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Glossar

Private Krankenversicherung

In der Privaten Krankenversicherung bzw. Heilkostenvollversicherung gibt es viele Fachbegriffe, die für Laien oft unverständlich sind. Mit diesem Glossar liefern wir Ihnen Erklärungen zu den wichtigsten Begriffen:
Das finden Sie hier
  • Alterungsrückstellungen

    Die Private Krankenversicherung kalkuliert nach dem Anwartschaftsdeckungsverfahren, d.h. es wird das mit dem Alter ansteigende Krankheitsrisiko ausgeglichen. Zu Beginn einer Versicherung wird in jüngeren Jahren ein höherer Beitrag erhoben als für die Risikoabdeckung erforderlich ist. Nicht zur Deckung des laufenden Risikos benötigte Beitragsteile werden in der Deckungsrückstellung verzinslich angesammelt und bilden eine Anwartschaft auf den nötigen Ausgleich der im Alter höheren Versicherungsleistungen. In dem Umfang, in dem eine Deckungsrückstellung angesammelt wurde, sind Beitragserhöhungen wegen des Älterwerdens der Versicherten ausgeschlossen. Durch das Kalkulationsmodell wird gewährleistet, dass die Beiträge aufgrund des reinen Älterwerdens nicht steigen. Beitragssteigerungen haben andere Gründe wie z.B. eine Erhöhung der Kosten im Gesundheitswesen oder eine längere Lebenserwartung.
  • Arbeitgeberzuschuss

    PKV-versicherte Arbeitnehmer erhalten von ihrem  Arbeitgeber – ebenso  wie GKV-versicherte Arbeitnehmer – einen steuerfreien Zuschuss zu ihrer Krankenversicherung (Arbeitgeberzuschuss).

    Anspruch auf den steuerfreien Arbeitgeberzuschuss nach § 257 SGB V haben nur Beschäftigte. Der Begriff des Beschäftigten ist in § 7 SGB IV definiert. Wer nicht in einem solchen abhängigen Beschäftigungsverhältnis steht, hat keinen Anspruch auf einen  Arbeitgeberzuschuss gemäß § 257.

  • Arbeitnehmer in der Privaten Krankenversicherung

    Für Arbeiter und Angestellte gilt grundsätzlich die Versicherungspflicht in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV). 

    Je nach Ihren Voraussetzungen sind Sie demnach pflichtversichert oder freiwillig versichert in der gesetzlichen Krankenversicherung. Als freiwillig Versicherter können Sie auch alternativ in die Private Krankenversicherung (PKV) wechseln.

    Um sich privat krankenversichern zu können, muss Ihr regelmäßiges Arbeitsentgelt als Arbeiter oder Angestellter über der Jahresarbeitsentgeltgrenze liegen. Ihr Arbeitgeber übernimmt dabei bis zur Hälfte der Beiträge.

  • Arbeitslosigkeit und PKV

    Auch wenn Sie in der Privaten Krankenversicherung (PKV) waren: Ab einem Bezug von Arbeitslosengeld I (ALG I) müssen Sie in der Regel in die gesetzliche Krankenversicherung wechseln.

    Eine Befreiung von der Versicherungspflicht ist möglich, wenn Sie während der letzten fünf Jahre privat kranken­versichert waren. Sie möchten zum Ende der Arbeitslosigkeit in die Private zurückkehren? Dann könnte die Anwartschaftsversicherung helfen. Mit ihr schaffen Sie den erneuten Einstieg in die PKV, zu gewohnten Konditionen.

