- Zahnfehlstellungen sind bei Kindern und Jugendlichen relativ häufig. Für eine medizinisch sinnvolle Zahnkorrektur (Zahnregulierung) und um die Kaufunktion des Gebisses zu optimieren, setzen Kieferorthopäden und -orthopädinnen Zahnspangen ein. Hiervon gibt es verschiedene Arten & Modelle.
- Bei medizinischer Indikation übernimmt die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) 80 Prozent der Kosten einer Zahnspange für Kinder und Jugendliche. 20 Prozent zahlen die Eltern. Bei erfolgreichem Behandlungsverlauf gibt's den Eigenanteil von der GKV zurück.
- Zusatzleistungen wie z. B. Keramikbrackets, deckt die GKV nicht ab. Unser Tipp: Um Kostenlücken zu schließen, kann sich eine Zahnzusatzversicherung für Zahnspangen lohnen.
- Die Kosten für eine Zahnspangen bei Erwachsenen übernehmen GKV oder eine private Zahnzusatzversicherung für Zahnspangen nur in Ausnahmefällen (z.B. bei Unfall und schweren Erkrankungen).
Zahnspange für Kinder, Jugendliche und Erwachsene
Zahnspangen: Arten, Kosten und Behandlung kurz erklärt
Was ist eine Zahnspange?
In der Zahnmedizin heißt die Behandlung mit einer Zahnspange Zahnregulierung. Kieferorthopädische Geräte wie eine Zahnspange werden oft während der Wachstumsphase bei Kindern eingesetzt. Sie korrigieren Zahn- und Kieferfehlstellungen, die medizinische Probleme verursachen oder die Kau- und Bissleistung beeinträchtigen.
Das Wichtigste für Sie im Überblick:
- Mit einer Zahnspange lassen sich zum Beispiel schiefe Zähne korrigieren. Auch Spätfolgen wie Kieferproblemen kann vorgebeugt werden.
- Für Kinder gibt es lose Zahnspangen (lockere Zahnspangen) oder feste Zahnspangen. Sie bestehen aus Materialien wie Kunststoff, Keramik oder Metall (z.B. Stahl, Titan).
- Bei kieferorthopädischen Behandlungsmethoden für Kinder und Jugendliche steht nicht die Optik im Vordergrund. Sondern das korrekt funktionierende Gebiss.
Bitte beachten Sie: Schiefe Zähne bei Ihrem Kind sollten Sie nicht als optischen Makel abtun, der sich verwächst. Bei erkennbaren Fehlstellungen überweist der oder die behandelnde Zahnarzt/Zahnärztin Ihr Kind meist direkt zu einem Kieferorthopäden.
Was kostet eine Zahnspange?
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Kieferorthopädische Behandlung
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Gesamtkosten
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GKV-Leistung
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Eigenanteil ohne ZZV
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Eigenanteil mit
Allianz MeinZahnschutz (MZ) |
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| Feste Zahnspange + Metallbrackets | ca. 4.000 € bis 6.500 € | 0 € | 4.000 € bis 6.500 € |
MZ 75: 2.000 € bis 4.500 € MZ 90: 1.500 € bis 4.000 € MZ 100: 1.000 € bis 3.500 € |
| Feste Zahnspange + Keramikbrackets (zusätzlich zu den Kosten der festen Zahnspange) | Mehrkosten 300 € bis 1.500 € | 0 € | 300 € bis 1.500 € |
MZ 75: 75 € bis 375 € MZ 90: 30 € bis 150 € MZ 100: 0 € |
| Transparente Zahnschiene (Aligner) | ab 3.500 € | 0 € | ab 3.500 € |
MZ 75: ab 1.500 € MZ 90: ab 1.000 € MZ 100: ab 500 € |
| Knirscherschienen (Aufbiss-Schienen) | 500 € | 0 € | 500 € |
MZ 75: 125 € MZ 90: 50 € MZ 100: 0 € |
Für Indikationsgruppen I und II (KIG 1 und 2) gibt es keine GKV-Leistung. Ansonsten entstehen Mehrkosten von ca. 1.500 Euro, z.B. für höherwertige Keramikbrackets, die von der Krankenkasse nicht übernommen werden.
