- Wasserschaden am Auto – was tun? Nicht den Motor starten, sondern Kfz an einen trockenen Ort schieben oder abschleppen lassen, Schaden dokumentieren und der Versicherung melden.
- Wie groß der Auto-Hochwasserschaden ist, hängt davon ab, wie tief der Pkw unter Wasser stand. Unbeschadet überstehen die meisten Fahrzeuge nur einen Wasserstand von höchstens 25 Zentimetern.
- Wasserschaden – welche Versicherung zahlt? Ihre Allianz Teilkasko oder Vollkasko übernimmt Reparaturkosten und ersetzt bei Totalschaden sogar Neu- oder Kaufpreis Ihres Pkw (in Direct Plus, Komfort und Premium).
- Wollen Sie Wasser im Auto vermeiden, sollten Sie auf Hochwasserwarnungen achten und Ihr Kfz sicher parken. Prüfen Sie regelmäßig alle Dichtungen und entfernen Sie Schmutz oder Laub unter Front- und Heckscheibe, damit der Wasserablauf nicht verstopft.
Wasserschaden am Auto
Auto-Hochwasserschaden: Kurz erklärt
Quelle: Allianz, September 2024
Die Datengrundlage basiert auf der Anzahl der Schäden, die Versicherte im Zeitraum von Januar 2021 bis September 2024 der Allianz gemeldet haben. Gezählt wird der Schadenort, nicht der Wohnort der Versicherungsnehmer:innen.
Was tun bei Wasserschaden am Auto?
Richtiges Verhalten bei Wasserschaden am Auto
Vermuten Sie nach einer Überschwemmung einen Wasserschaden am Auto, sollten Sie das Fahrzeug auf keinen Fall starten. Wasser im Motor könnte beim Anlassen einen Motorschaden verursachen. Außerdem sind Kurzschlüsse in der Fahrzeugelektronik möglich. So verhalten Sie sich richtig:
- Bei Hochwasser steht Ihr Auto in einer Gefahrenzone? Schieben Sie es, wenn möglich, an einen sicheren und trockenen Ort oder rufen Sie den Abschleppdienst.
- Klemmen Sie die Autobatterie ab, um Kurzschlüsse zu verhindern. Vorsicht: Erst den Minus-, dann den Pluspol abklemmen – sonst kann es zu Funkenbildung und Stromschlag kommen. Laien überlassen das Abklemmen am besten einem Profi.
- Dokumentieren Sie den Wasserschaden am Auto mit Fotos.
- Melden Sie den Wasserschaden schnellstmöglich Ihrer Autoversicherung bzw. Elektroauto-Versicherung.
Wie kann ein Auto-Wasserschaden entstehen?
Drei Situationen, in denen es häufig zu einem Wasserschaden am Auto kommt:
- Hochwasser: Kann zum Beispiel auftreten, wenn nach tagelangem Starkregen ein Fluss über die Ufer tritt. Stehen parkende Fahrzeuge in den Fluten, ist ein Wasserschaden sehr wahrscheinlich – vor allem, wenn der Wasserstand auf die Höhe der Türschweller (= Bereich längs unterhalb des Türeinstiegs) ansteigt. Richtig verhalten: Auto nicht starten und direkt in eine Werkstatt bringen.
- Überschwemmte Straße: Auf dem Asphalt stehendes Wasser ist oft unerwartet tief. Befahren Autofahrer:innen überflutete Streckenabschnitte trotzdem, kann über den Motorraum, die Motorkühlung oder den Spalt zwischen den Türen Wasser ins Fahrzeug gelangen und die Elektronik beschädigen. Richtig verhalten: Nicht durch Hochwasser fahren und Auto checken lassen, wenn Feuchtigkeit in den Innenraum eingedrungen ist.
- Unwetter: Regen kann durch nicht richtig verschlossene Fenster oder undichte Scheibengummis ins Fahrzeug gelangen. Zu einem Wasserschaden bei Autos mit Schiebedach oder Cabrios kann es auch kommen, wenn das Dachfenster oder Verdeck beim Parken geöffnet ist und plötzlich ein Gewitter aufzieht (Wasserschaden von oben). Richtig verhalten: Alle Fenster beim Verlassen des Fahrzeugs schließen, bei Nässeschaden Auto checken lassen und beschädigte Teile falls nötig austauschen.
Sie haben einen Schaden an Ihrem Auto, beispielsweise durch Hagel oder Wildunfall? Oder beschädigten ein anderes Fahrzeug? Ein Schadenfall ist nie angenehm. Wir helfen Ihnen gerne weiter – und tun alles, um die Abwicklung für Sie so simpel wie möglich zu machen.
Melden Sie Ihren Unfall ganz schnell und einfach über unser Allianz Online-Tool. Haben Sie die Produktlinien Komfort oder Premium abgeschlossen, erreichen Sie uns alternativ auch telefonisch unter der Allianz Schadenhotline 0800 11223344 (aus dem Ausland 00800 11223344).
Wie groß ist der Wasserschaden?
Auto-Hochwasserschaden einschätzen
Wasserstand auf Höhe der Türschweller
Niedriges Schadensrisiko, ein Nässeschaden ist aber nicht auszuschließen. Die meisten Kfz sind für eine Wassertiefe von maximal 20 bis 25 Zentimetern ausgelegt. Lassen Sie den Bodenbereich des Pkw überprüfen. Feuchte Bodenmatten und beschlagene Fenster deuten auf Wassereintritt hin.
