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Wasserschaden

Professionell beseitigen und vorbeugen

Kurz erklärt in 30 Sekunden

Wasserschaden: Die wichtigsten Fakten

Allianz - Stoppuhr mit Allianz Logo im Hintergrund
  • Wasserschäden gehören zu den häufigsten Schadenfällen in Haus und Wohnung: Alle 25 Sekunden kommt es in Deutschland zu einem Wasserrohrbruch. 
  • Der Aufwand zur Schaden­beseitigung ist oft enorm. Fachleute helfen von der Ortung des Lecks über die Gebäudetrocknung bis zur Schimmelpilz-Entfernung.
  • Die durchschnittlichen Kosten für die fachgerechte Beseitigung der Wasserschäden liegen bei rund 2.000 Euro. Umso wichtiger sind Hausrat­versicherung, Wohngebäude­versicherung und Haftpflicht­­versicherung.
  • Erste Hilfe bei einem Wasserschaden: Wasser abdrehen, Strom abschalten und das Wasser schnell beseitigen oder abpumpen lassen, um die Folge­schäden möglichst klein zu halten.

So groß ist das Risiko zu Hause

Die häufigsten Ursachen für Wasserschäden

Alle 25 Sekunden platzt in Deutschland eine Wasser­leitung. Die dadurch entstehenden Schäden in Wohnungen und Häusern gehören zu den häufigsten – und zu den besonders unangenehmen Schadenfällen. Dann zum Beispiel, wenn Parkett oder Laminat unter Wasser stehen, das Wasser durch die Decke in die darunterliegenden Wohnungen läuft oder sich im Mauerwerk Schimmel bildet. Die Ursachen für einen Wasserschaden sind vielseitig und reichen über den Wasserrohrbruch hinaus:

Allianz - Undichte Waschmaschine

Eine undichte Waschmaschine: Wenn das Gewinde vom Wasserschlauch schief sitzt oder sich mit jedem Schleudergang lockert, hält die Waschmaschine nicht lange dicht. Gefahr auslaufenden Wassers droht auch, wenn die Schelle so unglücklich angeschraubt oder angeklemmt ist, dass sie den Flex-Schlauch quetscht, bis er schließlich reißt. Auch alte Wasserschläuche oder -dichtungen können unter Wasserdruck brechen oder platzen - und schon steht die Waschmaschine im Wasser.

Eine defekte Wasserleitung: Die meisten Trinkwasserleitungen platzen durch Verschleiß. Kupfer- oder verzinkte Stahlrohre zersetzen sich umso schneller, je härter das Wasser in der jeweiligen Region ist. Die Rohre brechen oft an den Press- oder Lötverbindungen – PE-Rohre (Rohre aus Polyethylen, die wegen ihrer hohen Korrosionsbeständigkeit überwiegend für die Gas-, Wasserversorgung und Abwasserentsorgung eingesetzt werden) auch an den Klebestellen. Auch Pfusch am Bau kann in Einzelfällen eine Ursache sein.

Allianz - Defekte Wasserleitung
Allianz - Verstopftes Abflussrohr

Ein verstopftes Abflussrohr: Mit der Zeit verengen sich Abflussrohre durch Ablagerungen. Schmutzwasser kann sich stauen und schließlich durch die Dichtung in den Boden drücken oder aus dem Abfluss quellen.

Hochwasser: In den Flussniederungen von Elbe, Donau, Rhein und Main kämpfen Hausbewohner regelmäßig gegen Hochwasser, das über die Ufer tritt, Erdgeschosse und Keller überflutet, sich durch Wände drückt und so einen Wasserschaden verursacht. Köln zum Beispiel ist fast jedes Jahr von Überschwemmungen durch Hochwasser betroffen.

› Hochwasserversicherung

Allianz - Hochwasser
Allianz - Starkregen

Starkregen: Vielleicht erinnern Sie sich an die Überschwemmung von Braunsbach in Baden-Württemberg, 2016: In dem kleinen Ort ist in einer Nacht so viel Regen gefallen, dass der Dorfbach zur Schlammlawine wurde. Die Folgen: ineinander verkeilte Autos, in Schaufenster gedrückte Pkw, von Wasser und Schlamm verwüstete Häuser und Wohnungen, zerstörter Hausrat, vernichtete Existenzen von Hausbesitzern, die gerade erst eingezogen waren oder frisch saniert hatten.

› Unwetterschäden

Folgeschäden: Wasser kann auch nach einem anderen Schadensfall ins Haus dringen: Wenn ein Sturm das Dach abgedeckt hat beispielsweise, und es nun hineinregnet. Auch Löschwasser nach einem Brand hinterlässt oft Spuren der Verwüstung.

Allianz - Folgeschäden

Schritt für Schritt

Was tun bei einem Wasserschaden?

