Junger Mann fährt in einem roten Oldtimer-Cabrio eine Landstraße entlang
H-Kennzeichen, 07er-Nummer & Co.

Oldtimer-Zulassung: So melden Sie Ihren Klassiker an

Kurz erklärt in 30 Sekunden
  • Bevor Sie mit Ihrem Oldtimer am Straßenverkehr teilnehmen dürfen, müssen Sie ihn bei der Zulassungs­behörde anmelden.
  • Es gibt unterschiedliche Möglich­keiten, einen Oldtimer zuzulassen: als reguläres Kfz, als reguläres Kfz mit Saison­kennzeichen, mit H-Kennzeichen, mit H-Saison­kenn­zeichen oder mit rotem 07-Kenn­zeichen.
  • Für die Zulassung als Oldtimer gelten verschiedene Voraus­setzungen. So muss der Klassiker weitestgehend im Originalzustand sein, der Pflege des kraft­fahr­zeug­technischen Kulturgutes dienen und vor mindestens 30 Jahren erstmals zugelassen worden sein.
  • Wer sein Fahrzeug als Oldtimer anmeldet und oldtimergemäß nutzt, zahlt eine pauschale Kfz-Steuer und vergünstigte Ver­si­che­rungs­beiträge.
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Statistik
Auf deutschen Straßen sind immer mehr historische Fahrzeuge unterwegs. Laut Kraftfahrt­bundesamt (KBA) sind aktuell 857.036 Pkw älter als 30 Jahre (Stand: Januar 2020). Über 61 Prozent davon haben Oldtimerstatus und sind mit H-Kennzeichen oder anderen amtlichen Kennzeichen zugelassen.

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Fahrzeugart
Bestand insgesamt
davon Oldtimer
davon Oldtimer
mit H-Kennzeichen
Pkw 47.715.977 526.002 343.230
Krafträder 4.506.410 16.047 9.489
Lkw 3.276.093 28.027 21.127
Zugmaschine 2.265.585 18.560 12.268
Omnibus 81.364 626 398
Sonstige 312.915 5.347 3.798
Gesamtzahl 58.158.344 594.609 390.310
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Voraussetzungen

Nicht jedes alte Fahrzeug ist nach deutschem Verkehrsrecht ein Oldtimer. Ab wann die Oldtimer-Zulassung möglich ist, regelt die Fahrzeug-Zulassungs­ver­ordnung (FZV): Laut § 2 Nummer 22 müssen Auto, Motorrad, Anhänger, Wohnwagen, Wohnmobil und Co. folgende Kriterien erfüllen, damit sie bei der Zulassungsstelle als Oldtimer an­ge­meldet werden können:

  • Das Kfz wurde vor mindestens 30 Jahren erstmals zum Straßen­verkehr zugelassen.
  • Das Fahrzeug weist keine größeren Schäden auf und ist in gutem, erhaltungswürdigem Zustand.
  • Das Kfz dient der Pflege des kraft­fahrzeugtechnischen Kultur­gutes. Das heißt: Es gilt als Zeitzeuge einer bestimmten Epoche, Automarke oder Modellserie.
  • Karosserie, Bremsanlage und alle weiteren Hauptbaugruppen entsprechen weitestgehend dem Original­zustand. Das bedeutet: Umbauten oder zeitgenössische Nachrüstungen wurden, wenn überhaupt, nur in sehr begrenztem Umfang vorgenommen. Bei den Reifen ist beispielsweise nur die Originalausführung oder eine Rad-Reifen-Kombination aus derselben Fahrzeugbaureihe zulässig.

Diesen Zustand bestätigt ein anerkannter Sachverständiger oder Prüfingenieur (z.B. von TÜV, DEKRA, GTÜ oder KÜS) mit einem Oldtimergutachten nach § 23 der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO). Das Dokument legen Sie bei der Kfz-Zulassungsbehörde vor, um eine Oldtimer-Zulassung für Ihren Klassiker zu erhalten.

Relevant sind die genannten Voraus­setzungen übrigens auch für den Erhalt des Oldtimerstatus: Verändern Sie etwa durch Modernisierungs­maß­nahmen den Originalzustand Ihres historischen Kfz, dürfen Sie es unter Umständen nicht mehr mit H-Kennzeichen führen.