- Mögliche Schäden: Feuchtigkeit im Auto, Schimmelbildung, Rostschäden, Schäden an Elektrik (z. B. Steuergeräte unter Sitzen)
- Reparaturkosten: je nach Schadensausmaß wenige Hundert bis mehrere Tausend Euro
Wasserstand zwischen Türschweller und Fenster
Moderates Schadensrisiko, Wasser gelangt mit hoher Wahrscheinlichkeit in den Fahrzeuginnenraum. Lassen Sie alle Bauteile prüfen, die mit Feuchtigkeit in Kontakt gekommen sind. Bei Nässeschäden an Sitzen oder Teppichen ist meist ein Austausch nötig.
- Mögliche Schäden: an elektrischen und elektronischen Teilen (z. B. Elektronik hinter Armaturenbrett), Motor und Getriebe, Tür- und Seitenverkleidungen, Autositzen, Fußmatten und Innenraumteppich
- Reparaturkosten: meist mehrere Tausend Euro
Wasserstand über Fensterunterkante
Sehr hohes Schadensrisiko. Stand das Wasser im Auto mindestens bis zu den Fenstern, ist ein wirtschaftlicher Totalschaden wahrscheinlich.
- Mögliche Schäden: an allen elektrischen und elektronischen Teilen inklusive der Kabelbäume (= gebündelte Leitungen, die Signale oder Energie zwischen verschiedenen Fahrzeugkomponenten übertragen), Motor, Getriebe und dem gesamten Fahrzeuginnenraum
- Reparaturkosten: in der Regel höher als Fahrzeugwert (= Totalschaden)
Das zahlt die Versicherung bei Wasserschaden
Wasserschaden: Wann zahlt die Versicherung?
Ihre Kfz-Versicherung zahlt Schäden durch Naturgewalten (z.B. Hochwasser oder Überschwemmungen), wenn Sie eine Vollkasko oder Teilkasko abgeschlossen haben. Welcher Wasserschaden von der Versicherung bezahlt wird, hängt davon ab, welche Leistung Sie vereinbart haben und wie der Schaden entstanden ist:
- Ihre Allianz Teilkasko beziehungsweise Ihre Vollkasko greift, wenn ein Wasserschaden am Auto durch die unmittelbare Einwirkung von Naturgewalten wie Überschwemmungen entsteht ("Wasser kommt zum Auto"). Beschädigt zum Beispiel Hochwasser Ihr abgestelltes Auto, übernimmt die Allianz die Reparaturkosten. Bei Totalschaden erhalten Sie in den Produktlinien Direct Plus, Komfort und Premium statt des Wiederbeschaffungswerts den Neu- oder Kaufpreis des Pkw ersetzt (bis zu 60 Monate).
- Schutzbrief: Haben Sie Ihre Autoversicherung mit Premium Schutzbrief oder Mobilitätsgarantie ergänzt, sind Kosten für den Fahrzeugtransport in die nächste Werkstatt abgedeckt. Gelingt es nicht, Ihr Auto schnell wieder fahrbereit zu machen, übernimmt die Allianz außerdem Kosten für Ihre Weiterfahrt mit Bahn, Taxi oder Mietfahrzeug – auch im EU-Ausland.
Sonderfall: Wasserschaden im Wohnmobil
Häufige Fragen zum Wasserschaden bei Autos
E-Auto im Hochwasser: Was ist zu beachten?
E-Autos sind genauso gut vor Wasser geschützt wie Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor. Ihr Hochvoltsystem ist in der Regel wasserdicht und gegen Kurzschlüsse gesichert. Oft haben Elektrofahrzeuge zusätzliche Schutzvorrichtungen wie eine Abschaltautomatik bei Kurzschluss oder Isolationsfehlern. Auch bei vollelektrischen Autos gilt: Versuchen Sie bei Hochwasser keinesfalls, den Motor zu starten. Schieben Sie das Kfz in einen geschützten, trockenen Bereich oder lassen Sie es abschleppen. Anschließend melden Sie den Wasserschaden der Autoversicherung.
Info: Wickelt Ihr Versicherer einen Auto-Wasserschaden für Sie ab, haben Sie ein Sonderkündigungsrecht. Sprich: Sie können während des laufenden Versicherungsjahres Ihre Kfz-Versicherung kündigen und den Anbieter wechseln.
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Auto mit Wasserschaden kaufen: Was beachten?
Wie mit Wasserschaden am Wohnmobil umgehen?
Wo ist das Risiko für einen Hochwasserschaden am Auto besonders hoch?
Welche Regionen in Deutschland Hochwasserrisikogebiete sind, lässt sich nicht pauschal sagen. In den letzten Jahren kam es infolge des Klimawandels immer häufiger zu Extremwetterlagen. Dabei waren auch Orte von Hochwasser betroffen, die zuvor keine oder selten Probleme mit Überschwemmungen hatten.
Grundsätzlich sind Gebiete an Ost- und Nordsee besonders gefährdet. Dort kann es Sturmfluten geben, die in Küstenregionen zu Hochwasser führen. Auch Gebiete in der Nähe von Flüssen und Seen sind häufiger von Flusshochwasser betroffen als Regionen ohne direkte Anbindung an ein Gewässer. Besonders hoch ist das Risiko für Hochwasser, wenn gefährdete Areale direkt am See oder Fluss betoniert sind bzw. der Boden gefroren oder ausgetrocknet ist. Dann kann über das Ufer tretendes Wasser nicht oder nur langsam versickern. Für welche Gegenden aktuell Hochwasserwarnungen vorliegen, erfahren Sie über das länderübergreifende Hochwasser-Portal.
Wer zahlt bei einem Wasserschaden in der Wohnung?
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