Warnung: Sie verwenden einen veralteten Browser. Bitte wechseln Sie zu einem moderneren Browser wie Chrome, Firefox oder Microsoft Edge.

Allianz - Private Krankenversicherung bei Arbeitslosigkeit
Ver­si­che­rungs­pflicht, Zuschüsse & Kosten

Private Kranken­ver­si­che­rung bei Arbeits­losig­keit

Kurz erklärt in 30 Sekunden
  • Auch wenn Sie in der Privaten Kranken­ver­si­che­rung (PKV) waren: Ab einem Bezug von Arbeits­losen­geld I (ALG I) müssen Sie in der Regel in die gesetzliche Kranken­ver­si­che­rung wechseln.
  • Eine Befreiung von der Ver­si­che­rungs­pflicht ist möglich, wenn Sie während der letzten fünf Jahre privat kranken­versichert waren.
  • Sie möchten zum Ende der Arbeits­losig­keit in die Private zurückkehren? Dann könnte die An­wart­schafts­ver­si­che­rung helfen. Mit ihr schaffen Sie den erneuten Einstieg in die PKV, zu gewohnten Konditionen.
  • Beim Verbleib in der PKV bei Arbeitslosigkeit bekommen Sie von der Bundesagentur für Arbeit einen Zuschuss: Die Kosten­übernahme erfolgt bis zur Höhe der Beiträge der ge­setz­lichen Kranken­ver­si­che­rung (GKV) und der sozialen Pflege­ver­si­che­rung.
1 von 6
Optimaler Gesundheitsschutz für viele Berufsgruppen, bis zu 100 % Leistung beim Arzt, Zahnarzt oder im Krankenhaus und vieles mehr. Entdecken Sie die umfassenden Leistungen der Allianz Privaten Krankenversicherung.
2 von 6
Organisation bei Jobverlust
Tritt bei Ihnen als Privat­ver­si­che­rter eine Arbeits­losig­keit ein, können Sie sich inner­halb von zwei Wochen bei einer gesetzlichen Kranken­versicherung Ihrer Wahl melden. Beantragen Sie dort eine Mitglied­schaft und weisen Sie Ihre Arbeits­losig­keit nach. Ihr PKV-Versicherer muss ab Eintritt der Arbeits­losig­keit den bestehenden Vertrag aufheben – Sie sind ab diesem Zeitpunkt von der Beitrags­zahlung befreit. Weitere häufige Fragen zur Krankenversicherung nach einer Kündigung und Jobverlust finden Sie nachfolgend:

 

Kann ich die Private Kranken­ver­si­che­rung bei Arbeits­losig­keit kündigen?

Ja, Ihre Private Kranken­ver­si­che­rung ist verpflichtet, Sie vorzeitig aus dem Vertrag zu lassen. Einzige Vor­aus­setz­ung: Sie müssen Ihrer PKV innerhalb von drei Monaten Ihre Arbeits­losig­keit melden, damit Sie ab dem ersten Tag der Arbeitslosigkeit keine Beiträge mehr zahlen müssen.

Ich habe eine Private Kranken­ver­si­che­rung und bin arbeitslos. Kann ich den Vertrag auch pausieren?

Wenn Ihre Arbeits­losig­keit von absehbar kurzer Dauer ist, können Sie eine An­wart­schafts­ver­si­che­rung abschließen. Zwar erfüllen Sie für einige Wochen oder Monate nicht die Vor­aus­setz­ungen für die Mit­glied­schaft in der PKV. Wenn aber abschätzbar ist, dass Sie zum Privat­versicherer zurückkehren, sichern Sie so Ihren Verbleib in der PKV.

Je nach Versicherungsunternehmen können Sie Ihre Privat­ver­si­che­rung in einer kurzen Phase der Arbeits­losig­keit, vielleicht aber auch ohne Ein­kommen fortsetzen. Andernfalls gewährleistet Ihnen eine Anwartschaft, dass Sie zum späteren Zeit­punkt zu ähnlichen Konditionen wieder einsteigen können. Eine erneute Gesundheits­prüfung bzw. Risiko­prüfung (siehe Ratgeber Vorerkrankungen) ist nicht nötig. Unter Umständen spielt alleine Ihr höheres Alter in die neue Tarifierung hinein.

