Warnung: Sie verwenden einen veralteten Browser. Bitte wechseln Sie zu einem moderneren Browser wie Chrome, Firefox oder Microsoft Edge.

Mann und Frau mit Smartphones in der Hand stehen an Unfallstelle vor ihren Autos
Wie Sie sich bei Blechschäden und Lackkratzern verhalten

Bagatell­scha­den: Wann zahlt die Kfz-Versicherung?

1 von 7
Kurz erklärt in 30 Sekunden
  • Nicht bei jedem Autounfall werden hohe Sachschäden verursacht oder Menschen verletzt. Häufig ent­stehen am Fahrzeug nur Bagatell­schäden.
  • Zu Bagatellschäden zählen kleinere Unfallschäden wie Kratzer im Lack oder Dellen im Blech, die eine gewisse Schadenshöhe nicht über­schreiten. Als grober Richtwert gilt: bis 750 Euro Reparaturkosten.
  • Auch einen Bagatellschaden melden Sie Ihrer Kfz-Versicherung. Diese stimmt mit Ihnen den besten Weg zur Feststellung der Schadenhöhe ab.
  • Ist der Unfallgegner nicht an­wesend, haben Sie bei Bagatell­schäden dieselben Pflichten wie bei größeren Schäden. Entfernen Sie sich unerlaubt vom Unfallort, begehen Sie eine Obliegenheits­verletzung und riskieren eine Regressforderung.
2 von 7
Definition

Ein Bagatellschaden ist ein einfach gelagerter Schaden an einem Fahrzeug, für dessen Unfallaufnahme Sie nicht notwendigerweise die Polizei rufen müssen. In der Regel fallen darunter oberflächliche Lackschäden wie Kratzer, Dellen oder Schrammen an der Karosserie, die beispielsweise beim Rangieren verursacht wurden.

Eine feste Bagatellgrenze, also eine gewisse Höhe der notwendigen Reparaturkosten, ist gesetzlich nicht festgelegt. In einem Urteil von 2016 definierte der Bundesgerichtshof (BGH) einen Betrag von 750 Euro als Bagatellschadengrenze. Bis zu welcher Summe ein Unfall- bzw. Blechschaden als Bagatelle gilt, hängt letztlich auch davon ab, wie schwerwiegend der Schaden bei näherer Begutachtung tatsächlich ist.

Bei einem Großteil aller Autounfälle im deutschen Straßenverkehr kommen keine Personen zu Schaden. Das belegen Zahlen des Statistischen Bundesamtes: Demnach wurden im Jahr 2019 von rund 2.667.863 Unfällen etwa 2.367.857 mit reinem Sachschaden gemeldet. Dazu zählen unter anderem kleine Blechschäden und andere Bagatellschäden. Verletzte waren lediglich bei 300.006 Verkehrsunfällen zu verzeichnen.

Grafik Unfallstatistik 2019

Für Laien sind Bagatellschäden nicht zweifelsfrei zu erkennen

Ob es sich um eine Bagatelle oder um einen größeren Schaden am Fahrzeug handelt, ist mit bloßem Auge meist nicht erkennbar. Manch eine vermeintlich harmlose Beschädigung entpuppt sich erst später als schwerer Schaden. Ob tatsächlich ein Bagatellschaden vorliegt, lässt sich in der Regel nur durch ein Kfz-Gutachten eindeutig klären.

Sichtbare Bagatellschäden:

Kleinere Schäden an der Karosserie des Fahrzeugs sind in der Regel problemlos mit bloßem Auge feststellbar. Hierzu zählen zum Beispiel:

  • kleine Dellen im Autoblech
  • kleinere Lackkratzer am Auto
  • kleinere Schrammen am Stoßfänger

Unsichtbare Schäden:

Trotzdem ist es ratsam, immer genau hinzusehen. Hinter einem kleinen Kratzer im Lack verbirgt sich manchmal ein größerer Schaden, der Reparaturkosten von weit über 1.000 Euro nach sich zieht. Das ist zum Beispiel der Fall, wenn für die Behebung des Unfallschadens ein Sonderlack angefertigt werden muss.

