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Glossar

Private Krankenversicherung

In der Privaten Krankenversicherung (Heilkostenvollversicherung) gibt es viele Fachbegriffe, die für Laien oft nicht ganz verständlich sind. Mit diesem Glossar möchten wir Ihnen Erklärungen zu den wichtigsten Begriffen der PKV liefern:
Das finden Sie hier
  • Alterungsrückstellungen

    Die Private Krankenversicherung kalkuliert nach dem Anwartschaftsdeckungsverfahren. Das heißt, es wird das mit dem Alter ansteigende Krankheitsrisiko ausgeglichen: Zu Beginn einer Versicherung wird in jüngeren Jahren ein höherer Beitrag erhoben, als für die Risikoabdeckung erforderlich ist. Jene Beitragsteile, die nicht zur Deckung des laufenden Risikos benötigt werden, werden in der Deckungsrückstellung verzinslich angesammelt. Sie bilden eine Anwartschaft auf den nötigen Ausgleich der Versicherungsleistungen, die im Alter höher ausfallen.

    In dem Umfang, in dem eine Deckungsrückstellung angesammelt wurde, sind Beitragserhöhungen wegen Alterung der Versicherten ausgeschlossen. Dieses Kalkulationsmodell gewährleistet, dass die Beiträge nicht steigen, nur aufgrund des Älterwerdens. Beitragssteigerungen haben andere Gründe, wie z.B. eine Erhöhung der Kosten im Gesundheitswesen oder eine längere Lebenserwartung.

  • Angehörige, in der Beihilfe berücksichtigungsfähige

    Zu den in der Beihilfe berücksichtigungsfähigen Angehörigen gehören Ehe-/Lebenspartnerinnen des Beihilfeberechtigten. Diese finden Berücksichtigung, sofern keine eigene Beihilfeberechtigung besteht.

    Kinder von beihilfeberechtigten Personen sind berücksichtigungsfähig, wenn keine eigene Beihilfeberechtigung besteht - und sie beim Familienzuschlag der beihilfeberechtigten Person nach dem Bundesbesoldungsgesetz berücksichtigungsfähig sind.

  • Anwartschaftsversicherung

    Die Anwartschaftsversicherung ist eine besondere Option der Privaten Krankenversicherung, PKV. Mit einer Anwartschaftsversicherung unterbrechen Sie die Versicherungsleistungen Ihrer PKV. Sie können diese aber zu einem späteren Zeitpunkt ohne erneute Risikoprüfung wieder aufleben lassen. 

    Es gibt sie in zwei Varianten: als kleine und als große Anwartschaft. Voraussetzung ist für beide die Kündigung einer (nach Art der Lebensversicherung betriebenen) Krankenversicherung: Die kleine Anwartschaft erspart Ihnen eine erneute Gesundheitsprüfung. Sie "friert" Ihren gesundheitlichen Zustand ein und sichert Ihre erworbenen Alterungsrückstellungen ab, sofern Sie welche gebildet haben.

    Mit einer großen Anwartschaft können Sie später zum ursprünglichen PKV-Eintrittsalter erneut einsteigen und bauen während der Anwartschaftsversicherung weitere Alterungsrückstellungen auf. Die Kosten (Prämie) dafür sind deshalb höher. Während der Dauer der Anwartschaft haben Sie keinen Anspruch auf die tariflich vereinbarten Leistungen Ihrer PKV.

  • Arbeitgeberzuschuss

    PKV-versicherte Arbeitnehmer erhalten von ihrem Arbeitgeber einen steuerfreien Zuschuss zu ihrer Krankenversicherung (Arbeitgeberzuschuss). Diesbezüglich sind sie GKV-versicherten Arbeitnehmern gleichgestellt.

    Anspruch auf den steuerfreien Arbeitgeberzuschuss nach § 257 SGB V haben nur Beschäftigte. Der Begriff des Beschäftigten ist in § 7 SGB IV definiert. Wer nicht in einem solchen abhängigen Beschäftigungsverhältnis steht, hat keinen Anspruch auf einen Arbeitgeberzuschuss gemäß § 257.

  • Arbeitnehmer in der Privaten Krankenversicherung

    Für Arbeiter und Angestellte gilt grundsätzlich die Versicherungspflicht in der gesetzlichen Krankenversicherung, (GKV). Je nach Ihren Voraussetzungen sind Sie demnach pflichtversichert oder freiwillig versichert in der gesetzlichen Krankenversicherung. Als freiwillig Versicherter können Sie alternativ in die Private Krankenversicherung (PKV) wechseln.

    Um sich privat krankenversichern zu können, muss Ihr regelmäßiges Arbeitsentgelt als Arbeiter oder Angestellter über der Jahresarbeitsentgeltgrenze liegen. Ihr Arbeitgeber übernimmt dabei die Beiträge bis zur Hälfte.

  • Arbeitslosigkeit und PKV

    Auch wenn Sie in der Privaten Krankenversicherung (PKV) waren: Ab einem Bezug von Arbeitslosengeld I (ALG I) müssen Sie in der Regel in die gesetzliche Krankenversicherung wechseln. Eine Befreiung von der Versicherungspflicht ist möglich, wenn Sie während der letzten fünf Jahre privat kranken­versichert waren. Möchten Sie zum Ende der Arbeitslosigkeit in die Private zurückkehren, bietet sich dafür die Anwartschaftsversicherung an. Mit ihr schaffen Sie den erneuten Einstieg in die PKV zu gewohnten Konditionen.
  • Ärzte in der Privaten Krankenversicherung

    Für Ärzte gibt es ebenfalls Voraussetzungen, um sich privat zu versichern: Es muss entweder eine Selbstständigkeit bzw. Freiberuflichkeit oder ein Anspruch auf Beihilfe vorliegen. Bei einem Angestelltenverhältnis müssen Sie als Arzt die Versicherungspflichtgrenze überschreiten. In der Regel bieten Versicherungsunternehmen spezielle Tarife für Ärzte. Diese sind im Leistungsspektrum speziell auf die Anforderung von Ärzten zugeschnitten. Häufig ist eine Gruppenversicherung nötig, die z.B. durch die Mitgliedschaft in einer Ärztekammer oder beim Marburger Bund ermöglicht wird.
  • Ärztliche Untersuchung für Erlass von Wartezeiten

    Die Wartezeiten können erlassen werden, wenn der Antragssteller (für eine PKV) den Abschluss mit ärztlicher Untersuchung innerhalb von 14 Tagen nach Antragsstellung vorlegt. Die Vorlage muss in Form eines Untersuchungsberichts auf dem Formblatt des Versicherers erfolgen. Der Bericht darf nicht von Ehegatten, eingetragenen Lebenspartnern, Eltern oder Kindern der zu versicherten Person erstellt werden.

