zahlen Sie niedrigere Abgaben als bei gewerblichen Minijobs und profitieren von Steuervorteilen. Außerdem ist Ihr Mini­jobber über die gesetzliche Unfall­versicherung abgesichert.
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