Illustration Info: Gut zu wissen
Gut zu wissen: Umbauten
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Zugelassen sind Änderungen, die nach­weis­lich innerhalb der ersten zehn Jahre nach Erstzulassung erfolgt sind oder hätten erfolgen können. Die Rede ist hier von zeitgenössischen Ab­wei­chun­gen. Ebenfalls erlaubt sind tech­nische Änder­ungen, die innerhalb der Fahrzeug­baureihe bereits als zulässig galten und somit fahrzeugtypisch sind. Nicht zeitgenössische Änderungen sind nur gestattet, wenn sie nachweislich vor mindestens 30 Jahren erfolgt sind.

Um zu beweisen, dass Umbauten am Fahrzeug tatsächlich zeitgenössisch sind, sind Originalprospekte von früher hilfreich. Zeigen die Verkaufsunterlagen besondere Felgen, Reifen oder die spezielle Bremsanlage Ihres Oldtimers, haben Sie gute Chan­cen, dass der Gutachter sie anerkennt. Auch Betriebs­anleitungen, damalige Hersteller­frei­gaben und historische Gutachten eignen sich als Originalitäts­nach­weise.

Sind solche Dokumente nicht vorhanden, können Sie in Archiven nach Presse­ver­öffentlichungen stöbern. Finden Sie dort Fahrberichte, die das jeweilige Bauteil Ihres Oldtimers erwähnen, können Sie diese als Beweise heranziehen.

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Kfz-Steuer und Co.
Eine Zulassung als Oldtimer bietet Ihnen als Fahrzeughalter mehrere Vorteile, zum Beispiel eine pauschale Besteuerung. Wer sein Kfz als Oldtimer anmeldet, hat bei Versicherung und Nutzung des Klassikers allerdings auch einige Vorgaben zu beachten.
  • Für Oldtimer fällt eine pauschale Kraftfahrzeugsteuer an, die unabhängig von Hubraum und Emissionen 191,73 Euro für Pkw und 46,02 Euro für Motorräder beträgt.
  • Oldtimerbesitzer zahlen eine vergünstigte Ver­sicher­ungs­prämie, da die Versicherer davon ausgehen, dass sie mit einem historischen Fahrzeug seltener und vor­sichtiger im Verkehr unterwegs sind als mit einem normalen Pkw.
  • Mit einem Oldtimer dürfen Sie Umweltzonen in Großstädten auch ohne Feinstaubplakette befahren.
  • Viele Versicherungsunternehmen begrenzen die Fahr­leistung automobiler Klassiker, beispielsweise auf 10.000 Kilometer pro Jahr.
  • Für die Erstellung eines Oldtimergutachtens zahlen Sie als Fahrzeugbesitzer je nach Umfang der Begutachtung zwischen 100 und 500 Euro.
  • Eine gewerbliche Nutzung, etwa die Vermietung eines alten VW Käfers für Hochzeiten, schließen viele Ver­sicherer bei Fahrzeugen mit Oldtimer-Zulassung aus.
Gut zu wissen: Nutzen abwägen
Illustration Info: Gut zu wissen

Ob die Zulassung mit Oldtimer-Kennzeichen für den Halter finanzielle Vorteile hat, hängt vom Kfz und dessen Nutzung ab. Eine Anmeldung als Oldie rentiert sich vor allem bei großmotorigen Klassikern mit einem Hubraum ab etwa 1.200 Kubikzentimetern (ccm) sowie bei sehr alten Fahrzeugen ohne geregelten Katalysator (G-Kat).

Anders ist die Lage, wenn Sie einen "jungen" Klassiker aus den 80er-Jahren oder einen kleinmotorigen Benziner fahren, der bereits einen geregelten Katalysator verbaut hat und der Euro-2-Abgasnorm entspricht. Dann lohnt es sich, vorab nachzurechnen, ob Sie mit der Oldtimer-Zulassung tatsächlich Kosten sparen.