Inklusive GKV-Leistung; nicht berücksichtigt sind die innerhalb der ersten 36 Monate geltenden Erstattungshöchstbeträge.
Die Allianztarife MeinZahnschutz leisten für Kieferorthopädie für Kinder und Jugendliche bis 21 Jahre.
Leistungsgrenzen Kieferorthopädie
MZ 75: bis 2.000 Euro
MZ 90: bis 2.500 Euro
MZ 100: bis 3.000 Euro
Für Indikationsgruppen I und II (KIG 1 und 2) gibt es keine GKV-Leistung. Ansonsten entstehen Mehrkosten von ca. 1.500 Euro, z.B. für höherwertige Keramikbrackets, die von der Krankenkasse nicht übernommen werden.
Wieviel kosten feste und lockere Zahnspangen?
Sie fragen sich, wie teuer die kieferorthopädische Behandlung für Ihr Kind wirklich ist? Die Kosten für eine Zahnspange richten sich nach den Leistungen, die Ihr Nachwuchs in Anspruch nimmt. Je nach Behandlungsdauer, Spangenart und Material kosten Zahnspangen für Kinder und Jugendliche rund 1.000 bis 6.500 Euro. Kostenbeispiele im Überblick:
- Unsichtbare Zahnspangen wie transparente Aligner-Zahnschienen kosten ab 3.500 Euro. Komplexe Fehlstellungen erfordern oft teure Spezialanfertigungen.
- Nachbehandlungen mit Retainer kosten mindestens 300 Euro.
- Bei Sonderwünschen, beispielsweise bei der Zahnspangen-Farbe (Metall oder Keramik-Brackets), steigt der Preis auf bis zu 10.000 Euro. Das Gleiche gilt für komplizierte Fälle – zum Beispiel, wenn eine Lingual-Zahnspange gewünscht ist.
Welche Kosten trägt die GKV für Kinder-Zahnspangen ab KIG III?
Welche Kosten die GKV bei Zahnspangen für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre übernimmt, hängt von der KIG ab. Eine Kostenerstattung ist erst ab Schweregrad KIG III möglich (siehe Übersicht kieferorthopädische Indikationsgruppen).
- Für die Zahnspange Ihres ersten Kindes übernimmt die GKV bei KIG III bis KIG V 80 Prozent der Zahnspangen-Kosten.
- Für die Zahnspangen aller weiteren Kinder erstattet die GKV 90 Prozent der Zahnspangen-Kosten.
Bitte beachten Sie: Die restlichen 10 bzw. 20 Prozent zahlen Sie als Eltern selbst. Bei erfolgreichem Abschluss der Zahnspangen-Therapie erhalten Sie den vorgestreckten Eigenanteil zurückerstattet.
Zahlt die GKV Zusatzleistungen bei Zahnspangen für Kinder?
Nein. Zusatzleistungen übernimmt die gesetzliche Krankenversicherung grundsätzlich nicht. Möchte Ihr Nachwuchs aus ästhetischen Gründen teurere Keramikbrackets statt Brackets aus Edelstahl, geht diese zahnärztliche Leistung über das Normalmaß hinaus. Entstehende Mehrkosten zahlen Sie selbst.
Bezahlt die GKV Zahnspangen für Erwachsene?
Gesetzliche Krankenkassen oder eine Zahnzusatzversicherung für Zahnspange übernehmen die Kosten einer kieferorthopädische Behandlung bei Erwachsenen nur in Ausnahmefällen. Denn oft ist die Fehlstellung schon länger bekannt. Zu den Ausnahmen zählen Unfälle oder schwere Erkrankungen. Zum Beispiel Kieferprobleme und ausgeprägte Kieferanomalien, wie angeborene Missbildungen, Fehlbisse durch Verknöcherung oder Verletzung. In diesen Fällen zahlt die GKV nach Vorlage eines Heil- und Kostenplans sowie Bewilligung des Kostenvoranschlags eine Standardbehandlung.
