- Die Autoversicherung über die Eltern eignet sich besonders für junge Fahrer:innen. Eltern versichern das Auto als Zweitwagen und geben ihr Kind als Fahrer:in an.
- Der Vorteil: Kinder sparen Geld. Denn durch die Zweitwagen-Regelung in der Kfz-Versicherung beginnen sie mit einer günstigeren Schadenfreiheitsklasse.
- Schreiben die Eltern nach einigen Jahren den Versicherungsvertrag auf das Kind um, kann dieses die bis dahin schadenfrei gefahrenen Jahre mit dem entsprechenden Schadenfreiheitsklasse übernehmen und so zusätzlich sparen.
- Noch mehr Einsparmöglichkeiten beim Versicherungstarif gibt es bei der Wahl der richtigen Zusatzbausteine.
Auto über die Eltern versichern
Auto über Eltern versichern: Kurz erklärt
Kann ich mein Auto über meine Eltern versichern?
Ja, es gibt zwei Möglichkeiten, das Auto über die Eltern zu versichern: Entweder die Eltern lassen das Auto des Kindes als Zweitwagen auf sich selbst zu. Oder die Kinder lassen sich als zusätzliche Fahrer:innen einem bestehenden Versicherungsvertrag der Eltern hinzufügen und nutzen deren Auto mit.
Haben junge Fahrer:innen ihren Führerschein schon einige Jahre, können sie bei Abschluss einer eigenen Kfz-Versicherung vom Übertragen der Schadenfreiheitsklasse der Eltern profitieren.
Wie funktioniert die Versicherung über Eltern als Zweitwagen?
Wenn Eltern das Auto ihres Kindes versichern, schließen sie dafür eine eigene Police ab – denn jedes Fahrzeug braucht eine eigene Kfz-Versicherung. Hat der Elternteil schon ein eigenes Auto mit Kfz-Versicherung, schließt dieser eine neue Versicherung für das andere Auto ab. So wird der Elternteil Versicherungsnehmer:in, unterschreibt den Vertrag und zahlt die Beiträge. Das Kind steht im Vertrag als Fahrzeughalter bzw. Fahrzeughalterin.
Erst- und Zweitwagen können Eltern bei verschiedenen Anbietern versichern. In der Regel profitieren sie jedoch von Vorteilen, wenn sie beide Kfz beim gleichen Anbieter versichern.
Bei der Allianz profitieren Eltern von besonders günstigen Konditionen, wenn sie ihren Wagen als Zweitwagen versichern. So stuft die Allianz den Zweitwagen unter den richtigen Voraussetzungen in Schadenfreiheitsklasse 1 ein. Ist der Erstwagen der Eltern mit mindestens SF-Klasse 1/2 bei einem Allianz-Unternehmen versichert, erhalten sie eine noch bessere Einstufung.
Wie nutze ich einen bestehenden Versicherungsvertrag meiner Eltern?
Einen bestehenden Versicherungsvertrag der Eltern nutzen Kinder, wenn sie sich als Fahrer:in des Autos eines Elternteils in den Fahrerkreis aufnehmen lassen. Bei dieser Alternative zur Zweitwagenversicherung können Kinder das Fahrzeug der Eltern nutzen und auf ein eigenes Auto verzichten.
Die Aufnahme eines jungen Fahrers oder Fahrerin unter 25 Jahren erhöht zwar den Versicherungsbeitrag der Eltern. Dieser Aufschlag ist aber in der Regel günstiger als eine eigene Kfz-Versicherung für Fahranfänger:innen.
Ist der oder die junge Fahrer:in noch unter 18 Jahre und macht den Führerschein? Dann kann sich die Teilnahme am Programm "Begleitetes Fahren ab 17" lohnen: Denn das belohnt die Allianz und andere Versicherer mit günstigen Tarifen oder einer günstigeren Einstufung.
Wie kann ich von der Schadenfreiheitsklasse meiner Eltern profitieren?
Ist weder eine Zweitwagenversicherung noch eine Fahrerkreiserweitung das Richtige, können Kinder mit Fahrerlaubnis auch eine eigene Kfz-Versicherung abschließen und sich – sofern möglich – von Ihren Eltern deren Schadenfreiheitsklasse übertragen lassen. Zusammengefasst funktioniert das so:
- Eltern kontaktieren ihren Kfz-Versicherer und klären, wie viele SF-Klassen sie übertragen können. Je nach Versicherer verfällt die SF-Klasse, wenn das Auto sieben Jahre abgemeldet oder stillgelegt ist. Bei der Allianz verfällt die SF-Klasse jedoch erst, wenn das Auto zehn Jahre oder länger abgemeldet oder stillgelegt ist.
- Fahranfänger:innen berechnen, wie viele schadenfreie Jahre sie übernehmen können. Kinder können sich nur maximal so viele schadenfreie Jahre anrechnen lassen, wie sie selbst bereits im Besitz eines Führerscheins sind. Ein Beispiel: Die Eltern besitzen SF 25, das Kind hat aber erst seit fünf Jahren den Führerschein. Dann rechnet die Versicherung maximal fünf Jahre auf die SF-Klasse an.
