Mieter:innen versichern ihre eigene Wallbox in der Regel über die Hausratversicherung – meist ohne Aufpreis. Vermieter:innen sind über die Wohngebäudeversicherung abgesichert, wenn die Wallbox fest zum Gebäude gehört. Eine separate Wallbox-Versicherung brauchen Sie normalerweise nicht – prüfen Sie aber, ob Ihre bestehende Versicherung die Wallbox einschließt. Seit 2020 haben Mieter:innen ein gesetzliches Recht auf die Installation einer Wallbox, die Zustimmung des Vermieters bleibt aber Pflicht. Wichtig: Melden Sie die Anschaffung Ihrer Wallbox immer Ihrer Versicherung.
Wallbox in der Mietwohnung versichern
Welche Versicherung schützt meine Wallbox in der Mietwohnung?
Ob Wohngebäude- oder Hausratversicherung greift, hängt vor allem davon ab, wem die Wallbox gehört und wie sie installiert ist. Fest installierte Wallboxen, die zum Gebäude gehören, fallen in der Regel unter die Wohngebäudeversicherung. Haben Sie die Wallbox selbst gekauft und gehört sie zu Ihrem Hausrat, ist die Hausratversicherung zuständig.
Zusätzlich spielen die Schadensursache und der gewählte Tarif eine Rolle: Feuer, Leitungswasser oder Sturm sind meist über beide Basis-Absicherungen abgedeckt, während Diebstahl, Bedienungsfehler oder Schäden durch Überschwemmung infolge von Starkregen oft nur in erweiterten Tarifen oder mit Zusatzbausteinen, wie dem Extremwetterschutz, enthalten sind.
Für Mieter:innen: Wallbox und Hausratversicherung
Die Hausratversicherung sichert Ihren Hausrat gegen Schäden durch Wasserschaden, Brand oder Diebstahl ab. Einige Versicherungen – wie auch wir – zählen auch eine Wallbox zum versicherbaren Hausrat.
Mit der Hausratversicherung ist Ihre Wallbox in der Regel gegen folgende Schäden versichert:
- Austretendes Leitungswasser
- Blitzschlag/Explosion
- Feuer
- Einbruchdiebstahl
- Sturm/Hagel
Leistungen der Allianz Hausratversicherung:
Stellt Ihr:e Vermieter:in die Wallbox?
Wenn nicht Sie, sondern Ihre Vermieter:in die Wallbox anschafft und fest am Gebäude installieren lässt, greift eine andere Versicherung: die Wohngebäudeversicherung. Diese liegt in der Verantwortung Ihrer Vermieterin oder Ihres Vermieters. Das bedeutet für Sie: Sie müssen sich in diesem Fall nicht selbst um den Versicherungsschutz kümmern. Prüfen Sie jedoch, welche Schäden konkret abgedeckt sind – und ob Sie im Schadensfall direkt Ansprüche geltend machen können oder ob dies über Ihre Vermieter:in erfolgt.
Typischerweise sind über die Wohngebäudeversicherung folgende Schäden abgesichert:
- Blitzschlag und Überspannung durch Gewitter
- Brand- und Sengschäden
- Explosion
- Leitungswasser
- Sturm/Hagel
Leistungen der Allianz Wohngebäudeversicherung:
Sie sind selbst Vermieter:in oder Eigentümer:in? Dann finden Sie alle weiteren Informationen zur Absicherung Ihres Gebäudes und auch Ihrer Wallbox auf unserer Seite zur Wohngebäudeversicherung.
Für Autobesitzer:innen: Kfz-Versicherung
Manche Kfz-Versicherungen für E-Autos leisten auch für Schäden an oder durch die Wallbox. Über die Allianz Elektroauto-Versicherung ist Ihre eigene Wallbox in den Tarifen Komfort und Premium mit bis zu 2.500 Euro mitversichert – inklusive mobiler Zubehörteile.
Muss ich meine Wallbox versichern?
Nein, eine Versicherungspflicht gibt es nicht. Trotzdem ist es klug, die Wallbox abzusichern – denn wenn sie beschädigt wird oder selbst einen Schaden verursacht, können die Kosten schnell eine unangenehme Größenordnung erreichen. Wird die Wallbox zum Beispiel durch ein Unwetter beschädigt, entstehen schnell Kosten von über tausend Euro. Beschädigt Ihre Wallbox fremdes Eigentum oder verletzt andere Personen, sind Sie als Besitzer:in haftbar. Eine Versicherung entlastet Sie finanziell.
Wallbox-Versicherung: Wann zahlt die Hausrat- und wann die Wohngebäudeversicherung?