  • Ärzte in der Privaten Krankenversicherung

    Für Ärzte gibt es ebenfalls Voraussetzungen, um sich privat zu versichern: es muss entweder eine Selbstständigkeit/Freiberuflichkeit oder ein Anspruch auf Beihilfe vorliegen oder bei einem Angestelltenverhältnis mehr als die Versicherungspflichtgrenze verdient werden. I.d.R. haben aber Versicherer spezielle Tarife für Ärzte, die in ihrem Leistungsspektrum extra auf Ärzte zugeschnitten sind. Dazu ist häufig eine Gruppenversicherung nötig, die z.B. durch die Mitgliedschaft in einer Ärztekammer oder beim Marburger Bund ermöglicht wird.
  • Attestkosten

    Hält der Versicherer Rückfragen bei Ärzten zur Einschätzung des zu übernehmenden Risikos oder zur Prüfung der Leistungspflicht, übernimmt die Gesellschaft die anfallenden Kosten im Rahmen der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ), Ziffer 75.

    Wenn der Versicherte das Gutachten oder die Stellungnahme eingeholt hat, da von uns gefordert, erstatten wir die dafür entstandenen Aufwendungen.

    Ausgenommen sind die Kosten eines ärztlichen Untersuchungsberichtes für den Wartezeiterlass bei Antragstellung.

  • Auslandsversicherungsschutz

    Es gibt zwei Kategorien, die verschieden im Ausland abgesichert sind: 

    a) Krankheitskosten- und Krankenhaustagegeldtarife

    Entsprechend den Musterbedingungen besteht Versicherungsschutz in Europa und abhängig vom Tarif zwischen zwei und zwölf Monaten. Bei länger dauernden Auslandsaufenthalten kann der Vertrag ausgedehnt werden und die Gesellschaft entscheidet abhängig vom Zielland über einen Beitragszuschlag.

    b) Krankentagegeldtarife

    Bei Krankentagegeldtarifen ist der Versicherungsschutz auf Deutschland begrenzt. Ein Krankentagegeldanspruch besteht im europäischen Ausland nur für die Dauer einer stationären Behandlung wegen akuter Erkrankung oder wegen eines Unfalles. In der Gruppenversicherung gibt es zusätzliche Regelungen.

  • Basistarif in der PKV

    Die Privaten Krankenversicherungen müssen seit 1.1.2009 den gesetzlich geregelten Basistarif anbieten. Die Leistungen des Basistarifs müssen dabei mit den Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung, GKV, vergleichbar sein. Risikozuschläge oder Leistungsausschlüsse gibt es im Basistarif nicht.
  • Beamte und Private Krankenversicherung

    Beamte und Beamte auf Widerruf (z.B. Beamtenanwärter) erhalten von ihren Dienstherren im Falle einer Krankheit sogenannte Beihilfeleistungen (Beihilfe) für entstandene Kosten. Die Höhe der Beihilfe fällt je nach Bundesland unterschiedlich aus. Abgedeckt wird jeweils nur ein Teil der Krankheitskosten. Es entstehen zum Teil hohe Restkosten. Diese Restkosten können Sie mit Beihilfetarifen und gegebenenfalls Beihilfeergänzungstarifen des Versicherers in der Regel vollständig und bis zu 100 Prozent absichern.
  • Beitragsanpassung

    Durch das Kalkulationsverfahren mit Alterungsrückstellungen steigen die Beiträge in der Privaten Krankenversicherung durch das reine Älterwerden nicht. Die höheren Krankheitskosten im Alter sind in den Beiträgen einkalkuliert und werden durch die Alterungsrückstellungen ausgeglichen. Die Beiträge werden aber auch durch andere Faktoren beeinflusst. Dies sind hauptsächlich die Kosten im Gesundheitssystem, die sich durch Inflation, medizinischen Fortschritt oder neu auftretende Krankheiten ändern können. Aber auch weitere Größen wie die Lebenserwartung oder die Verzinsung der Alterungsrückstellungen können die Beitragshöhe verändern. Dabei ist streng gesetzlich geregelt, wann und wie die Beiträge angepasst werden dürfen bzw. müssen.

    Durch die Verwendung von Überschüssen können finanzstärkere Versicherer die Beiträge länger stabil halten. Solche Überschüsse können im Rahmen der Limitierung eingesetzt werden, um Beitragsanpassungen entsprechend abzumildern.