Illustration Info: Gut zu wissen
Paar sitzt in einem roten Oldtimer-Cabrio auf der Rückbank und schaut sich den Regenwald von einer Klippe aus an
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Zulassungsarten
Für Besitzer eines historischen Fahrzeugs gibt es mehrere Optionen, es als Oldtimer anzumelden: als reguläres Kfz, als reguläres Kfz mit Saisonkennzeichen, mit H-Kennzeichen, mit saisonalem H-Kennzeichen oder mit einem roten 07-Kennzeichen.
Nahaufnahme eines H-Kennzeichens an Oldtimer-Pkw

Zulassung als "normales" Kfz ist auch bei Klassikern möglich

Wenn Ihr historisches Fahrzeug eine gültige Hauptuntersuchung (HU) hat, können Sie es wie ein modernes Kfz anmelden und uneingeschränkt im Alltag nutzen. Um ein reguläres Kennzeichen für Ihren Klassiker zu erhalten, benötigen Sie auf der Zulassungsstelle Ihren Ausweis, die Fahrzeugpapiere sowie die elektronische Versicherungs­be­schein­igung (eVB-Nummer).

Oldtimer mit H-Kennzeichen profitieren von pauschaler Kfz-Steuer

Die Zulassung mit historischem H-Kennzeichen ist in Deutschland die bekannteste und beliebteste Variante, Oldtimer anzumelden. Mit der H-Zulassung profitieren Sie als Fahrzeug­halter unter anderem von einer pau­scha­len Besteuerung und einer reduzierten Versicherungsprämie.

Diese Unterlagen benötigen Sie für die Zulassung eines Oldtimers mit H-Kennzeichen

  • Personalausweis oder Reisepass
  • Zulassungsbescheinigung Teil I (früher: Fahrzeugschein)
  • Zulassungsbescheinigung Teil II (früher: Fahrzeugbrief)
  • Bisheriges Kfz-Kennzeichen des Fahrzeugs
  • Versicherungsbestätigung oder eVB-Nummer
  • Gültige Hauptuntersuchung (HU/TÜV)
  • Oldtimergutachten nach § 23 StVZO

Saisonkennzeichen ermöglicht eine monatsweise Oldtimer-Zulassung

Seit 2017 gestattet die Fahrzeug-Zu­las­sungs­verordnung eine Kombination aus H-Kennzeichen und Saison­kenn­zeichen. Voraussetzung für die saisonale H-Zulassung: Der Zulassungszeitraum des Oldtimers beträgt mindestens zwei und höchstens elf Monate – so wie bei der regulären Saison­zulassung.

Kfz-Steuer und Versicherungsbeiträge sind bei Fahrzeugen mit Saison­kenn­­zeichen nur anteilig für die Monate fällig, in denen sie für den Straßen­verkehr zugelassen sind. Ist Ihr Oldtimer-Pkw zum Beispiel von März bis September angemeldet, zahlen Sie die Beiträge bei einigen Versicherern nur für sieben Monate.

07er-Kennzeichen können Sammler im Wechsel an mehreren Oldtimern verwenden

Für Oldtimerbesitzer mit mehreren Fahrzeugen ist das rote 07-Kennzeichen attraktiv, da es als Wechselkennzeichen genutzt werden kann. Zudem ist für Klassiker, die mit der sogenannten 07er-Nummer angemeldet sind, keine regel­mäßige Haupt- und Abgasuntersuchung (HU/AU) erforderlich. Eine gültige Betriebserlaubnis benötigen Sie auch nicht.

Allerdings sind die Hürden für die Zulassung mit dem roten Nummernschild besonders hoch. Neben den allge­mei­nen Bedingungen für die Anmeldung als Oldtimer gelten strikte Regeln für die Nutz­ung des Sonder­kenn­zeichens:

  • Das 07er-Kennzeichen dürfen Sie nur in Zusammenhang mit Veranstaltungen verwenden, die der Pflege des kraft­fahr­zeug­technischen Kulturgutes dienen. Ebenfalls gestattet sind Probe-, Überführungs-, Werkstatt- und Prüfungs­fahrten. Spontane Alltagsfahrten dagegen sind mit dem roten Kennzeichen tabu.
  • In vielen Bundesländern ist es Pflicht, Einzelfahrten mit der 07er-Nummer in einem Fahrtenbuch zu protokollieren. Dies ist für den Halter mit büro­kratischem Aufwand verbunden.
  • Fahrten ins Ausland, die bei anderen Zulassungsarten unproblematisch sind, können bei Oldtimern mit rotem Sonder­kenn­zeichen Schwierigkeiten bereiten. Denn obwohl das Nummernschild außerhalb Deutschlands gültig ist, erkennen nicht alle Länder es an. Sind Sie zu einer ausländischen Oldtimerveranstaltung unterwegs, sollten Sie daher die Einladung oder einen ähnlichen Nachweis dabeihaben. So vermeiden Sie Probleme bei Einreise oder Ver­kehrs­kon­trollen.