Was passiert, wenn ich kein Arbeits­losen­geld mehr erhalte?

Mit Ende der Bezüge durch die Bundes­agentur für Arbeit endet auch die Ver­si­che­rungs­pflicht. Allerdings müssen Sie weiterhin einen Ver­si­che­rungs­schutz nachweisen. Abhängig von Ihrem neuen Ein­kommen oder von Ihren persönlichen An­ford­er­ungen an eine Kranken­versicherung können Sie überlegen, ob Sie in der GKV bleiben möchten – oder eine Anwartschaft beanspruchen und in die PKV zurückkehren möchten.

Oft gefragt
Heißt arbeitslos, keine Krankenversicherungsbeiträge für die Verträge von Familienmitgliedern zu zahlen? Nein. Bleiben Sie trotz Arbeits­losig­keit weiterhin privatversichert, zahlen Sie neben Ihren eigenen PKV-Beiträgen auch die Ihrer Kinder fort. Bei Nachwuchs lohnt es sich also unter Umständen, selbst bei kurzfristiger Arbeits­losig­keit über eine Rück­kehr in die GKV nachzudenken. Falls ein alleinverdienender Ehepartner arbeitslos wird und Kinder vorhanden sind, macht die Rück­kehr in die GKV auf Basis einer Familien­ver­si­che­rung eventuell Sinn, wenn die Voraussetzungen dafür gegeben sind. 
3 von 6
Für Sie zu beachten
Wenn Sie Ihre Private Krankenversicherung während der Arbeitslosigkeit fortführen, hängen Ihre Kosten von den Zuschüssen der Bundesagentur für Arbeit und Ihrer bisherigen finanziellen Situation ab. Die Beitragshöhe ändert sich in der Regel während der Arbeitslosigkeit nicht. Ein Wechsel in einen günstigen Basistarif der Privaten Krankenversicherung kann bei Arbeitslosigkeit eine finanzielle Entlastung darstellen.
Gut zu wissen

Wenn Sie arbeitslos sind und Ihre PKV mit Selbstbeteiligung fortführen möchten, können langfristig größere finanziellen Herausforderungen entstehen. Angenommen, Sie haben einen PKV-Tarif abgeschlossen, der mit einem jährlichen Selbstbehalt von 1.000 Euro für attraktivere Versicherungsbeiträge sorgt: In diesem Fall werden Ihre laufenden Beiträge pro Kalendermonat durch die Bundesagentur für Arbeit bezuschusst. 

Fallen jedoch tatsächliche Behandlungen im Rahmen Ihres PKV-Tarif an, müssen Sie für die 1.000 Euro Selbstbehalt weiter aufkommen. Insbesondere solche Zusatzausgaben sind es, die während einer Arbeitslosigkeit ungünstig zu Buche schlagen.

Ratgeber
4 von 6
Damit können Sie rechen
Sie waren in den letzten fünf Jahren privatversichert? Wenn Sie nun arbeitslos werden, ist eine Befreiung von der Versicherungspflicht in der GKV möglich und Sie können in der PKV bleiben. Private Krankenversicherung und Kosten für Ihre Beiträge bei Arbeitslosigkeit? Hier erhalten Sie von der Bundesagentur für Arbeit einen Beitragszuschuss, der den Beitragshöhen in der GKV entsprechen würde. 

Wie hoch ist der Zuschuss zur Privaten Krankenversicherung bei Arbeitslosigkeit?

Maximal erhalten Sie monatlich einen Zuschuss von 384,58 Euro (Stand 2021). Die Differenzbeiträge vom Zuschuss des Arbeitsamts für die Krankenversicherung zu Ihrem tatsächlichen PKV-Tarif müssen Sie selbst übernehmen.

Arbeitslosengeld II: Gibt es auch für Hartz-IV-Empfänger Unterstützung?

Sie haben nach einer längeren Bezugsphase von Arbeitslosengeld I noch keine neue Anstellung gefunden? Dann bleibt alleine eine Absicherung Ihres Lebens durch Arbeitslosengeld II (ALG II), gemeinhin als Hartz IV bekannt.