Wasserzufuhr abdrehen
Strom abstellen
Wasser beseitigen
Hausrat retten
Umweltschäden verhindern
Nachbarn informieren
Schäden fotografieren
Handwerker bestellen

Handeln Sie sofort, wenn Sie einen Wasserschaden bemerken.

  • So reduzieren Sie oft das Ausmaß der Schäden.
  • Dadurch schließen Sie weitere Gefahr aus.

Übrigens: Durchschnittlich kostet ein Wasserschaden 2.000 Euro.

Sanierung

Wasserschaden professionell beseitigen lassen

Allianz - Schäden durch Wasser versichern: Mehrere Bautrockner im Einsatz

Bei der Sanierung von Wasserschäden gibt es je nach Ausmaß und Art des Schadens viele Dinge zu beachten. Im Zweifel sollten Sie daher einen Experten hinzuziehen. Fachleute wissen am besten, wie sie ein Leck orten, Wände trocknen und Schimmel beseitigen.

Wenn Sie niemanden in Ihrer Nähe kennen oder sich nicht auf Nothilfe-Angebote im Netz verlassen wollen: Ihre Versicherung nennt Ihnen gerne zuverlässige Handwerker – ob es um die Beseitigung von Schimmelpilz in feuchten Wänden geht oder um die schnelle Bautrocknung, damit schwarze Stellen durch Pilze gar nicht erst entstehen.

Leckage auffinden

Wenn der Wasserschaden durch eine defekte Wasserleitung verursacht wurde, muss zunächst das Leck gefunden werden. Das ist oftmals kein leichtes Unterfangen: Denn das Wasser findet einen einfachen Weg durch das Gebäude, bevor es irgendwo austritt - und das kann weit weg vom Leck sein. Die Suche nach der defekten Stelle ist daher häufig teurer als die Sanierung, selbst wenn dafür eine Wand aufgebrochen werden muss.

Gebäude trocknen

Bei großflächigen Wasserschäden müssen die betroffenen Wände, Decken und Böden zuerst trocknen, bevor sie renoviert werden können. Damit vermeiden Sie bei Neubauten Risse im Mauerwerk und Schimmel. Zur Trocknung stellen Fachleute Lüfter auf oder – wenn das nicht ausreicht – Bautrockner.

Aber Achtung: Bei der Trocknung werden auch Schimmelpilz-Sporen im Raum verteilt. Daher sollten Sie die Wände vorher mit Alkohol desinfizieren.

Schimmel bekämpfen

Nach einem Wasserschaden ist die Gefahr von Schimmelbildung sehr groß – Schimmelpilze lieben es feucht und warm. Um Gesundheits­schäden vorzubeugen, müssen sie rigoros bekämpft werden. Wenden Sie sich dafür unbedingt an Fachfirmen. Sie schotten bei starkem Schimmelbefall den kontaminierten Raum sogar mit einer Schleuse ab. Der Pilz selbst wird mit Klebefolie fixiert oder mit einer Reinigungsflüssigkeit entfernt. Danach wird die Tapete abgerissen und in Plastiksäcke luftdicht eingepackt. Ist das Wasser längere Zeit durch die Wand gesickert, ist oft auch der Putz betroffen und muss abgeklopft werden.

Tipp: Wenn die Wand noch feucht ist, raten Experten dazu, mit Alkohol zu desinfizieren. So wächst der Schimmel nicht weiter, bis er entfernt wird. Dazu muss die Wand dann vollständig getrocknet sein.

Versicherungsschutz richtig wählen

Welche Versicherung zahlt bei welchem Schaden?

Allianz - Hilfe bei Näße und Trocknung: 50 Euro-Schein schwimmt im Wasser

Welche Versicherung für den Wasserschaden aufkommt, wer die Kosten für Renovierungen zahlt und ob Mieter oder Vermieter haften, hängt davon ab, wo der Wasserschaden auftritt und was ihn verursacht hat. Bei Schäden am beweglichen Mobiliar zahlt die Hausrat­versicherung, während die Gebäude­versicherung des Eigentümers bei Schäden an Wohnung und Gebäude einspringt. Hat eine andere Person den Schaden verursacht, ist die Haftpflicht­versicherung zuständig. Grundsätzlich gilt: Das Wasser muss unerwartet ausgetreten sein und Sie sollten sich umsichtig verhalten haben. Es ist zum Beispiel ratsam, die Waschmaschine nicht anzustellen, wenn Sie das Haus länger verlassen.

Die Hausratversicherung tritt ein bei folgenden Schäden:

Wenn der Wasserschaden zum Beispiel durch eine auslaufende Waschmaschine oder den Geschirrspüler verursacht wird und Ihren Hausrat zerstört, greift Ihre Hausratversicherung.

Gut zu wissen: Diese Versicherung übernimmt keine Schäden, die ein umgefallener Putzeimer verursacht.

