Abgasnorm, Umweltplakette und Co.

Was Sie zur Schadstoffklasse wissen sollten

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Kurz erklärt in 30 Sekunden
Je schadstoffärmer das Auto, desto besser die Schadstoffklasse
  • Jedes Fahrzeug lässt sich einer Schadstoffklasse zuordnen. Maßstab für die Einteilung ist die Menge an giftigen und klimaschädlichen Schadstoffen, die das Auto bei laufendem Motor ausstößt. Dazu zählen Abgase wie Kohlenstoffmonoxid, Kohlenwasserstoff, Stickstoffoxid und Rußpartikel.
  • Insgesamt gibt es sechs verschiedene Schadstoffklassen: Seit September 2014 gilt Schadstoffklasse Euro 6, darunter fallen die schadstoffärmsten Autos. Die schadstoffreichsten werden Euro 1 zugeordnet. Ermitteln lässt sich die Schadstoffklasse eines Fahrzeug anhand seiner Emissionsschlüsselnummer.
  • Die Schadstoffklasse eines Autos entscheidet, ob es eine rote, gelbe, grüne oder keine Umweltplakette bekommt und städtische Umweltzonen befahren darf.
  • Der Gesetzgeber belohnt Fahrer schadstoffarmer Pkw: Je umweltfreundlicher das Fahrzeug, desto geringer die Kfz-Steuer für den Halter. Das soll einen Anreiz schaffen, auf umweltfreundliche Autos umzusteigen und die Emissionen auf deutschen Straßen zu reduzieren.
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Einteilung

Die europaweit einheitliche EU-Abgasnorm, auch Euro-Abgasnorm oder Euronorm genannt, legt sechs verschiedene Schadstoffklassen fest: Euro 1 bis Euro 6. Diese ordnen ein, wie schadstoffarm ein Auto ist. Den niedrigsten Schadstoffausstoß hat Stufe Euro 6. Die Fahrzeuge mit dem höchsten Schadstoffausstoß kommen in Euro 1:

  • Schadstoffklasse Euro 6: geringster Schadstoffausstoß, gültig seit 1. September 2014
  • Schadstoffklasse Euro 5: gültig seit 1. September 2009
  • Schadstoffklasse Euro 4: gültig seit 1. Januar 2005
  • Schadstoffklasse Euro 3: gültig seit 1. Januar 2000
  • Schadstoffklasse Euro 2: gültig seit 1. Januar 1996
  • Schadstoffklasse Euro 1: höchster Schadstoffausstoß, gültig seit 1. Juli 1992

Seit 1. September 2015 gilt in Deutschland und der EU ausnahmslos die Abgasnorm Euro 6. Das heißt: Alle neuzugelassenen Pkw müssen – egal, ob Benziner oder Dieselfahrzeug – die Abgasnorm Euro 6 erfüllen. In der Übergangsphase zwischen dem 1. September 2014 und dem 31. August 2015 durften Neufahrzeuge auch noch mit Euro 5 zugelassen werden. 

Nicht schadstoffarme Fahrzeuge bekommen Euro 0

Es gibt auch Autos ohne Schadstoffklasse. Dabei handelt es sich um sogenannte nicht schadstoffarme Fahrzeuge, die in Euro 0 klassifiziert werden. Ihre Nutzung ist verboten, wenn die Ozonkonzentration in der Atemluft so stark erhöht ist, dass ein Ozonalarm ausgesprochen wird. Vor allem heißes Wetter lässt die Ozonwerte stark ansteigen. Aber auch ohne ausgerufenen Ozonalarm sollten Autofahrer von Euro-0-Fahrzeugen an heißen Tagen der Umwelt zuliebe möglichst wenig fahren.

Allianz - Schadstoffklasse Diesel: Aus Auspuff eines schwarzen Pkw tritt grauer Rauch aus

D3 und D4: Übergangslösungen zu den Euro-Abgasnormen 

Neben den allgemein verbindlichen Euro-Abgasnormen 1 bis 6 existieren auch deutsche Abgasnormen, die sogenannten „D-Normen“, die als Zwischen- bzw. Übergangslösungen zu betrachten sind. Dabei handelt es sich um nationale Erweiterungen, die bereits vor Einführung der jeweiligen Euro-Normen auf Bundesebene in Kraft getreten sind. So gab es D3 (1996 bis 2000) und D4 (1996 bis 2004) bereits vor der europaweiten Schadstoffklasse Euro 3 (ab 2000). Sie verlangten aber schon ähnliche Abgasgrenzwerte wie die spätere Euro-3-Norm.