Bagatellschäden müssen Sie beim Autoverkauf nicht angeben

Unfallfreiheit ist ein wichtiges Verkaufs­argument, wenn Sie einen Gebrauchtwagen kaufen oder selbst veräußern. Die Grenze zwischen Unfall- und Bagatellschaden ist von besonderer Rele­vanz: Bei einem Autokauf aus zweiter Hand ist der Verkäufer laut Urteil des Bundes­gerichts­hofs (BGH) nicht verpflichtet, Bagatellschäden anzugeben.

Erwerben Sie ein Gebrauchtfahrzeug, ist daher Vorsicht geboten: Oft weisen kleinere Lack­fehler auf Bagatellschäden hin. Hinter einer Neulackierung kann dagegen ein schwer­wiegender Unfall stecken.

3 von 7
Versicherungsfragen

Sind Sie in einen Verkehrsunfall ver­wickelt, ist zunächst die Schuldfrage zu klären: Sind Sie selbst nicht der Unfall­verursacher, kommt die Kfz-Haftpflichtversicherung des Unfallgegners für Schäden an Ihrem Fahrzeug auf.

Sind Sie eindeutig schuldig, zum Beispiel bei einem Auf­fahr­unfall, übernimmt Ihre Kfz-Haftpflicht die entstandenen Schäden des Unfallgegners. Sofern Sie eine Vollkaskoversicherung abgeschlossen haben, kommt Ihr Versicherer auch für Beschädigungen an Ihrem eigenen Pkw auf.

Rufen Sie im Zweifel die Polizei

Ist die Schuldfrage eindeutig geklärt, brauchen Sie im Falle eines einfachen Blechschadens nicht die Polizei zu rufen. Lässt sich die Schuldfrage nicht exakt klären, sollten Sie die Polizei hinzuziehen. Wollen Sie einen Bagatellschaden bei der gegnerischen Versicherung geltend machen, kontaktieren Sie Ihren Kfz-Versicherer, der das weitere Vorgehen mit Ihnen abstimmt.

Allianz - Kfz-Versicherung Tarif jetzt berechnen
Was kostet die Allianz Autoversicherung?
Allianz - Kfz-Versicherung Tarif jetzt berechnen
Den Versicherungsschutz für Ihr Auto bieten wir Ihnen bereits ab 72 Euro im Jahr.Berechnen Sie hier Ihren individuellen Tarif - und nutzen Sie die Vorteile der neuen Allianz Autoversicherung.
4 von 7
Gut zu wissen: Schadensregulierung
Illustration Info: Gut zu wissen

Haben Sie eine Vollkaskoversicherung für Ihr Auto abgeschlossen, sind Reparaturkosten Ihres Fahrzeugs bis zur Höhe des Wieder­beschaffungs­werts abge­deckt. Ob eine neu lackierte Stoß­stange oder das Beseitigen einer Delle: Welche Schäden Ihre Versicherung konkret reguliert, können Sie entweder den Unterlagen Ihrer Police entnehmen oder direkt mit Ihrer Kfz-Versicherung klären.

Jeder von Ihnen gemeldete Unfall­schaden kann allerdings zu einer Ver­schlech­terung der Schadenfreiheitsklasse und damit zur Erhöhung Ihrer jährlich zu zahlenden Prämie führen (außer Sie haben einen Rabattschutz vereinbart und diesen im laufenden Jahr noch nicht in Anspruch genommen). Daher empfiehlt es sich zu prüfen, ob es für Sie nicht günstiger wäre, den Unfallschaden selbst zu begleichen.

300 Euro zur Behebung einer kleineren Delle aus eigener Tasche zu zahlen, kann zum Beispiel günstiger sein, als einen schlechteren Schaden­freiheits­rabatt in Kauf zu nehmen.

Illustration Info: Gut zu wissen

Sie haben einen Schaden an Ihrem Auto? Oder ein anderes Fahr­zeug beschädigt? Ein Schaden­fall ist nie angenehm. Wir helfen Ihnen gerne weiter – und tun alles, um die Abwicklung für Sie so simpel wie möglich zu machen.

Melden Sie Ihren Unfall ganz schnell und einfach über unser Allianz Online-Tool. Alternativ erreichen Sie uns auch telefonisch unter der Allianz Schadenhotline 0800 11223344 (aus dem Ausland 00800 11223344).

