Fest im, oder am Gebäude installierte Wallboxen sind über die Wohngebäudeversicherung der Vermieter:innen versichert. Wallboxen, die dem oder der Mieter:in selbst gehören, versichert in der Regel die Hausratversicherung. Mieter:innen haben unter bestimmten Voraussetzungen Anspruch auf die Installation einer Wallbox im Mietshaus. Extra Kosten für eine Wallbox-Versicherung gegen Schäden durch etwa Brand oder Leitungswasser fallen bei einer vorhandenen Wohngebäude- oder Hausratversicherung in der Regel nicht an. Sie sollten allerdings die Bedingungen Ihres Versicherungsvertrags und auch Ihren jeweiligen Tarif überprüfen, um sicherzustellen, dass Ihre Wallbox im Versicherungsschutz enthalten ist. Melden Sie in jedem Fall die Anschaffung einer Wallbox Ihrer Wohngebäude- oder Hausratversicherung.
Wallbox in der Mietwohnung versichern
Wallbox in der Mietwohnung: Welche Versicherung schützt optimal?
Ob Wohngebäude- oder Hausratversicherung greift, hängt von mehreren Faktoren ab: Wer ist Eigentümer der Wallbox – Sie als Mieter oder die Vermieterin? Fest installierte Wallboxen, die zum Gebäude gehören, fallen in der Regel unter die Wohngebäudeversicherung. Haben Sie die Wallbox selbst gekauft und gehört sie zu Ihrem Hausrat, ist die Hausratversicherung zuständig. Zusätzlich spielen die Schadensursache und der gewählte Tarif eine Rolle: Feuer, Leitungswasser oder Sturm sind meist über beide Basis-Absicherungen abgedeckt, während Diebstahl, Bedienungsfehler oder Schäden durch Überschwemmung infolge von Starkregen oft nur in erweiterten Tarifen oder mit Zusatzbausteinen, wie dem Extremwetterschutz, enthalten sind.
Für Mieter:innen: Wallbox und Hausratversicherung
Die Hausratversicherung sichert Ihren Hausratbesitz wie Kleidung, Schmuck oder Möbel gegen Schäden, die zum Beispiel durch einen Wasserschaden oder Brand verursacht wurden, ab. Einige Versicherungen – wie auch wir – zählen auch eine Wallbox zum versicherbaren Hausrat.
Mit der Hausratversicherung ist Ihre Wallbox in der Regel gegen folgende Schäden versichert:
- Austretendes Leitungswasser
- Blitzschlag / Explosion
- Feuer
- Einbruchdiebstahl
- Sturm / Hagel
Leistungen der Allianz Hausratversicherung – bei uns ist Ihre Wallbox folgendermaßen versichert:
Für Eigentümer:innen und Vermieter:innen: Wallbox und Wohngebäudeversicherung
Als fest verbundener Bestandteil eines Gebäudes ist die Wallbox über die Wohngebäudeversicherung mitversichert. Sie übernimmt Schäden an der E-Auto-Ladestation und am Gebäude. Abgesichert ist die Wallbox über die Wohngebäudeversicherung der Eigentümergemeinschaft bzw. der Vermieterin oder des Vermieters gegen folgende Schäden – sofern im Vertrag vereinbart:
- Blitzschlag und Überspannung durch Gewitter
- Brand- und Sengschäden
- Diebstahl
- Explosion
- Leitungswasser
- Sturm / Hagel
- Vandalismus
Leistungen der Allianz Wohngebäudeversicherung – bei uns ist Ihre Wallbox folgendermaßen versichert:
Für Autobesitzer:innen: Kfz-Versicherung
Manche Kfz-Versicherungen für E-Autos leisten auch für Schäden an oder durch die Wallbox.
Leistungen der Allianz: Über die Elektroauto-Versicherung ist Ihre eigene Wallbox in den Tarifen Komfort und Premium mit bis zu 2.500 Euro mitversichert – inklusive mobiler Zubehörteile.
Ist eine Wallbox versicherungspflichtig?
Nein, es besteht keine Pflicht, die Ladestation zu versichern. Allerdings ist der Abschluss einer Wallbox-Versicherung empfehlenswert. Denn an und durch eine Wallbox können hohe Kosten entstehen. Wird die Wallbox zum Beispiel durch ein Unwetter beschädigt und Sie benötigen eine neue, kommen schnell Kosten von über tausend Euro zusammen. Beschädigt Ihre Wallbox fremdes Eigentum oder verletzt andere Personen, sind Sie als Besitzer:in haftbar und müssen für die entstandenen Schäden aufkommen. Eine Versicherung für die Wallbox entlastet Sie finanziell.
Wallbox-Versicherung: Wann zahlt die Haurat- und wann die Wohngebäudeversicherung?
