Schwarzes Elektroauto ist an Motorhaube mit Ladekabel einer öffentlichen Ladestation verbunden.
Von Akkubrand bis Hackerangriff

Elektroauto-Sicher­heit: Wie hoch sind Brand­ge­fahr & Co.?

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Kurz erklärt in 30 Sekunden 
  • Bei einem Unfall sind Elektrofahrzeuge genauso sicher wie Kfz mit Verbrennungs­motor. Bei Crashtests erfüllen vollelektrische Modelle hohe Sicherheitsstandards und erhalten kontinuierlich Bestnoten.
  • Bei Elektroautos ist die Brandgefahr gering. Weder während der Fahrt noch bei Unfällen fangen Stromer häufiger Feuer als Pkw mit Benzin- oder Dieselmotor.
  • Der Schwachpunkt batteriebetriebener Fahrzeuge ist ihr Lithium-Ionen-Akku. Entzündet sich der Energiespeicher infolge eines Crashs, benötigt die Feuerwehr mehr Wasser als bei Verbrennern, um den Brand zu löschen.
  • Behalten Sie als Elektroauto-Fahrer Ihre Ladekarte an öffentlichen Ladestationen im Blick und notieren Sie sich die Lademenge. Die Sicherheitsstandards sind bislang gering, sodass Hacker Ladesäulen einfach "knacken" und auf Ihre Kosten Strom tanken können.
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Illustration Info: Gut zu wissen
Gut zu wissen: Crashtest
Illustration Info: Gut zu wissen

Im Crashtest erreichen Elektro-Serienfahrzeuge großer Autohersteller seit Jahren das gleiche hohe Sicherheitsniveau wie Verbrennerfahrzeuge. Bei Unfallsimulationen, die das European New Car Assessment Programme (Euro NCAP) im Jahr 2019 durchführte, erzielten die getesteten E-Modelle Bestnoten.

Die Maximalwertung von fünf Sternen vergab die europäische Crashtest-Organisation unter anderem für Audi e-tron, Porsche Taycan, Mercedes-Benz EQC und Tesla Model 3. 

Zu ähnlich positiven Ergebnissen gelangte der Deutsche Kraftfahrzeug-Überwachungs-Verein (DEKRA) bei dem Crashtest, den er 2019 in Kooperation mit der Universität Göttingen durchführte.

Bei Kollision mit einem Pfahl entsprachen die Schadenbilder bei Renault Zoe und Nissan Leaf denen vergleichbarer Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor. Dabei lag die Aufprallgeschwindigkeit bei bis zu 84 km/h. Zum Vergleich: Bei Euro-NCAP-Crashtests beträgt die Maximalgeschwindigkeit 64 km/h.

Im Crash­test bleibt E-Auto-Bat­te­rie un­beschädigt

Von elektronischen Bauteilen marktüblicher Elektroautos geht bei einem Aufprall kein erhöhtes Risiko aus. Batteriebetriebene Pkw verfügen zudem über die bei Verbrennern übliche Sicherheitsausstattung. Dazu gehören unter anderem ABS-System, elektronische Stabilitätskontrolle sowie Front-, Seiten- und Kopf-Airbags.

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Kollision & Co.
Mechaniker schaut nach einer Batterie von einem Elektroauto

Stoßen Sie in einem vollelektrischen Pkw mit einem anderen Kfz zusammen oder rammen einen Baum, ist Ihr Verletzungsrisiko nicht höher als bei Pkw ohne  alternativen Antrieb. Denn Elektroautos müssen dieselben hohen Sicherheitsstandards wie Benziner und Diesel erfüllen, um eine Zulassung zum Straßenverkehr zu erhalten. Zudem schaltet sich das Hochvoltsystem eines E-Fahrzeugs bei einem Aufprall oder Defekt selbstständig ab. So gefährdet der Starkstrom weder Fahrer, noch Passagiere oder Rettungskräfte.

Batterie ist die Schwachstelle von Elektroautos

Verformt sich der Stromspeicher eines E-Autos bei einem Autounfall, können die Batteriezellen Feuer fangen. Autohersteller entwickeln daher immer ausgefeiltere Methoden, um Lithium-Ionen-Akkus vor Stößen und Co. zu schützen. Alle elektrischen Komponenten von E-Autos sind zudem eigensicher ausgelegt. Das heißt: Tritt ein Defekt auf, wird der Stromfluss automatisch unterbrochen. Bei einer Kollision schaltet sich das Hochvoltsystem des Fahrzeugs zuverlässig ab – und die Batterie kann sich nicht entzünden.