Illustration: Fünf Sterne
Illustration: Fünf Sterne
Unsere Kunden sind mit unserer Bearbeitung im Schadenfall sehr zufrieden: Bei unserer Befragung geben sie uns 4,6 von 5 Sternen.
5 von 7
Tipps: So verhalten Sie sich richtig
Frau stellt Warndreieck auf Straße vor Pkw mit geöffnetem Kofferraum auf

Egal ob Sie einem anderen Verkehrs­teil­nehmer im Stau aufgefahren sind, beim Ausparken die Stoßstange des Vorder­manns touchiert oder beim Öffnen der Autotür versehentlich den Lack eines neben Ihnen abgestellten Fahrzeugs zerkratzt haben: Haben Sie einen Blechschaden im laufenden Verkehr verursacht, sichern Sie zunächst die Unfallstelle – so wie auch bei allen anderen Schäden.

Anschließend gilt es, den Unfallhergang sowie die an beiden Fahrzeugen verursachten Schäden umfassend zu dokumentieren und sämtliche Daten der beteiligten Personen festzuhalten.

Schritt 1: Dokumentieren Sie die Schäden

Fotografieren Sie mit Handy oder Digitalkamera die am Fahrzeug sichtbaren Schäden. Achten Sie beim Dokumentieren darauf, dass die Schäden klar zu erkennen sind und der Unfall­hergang im Nachhinein mithilfe der Bilder rekonstruiert werden kann. Erstellen Sie idealerweise auch ein Protokoll bzw. einen Unfallbericht. Beide Dokumente sollten jeweils von allen beteiligten Personen unter­schrieben werden.

Schritt 2: Tauschen Sie Kontaktdaten aus

Notieren Sie sich die Kfz-Kennzeichen der beteiligten Fahrzeuge. Sofern der Unfallgegner vor Ort ist, halten Sie vor allem die persönlichen Daten des Fahrers bzw. Fahrzeughalters fest. Idealerweise fotografieren Sie auch dessen Personal­ausweis oder Führerschein. Denken Sie ebenfalls daran, die Kontakt­daten möglicher Unfallzeugen aufzunehmen.

  • Namen aller Beteiligten oder Zeugen
  • Anschrift und Telefonnummer der Beteiligten
  • Kfz-Kennzeichen
  • Policennummern (falls vorhanden)

Schritt 3: Melden Sie den Schaden Ihrer Kfz-Versicherung

Haben Sie einen Schaden an einem anderen Fahrzeug verursacht, müssen Sie Ihrer Versicherung selbst kleinste Bagatellschäden melden. Für Ihren Kfz-Versicherer sind selbst vermeintliche Lappalien von Bedeutung. Nur so kann er die durch Sie entstandenen Schäden regulieren.

Schritt 4: Kontaktieren Sie zur Feststellung der Schadenhöhe die entsprechende Versicherung

Kann nicht sicher festgestellt werden, dass an Ihrem eigenen Pkw tatsächlich nur ein Bagatell­schaden vorliegt, schalten Sie Ihre Kfz-Versicherung ein. Sie beauftragt einen Gutachter. Fordern Sie selbst ein einfaches Kurzgutachten oder einen Kosten­vor­an­schlag bei einer Kfz-Werkstatt an, können Sie anfallende Reparatur­kosten möglicherweise nicht geltend machen. In der Vollkasko­versicherung kümmert sich Ihr Versicherer um die Feststellung der Schadenhöhe.

Was Sie tun müssen, wenn der Unfallgegner nicht vor Ort ist

Ist der Halter des von Ihnen beschädigten Fahrzeugs nicht anwesend, gilt es einige Regeln zu beachten:

  • Als Verursacher müssen Sie in der Regel mindestens 30 bis 60 Minuten auf den Fahrer oder Eigentümer des beschädigten Fahrzeugs warten. Die genaue Wartezeit hängt vom Einzelfall ab. Auch die Tageszeit, zum Beispiel ob sich der Vorfall nachts ereignet hat, ist entscheidend.
  • Taucht der Fahrzeughalter nach der vorgegebenen Wartezeit nicht auf, melden Sie den Schaden der Polizei und gegebenenfalls Ihrer Kfz-Versicherung. Nur ein Zettel mit Ihren Kontaktdaten oder eine Visitenkarte unter dem Scheibenwischer reicht nicht aus.
  • Notieren Sie sich die Kontaktdaten möglicher Zeugen, die Ihr Warten bestätigen können.