  • Beitragsrückerstattung (BRE)

    Die Beitragsrückerstattung ist eine "Belohnung" für die Nichtinanspruchnahme von Leistungen während eines Kalenderjahres. Damit wird kosten- und gesundheitsbewusstes Verhalten belohnt.
  • BONUS-Check

    Der BONUS ist die erfolgsabhängige Beitragsrückerstattung (BRE) der Allianz Private Krankenversicherung für vollversicherte Kunden. Die BRE wird aus Überschüssen finanziert und ist abhängig vom Geschäftsergebnis. Eine Voraussetzung für die Beitragsrückerstattung ist die Leistungsfreiheit für ein Versicherungsjahr. 

    Im Portal Meine Allianz finden Sie das aktuelle BONUS-Programm. Dort können Sie prüfen, ob es besser für Sie ist, Ihre Rechnungen über das Jahr einzureichen oder sich einen BONUS auszahlen zu lassen. Der BONUS fällt umso höher aus, je länger Sie keine Rechnungen einreichen.

    Wichtige Vorsorgeuntersuchungen (z. B. Darmkrebsvorsorge) bleiben im Rahmen der Vorsorgepauschale ohne Auswirkung auf Ihren BONUS und Ihre Selbstbeteiligung, wenn Sie ansonsten keine Leistungen in Anspruch nehmen.

  • Diagnose

    Erkennen einer Erkrankung und systematisches Benennen eines Krankheitsbegriffes (z.B. Bluthochdruck – arterielle Hypertonie – ICD-10-Code I10.0) aufgrund von Beschwerden bzw. Krankheitszeichen (subjektiven und objektiven/messbaren Symptomen), wird als Diagnose bezeichnet.
  • Elternzeit

    Allen Arbeitnehmern in Deutschland steht nach Geburt ihres Kindes Elternzeit zu. Nach dem Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetz (BEEG) haben Eltern bis zum vollendeten dritten Lebensjahr des neu geborenen Kindes Anspruch auf Elternzeit. Während dieser Zeit ruht das Arbeitsverhältnis. Jedoch besteht weiterhin Kündigungsschutz in der Eltern­zeit. Das heißt: Der Arbeitgeber muss nach Ende der Elternzeit das Arbeitsverhältnis fortführen. Während dieser Zeit bekommen Sie kein Gehalt ausgezahlt. Allerdings erhalten Sie grundsätzlich für bis zu 14 Monate eine Lohnersatzleistung in Form von Elterngeld. Die Private Krankenversicherung bleibt während der Elternzeit bestehen. Jedoch entfällt der Arbeitgeberzuschuss, sodass Sie den vollen Beitrag selbst bezahlen.
  • Entgeltfortzahlung

    Die Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall ist in Deutschland seit 1994 im Entgeltfortzahlungsgesetz (EFZG) geregelt. Dieses Gesetz hat die früher geltenden unterschiedlichen Regelungen für Arbeiter und Angestellte abgelöst.

    Anspruch auf Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall nach dem Entgeltfortzahlungsgesetz haben alle Arbeitnehmer, eingeschlossen Auszubildende, ab der fünften Woche des Arbeits- bzw. Ausbildungsverhältnisses für die Dauer von bis zu sechs Wochen. Nach § 4 Abs. 4 EntgFG durch Tarifvertrag kann eine vom Entgeltfortzahlungsgesetz abweichende Bemessungsgrundlage des fortzuzahlenden Arbeitsentgelts festgelegt werden.

  • Freie Krankenhauswahl

    Versicherte einer Privaten Krankenversicherung oder privaten Zusatzversicherung können frei zwischen den öffentlichen Krankenhäusern und Privatkliniken (privaten Krankenhäusern) wählen.
  • Gebietsarzt

    Unter einem Gebietsarzt wird ein Arzt verstanden, der eine Gebietsbezeichnung für ein umschriebenes ärztliches Fachgebiet führt (sogenannter Facharzt).