Diese Unterlagen benötigen Sie, um ein rotes 07er-Kennzeichen zu beantragen

  • Formlosen schriftlichen Antrag mit Begründung oder Nachweis für den Bedarf
  • Personalausweis oder Reisepass
  • eVB-Nummer
  • Abmeldebescheinigung des Oldtimers
  • Eigentumsnachweis
  • Oldtimergutachten nach § 23 der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO)
  • Auflistung aller Fahrzeuge, die mit dem 07-Kennzeichen genutzt werden sollen (Art, Identifikationsnummer, Erstzulassung)
  • Auszug aus Verkehrszentralregister
  • Polizeiliches Führungszeugnis
Illustration Info: Gut zu wissen
Gut zu wissen: Onlinezulassung
Illustration Info: Gut zu wissen

Standard-Zulassungsprozesse wie das Anmelden, Abmelden und Ummelden von Fahrzeugen lassen sich seit Herbst 2019 über die internetbasierte Fahr­zeug­zulassung, i-Kfz genannt, abwickeln.

Bei Oldtimern gelten für die Zulassung gesonderte Regelungen. So müssen Fahrzeughalter unter anderem ein Oldtimergutachten einreichen. Aktuell ist hierzu nach wie vor ein Besuch bei der Kfz-Behörde notwendig. Nur vor Ort können die Sachbearbeiter prüfen, ob Fahrzeug und Gutachten alle er­for­der­lichen Kriterien erfüllen. Es ist jedoch davon auszugehen, dass die Old­timer-Zulassung per i-Kfz möglich wird, sobald sich die regulären Zulassungs­prozesse online eingespielt haben.

Wichtig: Nur wer den neuen Personal­ausweis mit Online-Ausweis­funktion besitzt, kann sich auf dem Kfz-Zulassungs­portal verifizieren und i-Kfz nutzen. Informieren Sie sich vorab, ob Ihr Ausweis für die internet­basierte Zulassung geeignet ist.

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Fehlender Fahrzeugbrief

Um ein Fahrzeug zuzulassen, haben Sie sich als Verfügungsberechtigter auszuweisen. In der Regel bescheinigen Sie dies mit der Zulassungsbe­scheinigung Teil II (Fahrzeugbrief). Bei Oldtimern kommt es jedoch häufiger vor, dass die Fahrzeugpapiere nicht mehr existieren oder nicht mehr aufzufinden sind. In einem solchen Fall weisen Sie Ihre Ver­fügungsberechtigung auf andere Weise nach. Geeignet sind beispielsweise Kaufvertrag, Original-Werkstatt­rechnungen, ausländische Dokumente (z.B. US-Title) oder Zollquittungen.

Um Missbrauch zu verhindern, kann die Kfz-Behörde außerdem verlangen, dass Sie eine eidesstattliche Versicherung über Ihre Verfügungs­berechtigung und den Verbleib der Fahrzeug­papiere abgeben. Die Abnahme einer solchen Erklärung ist gebühren­pflichtig.

Haben Sie diese Hürden genommen, steht der Ausstellung einer Zweitschrift der Zulassungs­bescheinigung Teil II nichts mehr im Weg. Sollte der ursprüng­liche Fahrzeugbrief später wieder auftauchen, geben Sie ihn unverzüglich bei der Zulassungsstelle ab. Ansonsten riskieren Sie ein Bußgeld.

Wichtig: Kaufen Sie einen Oldtimer ohne Papiere von einer Privatperson, sollten Sie einen schriftlichen Kaufvertrag abschließen, in dem die Anschrift des Verkäufers notiert ist. Lassen Sie sich dazu unbedingt einen Aus­weis zeigen. Zusätzlich sollte der Privatverkäufer eine Versicherung an Eides statt abgeben, dass er uneingeschränkter Eigentümer ist und über den zum Verkauf stehenden Oldtimer frei verfügen darf.