    Der Antragsteller und die mitzuversichernden Personen tragen die Kosten der ärztlichen Untersuchung. Geschieht dies nicht, so gilt die Versicherung als ohne ärztliche Untersuchung beantragt. Die Wartezeiten werden dann nicht erlassen.

  • Attestkosten

    Hält der Versicherer Rückfragen bei Ärzten zur Einschätzung des zu übernehmenden Risikos oder zur Prüfung der Leistungspflicht, übernimmt die Versicherungsgesellschaft die anfallenden Kosten im Rahmen der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ), Ziffer 75. 

    Holt der Versicherte das Gutachten oder die Stellungnahme auf Aufforderung des Versicherungsunternehmens ein, werden die dafür entstandenen Aufwendungen in der Regel erstattet. Ausgenommen sind die Kosten eines ärztlichen Untersuchungsberichtes für den Wartezeiterlass bei Antragstellung.

  • Ausbildungstarife

    Für Personen, die sich in einer Schul- oder Berufsausbildung befinden, Studenten und Praktikanten zwischen 21 und 38 Jahren, werden unter bestimmten Voraussetzungen Ausbildungstarife in der Heilkostenvollversicherung angeboten. Das Besondere: In diesen Tarifen entfällt der Beitragsanteil zur Bildung von Alterungsrückstellung.
  • Auslandsversicherungsschutz

    Es gibt im Auslandsversicherungsschutz zwei Kategorien, die unterschiedlich abgesichert sind: 

    • Krankheitskosten- und KrankenhaustagegeldtarifeEntsprechend den Musterbedingungen besteht Versicherungsschutz in Europa und abhängig vom Tarif zwischen zwei und zwölf Monaten. Bei länger dauernden Auslandsaufenthalten kann der Vertrag ausgedehnt werden und die Gesellschaft entscheidet abhängig vom Zielland über einen Beitragszuschlag.
    • Krankentagegeldtarife: Bei Krankentagegeldtarifen ist der Versicherungsschutz auf Deutschland begrenzt. Ein Krankentagegeldanspruch besteht im europäischen Ausland nur für die Dauer einer stationären Behandlung wegen akuter Erkrankung oder wegen eines Unfalles. In der Gruppenversicherung gibt es zusätzliche Regelungen. Wechseln Sie Ihren Wohnsitz innerhalb der EU oder des Europäischen Wirtschaftsraums oder ziehen in die Schweiz um, gilt Ihre Krankentagegeldversicherung auch bei Arbeitsunfähigkeit im Ausland. 

     

  • Basistarif in der PKV

    Die Privaten Krankenversicherungen müssen seit 1.1.2009 den gesetzlich geregelten Basistarif anbieten. Die Leistungen des Basistarifs müssen dabei mit den Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung, GKV, vergleichbar sein. Risikozuschläge oder Leistungsausschlüsse gibt es im Basistarif nicht.
  • Beamte und Private Krankenversicherung

    Beamte und Beamte auf Widerruf (z.B. Beamtenanwärter) erhalten von ihren Dienstherren im Falle einer Krankheit sogenannte Beihilfeleistungen für entstandene Kosten: Dies ist die sogenannte Beihilfe. Die Höhe der Beihilfe fällt je nach Bundesland unterschiedlich aus. Sie deckt jeweils nur ein Teil der Krankheitskosten ab und es entstehen zum Teil hohe Restkosten für Sie als Versicherten. Diese Restkosten können Sie mit Beihilfetarifen und gegebenenfalls Beihilfeergänzungstarifen des Versicherers in der Regel vollständig und bis zu 100 Prozent absichern.
  • Beihilfe und Beihilfetarife

    Beihilfetarife werden von Privaten Krankenversicherungen als Restkostenversicherung für Beamte auf Widerruf (zum Beispiel Beamtenanwärter) und Beamte sowie deren Familienmitglieder angeboten. Dieser Zuschuss (Teil der Krankheitskosten), die Beihilfe, erfolgt durch den jeweiligen Dienstherrn. Dieser Anteil unterscheidet sich von Bundesland zu Bundesland und ist abhängig vom Familienstand und liegt zwischen 50 und 80 Prozent. Für den Rest der Krankheitskosten können Beihilfeberechtigte eine Versicherung abschließen.
  • Beihilfeversicherte

    Beihilfeversicherte ergänzen den fehlenden Anteil an Beihilfeleistungen über entsprechende Beihilfetarife. Dabei ist die Beihilfe abhängig von der Familiensituation und dem jeweiligen Dienstherrn. Die Leistungen erstrecken sich je nach Tarif über Arzt- und Zahnarztbesuche sowie Krankenhausaufenthalte.
  • Beitragsanpassung

    Durch das Kalkulationsverfahren mit Alterungsrückstellungen steigen die Beiträge in der Privaten Krankenversicherung durch das reine Älterwerden nicht. Die höheren Krankheitskosten im Alter sind in den Beiträgen einkalkuliert und werden durch die Alterungsrückstellungen ausgeglichen.

    Die Beiträge werden jedoch durch andere Faktoren beeinflusst: Dies sind hauptsächlich jene Kosten im Gesundheitssystem, die sich durch Inflation, medizinischen Fortschritt oder neu auftretende Krankheiten ändern können. Auch weitere Größen wie die Lebenserwartung oder die Verzinsung der Alterungsrückstellungen können die Beitragshöhe verändern. Dabei ist streng gesetzlich geregelt, wann und wie die Beiträge angepasst werden dürfen bzw. müssen.

    Durch die Verwendung von Überschüssen können finanzstärkere Versicherer die Beiträge länger stabil halten. Solche Überschüsse können im Rahmen der Limitierung eingesetzt werden, um Beitragsanpassungen entsprechend abzumildern.