    Für die Anerkennung als Gebietsarzt, die von der zuständigen Ärztekammer erteilt wird, ist eine erfolgreich abgeschlossene Weiterbildung Voraussetzung. Gültige Bezeichnungen für Gebietsärzte sind dementsprechend die Form "Arzt für ..." oder eine entsprechende Kurzbezeichnung.

  • Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ)

    GOÄ steht für Gebührenordnung für Ärzte und bestimmt die Vergütung von privatärztlichen Leistungen. Die GOÄ ist Grundlage bei der Abrechnung von ärztlichen Behandlungen sowohl bei Privatversicherten als auch Selbstzahlern. Für den Großteil der Bevölkerung – die gesetzlich Krankenversicherten – gelten die Regeln des Einheitlichen Bewertungsmaßstabs (EBM).
  • Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ)

    GOZ steht für Gebührenordnung für Zahnärzte und bestimmt die Vergütung von privatzahnärztlichen Leistungen. Die GOZ ist Grundlage bei der Abrechnung von zahnärztlichen Behandlungen sowohl bei Privatversicherten als auch bei Selbstzahlern. Für den Großteil der Bevölkerung – die gesetzlich Krankenversicherten – gelten die Regeln des Bewertungsmaßstabs zahnärztlicher Leistungen (BEMA).
  • GKV, gesetzliche Krankenversicherung

    GKV ist die Abkürzung für gesetzliche Krankenversicherung. Für Arbeitnehmer, deren Jahresarbeitsentgelt unterhalb der Versicherungspflichtgrenze liegt, ist die GKV verpflichtend. Dabei agiert die GKV als Teil des deutschen Sozialversicherungssystems und des deutschen Gesundheitssystems. Ziel ist es, die Gesundheit der Versicherten zu erhalten bzw. wiederherzustellen.  
  • Jahresbeitragsentgeltgrenze

    Die Versicherungspflichtgrenze – auch Jahresarbeitsentgeltgrenze genannt – entscheidet darüber, ob Arbeitnehmer eine Private Krankenversicherung (PKV) abschließen dürfen bzw. können. Die Jahresarbeitsentgeltgrenze (JAEG) betrifft Arbeiter und Angestellte. Für Selbstständige, Freiberufler, niedergelassene Ärzte und Beamte hat sie keine Bedeutung.

    Die JAEG bestimmt, ab welcher Höhe des jährlichen Brutto-Arbeitsentgelts ein Arbeitnehmer nicht mehr versicherungspflichtig ist, sondern versicherungsfrei: Dann ist ein Wechsel in die PKV möglich.

    Wichtig ist es, die JAEG von der sogenannten Beitragsbemessungsgrenze (BBG) zu unterscheiden. Als weitere Kennzahl entscheidet die BBG über die Höhe der Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung und Pflegeversicherung.

  • Kinder & Familien in der PKV

    Neugeborene können Sie sofort ohne Gesundheitsprüfung privat versichern. Es besteht ein Annahmezwang beim Krankenversicherer der Eltern. In der Privaten Krankenvollversicherung für Kinder hat jedes Kind einen eigenen Versicherungstarif. Dieser ist meist im Versicherungsvertrag eines PKV-versicherten Elternteils integriert. Die PKV für Kinder ist aufgrund spezieller Tarife oft relativ günstig.
  • Kostenübernahme

    Die Private Krankenversicherung (PKV) übernimmt Ihre Krankheitskosten gemäß dem Tarif, den Sie vereinbart haben. Die Kostenübernahme umfasst in der Regel die Behandlungskosten bis zum Höchstsatz (3,5-facher Satz) durch den Arzt und einen weltweiten Rücktransport aus dem Ausland. Bei der PKV gilt das Kostenerstattungsprinzip (Kostenübernahme). Hierbei rechnet der Leistungserbringer seine Leistungen direkt mit den Patienten ab. Diese bezahlen die Kosten selbst und bekommen sie wiederum von der Privaten Krankenversicherung erstattet. In der PKV sieht der Versicherte also seine konkreten Behandlungskosten. Er hat Einblick, ob die Leistung tatsächlich vollumfänglich erbracht wurde, so wie sie auf der Rechnung steht.
  • Krankentagegeld