Hier sehen Sie in der Übersicht, bei welchem Wallbox-Schaden unsere Wohngebäude- oder Hausratversicherung leistet:
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|
Gefahr/Schaden
|
Wohngebäudeversicherung
|
Hausratversicherung
|
|---|---|---|
| Brand/Feuer/Explosion | ja |
ja |
| Blitzschlag/ Überspannung | ja | ja |
| Leitungswasser/Rohrbruch | ja | ja |
| Sturm, Hagel |
ja |
ja |
| Diebstahl | ab Tarif Komfort mit Zusatzbaustein Haus- und Technikschutz | ab Tarif Smart |
| Vandalismus | ab Tarif Komfort mit Zusatzbaustein Haus- und Technikschutz | Tarif Premium |
|
Wild lebende Tiere |
ab Tarif Komfort mit Zusatzbaustein Haus- und Technikschutz | nein |
| Bedienungsfehler | Tarif Premium | nein |
| Fahrzeugfehler | nein | nein |
Was kostet eine Wallbox-Versicherung für Mieter:innen?
Die eigene Wallbox ist oft bereits Teil der Hausratversicherung und verursacht in der Regel keine zusätzlichen Kosten. Sie sollten die Anschaffung Ihrer Wallbox jedoch Ihrer Versicherung melden, damit der Versicherungsschutz greift.
Eine fest installierte Wandladestation, die Ihre Vermieter:in gestellt hat, ist über die Wohngebäudeversicherung abgesichert. Die Kosten dafür tragen Sie indirekt, da sie über die Nebenkostenabrechnung an Sie weitergegeben werden.
Preisbeispiele Hausratversicherung
Welche Schäden kann eine Wallbox im Mietshaus verursachen?
Eine Wallbox ist oft gut sichtbar und rund um die Uhr in Betrieb. Das macht sie anfälliger, als viele denken – für Unwetter, technische Defekte, aber auch für Vandalismus oder Diebstahl. Und wenn etwas passiert, kann der Schaden schnell in die Tausende gehen, und das nicht nur an der Wallbox selbst, sondern auch am Gebäude oder Auto.
Schäden an der Wallbox
- Witterungsbedingter Ausfall: Eine Wallbox, die nicht ausreichend wettergeschützt ist, kann etwa durch einen Blitzschlag beschädigt werden. Die Wallbox wird funktionsunfähig und es können teure Reparaturen oder ein kompletter Ersatz erforderlich werden.
- Vandalismus: Die Wallbox wird absichtlich beschädigt oder mutwillig zerstört. Das ist nicht nur äußerst ärgerlich, es entstehen auch Kosten für Reparaturen oder den Austausch der Wallbox. Zusätzliche Maßnahmen wie das Anbringen eines Schutzgehäuses können solche Schäden verhindern oder minimieren.
Schäden durch die Wallbox verursacht
- Brand durch technischen Defekt: Ein Kurzschluss in der Wallbox kann zu einem Brand führen, der nicht nur die , sondern auch weitere Gebäudeteile oder Autos beschädigen oder zerstören kann.
- Kurzschluss durch unsachgemäße Bedienung: Ein Mieter schließt sein Auto mit einem beschädigten Ladekabel an die Wallbox an, wobei er sich einen Stromschlag zuzieht und einen Kurzschluss verursacht. Neben dem Gesundheitsrisiko, können weitere Schäden an der Wallbox selbst wie an der Elektronik im Haus entstehen.
Eine passende Versicherung schützt sowohl Mieter:innen als auch Vermieter:innen vor den finanziellen Folgen solcher Schäden und sorgt dafür, dass Reparaturen und Wiederherstellungen ohne große finanzielle Aufwände durchgeführt werden können.
Haben Mieter:innen Anspruch auf eine Wallbox?
Ja, seit der Änderung des Wohnungseigentumsgesetzes (WEG) im Dezember 2020 haben Mieter:innen ein gesetzliches Recht auf eine private Wallbox. Der Antrag darf seitdem nicht mehr ohne Angabe von Gründen abgelehnt werden.
Die Zustimmung von Vermieter:in oder Eigentümer:in ist aber weiterhin nötig, da die Installation eine bauliche Veränderung darstellt. Voraussetzung ist außerdem ein eigener Stellplatz auf dem Gelände der Wohnanlage oder in der Tiefgarage. Bei denkmalgeschützten Gebäuden ist die Installation meist nicht möglich.
Wie beantrage ich als Mieter:in eine Wallbox?