Informieren Sie Ersthelfer über mögliche Gefahr durch Hochspannung

Egal, ob Sie mit einem Benziner oder einem E-Auto verunfallen: Sichern Sie die Unfallstelle ab und verständigen Sie den Notruf. Weisen Sie die Einsatzkräfte darauf hin, dass ein Elektroauto Schaden genommen hat. So können die Ersthelfer mit der gebotenen Vorsicht überprüfen, ob von dem Wagen Gefahr durch elektrische Spannung ausgeht.

Für Sie als Fahrer des Unfallautos oder Ersthelfer gilt: Halten Sie Abstand vom E-Fahrzeug und überlassen Sie die Pannenhilfe selbst bei kleinen Blechschäden Profis. Berühren Sie aus Versehen orangefarbene Kabel oder Fahrzeugteile, die unter Strom stehen, besteht Lebensgefahr. Bei 600 bis 800 Volt, die durch eine  Elektroauto-Batterie fließen, können Stromschläge tödlich enden.

Mechaniker schaut nach einer Batterie von einem Elektroauto
Illustration: Frau steht neben ihrem Unfallwagen und meldet den Schaden mit dem Mobiltelefon ihrer Versicherung
Illustration: Frau steht neben ihrem Unfallwagen und meldet den Schaden mit dem Mobiltelefon ihrer Versicherung

Sie haben einen Schaden an Ihrem Auto? Oder ein anderes Fahrzeug beschädigt? Ein Schadenfall ist nie angenehm. Wir helfen Ihnen gerne weiter - und tun alles, um die Abwicklung für Sie so einfach wie möglich zu machen. 

Melden Sie Ihren Unfall ganz schnell und einfach über unser Online-Tool. Alternativ erreichen Sie uns auch telefonisch unter 0800 11223344 (aus dem Ausland 00800 11223344). 

Illustration: Fünf Sterne
Illustration: Fünf Sterne
Unsere Kunden sind mit unserer Bearbeitung im Schadenfall sehr zufrieden: Bei unserer Befragung geben sie uns 4,5 von 5 Sternen.
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Akkubrand
Medienberichte über E-Autos, deren Lithium-Ionen-Akkus sich selbst entzünden oder infolge einer Kollision in Brand geraten, sorgen regelmäßig für Aufregung. Dabei belegen Crashtests: Das Risiko eines Fahrzeugbrands ist bei Elektroautos nicht höher als bei herkömmlichen Pkw mit Verbrennungsmotor.
Warndreieck steht vor einem Auto auf einer Landstrasse

Brand bei Elektroauto ist komplizierter zu löschen als bei Diesel oder Benziner

Fängt ein Verbrenner mit beschädigtem Tank Feuer, ersticken die Rettungskräfte den Brand mit Löschschaum. Bei Elektroautos ist es komplizierter. Entzündet sich der Akku, ist intensives Kühlen erforderlich. Feuerwehrmänner benötigen dafür eine spezielle Ausbildung

Übrigens: Mehr Hitze als bei einem Diesel oder Benziner entwickelt sich bei einem Elektroauto-Brand nicht. Dass ein brennendes E-Fahrzeug explodiert, ist technisch nahezu ausgeschlossen. Dasselbe gilt für Selbstentzündung: Das Risiko, dass E-Pkw während der Fahrt, im Stand oder beim Aufladen aufgrund eines technischen Defekts Feuer fangen, ist äußerst gering.

Richtig handeln: Bei einem Elektroauto-Brand sofort die Feuerwehr rufen

Fängt ein batteriebetriebener Pkw Feuer, gilt für Fahrer und Passagiere:

  1. Verlassen Sie das Auto so schnell wie möglich.
  2. Verständigen Sie die Feuerwehr und weisen Sie darauf hin, dass es sich um ein Elektroauto handelt.
  3. Halten Sie sich vom brennenden Fahrzeug fern.
  4. Nähern Sie sich dem gelöschten E-Auto nicht, bevor die Feuerwehr es freigibt.

Dasselbe gilt, wenn ein Elektrofahrzeug in einer Tiefgarage brennt. Anders als unter freiem Himmel kann die Hitzeentwicklung die Statik des Gebäudes gefährden – insbesondere, wenn die Flammen auf umstehende Pkw überspringen. Die Garage oder das darüber befindliche Gebäude stürzen im schlimmsten Fall ein.

Brennender E-Auto-Akku kann sich erneut entzünden

Anders als bei Fahrzeugen mit Diesel- oder Benzinmotor ist bei Elektroautos nicht mit bloßem Auge erkennbar, ob das Feuer endgültig gelöscht ist. Bis zu 24 Stunden nach dem Brand kann die Batterie abermals Feuer fangen. Die Feuerwehr prüft nach den Löscharbeiten mit einer Wärmebildkamera, ob sich im E-Fahrzeug noch Hitze entwickelt.