    Das Krankentagegeld gleicht den Einkommensverlust oder Einnahmeverlust aus. Dieser tritt bei längerer Krankheit, nachdem die Lohnfortzahlung durch den Arbeitgeber endet, oder während der gesetzlichen Mutterschutz-Zeiten auf. Sie erhalten es von der Privaten Krankenversicherung. Als privat Versicherter (Angestellter oder Selbständiger) können Sie daher eine eigene Absicherung in Form einer Krankentagegeld-Zusatzversicherung bei uns abschließen.

    Sie bekommen Ihr versichertes Krankentagegeld so lange, bis Sie wieder arbeiten können oder eine Berufsunfähigkeit eintritt. Es gibt gemäß den AVBs eine verankerte Leistungshöchstdauer im Krankheitsfall.

    Die Höhe des Tagessatzes des Krankentagegeldes wird bis zu Ihrem Einkommen individuell berechnet.

    Dem gegenüber steht das Krankenhaustagegeld. Dies wird täglich über den gesamten Krankenhausaufethalt bezahlt, um Mehraufwendungen  abzudecken.

  • PKV, Private Krankenversicherung

    In Deutschland können Sie eine Private Krankenversicherung (PKV) abschließen, wenn Sie selbstständig sind oder für Sie ein Anspruch auf Beihilfe besteht. Als Angestellter muss Ihr regelmäßiges Arbeitsentgelt über der Jahresarbeitsentgeltgrenze liegen.
  • Primärarztprinzip

    Bei einem Tarif mit Primärarztprinzip sollten Sie idealerweise einen Primärarzt gesehen haben, bevor sie zu einem Facharzt gehen, um die volle Erstattung zu erhalten. Primärärzte sind für uns Hausärzte, Fachärzte für Frauenheilkunde, Augenheilkunde sowie Kinderheilkunde. Das Prinzip gilt nicht bei einem akuten Notfall oder Unfall bzw. bei Psychotherapie.
  • Referendare in der PKV

    Die Beihilfe deckt immer nur einen Teil Ihrer Krankheitskosten ab. Eine Private Krankenversicherung (PKV) sichert die Restkosten ab, den Komplementärwert zwischen 20 und 50 Prozent. Mit speziellen Beihilfetarifen können Sie Ihre Versorgungslücke vollständig schließen und der Versicherungspflicht nachkommen.

    Die Beitragshöhe Ihrer PKV ist dabei einkommensunabhängig. Sie errechnet sich primär anhand von Alter und Gesundheitszustand. Jedoch gibt es für Sie als Referendar mit Beihilfeanspruch spezielle Beamtenanwärtertarife. Diese sind günstiger als reguläre Beihilfetarife.

  • Rentner in der Privaten Krankenversicherung

    Mit dem Eintritt ins Rentenalter ändert sich nicht nur Ihr Erwerbsstatus, es treten auch einige Änderungen in Ihrer Privaten Krankenversicherung ein.

    Ab dem 60. Lebensjahres entfällt beispielsweise der gesetzliche Beitragszuschlag in Höhe von 10 Prozent, wodurch sich Ihr Beitrag reduziert. 

    Weiterhin können Sie zusammen mit Ihrem Rentenversicherungsantrag einen Beitragszuschuss beantragen. Die vereinbarten Leistungen Ihrer Privaten Krankenversicherung ändern sich nicht und bleiben wie gehabt bestehen.