Bei Fahrerflucht nach Bagatellschaden lohnt sich Anzeige gegen Unbekannt

Finden Sie Ihren Pkw zum Beispiel mit einem Parkschaden, nicht aber den Unfallverursacher vor, sollten Sie bei der Polizei Anzeige gegen Unbekannt erstatten. Dann obliegt es den Beamten, den unfallflüchtigen Autofahrer zu ermitteln. Er ist rechtlich dazu verpflichtet, den entstandenen Schaden zu begleichen – selbst wenn "nur" ein Bagatellfall vorliegt.

Macht die Polizei den Verursacher nicht ausfindig, übernimmt Ihre Vollkaskoversicherung unter Umständen den Schaden.

Gut zu wissen: Leihfahrzeuge
Illustration Info: Gut zu wissen

Werden Sie mit einem Mietwagen in einen Verkehrsunfall verwickelt, gilt das im Mietvertrag festgehaltene Verfahren: Viele Anbieter verpflichten Sie als Mieter, bei einem Bagatellschaden die Polizei zu rufen. So bleiben keinerlei Fragen offen.

Darüber hinaus müssen Sie die Auto­ver­mietung umgehend über den Schaden in Kenntnis setzen. Diese kontaktiert darauf­hin die Kfz-Versicherung des Unfall­gegners bzw. leitet die Schadens­regulierung am Mietfahrzeug in die Wege.

Illustration Info: Gut zu wissen
Gesetzliche Regelungen

Entfernen Sie sich unerlaubterweise vom Unfallort, begehen Sie rechtlich gesehen Unfallflucht – das gilt auch für vermeintliche Lappalien wie einen Blechschaden. Unfallflucht begeht, wer den Schaden bemerkt und dennoch weiterfährt. Somit gilt Unfallflucht immer als Vorsatztat.

Im Nachhinein zu behaupten, nichts bemerkt zu haben, ist keine gute Ausrede. Richter und Gutachter können in der Regel sehr einfach nachweisen, dass der Verursacher entstandene Schäden durch Geräusche oder einen Aufprall wohl bemerkt hat. Zudem obliegt Ihnen als Autofahrer eine allgemeine Sorgfalts­pflicht.

Im schlimmsten Fall müssen Sie mit einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren rechnen, sofern Ihnen als Unfall­ver­ursacher im Sinne von § 142 des Strafgesetzbuchs (StGB) unerlaubtes Entfernen vom Unfallort nachzuweisen ist. Das gilt unabhängig davon, ob Sie am beschädigten Fahrzeug einen Zettel mit Ihren Kontaktdaten oder eine Visiten­karte hinterlassen haben oder nicht.

Diese sogenannten Autounfälle mit anschließender Fahrerflucht kommen laut Schätzungen des Auto Club Europa (ACE) jährlich mehr als 500.000 Mal vor.

Mit diesen Kosten müssen Sie rechnen:

 
  • Blechschäden bis zu einer Höhe von 1.300 Euro:
    Neben einer Geldstrafe von bis zu einem Monatsgehalt drohen Ihnen laut Bußgeldkatalog zusätzlich drei Punkte in Flensburg und ein maximales Fahrverbot von bis zu drei Monaten.
  • Alle Sachschäden ab einer Höhe von 1.300 Euro:
    Entfernen Sie sich unerlaubt vom Unfallort, müssen Sie bis zu sechs Monate Ihren Führerschein abgeben und erhalten drei Punkte in Flensburg. Das von Ihnen zu entrichtende Bußgeld wird je nach Einzelfall per richterlichem Beschluss festgelegt.
Bei Bagatellschäden fahren Verursacher oft einfach weiter und geraten erst später in Zweifel. Haben Sie sich unerlaubt vom Unfallort entfernt, ist es in jedem Fall sinnvoll, nachträglich die Polizei zu informieren. Denn: Bei kleineren Schäden kommen Sie bei Selbstanzeige unter Umständen um eine Strafe herum. Gerichte erlassen diese oft, sofern der Schaden unter 1.300 Euro beträgt. Selbstverständlich sind Sie dennoch dazu verpflichtet, für die entstandenen Schäden aufzukommen.
 