Eine Zahnspange für Erwachsene unterscheidet sich preislich kaum vom Preis einer Zahnspange für Kinder und Jugendliche. Generell gilt: Wie teuer die Zahnkorrektur im Erwachsenenalter ist, ist abhängig von:
- Behandlungsdauer
- verwendeten Materialien
- Spangenart (durchsichtige Zahnspange, feste oder lose Zahnspange)
- Kosten für ärztliche Leistungen
Wann braucht mein Kind eine Zahnspange?
Generell gilt: Passen Oberkiefer und Unterkiefer beim Biss nicht zusammen, liegt eine Zahnfehlstellung vor. Diese lässt sich in der Regel mit kieferorthopädischen Maßnahmen beheben. Dabei geht es nicht nur um das ästhetische Empfinden der Betroffenen: Schiefe Zähne können auch schwerwiegende gesundheitliche Spätfolgen haben. Ihr Kind braucht dann eine Zahnkorrektur mit Zahnspange, wenn:
- das Gebiss einen Engstand benachbarter Zähne aufweist.
- größere Lücken zwischen einzelnen Zähnen bestehen oder Zähne fehlen.
- Zahnfehlstellungen wie Kreuzbiss, Vorbiss oder Überbiss vorliegen.
Den Schweregrad der jeweiligen Fehlstellung ordnen der behandelnde Zahnarzt oder die Kieferorthopädin in eine von fünf Gruppen ein: die KIG (kieferorthopädische Indikationsgruppen). Anhand dieses Einteilungsschemas entscheidet sich: Übernimmt die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) die Kosten einer Zahnspange für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre oder nicht?
Übersicht der kieferorthopädischen Indikationsgruppen (KIG)
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Indikationsgruppe
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Fehlstellung
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Kostenübernahme GKV
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|---|---|---|
| KIG I | Leichte Fehlstellungen | Behandlung aus ästhetischen Gründen, keine Kostenübernahme durch die GKV |
| KIG II | Geringe Fehlstellungen | Behandlung aus medizinischen Gründen, keine Kostenübernahme durch die GKV |
| KIG III | Ausgeprägte Fehlstellungen | Behandlung medizinisch notwendig, Kostenübernahme durch die GKV (80 % beim 1. Kind, 90 % beim 2. Kind) |
| KIG IV | Stark ausgeprägte Fehlstellungen | Behandlung medizinisch notwendig, Kostenübernahme durch die GKV (80 % beim 1. Kind, 90 % beim 2. Kind) |
| KIG V | Extrem stark ausgeprägte Fehlstellungen | Behandlung medizinisch notwendig, Kostenübernahme durch die GKV (80 % beim 1. Kind, 90 % beim 2. Kind) |
Lohnt sich eine ZZV bei Zahnspangen für Kinder?
Sind kieferorthopädische Leistungen im Tarif enthalten, zahlt eine gute Zahnzusatzversicherung (ZZV) für Kinder und Jugendliche auch Zahnspangen. Die Höhe der Kostenübernahme hängt vom gewählten Tarif ab. Eine gute ZZV erstattet die Kosten einer Zahnspange auch bei nur leichten Zahn-Fehlstellungen (KIG I-II). Das gilt, solange die medizinische Indikation gegeben ist. Je nach Tarif zahlen Sie monatlich rund 8 bis 18 Euro für die Zahnzusatzversicherung Ihres Kindes.
Das kostet die Zahnzusatzversicherung der Allianz
Welche Arten von Zahnspangen gibt es?
Feste Zahnspange Kinder
Ihr Kind hat eine stark ausgeprägte Fehlstellung oder eine Zahnlücke durch einen fehlenden Zahn, die ausgeglichen werden muss? Dann kommt in der Regel eine feste Zahnspange zum Einsatz. Diese festen Draht-Zahnspangen sind nicht herausnehmbar, sondern fest auf den Zähnen angebracht. Hierfür befestigen Kieferorthopäde oder -orthopädin an den großen Backenzähnen dünne Bänder aus Stahlblech. Bei anderen Zähnen werden sogenannte Brackets auf der Vorderseite der Zähne festgeklebt. Das können Metallbrackets oder zahnfarbene Brackets aus Keramik oder Kunststoff sein.
Von Kieferorthopäden und -orthopädinnen hauptsächlich empfohlen wird die feste Zahnspange Kindern und Jugendlichen. Bei Erwachsenen kommt sie seltener zum Einsatz.