  • Beitragsrückerstattung (BRE)

    Die Beitragsrückerstattung ist eine "Belohnung" für die Nichtinanspruchnahme von Leistungen während eines Kalenderjahres. Damit wird kosten- und gesundheitsbewusstes Verhalten belohnt.
  • Belegarzt

    Als Belegarzt wird ein Arzt bezeichnet, der nicht im Krankenhaus angestellt ist. Ihm werden von einem Krankenhausträger auf vertraglicher Basis Belegbetten zur Verfügung gestellt, um Belegpatienten seiner Fachrichtung stationär oder teilstationär zu behandeln. Die Vergütung des Arztes erfolgt nicht vom Krankenhaus selbst. Der Belegarzt rechnet direkt mit den Patienten oder den Sozialleistungsträgern ab. 

    Für die Inanspruchnahme des Personals und der Einrichtungen des Krankenhauses zahlt der Belegarzt dem Krankenhausträger ein Nutzungsentgelt.

  • BONUS-Check

    Der BONUS ist die erfolgsabhängige Beitragsrückerstattung (BRE) der Allianz Private Krankenversicherung für vollversicherte Kunden. Die BRE wird aus Überschüssen finanziert und ist abhängig vom Geschäftsergebnis. Eine Voraussetzung für die Beitragsrückerstattung ist die Leistungsfreiheit für ein Versicherungsjahr. 

    Im Portal Meine Allianz können Allianz Kunden prüfen, ob es besser für sie ist, Ihre Rechnungen über das Jahr einzureichen oder sich einen BONUS auszahlen zu lassen. Der BONUS fällt umso höher aus, je länger sie keine Rechnungen einreichen. Wichtige Vorsorgeuntersuchungen (z. B. Darmkrebsvorsorge) bleiben im Rahmen der Vorsorgepauschale ohne Auswirkung auf Ihren BONUS und die Selbstbeteiligung, wenn ansonsten keine Leistungen in Anspruch genommen werden.

  • Bürgerentlastungsgesetz

    Seit 2010 können durch das Bürgerentlastungsgesetz Beiträge zur gesetzlichen oder Privaten Kranken- und Pflegeversicherung steuerlich berücksichtigt werden, soweit sie das Leistungsniveau absichern, das der gesetzlichen Kranken- und der sozialen Pflegeversicherung entspricht.

    Maßgebend dafür ist der Leistungsumfang der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung. Durch das Bürgerentlastungsgesetz sind die von Ihnen gezahlten Beiträge zur Versicherung für Sie selbst, Ihren eingetragenen Lebenspartner und Ihre unterhaltsberechtigten Kinder absetzbar.

  • Chefarzt

    Der Chefarzt besitzt einen medizinischen Fachtitel und ist Leiter einer Fachabteilung eines Krankenhauses oder einer Fachpraxis. Als Facharzt trägt er innerhalb seiner Institution die Verantwortung für das entsprechende medizinische Gebiet. Chefärzte besitzen in Krankenhäusern zumeist speziell verhandelte Arbeitsverträge. Durch Privatliquidationen können Chefärzte auch Privatpatienten in Kliniken behandeln und die Leistung privat mit dem Patienten abrechnen.
  • Diagnose

    Das Erkennen einer Erkrankung und das systematische Benennen eines Krankheitsbegriffes (z.B. Bluthochdruck, arterielle Hypertonie, ICD-10-Code 10.0) aufgrund von Beschwerden bzw. Krankheitszeichen wird als Diagnose bezeichnet. Zu den Krankheitszeichen zählen subjektive und objektiv messbare Symptome.
  • Digitale Services

    Digitale Services: Viele Services stehen den Kunden digital zur Verfügung, womit sich Geld und Zeit sparen lässt. Bei der Allianz Privaten Krankenversicherung erfolgt das zum Beispiel über die Allianz Gesundheits-App: Über diese App reichen Kunden Rechnungen und Rezepte digital ein. Sie sehen eine Tarifübersicht über die versicherten Leistungen, haben ihren Corona-Impfnachweis immer dabei und vieles mehr.

    Zudem können Allianz Kunden im Portal Meine Allianz alle ihre Verträge einsehen, Bescheinigungen anfordern und über den sogenannten BONUS-Check kalkulieren, ob sich eine Beitragsrückerstattung lohnt. Darüber hinaus können Sie auf viele Gesundheitsservices digital zugreifen.

  • Elternzeit

    Allen Arbeitnehmern in Deutschland steht nach Geburt ihres Kindes Elternzeit zu. Nach dem Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetz (BEEG) haben Eltern bis zum vollendeten dritten Lebensjahr des neu geborenen Kindes Anspruch auf Elternzeit. Während dieser Zeit ruht das Arbeitsverhältnis. Jedoch besteht weiterhin Kündigungsschutz in der Eltern­zeit. Das heißt: Der Arbeitgeber muss nach Ende der Elternzeit das Arbeitsverhältnis fortführen.

    Während dieser Zeit bekommen Sie kein Gehalt ausgezahlt. Allerdings erhalten Sie grundsätzlich für bis zu 14 Monate eine Lohnersatzleistung in Form von Elterngeld. Die Private Krankenversicherung bleibt während der Elternzeit bestehen. Jedoch entfällt der Arbeitgeberzuschuss, sodass Sie den vollen Beitrag selbst bezahlen.

  • Entgeltfortzahlung

    Die Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall ist in Deutschland seit 1994 im Entgeltfortzahlungsgesetz (EFZG) geregelt. Dieses Gesetz hat die früher geltenden unterschiedlichen Regelungen für Arbeiter und Angestellte abgelöst.

    Anspruch auf Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall nach dem Entgeltfortzahlungsgesetz haben alle Arbeitnehmer (und Auszubildende) ab der fünften Woche des Arbeits- bzw. Ausbildungsverhältnisses für die Dauer von bis zu sechs Wochen. Nach § 4 Abs. 4 EntgFG kann durch Tarifvertrag eine vom Entgeltfortzahlungsgesetz abweichende Bemessungsgrundlage des fortzuzahlenden Arbeitsentgelts festgelegt werden.