Müssen Sie die Private Krankenversicherung bei Arbeitslosigkeit ohne Leistungsbezug des ALG I zahlen, sind Sie unter Umständen bei Bezug des Arbeitslosengeld II berechtigt, einen Zuschuss zu Ihrer Privatversicherung zu erhalten. Als Grundlage für den Zuschuss dient der Basistarif Ihrer Versicherung. Ihr Jobcenter übernimmt maximal 50 Prozent der hier anfallenden Beitragsprämien. 

Bitte beachten! Bei Tarifen mit Selbstbeteiligung erhalten Sie nur eine Bezuschussung der Beitragszahlungen – keine Bezuschussung von potenziellen Selbstbeteiligungen für Behandlungskosten, siehe Ratgeber Leistungen.

Gibt es Zuschüsse zur PKV für arbeitslose Selbstständige? 

Theoretisch ja. Wie hoch ein Zuschuss zur Privaten Krankenversicherung bei Arbeitslosigkeit für Selbstständige wirklich ist, hängt vom Einzelfall ab. Sie haben die Option, sich für den Fall der Arbeitslosigkeit abzusichern: Sie können mittels Antrag die Möglichkeit zur (freiwilligen) Arbeitslosenversicherung nutzen und einen Arbeitslosenbeitrag zahlen. Zahlen Sie in diese ein, haben Sie auch Anspruch auf das pauschale Arbeitslosengeld, also ALG I in Höhe von 1.600 Euro – und damit auf einen entsprechenden Zuschuss.

In der Praxis wird diese Möglichkeit von selbstständig Tätigen kaum genutzt: Tritt durch Arbeitslosigkeit bei Selbstständigen eine Bedürftigkeit ein, erhalten sie bei Hilfebedürftigkeit gleich ALG II (Hartz IV).

Was ist steuerlich zu beachten?

Grundsätzlich gelten Ihre Zahlungen an den Privatversicherer als Vorsorgeaufwendungen. Diese können Sie steuerlich geltend machen. Wichtig ist, dem Finanzamt mitzuteilen, dass Sie diesen Aufwand tatsächlich hatten. In Ihrer Steuererklärung unterscheiden Sie zwischen Ihrem persönlichen Aufwand (ohne Arbeitgeberzuschüsse, Bundesagentur für Arbeit oder anderen Institutionen) und Gesamtaufwand.

5 von 6
Rechenbeispiel
Beispiel: Ein Akademiker, 51, mit einem vorherigen Bruttolohn von knapp 4.500 Euro monatlich, erhält circa 1.600 Euro Arbeitslosengeld. Er war durchgehend arbeitslos und hat von 01.01. bis 31.12. ALG 1 bezogen. Als beitragspflichtige Einnahmen gelten 80 % des Bruttolohnes, der dem ALG 1 zugrunde liegt (80 % von 4.500 Euro, also 3.600 Euro).

Kosten der GKV bei Bezug von Arbeitslosengeld I

In unserem Beispiel entscheidet sich der Arbeitslose für eine Mitgliedschaft bei einer gesetzlichen Krankenversicherung. Dafür wird der allgemeine Beitragssatz von 14,6 %  (2021) und der individuelle Zusatzbeitrag (z. B. 1,3 %) auf die beitragspflichtigen Einnahmen von 3.600 Euro angesetzt, woraus sich ein Beitrag von monatlich 572,40 Euro ergibt.

Ohne Einkommen und bei einem reinen Bezug von ALG I übernimmt die Bundesagentur für Arbeit die Kosten der GKV über 572,40 Euro komplett. Voraussetzung dafür ist, dass er sich rechtzeitig arbeitslos gemeldet hat.

Private Krankenversicherung Kosten bei Arbeitslosigkeit

Falls er arbeitslos seine Private Krankenversicherung fortführen möchte, ist dies möglich, sofern er die Voraussetzungen erfüllt. Der Zuschuss von der Bundesagentur liegt ebenfalls bei den genannten 572,40 Euro.