Mittlerweile sind die deutschen Abgasnormen zugunsten der Euro-Normen entfallen. Wer heute noch ein Fahrzeug mit D-Norm besitzt, muss jedoch nichts befürchten: Ein Benziner mit D3 wird in Schadstoffklasse Euro 2 eingestuft, ein Benziner mit D4 in Euro 3. Bei Dieselfahrzeugen entspricht D3 der Euro-3-Norm und D4 der Euro-4-Norm.

Gibt es Schadstoffklassen für Elektroautos?

Für Elektroautos gibt es keine Schadstoffklassen, da sie keine relevanten Schadstoffe wie Kohlenstoffmonoxid oder Stickoxid ausstoßen. Für sie gilt die Euro-Abgasnorm also nicht.

Fahrzeuge mit Hybridantrieb müssen die Euro-Abgasnorm hingegen erfüllen. Da Hybridautos in der Regel einen sehr geringen Schadstoffausstoß haben, sind sie meist in Schadstoffklasse Euro 5 oder 6 eingestuft.

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Feinstaubplakette & Umweltzone

Seit 2008 dürfen die Zentren von 58 deutschen Städten nur mit einer gültigen Umweltplakette – auch Feinstaubplakette genannt – befahren werden. Das ist eine Maßnahme im Zuge des Klimaschutzplans, mit dem die deutsche Bundesregierung die Umweltbelastung in deutschen Großstädten verringern will. Die Umweltplakette ist in der Regel rechts unten an der Frontscheibe angebracht.

Die Feinstaubplaketten gibt es in den Farben Rot, Gelb und Grün. Welche Umweltplakette ein Fahrzeug bekommt, hängt von der Schadstoffgruppe ab, in die es eingeteilt ist: Diesel Euro 4 bis 6 fallen beispielsweise in die Schadstoffgruppe 4 und erhalten eine grüne Plakette. Diesel Euro 1 oder schlechter sind in Gruppe 1 kategorisiert und bekommen gar keine Umweltplakette.

Pkw mit grüner Umweltplakette dürfen alle 58 innerstädtischen Umweltzonen befahren. Fahrzeugen, die keine oder eine rote Umweltplakette haben, ist das Befahren der deutschen Umweltzonen mittlerweile untersagt.

Welche Umweltplakette bekommt mein Fahrzeug und wo darf ich fahren?

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Schadstoffklasse (Euro-Norm) Schadstoffgruppe Umweltplakette Befahren der Umweltzonen

Diesel Euro 4 bis 6

Diesel Euro 3 mit Partikelfilter

Benziner Euro 1 bis 6

Kfz ohne Verbrennungsmotor (z.B. Elektromotor, Brennstoffzelle)

4 grün erlaubt in allen 58 Zonen
Diesel Euro 3 oder Euro 2 mit Partikelfilter 3 gelb nur in Neu-Ulm erlaubt, sonst verboten
Diesel Euro 2 oder Euro 1 mit Partikelfilter 2 rot verboten

Diesel Euro 1 oder schlechter

Benziner ohne geregelten Katalysator bzw. mit geregelten Katalysator der ersten Generation

1 keine verboten

Wo kann ich die Umweltplakette kaufen? 

Ausgabestellen für Feinstaubplaketten sind die Kfz-Zulassungsbehörden sowie für die Durchführung von Abgasuntersuchungen anerkannte Kraftfahrzeugwerkstätten, Tankstellen mit Werkstatt und technische Überwachungsorganisationen.

 TÜV SüdTÜV Nord und Dekra bieten zudem die Möglichkeit, die Umweltplakette online zu bestellen. Auch über die Onlineportale der Städte BerlinStuttgart sowie einiger bayerischer Städte (unter anderem Würzburg, Augsburg, Ingolstadt) können Sie eine Umweltplakette schnell und einfach online bestellen und sich per Post zuschicken lassen.