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Diese Fälle deckt die Privat-Haftpflichtversicherung ab:

Hausrat- und Haftpflichtversicherung verwechselt man leicht. Die Faustregel: Betrifft der Wasserschaden lediglich die eigene Wohnung und wurde er durch Sie selbst verursacht, ist die Hausrat­versicherung zuständig. Beschädigt das Wasser auch andere Wohnungen, dann springt die Privat-Haftpflicht­versicherung ein.

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Das zahlt die Wohngebäudeversicherung bei Wasserschäden:

Die Wohngebäudeversicherung kommt für Wasserschäden auf, die nicht an der Einrichtung, sondern an der Gebäudesubstanz entstehen. Bei Mietern ist die Wohn­gebäude­versicherung des Haus­­eigentümers zuständig. Diese zahlt bei einem Wasser­schaden am Wohngebäude auch die Kosten für den Sachverständigen oder Gutachter sowie für Folgeschäden. Als Hausbesitzer sollten Sie sichergehen, dass Ihre Police Leitungs­­wasser­schäden abdeckt.

Tipp: Schließen Sie eine Elementar­­schaden­­versicherung ab, wenn auch Schäden durch Hochwasser oder Starkregen abgedeckt sein sollen.

Gut zu wissen

Kann ich bei einem Wasserschaden die Miete mindern?

Allianz - Icon: Information

Ob eine Mietminderung zulässig ist, hängt davon ab, wer für den Schaden verantwort­lich ist. Wenn Ihnen als Mieter zum Beispiel Ihr Aquarium ausläuft und das Laminat aufquillt, können Sie den Wasserschaden Ihrer Hausrat­versicherung melden, aber keine Miet­minderung geltend machen.

Wenn jedoch ein Rohrbruch den Keller unter Wasser setzt oder Regenwasser durch ein Loch im Dach die Wohnungswände durchnässt, sollten Sie sich an Ihren Vermieter wenden. Geben Sie ihm etwas Zeit, die Mängel zu beheben. Eine Frist von 14 Tagen ist angemessen. Bleibt der Vermieter untätig oder dringt weiter Wasser ein, dann können Sie die Miete mindern.

Inspektionen und Wartungen

So schützen Sie sich vor einem Wasserschaden

Allianz - Schutz vor Wasserschaden: Mann entfernt Laub aus Regenrinne

Mit Häusern und Wohnungen verhält es sich im Grunde wie mit Autos: Durch regelmäßige Inspektionen und Wartungen erhalten Sie den Wert der Immobilie, des Hausrats und die Funktionalität der installierten Geräte. Auf diese Dinge sollten Sie bei Ihrem Haus- oder Wohnungsrundgang achten:

  • Rohrbruch und Leckage vorbeugen: Bauen Sie vorsorglich ein Leck-Erkennungssystem ein, um die Durchflussmenge zu regulieren.
  • Wasserschäden im Badezimmer verhindern: Waschen Sie Wäsche nur, wenn Sie sich im Haus oder in der Wohnung aufhalten. Überprüfen Sie Bad-Armaturen, Waschbecken und sichtbare Wasserleitungen regelmäßig.
  • Wasserschäden durch defekte Geräte vermeiden: Entkalken Sie Wasch- und Spülmaschine mindestens vierteljährlich, prüfen Sie regelmäßig Heizungen und den Heizungsraum auf Wasseraustritt.
  • Abfluss in Bad und Küche säubern: Lösen Sie Fettreste mit heißem Wasser, entfernen Sie Verstopfungen mithilfe einer Saugglocke, reinigen Sie Rohre mit einer Drahtbürste – oder verwenden Sie herkömmliches Rohrfrei-Mittel.
  • Dachrinnen von Laub und Schmutz befreien: Reinigen Sie mindestens zwei Mal im Jahr unbedingt auch die Abflüsse von Fallrohren.
  • Dämmung auf Wärmebrücken überprüfen: Lassen Sie dies am besten durch Fachleute mithilfe einer Wärmebildkamera machen, um Schimmelbildung zu vermeiden.
  • Dichtheit von Fenstern und Türen sicherstellen: Schenken Sie ebenerdigen oder im Keller liegenden Fenstern und Türen sowie Holzfenstern besondere Aufmerksamkeit.
  • Rückstauventil einbauen: Überprüfen Sie regelmäßig die Funktion – viele Elementar­schaden­versicherer zahlen nur, wenn ein Rückstausystem vorhanden ist.
  • Wassersperre am Haus erneuern: Das ist wichtig bei unsanierten Altbauten. Zu den Sanierungs­maßnahmen gehören: Kellerwand freilegen, Teerschicht nachstreichen oder anbringen, Grube mit Kies füllen.
  • In gefährdeten Gebieten Hochwasserschutz erwägen: Lassen Sie Tür- und Fenstersperren anfertigen und lagern Sie im Keller Sandsäcke.

Tipp: Lesen Sie mehr zum Thema Sicherheit und schützen Sie erfolgreich Ihr Hab und Gut.

Die passende Versicherung

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