  • Freie Krankenhauswahl

    Versicherte einer Privaten Krankenversicherung oder privaten Zusatzversicherung können frei wählen zwischen den öffentlichen Krankenhäusern und Privatkliniken (privaten Krankenhäusern).
  • Gebietsarzt (Fachgebiet)

    Unter einem Gebietsarzt wird ein Arzt verstanden, der eine Gebietsbezeichnung für ein umschriebenes ärztliches Fachgebiet führt, als sogenannter Facharzt. Für die Anerkennung als Gebietsarzt, die von der zuständigen Ärztekammer erteilt wird, ist eine erfolgreich abgeschlossene Weiterbildung Voraussetzung. Gültige Bezeichnungen für Gebietsärzte sind dementsprechend die Form "Arzt für ..." oder eine entsprechende Kurzbezeichnung.
  • Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ)

    GOÄ steht für "Gebührenordnung für Ärzte". Die GOÄ bestimmt die Vergütung von privatärztlichen Leistungen. Sie ist Grundlage bei der Abrechnung von ärztlichen Behandlungen sowohl bei Privatversicherten als auch Selbstzahlern. Für den Großteil der Bevölkerung (die gesetzlich Krankenversicherten) gelten hingegen die Regeln des Einheitlichen Bewertungsmaßstabs (EBM).
  • Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ)

    GOZ steht für "Gebührenordnung für Zahnärzte". Sie bestimmt die Vergütung von privatzahnärztlichen Leistungen. Die GOZ ist Grundlage bei der Abrechnung von zahnärztlichen Behandlungen sowohl bei Privatversicherten als auch bei Selbstzahlern. Für den Großteil der Bevölkerung, die gesetzlich Krankenversicherten, gelten hingegen die Regeln des Bewertungsmaßstabs zahnärztlicher Leistungen (BEMA).
  • Geltungsbereich

    In einer Versicherung regelt der Geltungsbereich meist die Voraussetzungen für die Zahlungspflicht des Versicherers. Der räumliche Geltungsbereich in der Krankenversicherung bestimmt, in welchen Ländern der Versicherungsschutz gilt.
  • Gesundheitsprüfung

    Die Gesundheitsprüfung ist Voraussetzung, um in der Privaten Krankenversicherung aufgenommen zu werden. Im Rahmen Ihres Antrags beantworten Sie eine Reihe von Fragen zu Ihrem Gesundheitszustand. Mithilfe des Fragebogens erhält die Versicherung einen „Status quo“ Ihrer gesundheitlichen Verfassung.

    Die Gesundheitsprüfung dient als Entscheidungsgrundlage für die Annahme oder Ablehnung von Anträgen. Anhand der Angaben zu bisherigen und laufenden Behandlungen sowie Vorerkrankungen legt die Versicherung das Krankheitsrisiko für jede einzelne Person fest. Je nachdem wie hoch dieses Risiko eingeschätzt wird, können Risikozuschläge oder Leistungsausschlüsse vom Versicherer veranlasst werden. Dadurch steigen die monatlichen Beiträge der Privaten Krankenversicherung. Kurz gesagt: Je schwerwiegender Ihre Vorerkrankungen, desto höher die Versicherungsbeiträge.

  • GKV, gesetzliche Krankenversicherung

    GKV ist die Abkürzung für gesetzliche Krankenversicherung. Für Arbeitnehmer, deren Jahresarbeitsentgelt unterhalb der Versicherungspflichtgrenze liegt, ist die GKV z.B. verpflichtend. Dabei agiert die GKV als Teil des deutschen Sozialversicherungssystems und des deutschen Gesundheitssystems. Ziel ist es, die Gesundheit der Versicherten zu erhalten bzw. wiederherzustellen.  
  • Heilkostenvollversicherung (HKV)

    Die Heilkostenvollversicherung  (HKV) ist ein Synonym zur Privaten Krankenvollversicherung (PKV). Die nähere Begriffsdefinition finden Sie unter P, wie Private Krankenversicherung. 
  • Heilpraktiker

    Die meisten Private Krankenversicherung bieten Heilpraktikerleistung in ihren Tarifen an. Wer als Heilpraktiker Gesundheitsleistungen anbietet, muss laut Heilpraktikergesetz eine Erlaubnis zur Ausübung der Heilkunde haben (er muss jedoch nicht als Arzt bestellt sein).

    Ausübung der Heilkunde im Sinne dieses Gesetzes ist jede berufs- oder gewerbsmäßig vorgenommene Tätigkeit zur Feststellung, Heilung oder Linderung von Krankheiten, Leiden oder Körperschäden von Menschen, auch wenn sie im Dienste von anderen ausgeübt wird. Bei bestimmten, im Gesetz genannten Erkrankungen ist der Heilpraktiker nicht befugt, Behandlungen durchzuführen. In den Musterbedingungen (MB) der Privaten Krankenversicherer ist zwar ein Leistungsanspruch für Heilpraktiker festgelegt, jedoch kann in den Tarifbedingungen die Erstattung ausgeschlossen werden.

  • Hilfsmittelkatalog

    Hilfsmittel in der Privaten Krankenversicherung sind Gegenstände, die durch unterstützende, ersetzende oder entlastende Wirkung den Prozess der Heilung fördern. Auch technische Produkte, die Medikamente oder Therapeutika in den menschlichen Körper einbringen, zählen zu Hilfsmitteln. Sehhilfen, Hörgeräte oder z.B. Prothesen, fallen unter die Kategorie der Hilfsmittel. Jedoch: Nur die im tariflichen Umfang vereinbarten, gelisteten Hilfsmittel werden vom Versicherer übernommen. 
  • Höchstaufnahmealter

    Im Gegensatz zur gesetzlichen Krankenversicherung, welche jeden Versicherten unabhängig vom Alter aufnehmen muss, gibt es bei der Privaten Krankenversicherung ein Höchstaufnahmealter. Für die Festlegung einer solchen Altersgrenze gibt es allerdings keine gesetzlichen Regelungen. Jede private Krankenversicherung kann das Höchstaufnahmealter selbst festlegen. In der Regel liegt dieses je nach Tarif und Versicherung zwischen 65 bis 70 Jahren.
  • International Classification of Diseases (ICD)

    ICD ist die Abkürzung für "International Classification of Diseases". Auf Deutsch: Internationale Klassifikation von Krankheiten. Mit dem weltweit anerkannten System können medizinische Diagnosen einheitlich benannt werden. Aktuell gilt ICD-10. Dabei bezeichnet die Ziffer 10 die zehnte Revision der Klassifikation. Krankenhäuser sind dazu verpflichtet, die Diagnosen nach der ICD-10 auszustellen.
  • Jahresbeitragsentgeltgrenze