  • Schwangerschaft und PKV

    Sind Sie privat versichert, ändert sich für Sie nichts, wenn Sie schwanger werden. Informieren Sie Ihre Private Krankenversicherung frühzeitig und fragen Sie nach, ob und für welche  Leistungen Sie in der Schwangerschaft Kosten erstattet bekommen. Ein Blick in die tariflich festgelegten Leistungen in Ihrem Versicherungsvertrag ist hier hilfreich. So können Sie bei Ihrem Gynäkologen gezielt Untersuchungen in Anspruch nehmen. Nach der Geburt, während der Mutterschutzfristen und der Elternzeit entfällt für Privatversicherte der Arbeitgeberzuschuss zur Privaten Krankenversicherung (PKV) – solange sie nicht arbeiten. Das bedeutet: Sie zahlen in dieser Zeit den Versicherungsbeitrag in voller Höhe selbst.
  • Selbstständige in der PKV

    Hauptberuflich Selbstständige, Freiberufler & Existenzgründer können sich für die Private Krankenversicherung (PKV) entscheiden. Eine nebenberufliche Tätigkeit ist nicht ausreichend. In Deutschland gilt die Krankenversicherungspflicht, jeder muss also eine Krankenversicherung abschließen, welche die Kosten im Krankheitsfall übernimmt.
  • Standardtarif PKV

    Der Standardtarif wurde in den Neunzigern eingeführt und ist ein brancheneinheitlicher Tarif. Liegt das individuelle Einkommen unter der Beitragsbemessungsgrenze, können Versicherungsnehmer ab 55 Jahren in diesen Tarif wechseln, bzw. ab 65 Jahren unabhängig vom Einkommen sofern sie zehn Jahre Vorversicherungszeit haben. Im Standardtarif PKV zahlen Versicherte einen monatlichen Höchsbeitrag in Höhe von 706,28 Euro.
  • Steuerlich geltend machen, Private Krankenversicherung

    Sie können die Beiträge zur Basisabsicherung Ihrer Krankenpflichtversicherung sowie die Beiträge zur Pflegepflichtversicherung in vollem Umfang als Vorsorgeaufwendungen von der Steuer absetzen. Dies ist auch für Beiträge, die Sie für bestimmte Familienmitglieder (z.B. kindergeldberechtigte Kinder, Ehegatte) zahlen, möglich.

    Damit die Beiträge steuerlich berücksichtigt werden können, müssen sie vom Versicherer elektronisch an die Finanzbehörden gemeldet werden.

    Über die Basisabsicherung hinausgehende Beiträge zur Krankenversicherung können nur dann zusätzlich steuerlich berücksichtigt werden, wenn sie zusammen mit den Basisbeiträgen zur Krankenpflicht- und Pflegepflichtversicherung in Summe unter den für das jeweilige Jahr geltenden steuerlichen Höchstgrenzen (für Arbeitnehmer, Rentner und Beihilfeberechtigte bzw. für Selbständige und Freiberufler) liegen.

  • Studenten in der PKV

    Spätestens ab dem 25. Geburtstag endet Ihre Familienversicherung und Ihre Versicherungspflicht beginnt – gesetzlich oder privat. Eine Private Krankenversicherung für Studenten bietet meist ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.

    Bei bestehender Familienversicherung in der GKV können Sie als Student eine leistungsstarke Privatversicherung auch parallel abschließen, zum günstigen Eintrittsalter.

  • Versicherungswechsel

    Die Kündigung einer bestehenden Versicherung zum Zweck des Abschlusses einer Versicherung bei einem anderen Privaten Krankenversicherungsunternehmen ist für den Versicherungsnehmer meist unzweckmäßig, da ein solcher Wechsel gewöhnlich Nachteile mit sich bringt. Bei einem Versicherungswechsel ist zu beachten, dass:

    • sich der Tarifbeitrag nach dem erreichten Alter richtet,
    • die Wartezeiten bei Zusatztarifen neu zu durchlaufen sind und
    • eine Risikoprüfung durchgeführt wird, die eventuell Erschwernisse (Risikozuschlag, Leistungsausschluss) zur Folge hat. 