Die Umweltplakette kostet zwischen 5 und 20 Euro und gilt unbefristet. Sie muss nur ausgetauscht werden, wenn sich das Autokennzeichen ändert oder wenn die Plakette ausgeblichen und nicht mehr lesbar ist.

Allianz - Schadstoffklasse: Umweltzonen Schild

Ausnahme: Diese Fahrzeuge dürfen Umweltzonen ohne Plakette befahren

Von den Verkehrsverboten ausgenommen sind zwei- und dreirädrige Kraftfahrzeuge wie Motorräder oder Roller, land- und forstwirtschaftliche Zugmaschinen sowie Arbeitsmaschinen. Auch Oldtimer mit H-Kennzeichen sind von der Plakettenpflicht befreit. Ebenso Krankenwagen, Arztwagen im Notfalleinsatz und Fahrzeuge mit Sonderrechten nach § 35 der Straßenverkehrsordnung (StVO) wie beispielsweise Pkw der Bundeswehr, Bundespolizei oder Feuerwehr.

Neben der grundsätzlichen Befreiung von der Plakettenpflicht können Sie in einigen Fällen auch eine Ausnahmegenehmigung für Ihren Pkw beantragen, welche bei Erteilung als Nachweis im Auto mitzuführen ist. Eine solche Genehmigung können Sie unter diesen Voraussetzungen beantragen:

  • Ihr Fahrzeug wurde bereits vor dem Inkrafttreten der Umweltzone auf Sie zugelassen.
  • Ihr Auto kann technisch nicht mehr nachgerüstet werden, um die Voraussetzungen für eine grüne Umweltplakette zu erfüllen (Nachweis erforderlich).
  • Eine Ersatzbeschaffung ist wirtschaftlich nicht zumutbar
  • Sie haben sehr wichtige, unaufschiebbare Einzelinteressen wie etwa regelmäßige Arztbesuche.
  • Sie liefern lebensnotwendige Produkte in die Umweltzone oder werrichten dort lebensnotwendige Dienstleistungen, zum Beispiel für Apotheken oder Pflegedienste. 

Hinweis: Die Voraussetzungen unterscheiden sich von Stadt zu Stadt und sind hier nicht abschließend aufgelistet. Eine Ausnahmegenehmigung gilt immer nur für die Umweltzone, für die sie erteilt wurde.

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Gut zu wissen
Allianz - Illustration Info: Gut zu wissen

Die Schadstoffklasse Ihres Pkw bestimmt nicht nur, ob Sie Umweltzonen befahren dürfen, sondern spielt auch eine entscheidende Rolle bei der Berechnung der jährlichen Kfz-Steuer. Die Beträge, die Sie bei der Steuer für die jeweilige Schadstoffklasse zahlen, sind genau festgelegt. So kostet ein Euro-6-Benziner nur 6,75 Euro, während Sie für ein Euro-1-Diesel 27,35 bezahlen.

Die Höhe der Kfz-Steuer wird außerdem durch Faktoren wie die Art des Verbrennungsmotors (Diesel- oder Ottomotor), den CO2-Ausstoß sowie die Hubraumgröße beeinflusst. Welche Steuerlast für Ihr Fahrzeug auf Sie zukommt, können Sie zum Beispiel über den Kfz-Steuer-Rechner des Bundefinanzministeriums berechnen. Grundsätzlich gilt: Je höher der Schadstoffausstoß, desto höher die Kraftfahrzeugsteuer.

Steuervorteile für die Schadstoffklasse gibt es nur bei Pkw. Bei Kleinkrafträdern, Leichtkrafträdern und landwirtschaftlichen Zugmaschinen wirkt sich die Schadstoffklasse nicht steuerlich aus. Auch die D-Normen, die bei ihrer Einführung im Jahr 1996 eine Steuerbefreiung ermöglicht haben, bringen mittlerweile keine Steuervorteile mehr mit sich: Der Kfz-Steuersatz ist bei D3, D4, Euro 3 und Euro 4 identisch.