    Die Versicherungspflichtgrenze (auch Jahresarbeitsentgeltgrenze, JAEG, genannt) entscheidet darüber, ob Arbeitnehmer eine Private Krankenversicherung (PKV) abschließen dürfen bzw. können. Die JAEG betrifft Arbeiter und Angestellte. Für Selbstständige, Freiberufler, niedergelassene Ärzte und Beamte hat sie keine Bedeutung. Die JAEG bestimmt, ab welcher Höhe des jährlichen Bruttoarbeitsentgelts ein Arbeitnehmer nicht mehr versicherungspflichtig ist, sondern versicherungsfrei: Ist er versicherungsfrei, ist sein Wechsel in die PKV möglich. 

    Wichtig ist es in diesem Zusammenhang, die JAEG von der sogenannten Beitragsbemessungsgrenze (BBG) zu unterscheiden. Beide werden oft verwechselt. Als weitere Kennzahl entscheidet die BBG über die Höhe der Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung und Pflegeversicherung.

  • Kinder & Familien in der PKV

    Ihr Neugeborenes können Sie als Eltern sofort und ohne Gesundheitsprüfung privat versichern. Es besteht ein Annahmezwang beim privaten Krankenversicherer der Eltern. In der Privaten Krankenvollversicherung für Kinder hat jedes Kind einen eigenen Versicherungstarif. Die PKV für Kinder ist aufgrund spezieller Tarife oft relativ günstig.
  • Klinikcard

    Die Klinikcard erhalten Privatversicherte beim Abschluss einer Privaten Krankenversicherung. Sie dient als Nachweis zur Versicherung während eines stationären Krankenhaus- oder Spezialklinikaufenthalts. Die Klinikcard ermächtigt das Krankenhaus, die Leistungen direkt dem Versicherten in Rechnung zu stellen. 
  • Kostenübernahme

    Die Private Krankenversicherung (PKV) übernimmt Ihre Krankheitskosten gemäß dem Tarif, den Sie vereinbart haben. Die Kostenübernahme umfasst in der Regel die Behandlungskosten bis zum Höchstsatz (3,5-facher Satz) durch den Arzt und einen weltweiten Rücktransport aus dem Ausland.

    Bei der PKV gilt das Kostenerstattungsprinzip (Kostenübernahme). Hierbei rechnet der Leistungserbringer seine Leistungen direkt mit den Patienten ab. Diese bezahlen die Kosten selbst. Sie bekommen diese wiederum von der Privaten Krankenversicherung erstattet. In der PKV sieht der Versicherte also seine konkreten Behandlungskosten. Er hat Einblick, ob die Leistung in dem Umfang erbracht wurde, wie sie auf der Rechnung steht.

  • Krankenhaus

    Gemäß § 2 Abs 1 KHG werden Krankenhäuser als Einrichtungen definiert, in denen durch ärztliche und pflegerische Hilfeleistungen Krankheiten, Leiden oder Verletzungen durch Unfallschäden festgestellt, geheilt oder gelindert werden sollen oder Geburtshilfe geleistet wird. Die zu versorgenden Patienten können hier auch untergebracht und verpflegt werden.
  • Krankenhaustagegeld

    Das Krankenhaustagegeld ist eine Krankenzusatzversicherung. Sie ist sinnvoll, um die Mehraufwendungen abzudecken, die bei einem Krankenhausaufenthalt entstehen. Wenn Sie hohe laufende Kosten haben, wie Kinderbetreuung, Haushaltshilfen etc. können Sie diese damit begleichen. Das vereinbarte Tagegeld ist bei Erwachsenen begrenzt auf maximal 150 Euro pro Tag. Solange Sie stationär im Krankenhaus behandelt werden, erfolgt die Auszahlung zeitlich unbegrenzt.
  • Krankentagegeld

    Das Krankentagegeld gleicht Einkommensverluste durch Arbeitsunfähigkeit aus. Diese können auftreten bei: längerer Krankheit, nachdem die Lohnfortzahlung durch den Arbeitgeber endet oder während der gesetzlichen Mutterschutz-Zeiten.

    Sie erhalten das Krankentagegeld von der Privaten Krankenversicherung, sofern als Zusatzbaustein vereinbart. Als privat Versicherter (Angestellter oder Selbstständiger) können Sie diese Absicherung in Form einer Krankentagegeld-Versicherung abschließen. Sie erhalten Ihr versichertes Krankentagegeld so lange, bis Sie wieder arbeiten können oder eine Berufsunfähigkeit eintritt. Es gibt gemäß den AVBs eine verankerte Leistungshöchstdauer im Krankheitsfall. Die Höhe des Tagessatzes des Krankentagegeldes wird bis zu Ihrem Einkommen individuell berechnet.

  • Krankenversicherungspflicht

    In Deutschland gibt es einen Krankenversicherungsschutz für alle Einwohner. Für die meisten Bürger besteht Krankenversicherungspflicht in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV). Einige Personenkreise sind von dieser Pflichtversicherung ausgenommen, z. B. hauptberuflich Selbstständige oder Beamte. Diese sind verpflichtet, bei einer Privaten Krankenversicherung (PKV) einen Krankenversicherungsvertrag abzuschließen, wenn sie nicht als freiwilliges Mitglied oder im Rahmen einer Familienversicherung in der GKV versichert sind.

    Unter bestimmten Voraussetzungen ist eine Befreiung von der Krankenversicherungspflicht in der GKV möglich. Zum Beispiel tritt bei Arbeitslosigkeit und Bezug von Arbeitslosengeld Krankenversicherungspflicht ein. Eine Befreiung ist unter Umständen möglich, damit langjährig privat Versicherte ihren bestehenden Versicherungsschutz aufrecht erhalten können.