Sofern die tatsächlichen Beitragskosten (gemäß dem Alter des Arbeitslosen, 51, und seiner jeweiligen Tarifeinstufung) mehr als 572,40 Euro betragen, kommt er für die Differenz gemäß Versicherungsvertrag selbst auf.

Die passende Versicherung
6 von 6
Häufige Fragen
  • Ist bei Arbeitslosigkeit eine Rückkehr von der privaten in die gesetzliche Krankenversicherung möglich?

    Ja, ein Wechsel in die gesetzliche Krankenversicherung bei Arbeitslosigkeit ist in der Regel möglich. Hier gibt es allerdings zwei Ausnahmen: Personen über 55 Jahren können in Deutschland nicht mehr in eine gesetzliche Krankenversicherung wechseln. Auch Selbstständige, die keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld I haben, können nicht in die GKV wechseln. Da in Deutschland Versicherungspflicht besteht, müssen diese Personen sich auch während der Arbeitslosigkeit in der PKV versichern. 
  • Wechsel PKV zu GKV bei Arbeitslosigkeit: Bin ich von der Versicherungspflicht befreit?

    Nein, Sie sind als Arbeitsloser nicht automatisch von der Versicherungspflicht befreit, wenn Sie vorab privat versichert waren. Allerdings können Sie sich von der Versicherungspflicht befreien lassen, wenn Sie in den letzten fünf Jahren vor der Beschäftigungslosigkeit durchgängig privat versichert waren. Beachten Sie: Die Befreiung gilt für die gesamte Dauer der Arbeitslosigkeit. Mit der Befreiung sind Sie dann weiterhin privat krankenversichert.
  • Zahlt das Arbeitsamt Krankenversicherungsbeiträge (für die GKV) während der Sperrfrist?

    Ja, die Agentur für Arbeit zahlt immer dann die Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung, wenn Sie mindestens einen Monat arbeitslos sind und theoretisch Anspruch auf ALG I haben. Personen, die selbst ein Arbeitsverhältnis kündigen, haben eventuell in den ersten Monaten der Arbeitslosigkeit eine Sperrfrist bei der Auszahlung des Arbeitslosengeldes. In dieser Zeit sind Sie dennoch über das Amt gesetzlich versichert – auch wenn Sie vorher privat versichert waren. 
  • Private Krankenversicherung und arbeitslos: Zahlt die Bundesagentur für Arbeit die Beiträge der PKV?

    Nein, das Arbeitsamt zahlt nicht die gesamten Beiträge der Privaten Krankenversicherung für Sie. Diese werden nur in einer bestimmten Höhe übernommen. Die übernommene Höhe richtet sich danach, wie hoch die Beiträge bei einer Mitgliedschaft in der gesetzlichen Krankenversicherung wären.
  • Was ist Arbeitslosigkeit und ab wann macht der Wechsel aus der Privaten Krankenversicherung in die gesetzliche wegen Arbeitslosigkeit Sinn?

    Als arbeitslos wird definiert, wer in keinem Beschäftigungsverhältnis steht und der Agentur für Arbeit zur Vermittlung zur Verfügung steht. Ein Wechsel aus der Privaten Krankenversicherung in die GKV wegen Arbeitslosigkeit ist in vielen Fällen verpflichtend. Sinnvoll ist der Wechsel immer dann, wenn ein Ende der Arbeitslosigkeit nicht absehbar ist und Sie die Beiträge der PKV nicht langfristig alleine bezahlen können. 
Ihre Meinung ist uns wichtig
Geben Sie uns ein Feedback
Service und Kontakt
Haben Sie noch Fragen zur Privaten Krankenversicherung der Allianz?
Die Allianz Agentur in Ihrer Nähe
Kontaktieren Sie die Allianz Service
Melden Sie sich bei dem Allianz Service
Schicken Sie uns Ihre Beratungsanfrage - wir melden uns bei Ihnen.
Berechnen Sie Ihren Tarif zur Allianz Versicherung
Finden Sie den
passenden Tarif
Berechnen Sie Ihren individuellen Tarif zur Privaten Krankenversicherung.