Herausnehmbare Zahnspangen
Ihr Kind befindet sich noch in der Wachstumsphase? Dann wird oft eine herausnehmbare lockere Draht-Zahnspange oder lockere Zahnspange mit Oberkieferplatte oder Unterkieferplatte eingesetzt.
Die Vorteile:
- Die jungen Patientinnen und Patienten können selbst die lose Zahnspange entfernen oder die Zahnspange einsetzen.
- Die Spange liegt sehr dicht an der Innenseite der Zähne an. Das ermöglicht in der Kieferorthopädie für Kinder eine sanfte und zahnschonende Dehnung des Kiefers.
Innenliegende Zahnspangen
Ihr Kind ist schon etwas älter oder schon in der Pubertät und macht sich Gedanken über sein Äußeres? Dann ist eine innenliegende Zahnspange vielleicht eine gute Option. Innenliegende oder feste Lingual-Zahnspangen sind das Pendant zur festsitzenden Zahnspange mit Brackets. Der Unterschied: Bei dieser Art der Zahnspange werden die Brackest auf der Innenseite der Zähne befestigt.
Entscheidender Vorteil: Es handelt es sich um eine von außen unsichtbare Zahnspange.
Nachteil: Das Anpassen und Anbringen ist mit hohem Aufwand verbunden.
Außenspangen
Sie oder Ihr Kind haben eine kieferorthopädische Zahnfehlstellung, die die großen Backenzähne betrifft? Für eine solche Zahnkorrektur kommen in der Regel Außenspangen zum Einsatz. Denn nur eine Zahnspange mit Zahnspangen-Gestell kann Backenzähne in die richtige Position bewegen.
Beispiel-Modelle für Zahnspangen mit Gestell:
- Headgear-Zahnspangen: Hier erfolgt die Abstützung über Zahnspange-Gummis. Diese Gummis (Gummibänder) werden mit Band an Nacken oder Kopf fixiert.
- Delaire-Masken: Diese Art der Zahnspange funktioniert über die Abstützung an Stirn und Kinn.
- Kopf-Kinn-Kappen: Bei diesem Typ Zahnspange wird der Zug über Hinterkopf und Kinn aufrechterhalten.
Nachteil: Außenspangen bzw. Zahnspangen-Gestelle sind wenig beliebt bei Kindern.
Aligner und Aligner-Therapie
Der Favorit bei Kindern und Erwachsenen: Aligner-Zahnschienen. Der Grund: Die Zahnspange-Farbe. Denn die fast unsichtbaren Zahnspangen ähneln Aufbissschienen, die nächtliches Zähneknirschen verhindern. In der Kieferorthopädie wird eine Aligner-Therapie häufig für leichte Zahnkorrekturen bei Kindern empfohlen. Aber auch in der Retentionsphase (Phase der Stabilisierung) oder bei jüngeren Erwachsenen kommen Aligner zum Einsatz.
Vorteil: Diese durchsichtige Zahnspange ist transparent und besonders unauffällig.
Nachteil: Herausnehmbare Aligner-Schienen sind nicht zur Korrektur aller Fehlstellungen geeignet.
Zahnspange einsetzen
Beratung & Vorbereitung
Anfertigung und Einsetzen
Kontrolle
Nachbehandlung
Wie lange dauert die Behandlung?
Kieferorthopädinnen oder Kieferorthopäden setzen je nach Indikationsgruppe eine unterschiedliche Behandlungsdauer an:
- Reguläre Zahnspangen-Behandlung für Jugendliche: 1 bis drei Jahre
- Behandlung mit chirurgischem Eingriff: 5 oder mehr Jahre
- Starke Fehlstellungen schon bei den Milchzähnen: bis zu 10 Jahre
- Gerade für längere Behandlungen, wie einer Überbiss Zahnspange oder kompliziertere Fehlstellungen, lohnt sich eine Zahnzusatzversicherung für Zahnspangen. Schließen Sie mit den Allianz MeinZahnschutz-Tarifen finanzielle Lücken, die entstehen können.
Wann ist eine Zahnspange für Erwachsene sinnvoll?