  • Kündigung, Kündigungsfristen

    Wenn Sie von der GKV in die PKV wechseln wollen, warten Sie auf die PKV-Aufnahmebestätigung, bevor Sie Ihre gesetzliche Krankenversicherung kündigen. Die Kündigungsfrist der gesetzlichen Krankenversicherung beträgt zwei Monate zum Monatsende. Bei der Privaten Krankenversicherung beträgt sie zumeist drei Monate zum Ende des Versicherungsjahres
  • Leistungen der PKV

    Das individuelle Leistungsangebot der Privaten Krankenversicherung unterscheidet sich je nach Versicherungsunternehmer und Tarif. Sie selbst bestimmen, welche Leistungen Sie beanspruchen möchten. Durch die Tarifwahl legen Sie die Höhe und die Bedingungen fest, zu denen die PKV die anfallenden Kosten erstattet. Je höher der Leistungsumfang, desto höher die monatliche Beitragsprämie. Mithilfe des Selbstbehalts können Sie die monatlichen Beiträge reduzieren.
  • Mutterschutz

    Die PKV-Beiträge ändern sich für private Versicherungsnehmerinnen während des Mutterschutzes nicht, sofern der Tarif nichts anderes vorsieht. Nach Antragstellung erhalten Sie vom Bundesamt für Soziale Sicherung ein einmaliges Mutterschaftsgeld. Hier finden Sie Informationen zum Thema Mutterschutz und Elternzeit und zum Thema PKV und Schwangerschaft.
  • Mutterschutzzeiten

    In der Regel dürfen Schwangere während der Mutterschutzfrist nicht arbeiten. Diese beginnt sechs Wochen vor der Geburt und endet bei bis zu acht Wochen nach der Geburt. 
  • Nettoeinkommen

    Der Begriff bezieht sich auf die Ermittlung des versicherbaren Nettoeinkommens in der Krankentagegeldversicherung. Zum Nettoeinkommen zählt das Einkommen aus beruflichen Tätigkeiten wie Einkünfte aus selbstständiger Arbeit, Einkünfte aus Gewerbebetrieben sowie Einkünfte aus nichtselbstständiger TätigkeitDabei können Einkünfte aus Kapitalvermögen, Vermietung und Verpachtung sowie sonstige Einkünfte nicht in die Versicherung einbezogen werden.

    Je nach Einkommensbezug gelten spezifische Pauschalsätze: beim Gewerbebetrieb 70 % des Gewinns, bei Ärzten 80 % der Betriebseinnahmen, bei Fahrlehrern 70 % der Betriebseinnahmen, bei übrigen freien Berufen 70 % der Betriebseinnahmen und bei Arbeitnehmern 80% der Einnahmen.

  • Neugeborene

    Die Versicherung des Neugeborenen ist abhängig vom Versicherungsstatus der Eltern. Entweder wird Ihr Baby in die gesetzliche Familienversicherung aufgenommen oder es wird ein eigener Versicherungsvertrag für die PKV erstellt. Üblicherweise sind Neugeborene über den Elternteil mit dem höheren Einkommen versichert.

    Wird das Baby in die Private Krankenversicherung aufgenommen, gibt es weder eine Gesundheitsprüfung noch eine Wartezeit oder einen Risikozuschlag. Vorausgesetzt, der Versicherungsschutz ist nicht höher oder umfassender als der des privat versicherten Elternteils. Zudem ist eine Anmeldung spätestens zwei Monate nach der Geburt rückwirkend einzureichen und die Mindestversicherungsdauer des Elternteils zu wahren.

  • Notlagentarif

    Personen mit Wohnsitz in Deutschland müssen grundsätzlich eine Krankheitskosten-Versicherung haben. Diese muss in bestimmtem Umfang Kosten für z.B. den Arzt oder das Krankenhaus übernehmen. Sie hat somit große sozialpolitische Bedeutung. Deshalb ist es dem Versicherer nicht möglich, den Vertrag zu kündigen, wenn der Versicherungsnehmer seinen Beitrag nicht oder nicht vollständig zahlt.

    Damit der Versicherer reagieren kann, wenn der Versicherungsnehmer die Pflicht zur Beitragszahlung verletzt, hat der Gesetzgeber ein besonderes Mahnverfahren geschaffen. Auf diesem Weg kann der Versicherungsvertrag im Notlagentarif fortgesetzt werden. Davon ausgenommen sind nur besonderes hilfebedürftige Personen. Während der Versicherung im Notlagentarif ruht die bisherige Krankheitskosten-Versicherung. Die Versicherungsleistungen des Notlagentarifs sind sehr begrenzt. Das hat zum Ziel, nur die unerlässlichen Leistungen bei möglichst niedrigen Beiträgen anzubieten.

    Es gibt weitere Besonderheiten im Notlagentarif. So wird etwa in der Zeit keine weitere Alterungsrückstellung aufgebaut und die zuvor angesparte muss teilweise dazu genutzt werden, um die Beitragsschuld zu begleichen. Risikozuschläge, Leistungsausschlüsse und Selbstbehalte entfallen jedoch während der Versicherung im Notlagentarif. Erst nachdem der Versicherungsnehmer seine Schuld völlig beglichen hat, kehrt er in seine frühere Krankheitskosten-Versicherung zurück.

  • Online Abschluss

    Eine Private Krankenversicherung basiert auf einem Vertrag. Die Parteien sind: Der Versicherungsnehmer, also die Person, die eine Versicherung wünscht und das Versicherungsunternehmen (auch Versicherer genannt). In der Praxis bieten viele Versicherungsunternehmen ihre Produkte vor allem über Versicherungsvermittler an. Der Interessent geht dazu beispielsweise in eine Agentur oder zu einem Versicherungsmakler.

    Seit einigen Jahren bieten immer mehr Versicherer und Versicherungsvermittler die Möglichkeit, den Vertrag für eine Private Krankenversicherung digital über das Internet abzuschließen. Dazu kann man auf einer Website den Abschluss beantragen oder teilweise sogar unmittelbar vornehmen. Bei einer solchen Art des Vertragsabschlusses spricht man vom Online-Abschluss.