Allianz - Illustration Info: Gut zu wissen
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Fahrzeugschein & Schlüsselnummer
Allianz - Schadstoffklasse: Zulassungsbescheinigung

Die Schadstoffklasse Ihres Pkw – egal, ob Diesel oder Benziner – können Sie anhand der sogenannten Emissionsschlüsselnummer ermitteln. Diese finden Sie in Ihren Fahrzeugpapieren: bei neueren Modellen in der Zulassungsbescheinigung Teil I in Feld 14.1. (Herstellerschlüsselnummer HSN unter 2.1, Typschlüsselnummer TSN unter 2.2), im alten Fahrzeugschein, ausgestellt vor 1. Oktober 2005, in Feld 1 (Punkt „Schlüsselnummer – zu 1“). 

Für die Ermittlung Ihrer Schadstoffklasse sind die letzten beiden Ziffern der Emissionsschlüsselnummer relevant. Bei Neufahrzeugen sind die letzten zwei Zahlen, gefolgt von zwei Buchstaben, maßgebend.

Wie diese den Schadstoffklassen zugeordnet werden, können Sie folgender Tabelle entnehmen:

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Schlüsselnummer
Schadstoffklasse
36N0 bis 36Y0 Euro 6
35A0 bis 35M0 Euro 5
32, 33, 38, 39, 43, 62-70 Euro 4
30, 31, 36, 37, 42, 44-61 Euro 3
25-29, 34, 35, 40, 41, 49, 71 Euro 2
01-04, 09, 11-14, 16, 18, 21, 22, 77 Euro 1
00, 05-08, 10, 15, 17, 19, 20, 23, 24, 88 keine
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Nachrüstung
Die Schadstoffklasse eines Fahrzeugs lässt sich in vielen Fällen durch bauliche Veränderungen verbessern. So kann eine Nachrüstung sowohl Schadstoffausstoß als auch Kraftstoffverbrauch verringern und Ihren Pkw in eine höhere Schadstoffklasse befördern. Ob sich eine Umrüstung bei Ihrem Auto lohnt, hängt von den Nachrüstmöglichkeiten und den damit verbundenen Kosten ab. Sprechen Sie am besten die Autowerkstatt Ihres Vertrauens darauf an.
Allianz - Schadstoffklasse Euro 5: Automechaniker prüft Motor eines Pkw in Werkstatt

So können Sie Fahrzeuge mit Ottomotor nachrüsten 

  • Katalysator-Nachrüstung (G-Kat): Für ältere Fahrzeuge, die bislang über keinen oder einen ungeregelten Katalysator verfügen. Verbesserung von Schadstoffklasse 00 auf Euro 1, teilweise auch auf Euro 2 möglich.
  • Kaltlaufregelsysteme: Diese sorgen dafür, dass der Katalysator beim Kaltstart schneller aktiviert wird. Verbesserung von Euro 1 auf Euro 2 oder D3 möglich.
  • Aufrüst-Katalysator: Für Fahrzeuge, die schon mit einem geregelten Katalysator ausgestattet sind. Besonders interessant, wenn der vorhandene Katalysator altersbedingt ohnehin ausgetauscht werden muss. Verbesserung von Euro 1 auf Euro 2 oder D3 möglich.

Maßnahmen, um den Schadstoffausstoß bei Dieselfahrzeugen zu verringern 

  • Rußpartikelfilter: Der Filter reduziert die Rußemissionen um etwa 40 Prozent, ist aber nicht für alle Dieselmotoren verfügbar.
  • Katalysator-Nachrüstung (Oxy-Kat): Für Diesel, die keinen Katalysator haben. Verbesserung von Schadstoffklasse Euro 00 auf Euro 1, in Einzelfällen auch Euro 2.
  • Aufrüstkatalysator: Nur bei Fahrzeugen mit Oxy-Kat möglich. Verbesserung von Euro 1 auf Euro 2.

Kann ich mein Fahrzeug auch ohne Nachrüstung in eine andere Schadstoffklasse umschlüsseln?

In der Tat lassen sich einige Automodelle in eine höhere, also bessere Schadstoffklasse „umschlüsseln“, ohne sie technisch zu verändern. Bei einer Umschlüsselung wird lediglich die bisherige Abgaseinstufung in den Zulassungspapieren geändert. Voraussetzung dafür ist, dass das Fahrzeug im Werkszustand bereits die Grenzwerte der besseren, aber erst später eingeführten Euro-Norm erreicht.