Hier sehen Sie in der Übersicht, bei welchem Wallbox-Schaden unsere Wohngebäude- oder Hausratversicherung leistet:
Wischen um mehr anzuzeigen
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Gefahr / Schaden
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Wohngebäudeversicherung
|
Hausratversicherung
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|---|---|---|
| Brand / Feuer / Explosion | ja |
ja |
| Blitzschlag / Überspannung | ja | ja |
| Leitungswasser / Rohrbruch | ja | ja |
| Sturm, Hagel |
ja |
ja |
| Diebstahl | ab Tarif Smart | ab Tarif Smart |
| Vandalismus |
ab Tarif Smart |
Tarif Premium |
|
Wild lebende Tiere |
ab Tarif Smart | nein |
| Bedienungsfehler | Tarif Premium | nein |
| Fahrzeugfehler | nein | nein |
Was kostet eine Wallbox-Versicherung für Mieter:innen?
Die Wallbox im Besitz von Mieter und Mieterin ist oft Teil der Hausratversicherung und verursacht in der Regel keine extra Kosten. Die Kosten für die Versicherung einer mobilen Wallbox tragen Mieterinnen und Mieter selbst. Bei uns können Sie Ihren Hausrat, inklusive Ihrer Wallbox im Rahmen der Hausratversicherung bereits ab wenigen Euro monatlich versichern. Sie sollten allerdings die Anschaffung einer Wallbox Ihrer Versicherung melden.
Eine festinstallierte Wandladestation für Mieter:innen in einem Mietshaus hingegen ist über die Wohngebäudeversicherung des Vermietenden abgesichert. Die Kosten der Versicherung tragen allerdings die Mieterinnen und Mieter indirekt. Diese werden im Rahmen der Nebenkostenabrechnung an sie weitergegeben.
Preisbeispiele Hausratversicherung
Wallbox im Mietshaus: Welche Schäden sind möglich?
Eine Wallbox in einer Mietwohnung oder einem gemieteten Haus – sowie in oder an der dazugehörigen Garage – kann ein erhöhtes Risiko für Schäden bergen, insbesondere wenn sie öffentlich zugänglich ist oder der Witterung ausgesetzt wird. Nicht nur die Ladestation selbst, sondern auch die Umgebung kann durch technische Defekte oder unsachgemäße Bedienung beeinträchtigt werden. Hier einige Beispiele:
Schäden an der Wallbox
- Witterungsbedingter Ausfall: Eine Wallbox, die nicht ausreichend wettergeschützt ist, kann etwa durch einen Blitzschlag beschädigt werden. Die Wallbox wird funktionsunfähig und es können teure Reparaturen oder ein kompletter Ersatz erforderlich werden.
- Vandalismus: Die Wallbox wird absichtlich beschädigt oder mutwillig zerstört. Das ist nicht nur äußerst ärgerlich, es entstehen auch Kosten für Reparaturen oder den Austausch der Wallbox. Zusätzliche Maßnahmen wie das Anbringen eines Schutzgehäuses können solche Schäden verhindern oder minimieren.
Schäden durch die Wallbox verursacht
- Brand durch technischen Defekt: Ein Kurzschluss in der Wallbox führt zu einem Brand, der nicht nur die , sondern auch weitere Gebäudeteile oder Autos beschädigen oder zerstören kann.
- Kurzschluss durch unsachgemäße Bedienung: Ein Mieter schließt sein Auto mit einem beschädigten Ladekabel an die Wallbox an, wobei er sich einen Stromschlag zuzieht und einen Kurzschluss verursacht. Neben dem Gesundheitsrisiko, können weitere Schäden an der Wallbox selber wie an der Elektronik im Haus entstehen.
Eine passende Versicherung schützt sowohl Mieter:innen als auch Vermieter:innen vor den finanziellen Folgen solcher Schäden und sorgt dafür, dass Reparaturen und Wiederherstellungen ohne große finanzielle Aufwände durchgeführt werden können.
Haben Mieter:innen Anspruch auf eine Wallbox?
Ja, seit der Änderung des Wohnungseigentumsgesetzes (WEG) im Dezember 2020 haben Mieter:innen ein Recht auf eine private Wallbox. Die Zustimmung von Vermieterin oder Vermieter ist aber weiterhin nötig.
Die Installation einer Wallbox ist eine bauliche Veränderung. Deswegen ist eine Genehmigung der Vermieter:innen oder Eigentümer:innen nötig. Seit der Reform des WEG darf der Antrag auf Installation einer eigenen Ladestation für E-Autos aber nicht mehr ohne Angabe von Gründen abgelehnt werden. Damit Sie als Mieter:in ein Recht auf eine Wallbox für die Mietwohnung haben, ist ein eigener Stellplatz auf dem Gelände der Wohnanlage oder in der Tiefgarage nötig.
Doch nicht immer reicht die Zustimmung der Vermieterin oder des Vermieters aus. Steht das Gebäude zum Beispiel unter Denkmalschutz, ist die Installation einer Wallbox meist nicht möglich.
So geht's: Wallbox als Mieter:innen beantragen
1. Kontaktaufnahme
2. Kostenvoranschlag
3. Wallbox für Mieter:innen beantragen
4. Finanzierung
5. Installation
Was möchten Sie noch zur Wallbox in Mietwohnungen wissen?