Abschleppunternehmen stellen ausgebrannte E-Autos getrennt von anderen Pkw oder in einem Wasserbecken ab. So greifen die Flammen nicht auf andere Fahrzeuge über, falls der Akku sich erneut entzündet.

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Sonderfall

Grundsätzlich gilt: Schließen Sie für Ihr E-Auto eine Kfz-Versicherung mit Vollkasko oder Teilkasko  ab, kommt diese für alle Schäden am Fahrzeug auf, die ein Brand ver­ur­sacht. Was aber, wenn ein bren­nendes E-Auto die Garage be­schä­digt, in der es abgestellt ist? 2019 entschied der Euro­pä­ische Ge­richts­hof (EuGH), dass in diesem Fall die Haftpflicht-Versicherung des Kfz-Versicherers den Scha­den übernimmt.

Begründung: Beim Parken des Fahr­zeugs in einer Privatgarage handle es sich um eine Ver­wen­dung, die der Funktion als Be­för­der­ungs­mittel entspreche. Die Selbst­entzündung sei demnach als Betriebsgefahr zu werten – und der Schaden von der Versicherung zu erstatten.

Dies gilt allerdings nur, wenn die Batterie des E-Autos sich selbst entzündet. Setzen Fremde den Pkw in der Garage in Brand, kommt die Kasko­versicherung zwar für Be­schä­di­gungen am Kfz auf. Schä­den, die das bren­nen­de Fahr­zeug an der Garage oder an­gren­zen­den Ge­bäu­den anrichtet, sind da­ge­gen nicht im Ver­sicherungs­schutz enthalten.

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Die passende Versicherung
Optimal abgesichert mit der Allianz Elektroauto-Versicherung
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Cyber-Kriminalität
Besonders anfällig für Hackerattacken sind öffentliche Ladestationen, an denen Sie Ihr E-Mobil kostenpflichtig "betanken". Manipulieren Kriminelle die Ladesäule, können sie auf Ihre Kosten Strom beziehen oder auf persönliche Daten zugreifen. Hackern schieben Sie einen Riegel vor, indem Sie beispielsweise die Stromrechnung an der Ladesäule mit Ihrem Smartphone begleichen. Wie Sie sich schützen können.
Junge Frau lehnt an blauem Elektroauto und spricht mit Mann, der das Fahrzeug an die Ladesäule anschliesst.

Sicher Strom tanken: 4 Tipps gegen Lade-Betrug

  1. Zahlen Sie mit Ihrem Smartphone, anstatt eine Ladekarte zu nutzen.
  2. Lassen Sie Ladekarte oder -anhänger nicht offen herumliegen.
  3. Laden Sie Ihr E-Auto nicht an öffentlichen Säulen, deren Gehäuse beschädigt ist.
  4. Notieren Sie sich während des Ladevorgangs Ladedauer und -menge. Vergleichen Sie die Daten anschließend mit Ihrer Stromabrechnung, um nicht gerechtfertigte Kosten zu entdecken.

Hintergrund: Lade­karten und Schlüssel­anhänger sind einfach zu manipulieren. Damit bezahlen E-Fahrzeughalter Strom an öffentlichen Ladestationen.

Auch die "Plug & Charge"-Technologie, die ohne Ladekarten auskommt, weist Sicher­heits­schwach­stel­len auf. Denn selbst wenn Sie den "Tankvorgang" starten und beenden, indem Sie das Ladekabel anstecken bzw. trennen: E-Auto und Ladestation tauschen ver­trau­liche Daten aus. Diese können Hacker abfangen und entschlüsseln.

Abrechnungs- und Steuer­ein­hei­ten innerhalb der Lade­säulen sind ebenfalls anfällig dafür, dass Cyber-Kriminelle vertrauliche Informationen auslesen.

Hersteller sichern E-Autos immer besser gegen Hackerangriffe

In erster Linie trägt der Fahrzeug­hersteller Sorge dafür, dass Ihr Stromer kein leichtes Ziel für Hacker ist. Denn unabhängig von der Antriebsart gilt: Je mehr digitale Technologie sich an Bord befindet, desto leichter fällt es Cyber­kriminellen, von außen auf Fahr­zeug­funk­ti­onen zuzugreifen.

Automobilhersteller arbeiten daher laufend daran, ihre Modelle vor Hackern zu schützen. Einige Marken fordern IT-Experten sogar dazu auf, ihre E-Fahr­zeu­ge zu hacken, um Sicher­heits­lücken entdecken und im Nachgang schließen zu können.

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