Beispielsweise gibt es zahlreiche Fabrikate aus den 1990er-Jahren, die mit Schlüsselnummern der Abgasnorm Euro 1 versehen sind, obwohl sie etwa wegen eines geregelten Katalysators auch die besseren Werte der Euro 2 erfüllen. 

Besitzer solcher Fahrzeuge müssen sich lediglich an ihren Hersteller, Händler oder Importeur wenden und sich die besseren Schadstoffgrenzwerte bescheinigen lassen. Dann steht einer Umschlüsselung in eine umweltfreundlichere Schadstoffklasse nichts mehr im Wege. Anschließend müssen Sie nur noch – unter Vorlage der Bestätigung – die Fahrzeugpapiere von einer Kfz-Zulassungsstelle ändern und die Schlüsselnummer der besseren Euro-Norm eintragen lassen.

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Fahrverbotszonen

Die Grenzwerte für Stickoxide (NOx) werden trotz bestehender Umweltzonen immer noch überschritten. Um Anwohner und Passanten vor einer gesundheitsgefährdenden Belastung durch Stickoxide zu schützen, gibt es seit 2018 zusätzliche Durchfahrtsbeschränkungen und -verbote speziell für Diesel. Der Grund: Dieselfahrzeuge verursachen bis zu 80 Prozent der NOx-Emissionen und sind aufgrund der Rußpartikel umweltschädlicher als Benziner.

In diesen deutschen Städten sind Fahrverbotszonen geplant oder bestehen bereits: 

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Stadt Betroffene Fahrzeuge Gültig ab
Berlin Diesel-Abgasnorm Euro 1 bis 5 frühestens August 2019
Bonn Diesel-Abgasnorm Euro 1 bis 4 und Benziner der Klassen Euro 1 und 2   Umsetzung offen
Darmstadt Diesel-Abgasnorm Euro 1 bis 5 und Benziner der Klassen Euro 1 und 2 1. Juni 2019                
Essen Zunächst Diesel-Abgasnorm Euro 1 bis 4, Benziner der Klassen Euro 1 und 2. Später auch Euro-5-Diesel Umsetzung offen
Frankfurt Diesel Abgasnorm Euro 1 bis 4 und Benziner der Klassen Euro 1 und 2 Umsetzung offen
Gelsenkirchen Diesel-Abgasnorm Euro 1 bis 5 Umsetzung offen
Hamburg Kraftfahrzeuge der Diesel-Abgasnorm Euro 1/I bis 5/V 1. Juni 2018
Köln Zunächst Diesel-Abgasnorm Euro 1 bis 4 und Benziner der Klassen Euro 1 und 2. Später auch Euro-5-Diesel Umsetzung offen
Mainz Diesel-Abgasnorm Euro 5 füreinzelne Straßen, Euro 4 und älter für ganze Zonen Umsetzung offen
Stuttgart Pkw und Lkw der Diesel-Abgasnorm Euro 4 bzw. IV und älter 1. Januar 2019 für Auswärtige, 1. April 2019 für Stuttgarter

Sind Euro-6-Fahrzeuge von möglichen Fahrverboten betroffen?

In der Regel gelten die Fahrverbote nur für Dieselautos mit Schadstoffklasse Euro 5 oder schlechter. Allerdings kündigte die Deutsche Umwelthilfe (DUH) an, dass ab 2020 auch Euro-6-Diesel von den Fahrverboten betroffen sein könnten. Denn selbst die als schadstoffarm geltenden Euro-6-Diesel sollen die Schadstoffgrenzwerte zum Teil um das 25-Fache überschreiten, erklärte DUH-Geschäftsführer Jürgen Resch bereits im November 2018 in einer Pressemitteilung.

Bußgelder
Allianz - Schadstoffklasse Benziner: Parkende Autos in enger Seitenstraße in Innenstadt

Befahren Sie eine Umweltzone ohne oder mit der falschen Umweltplakette und haben dafür keine Ausnahmegenehmigung, droht Ihnen ein Bußgeld von 80 Euro. Dasselbe gilt auch für das Parken in einer Umweltzone.