Begehen Sie Fahrerflucht, weil Sie einen Bagatellschaden nicht bemerkt haben, ist es empfehlenswert, für die strafrechtlichen Angelegenheiten einen Anwalt einzu­schalten. Kommt es zu einer gerichtlichen Auseinander­setzung, wird der Gutachter der gegnerischen Seite versuchen Ihnen nachzuweisen, dass Sie den Schaden nicht unbemerkt verursacht haben können. In diesem Fall steht Aussage gegen Aussage.
6 von 7
Kfz-Sachverständigen einbeziehen
Gutachter macht sich Notizen auf Klemmbrett, während er vor Pkw mit beschädigter Motorhaube in die Hocke geht

Bei einem kleinen Blechschaden braucht es in der Regel keinen Kfz-Gutachter. Wollen Sie jedoch sichergehen, dass bei einem Unfall nicht doch ein größerer Schaden entstanden ist, können Sie – am besten nach Rücksprache mit Ihrer Versicherung – für 50 bis 100 Euro ein Kurzgutachten eines Kfz-Sachverständigen einholen. Dieses erstatten Ihnen die meisten Versicherungen problemlos zurück.

In diesen Fällen ist ein Gutachten ratsam

Handelt es sich um einen Haftpflicht­schaden und liegt die Schadenssumme voraussichtlich deutlich über dem Bereich eines Bagatell­schadens, können Sie ein Gutachten erstellen lassen. Sie können auch Kontakt mit der Versicherung des Unfallgegners aufnehmen und mit ihr das Vorgehen klären. Bei einem Kaskoschaden sollten Sie sich grundsätzlich mit Ihrer eigenen Versicherung in Verbindung setzen.

Sind Sie bei einem Haftpflichtschaden mit dem Kfz-Gutachter der Versicherung nicht einverstanden, können Sie selbst einen neutralen Sachverständigen beauftragen. Berücksichtigen Sie dabei, dass die Kosten für ein umfassendes Gutachten (Sachverständigenkosten) hoch ausfallen und bei rund 400 Euro starten können.

Sofern Sie eine Mitschuld trifft, ersetzt die gegnerische Haftpflichtversicherung die Kosten nur entsprechend der Haftungsquote.

Gutachten beurteilt Schaden genauer als Kosten­voranschlag

Ein Kostenvoranschlag ist eine unverbindliche kaufmännische Kalkulation, die es Ihnen als Kunde ermöglicht, die Kosten eines Auftrags einzuschätzen. Je nach ausführender Werkstatt kann der Kostenvoranschlag unterschiedlich ausfallen. In dem Dokument führt die Werkstatt Stunden­verrechnungs­sätze sowie Ersatzteilpreise auf. Die Schadens­abwicklung per Kosten­voranschlag empfiehlt sich bei kleineren, offensichtlichen Schäden.

Ein Gutachten hingegen ist ein verbind­liches Urteil eines Sach­verständigen in einer Zweifelsfrage. Neben dem Kosten­voranschlag enthält es eine genaue Dokumentation der ent­stan­denen Schäden sowie Schluss­folgerungen zu Wertminderung, Nutzungsausfällen sowie zum angegebenen Schadenhergang.

Wann zahlt die Ver­siche­rung ein Kfz-Gutachten?

Die Kosten für das Schadengutachten eines Kfz-Sachverständigen übernimmt die gegnerische Versicherung in der Regel nur dann, wenn diese über der sogenannten Bagatell­schaden­grenze von rund 750 Euro liegen. Bei kleineren Blechschäden oder Lack­kratzern verzichten die meisten Versicherer auf die aufwendige Be­urteilung eines Kfz-Experten. Denn: Bei einem Bagatellschaden sind die Gutachter­kosten teils höher als die Kosten für die Reparatur.

Bedenken Sie also: Handelt es sich nachweislich um einen einfachen Blechschaden, sprich einen Bagatellschaden, benötigen Sie in der Regel kein Gutachten. Um aber sicherzugehen, sollten Sie grundsätzlich vorab mit der Versicherung Kontakt aufnehmen.

Die passende Versicherung
Optimal abgesichert mit der Allianz Kfz-Versicherung
7 von 7
Service und Kontakt
Die Allianz Agentur in Ihrer Nähe
Kontaktieren Sie die Allianz
Allianz Service: Schreiben Sie uns Ihr Anliegen
Schreiben Sie Ihr Anliegen in unser Kontaktformular - wir kümmern uns darum.
Berechnen Sie Ihren Tarif zur Allianz Versicherung
Finden Sie den
passenden Tarif
Berechnen Sie Ihren individuellen Tarif zur Kfz-Versicherung.