Wann ist eine Zahnspange bei Erwachsenen notwendig?
Sie hatten in Ihrer Jugend eine Zahnspange und wundern sich Jahre später erneut über schiefe Zähne? Und das, obwohl Sie bereits eine Zahnkorrektur als Kind hatten? Dann lohnt sich ein Termin in der kieferorthopädischen Praxis. Denn selbst kieferorthopädisch behandelte Zähne können sich im Laufe der Zeit wieder verschieben oder schief stellen. Nach erneuter Behandlung sorgt ein sogenannter Retainer dafür, dass die gewünschte Zahnstellung erhalten bleibt. Dieser dünne Draht wird an der Innenseite der Zähne befestigt und hält Ihre Zähne an Ort und Stelle. Alternativ kann ein Retainer verhindern, dass die erneut auftretende Fehlstellung voranschreitet.
Sie weisen weitere Symptome auf, die mit einer Zahnfehlstellung in Zusammenhang stehen könnten? Gerade wenn Sie unter Kopfschmerzen, Verspannungen oder Rückenschmerzen leiden, sollten Sie Ihren Zahnarzt oder Ihre Kieferorthopädin kontaktieren. Unter Umständen kann eine Zahnkorrektur mit Zahnspange, oder einer Aligner-Zahnschiene Ihre Beschwerden linden.
Welche Zahnspangen-Modelle eignen sich für Erwachsene?
In der Zahnmedizin gibt es eine große Auswahl an Spangen. Die folgenden Modelle sind aufgrund ihrer dezenten Optik besonders attraktiv für Erwachsene:
- Eine feste Lingual-Zahnspange arbeitet mit Brackets auf der Innenseite der Zähne. Sie sind von außen nicht sichtbar.
- Eine Aligner-Spange (z.B. von Invisalign) ist eine Sonderform der herausnehmbaren oder losen Zahnspange. Bei der Aligner-Therapie kommen transparente Zahnschienen zum Einsatz. Sie sind fast unsichtbar, können aber nicht alle Fehlstellungen beheben.
Finden Sie Details zu den für Erwachsene besonders geeignete Zahnspangen im Ratgeber Kieferorthophädie für Erwachsene.
Wie lange dauert die Behandlung mit Zahnspange bei Erwachsenen?
Was möchten Sie zur Zahnspange noch wissen?
Wie reinigen Sie Ihre Zahnspange richtig?
Egal, ob feste Zahnspange oder lockere Zahnspange: Pflege und Hygiene einer Draht-Zahnspange und des Zahnspangen-Gestells sind essenziell. Denn sowohl auf den Zähnen als auch an der Zahnspange bilden sich gern Beläge. Sie sind optimaler Nährboden für Bakterien. Zudem werden gerade durchsichtige Zahnspangen sonst schnell unansehnlich. Deshalb ist die regelmäßige und sorgfältige Reinigung der Zahnspange wichtig. So geht's:
Lose Zahnspange reinigen
Die Reinigung einer lockeren Zahnspange ist einfach: Sie können beispielsweise beim Zähneputzen die Zahnspange entfernen und mit lauwarmem Wasser abspülen. Danach wird sie ähnlich wie bei der Zahnpflege mit Zahnbürste und Zahnpasta zweimal täglich gereinigt. Halten Sie die Zahnspange dabei ausschließlich am Kunststoffteil fest. Die Reinigung der Zahnspange sollte außerdem nicht mit kochendem Wasser erfolgen.
Feste Zahnspange reinigen
Die Reinigung einer festen Zahnspange erfordert etwas mehr Aufwand und Sorgfalt: Beim Zähneputzen werden Beläge entfernt. Zur Reinigung der Metalldrähte und Bracket-Zwischenräume ist die Verwendung einer Spezialbürste sinnvoll. Wie Sie bei der Reinigung der Zahnspange genau vorgehen, erklären Ihnen Ihre Zahnärztin oder Ihr Kieferorthopäde. Details zur Reinigung finden Sie z. B. im Ratgeber Keramik-Brackets Vorsorgetipps.
Können Eltern die Zahnspangen ihrer Kinder von der Steuer absetzen?