  • Optionstarife

    Optionstarife sind Anwartschaftsversicherungen. Durch einen Optionstarif wird der aktuelle Gesundheitszustand zum Zeitpunkt des Abschlusses erfasst und eingefroren. Tarife werden vor allem für jüngere Menschen angeboten. Dabei wird eine einmalige Gesundheitsprüfung durchgeführt, die beim (späteren, tatsächlichen) Eintritt in die PKV oder einen höherwertigeren Tarif vorgelegt werden kann.
  • PKV, Private Krankenversicherung

    In Deutschland können Sie eine Private Krankenversicherung (PKV) abschließen, wenn Sie selbstständig sind, Arzt oder wenn für Sie ein Anspruch auf Beihilfe besteht. Als Angestellter muss Ihr regelmäßiges Arbeitsentgelt über der Jahresarbeitsentgeltgrenze liegen.
  • Primärarztprinzip

    Bei einem PKV-Tarif mit Primärarztprinzip sollten Sie idealerweise einen Primärarzt gesehen haben, bevor sie zu einem Facharzt gehen. So erhalten Sie die volle Erstattung. Primärärzte sind Hausärzte, Fachärzte für Frauenheilkunde, Augenheilkunde sowie Kinderheilkunde. Das Prinzip gilt nicht bei einem akuten Notfall oder Unfall bzw. bei Psychotherapie.
  • Referendare in der PKV

    Als Referendar haben Sie in der Regel einen Beihilfeanspruch. Die Beihilfe des Dienstherrn deckt jedoch nur einen Teil Ihrer Krankheitskosten ab. Eine Private Krankenversicherung (PKV) sichert die Restkosten ab, den Komplementärwert zwischen 20 und 50 Prozent. Mit speziellen Beihilfetarifen schließen Referendare Versorgungslücke vollständig und kommen ihrer Versicherungspflicht nach. Die Beitragshöhe der PKV ist dabei einkommensunabhängig. Sie errechnet sich primär anhand von Alter und Gesundheitszustand.

    Jedoch gibt es für Sie als Referendar mit Beihilfeanspruch spezielle Beamtenanwärtertarife. Diese sind günstiger als reguläre Beihilfetarife.

  • Rentenzuschuss

    Sind Sie Rentner und privat krankenversichert, können Sie einen Beitragszuschuss für Ihre Private Krankenversicherung beantragen. Dafür müssen Sie eine Rente aus der gesetzlichen Rentenversicherung beziehen. Der Zuschuss orientiert sich am Zahlbetrag der gesetzlichen Rente und wird berechnet, als bestünde eine Mitgliedschaft in der gesetzlichen Krankenversicherung. Er ist begrenzt auf 50 % des PKV-Beitrages.

    Um den Rentenzuschuss zu beantragen, müssen Sie einen Antrag bei der Deutschen Rentenversicherung stellen – am besten schon bei der Rentenantragsstellung. Die Bezuschussung gilt auch für beihilfeberechtigte Rentner. Solange die gewährten Zuschüsse nicht bestimmte Grenzen übersteigen, hat dies keine Auswirkungen auf Ihren Beihilfeanspruch. Erkundigen Sie sich bei Ihrer zuständigen Beihilfestelle, ob dies für Sie zutrifft. Ansonsten können Sie auf den Zuschuss oder auf Teile davon verzichten.

  • Rentner in der Privaten Krankenversicherung

    Mit dem Eintritt ins Rentenalter ändert sich nicht nur Ihr Erwerbsstatus, es treten auch einige Änderungen in Ihrer Privaten Krankenversicherung ein. Ab dem 60. Lebensjahres entfällt beispielsweise der gesetzliche Beitragszuschlag in Höhe von 10 Prozent, wodurch sich Ihr Beitrag reduziert. Zudem können Sie zusammen mit Ihrem Rentenversicherungsantrag einen Beitragszuschuss beantragen. Die vereinbarten Leistungen Ihrer Privaten Krankenversicherung ändern sich nicht und bleiben wie gehabt bestehen.
  • Schwangerschaft und PKV

    Sind Sie privat versichert, ändert sich für Sie nichts, wenn Sie schwanger werden. Informieren Sie Ihre Private Krankenversicherung frühzeitig und fragen Sie nach, ob und für welche Leistungen Sie in der Schwangerschaft Kosten erstattet bekommen. Ein Blick in die tariflich festgelegten Leistungen Ihres Versicherungsvertrags ist dabei hilfreich.

    So können Sie bei Ihrem Gynäkologen gezielt Untersuchungen in Anspruch nehmen. Nach der Geburt, während der Mutterschutzfristen und der Elternzeit entfällt für Privatversicherte der Arbeitgeberzuschuss zur Privaten Krankenversicherung (PKV) – solange sie nicht arbeiten. Das bedeutet: Sie zahlen in dieser Zeit den Versicherungsbeitrag in voller Höhe selbst.

  • Selbstbehalt (Selbstbeteiligung)

    Mit dem von Ihnen gewählten PKV-Tarif können Sie einen Selbstbehalt festlegen. Pro Schadensfall haben Sie als Versicherungsnehmer in Folge einen bestimmten Betrag oder einen bestimmten Prozentsatz selbst zu bezahlen. Durch den Selbstbehalt wird das subjektive Risiko positiv beeinflusst, sodass die monatlichen Beitragsprämien geringer ausfallen. Wenn das Vertragsverhältnis nicht am 01.01 eines Jahres beginnt, vermindert sich die Selbstbeteiligung anteilsmäßig durch die Zwölftelung
  • Selbstständige in der PKV

    Hauptberuflich Selbstständige, Freiberufler & Existenzgründer können sich für die Private Krankenversicherung (PKV) entscheiden. Eine nebenberufliche Tätigkeit ist nicht ausreichend. In Deutschland gilt die Krankenversicherungspflicht, jeder muss also eine Krankenversicherung abschließen, welche die Kosten im Krankheitsfall übernimmt.
  • Standardtarif PKV

    Der Standardtarif wurde in den Neunzigern eingeführt und ist ein brancheneinheitlicher Tarif. Liegt das individuelle Einkommen unter der Beitragsbemessungsgrenze, können Versicherungsnehmer ab 55 Jahren in diesen Tarif wechseln bzw. ab 65 Jahren unabhängig vom Einkommen, sofern sie zehn Jahre Vorversicherungszeit haben.
  • Steuerlich geltend machen, Private Krankenversicherung

    Sie können die Beiträge zur Basisabsicherung Ihrer Krankenpflichtversicherung sowie die Beiträge zur Pflegepflichtversicherung in vollem Umfang als Vorsorgeaufwendungen von der Steuer absetzen. Dies ist auch für Beiträge, die Sie für bestimmte Familienmitglieder (z.B. kindergeldberechtigte Kinder, Ehegatte) zahlen, möglich.