Wollen Sie Ihr Elektroauto an Ihrer Mietwohnung mit einer eigenen Wallbox laden, sind Sie als Mieter:in dafür zuständig, den Antrag zu stellen und die Kosten zu übernehmen. So gehen Sie vor:
1. Kontaktaufnahme
Fragen Sie andere Bewohner:innen, ob Interesse an einer geteilten Ladestation besteht. Informieren Sie Ihre Vermieter:in über Ihr Vorhaben und erläutern Sie die nächsten Schritte.
2. Kostenvoranschlag
Beauftragen Sie einen Elektrofachbetrieb mit der Inspektion vor Ort. Je nach Anzahl der Nutzer:innen und Zustand der Elektroanlage können zusätzliche Arbeiten am Stromnetz nötig sein. Holen Sie mehrere Angebote ein.
3. Antrag einreichen
Gehört Ihrer Vermieter:in die gesamte Immobilie, reichen Sie den Antrag direkt ein. Andernfalls übergeben Sie ihn der Hausverwaltung – inklusive aller Informationen und Kostenvoranschläge.
4. Finanzierung klären
In der Regel übernehmen Sie als antragstellende Partei die Kosten. Individuelle Vereinbarungen mit Vermieter:in oder anderen Mietparteien sind aber möglich.
5. Installation
Die Installation übernimmt der beauftragte Elektrobetrieb. Nutzen mehrere Parteien die Wallbox, muss der Stromverbrauch rückverfolgbar sein – meist über sogenannte "RFID-Karten".
Häufige Fragen zur Wallbox in Mietwohnungen
Wie viel kostet die Installation einer Wallbox für Mietwohnungen?
Die Gesamtkosten können bis zu 5.000 Euro betragen. Einfache Ladestationen gibt es ab etwa 500 Euro – hinzu kommen Installationskosten, die in Wohnanlagen besonders hoch sein können. Je nach Wohnort gibt es Förderungen von Staat, Bundesland oder Gemeinde.
Wer zahlt die Anschaffung der Wallbox in einem Mietshaus?
Das hängt davon ab, wer die Wallbox besitzt und wie sie genutzt wird. Die gängigsten Optionen:
Was passiert mit der Wallbox, wenn ich aus der Mietwohnung ausziehe?
Gehört die Wallbox Ihnen, sind Sie verpflichtet, sie sachgemäß zu entfernen. Sie können sie mitnehmen oder an den oder die Nachmieter:in, bzw. Vermieter:in verkaufen. Bei einer gemeinschaftlich genutzten Wallbox bleibt sie in der Regel vor Ort.
Wie kann ich mein Elektroauto laden, wenn meine Mietwohnung keinen Stellplatz hat?
Gehört die Wallbox Ihnen, sind Sie verpflichtet, sie sachgemäß zu entfernen. Sie können sie mitnehmen oder an Nachmieter:in bzw. Vermieter:in verkaufen. Bei einer gemeinschaftlich genutzten Wallbox bleibt sie in der Regel vor Ort.
Was ist der RFID-Zugang zu Ladestationen in Mehrfamilienhäusern?
RFID steht für "Radio Frequency Identification" (Funkerkennung) und ermöglicht die Nutzung einer gemeinschaftlichen Wallbox. Über eine Karte mit RFID-Chip aktivieren Sie die Ladestation. So kann der Stromverbrauch pro Person abgerechnet werden und nur Berechtigte können die Station nutzen.
Dürfen Mieter:innen den Anbieter der Wallbox selbst auswählen?
In den meisten Fällen benötigen Mieter:innen die Zustimmung des Vermieters, der bestimmte Anbieter oder Modelle bevorzugen kann. Es empfiehlt sich, die Möglichkeiten und Bedingungen vorab gemeinsam zu klären.
Worauf sollten Mieter:in und Vermieter:in bei einer Wallbox achten?
- Qualifiziertes Elektropersonal: Bei der Installation sollte ein qualifiziertes Elektrofachgeschäft beauftragt werden, das im Vorfeld die Gegebenheiten vor Ort prüft und entsprechende Empfehlungen für die richtige Wallbox gibt.
- Stromnetz: Je höher die Leistung der Wallbox, desto stärker die Belastung für das Stromnetz. Ab einer Leistung von 12 Kilowatt (kW) ist eine Zustimmung des Netzbetreibers nötig. Dann wird geprüft, ob das Stromnetz ausreicht und gegebenenfalls Sicherheitsstandards der Elektroanlage modernisiert werden müssen.
- Anmeldung beim Netzbetreiber: Achten Sie darauf, dass der Elektrofachbetrieb die Wallbox beim Netzbetreiber richtig anmeldet. Hat die Ladestation eine maximale Ladeleistung unter 12 kW, handelt es sich um eine bloße Information. Soll die Wallbox über 12 kW Ladeleistung haben, muss der Netzbetreiber die Installation genehmigen.