Ja. Zahnärztliche oder kieferorthopäische Rechnungen (zahnärztliche Leistungen) können Sie von der Steuer absetzen. Wichtige Voraussetzungen, damit Sie eine Zahnspange für Jugendliche und Kinder von der Steuer absetzen können:
- Es muss ein medizinischer Behandlungsgrund (Notwendigkeit) vorliegen. Rein ästhetische Zahnkorrekturen können Sie nicht steuerlich geltend machen.
- Weder GKV noch ZZV übernehmen die Kosten für die notwendige Zahnregulierung bei Ihrem Nachwuchs. Das ist zum Beispiel der Fall, wenn Sie sich für höherwertige Zahnspangen-Leistungen wie eine Aligner-Therapie entscheiden.
Voraussetzungen erfüllt? Dann können Sie Ihre Eigenleistungen als "außergewöhnliche Belastungen" in der Steuererklärung angeben. Das Finanzamt berechnet ausgehend von Einkommen, Familienstand und Anzahl der Kinder einen sogenannten zumutbaren Eigenanteil.
Ihre Eigenleistungen übersteigen den zumutbaren Eigenanteil? Dann wird der übersteigende Betrag als "außergewöhnliche Belastung" bei der Einkommenssteuerermittlung mindernd berücksichtigt.
Übrigens: Auch Fahrtkosten zu Zahnärztinnen und Kieferorthopäden sind dann als außergewöhnliche Belastung absetzbar, wenn der zumutbare Eigenanteil überstiegen wird.
Wichtig: Bewahren Sie kieferorthopädische Quartalsrechnungen im Original auf. Die Dokumente können Sie nach erfolgter Therapie zusammen mit der Abschlussbescheinigung bei Ihrer Krankenversicherung einreichen. Auch für den Nachweis bei der Steuer sind die Rechnungen hilfreich.
Unser Tipp: Hier finden Sie alle steuerlichen Online-Services, die Ihnen als Allianz-Kunde zur Verfügung stehen.
Mein Kind hat seine Zahnspange verloren – was tun?
Ihr Kind hat seine lockere Zahnspange verloren oder beschädigt? Und hat Ihre gesetzliche Krankenversicherung die Kosten der Zahnspange Ihres Kindes übernommen?
Dann ist sie auch für Reparatur oder Ersatz der verlorenen Zahnspange zuständig. Meist zahlt die GKV bei Schäden oder Verlust bis zu einer bestimmten Höchstgrenze. Die Obergrenze legt jeder Versicherer individuell fest.
Hat Ihr Kind eine feste Zahnspange?
Dann können Kosten für die Reparatur entstehen. Bei einer Zahnspangen-Therapie, die über die Regelversorgung der GKV hinausgeht, können Sie Eigenleistungen über eine Zahnzusatzversicherung auffangen. In diesem Fall erstattet die ZZV je nach Tarif auch Kosten für Reparatur oder Zahnspangenersatz.
Ist die Behandlung mit einer Zahnspange sehr schmerzhaft für mein Kind?
Beschwerden treten vor allem bei festen Zahnspangen und während der Eingewöhnungsphase auf. Der erhöhte Druck auf die Zähne nimmt aber meist in den ersten Stunden ab. Denn Zähne und Zahnhalteapparat gewöhnen sich schnell an die neue Situation. Ursachen für mögliche Zahnspange-Zahnschmerzen bzw. Schmerzen im Kiefer oder Kieferprobleme sind:
- Schmerzen durch zu fest angezogene Metalldrähte und Klammern bei Kindern und Jugendlichen mit losen Zahnspangen
- Festsitzende Zahnspangen, deren Brackets (oder Keramikbrackets) Schmerzen auslösen können.
- Beschwerden durch gereiztes Weichgewebe im Mund (z.B. Wangeninnenseite, Zunge). Der Kieferorthopäde oder die Kieferorthopädin händigen bei Bedarf spezielles Wachs für die Zahnspange aus. Dieses legen Sie selbständig über die Brackets oder die Klammerbestandteile, die Schmerzen auslösen. Durch die glatte Wachsoberfläche werden Beschwerden am Weichgewebe schnell gelindert.
Wie schnell reagieren die Zähne meines Kindes auf die Zahnspange?