    Damit die Beiträge steuerlich berücksichtigt werden können, müssen sie vom Versicherer elektronisch an die Finanzbehörden gemeldet werden. Über die Basisabsicherung hinausgehende Beiträge zur Krankenversicherung können nur dann zusätzlich steuerlich berücksichtigt werden, wenn sie zusammen mit den Basisbeiträgen zur Krankenpflicht- und Pflegepflichtversicherung betrachtet werden: Für eine Berücksichtigung muss die Summe unter den für das jeweilige Jahr geltenden steuerlichen Höchstgrenzen für Arbeitnehmer, Rentner und Beihilfeberechtigte bzw. für Selbstständige und Freiberufler liegen.

  • Studenten in der PKV

    Spätestens ab dem 25. Geburtstag endet Ihre Familienversicherung (in der GKV) und Ihre Versicherungspflicht beginnt – gesetzlich oder privat. Eine Private Krankenversicherung für Studenten bietet meist ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Bei bestehender Familienversicherung in der GKV können Sie als Student eine leistungsstarke Privatversicherung auch parallel abschließen, zum günstigen Eintrittsalter.
  • Tarifwechsel

    PKV-Versicherte haben die gesetzliche Möglichkeit, unter bestimmten Voraussetzungen in einen anderen Tarif Ihres Versicherungsunternehmens mit gleichartigem Versicherungsschutz zu wechseln. Einige Versicherungsunternehmen wie auch die Allianz bieten Zusatzbausteine an, mit denen Sie die Flexibilität haben, Ihre Absicherung einfach an Ihre veränderten persönlichen Bedürfnisse anzupassen. 
  • Teilstationär

    Bei einer teilstationären Behandlung wird eine medizinisch-organisatorische Infrastruktur beansprucht. Zumeist beschränkt sie sich auf die Unterbringung von Patienten in Tages- und Nachtkliniken. Eine ununterbrochene Anwesenheit der Patienten ist im Gegensatz zur (voll-)stationären Aufnahme nicht erforderlich. Die Behandlung der Patienten erfolgt dementsprechend entweder tagsüber oder in der Nacht. Der Fokus liegt auf der medizinischen Behandlung
  • Versicherungswechsel

    Die Kündigung einer bestehenden Versicherung zum Zweck des Abschlusses einer Versicherung bei einem anderen Privaten Krankenversicherungsunternehmen ist für den Versicherungsnehmer oft nicht sinnvoll, da ein solcher Wechsel einige Nachteile mit sich bringt. Beispielsweise ist bei einem Versicherungswechsel zu beachten, dass sich der Tarifbeitrag nach dem erreichten Alter richtet und die Wartezeiten bei Zusatztarifen neu zu durchlaufen sind. Außerdem wird eine Risikoprüfung durchgeführt, die eventuell Erschwernisse (Risikozuschlag, Leistungsausschluss) zur Folge hat. 

    Aus diesem Grund ist Wechselinteressenten im ersten Schritt zu empfehlen, auf ihre neue Police zu warten, bevor sie kündigen. Die Rücknahme einer Kündigung ist grundsätzlich von der Zustimmung des Versicherers abhängig. Hinweis: Beim Wechsel der HKV zu einem anderen Versicherungsunternehmen ist ein Folgeversicherungsnachweis bzw. bei Wechsel in die GKV ein Pflichtversicherungsnachweis erforderlich.

  • Vollstationär

    Bei einer vollstationären Heilbehandlung ist der Patient zeitlich ununterbrochen mindestens einen Tag und eine Nacht im Krankenhaus untergebracht.
  • Voraussetzungen

    Die Voraussetzungen für die Aufnahme in einer Privaten Krankenversicherung hängen von einigen Faktoren ab. Unter anderem davon, ob Sie selbstständig oder unselbstständig erwerbstätig sind (Angestellter). Lesen Sie die Details zum Abschluss einer PKV detailliert im Ratgeber Voraussetzungen nach.
  • Vorerkrankungen

    Als Vorerkrankungen gelten alle Beschwerden und Erkrankungen, die vor Antragstellung vorhanden waren. Vorerkrankungen sind relevant für den Versicherungsschutz und werden über die Gesundheitsprüfung bzw. über Gesundheitsfragen im Antragsprozess abgefragt.
  • Vorerkrankungen, Einschluss von

    Für eine Private Krankenversicherung sind Vorerkrankungen ein finanzielles Risiko. Daher findet eine Gesundheitsprüfung statt. Der Einschluss von Vorerkrankungen ist durch eine individuelle Gesundheitsprüfung möglich. Welche Beschwerden zu einem Beitragszuschlag oder einer Ablehnung führen, entscheidet jeder Versicherer selbst . Stellt eine festgestellte Erkrankung in der Risikoprüfung keine oder nur ein geringes Risiko dar, wird vom Versicherer in der Regel auf Risikozuschläge oder Leistungsausschlüsse verzichtet. 
  • Vorsorgeaufwendung

    Vorsorgeaufwendungen können grundsätzlich als Sonderausgaben von der Steuer abgesetzt werden. Die Beiträge zur Basisabsicherung der Krankenpflichtversicherung sowie zur Pflegepflichtversicherung können als Vorsorgeaufwendungen in vollem Umfang steuerlich berücksichtigt werden.

    Über die Basisabsicherung hinausgehende Beiträge zur Krankenversicherung können als sonstige Vorsorgeaufwendungen steuermindernd gelten. Jedoch nur, wenn die in vollem Umfang zu berücksichtigenden Vorsorgeaufwendungen bestimmte steuerliche Höchstgrenzen nicht überschreiten, die für das jeweilige Jahr geltenden: Für Arbeitnehmer, Rentner und Beihilfeberechtigte bzw. für Selbstständige und Freiberufler.

  • Wahlleistung

    Wahlleistungen sind von der Privaten Krankenversicherung angebotene Leistungen, die beim Krankenhausaufenthalt mehr Komfort ermöglichen. So ist die Wahl des behandelnden Arztes sowie die Art der Unterbringung bei einer stationären Behandlung möglich. Auch die freie Krankenhauswahl zählt zur Wahlleistung für Privatpatienten.
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