    Aus diesem Grund wird dem Kunden im ersten Schritt empfohlen, auf die neue Police zu warten. Die Rücknahme einer Kündigung ist grundsätzlich von der Zustimmung des Versicherers abhängig. 

    Hinweis: Beim Wechsel der HKV zu einem Wettbewerber ist ein Folgeversicherungsnachweis bzw. bei Wechsel in die GKV ein Pflichtversicherungsnachweis erforderlich.

  • Vollstationär

    Bei einer vollstationären Heilbehandlung ist der Patient zeitlich ununterbrochen mindestens einen Tag und eine Nacht im Krankenhaus untergebracht.
  • Vorsorgeaufwendung

    Vorsorgeaufwendungen können grundsätzlich als Sonderausgaben von der Steuer abgesetzt werden.

    Die Beiträge zur Basisabsicherung der Krankenpflichtversicherung sowie zur Pflegepflichtversicherung können als Vorsorgeaufwendungen in vollem Umfang steuerlich berücksichtigt werden.

    Über die Basisabsicherung hinausgehende Beiträge zur Krankenversicherung können als sonstige Vorsorgeaufwendungen steuermindernd geltend gemacht werde. Jedoch nur, wenn die in vollem Umfang zu berücksichtigenden Vorsorgeaufwendungen bestimmte, für das jeweilige Jahr geltenden steuerlichen Höchstgrenzen (für Arbeitnehmer, Rentner und Beihilfeberechtigte bzw. für Selbständige und Freiberufler) nicht überschreiten.

  • Wechselvorteil zur Allianz

    Anrechnung der leistungsfreien Vorversicherungszeit für PKV-Wechsler auf die BRE-Staffel

    Die Allianz rechnet Ihnen bei einem Neuabschluss mit Versicherungsbeginn ab dem 01.01.2021 und später die leistungsfreie Versicherungszeit in der Vollversicherung bei einer anderen PKV auf die Staffel für die Beitragsrückerstattung (BRE-Staffel) an.  

    Das erhöht Ihren BONUS in den entsprechenden Tarifen auf bis zu 50 % Beitragsrückerstattung.

    Die Anrechnung erfolgt nur bei einer Vorversicherungszeit von mindestens 12 Monaten. Es werden alle vollen, durchgängig leistungsfreien Kalenderjahre unmittelbar vor dem Wechsel zur APKV angerechnet – auch von mehreren Vorversicherern. Wenn Sie unterjährig wechseln, muss bis zum Wechselzeitpunkt Leistungsfreiheit bestanden haben.

    Dafür ist ein Nachweis nötig. Bitte reichen Sie diesen innerhalb von sechs Monaten nach Versicherungsbeginn bei der APKV ein.  Der Nachweis des Vorversicherers muss folgende Informationen enthalten:  

    • Zeitraum der leistungsfreien Zeit bis zum Versicherungsbeginn
    • Bestätigung der Leistungsfreiheit im genannten Zeitraum

    Anrechnung der leistungsfreien Vorversicherungszeit für GKV-Wechsler auf die BRE-Staffel (neu ab 01.01.2022)

    Bestand für die versicherte Person unmittelbar vor Abschluss des BRE-berechtigten Tarifs eine substitutive Krankheitskosten-Versicherung bei einem anderen Versicherer oder eine gesetzliche Krankenversicherung (Vorversicherung) gilt folgendes: 

    Wir rechnen Kalenderjahre, in denen für die versicherte Person nachweislich jeweils für volle 12 Monate ununterbrochen und leistungsfrei eine Vorversicherung bestand, als leistungsfreie Jahre bei der BONUS-Höhe an. Eine Anrechnung erfolgt jedoch nur, soweit der unmittelbar vor Vertragsschluss mit uns liegende Zeitraum, für den eine Vorversicherung bestand, ohne Unterbrechung leistungsfrei war.

    Die Voraussetzungen zum Erhalt der erfolgsabhängigen BRE sowie die BONUS-Regelungen bei deren Nichterfüllung bleiben unberührt.

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