- Eltern veranlassen das Übertragen der SF-Klasse, indem sie bei ihrer Kfz-Versicherung das Schadenfreiheitsklasse-übertragen-Formular zum Übertragen ihrer SF-Klasse anfordern. Je nach Anbieter ist das Formular auch online ausfüllbar. Für die Antragstellung sind Fahrzeug- und Vertragsdaten (z. B. Versicherungsnummer, Fahrzeugidentifikationsnummer) nötig.
- Die Versicherung prüft den Antrag und genehmigt ihn nach erfolgreicher Prüfung. Die empfangende Person erhält die schadenfreien Jahre angerechnet – und zahlt künftig weniger für ihre Kfz-Versicherung.
Bei der Allianz profitieren Kinder von besonderen Konditionen bei der Übertragung der SF-Klasse. So ist zum Beispiel unerheblich, ob sie das Auto der Eltern zuvor regelmäßig mitgenutzt haben. Auch eine häusliche Gemeinschaft ist für die Übertragung nicht notwendig.
Wie kann ich bei der Autoversicherung über die Eltern Kosten senken?
Durch Zusatzbausteine bei der Kfz-Versicherung wie Telematik-Tarife und Werkstattbindung vermindern Eltern wie Kinder Kosten Ihrer Kfz-Versicherungsprämie.
Welche Zusatzbausteine helfen, beim Versicherungsbeitrag zu sparen?
- Ein Telematik-Tarif belohnt sicheres Fahren und ist vor allem für junge Fahrer:innen sinnvoll, um Versicherungskosten zu senken. Dabei zeichnet die Kfz-Versicherung Ihr Fahrverhalten per App auf. Vorausschauendes und umsichtiges Fahren belohnt die Versicherung mit gestaffelten Rabatten. Fügen Familien den Telematik-Tarif BonusDrive zu einer Kfz-Versicherung der Allianz hinzu, sparen sie bis zu 30 Prozent Beitrag. Zusätzlich gibt es einmalig 10 Prozent Startbonus. Wählbar in den Produktlinien Komfort und Premium.
- Mit dem Allianz RabattSchutz bleibt ein Schadenfall pro Versicherungsjahr unbestraft. Junge Fahrer:innen weisen ein statistisch höheres Unfallrisiko auf. Lassen Kinder ihr Auto über die Eltern versichern und bauen einen Unfall, hat das negative Auswirkungen auf die Schadenfreiheitsklasse und den Versicherungsbeitrag der Eltern. Rabattschutz schützt vor höheren Versicherungskosten, sollte es einmal zu einem Unfall kommen.
- Mit einer Werkstattbindung repariert im Schadenfall eine zertifizierte Partnerwerkstatt der Versicherung das Auto. Bei der Allianz ist der optionale Baustein WerkstattBonus in den Produktlinien Komfort und Premium wählbar und gewährt 20 Prozent Nachlass auf den Kaskobeitrag.
Autoversicherung über die Eltern: Häufige Fragen
Darf der Halter jemand anderes als der Versicherungsnehmer sein?
Ja, der oder die Fahrzeughalter:in – das ist die Person, auf die das Auto zugelassen ist – darf eine andere Person sein als der oder die Versicherungsnehmer:in, also die Person, die den Versicherungsvertrag abschließt. Dieser Sonderfall heißt "Abweichende Halterschaft".
Was ist der Unterschied zwischen Halter und Versicherungsnehmer?
Der oder die Fahrzeughalter:in ist in der Zulassungsbescheinigung Teil 1 (Fahrzeugschein) eingetragen. Fahrzeughalter:innen sind für die Verkehrssicherheit des Kfz verantwortlich und zahlen Kfz-Steuer.
Versicherungsnehmer:in hingegen ist die Person, die den Versicherungsvertrag abschließt und Versicherungsbeiträge zahlt.
In der Regel ist eine Person sowohl Halter:in als auch Versicherungsnehmer:in. Sie kümmert sich meist selbst um die Versicherung des eigenen Kfz. Bei der Versicherung des Autos über die Eltern via Zweitwagenversicherung besitzt jedoch das Kind das Auto und ist Fahrzeughalter:in. Der Versicherungsvertrag läuft währenddessen über einen Elternteil.
Hat der Wohnort des Kindes Einfluss auf die Versicherung?
Der Wohnort des Kindes bestimmt lediglich die Regionalklasse, wenn das Kind als Fahrzeughalter:in eingetragen ist. Die Regionalklasse ist einer von mehreren Faktoren, die den Kfz-Versicherungsbeitrag beeinflussen.
Beim Abschluss der Versicherung gibt der oder die Versicherungsnehmer:in – also ein Elternteil – den eigenen Wohnort und den des Halters oder der Halterin an. Je nach Wohnort des Kindes kann es vorkommen, dass Halter:in und Versicherungsnehmer:in in unterschiedliche Regionalklassen fallen. In diesem Fall bestimmt die Regionalklasse der Halterin oder des Halters die Regionalklasse. Damit kann der Versicherungsbeitrag höher oder niedriger ausfallen als am Wohnort der Eltern.
Deckt die Kfz-Versicherung meiner Eltern automatisch mein eigenes Auto auch ab?
Nein, eine bestehende Kfz-Versicherung der Eltern deckt kein weiteres Auto automatisch ab. In Deutschland benötigt jedes einzelne Fahrzeug eine eigene, separate Kfz-Versicherungspolice. Für jedes zugelassene Fahrzeug ist eine Kfz-Haftpflichtversicherung gesetzlich vorgeschrieben.
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