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Gebühren
Frau an Schreibtisch vor Laptop rechnet mit Taschenrechner

Wie bei anderen Fahrzeugen auch, fallen bei der Anmeldung mobiler Klassiker auf der Zulassungsbehörde Bearbeitungsgebühren an. Zusätzlich ist mit Kosten in Kfz-Werkstätten oder TÜV-Prüfstellen zu rechnen:

Für das Oldtimergutachten zahlen Sie zwischen 150 und 500 Euro. Das Dokument benötigen Sie einmalig bei Erstzulassung des Fahr­zeugs als Oldtimer, sofern der Wagen nicht schon ein H-Kenn­zeich­en hatte. Daneben ist eine gültige Hauptuntersuchung (rund 110 Euro) erforderlich, um den Oldie anzumelden.

Hinzu kommen Anmeldegebühr (etwa 40 Euro), Kosten für die Kenn­zei­chen­prägung (20 bis 30 Euro) und eventuell eine Reservierungsgebühr für ein Wunschkennzeichen (10,20 Euro).

Frau an Schreibtisch vor Laptop rechnet mit Taschenrechner
Die passende Versicherung
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Häufige Fragen
  • Sind 30 Jahre Baujahr oder Erstzulassung der Stichtag für ein H-Kennzeichen?

    Bei der Oldtimer-Zulassung ist das Alter bzw. Baujahr des Kfz-Klassikers nachrangig. Entscheidend für die Vergabe des H-Kenn­zeichens ist das Datum der Erstzulassung. Dieses muss 30 Jahre zurückliegen. Ist in den Fahrzeugpapieren beispielsweise ein Tag des Jahres 1991 als Datum der erstmaligen Zulassung an­ge­geben, können Sie den Oldtimer ab genau diesem Tag im Jahr 2021 einem anerkannten Prüf­ingenieur zur Begutachtung vorführen. Nach "bestandenem" Oldtimergutachten können Sie das Fahrzeug sofort mit H-Kennzeichen zulassen.

    Gut zu wissen: Bei der H-Zulassung beträgt das Fahrzeugalter eines Oldtimers mindestens 30 Jahre. Das Kfz kann aber auch schon 40 Jahre alt sein – zum Beispiel, wenn die Erstzulassung erst nach zehn Jahren erfolgte.

  • Ich habe mein Auto als Oldtimer zugelassen und möchte dies nun rückgängig machen. Ist das möglich?

    Normalerweise ist das kein Pro­blem. Allerdings hängt es von der für Sie zuständigen Zulassungs­stelle ab, ob Sie den Pkw sofort ummelden können oder zuvor eine aktuelle Hauptuntersuchung (TÜV) benötigen. Die Vollabnahme weist nach, dass Ihr Klassiker verkehrs­sicher ist und seine technische Ausstattung den Bestimmungen regulärer Kfz entspricht.
  • Ich habe mein Auto auf Erdgas umgerüstet. Kann ich es trotzdem als Oldtimer mit H-Kennzeichen zulassen?

    Ja, vorausgesetzt alle anderen Regeln und Voraussetzungen für die Oldtimer-Zulassung sind erfüllt. Die Umrüstung auf Erdgas darf höchstens zehn Jahre nach Erstzulassung des Fahrzeugs oder nur mit zeitgenössischen Ersatzteilen erfolgt sein. Eine moderne Gasanlage würde den Charakter des Klassikers gravierend verändern. Das wiederum beeinflusst das Oldtimergutachten negativ und könnte der Anerkennung des Kfz als Oldtimer im Weg stehen.
  • Ich habe meinen Oldtimer stillgelegt. Kann ich ihn wieder zulassen?

    Ja, im Zeitraum von bis zu sieben Jahren nach Stilllegung ist die reguläre Kfz-Zulassung des Klassikers jederzeit wieder möglich. Aller­dings sind neue Haupt- und Abgas­untersuchungen nötig, bevor Sie das Fahrzeug wieder im öffent­lichen Straßenverkehr bewegen dürfen.
  • Was darf man am H-Kennzeichen ändern?