Die Strafen für viele Dieselfahrverbotszonen stehen noch nicht fest. Bisher haben nur wenige Städte die Höhe der Geldstrafen veröffentlicht: In Darmstadt erwartet Autofahrer beispielsweise ein Bußgeld sowie eine Verwaltungsgebühr in Höhe von insgesamt 108,50 Euro, wenn sie eine bestimmte Fahrverbotszone trotz Dieselfahrverbot befahren. Die gleiche Geldstrafe gilt in Stuttgart im gesamten Stadtgebiet. Auch in Hamburg droht ein Bußgeld von 25 Euro für Pkw bis 75 Euro für Lkw. Dort kontrolliert die Polizei stichprobenartig die Fahrzeugpapiere.

Allianz - Schadstoffklasse Benziner: Parkende Autos in enger Seitenstraße in Innenstadt
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Häufige Fragen
Was möchten Sie gerne wissen?
  • Für welche Fahrzeuge gelten Schadstoffklassen mit römischen Ziffern?

    Neben den Schadstoffklassen Euro 1 bis Euro 6, die für Pkw gelten, gibt es auch Schadstoffklassen mit römischen Ziffern von Klasse Euro I bis Euro VI. Dabei handelt es sich um die Schadstoffklassen von Lkw und Bussen über 3,5 Tonnen.

    Analog zum Pkw ist die Schadstoffklasse mit dem geringsten Ausstoß die Klasse Euro VI. Lkw und Busse mit dem höchsten Schadstoffausstoß sind in Euro I. Auch bei Neuzulassung von Lkw und Bussen über 3,5 Tonnen ist aktuell die Schadstoffklasse Euro VI Voraussetzung.

  • Gelten Schadstoffgrenzwerte auch für Moped, Mofa, Quad, Trike und Leichtkraftfahrzeuge?

    Ja, europaweit genormte Abgasgrenzwerte gibt es auch für  Moped, Mofa und andere Kleinkrafträder. Seit 1. Januar 2018 gelten die Grenzwerte der Schadstoffklasse Euro 4 auch für vier-, drei- und zweirädrige Kraftfahrzeuge mit einer Höchstgeschwindigkeit von maximal 45 km/h. Zu diesen Fahrzeugen zählen neben Mopeds und Mofas auch Quads, Trikes und Leichtkraftfahrzeuge (Microcars), die zulassungsfrei ab einem Alter von 16 Jahren gefahren werden dürfen. 
  • Wie berechne ich die Schadstoffklasse meines Wohnmobils?

    Die Emissionsschlüsselnummer von Wohnmobilen finden Sie wie bei Pkw im dazugehörigen Fahrzeugschein. Mit der dort vermerkten Schlüsselnummer können Sie die Schadstoffklasse ermitteln. Eine ausführliche Tabelle finden Sie im Ratgeber Wohnmobil Steuern.
  • Ich habe ein Fahrzeug der Schadstoffklasse Euro II. Warum kann ich keine Emissionsplakette bestellen?

    Die Schadstoffklasse Euro II gilt für Lkw über 3,5 Tonnen. Mit Euro II können Sie maximal eine gelbe Umweltplakette erhalten, mit der Sie aktuell nur in die Umweltzone von Neu-Ulm fahren können. Für eine grüne Umweltplakette erfüllt ein Lkw mit Euro II nicht die erforderlichen Abgasstandards. Freie Fahrt in Umweltzonen gibt es erst ab Euro IV.
  • Gelten die Fahrverbote in deutschen Umweltzonen auch für ausländische Fahrzeuge ohne Plakette?

    Ja, die Fahrverbote in Umweltzonen gelten für alle Fahrzeuge unabhängig von ihrer Herkunft – also auch für ausländische Autos ohne Feinstaubplakette. Möchte beispielsweise ein Franzose mit seinem in Frankreich zugelassenen Pkw in eine deutsche Umweltzone, beispielsweise in Stuttgart oder Hamburg, einfahren, muss der Wagen ebenfalls eine Plakette zur Kennzeichnung der Schadstoffgruppe tragen.

    Wenn das Fahrzeug im Ausland zugelassen und die erreichte EG-Abgasrichtlinie aus den Fahrzeugpapieren nicht ersichtlich ist, muss der Fahrer einen entsprechenden Nachweis, zum Beispiel eine Bescheinigung des Herstellers, vorgelegen. Ist dies nicht möglich, richtet sich die Einteilung in die Schadstoffgruppe bei ausländischen Fahrzeugen nach dem Jahr der Erstzulassung.

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