Wie viel kostet die Installation einer Wallbox für Mietwohnungen?
Die Gesamtkosten für die Installation einer Wallbox können bis zu 5.000 Euro betragen. Einfache Ladestationen für Ihr E-Auto gibt es ab etwa 500 Euro. Hinzukommen Installationskosten, welche besonders in Wohnanlagen teuer sind. Je nach Wohnort können Sie von Wallbox-Förderungen des Staates, des Bundeslandes oder der Gemeinde profitieren. Hier ist es sinnvoll, sich vorab zu den Fördermöglichkeiten zu informieren.
Wer zahlt die Anschaffung der Wallbox in einem Mietshaus?
Wer dafür zahlt, hängt unter anderem davon ab, wer der oder die Eigentümerin der Wallbox ist und wie sie genutzt wird. Die gängigsten Optionen:
Wallbox: Was gilt bei Auszug aus der Mietwohnung?
Gehört die Wallbox Ihnen, sind Sie verpflichtet, die Wallbox sachgemäß zu entfernen. Da das Gerät Ihnen gehört, können Sie die Ladestation mitnehmen und an Ihrer neuen Wohnung installieren. Alternativ können Sie die Ladestation an Nachmieter:in oder Vermieter:in verkaufen.
Nutzen Sie die Wallbox gemeinschaftlich, bleibt sie in der Regel an Ort und Stelle und wird weiterhin von den Mietparteien genutzt. Hat der Vermieter oder die Vermieterin die Wallbox installiert und haben Sie für die Wallbox eine Kaution hinterlegt, erhalten Sie diese bei Auszug zurück.
Wie kann ich mein Elektroauto laden, wenn meine Mietwohnung keinen Stellplatz hat?
Haben Sie keinen eigenen Stellplatz, haben Sie zunächst keine Möglichkeit, eine Wallbox installieren lassen. Möchten Sie Ihr Elektroauto laden, müssen Sie eine mobile Ladestation wählen. Sie können auch das Gespräch mit Ihrem Vermieter oder Ihrer Vermieterin suchen, ob es die Möglichkeit zu Errichtung eine Stellplatzes mit Ladestation gäbe, der nur für die Dauer des Ladevorgangs genutzt werden kann.
Sicherheit: Was ist der RFID-Zugang zu Ladestationen in Mehrfamilienhäusern?
RFID steht für "Radio Frequency Identification" (Funkerkennung) und ermöglicht die Nutzung einer gemeinschaftlich installierten Wallbox. Der RFID-Chip befindet sich meist auf einer Karte, mit deren Hilfe Sie die Wallbox aktivieren. So kann niemand ohne Berechtigung die E-Auto-Ladestation verwenden. Außerdem können die jeweiligen Nutzer:innen persönlich zugeordnet werden – damit lässt sich der Stromverbrauch pro Person abrechnen.
Dürfen Mieter:innen den Anbieter der Wallbox selbst auswählen?
In den meisten Fällen benötigen Mieterinnen die Zustimmung des Vermieters, um eine Ladestation zu installieren. Der Vermieter hat das Recht, bestimmte Anbieter oder Modelle zu bevorzugen, insbesondere wenn es um die bauliche Integration in das bestehende Gebäude geht. Es ist daher ratsam, sich mit dem Vermieter oder der Vermieterin und gegebenenfalls der Hausverwaltung abzustimmen, um die Möglichkeiten und Bedingungen für die Installation einer Ladestation zu klären. Auch eine rechtliche Beratung kann hilfreich sein, um die spezifischen Rechte und Pflichten in der jeweiligen Region zu verstehen.
Worauf sollten Mieter:in und Vermieter:in bei einer Wallbox achten?
Mieter:in und Vermieter:in sollten bei der Wahl der Wallbox eine für alle Seiten vorteilhafte Lösung finden. Besonders wichtig ist die Entscheidung über die Kostenübernahme: Wer die Wallbox zahlt, ist für diese verantwortlich. Auf diese Punkte sollten beide Parteien achten:
- Qualifiziertes Elektropersonal: Bei der Installation sollte ein qualifiziertes Elektrofachgeschäft beauftragt werden, das im Vorfeld die Gegebenheiten vor Ort prüft und entsprechende Empfehlungen für die richtige Wallbox gibt.
- Stromnetz: Je höher die Leistung der Wallbox, desto stärker die Belastung für das Stromnetz. Ab einer Leistung von 12 Kilowatt (kW) ist eine Zustimmung des Netzbetreibers nötig. Dann wird geprüft, ob das Stromnetz ausreicht und gegebenenfalls Sicherheitsstandards der Elektroanlage modernisiert werden müssen.
- Anmeldung beim Netzbetreiber: Achten Sie darauf, dass der Elektrofachbetrieb die Wallbox beim Netzbetreiber richtig anmeldet. Hat die Ladestation eine maximale Ladeleistung unter 12 kW, handelt es sich um eine bloße Information. Soll die Wallbox über 12 kW Ladeleistung haben, muss der Netzbetreiber die Installation genehmigen.