    Wie jedes andere Kfz-Kennzeichen ist auch das H-Kennzeichen ein amtliches Nummernschild, das Sie nicht verändern dürfen. Diese Vorschrift ist in § 22 Straßen­verkehrs­gesetz (StVG) gesetzlich verankert. Folglich dürfen Sie weder Auf­kle­ber anbringen noch Plaketten (z.B. Umweltplakette) entfernen oder hinzufügen. Wer sein Kennzeichen trotzdem ver­ändert, verdeckt oder ander­weitig unkenntlich macht, riskiert eine Geld- oder Freiheitsstrafe.
  • Kann ich für ein Fahrzeug mit Oldtimer-Zulassung eine normale Kfz-Versicherung abschließen?

    Ja, das ist möglich. Da Oldtimer meist selten und teuer sind, lohnt es sich, zusätzlich zur Kfz-Haftpflichtversicherung eine Teilkasko oder Vollkasko für das Fahrzeug abzuschließen. So sind Sie im Schadensfall rundum abgesichert. Für Oldtimerfahrer, die ihre mobilen Klassiker nicht für Alltagsfahrten nutzen und jährlich nur eine geringe Kilometer­­an­zahl damit zurücklegen, reicht in der Regel eine günstigere Oldtimer-Versicherung. Eine weitere Option ist die Saisonzulassung mit H-Kennzeichen.
  • Gibt es bei der Oldtimer-Versicherung ein Schadenfreiheitsrabattsystem wie bei der Pkw-Versicherung?


    Nein, anders als bei der regulären Kfz-Versicherung erfolgt bei der Oldtimer-Versicherung keine Einstufung in eine Schadenfreiheitsklasse. Die Berechnung der Versicherungs­prämie erfolgt immer mit 100 Prozent des Normaltarifs. Dafür muss der Versicherungs­nehmer nach einem Schadensfall weder mit einer Rückstufung noch mit höheren Beiträgen rechnen.
  • Benötige ich eine Abgasuntersuchung (AU) für meinen Oldtimer?

    Grundsätzlich müssen alle zulassungspflichtigen Kraft­fahr­zeuge regelmäßig zur Abgas­untersuchung – also auch Old­timer. Nur ganz bestimmte Klassiker sind von der AU-Pflicht befreit:

    • Oldtimerfahrzeuge mit Ottomotor: mit einer Höchstgeschwindigkeit von unter 50 km/h, Erst­zu­lassung vor dem 1. Juli 1969, drei Rädern oder einem zulässigen Gesamtgewicht von unter 400 Kilogramm
    • Oldtimer-Kfz mit Diesel­motor: mit weniger als vier Räder, einer Höchst­geschwindig­keit bis 25 km/h oder einer Erstzulassung vor dem 1. Januar 1977 

    Trifft keines dieser Merkmale auf Ihren Oldtimer zu, ist er AU-pflichtig. Allerdings ist die Abgasuntersuchung seit 2010 fester Bestandteil der Hauptuntersuchung (HU). Die Zuteilung der TÜV-Plakette bestätigt automatisch, dass Ihr Fahr­zeug die erforderlichen Abgasgrenzwerte einhält.

  • Ab wann bekommt ein Wohnmobil ein H-Kennzeichen?

    Wie alle historischen Kfz hat ein Wohnmobil für die Oldtimer-Zulassung die Kriterien zu erfüllen, die § 2 Nr. 22 Fahrzeug-Zulass­ungs­verordnung (FZV) vorgibt. Dazu zählt, dass Ihr Reisegefährt vor mindestens 30 Jahren erstmals zugelassen wurde, weitest­gehend dem Original­zustand entspricht, sich in gutem Erhaltungs­zustand befindet und der Pflege des kraft­fahr­zeug­technischen Kulturgutes dient. Bestätigt Ihnen ein anerkannter Sachverständiger den Original­zustand des Camping­klassikers mit einem offiziellen Oldtimer­gutachten, steht der Zulassung mit H-Kenn­zeichen nichts mehr im Weg.

    Übrigens: Die gleichen Vorgaben zum H-Kennzeichen gelten auch für alle anderen Fahrzeug­arten – egal, ob Sie für Anhänger, Motorrad, Lkw oder Wohnwagen eine Oldtimer-Zulassung beantragen.

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